Historisches Archiv des Erzbistums Köln
B. - Metropolitankapitel, Diözesane Institute (Auswahl)
Metropolitankapitel (Depositum)
AEK, Priesterseminar I

1390 Okt. 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Tillmann der "Wener" und seine Ehefrau Irmgard, Bewohner ("stedelude") von Lechenich, verkaufen der Pontzen, Tochter des verstorbenen Daniel, genannt "Belinck", von Lechenich eine jährliche Rente von 1 Malter Roggen Lechenicher Maß, vom besten Gewächs in Lechenich, zu zahlen an St. Remigii [1. Okt.] oder bis zur folgenden Christnacht [24. Dez.] für eine bereits bezahlte Geldsumme. Ernteausfall etc. stellt keinen Hinderungsgrund dar. Zur Sicherheit stellen sie 3 1/2 Morgen Ackerland in 2 Stücken, 9 Viertel an der "Eyilla", auf die Straße stoßend. Davon gehen für eine jährliche Memorie in Lechenich 8 Schillinge Kölner Währung und 2 Pfennige an den St. Maria-Magdalena-Altar zu St. Aposteln in Köln. Ferner geben sie (als Sicherheit) 5 Viertel in der Aue, an den Weg von Bliesheim ("Bledis-") nach Frauenthal ("Vrauwendale") grenzend, neben dem Land des Christian "Zeppe" einerseits und des jungen Daniel von Lechenich andererseits; davon gebührt dem Kloster von Frauenthal jährlich 1 Sümmer Spelz. Es folgen weitere Vereinbarungen. Zeugen die Schöffen zu Lechenich Konrad von der Lucht ("Lücht"), Heynen Daniel, Wilhelm "Blaracke", Johannes "Kardorp", Arnold Roden, Hermann Mengewasser und Hermann Scharpmann. Siegler die Schöffen mit dem gemeinen Schöffensiegel. Datum: 1390 "die vicesima quarta mensis Octobris".Ausf., Perg., dt., Siegel anhängend: ältestes Gerichts- bzw. Schöffensiegel(= Ewald III, Tafel 14, Nr. 1, Eine Kirche, seitlich des Turmes der Halbmond und ein Stern; am Turm aufgehängt der Schild von Kurköln, Umschrift "Sigillum scabinorum in Lechenich")RV.: "Einen keuiftbreif van ein malder korns anno 1390" (17. Jh.); "43"(ca. 17. Jh.)


Bestellsignatur : 1



1396 Febr. 19
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hermann "Scarpman" und seine Ehefrau Katharina übergeben erblich ihren Hof in der Gasse, an der Stelle, die zum Zehnthof führt, einerseits und andererseits neben Henkin von Friesheim ("Vrysheim"), für einen jährlichen erblichen Zins an Hermann "Krodele", den Zimmermann, und seine Ehefrau Adelheid. Dafür haben diese einen jährlichen Erbzins von 6 Mark Kölner Währung, jeweils an St. Remigii [1. Okt.], sowie 3 Hühner zu zahlen. Im Säumnisfalle zahlen sie den doppelten Zins. Siegelankündigung: die Schöffen von Lechenich mit dem gemeinen Schöffensiegel. Datum: 1396, "des irsten sundags in der gasten".Ausf., Perg., dt., Schöffensiegel (beschäd.) anhängend (wie Urkunde von 1390) RV.: "Aenggaende ein erffpachtung van 6 marck Col(nich)s pagament und 3 hoe-ner anno 1396" (17. Jh.); "25" (17./18. Jh.); "NB. obige 6 mark od. 36 alb. und 3 hühner sind verlohren, wel das Unterpfand, eine hausplatz, in den Franciscanergarten gezogen und 1802 domain geworden ist." (19. Jh.); "7" (ca. 17. Jh.)


Bestellsignatur : 2



1426 Aug. 7
Permalink der Verzeichnungseinheit

Daniel Bolinck, Heinrich Bolinck, Heinrich Kubbinck, Hermann Scharpmann, Peter Yssmart, Schöffen zu Lechenich, und die übrigen Schöffen bekunden folgendes: Wilhelm von Torre, genannt von Zynsselsmar, hat Anspruch erhoben auf das Gut bzw. die Erbrente, die "Kerys" von Konradsheim ("Konressheim") jährlich zu Konradsheim erhält. Wilhelm von Torre gibt an, daß seine Eltern den Besitz schon innehatten, einschließlich der Erbpacht und Zinsen, die daran hängen. Dagegen bestreitet der genannte Jude "Kerys", das zu wissen. Er habe den Besitz seit langem inne. Die Schöffen haben entschieden, daß das Gut dem Wilhelm gehören soll, falls dieser in der Lage ist, nachzuweisen, daß seine Eltern den Besitz schon hatten; andernfalls gehört der Besitz dem "Kerys". Siegler die Schöffen mit dem Schöffenamtssiegel. Datum: 1426, 7. August.Ausf., Perg., dt., Schöffensiegel ab; liegt lose beiRV.: "Ein urtel betreffende Keris[?] van Conresshem anno 1426" (17. Jh.)


Bestellsignatur : 3



1433 Mai 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Heinrich vom Grund und seine Ehefrau Hilla verkaufen dem Johann von Bensberg ("Baensberg") und seiner Ehefrau Mechthild, Bürger zu Köln, 1 Malter Roggen als Erbpacht gegen eine Geldsumme. Hilla hatte die Pacht testamentarisch von weiland "Guetgin", Ehefrau weiland "Lenartz" von Dirmerzheim ("Dirmys-") erhalten. Die Käufer haben den Kaufpreis entrichtet. Siegler der Aussteller. Datum: 1433 "feria secunda proxima post festum ascensionis domini".Ausf., Perg., dt., Siegel anhängend (Vogel auf einem Erdhügel oder Stein; Umschrift: "S. Heynrich vame Grunde"; Durchm. ca. 2,5 cm) RV.: "von 1 malder roggen erflich anno 1433" (17. Jh.); "7" (?); "22" (17./18. Jh.); "4" (ca. 17. Jh.); "...brieff 1 pr... malder roggen dat man ..." (16. Jh.)


Bestellsignatur : 4



1441 Okt. 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hermann "Scharpman" von Lechenich und seine Ehefrau Agnes schulden den Eheleuten Matthias ("Thys") von Rheindorf, Bürger zu Lechenich, und seiner Ehefrau "Beilgin" 2 1/2 Malter Roggen jährlicher Korngülte bzw. Erbpacht von 12 Morgen Ackerland, in drei Stücken gelegen, (1.) 5 Morgen an einem Stück auf dem "Royde" neben Friedric Wolff ("Woulffe"), (2.) 4 Morgen neben "Metzen der Winkelerss[ff?]en" und (3.) 3 Morgen am Roggendorfer Weg beim Konradsheimer ("Konres-") Land. Sie verpflichten sich zur Ablieferung des Getreides in Lechenich, jährlich am St. Remigiustag [1.Okt.] und regeln den Fall der Säumnis. Siegelankündigung: die Schöffen von Lechenich mit dem gemeinen Schöffensiegel. Datum: 1441 "up sent Severynsdach"Ausf., Perg., dt., Schöffensiegel anhängend RV.: "van 2 1/2 malder korns erfrenten anno 1441" (17. Jh.); "N 30:"(17./18. Jh.); "12" (ca. 17. Jh.)


Bestellsignatur : 5



1441 Okt. 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hermann Scharpmann und seine Ehefrau Agnes schulden den Eheleuten Johann von Bensberg ("Beenss-"), Bürger zu Lechenich, und seiner Ehefrau Mechthild eine jährliche Korngülte bzw. Pacht von 2 Maltern Roggen von 12 Morgen und einem Viertel Ackerland in folgenden Stücken gelegen: (1.) 3 Morgen im Ahremer ("Airnheymer") Feld, zwischen "Metzgin Voys", Heinrich "Boelinck" und "Loessem"; (2.) 4 Morgen - abzüglich ("myn") 1 Viertel - zwischen Heinrich "Boelinck", "Teilgin Wolleschop" und Lamprecht "Bussel"; (3.) 1 1/2 Morgen auf "Geynsyr kuylz kulen" zwischen Christian Zepp ("Tzep"), "Coentz" (?) Schmitt ("Smede") und Wilhelm Egel; (4.) 5 Viertel auf dem "Haiger" Weg zwischen Friedrich Wolf ("Woulffe"), "Kubbinck" und Gottfried ("Goedart") "Yssmart"; (5.) 1 Morgen neben der "Inychen", entlang "des schoidt"; (6.) 3 Morgen neben "Metz Teis" und "Duyrchin Haesen"; (7). 7 Viertel im Haigerfeld entlang Friedrich Voys" und Gerhard ("Geiart") von Meller ("Melre"). Das Land ist mit einer Abgabe von 2 Malter Roggen belastet, wovon die Aussteller jährlich 1 Malter geben. Das andere Malter werden sie jährlich an St. Remigii [1.Okt.] dem Ehepaar Johann und Mechthild zu Lechenich "in yre secke" liefern. Siegelankündigung, die Schöffen zu Lechenich mit dem Schöffenamtssiegel. Datum: 1441, "up sent Severynsdach"Ausf., Perg., dt., Schöffensiegel anhängend RV.: "van 2 malder korns erfrenten anno 1441" (17. Jh.); "N 20" (17./18. Jh.); "2" (ca. 17. Jh.)


Bestellsignatur : 6



1449 Juni 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Konrad ("Conss") von Fischenich, genannt von Zudendorf ("Tzudendorp"), seine Ehefrau "Guetgin" und seine eheliche Tochter Katharina verkaufen vor dem Gericht zu Lechenich dem Matthias ("Thys") von Rheindorf ("Ryn-") und seiner Ehefrau Bela den Besitz, den sie von "Guetgin" von Dirmerzheim ("Dyrmeltz-"), "Lenartz" Frau, geerbt haben: (1.) 5 Morgen Ackerland am Weg von Dirmerzheim nach Meller ("Melre"), neben Gottfried ("Gobellens") 1 ¿ Morgen; (2.) 5 Viertel hinter Hennes "Schuer van der Ween", (3.) 3 Viertel an dem Steinweg neben "Hailbuych lande", (4.) 3 Moegen am "Luttenbusch, neben "Gobellens" 5 Viertel, (5.) 1 Morgen an dem Weg von Dirmerzheim nach Gymnich, neben Gerhard von Mellers Land; (6.) 3 Viertel in der "Vuelreerden" neben Hennes "van der Ween"s 3 Vierteln; (7.) 1 1/2 Morgen an der Mergelgrube ("-kuelen") neben Wilhelm "Ensgins" halbem Morgen. Der Kaufbetrag wurde bereits entrichtet. Verkäufer geloben Währschaft. Siegler der Aussteller; Siegelankündigung der Schöffen des Gerichts zu Lechenich mit dem Schöffenamtssiegel. Datum: 1449, 10. JuniAusf., Perg., dt., beide Siegel (beschädigt) anhängend: 1. Siegel des Ausstellers: in einem Dreipaß ein geteilter (?) Wappenschild, Umschrift weitestgehend nicht mehr lesbar; 2. Schöffensiegel (wie oben)RV.: "Aengaende einen kauiff van ungeverlich [?] van 13 ¿ Morgen landts anno 1449" (17. Jh.); "N 21" (17./18. Jh.); "3" (ca. 17. Jh.)


Bestellsignatur : 7



1450 Nov. 19
Permalink der Verzeichnungseinheit

Konrad ("Coentz") von Zudendorf ("Tzudendorp"), seine Ehefrau "Guetgin" und seine eheliche Tochter Katharina, Klosterjungfrau des Gotteshauses zu Benden ("Beende"), verkaufen dem Matthias ("Thys") von Rheindorf und seiner Ehefrau "Beilgin" 5 1/2 Sümmer Korn erblicher Pacht bzw. Korngülte, die sie jährlich von Goebel Lenz zu Dirmerzheim ("Dirmelz-") erhalten von 3 Morgen Ackerland in der "Vuylre erden" entlang den 7 Morgen Land, die zur Zeit Hennes van der "Wye" hat, und die zum Herrenhof des Herren [Erzbischof] zu Köln in Dirmerzheim gehören. Die Käufer haben den Kaufpreis entrichtet. Siegelankündigung der Schöffen des Gerichts zu Lechenich mit dem Gemeinen Schöffensiegel. Datum: 1450 am 19. Tag "in sent Andreismaende"Ausf., Perg., dt., Schöffensiegel (Rest) anhängendRV.: "Einen kauiftbreif van 5 1/2 summer koerns anno 1450" (17. Jh.); "44" (ca. 17. Jh.)Bem.: Im weiteren Verlauf der Bestimmungen ist an einer Stelle von 6 1/2 Sümmer die Rede.


Bestellsignatur : 8



1453 Dez. 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johann von Bensberg und seine Ehefrau Mechthild bekunden: Konrad ("Contze") von Fischenich, seine Ehefrau "Goitgyn" und seine Tochter aus erster Ehe, Katharina, ha-ben ihnen seinerzeit als jährliche Erbrente 4 Kaufmannsgulden und 4 Hühner und 6 1/2 Malder Korn sowie 7 Hühner verkauft, die sie jährlich an St. Remigii [1. Okt.] zahlen. Nun räumen sie diesen Vorzug ein, daß sie innerhalb der nächsten 50 Jahre die 4 Kaufmannsgulden - zu je 3 Mark und 4 Schiling -, die 6 1/2 Malter Korn und die 11 Hühner für 135 halbe Kaufmannsgulden - zu je 3 Mark, 4 Schilling Kölner Währung - und die Rentensumme des Rückkaufjahres zurückkaufen können.Siegler der Aussteller für sich und seine Frau; Siegelankündigung Adam von Konradsheim, gen. von Bensberg, der Sohn der Aussteller.Datum: 1453 "up sent Thomaisdach apostel neymlich des vunffden dachs vur Kirstdage".Ausf., Perg., dt., ein Siegel ab, Siegel des Adam von Konradsheim anhängend (nur oberer Teil): Wappenschild mit Stechhelm und Helmzier, rechts ein nicht kenntliches Symbol, im linken Feld 2 (senkrechte Pfähle; Umschrift weitgeh. un-lesbar: "... Adam.. ...hem" (Durchm. 3 cm); Gegensiegel: Wappenschild 4 Pfähle, oben rechts eine Figur (Tier?)RV.: "Ein Loissbreif [?] van 4 kauiftmansgulden und 4 hoener 5 1/2 malder korns und 7 hoener anno 1453 (17. Jh.); "N 23" (17./18. Jh.); "5" (ca. 17. Jh.)


