Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe
1. Staatsarchiv Detmold
1.3. Organisationen, Güter, Familien, Personen
1.3.2. Vereine, Verbände, Firmen
Bund ehemaliger 55er / Offiziersverein "Alt 55"
D 107 K Bund ehemaliger 55er - Offiziersverein Alt 55
Permalink des Findbuchs


Signatur : D 107 K

Name : Bund ehemaliger 55er / Offiziersverein "Alt 55"

Beschreibung :

Einleitung :

Unmittelbar nach dem Ende des 1. Weltkrieges setzten Bestrebungen ehemaliger Angehöriger des Infanterieregiments 55 ein, einen organisatorischen Zusammenhang der früheren Regimentsangehörigen aufzubauen. Im Juli 1921 wurde der 'Bund ehemaliger 55er' mit Sitz in Detmold gegründet. Etwa zeitgleich erfolgte die Gründung des 'Offiziervereins "Alt 55"', der bis 1937 dem Bund ehemaliger 55er angeschlossen war. (Zum Austritt aus dem Bund siehe Nr. 6). Im Nationalsozialismus wurden beide Vereinigungen dem Reichskriegerbund angegliedert. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurden sie durch die Alliierten aufgelöst. 1952 wurden Bestrebungen zur Reaktivierung der Vereine unternommen und im Oktober desselben Jahres der Offizierverein "Alt 55er" neugegründet, ohne jedoch den formalen Status eines Vereins anzustreben. Parallel erfolgte die Reaktivierung des Bundes ehemaliger 55er, allerdings in der Form eines Stammtisches, der bis Ende der 1970er Jahre regelmäßig in Detmold stattfand. Der Offizierverein wurde 1979 von den noch verbliebenen sieben Mitgliedern aus Altersgründen aufgelöst.

Der Bestand wurde gebildet durch die Zusammenfügung der dem Staatsarchiv übergebenen Nachlassbruchstücke von Pastor Wolfgang Petri aus Herford (Zugang 62/1982) und Theodor Heldman aus Detmold (Zugang 5/1983). Im Zugang 62/1982 waren auch Nachlassbruchstücke von Kurt Quincke aus Herford enthalten. Petri, Heldman und Quincke waren Mitglieder des Offiziervereins "Alt 55"; Heldman war der letzte amtierende Vorsitzende. Der überwiegende Teil des Materials stammt von W. Petri. Weitere Vereinsunterlagen - soweit sie beim Vorsitzenden aufbewahrt wurden - sind 1975 von Theodor Heldman vernichtet worden (siehe Brief Heldman an Quincke 1. Juli 1975, in Nr. 9).

Mit dem Zugang Petri gelangte auch eine genealogische Ausarbeitung von Wolfgang Petri zur Geschichte der Familie Petri aus Horn ans Staatsarchiv. Sie wird in der Bibliothek unter der Signatur B 1854.4° aufbewahrt. Hingewiesen sei in diesem Zusammenhang auch auf die von Wolfgang Petri angefertigte Abschrift der Lebenserinnerungen seines Großvaters Hermann Petri (1831-1906), im Archiv unter D 71 Nr. 378.

Der Bestand unterliegt der allgemeinen Benutzungsordnung für Archivgut.

Es ist zu zitieren: [Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Ostwestfalen Lippe,] D 107 K Nr. ...

Detmold, im April 1986

gez. Zoremba

Umfang : 2 Kartons = 17 Archivbände 1921-1979. - Findbuch: D 107 K.



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