Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe
1. Staatsarchiv Detmold
1.1. Land Lippe (bis 1947)
1.1.2. Verwaltung, Justiz
1.1.2.2. Allgemeine und innere Verwaltung
1.1.2.2.5. Ämter
Amt Sternberg-Barntrup
L 108 Sternberg-Barn Amt Sternberg-Barntrup
Permalink des Findbuchs


Signatur : L 108 Sternberg-Barn

Name : Amt Sternberg-Barntrup

Beschreibung :
Einleitung

Die Grafen von Schwalenberg, in deren Besitz sich die Grafschaft Barntrup befand, hatten etwa 1240 eine eigene Sternberger Linie begründet, die 1377/1391 ihren Herrschaftsbereich an die Grafen von Holstein-Schaumburg verkaufte. Bereits 1400/1405 wurde das Gebiet an die Edelherren zur Lippe verpfändet und nie mehr eingelöst, ja 1652, nach dem Erlöschen der Grafen von Holstein-Schaumburg, das Wiedereinlösungsrecht den Erben abgekauft. Es bildeten sich auf dem Gebiet der Grafschaft Sternberg zwei Ämter, Sternberg und Barntrup. 1557-1583 war das Gebiet im Besitz der Pyrmonter Nebenlinie. Nach dem Tode des Grafen Simon VI. zur Lippe verblieb Sternberg der regierenden Linie zu Detmold, während Barntrup an die Linie Lippe-Brake fiel, die Alverdissen als eigenes Amt an die Bückeburger Nebenlinie abtrat.

Aus Geldmangel wurde von 1733-1771 das Amt Sternberg an Hannover verpfändet. Spezielle Amtsakten aus dieser Zeit haben sich in Hannover nicht erhalten. Der langwierige Sternberger Prozess mit Paderborn, das seit Erlöschen der Grafen von Schaumburg Ansprüche erhoben hatte, endete 1788 mit der Lehnsauftragung. 1812 wurden die Ämter Sternberg und Barntrup vereint, 1813 Alverdissen dazugelegt. 1879 wurde das Amt Sternberg-Barntrup Teil des Verwaltungsamtes Brake, Sitz des Amtsgerichts wurde Alverdissen.

Die Aktenüberlieferung ist nur gering und betrifft vorwiegend das 19. Jahrhundert. Zur Geschichte des Amtes sind die Archivbestände L 26 (Ortsakten Sternberg), L 30 (Ortsakten Barntrup), L 95 III (Schaumburg-Lippische Regierung und Hofkammer, Paragialamt Alverdissen) und L 77 A (Regierung) heranzuziehen.

Es ist zu zitieren: L 108 Sternberg-Barntrup Nr. …


Detmold, Juli 1977
gez. Sagebiel


Das maschinenschriftliche Findbuch wurde im Rahmen eines Digitalsierungsprogramms von Marco Hönerlage aus Detmold in VERA abgeschrieben.

Detmold, im Oktober 2008
gez. Schwinger



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