Bestellsignatur : 11



1453 Dez. 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Konrad "Coentze" von Fischenich (Vyschenich), genannt von Zudendorf ("Zwydendorp"), und seine Ehefrau "Goitgyn" sowie die Klosterfrau Katharina zum "Beendt", Tochter Konrads aus erster Ehe, verkaufen dem Johannes von Bensburg (Baens-) und seiner Frau Mechthild ("Mettelen") eine Erbrente von 4 Kaufmannsgul-den und 4 Hühnern gemäß dem Inhalt der Haupturkunde. Diese Haupturkunde war für Tilmann Mengwasser, Schöffe zu Lechenich, ausgestellt und wurde von ihm abgelöst. Die Haupturkunde übergeben die Aussteller; sie ist besiegelt durch Bela von dem Bongart, Äbtissin zu Dietkirchen, und dem Kapitel daselbst sowie durch das Siegel der Schöffen zu Lechenich. Die Verkäufer verpflichten sich zur Einhaltung des Vertrages.Siegler der Aussteller für sich und seine Frau. Siegler Wilhelm Wolff von Rheindorf ("Ryndorp") für die Klosterfrau Katharina.Datum: 1453, Freitag vor Weihnachten ("up Vrydach vur deme hilgen Kirstdage") Ausf., Perg.; beide Siegel abRV.: "Item einen weillbreif van 4 kauiftmansgulden und 4 hoener zo spurk anno 1453" (17. Jh.); "N 24" (17./18. Jh.); "6" (ca. 17. Jh.); "NB.: Der halb morgen zu Bless(em?) vor ... unterghangen weg(en?) ... [1 Wort unklar]" (18. Jh.).


Bestellsignatur : 9



1453 Dez. 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Konrad ("Coentze") von Fischenich ("Vysch-"), genannt Zudendorf ("Zuydendorp"), seine Ehefrau "Goitgin" und seine Tochter aus erster Ehe, Katharina, Klosterjungfrau zu Benden ("Beendt"), verkaufen dem Johannes von Bensberg ("Beyns-") und seiner Ehefrau Mechthild, Bürger zu Köln, 5 1/2 Malter Erbrente und "Gulden" Lechenicher Maß sowie 7 Hühner. Das Korn und die Hühner liefern sie jährlich nach Liblar. Die Erbrente wird entrichtet von den im folgenden genannten Stücken: An Heinrich von "Kottingen" (1.) von 1 Morgen Ackerland auf dem "Roede" bei desselb. Heinrichs Land; grenzt auf die "Voysmar", ist zehntfrei und gibt ab 1 Sümmer Korn; (2.) 2 Mor-gen Ackerland im Breidel an "Hoetzdamme", grenzt mit einem Ende an die Benden des Wilhelm Wolf sowie auf das Ackerland des Gotteshauses Frauenthal, ist zehntfrei und gibt 2 Sümmer Korn; (3.) 2 Morgen Ackerland auf dem Breidel "up der Kulen" neben den 3 Viertel Land des Pastors, ist zehntfrei und gibt 2 Sümmer Korn; (4.) 3 1/2 Morgen Ackerland auf dem Breidel zwischen dem Ackerland der Aussteller und dem Erbe des Eckart Scharpmann, gibt den Zehnt und gibt 2 ¿ Sümmer Korn; (5.) 2 1/2 Morgen Ackerland hinter der "Gracht", angrenzend an das Ackerland des Wilhelm Wolf und des Wilhelm von Buschfeld, gibt den Zehnt und 1 1/2 Sümmer Korn; (6.) ein Stück Benden hinter seinem Hof, umfaßend 5 Viertel, ist zehntfrei und gibt 3 Sümmer Korn, gibt ferner von Haus, Hof und Garten, genannt Lamprechtsgut, jährlich an Sankt Martin 7 Hühner. Ferner gibt Hermann "Mentzgyn" von (7.) 3 Morgen Ackerland an der "Colre-" Straße beim Land des Wilhelm Wolf, ist zehntfrei und gibt 1 Malter Korn. Ferner gibt jährlich Heinrich "Smyt" zu Liblar von (8.) 3 Morgen und 1 Viertel Acker-land, grenzt mit einem Ende auf 10 Morgen Ackerland des Johann von Buschfeld, gibt Zehnt und 3 Sümmer Korn; (9.) 2 Morgen Ackerland auf dem "Roede", grenzt mit ei-nem Ende auf die 10 Morgen des Ausstellers "Coentzen", ist zehntfrei und gibt 1 Sümmer Korn; (10.) 2 Morgen Ackerland auf dem "Roede", neben Wilhelm "Schutzen"s Sohn, zahlt Zehnt und gibt 1 Sümmer Korn, und noch 1 Stück Land, ge-nannt In der Kuhle bei den vorgen. 2 Morgen gelegen, zahlt Zehnt und gibt 1 Sümmer Korn. Es folgen Bestimmungen u.a. zum Rückkaufsrecht für 135 Kaufmannsgulden. Die Erbrente ist zu zahlen jeweils am St. Remigiustag oder 14 Tage danach. Die Kaufsümmer haben die Käufer bereits bezahlt. Die Auftragung geschah vor den Lechenicher Schöffen Peter Ysmart, Johann Boelinck, Tilmann Mengwasser, Johann "Coensch" (?), Heinrich Boelinck, "Ernken Boidt" und "Welter Zep". Siegler (1.) der Aussteller für sich und seine Frau, (2.) Siegelankündigung Wilhelm Wolf für die genannte Katharina und (3.) Siegelankündigung noch die Schöffen zu Lechenich mit dem Gemeinen Schöffensiegel.Datum: 1453 "up sent Thomaisavent vur deme hilligen Kristdage".Ausf., Perg., dt., 3 Siegel anhängend: 1. Siegel des Ausstellers in einem Dreipaß ein mit Querbalken durchzogener Wappenschild, oben im Schild 2 Fische (?) (wie Bestellsign. U. 18); 2. Siegel des Wilhelm Wolf: Geteilter Wappenschild, oben ein Wolf Durchm. ca. 2,5 cm; (3.) Schöffensiegel (wie oben)RV.: "Item ... 5 1/2 malder koerns und 7 hoener (?) ... gulten erfrenten anno 1453." (17. Jh.); "Fünff unnd ein halb malter ... so auff Liblar ..." (18. Jh.); "N. 26" (17./18. Jh.); "40" (ca. 18. Jh.); "5" (gestrichen) sowie stark verblaßter RV des 15. Jhs. (nicht aufgelöst)


Bestellsignatur : 10



1456 Nov. 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Reyns" von Konradsheim ("Cunres-") und seine Ehefrau Berta verkaufen vor dem Matthias ("Thys") von Rheindorf und seiner Ehefrau Bele, wohnhaft zu Köln, 1 1/2 Morgen Ackerland bei Lechenich im "Kaillwinckel" neben der Berta, Contzen Tochter von Dirmerzheim, einerseits und dem Land Gottfried von Dirmerzheims andererseits. Von dem Sück ist jährlich zu Heddinghoven ("Heddichaven") ein Schilling Erbpacht zu entrichten. Die Kaufsumme wurde bereits entrichtet. Der Verkauf geschieht vor dem Gericht zu Lechenich. Siegelankündigung die Schöffen zu Lechenich mit dem Gemeinen Schöffenamtssiegel.Datum: 1456 "des necsten dynsdages nac sent Mertynsdage des heiligen busschoffs"Ausf., Perg., dt., Schöffensiegel anhängendRV.: "Sprechent uf einen kauiff van 1 ¿ morgen artlantz anno 1456" (17. Jh.); "14" (ca. 17. Jh.); "N 32" (17./18. Jh.); "Anlegen zu Lechnich nebst Berta Contzen und Tribellensis zu 'Dirmetzheim' im Kaillwinckel." (18. Jh.)


Bestellsignatur : 12



1457 März 2
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johann "Kalert" van der "Ween" und seine Ehefrau Katharina sowie deren Sohn Evermann verkaufen dem Matthias ("Thys") von Rheindorf, Bürger von Köln, und seiner Ehefrau Bele 1 1/2 Morgen Benden ("beentz") in den Dirmerzheimer Benden ("beende") hinter dem "Lugger" einerseits und mit der anderen Seite längs der Weide des Erzbischofs, die Evermann als Erbe hat, sowie 4 Morgen Ackerland auf dem Mellerer Weg neben den 8 Morgen der von "Buschvelt" und mit der anderen Seite ent-lang einem Morgen des Johann Boesen. Der Kaufpreis ist bezahlt. Der Verkauf ge-schieht vor dem Gericht zu Lechenich. Siegelankündigung der Schöffen mit dem gemeinen Schöffenamtssiegel.Datum: 1457 "des anderen dages in dem Mertze".Ausf., Perg., dt., Schöffensiegel anhängendRV.: "Einen kauiftbrief [...] morgen bentz und 4 morgen artlantz anno 1457" (17. Jh.); "N 29" (17./18. Jh.); "11" (ca. 17. Jh.); "bende" (15./16. Jh.)


Bestellsignatur : 13



1475 Nov. 27
Permalink der Verzeichnungseinheit

Den Kölner Schöffen Johann von Glesch und Johann van "Waneren" hat Adam von Bensberg folgende mit anhängendem grünem Siegel besiegelte Urkunde mit der Bitte um Fertigung eines Transsumpts zur Kenntnis gebracht: Vor den Schöffen des Gerichts zu Lechenich bekundet Mechthild ("Mettele"), die Witwe des Johann von Bensberg, weiland Bürger zu Köln, daß die mit ihrem Mann gemeinsam getroffene Erbregelung - gemäß dem Wortlaut eines den Schöffen vorliegenden, von den Kölner Schöffen be-siegelten Instrumentes -, nach der sie ihrem einen von zwei Söhnen mehr, dem anderen weniger vermachen wollen, weiter gelten solle. Danach erhalten Adam ("Daemen") von Konradsheim und seine Frau Bele verschiedene Erbzinsen im Gericht Lechenich; Siegelankündigung die Schöffen zu Lechenich mit dem Schöffenamtssiegel; Datum: 1472 April 10. Die beiden Kölner Schöffen bestätigen hiermit das nun erstellte Transsumpt. Siegler die Aussteller.Datum: 1475 "up mayndach nyest na sent Cathrynendach der heilliger joufferen." Ausf., Perg., dt., Siegel 1 anhängend (beschäd.), Siegel 2 nur ResteRV.: "Adam van Benßbeirch hait alle die guitter zo Lechenich Daemmen van Conreßhem ufgedragen anno 1475." (17. Jh.); "10" (ca. 17. Jh.); "28" (17./18. Jh.)


Bestellsignatur : 14



1486 Aug. 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Eva Hauser verpachtet das Ackerland, das Henz Schmitz von Dirmerzheim von ihren verstorbenen Eltern innehatte, an Heinrich, Junker von Dirmerzheim und seine Ehefrau Katharina gegen eine jährliche Pacht von 8 Malter Korn, nach Kölner Maß frei in ein Kornhaus zu liefern an St. Remigii [1. Okt.] oder 14 Tage danach. Vor den Schöffen des Lechenicher Gerichts, Wilh. Schroder und Joh. Goir, geloben die Erbpächter, das Land nicht aufzuteilen. Ferner erhalten sie von der Austellerin die Benden, die der genannte Henz Schmitz erblich zuvor von ihr gehabt hat, gegen jährlich 6 Mark und 4 Schilling kölnisch. Henz, der Schwager der genannten Eheleute, hat das Gut an sie abgetreten im Beisein von Joh. Benchelmont, Heinrich Grein und Theis Eysmar. Siegelankündigung die Schöffen, jeder mit seinem Siegel.Datum: 1486 "auf St. Johannis Decollationstag". [Zusatz:] Genannte Heinrich und Catharina sollen jährlich 1 Mark und 2 Schilling zahlen.Kopie auf Papier (ca. 18. Jh.), 2 Siegel (L.S.) vermerkt; darauf in Bleistift: Rechennotizen (Additionen)


Bestellsignatur : 15



1490 Jan. 8
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johann Peter Zimmermann, weiland von Konradsheims ehelicher Sohn, und seine Ehe-frau Metze, wohnhaft zu Altenahr, verkaufen dem Adam von Konradsheim und seiner Ehefrau Bele ("Beylgyn") ihr Haus und Hof mit allem Zubehör zu Konradsheim bei (?) Junker Arnold von Gymnich und dem Erbe des "Huppert Reyntzen" gelegen. Die Käufer haben den Kaufpreis bezahlt: Das Gut ist von Abgaben befreit, mit Ausnahme von 1/2 Malter Korn, das "Eyfgyn" von Siegburg ("Sy-") und seine Erben erhalten. Siegelankündigung die Schöffen zu Lechenich mit dem gemeinen Schöffenamtssiegel.Datum: 1490 "des eichten dags im Hardemaent".Ausf., Perg., dt., Siegel ab RV.: "...dit is der breyff vun dem hove... Conreshem...da..." (16.Jh.); "Einen kauiftbreif van einen hamhoef [?] und zobehoir zo Conreshem gelehgen anno 1490 den 8 Julius [sic]" (17. Jh.); "12" (?) (ca. 17. Jh.); "19" (17./18. Jh.)


