Historisches Archiv des Erzbistums Köln
C. - Dekanate und Pfarreien
Pfarr-, Stifts- und Klosterarchive der Kölner Innenstadt (inkl. altes Domarchiv)
Pfarrarchiv Groß St. Martin
Bestand Pfarrei Groß St. Martin
Bestand Groß St. Martin
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1695 - 1846
Permalink der Verzeichnungseinheit

Meßstiftung der Agnes Indenhoven aus dem Jahre 1695, 1695-1708- [um 1846]


Enthält :
- Obliegenheit und Vermögen des Stiftung (Auflistung), [um 1846] - Notariell beglaubigter Auszug aus dem Testament der Stifterin betr. die Stiftung von 300 Rtlr für eine Sonntagsmesse im Chor der Muttergottes bzw. am Marienaltar der St. Brigidakirche morgens um 6 Uhr nach der Mette, Einsetzung des Kirchmeisters zur Aufsicht über die Stiftung gegen jährlich ¿ Rtlr, [um 1700] - Aufzeichnungen über die Ausführung des Testaments, 1700-1701 - Verwendung der verfügten Summe durch die Exekutoren für ein Haus in der Ueberstraße, genannt zur Prumen gegen eine jährliche Rente von 12 ¿ Rtlr gemäß Eintrag im Schrein Arsbach porta Pantaleonis unter Juni 1 mit der Bestimmung zur Aufteilung der Rente, 1708 - Stiftungsurkunde 1695 November 13 Der von den verstorbenen Jungfrauen Agnes Indenhoven und Cäcilia Meyen vor ihrem Tode ernannte Vollstrecker des Testamentes bekundet die Stiftung dreier wöchentlicher Messen gemäß dem Testament der Agnes. Punkt 24 des Testamentes bestimmt die Übertragung von 300 Rtlr für die Stiftung einer Sonntagsmesse im Chor der Mutter Gottes morgens sofort nach der Mette um 6 Uhr. Die Summe soll auf ein Unterpfand angelegt werden, von dessen jährlicher Zahlung die Messe bezahlt wird. Als Aufseher dieser Stiftung setzt die Stifterin einen Kirchmeister ein, der dafür jährlich ¿ Rtlr erhält. In Punkt 27 überträgt Agnes ihrer Nichte Margarete Meyen im Kloster St. Maximin eine jährliche Pension von 300 Rtlr, die ihr der Dechant zu St. Mariengraden, Franziskus Gereon Mylius, noch schuldet und die die Nichte nach dem Tode ihrer Schwester Cäcilia Meyen auf Lebzeiten nutzen kann. Nach dem Tode der Nichte soll das Geld für eine Messe in diesem Kloster verwendet werden. Nach dem Willen ihrer Schwester soll aus deren Hinterlassenschaft eine weitere wöchentliche Messe in der Kirche zu St. Maximin gehalten werden, auf die gleiche Weise wie die vorherigen zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, der seligen Jungfrau Maria und genannter Heiliger. Es folgen (1. -5.) Bestimmungen zur Verrichtung der gestifteten Messen, zur Ernennung und Präsentation der Offizianten, über deren Eignung. (6.) Für ein Stipendium erhält der Rektor der Stiftung Kapitalien und Renten der Erblasserin und ihrer Nichte, 1100 Taler kölnisch aus einem Haus zur Blomen auf der Bach in Köln und aus der davon jährlich zu zahlenden Rente von 38 ¿ Talern kölnisch; dazu eine Rentenverschreibung von 300 Rtlr zu [?] 80 Albus aus 9 Morgen versteuerbaren Landes und aus anderen Ländereien des Bürgermeisters Brewer zu Münstereifel und die daraus jährlich anfallende Rente von 15 Rtlr, was 23 Talern kölnisch, 6 Albus entspricht und somit eine Summe von 61 Talern 30 Albus jährlicher Rente ergibt. (7.) Diese Stiftung soll dem Generalvikar zur Bestätigung vorgelegt werden, auch (8.) sollen über ihre Erklärung zwei gleichlautende Instrumente ausgestellt werden, eines für das Archiv der Kirche zu St. Brigida, das andere mit der Originalrentenverschreibung und anderen Unterlagen für das Archiv des Klosters St. Maximin. Siegler der Aussteller; 1695 November 13; Überschrift des Ausstellers Reiner Vietoris Embkensis, Kanoniker und Scholaster an Mariengraden und Rektor von St. Maximin; Ausf., Papier, Lacksiegel des Ausstellers, 1695


Altsignatur : GSM271


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