Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe
1.3. Organisationen, Güter, Familien, Personen
1.3.5. Nachlässe
Nachlass Friedrich Winter
D 72 Wolff-Metternich, Nachlass Friedrich Freiherr von Wolff gen. Metternich
Permalink des Findbuchs


Signatur : D 72 Wolff-Metternich

Name : Nachlass Friedrich Freiherr von Wolff gen. Metternich

Beschreibung :

Einleitung :

Der Nachlass des Freiherrn Friedrich von Wolff genannt Metternich, der über 40 Jahre (1845 - 1887) als Landrat in Höxter gewirkt hat, konnte im Jahre 1975 in drei Zugängen (Zug. 15/1975, 34/1975 und 45/1975) aus dem Besitz seiner Enkelin, eines Frl. Marie von der Decken in Konstanz erworben werden (vgl. auch den Nachlass von Raban von den Decken, Wolff-Metternichs Schwiegersohn). Seine Papiere geben einen guten Einblick in die persönlichen Lebensverhältnisse und privaten Interessen des Landrats, sie ergänzen darüber hinaus in mancher Hinsicht (Kulturkampf!) in willkommener Weise die amtlichen Unterlagen in den Beständen der Regierung Minden und der Kreisverwaltung Höxter.

Die persönlichen Daten Wolff-Metternichs sind folgende:

Friedrich Sigurt Gabriel Otto Johannes Traugott Hubert Hermann Freiherr von Wolff gen. Metternich (III.) geboren in Wehrden 17.3.1816, katholisch; gestorben in Höxter 30.12.1898, Eltern: Franz Philipp von Wolff Generalia Metternich, 1817-1845 Landrat des Kreises Höxter, und Dorothea Wilhelmine Freiin von Haxthausen (zu Bökendorf). Er war verheiratet mit Maximiliane von der Decken, geboren in Halle/Saale 18.6.1843, gestorben 10.7.1861; deren Eltern waren Max Kaspar von der Decken, preußischer Oberlandesgerichtsassessor, Leutnant der Landwehr und Karoline Dunker. Wolff-Meternich hatte eine Tochter, die Raban von den Decken heiratete.

Schulbesuch nach Privatunterricht zu Hause bis zum 14. Lebensjahr, ab Ostern 1830 im Gymnasium zu Hamm, seit Herbst 1832 im Gymnasium zu Paderborn, Abitur. Seit Herbst 1835 Studium der Rechte und der Kameralwissenschaften in Bonn; Herbst 1836 Wechsel nach Berlin (für 2 ¿ Jahre). Wintersemester 1838/39 1. Juristische Prüfung. Seit 4.4.1839 Auskultator am königlichen Kammergericht Berlin nach ”gut“ in der Zulassungsprüfung.

Ab 18.5.1840: Versetzung an das Oberlandesgericht Arnsberg auf eigenen Wunsch

30.8.1841: 2. Juristische Prüfung beim Oberlandesgericht mit ”sehr gut“ bestanden.

6.10.1841: Ernennung zum Oberlandesgerichtsreferendar mit Festsetzung des Dienstalters auf 30.8.1841

15.12.1841: Regierungsreferendar bei der Regierung Minden

13.5.1845: Vom Kreistag in Höxter einstimmig zum 1. Kandidaten für das Amt des Landrats gewählt

8.10.1845: Prüfung zum Regierungsassessor ”untadelig bestanden“

4.11.1845: Ernennung zum Regierungsassessor

30.7.1845: Zum Landrat des Kreises Höxter ernannt und am

1.10.1845: eingetreten

März 1874: Übernahme der Vormundschaft von Haxthausen

23.4.1879: Titel ”Geheimer Regierungsrat“

22.3.1887: Stellung zur Disposition

Detmold, im August 1976

[unleserliche Unterschrift]

Quellen:

Personalakten M 1 Pr. Pers. II Nr. 101 - 105 und Regierungsakten M 1 Pr. 523 und 574 im Staatsarchiv Detmold

Dietrich Wegmann, die leitenden staatlichen Verwaltungsbeamten der Provinz Westfalen 1815 - 1918. Münster 1969

Ergänzung:Die Signaturen D 72 Wolff-Metternich Nr. 41 und 65 wurden nicht belegt.

Detmold, im Dezember 2015

gez. Schumacher

Umfang : 5 Kartons = 140 Archivbände 1807-1898. - Findbuch: D 72 Wolff-Metternich, v.



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