Bestellsignatur : 16



1492 Nov. 5
Permalink der Verzeichnungseinheit

Heinrich Hauser ("Heynrich Hauyser"), seine Ehefrau Evchen ("Yeffgin"), "Thys van Sybergh", als Vertrauensperson bestellt ("geschaffen") von "Meynart van Sybergh" und der vorgenannten Evchen sowie "Gerardus van Lych" als gerichtlich geschworener Vormund des "Goedartz", ehelicher unmündiger Sohn der Eheleute Heinrich und Evchen, und von dem Dechanten von St. Georg ("Joeris") in Köln gerichtlich dazu eingesetzt, die Interessen des unmündigen Kindes und seiner Erben zu vertreten ("zo vergayn ind zo verstayn"), geben bekannt: Die Eheleute Heinrich und Evchen und "Thys van Sybergh" haben im Jahre 1489 am 15. Mai an die ehrbaren "Styngin Botschoyn", deren Sohn Johann "Botschoyn", Jacob "Hanyseren" und Andreas "Hoecker", Bürger von Köln, eine Korngülte und Rente von 12 1/2 ("drutziendenhalven") bescheidenen Gulden in Gold als Erbrente gegen eine Summe von 250 ("dyrdehalffhondert") bescheidenen Gulden in Gold verkauft und verschrieben mit ei-nem papierenen Brief, den die genannten Heinrich und "Thys" besiegelt haben. "Gerardus van Lych" als Vormund des unmündigen Sohnes der Aussteller hat dagegen Einspruch erhoben, aber schließlich zur Vermeidung weiterer Kosten und Schadens zugestimmt, worauf der vorliegende Vertrag unter Beteiligung des Vormundes abge-schlossen wird: Heinrich, Evchen und "Thys" für sich und ihre Erben und "Gerardus" als rechtmäßiger Vormund des "Goedart" verkaufen an "Styngin" zu ihrer Leibzucht, deren Sohn Johann oder nach seinem Tod seinen nächsten Erben oder dem Inhaber der Urkunde die Erbrente von 12 1/2 bescheidenen oberländischen rheinischen Gulden in der Münze der rheinischen Kurfürsten gegen eine Summe von 250 bescheidenen Gulden, deren richtigen und vollständigen Empfang sie den Käufern bestätigen. Die Aussteller versprechen "Styngen" zu ihren Lebzeiten, nach ihrem Tode ihrem Sohn Johann und nach dessen Tod seinen nächsten Erben oder dem Inhaber der Urkunde die Erbrente jährlich zu bezahlen und kostenfrei und auf eigene Gefahr in die Stadt Köln zu liefern, die Hälfte zu Pfingsten und die andere Hälfte am St. Martinstag (11. Nov.) oder innerhalb von vier Wochen danach. Zu größerer Sicherheit sind die Aussteller vor den Schöffen des Gerichtes von Lechenich, nämlich Johann "Ismart", Johann "Ruysack", Johann von Vianden ("Vyanden"), Heinrich Koch und den übrigen Schöf-fen erschienen, wie das vorgeschrieben ist und wo die Güter liegen und dingpflichtig sind, und haben "Styngin" zu ihrer Leibzucht auf Lebenszeit, nach ihrem Tod ihrem Sohn Johann und danach dessen nächsten Erben als Unterpfand gesetzt ihre 21 Malter Roggen, 5 Gulden 4 Schillinge und drei Hühner jährliche Erbrente, die die Aussteller in dem Amt und Dingstuhl des Gerichtes zu Lechenich haben, weiter 15 1/2 Malter Korn, 6 Mark und 4 Schillinge kölnisch erbliche Renten nach dem Wortlaut von fünf davon handelnden Urkunden, nämlich (1.) eine Urkunde, die anfängt "Wir scheffen sementlichen des gerychtz zu Lechenich etc." und endet "Gegeven in dem jaire unss herren duysent vierhondert nuyn ind achtzich up sent Gregoriusdach des hilligen paess" [1489 Sankt Gregor, wohl 12. März], der beinhaltet 5 Morgen Ackerland ("artland"), das angrenzt an den Hof des Ritters Herrn "Lepartz" und an das Gut von "Buschfelt", das am Haupt dorfwärts anstößt an das Gut des Junkers Gerhard von Meller ("Gerartz van Melre") und auf der anderen Seite an den Bach; weiter fünf Morgen gelegen neben einem Stück in der Aue ("Auwen") längs den vier Morgen des genannten Herrn "Lepart" und längs der Erben "Heydenboese" und am Haupt an den Bach anstößt und auf der anderen Seite an das Stück der Kinder von Junker Wilhelm ("Wilhems") von der "Zynsselmar". Weiter nach dem Wortlaut (2.) einer anderen Urkunde, die beginnt "Kunt sy allen luden die diesen brieff ansuwen sien off hoeren lesen etc." und endet "Datum anno domini millesimo tricentesimo nonagesimo die vicesima quarta mensis Octobris" [24. Okt. 1390] wegen dreieinhalb Morgen Ackerlandes gelegen in zwei Stücken, 9 Viertel an der "Eyla", die an die Straße anstoßen und die jährlich zu einem Jahrgedächtnis zu Lechenich 8 Schillinge Kölner Währung zahlen müssen und 2 Pfennige an den Maria Magdalenen-Altar in der Apostelkirche zu Köln, und 5 Viertel gelegen in der Aue und anstoßend an den Weg von Bliesheim ("Bledeshem") nach Frauental ("Vrauwendale"), auf der einen Seite Christian ("Cristiaens") "Zeppen" Land und auf der anderen Seite das des jungen Daniel von Lechenich und die dem Kloster Frauental jedes Jahr einen Sümmer Spelz schulden, weiter (3.) nach dem Wortlaut eines weiteren Briefes, der anfängt "Wir Contz van Zudendorp, Grietgin syne elige huysfrauwe etc." und endet "Gegeven in dem jaire unss herren duysent vierhondert und vunfftzich des nuyntzenden dages in sent Andresmaynde" [19. Nov. 1450] wegen drei Morgen Ackerland gelegen in der "fuylre erden", längs sieben Morgen Landes, die derzeit "Hennes van der Wee" hat und die zum Hof des Erzbischofs von Köln in Dirmerzheim ("Dyrmersheym") gehören, weiter (4.) nach dem Wortlaut eines anderen Briefs, der anfängt "Ich Herman Scharpman van Lechenich ind Niesgin syne elige huyssfrauwe etc." und endet "Gegeven im jaire do man schreiff duysent vierhondert eynindviertzich up sent Severynsdach" [23. Okt. 1441] wegen 12 Morgen Ackerlandes in drei Stücken gelegen in dem "Jersten", davon 5 Morgen an einem Stück "upme roede" neben Friedrich Wulff ("Frederich Wulff"), weiter 4 Morgen neben "Metzen van Wynckellenerssen" und 3 Morgen auf dem "Roggendorper" Weg beim Konradsheimer ("Conresheym") Land und schließlich (5.) nach dem Wortlaut eines papierenen Briefes, der anfängt "Ich Yeffgin Hauyseren etc." und endet "gegeven in dem jaire unss herren duysent vierhondert seessindachtzich up sent Johansdach Decollation" [29. Aug. 1486], der folgende Klausel "Heyne" und "Cathryne", in der teilinserierten Urkunde vor-her schon genannt, sollen jährlich eine Mark und 2 Schillinge kostenfrei von dem Ackerland liefern, das "Heyntz Smytz" von "Dyrmresheym" von Evchens verstorbenen Eltern innehatte und das Evchen gegen die vorgenannte jährliche Pachtsumme an die bescheidenen Leute "Heyne Joncker" von "Dyrmresheym" und dessen Frau "Cathringin" gegeben hat und weiter 4 1/2 Malter Korn erbliche Jahresrente von 10 1/2 Morgen guten Ackerlandes und 11 Viertel Landes, wobei die ersten 5 Morgen an ("up") dem Weg von "Dyrmersheym" nach "Meller" liegen neben den 1 1/2 Morgen des "Goebelen", weiter 5 Viertel hinter " Hennes Schuyre van der Wee" , weiter 3 Viertel anstoßend an den Steinweg ("steynwege") neben "Hailbuchs" Land, 3 Morgen an dem "Luterbusch" neben "Goebelen", 5 Morgen und weiter einen Morgen an ("up") dem Weg, der von Dirmerzheim nach Gymnich ("Gymenich") führt neben "Gerartz" Land von "Meelre", weiter 3 Viertel in der "fuylre erden" neben den 3 Vierteln von "Hennes van der Wee"; weiter 1 1/2 Morgen an der Mergelgrube ("up der Myrgelkuylen") längs Wilhelm ("Wilhelme") "Ensgins" halbem Morgen nach laut der Urkunde, die beginnt "Wir Contz van Vischenich genant van Zudendorp, Grietgin myne elige huysfrauwe etc." und endet "Gegeven in dem jaire unss herren duysent vierhondert ind nuynindviertzich des tzienden dages in dem maynde Junii" [10. Juni 1449]; weiter noch 1 Malter Korn erblicher Jahresrente von 1 1/2 Morgen Ackerlandes, gelegen bei Lechenich in der "Krawynckell", an der einen Seite am Land der Berta "Coentzen" Tochter zu Dirmerzheim und an der anderen Seite längs dem Land "Goebell Lentzis" von Dirmerzheim nach dem Wortlaut einer Urkunde, die beginnt "Ich Reyns van Conresheym und Berta myne elige huysfrauwe etc." und endet "Gegeven in den jairen unss herren doe man schreiff nae Gotz geburt duysent vierhondert ind seessindvunfftzich des nyesten dynstdages nae sent Mertynsdage des hilligen busch-offs" [16. Nov. 1456]; weiter noch 2 Gulden Erbrente, die den Ausstellern zusteht von 1 1/2 Morgen des "Beendtz" im Dirmerzheimer Land hinter den "Luytger" und auf der anderen Seite längs der Weide des Erzbischofs von Köln ("Coelne"), die "Reyns Ar-man" erblich innehat und 4 Morgen Ackerland am Meller Weg ("up Meelre wege") neben den 8 Morgen derer von "Buschfelt" und auf der anderen Seite längs einem Morgen des Johann "Boesen" nach dem Wortlaut einer Urkunde, die beginnt "Ich Jo-han Kalert van der Ween ind Cathryne myne elige huysfrauwe" und endet "Gegeven in den jairen unss herren do man schreyff nae Gotz geburt duysent vierhondert in seven ind vunfftzich des anderen dages in dem Mertze" [2. März 1457]; weiter noch 6 Mark und 3 Hühner erbliche Rente von einer Hofstatt innerhalb Lechenich in der Gasse an der Stelle, da man auf der einen Seite in den "Fzienden" Hof geht und auf der anderen Seite längs "Heyncken van Viyshem" nach dem Wortlaut einer Urkunde, die beginnt "Wir Herman Scharpman, Cathryne myne elige huysfrauwe etc." und endet "Gegeven in dem jaire unss herren do man schreyff duysent dryhondert seessindnuyntzich jaire des jersten sondages in der Vasten" [20. Febr. 1396]. Falls die Aussteller gemeinsam, jeder einzeln oder ihre Erben an der Zahlung und Lie-ferung der 12 1/2 Gulden in Gold Erbrente ganz oder teilweise säumig wären, dürfen "Styngin" zu ihrer Leibzucht, danach ihr Sohn Johann "Botschoyn", nach seinem Tod seine nächsten Erben oder der Inhaber der Urkunde die als Pfand gesetzten Güter durch das Gericht zu Lechenich gerichtlich in Anspruch nehmen nach dem Lechenicher Rechtsbrauch. Die Käufer sollen die verfallenen Pfänder bis zur vollständigen Bezah-lung des Hauptgeldes, aller Kosten und des Schadens innehaben und geniessen. Die Aussteller verzichten auf jeglichen Einspruch welcher Art auch immer gegen die Ver-tragsbedingungen und geloben, die Bestimmungen einzuhalten. Sie bitten die Schöffen von Lechenich, Johann "Ismart", Johann "Ruysack", Johann von Vianden, Hermann Koch und die übrigen Schöffen, den Vertrag mit ihrem Schöffensiegel zu bestätigen. Die Schöffen sind dieser Bitte nachgekommen, jedoch bleiben evtl. Rechte des Erzbischofs von Köln und jedermanns Rechte vorbehalten.Datum: 1492 "up mayndach nyest nae Alrehilligendaghe"Ausf., Perg., dt., Schöffensiegel (beschäd.) anhängendRV: "Einen brief betreffendt Bonitschens erben van 12 1/2 overlensche reinsche gulten zom underpande gesatz als 21 malder kornns 5 gulden, 4 schilling, 3 hoe-ner anno 1492" (17.Jh.); "N 35" (17./18. Jh.)Jüngere Abschrift beiliegend


Bestellsignatur : 17



1503 Juni 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johann "Haese" und seine Ehefrau "Engin Schall van Belle" erklären, daß ihnen der ehrsame Andreas von Konradsheim ("Andries van Conresheim") und dessen Ehefrau Agnes von "Loen", wohnhaft in Köln, im Jahre 1500 am 30. März ("im jaire vunfftzien hundert up mayndach nyest na dem sondage Letare in der Vasten"), als Wiederkauf ver-kauft haben eine Erbrente von 7 Maltern und einem Sümmer Roggen, jährlich zu zahlen von ihrem Ackerland in Dirmerzheim ("Dyrmesheim"), davon 6 Malter und einen Sümmer von den vorgenannten Landstücken und einen Malter zu Roggendorf ("Rockendorp"), welche alle im Bezirk des Lechenicher Dingstuhls liegen und worüber ein von den Schöffen von Lechenich besiegelter Kaufbrief errichtet worden ist. Die Aussteller erklären für sich und ihre Erben, daß Andreas und Agnes die Erbrente zu-rückgekauft und die Kaufsumme entrichtet haben. Da die Aussteller den Hauptbrief derzeit nicht in Händen haben, quittieren sie den richtigen Empfang mit der vorliegenden Urkunde und erklären den Kaufbrief für kraftlos. Siegler: Johann Hase, dessen Siegel "Engin" dabei mitverwendet. Datum: 1503 "up dynstach druytzienden dages des mayndtz Junii".Ausf., Perg., dt., Siegel der Aussteller (beschäd.) anhängendRV: "Item der loyßbrieff van dem Haissen zo Conresheym belengende 7 malder und ein summer korns und gulden erflich anno 1503" (17.Jh.); "N 40" (17./18. Jh.); "Ludtgen Thelen undt Consorten zu Connersheim" (18.Jh.); "21" (18. Jh.)


