Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe
1. Staatsarchiv Detmold
1.2. Regierungsbezirk Minden (1816-1947), Regierungsbezirk Detmold (seit 1947)
1.2.1. Verwaltung
1.2.1.3. Kreisverwaltungen
1.2.1.3.2. Büren
Kreisverwaltung Büren
M 2 Büren Kreisverwaltung Büren
Permalink des Findbuchs


Signatur : M 2 Büren

Name : Kreisverwaltung Büren

Beschreibung :
Vorbemerkung

Das vorliegende Findbuch verzeichnet die Akten des Landratsamtes Büren. Diese waren, soweit vom Staatsarchiv Münster übernommen, durch ein Behördenfindbuch provisorisch erschlossen.
Ein kleiner Teil dieser Akten wurde von Frau Dr. Heike Preuß während ihrer praktischen Ausbildung 1975 neu aufgenommen.
Eingearbeitet wurde der Zugang 37und1956, der bereits 1969 von Frau Dr. Katharina Colberg aufgenommen worden war.
Etwa 20 Bände wurden an den Bestand M 6 (Domänenrezepturen..) abgegeben. Die vorliegenden Akten laufen mit dem Ende der 30er Jahre aus. Jüngere Akten befinden sich im Kreisarchiv des Kreises Paderborn, Standort Büren.
Die staatliche Verwaltung der Kreise endete am 1.4.1946. Sämtliche seit dieser Zeit entstandenen Akten sind kommunales Eigentum geworden (Rund-Erl. KM v. 27.11.1951, Amtsbl. KM NW 1952, S. 23).
Der Bestand wurde nach dem an der Archivschule Marburg entwickelten Normordnungsplan für Landratsämter geordnet, welcher die Akten von Landratsamt und Kreisausschuss in einer Systematik zusammengefasst. Diese sind mit „KA gekennzeichnet.
Das Königreich Preußen begann 1815 mit der Neuorganisation der Gebiete, die ihm die Wiener Schlussakte endgültig zusprach. Am 1.8.1816 nahm die Regierung in Minden ihre Tätigkeit auf, und aufgrund einer Verordnung vom 18.10.1816 (Amtsblatt der Regierung Minden, 1816, S. 161 ff.) folgten am 1.11.1816 die Landratsämter.
Das Gebiet des Kreises Büren blieb, abgesehen davon, dass die Gemeinden Obern- und Niederntudorf am 1.1.1832 vom Kreis Paderborn abgetrennt und dem Kreis Büren zugeteilt wurden (Amtsbl. der Regierung Minden, 1831, S. 384), bis zu seiner Auflösung am 31.12.1974 unverändert. Eine Übersichtskarte mit einem Ortschaftsverzeichnis findet sich u. a. bei Henkel, Geschichte und Geographie des Kreises Büren, S. 100 ff.
Bis zur Einführung der Landgemeindeordnung vom 31.10.1841 wurden die aus dem Königreich Westfalen übernommenen Kantone belassen, dann anstelle der Kantone Ämter eingerichtet, hier: Atteln, Boke (Ringboke), Büren, Lichtenau, Salzkotten und Wünnenberg, letzteres mit dem Sitz in Fürstenberg. Die Ämter Boke und Salzkotten wurden jedoch bereits 1859 vereinigt.
An Veränderungen im kommunalen Bereich ist folgendes anzumerken: 1831 wurden die Gemeinden Mantinghausen und Rebbeke getrennt, 1939 wurde Keddinghausen mit Hegensdorf vereinigt, 1951 wurden Dalheim, Blankenrode und Elisenhof in 3 selbstständige Gemeinden aufgegliedert.
Salzkotten war bis 1938 amtsfrei, Büren hingegen bis 1895 amtsangehörig, dann bis 1969 selbstständig.
Bis zum 31.12.1974 umfasste der Kreis Büren die genannten 5 Ämter mit insgesamt 54 Gemeinden. Am 1.1.1975 wurde aufgrund des SauerlandundPaderborn-Gesetzes (GV NW 1974, S. 1224 ff.) der Kreis Büren aufgelöst und das Gebiet dem Kreis Paderborn zugeteilt. 43 der bisherigen Gemeinden sind in 4 neuen Großgemeinden aufgegangen: Büren, Lichtenau, Salzkotten, Wünnenberg.
Die 11 restlichen Gemeinden wurden um- bzw. ausgegliedert: Anreppen, Bentfeld und Boke sind nach Delbrück, Etteln ist Borchen zugeteilt. Nach MarsbergundHochsauerlandkreis eingemeindet wurden Essentho, Meerhof, Oesdorf und Westheim und nach LippstadtundKreis Soest Garfeln, Hörste und Rebbeke (MünsterundHamm-Gesetz, GV NW 1974, S. 416 ff. hier S. 422).

Literatur:
Heinrich Pohlmeier, 150 Jahre Landkreis Büren, Paderborn 1966

Gerhard Henkel, Geschichte und Geographie des Kreises Büren, Paderborn 1974

Es ist zu zitieren: M 2 Büren Nr. …

Detmold, den 23. Februar 1978
gez. R. Müller-König



Im Zuge der Digitalisierung der Findmittel wurde das maschinenschriftliche Findbuch aus dem Jahr 1978 in V.E.R.A. abgeschrieben.
Detmold, im Juli 2009
gez. Wolfgang Seemund



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