Historisches Archiv des Erzbistums Köln
C. - Dekanate und Pfarreien
Pfarr-, Stifts- und Klosterarchive der Kölner Innenstadt (inkl. altes Domarchiv)
Pfarrarchiv Groß St. Martin
Bestand Pfarrei Groß St. Martin
Bestand Groß St. Martin
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1632 - 1846
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anniversarien- und Meßstiftung der Katharina von Gaill aus dem Jahre 1632, 1632-[um 1846]


Enthält :
- Obliegenheit und Vermögen der Stiftung (Auflistung), [um 1846] - Urkunde: Vor dem Priester des Predigerordens und Beichtvater der Stifterin, Nikolaus Frölich, bekundet die Jungfrau Katharina Geill, daß sie am 2. Juni 1629 vor dem Notar Christian Adenau (Adenaw) und 2 Zeugen über ihre Möbel, Gerätschaften, Geld und Wertgegenstände Bestimmung für den Fall ihres Todes getroffen hat. Diesen Besitz gibt sie außer jenem Teil, den sie ihrer Nichte Anna Geill vermacht hat, an ihre Nichte Margareta Geill. Jedoch hat sie sich dabei 840 Rtlr vorbehalten, von denen 100 Rtlr ihr Neffe Johann Philipp erhalten soll; davon soll er seiner Möne zu deren Lebzeiten 4 Rtlr geben, die er nach ihrem Tod behalten darf. 100 Rtlr davon hat sie zur Ehre Gottes verwandt, über die restlichen 640 kann sie noch verfügen. (1.) Daher vermacht sie nun 100 Rtlr, die nach ihrem Tod durch ihren Bruder Kaspar sofern dieser die Hauptsumme bis nach ihrem Tod behält zu übergeben sind, dem Pfarrer und den Kirchmeistern der Pfarrkirche St. Brigida in Köln für ein Anniversarium, das diese jährlich an ihrem Todestag oder 8 Tage davor oder danach am Hochaltar mit Gesang, Ministranten, Diakon und Subdiakon, und drei Lesemessen halten sollen. Am Vortag des Anniversariums sollen gemäß der Kirchenordnung von St. Brigida die Vigilien für die Verstorbenen gesungen werden. Nach den Seelenmessen mit den üblichen Gebeten soll das Grab besucht werden; dort sind entsprechende Gebete und der Segen zu verrichten. Der Pfarrer soll Sorge für die Beleuchtung des Grabes durch eine Wachskerze von drei Pfund an den Tagen des Anniversariums und der Seelenmessen tragen. Für Brot, Wein, Kerzen und Messen sollen die Kirchmeister ihm 6 Mark kölnisch, den beiden Ministranten, den Schulmeistern und dem Offermann je 8 Albus geben, für jede Lesemesse 12 Albus, denen, die die Vigilien singen, einen Taler, aufzuteilen unter den Anwesenden, sowie dem Pfarrer für die Grabkerze einen Taler. Wegen des Weihekasels erhält der Offermann 8 Albus; was dann übrig ist, verbleibt der Kirchenfabrik. (2.) Ferner vermacht die Erblasserin der St. Mariae-Ablaß-Kirche 50 Rtlr für eine neue Orgel. (3.) 50 Rtlr sollen unter den Hausarmen verteilt werden. (4.) 60 Rtlr gibt sie den Predigern in Köln [?] für einen neuen Vorhang am Salvatoraltar, (5.) dem Kloster Klein-Nazareth unter Sachsenhausen 25 Rtlr, (6.) den Nachbarn in ihren Häusern in der Gereonstraße 8 Rtlr. Die Bestimmung der verbleibenden 347 Rtlr behält sie sich noch vor. 1632 Februar 28, Unterschriften von Nikolaus Frölich und Catharina Gaill; Ausf., Papier, 1632 - Ausführung der Stiftungsbestimmungen bzgl. St. Brigida durch die dortigen Kirchmeister Hermann Dietrich von Wittgenstein, Anton Biamo, Johann Jakob Hüls u. Heinrich Krahn, 1733


Altsignatur : GSM265


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