Bestellsignatur : 18



1504 August 2
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Schöffen von Lechenich bezeugen, daß vor ihnen erschienen ist "Styngin Botschoen", die Witwe von "Otten Botschoens", gesund und ihrer Sinne und ihres Geistes mächtig, um über die Korngülten, Renten und Güter zu verfügen, die durch den Tod ihres Sohnes Johann "Botschoens" an sie gefallen sind und die im Bezirk des Dingstuhls von Lechenich liegen. "Styngin" übergibt allen diesen Besitz und die dazugehörigen Urkunden als unwiderrufliche Schenkung unter Lebenden an den ehrsamen "Godart" und "Fygin Botschoens", ihren Neffen und ihre Nichte, eheliche Kinder von Jakob "Botschoens" dem Alten aus seiner Ehe mit der ehrsamen "Fygin van Elven", jetzt Ehefrau des ehrsamen und weisen Hermann "Glesch". Vor den Schöffen haben Hermann Glesch als Vormund seiner Stieftochter und Godert für sich selber die Schenkung angenommen. "Styngin" hat mit Mund, Hand und Halm, wie es Landrecht ist, auf ihren Besitz verzichtet. Sie überträgt den Beschenkten alle Rechte für sich und ihre Erben und verzichtet für sich und ihre Erben auf jeden Einspruch dagegen. Die Schöffen von Lechenich haben den Vertrag besiegelt vorbehaltlich der Rechte des Erzbischofs von Köln und evtl. weiterer Berechtigter.Datum: 1504 "up Frydach nyest na sent Petersdage ad Vincula".Ausf., Perg., dt., Schöffensiegel [wie bei Urkunde von 1390] (beschäd.; rechts Wappen des Erzbischofs von Köln, links Kirchengebäude mit Turm, darüber Stern, Umschrift unlesbar) anhängendRV: "Ein ubergifft generaell eirst van Butschoen Erben der guydder zu Leche-nich anno 1504" (17.Jh.); "N 27" (17./18. Jh.)


Bestellsignatur : 19



1510 Dez. 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Schöffen von Lechenich geben bekannt, daß vor ihnen "Hilger Zymmerman" und seine Frau "Foyne" verkauft haben als Erbkauf in allen rechtlichen Formen an "Goedert in dem Bynnen" von Kempen und dessen Ehefrau "Truywen Craynen" von Venlo, ihren Erben oder dem Inhaber der Urkunde eine jährliche Rente und Gülte von 2 1/2 ("dyrdehalff") Maltern Roggen Lechenicher Maß, Kaufmanns Hab und Gut in zwei "pennongen" nebst dem besten Gewächs, wie es jährlich in der Stadt Köln auf dem gemeinen Markt bezahlt und verkauft wird, jeweils am St. Remigiustag (1. 10.) oder innerhalb der nächsten 14 Tage danach in der Stadt Lechenich zu liefern. Die Verkäufer verpflichten sich für sich und ihre Erben, jetzt und in Zukunft keine Ausre-den zur Verweigerung der Lieferung zu finden, sei es Hagelschlag, Mißernte, Krieg, Raub, Brand, Pfändung ("kümmer"), Gebot oder Verbot. Als Unterpfand für diese Verpflichtung setzen sie das Haus mit Hof, Garten und allem Zubehör, worin Hilger zur Zeit wohnt, an der Stadtmauer gelegen, neben dem Erbe und Gut von "Jacob Vyschmengers", Bürger zu Köln, das vormals "Teylgen Oissgens" gehört hat und an der anderen Seite neben einer Hofstatt hinter "up deem Froyntzen" Gut. Aus dem Be-sitz stehen Johann von Vianden eine erbliche jährliche Grundpacht von 22 Wippermännchen ("wippermynck") und "Jacob Ysseren", Bürger zu Köln, 3 Schillinge zu. Weiter setzen sie zum Unterpfand 2 Morgen Ackerland, bei "Rothuyssen" gelegen, neben den 7 Morgen von "Henss Custers", von denen Johann von Vianden 2 Sümmer Korn Grundpacht zustehen; weiter 2 Morgen in dem kleinen "buschfelde" neben "Biltgen van Vuschen" stadtwärts und "Herman Koch" hochwärts ("haech") gelegen, wovon dem Junker "Breydman" eine erbliche Grundpacht von einem Sümmer Korn zusteht. Die genannten 4 Morgen Ackerland sind auch "Elssgen", der nachgelassenen von "Mertin Kochs" einen Malter Korn erbpachtpflichtig. Weiter setzen sie zum Unterpfand 6 Morgen Ackerland "an dem garcht" längs dem Weg, der von Konradsheim ("Conreshem") nach Bliesheim ("Blyshem") führt, anstoßend an die Kölner Straße; weiter 3 Morgen an dem selben Weg an dem "Zoyns", sowie weitere 3 Morgen hinter dem Siechhaus an die Kölner Straße anstoßend und einem Ende an die 4 Morgen des Junkers Johann von "Steyne"; weiter 3 Viertel an dem alten Kirchhof neben den 1 1/2 Morgen von "Hanss Hessen" auf der einen Seite und auf der anderen an Johann "Spynders" 7 Vierteln; weiter einen Morgen "up der Juchen" neben dem Morgen von Peter "Aldenkirchen" und auf der anderen Seite an "Greten Elssgens" anstoßend, welche 13 Morgen und 3/4 Ackerland als Erbpacht den Jungfrauen im Engelst(h)al ("Engeldalle"), bei Bonn ("Bonne") gelegen, einen Sümmer und 2 Pinten Korn liefern und dem von Pulheim ("van Poilhelm"), wohnhaft in Bonn und seinen Erben jährlich 3 Malter Korn; weiter 2 1/2 Morgen gelegen zwischen Ahrem ("Arhem") und Lechenich längs Junker "Frentzen" 1 1/2 Morgen an der einen Seite und Johann "Portzeners" einem Morgen an der anderen Seite, wovon Johann von Ahrem ("Arhem") jährlich einen Malter Korn als Gülte erhält; weiter noch einen halben Morgen Ackerland neben Peter von "Zarge", das an den halben Morgen von Johannes "Offermans" anstößt, wovon Meister "Aeloff" jährlich 3 Viertel Korn als Gülte erhält. Falls die Verkäufer einmal ganz oder teilweise die Erbrente nicht liefern, sind die Käufer, ihre Erben oder der Inhaber der Urkunde berechtigt, die Urkunde beim Gericht in Lechenich vorzulegen und die gesetzten Pfänder, so wie sie dann mit allen Verbesserungen und Bauten vorhanden sind, bis zur völligen Bezahlung zu verwerten. Die Verkäufer versprechen anschließend wegen evtl. Pfändungsmaßnahmen die Käufer nicht zu verfolgen und verkaufen ihnen die Rente mit Hand, Halm und Mund. Die Verkäufer versprechen, die genannten Güter nur mit Zustimmung der Käufer, ihrer Erben oder des Inhabers der Urkunde weiter zu belasten. Die Verkäufer leisten Währschaft für sich und ihre Erben. Die Schöffen von Lechenich haben den Vertrag besiegelt vorbehaltlich der Rechte des Erzbischofs von Köln und evtl. weiterer Berechtigter.Datum: 1510 "uff Dynstach neist nae unsser lever Frauwendach Conceptionis."Ausf., Perg., dt., Schöffensiegel (beschäd., rechts oben, Wappen des Erzbischofs von Köln, links Kirchengebäude mit Turm, darüber Stern, Umschrift unlesbar) anhängendRV: "Van 2 1/2 malder korrns und gulden Ponyf[mns?] have und gude bey zwen pennongen neist des besten gewaß erflich anno 1510" (17.Jh.); "N 38" (17./18. Jh.); "20" (19.Jh.)


Bestellsignatur : 20



1516 März 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johann "Rousack", Hermann Koch und die übrigen Schöffen des Gerichtes von Leche-nich geben bekannt, daß die ehrsamen Johann von Dirmerzheim ("Dyrmershem") und die Ehefrau des "Hylgen Lutzen", Bürger und Bürgerin von Köln ("Colne"), persönlich vor ihnen erschienen sind und in Anbetracht der Vergänglichkeit alles Irdischen und um nach ihrem Tod Zwietracht zwischen den Erben zu vermeiden, ein gemeinschaftliches Testament gemacht haben. Sie setzen sich gegenseitig als Alleinerben ein ohne jegliche Einschränkung in der Verwendung des Besitzes welcher Art auch immer im Dinghofbezirk Lechenich, so daß der Überlebende mit dem Besitz nach Wunsch schalten und walten kann nach Ausweis des vorliegenden Testamentes. Insbesondere hat die Ehefrau Hilgen Lutzen ihr Lebtag lang die volle Verfügungsgewalt über das Vermögen wie in der Zeit, in der sie zusammen lebten, ohne irgendwelche Widerspruchsrechte der Verwandten. Siegler: die Schöffen von Lechenich mit dem Amtsiegel vorbehaltlich der Rechte des Kurfürsten von Köln und vorbehaltlich der Rechtshändel zwischen Meister Johann "Krüntmecher" und Johann von Dirmerzheim und jedermanns Rechten. Datum: 1516 "des echttzeynden dags in dem Mertz"Ausf., Perg. durch Mäusefraß leicht beschädigt, dt., Schöffensiegel (beschäd. nur kleiner Rest) anhängendRV: "Testamentum Johann von Diermersheim undt Heilgen Lützen sein Hausfraw burger undt burgersche in Coelne" (17.Jh.); "N 54" (17./18. Jh.); "res inter alios acta 39" (17.Jh.)


Bestellsignatur : 21



1534 Nov. 3
Permalink der Verzeichnungseinheit

Emmerich von Kerpen und "Greitgin Craynen", Bürger und Bürgerin zu Lechenich, Eheleute, verkaufen als Erbkauf für sich und ihre Erben und Nachkommen, um Schaden von sich abzuwenden, an den ehrsamen Johann von Vianden ("Vyanden") zu Lechenich, seine Erben oder denjenigen, der mit seiner Zustimmung die Urkunde in Händenhat, eine jährliche Rente und Gülte von 1 1/2 ("dyrdehalff") Maltern Roggen Lechenicher Maß, Kaufmanns Hab und Gut in zwei "pennongen" nebst dem besten Gewächs, wie es jährlich in der Stadt Köln auf dem gemeinen Markt bezahlt und ver-kauft wird, jeweils am St. Remigiustag (1. 10.) oder bis zum St. Martinstag (11.11.) danach in der Stadt Lechenich zu liefern und zu bezahlen gegen eine bescheidene Geldsumme, die die Eheleute am Ausstellungstag der Urkunde richtig erhalten haben. Die Aussteller sind deshalb vor den Schöffen des Gerichts zu Lechenich auf der freien Straße erschienen und haben die Erbrente mit Halm, Hand und Mund dem Johann von Vianden, seinen Erben oder dem Inhaber der Urkunde aufgetragen. Die Verkäufer verpflichten sich für sich und ihre Erben, jetzt und in Zukunft keine Ausreden zur Verweigerung der Lieferung zu finden, sei es Hagelschlag, Mißernte, Krieg, Raub, Brand, Pfändung ("kümmer"), Gebot oder Verbot. Als Unterpfand für diese Verpflichtung setzen sie vor den Schöffen zu Lechenich zur Absicherung des Gläubigers verschiedene Renten aus der Erbschaft der Ehefrau, die "Godert in den Baynen" von "Kempgen" und "Tulli Craynen" von "Venloy", ihre verstorbenen Schwiegereltern von den verstorbenen "Hilger Tzymmerman" und seiner Frau "Gritgen" gekauft haben und woraus diese dem verstorbenen ehemaligen Schultheiß zu Lechenich "Hinrich Hesse" oder dem Inhaber der Urkunde eine Erbrente von einem Malter Roggen verschrieben haben. Weiter setzen sie als Unterpfand 6 Morgen Ackerland, in einem Stück gelegen an dem "geicht" und an die Kölner Straße anstoßend, und zwei Morgen Ackerland in dem kleinen "buschfelt". Die Aussteller und ihre Erben haften auch mit allem anderen Be-sitz. Falls die Verkäufer einmal ganz oder teilweise die Erbrente nicht liefern, sind die Käufer, ihre Erben oder der Inhaber der Urkunde berechtigt, die Urkunde beim Gericht in Lechenich vorzulegen und die gesetzten Pfänder, so wie sie dann mit allen Verbesserungen und Bauten vorhanden sind, bis zur völligen Bezahlung zu verwerten. Die Verkäufer sind verpflichtet, die Schuldsumme in Münzen der vier Kurfürsten bei Rhein zu zahlen. Die Aussteller bitten die Schöffen von Lechenich, den Vertrag zu besiegeln. Die Schöffen von Lechenich haben den Vertrag besiegelt vorbehaltlich der Rechte des Erzbischofs von Köln und evtl. weiterer Berechtigter.Datum: 1534 "uff sent Huipertzdach des hilgen marschalcks"Ausf., Perg., dt., Schöffensiegel (beschäd.) anhängendRV: "Van 1 1/2 malder korns kauffmans hane und gude bey zwe pennongen neist des besten erflich anno 1534" (17.Jh.); "N 36" (17./18. Jh.); "18" (17.Jh.)


Bestellsignatur : 22



1539 Dez. 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johann von Blatzheim ("Blaitzhem") und seine Ehefrau "Goede", Bürger und Bürgerin zu Lechenich, verkaufen als Erbkauf an den ehrenfesten Junker "Cristgen" von Konradsheim ("Connerschem") und dessen Ehefrau Jungfrau Elisabeth ("Lyßbeth"), Bür-ger und Bürgerin von Köln, und ihren Erben oder dem Inhaber der Urkunde eine Kornrente von einem Malter Lechenicher Maß gemäß einer darüber errichteten Urkunde, die beginnt "Wir scheffen sementlichen des gerichtts Lechenich doin kunt, zugin und bekennen etc." und endet "Datum anno domini vunfftzeinhundert und tzeyn uff Dinstach neist nae unser liever Frauwendach Conceptionis" [10.Dez.]. Die Aussteller bestätigen, daß ihnen die Kaufsumme bezahlt worden ist und sagen die Käufer, ihre Erben, den Inha-ber der Urkunde oder wen es sonst betrifft, aller Verpflichtungen für los und ledig. Die Aussteller sind darauf vor den Schöffen zu Lechenich an der gemeinen freien Straße erschienen und haben die Kornrente für sich und ihre Erben mit Halm und Mund verkauft, wie es im darüber errichteteten Hauptbrief steht und haben die Käufer, ihre Erben oder den berechtigten Inhaber der Urkunde unwiderruflich zum Besitzer gemacht, so daß diese darüber nach ihrem Willen verfügen können, wie über anderen Besitz. Die Aussteller haben zur Bestätigung und rechtlichen Absicherung die Schöffen von Lechenich Meister Lambert von "Tricht", "Hennes" von Konradsheim ("Connerschem"), "Joris Veltgen", "Rheins vam Walde", Adam "Grassman", Johann von Vianden ("Vhianden") und "Bernt Underkeller" gebeten, die Urkunde zu besiegeln. Die Schöffen von Lechenich haben den Vertrag besiegelt vorbehaltlich der Rechte des Erzbischofs von Köln und evtl. weiterer Berechtigter.Datum: 1539 "uff sent Lucien der hilger junffryenn dach".Ausf., Perg., dt., Schöffensiegel (beschäd.) anhängendRV: "Van 1 Malter korns erflich anno 1539" (17.Jh.); "N 34" (17./18. Jh.)


Bestellsignatur : 23



1555 August 6
Permalink der Verzeichnungseinheit

Cornelius "Schomecher" zu Lechenich und seine eheliche Tochter "Aluta" verkaufen an den ehrenfesten, achtbaren und frommen Junker "Kurstgen" genannt Konradsheim ("Connerssem"), Bürger von Köln, Obermarspforten ("baeven der Marportzen"), seine Erben oder den Inhaber der Urkunde eine erbliche Rente von 12 Weißpfennigen am kommenden Martinstag und dann in jedem folgenden Jahr auf eigene Gefahr nach Köln zu liefern. Als Unterpfand setzen die Aussteller ihr Haus und Hof mit allem Zubehör ("beylugende begriff") zu Lechenich an der einen Seite gelegen bei "Lambertz" Erben zu Düren und an der anderen Seite bei "Gerit Fleischheuwers" Erben. Der Käufer ist berechtigt, sich für ausstehende Zinszahlungen und aufgelaufenen Schaden an diesem Unterpfand schadlos zu halten. Die Verkäufer "enterben" sich vor den Schöffen "Joeris Vois" und Friedrich "vann Are" des Gerichts Lechenich an der gemeinen freien Straße mit Halm, Hand und Mund und bedanken sich für die erfolgte Bezahlung der Kaufsumme. Den Verkäufern steht es jederzeit frei, am Martinstag die Schuldsumme von 6 Joachimstalern mit allen aufgelaufenen Restanten und evtl. Schaden auf eigene Gefahr dem Junker, seinen Erben oder dem Inhaber der Urkunde nach Köln zu liefern und sollen dann der Zahlungsverpflichtung ledig sein. Die Aussteller bitten die genannten Schöffen von Lechenich, den Vertrag zu besiegeln, was diese getan haben vorbehaltlich der Rechte des Erzbischofs von Köln und evtl. weiterer Berechtigter.Datum: 1555 "am Dinstaich negst Peter Vinckell"Ausf., Perg., dt., zwei Siegel - der beiden genannten Schöffen - (beschäd. nur kleine Reste, jeweils Wappen mit Umschrift, Georg Weis gekreuzter Hammer und anderes Gerät, Friedrich von Ahrem Hausmarkenzeichen mit Stern) anhän-gendRV: "Van 12 albers erflich anno 1555" (17.Jh.); "sind abgelöst, am dingstag nach Petri ad vincula oder nach dem 1ten August ist Erfallstag" (18.Jh.) ; "N 47" (17./18. Jh.); "20" (17. Jh.); "Rentbuch fol. 49 12 Albus oder weiße Pfennig, da-her Albus-Pfenniggeld" (18.Jh.)


Bestellsignatur : 24



1556 Juli 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Dederich Smitt" und Anna, Eheleute und Bürger und Bürgerin zu Lechenich, kaufen von der ehrbaren Clara von Delft ("Claren vonn Delfft") und ihrem Beistand ("zostande") erblich 7 Viertel Ackerland, welche Klara zuvor von Dietrich "Duvell" erworben hat nach dem Inhalt einer Siegelurkunde, die die Aussteller in Händen haben. Das Land liegt in dem "Büschfelde", an der einen Seite an Heinrich "Nentwich" und an der anderen Seite an Dietrich "Duvell". Die Ländereien sind mit einer erblichen Grundpacht und Kornrente von 8 1/2 Viertel Roggen in schöner Frucht Lechenicher Maß jährlich in Lechenich belastet, die die Aussteller für sich und ihre Erben an Junker "Kurstgen" Konradsheim ("Connershem") in Köln, seine Erben und Nachkommen zu liefern haben nach dem Inhalt des hinterlegten Kaufbriefs, wofür das genannte Ackerland nach bestehendem Recht verpfändet worden ist. Die Aussteller bitten die Schöffen Friedrich von Ahrem ("Frederich van Are") und Johann Blatzheim ("Blaischem") den Vertrag zu besiegeln, was diese getan haben. Datum: 1556 "am Dinstaich negst nae sent Margratentaigh"Ausf., Perg., dt., zwei Siegel - der Schöffen Friedrich von Ahr und Johann Blatzheim - (beschäd., nur kleiner Rest, jeweils Wappen mit Hausmarken und Umschrift) anhängendRV: "Van 8 1/2 firdel roggen erflich anno 1556" (17.Jh.); "N 37" (17./18. Jh.)


Bestellsignatur : 25



1560 Nov. 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Schöffen von Lechenich, Friedrich ("Frederich") und Gotthard ("Goeddart") von Ahrem ("van Arem"), bekennen, daß vor ihnen auf der gemeinen Straße, wo das Gericht tagt, erschienen sind ihre Mitbürger "Theiß Banck" und Barbara, Eheleute, und verkauft haben an den ehrengeachteten "Carll Schorn" und Katharina Walraff ("Catarinen Walreves"), seine Ehefrau, Bürger und Bürgerin von Köln, ihren Erben und Nachkommen einen bescheidenen Joachimstaler ("bescheiden Joichem daler") jährlich am Martinstag oder innerhalb von 10 Tagen danach auf eigene Kosten und Gefahr nach Köln zu liefern. Die Verkäufer verpflichten sich, sich gegen diese Verpflichtung auf keinerlei Privilegien, Gnaden oder Hagelschlag, Mißernte, Kummer, Gebot und Verbot, Krieg, Brand, Heeresnot, gewöhnliche und ungewöhnliche Schatzung zu berufen. Als Unterpfand setzen die Verkäufer zwei Morgen Busch in der "Eilagen" neben Johann "Blaitzheims" Erben, einen Morgen Ackerland auf dem Meller Weg neben "Frentzen" in der Weise, daß wenn die Verkäufer einmal ganz oder teilweise die Zah-lung schuldig bleiben, die Käufer den Besitz verwerten können um die versessene Pacht, die Hauptsumme von 20 Joachimstalern und den erlittenen Schaden einzutreiben. Der Kaufpreis ist richtig bezahlt worden. Die Verkäufer geloben für sich und ihre Erben, daß sie den Käufern, ihren Erben oder dem Inhaber der Urkunde jederzeit Währschaft leisten und sie schadlos halten. Falls die Verkäufer die Hauptsumme und evtl. rückständige Pacht an einem Martinstag zurückzahlen, sollen sie die Rente eingelöst haben und das Unterpfand, die Rente und die Urkunde wieder an sich bringen. Die Schöffen haben die Urkunde - jeder mit seinem Sekretsiegel - besiegelt, vorbehaltlich der Rechte des Erzbischofs von Köln und evtl. weiterer Berechtigter.Datum: 1560 "am Dinstaich na sant Merten"Ausf., Perg., untere rechte Ecke abgeschnitten, ein Siegel (beschäd., nur kleiner Rest) anhängend, ein Siegel ab [bzw. nie angehängt?)RV: "Daß diese verschreibungh von dem edlen junckhern Jacoben von Connershem eingelöst und bezalt ist worden, bekenn ich endtsbenennter rich-ter(?) zu sein midt dieser meiner handt und underschrifft. Actum Cöln den 7 Februarii 1623 (Unterschrift) Joannes Krey, von anderer Hand: Und vir richsdaller erlagtt ann eluffener (?) pensionnen" (17.Jh.); "20 Joachimstaler gegen einen derselben Pension jairlichs auf Martini 1 reichsdaler zalt Winant Banck in Lechenich" (17. Jh.);"N 48" (17./18. Jh.); "No 154" (17. Jh.)"D.8" (17. Jh.)


Bestellsignatur : 26



1566 Dez. 4
Permalink der Verzeichnungseinheit

Bernhard ("Bernart") "Eimertz" und Elsa, Eheleute zu Dirmerzheim ("Dirmetzhem"), verkaufen als Erbkauf, um Schaden von sich abzuwenden, an Urban "Bodt" und "Mettelenn", Eheleute, ihre Erben und Nachkommen, die deren Besitz erbeigentümlich nutzen, 1 Malter Roggen Kölner Maß jährliche Erbrente, die die Aussteller erstmals am kommenden Martinstag und dann jährlich ohne Verzug und auf eigene Kosten und Gefahr in deren Hände in Lechenich liefern sollen. Dafür haben sie eine Geldsumme erhalten und eine Quittung darüber ausgestellt. Als Unterpfand setzen sie ihre erbeigentümlichen Güter, die sie noch niemals vorher "verstrickt", verpfändet oder verschrieben haben, nämlich 1 1/2 Morgen Ackerland auf dem "Neutgen" neben "Zilliß Berten" auf der einen und "Mewus Finck" an der anderen Seite, weiter 7 Viertel am Steinweg und am Kreuzgraben ("cruz gravenn") neben den 10 Morgen des Herrn zu Gymnich ("Gümnich"), weiter 1/2 Morgen, der längs auf den Meller Weg stößt bei "Mewuß Finken" und 1 Viertel auf der "gresell", das an "Claes Qwast" stößt, welches Land alles pachtfrei ist, außer dem halben Morgen, von dem 1 Viertel Roggen Grundpacht gegeben wird. Falls die Verkäufer, ihre Erben und Nachkommen einmal die Ren-te nicht zum vereinbarten Termin am vereinbarten Platz abliefern, sind die Käufer berechtigt, die verpfändeten Güter gerichtlich zu verwerten für die versessene Rente und alle Kosten und Schaden. Die Verkäufer geloben Währschaft für sich und ihre Erben und versprechen, sich nicht dagegen auf Privilegien, Freiheiten, jetzige und künftige Rechtssetzung, Gnaden und Rechtsbehelfe zu berufen. Da die Schöffen bei diesem Rechtsgeschäft anwesend waren, haben die Aussteller die Schöffen Johann "Ottem", Gotthard ("Goddart") "Arem", Wilhelm ("Willem") "Isimert", "Mertenn Beier", Hein-rich ("Henrich") "Rawsack", "Theill Isimart" und Heinrich Esch von Lechenich gebe-ten, die Urkunde zu besiegeln. Die Schöffen haben die Urkunde mit ihrem Schöffensiegel besiegelt, vorbehaltlich der Rechte des Erzbischofs von Köln und evtl. weiterer Berechtigter.Datum: 1566 "am virden Decembris"Ausf., Perg., dt., Schöffensiegel (beschäd., nur kleiner Rest) anhängendRV: "1566 ein malder korns renthen zu Gymnich bey Veitgen" (17.Jh.); "N 45" (gestrichen) (17./18. Jh.); "B.30" (17.Jh.)


Bestellsignatur : 27



1569 Nov. 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Geschworenen des Stadelhoflgerichts zu Erp ("Erps), Johann "Boldt" genannt Koch ("Koech"), derzeit Kellner zu Erp, und auch Wilhelm "Assemecher", Abel ("Abell") und Anton ("Doen") "Roebstuck" von "Schuren", "Weinanth Smit", Michael "Meternich", Peter "Meternich" und Matthias ("Mattheis") von Gymnich ("Gimnich") geben bekannt, daß vor ihnen erschienen sind Johann "Smith", seine Frau "Barbell" und Johanns Bruder "Thonis", wohnhaft zu Erp, und für sich und ihre Erben unwiderruflich als Erbkauf verkauft haben an den ehrsamen Heinrich "Rauwsack" als Vormund ("mombar und vurmonder") der nachgelassenen Tochter "Treintgen" des "Godhart Gelissen" 2 Malter Roggen kölnisches Maß in guten und reinen Früchten und 2 beste Pfennige gegen eine Geldsumme von 50 bescheidenen guten Silbertalern, jeder zu 8 Mark und 4 Albus gerechnet. Die Verkäufer haben die Geldsumme von dem Vormund richtig erhalten und versprechen, die Jahresrente jährlich vom St. Martinstag 1570 an oder innerhalb von 14 Tagen danach dem Inhaber der Urkunde zu liefern und sich nicht auf Krieg, Raub, Brand, Hagelschlag, Mißernte, Gebot oder Verbot zu berufen, um die Zahlung zu verweigern. Als Unterpfand setzen sie 1 1/2 Morgen Ackerland im "Weiler" Feld, zwischen "Nillis Wirth" und "Beiligen Platz" gelegen, weiter 3 Viertel auf dem "Disternicher" Weg längs den 1 1/2 Morgen von "Nillis Wirth" und auf der anderen Seite beim Morgen von "Mewis van Goirs", weiter 3 Viertel längs dem "Schleiden" Acker, die an die 2 Morgen der Nonnen von "Fussenich" anstoßen, weiter einen halben Morgen am "Eschs" Hof längs den 4 Morgen der von "Bottenbroichs", noch einen halben Morgen neben den "Bottenbroicher" 10 Morgen, weiter einen halben Morgen auf dem selben Feld zwischen "Jonen Mettell", wobei von jedem Morgen 1 Viertel Roggen Grundpacht zu zahlen ist. Falls die Kornrente einmal nicht pünktlich gezahlt wird, sollen diese Güter gemäß Landrecht in Anspruch genommen werden. Die Verkäufer und ihre Erben haben das Recht, jederzeit die Kornrente gegen Zahlung von 50 guten Silbertalern, den Taler zu 8 Mark und 4 Albus gerechnet, zuzüglich allen Rückständen in einer Summe wieder abzulösen. Die Geschworenen siegeln mit dem Amtssiegel. Datum: 1569 "circa festum Martini"Ausf., Perg., dt., Siegel des Gerichts Erp (beschäd. nur kleiner Rest, unten Wap-pen, oben stehende Figur?) anhängendRV: "Item Johan Schmith zu Erps als 2 malder korns coelsse maeß termino Mar-tini" (17.Jh.); N 31 (17./18. Jh.); "Anitzo hatt Görgen Schmitt zu Erp als Erb solcher das underpfandt ein und bezahltt die pension von den 25 reichstalern [..] 1627" (17. Jh.); "Anno 1630 den 10 december ist ein halbschitt als 25 reichsdaler ist affgelagtt und Engen, Pitter Schmidt hinderlassenen wittib gibtt itso die ander 25 Reichstaler und hatt die pendt zu anno 1650 [..]" (17.Jh.)


Bestellsignatur : 30



1569 Juni 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Schöffen des kurfürstlichen hohen weltlichen Gerichts zu Köln, der freve Melchior von Brauweiler ("Broweiler"), Caspar Andreas von "Sittardt" und "Adolph" Brauweiler ("Broweiler"), geben bekannt, daß am 2. März 1565 in das Gerichtsbuch der Kölner Schöffen eingetragen wurde, daß der ehrenfeste Christian von Konradsheim ("Conershem") zwei Kinderanteile eines Hauses an der Marspforte ("Marpfortzen") gelegen, genannt "frawe hairen" Haus, und zwei Kinderanteile eines Hauses ebenda, genannt die "Doune", und zwei Häuser in der "hellen", das eine "zum alden Dhorm" und das andere "zum Thorm" genannt, und noch drei nebeneinander gelegene Häuser in der Breiten Straße ("Breider Straissen") gelegen, genannt Hof des Abtes von Brauweiler ("Broweiler"), und noch zwei Kinderanteile von 8 Goldgulden und 8 roten Albus, die als Jahresgülte von dem Haus "Haer" in der Straßburgergasse ("Straessberger gassen") fällt, weiter 8 rheinische Gulden aus dem Haus zum "Gurdell" unter "kesseren", weiter 20 Taler als Jahresgülte von Herrn "Kryers" Haus in der Breiten Straße, weiter 20 Goldgulden als Jahresgülte von "Margen Weis" Haus in der Markmannsgasse ("Marckmans gassen"), weiter noch zwei Kinderanteile von 221 Goldgulden, die Christian nach dem Inhalt von sechs verschiedenen Verschreibungen vom Rat der Stadt Köln zu bekommen hat. Christian hat das Recht, über diese zwei Kinderanteile wie über seine übrigen Güter in Köln, sowie die zu Lechenich und Konradsheim au-ßerhalb von Köln gelegenen sowie einen Mühlenanteil ("mulhentheill") und die Fahrhabe ("gereider gutter") an Bargeld, Kleinodien, Kleidern, "eingethumb", Hausge-rät und sonstiges nichts ausgenommen nach seinem Belieben zu verfügen, da ihm durch den Tod seiner Söhne Melchior und Arnold ("Arnoldz") aus seiner Ehe mit der verstorbenen Elisabeth Brauweiler ("Elisabethen Broweilers") diese beiden Kinderanteile zugefallen sind. Christian hat die Schöffen gebeten, ihm hierüber eine Siegelurkunde als Bestätigung auszustellen. Christian übergibt diese beiden Kinderanteile an seinen Sohn Jakob von Konradsheim ("Jacoben van Conershem") vorbehaltlich seiner Leibzucht. Die Übergabe soll in aller Form geschehen und im Schrein niedergelegt werden. Bei der künftigen Erbteilung zwischen Jakob, seinen Brüdern und seinen beiden Schwestern Adelheid ("Alheit") und Elisabeth ("Elisabeth") bzw. deren künftigen Ehemännern oder Erben soll Jakob vor der Teilung diese beiden Kinderanteile vorab erhalten und behalten. Trotzdem soll er bei der Teilung der übrigen liegenden und fahrenden Habe einen gleichen Anteil erhalten wie seine Brüder und Schwestern, ohne daß seine Brüder und Schwestern oder sonst jemand dagegen Einspruch erheben darf. Am 20. März hat das Übertragsgeding stattgefunden, wo Christian durch seinen An-walt ("erwelten redtner") die Übertragung erklärt hat. Da niemand bei dem Termin erschienen ist, der widersprochen hat, ist die Übertragung durch das Schöffengericht gerichtlich erklärt und bestimmt worden, daß darüber Briefe und Siegelurkunden ausgefertigt werden können. Datum: 1569 "am neun und zwentzigsten tagh des monats Junii". Unterschrift von Jo-hannes Schultz als Consiliarius des Kölner Gerichts.Ausf., Perg., dt., Siegel der drei Schöffen (2 nur kleiner Rest, das dritte ab) an-hängendRV: "Aufftraght Christian van Conersheime zweier kindtheill auff Jacobum van Conersheim" (17.Jh.); "N 41" (17./18. Jh.); "No 28" (17. Jh.); "ahn Christian von Connersheim 1569" (18. Jh.); "ad convolutam der dirmetzheimer gutten" (17.Jh.)


Bestellsignatur : 29



1569 Febr. 4
Permalink der Verzeichnungseinheit

Gotthard Ahrem ("Goddert Arhem") und Martin ("Merten") "Beyer", beide Schöffen des Gerichts zu Lechenich, und die anderen Schöffen bekennen, daß am Ausstellungstag der Urkunde der edle und ehrenfeste Christian Konradsheim ("Cristianus Connerschem") vor ihnen erschienen ist und seinem Sohn, dem edlen und ehrenfesten Jakob Konradsheim ("Jacoben Connerscheim") als Schenkung unter Lebenden ("zu latin donatio inter vivos gnant") als Heiratsgut ("heiligs guitt") zur Aussteuer ("ehestuyr") alle seine väterlichen ("vetterligen") und mütterlichen Güter im Amt Lechenich und im Umkreis übergeben hat; nämlich Häuser, Höfe, Land, Renten und alle anderen Dinge; nichts ausgenommen, auch was Christian in Besitz hatte und auch die beiden Anteile, die ihm durch den Tod seiner beiden Söhne Melchior und Arnold ("Arnoldt") aus seiner Ehe mit der verstorbenen Elisabeth ("Elisabet") "Breweylers" zugefallen sind. Wenn "Alheit" und Elisabeth ("Elisabet"), seine beiden Töchter, ihre Ehemänner oder Erben ihr Heiratsgut nicht wieder einbringen wollen und mit Jakob freundschaftlich teilen, wie es in Köln ("Collen") Recht ist, wobei Jakob das vorbehalten bleiben soll, was ihm gegeben worden ist, bevor die beiden Töchter verheiratet wurden, so soll auch er nicht verpflichtet sein, sein Heiratsgut einzubringen. Wenn die beiden Töchter jedoch ihr Heiratsgut einbringen wollen, um mit ihm zu teilen, so soll auch er sein Heiratsgut einbringen, sonst aber nicht. Daher sollen Jakob oder seine Er-ben und Nachkommen in Zukunft mit den genannten Gütern verfahren können, wie sie möchten, ungehindert durch seinen Vater Christian oder sonst jemanden. Christian hat vor den beiden Schöffen mit Halm, Hand und Mund auf seine Leibzucht, Eigentum und alle andere Gerechtigkeit, die er an den genannten Gütern hatte, verzichtet. Die Schöffen haben auf Bitte beider Parteien mit dem Schöffenamtssiegel gesiegelt. Datum: 1569 "am virden tag des monats Februarii uf dem reinstroem bey Collen"Ausf., Perg., dt., Schöffensiegel (beschäd., nur Rest) anhängendRV: "Aufftragh dern guther zu Lechenich und darnebgen gelegen uff Jacob von Con[...]" (17.Jh.); "N 39" (17./18. Jh.); "Ad convolutum der Dirmetzheimer scheffen zu registriren" (18.Jh.); "41"


Bestellsignatur : 28



1577 Aug. 28
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johann "Herborn", Kellner und Schultheiß zu Lechenich, und Gotthard von Ahrem ("Gödard von Arhem"), "Merten Beier", "Thiell Eismar", "Gödart Frederichs", Johann vor ihnen persönlich erschienen ist der ehrenfeste und fromme Jakob Konradsheim ("Jacob Conratzheim"), Bürger und Ratsverwandter von Köln, und mitgeteilt hat, daß er als Erbnachfolger eine Rente von 5 Malter und 1 1/2 Viertel Roggen jährliche Erbrente beanspruchen kann von den Gütern, die Johann "Ulenbecker" in Konradsheim und in der Umgebung angebaut hat, wovon 3 Malter weniger 1 Viertel kölnisches Maß nach Köln geliefert worden und 2 Malter und 2 1/2 Viertel er zu Lechenich durch seinen Kellner in Empfang nehmen ließ. Darüber besitzt Jakob Brief und Siegel. Johann "Ulenbecker" hatte die Güter jedoch verkauft und in fremde Hände kommen lassen, so daß die Rente zum Schaden des Jakob an den Herrn von "Thürnich", den edlen und ehrenfesten Hermann "Hassen" gekommen war, der 43 Morgen Ackerlands neben Büschen, Land und Häusern mit Recht an sich genommen hat, so daß die Gültenpflichtigen wegen der von "Ulenbecker" erkauften Güter ganz frei davon gestellt worden waren. Als dies Jakob Konradsheim erfuhr, hat er gerichtlich dagegen Widerspruch eingelegt, um sein Unterpfand nicht zu verlieren. Die Parteien haben sich daher am Mittwoch, den 28. August, vor Schultheiß und Gericht zu Lechenich zusammen mit dem edlen und hochgelehrten Degenhard "Haasen" zu Konradsheim und Johann "Haasen", Doktor der Rechte, getroffen und einen Vergleich abgeschlossen. Fol-gende Güter aus der Verkaufsmasse sollen nicht dem Herrn von "Thurnichs", sondern Jakob Konradsheim gehören; nämlich 3 Morgen Ackerland von Johann "Nolden", ge-nannt "Vincken" Johann, gelegen im "Quaden"-Berg, die in einer langen Säule nahe Gymnich neben den 5 Morgen des Herrn von "Thurnich" liegen und mit beiden Vor-häuptern auf die von "Marienforst" stoßen, weiter einen Morgen im selben "Quaden" Berg in einer Säule neben "Quaden zu Buschfeldt", das am Haupt an die neun Morgen von "Haesen" von Konradsheim ("Conratzheim") anstößt, weiter 1 1/2 Morgen in der "honer kammeren" neben dem neuen "kamp" der "Haesen" und an der anderen Seite bei "Eva zu Hargh" gelegen und am Haupt anstoßend an die Trift ("dricht"), die von Lechenich nach Dirmerzheim führt. Diese Güter sollen 2 1/2 Malter Roggen nach Köln liefern. Weiter die 1 1/2 Morgen von Eva zu "Hargh" im Lindenfelde, eine lange Säule Richtung Dirmerzheim längs den 7 Morgen des Herrn von Gymnich ("Gimmenich"), anstoßend auf den Weg von Lechenich nach Dirmerzheim, weiter 1 Morgen in der "honer kauwen" neben denen von Marienforst und auf der anderen Seite Johann Nolden, an die Trift anstoßend, weiter 5 Viertel im großen "beissel", eine Seite längs "Reinhartz Schloßmachers" Erben und an der anderen Seite längs "Arnt Maaß" Erben, anstoßend an den Meller Weg mit einem Vorhaupt auf "Heintzen zu Hargh", weiter Elisabeth ("Leisgen"), des "Kurstgen" ("Furstgen") Noldens hinterlassene Witwe mit 1 1/2 Morgen im "kalwinekell", eine Seite Richtung Lechenich, nahe "Melters" Erben, auf der anderen "Keien" Erben, die dem genannten Junker 1 Malter, 1 Sümmer und 2 Viertel gültet; weiter "Walraff Peltzer" von 1 Morgen im "Quaden"-Berg, längs Rich-tung Gymnich bei "Lambert zu Dirmetzheim", und an der anderen bei Johann Nolden gelegen und auf die 9 Morgen der "Hasen" schießend, weiter 1 1/2 Viertel im "Quaden"-Berg, an der einen Längsseite an Meister "Fincken" Erben, an der anderen an "Offerman" anstoßend und auf die 5 Viertel von "Joris Heinen" schießend, liefert 1 1/2 Sümmer 1/2 Viertel Roggen; weiter "Wilhem Schrattell" von 1 Morgen auf der "roder bach", auf der einen Längsseite neben den Erben von Peter von Esch, auf der anderen "J(..) Katzen" 5 Morgen, auf den Acker der "Haßen" von "Thurnich" schie-ßend, weitere 1 1/2 Morgen auf "Rothausen", an einer Längsseite neben "Plantz" Erben zu "Luxem", auf der anderen neben den 1 1/2 Morgen von "Thiell Ißmar"; weiter "Thiell Eißmar" von 1 1/2 Morgen auf "Rothausen", eine Längsseite neben Wilhelm "Schrattell", an der anderen neben Heinrich Stein, an die alte Galgentrift anstoßend, liefert einen Sümmer 3 Viertel Roggen nach Köln. Weiter liefert "Contz Krias ("Frias"?)" 1 1/2 Sümmer Roggen. Die Ansprüche auf Lieferung von 5 Sümmern und 1 1/2 Sümmern Roggen wird mit der vorstehenden Urkunde er-neut beurkundet, da die alte Verschreibung verdunkelt und beschädigt worden war. Für den Fall, daß Junker Konradsheim, seine Erben und Nachkommen die Pfänder angreifen müssen, soll die vorliegende Urkunde an Stelle der alten Geltung haben. Die Lieferung soll jährlich an Martini oder innerhalb von 14 Tagen danach erfolgen mit reiner, trockener, marktfähiger Frucht, und es darf für Verzug keinerlei Ausrede wie Mißwachs, Hagelschlag, Krieg, Raub, Brand, Schatzung, Gebot oder Verbot, Land- oder Türkensteuer, auch keine kaiserliche oder landesfürstliche Freiheit vorgebracht werden. Im Falle des Zahlungsverzuges soll Junker Konradsheim mit den Gütern so verfahren, wie es in dem alten Brief steht, wobei die Frauen speziell auf die Einrede "Senatu consultum Velleianum" verzichten, das zugunsten des weiblichen Geschlechts besteht. Alle Vertragspartner versprechen für sich und ihre Erben die Einhaltung des Vertrags. Siegler auf Bitten sämtlicher Vertragspartner sind die Schöffen von Leche-nich mit ihrem Schöffenamtssiegel. Die Schöffen haben ihre gewöhnliche Beurkun-dungsgebühr erhalten und beurkunden den Vertrag vorbehaltlich der Rechte des Kur-fürsten von Köln und von irgendjemand anderem.Datum: 1577 "ahm achtundzwenzigsten Augusti"Ausf., Perg., rechte untere Ecke abgeschnitten (Kanzellierung?), dt., Siegel abRV: "Van 5 malder und 1 1/2 fiertel roggen erfflich anno 1577" (17.Jh.); "N 33" (17./18. Jh.)


Bestellsignatur : 31



1578 Okt. 8
Permalink der Verzeichnungseinheit

Nach Streitigkeiten zwischen "Godert Ketzgin" ("Goidert Keytzgen") und Adam von Konradsheim ("Conraitzhem, Conresheym") wegen Pachtlieferungen, die in der Zeit der Fehde zwischen dem Kurfürsten von Köln und dem Pfandherrn eine Zeitlang unbezahlt geblieben sind, legen die Vermittler Gerhard von der "Arfft" und Herr Peter von "Hymberch" (Hemberg?) auf Bitte beider Parteien folgenden Vergleich fest: Go-dard soll Adam innerhalb der kommenden acht Tage 6 Malter Korn liefern und dann vier Jahre lang 1 Malter zusätzlich zu den 3 Maltern, die er Adam jährlich zu liefern schuldig ist. Damit sollen die Streitigkeiten vollkommen beigelegt sein.Zwei fast gleichlautende Schreiben von zwei verschiedenen, aber zeitgenössischen Händen, Papier, dt., von anderer zeitgenössischen Hand am Rand der Zusatz, daß Godard nach Ablauf der vier Jahre jährlich 3 Malter Roggen geben soll.


Bestellsignatur : 32



1589 Okt. 27 (Urkunde)1604 Nov. 29 (Transfix)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Der Schultheiß Heinrich "Heß" und die Schöffen von Lechenich, "Merten" Beier, "Thiell Eysmardt", Johann Steinmetzer, Heinrich Engels, Johann "Freißheim" und Jo-hann "Roegener", geben bekannt, daß vor ihnen der ehrbare "Jacob Krantz", eingesessener Bürger von Köln, erschienen ist und erklärt hat, daß er am 13. November 1587 kraft einer von seiner Ehefrau Marie Möhr ihm übertragener und von Bürgermeister und Rat der Reichsstadt Köln bestätigten und von dem Sekretär Laurentius Weber un-terschriebenen Vollmacht den ehrbaren Brüdern "Huperten" und "Adolffen Peltzer", Einwohner von Dirmerzheim, verkauft hat eine erbliche und ewige Kornrente von jeweils 5 Sümmer, die jährlich an Remigiustag [1. Okt.] von den Pelzergütern in Dirmerzheim auf Kosten und Gefahr der Schuldner in sein Haus in Köln zu liefern ist. Falls die beiden Brüder aber ihrer Zahlungspflicht an Lichtmeß, an Fronleichnam und am Martinstag des Jahres 1588 nicht nachkommen, soll der Vertrag gemäß Kaufbrief vom 13. November 1588 nichtig sein. Weil nun Adolf Pelzer seinen Anteil an der Gülte von 2 1/2 Malter Korn bezahlt hat, sein verstorbener Bruder Adolf durch seine Witwe Sophia und ihrer beider Erbe den anderen Anteil von 2 1/2 Malter Korn aber nicht hat zahlen können, verkauft Jakob Krantz den ehrbaren Mitbürgern Eheleuten "Mattheißen Sähll[mann]" und "Guedten Friederich" den Anteil von 2 1/2 Malter an der Kornrente von 5 Sümmern, der auch aus den Pelzergütern am Remigiustag eines jeden Jahres oder 14 Tage danach auf eigene Kosten und Gefahr nach Köln zu liefern ist, und zwar gegen eine bescheidene Summe Geld, über die sie sich geeinigt haben und die der Verkäufer erhalten hat. Der Verkäufer hat die Erbrente von 5 Sümmer Korn für sich und seine Erben und Nachkommen vor den Schöffen des Gerichts zu Lechenich mit Hand, Halm und Mund aufgelassen und den Käufern aufgetragen nach der Gewohnheit von Lechenich, so daß sie darüber verfügen können wie über eigene Erbgüter. Auf Rechtsmittel gegen den Vertrag wird verzichtet. Schultheiß und Schöffen des Gerichts zu Lechenich siegeln mit dem Amtssiegel vorbehaltlich der Rechte des Erzbischofs von Köln und jedermanns Rechten. Unterschrift des Gerichtsschreibers "Peter Winandz".Datum: 1589 "ahm siebenundzwenzigstenn Octobris"Transfix (1604 November 29):Vor dem kaiserlichen Notar Johannes "Huedt" in Köln legen am Nachmittag um drei Uhr im Haus zur "Klocken", in der Salzgasse in der unteren Stube, der gewöhnlichen Behausung der Verkäufer, die Eheleute Peter "Sollman" und Sophia "Bitters", Bürger von Köln, dem Notar eine Originalsiegelurkunde vor, die der Gerichtsschreiber von Lechenich, Peter "Weynantz", geschrieben und unterschrieben hatte und die den Ehe-leute als Erben der verstorbenen "Mattheißen Sollman" und "Gueden Friedrichs", Va-ter und Mutter bzw. Schwiegervater und Schwiegermutter rechtmäßig gehört und die ein Rentenbrief über 5 Sümmer Korn erbliche, ewige, unablösliche Korngülte kölni-sches Maß ist und die beginnt "Wir Heinrich Hess, scholtess, Martin Beier, Thiell Eißmardt, Johan Steinmetzer, Heinrich Engels, Johan Freyscheim und Johan Röegener sambtliche scheffen des gerichts zu Lechenich" und die endet "Geben ihm dhausent funffhundert neun und achtzigsten jare ahm sieben und zwantzigsten Octobris". Die Eheleute verkaufen vor dem Notar den Rentenbrief an Magister "Weinanden Arheim" von Lechenich und dessen Ehefrau "Gertrauden" von Worringen, ihre Erben und Nachkommen gegen eine bestimmte Geldsumme, die die Verkäufer erhalten und zu ihrem Nutzen verwen-det haben und für die sie den Käufern quittieren. Die Verkäufer verzichten auf alle Rechte an dem Rentenbrief und an den zum Pfand gesetzten Gütern in Dirmerzheim und auf alle Rechte und Freiheiten, die einzeln aufgeführt werden, die der Gültigkeit des Ver-trags entgegenstehen könnten. Dies geloben sie an Eides Statt. Zeugen waren neben dem Notar die Kölner Bürger "Maevis Dull", Karl vom "Brüell" und Martin von Ant-werpen.Ausf., Perg., dt., Schöffensiegel anhängendRV: "Betreffendt Matheis Sollman wegen 5 sonnberein korns erprenden an Hupert Peltzers Erben zu Dirmerßem, Peter Breuwer ahn der Kirchen 1 malder, Merten Engels zu Connersheim 1 sommber" (17.Jh., von mehreren Händen ge-schrieben); "D" (17. Jh.);Transfix, Perg., dt., 2 Siegel des kaiserlichen Notars Johannes Huedt in Köln (besch., nur zur Befestigung der Urkunde dienend), Signet des Notars unten links auf dem Papier aufgedruckt (auf geflügelter Erdkugel(?) weibliche unbekleidete Gestalt mit wallender Fahne und Schleier und der Umschrift "Deo duce comite fortuna") RV: "Erbrhent von 5 sumber korns zu Dirmetzheim" (17./18. Jh.); "N 44" (17./18. Jh.)


Bestellsignatur : 33



1590 Nov. 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Vor dem Schultheiß Heinrich Heß und den Schöffen von Lechenich, "Thiel Eißmhar", Heinrich "Engels" und Johann "Freißheim", und den sämtlichen Schöffen des Gerichts von Lechenich erscheinen die ehrbaren Eheleute "Kronen Jan" zu Konradsheim ("Connersheim") und "Coen Heinen" und geben bekannt, daß ihnen der ehrenfeste Junker Jakob Konradsheim ("Jacob Connersheim") und dessen Ehefrau Magdalene "Pfingsthorns" zu Erbpacht übergeben und verlehnt haben, und was die Eheleute angenommen haben, nämlich eine Hofstatt oder einen Bauplatz zu Konradsheim mit dem Vorhaupt zur Gemeinde hin und an einer Seite anliegend an "Trein Gottschalcks" Er-ben gegen eine jährliche Korngülte von 2 1/2 Sümmer Korn trockener, reiner, marktfähiger Frucht Lechenicher Maß. Die Rente muß jährlich am Martinsabend [10. Nov.] oder innerhalb von 14 Tagen danach in Lechenich zum "summer fäß" geliefert werden nach dem Inhalt eines besiegelten Erbpachtbriefes, den die Eheleute in Händen haben. Sie geloben, Jakob Konradsheim, seiner Ehefrau, ihren Erben oder dem Inhaber der Urkunde die geschuldete Erbpacht jährlich zu liefern. Falls sie oder ihre Erben dieser Verpflichtung einmal nicht nachkommen, sollen Hofstatt oder der Bauplatz mit allen Einbauten an den Inhaber der Urkunde zurückfallen. Siegler die Schöffen von Lechenich mit dem Schöffenamtssiegel.Datum: 1569 "ahm zehendtenn des monats Novembris"Ausf., Perg., dt., Schöffensiegel (beschäd.) anhängendRV: "2 1/2 summer korns im Ampt Lechenich" (17.Jh.); "Erbpfachtsbrieff von 2 1/2 Sümber roggen von einer Hoffstadt oder bawplatz zu Connersheim an anno 1590 den 10. Novembris" (17./18. Jh.); "N 43" (17./18. Jh.); "emphitensis" (17.Jh.)


Bestellsignatur : 34



1591 Dez. 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Eheleute "Jacob Conresheim" und Magdalena "Pfingsthorns" bekennen für sich und ihre Erben, daß sie ihre Hofstatt oder Bauplatz zu Konradsheim, mit dem Vorhaupt an der Gemeinde gelegen und an einer Seite neben "Trein Gottschalcks" Er-ben, als Erbpacht ausgegeben und verlehnt haben an die ehrbaren "Kronen Jan" zu Konradsheim und "Seygen Kallen" zu Bliesheim ("Bliesen"), ihre Erben oder denjenigen, der mit ihrem Wissen und Willen den Brief innehat, gegen eine jährliche Rente von 2 1/2 Sümmer Korn guter, trockener und marktfähiger Qualität Lechenicher Maß, die jährlich am St. Martinstag oder innerhalb von 14 Tagen danach in Lechenich vor dem "sumberfaß" zu liefern und zu bezahlen sind. Falls dieser Verpflichtung einmal nicht nachgekommen wird, soll die Hofstatt mit allem Bau und evtl. Verbesserungen an die Aussteller zurückfallen. Die Inhaber der Hofstatt können sich dagegen weder gerichtlich noch außergerichtlich wehren und müssen auf bloßes Verlangen der Aussteller oder Inhaber der Urkunde von der Hofstatt weichen. Siegler: Jakob von Konradsheim, dessen Siegel Magdalena für dieses Rechtsgeschäft mitgebraucht und eigenhändige Unterschriften beider Eheleute.Datum: 1591 "den zeenten tagh des monats Decembris"Abschrift von ca. 1684, Papier, dt.RV: "Johannen Nehrens undt den erbpfacht zu Conratzheim ahngehendt jahrliche funff sester roggen Lechenicher maß nach Dirmetzheim zu libern" (17.Jh.); "N 42" (17./18. Jh.); Vermerk von anderer Hand am unteren Rand: "Aldieweilen in gegenwertiger Copey die angezognen funnff sester roggen nit nach inhalt der litteren bezahltt, sondern caducirt, so habe ich underschriebene als rechte erbin Johannen Nehres in Conratzheim so auch die underpfandt anitzo in besitz hatt, hierüber in craft dieses brieffs manuteniren, so geschehen den 15ten decembris 1684 Anna gebohrene von Conershem verwittibte von Em"


Bestellsignatur : 35



1597 März 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Vor den Schöffen des weltlichen hohen Gerichts zu Köln, "Laurentz" Weber und Jo-hann "Westenberg", erscheinen die Geschwister Christian, Catharina und Arnoldus "Haistein" und geben bekannt, daß sie als Erben ihres verstorbenen Vaters Johannes "Haistein", Doktor der Rechte, drei verschiedene besiegelte Rentbriefe in Händen haben, worüber ein Zessionsinstrument errichtet worden ist und worüber ihnen wie für alles väterliche Erbe eine Verzichtsurkunde ihrer Schwester "Aletgen", Nonne zu St. Klara in Köln, vorliegt. Sie verkaufen diese Rentbriefe gegen 130 Taler, den Taler zu 52 kölnischen Albus gerechnet, an ihren Oheim und Muhme Junker Jakob von Konradsheim ("Conresheim") und Magdalena "Pfingsthorns" und deren Erben. Sie quittieren 36 über die erhaltene Verkaufsumme von 130 Talern, den Taler zu 52 Albus kölnisch gerechnet, und zedieren den Käufern alle Rechte an der Urkunde unter Verzicht auf dem entgegenstehenden genannten Rechte. Der erste Rentbrief geht über 2 Malter Korn Jahresrente gegen 50 bescheidene, aufrichtige, gute, silberne Taler und lautet mit Beginn und Ende (es folgt Insert von Anfang und Ende der Urkunde von 1569 November 11 oben Nr. 30). Der zweite Rentbrief geht über 2 1/2 Taler Jahresrente, jeden Taler zu 26 roten Albus gerechnet, bei 50 Taler Hauptgeld, und lautet zu Beginn "Wir Johan Boch und Grieth eheleuthe zu Liblar thun kundt" und am Ende "Geben im jhare nach der gepurt unsers herren erlosers und seligmachers funffzehenhundert und siebentzig und funff am zwelfften tage Novembris". Der dritte Rentbrief geht über 1 1/2 Taler und ein Ort Jahresrente, jeden Taler zu 26 rote Albus gerechnet bei 30 Talern Hauptgeld, und beginnt "Wir Johan Herborn schultheiß, Goddart van Ahrem, Martin Beier, Thiel Ißmar, Goddart Friederichs, Johan Steinmetzer und Zacharias Engels sementliche scheffen des gerichts zu Lechenich thun kundt, zeugen und bekennen" und endet "Geben im jhare unsers herren thausent funffhundert siebentzig neun am vierdien monaths Februarii". Das Zessionsinstrument beginnt "Im Gottes namen amen. Kundt und offenbahr sei iedermenniglichen so gegenwertigen schein werden sehen oder horen lesen, das im jhare nach Christi unsers lieben herren und seligmachers gepurt thausent funffhundert funffundneunzig so in der achter römerzinszahl zu latein indictio genant am Donnerstag dem dreyzehenten monaths Julii" und endet "Dabey an und uber gewesen sein ietzogemelter her Gerlach van Elß, doctor und der ehrnthaffter Detherich Rheinen als glaubwurdige zeugen herzu in sonderheit beruffen und erpetten". Die Verzichtsurkunde der Nonne des Klosters St. Klara beginnt "Ich Aletgen Haistein des ehrntvesten undt hochgelehrten Johannes Haistein dero rechten doctors und der ehrentvesten weilandt Frau Aletgen Connerscheim ehelige dochter thun kundt" und endet "Geben im jhare thausent funffhundert neuntzig sechs den ein und zwentzigsten Julii". Siegler die genannten Schöffen auf Bitten der Verkäufer.Datum: 1597 "den zwantzigsten monaths tag Martii im jair der ringer zahl sieben und neuntzig"Ausf., Perg., dt., zwei Siegel - der beiden Schöffen - (beschäd.) anhängendRV: "Drii rentbrief im ampt Lechenich anno 1596" (17.Jh.); "N 46" (17./18. Jh.); "Verkauff dreyer rhentbrieffen im ambt Lechenich deren einer von zwey malder korn, der zweyter von drittenhalber thaler jeden ad 26 rader albus, der dritten von anderthalben thaler ein orth jeden ad 26 rader albus gerechnet" (17.Jh.)


Bestellsignatur : 36



1621 Nov. 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Weinandt Ahreim" von Lechenich quittiert Jakob von Konradsheim ("Conreshem") über 160 Taler und einen "Rosenübel", jeden Taler zu 52 Albus kölnisch gerechnet, die er richtig erhalten hat für zwei Rentbriefe, einer davon wegen einem Malter Korn Köl-ner Maß zu Lechenich zu liefern bei "Veitten" zu Gymnich ("Geimmenich"), den an-deren über 5 Sümmer Korn, die von Dirmerzheim durch "Pitter Brewer" nach Köln zu liefern sind, und die der Aussteller dem Junker verkauft hat. Er verspricht, alle evtl. Einsprüche gegen den Erbpachtvertrag abzuwehren. Neben diesen beiden Erbrenten stehen dem Junker noch 5 Viertel Korn Lechenicher Maß zu, die er zu Gymnich emp-fangen soll. Der Aussteller hat den Brief zur Bestätigung der Wahrheit selber geschrieben und unterschrieben.Ausf., Papier, dt.RV: "Erbrhent von 2 Malter ein sümber gekaufft den 18ten novembris 1621" (17.Jh.); "N 62" (17./18. Jh.)


Bestellsignatur : 38



1621 Sept. 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Meister Melchior Ahrem schreibt folgenden Vertrag nieder: Am 20. September 1621 sind erschienen der ehrenfeste Junker Jakob Konradsheim ("Conreschem") und der ehrbare Meister "Winandt Ahrem" von Lechenich und "Weinandt Banck" von Leche-nich als Rentmeister des Junkers sowie der Schreiber als Winandt Ahrems Sohn. Sie verkaufen an Junker Jakob eine Erbrente von 5 Sümmer Korn kölnisches Maß, die "Pitter Brewer" zu Dirmerzheim jährlich dem Junker nach Köln liefern soll. Weiter verkaufen sie noch 5 Viertel Korn Erbrente, die der Junker zu Gymnich bei "Ulen Keurstgen" auf dem Graben einfordern soll und die bisher dem Schreiber Melchior Ahrem gemäß Teilzettel zugeteilt worden waren. Weiter wird dem Junker noch eine Erbrente von einem Malter Korn kölnisches Maß verkauft, die "Veittgen" zu Gymnich ("Gimmenich") jährlich nach Lechenich liefern soll. Unterschrift von "Weinandt Ahrem", der bestätigt, daß das Vorstehende wahr ist.Ausf., Papier, am Mittelfalz leicht beschädigt, dt.RV: "Kauffbrieff von funff sumber korns item funff viertel kornes item ein malder korns de anno 1621 den 20 februarii ex parte Winandt Ahrem ahn junc-ker Jacob Connersheim" (17.Jh.); "53" (17./18. Jh.); "36" (17./18. Jh.); "Liberpfacht auf Coellen, Peter Brewer zu Dirmertzheim liffert auff Collen 5 sumber, item bey Vlen Keustgen aufem graben 5 viertel hofpfacht, item 1 malder colnisch so Wittgen zu Gymmnich auff Lechenich liffert" (17.Jh.)


Bestellsignatur : 37



1623 Febr. 3
Permalink der Verzeichnungseinheit

Zwei Papierurkunden: 1623 Febr. 3"Weinert Banck" von Lechenich gibt bekannt, daß er an Junker Jakob von Konradsheim in Köln 11 Viertel Korn Lechenicher Maß erbliche Kornpacht verkauft hat, und zwar 6 Viertel bei dem Marketender Johann "Grych" zu Dirmerzheim und 3 Viertel zu Ahrem bei Gerhard "Ohligschleger" und 2 Viertel zu Konradsheim bei "Reimer Tabert". Der Verkäufer hat dafür von dem Junker 40 1/2 Taler kölnische Währung richtig empfangen. Weiter hat er dem Junker 2 Viertel Korn Lechenicher Maß bei "Mattheyß Neins", Schumacher in Lechenich und 1 Viertel bei Wilhelm "Raperts" übertragen, welche er dem Junker wegen "Heyn Schumacher" zu Lechenich gegeben hat. Er gelobt, den Junker schadlos zu halten. Zeuge war "Goddertt Frederichs" von Lechenich. Der Aussteller beglaubigt durch eigenhändige Unterschrift.Ausf., Papier, dt.RV: "Antreffentt Weinertt Banck von Lechenich 11 f[irte]l korns" (17.Jh.); "51" (17. Jh.)2. Stück: 1623 Febr. 3"Winandt Banck", Bürger zu Lechenich, verkauft als Erbkauf an die Eheleute Johann Fixen, wohnhaft zu Liblar, und "Metzen Ullich" sein Haus, Hof, Scheuer, Stall und Garten, wie diese auf dem Markt in Lechenich gelegen und eingezäunt sind, an der ei-nen Seite "Henrich Underkellner" und an der anderen "Henrich Steins" Erben. Der Kauf wurde bestätigt vor Zeugen und Weinkaufsleuten gegen die Summe von 350 Ta-lern kölnisch. Von dem Besitz steht "Arnoldt Underkellners" Erben zu Lechenich jähr-lich ein Reichstaler zu und sonst niemand etwas. Was 'nagelfest' ist, soll den Verkäu-fern im Haus bleiben. Die Hauptsumme soll am kommenden Termin der Kölner Gottestracht erlegt oder an "Weinandts" Gläubiger gezahlt werden. Falls der Verkäufer aber am Leben bleibt und wieder gesund werden sollte, haben ihm die Käufer gestattet, das Haus bis zum kommenden Remigiustag [1. Okt.] zu gebrauchen. Anwesend bei dem Verkauf war Peter Schneider, Bürger zu Köln, Schwager des Verkäufers und "Goerdt Fiddeler" für "Weinandt Bancks" als Zeugen dienend. Als Zeugen der Käufer waren anwesend Johann "Fixen", Dietrich "Ullich" und Meister Jakob "Schmitt" der Jüngere. Auf Bitten beider Parteien hat "Goddartz Fidelen", Gerichtsschreiber zu Lechenich, den Vertrag geschrieben und unterschrieben, wofür 2 Albus Gerichtsgebühren und der übliche Weinkauf erhoben wurde.1623 am 1. März hat Weinandt Banck vor dem Gerichtsschreiber von Lechenich Wil-helm Lychius und genannten Zeugen den Vertrag ratifiziert und dem Junker Jakob Konradsheim, "Goddart Fiddeler" und Dietrich "Ullich" Vollmacht gegeben, das "ver-kaufte Haus zu vererben".Am 28. März 1623 haben die drei Genannten gemäß ihrer Vollmacht vor den Schöffen von Lechenich, Johann Rögener und Hermann "Horrchum", das Haus gerichtlich "ge-erbt" an die Eheleute Meister Johann "Fixen" zu Liblar und "Metzen" und es wurde beurkundet, daß Weinand Banks verstorbene Ehefrau Christine auf die Kaufsumme von 350 Reichstalern schon 100 Taler kölnisch erlegt hatte und Junker Jakob Konradsheim bekennt, daß er im Namen des Verkäufers 200 Taler erhalten hat. Die Käufer, Eheleute Johann Fix, bestätigen den Testamentsvollstreckern von Weinandt Bank oder ihm selber, wenn er wieder gesund werden sollte, noch 50 Taler schuldig zu sein. Geschehen vor allen Schöffen. "anno et die ut supra" (1623 März 28)Ausf., teilweise Abschrift des Gerichtsschreibers Wilhelm Lychius zu Lechenich mit eigenhändiger Unterschrift, Papier besch., dt.RV: "Copia kaufzettul [...] meister Johan Fix zu Li[blar] contra [Wi]nandten Bancks zu Lechenich verkeuffer etc." (17.Jh.); "58 Copia" (17. Jh.); "inter alios acta" (17.Jh.) "33"


Bestellsignatur : 39



1635 März 9
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Arndt Greis" und seine Ehefrau "Merghen" verkaufen als unwiderruflichen Erbkauf an "Teell Vinck" und dessen Ehefrau 5 Viertel Ackerland im "Zeugges" Graben gegen 129 kölnische Taler, die die Verkäufer richtig erhalten haben. Von dem Ackerland sind 7 Viertel Roggen kölnisches Maß nach Köln zu liefern an Junker Jakob Konradsheim oder an den, dem dieser den Empfang erlaubt. Aufzählung von Zeugen und Unterschrift von Gerichtsschreiber "Offerman".Kopie, Papier (stark beschädigt), dt.RV: Bestätigung von 1693 Februar 10, daß Herr Broich durch Vorlage des Kaufzettels seinen Anspruch auf eine Kornrente bewiesen hat. Daher wird den Inhabern der Unterpfänder von Gerichts wegen befohlen, die schuldige Rente zu bezahlen; Vermerk vom 13 Februar 1693 des Gerichtsschreibers, daß er diesen Gerichtsbeschluß kopiert hat.


Bestellsignatur : 40



1658 Okt. 9
Permalink der Verzeichnungseinheit

Vor dem Vogt "Jacob Knieps" und den sämtlichen Schöffen des Gerichts Liblar verkaufen die Eheleute Martin "Lauffenbergh" und "Mergh" für sich und ihre Erben an die Witwe von Junker Konradsheim, Frau Sophie "Starck", und ihre Erben als Erbkauf 16 Taler 44 Albus jährliche ablösliche Erbrente gegen 337 1/2 kölnische Taler Hauptgeld, den Taler zu 8 Mark 4 Albus gerechnet, die die Verkäufer in guter Münze erhalten haben. Die Rente ist jährlich auf Kosten und Gefahr der Verkäufer der Käuferin, ihren Erben oder dem Inhaber der Urkunde nach Köln zu liefern am Martinstag oder innerhalb von 14 Tagen vorher oder nachher, erstmals im Jahr 1659. Die Verkäufer versprechen für sich und ihre Erben, sich nicht auf irgendwelche aufgeführten Hinde-rungsgründe bei Nichtzahlung zu berufen. Sie setzen ihre Güter in Liblar als Unter-pfand, nämlich erstens Haus, Hof, Scheuer, Stall und Garten zu Liblar oben am Feld gelegen und an die Landstraße anstoßend, angrenzend auf der einen Seite an "Crein Wildeman" "Vorgenossen" und für zwei Gulden Erbschatzung dem Kapitel von St. Andreas einen Sümmer Hafer und 4 Albus zu Buschfeld gültpflichtig; weiter 11 Viertel in zwei Stücken zu 5 und 6 Viertel in dem Weiher "Benden" gelegen, angrenzend auf der einen Seite an "Johann Emendts" und auf der anderen Seite an "Henrich Fuiß", wo von den 6 Vierteln 3 Sester Roggen kölnisches Maß als Gülte zu liefern sind; weiter 2 1/2 Viertel Land "uffm Rodt", grenzend auf der einen Seite an "Gordt Hemmersbach" und auf der anderen an Wilhelm Schmitts Erben und stoßend auf die Landstraße; weiter 1 1/2 Morgen "am Vogelsangh uffm Rodt", grenzend auf der einen Seite an "Henrich Back" und auf der anderen Seite an "Henrich Engels" Erben und stoßend mit dem Vorhaupt auf den "Broich"; weiter 1 1/2 Viertel "uffm Rodt", angrenzend auf der einen Seite an Peter Wirth und auf der anderen an "Hardtman von Hurdt" Vorgenossen; weiter 2 1/2 Viertel Land "uff der Heiden", angrenzend auf der einen Seite an "die Hewbahn" und auf der anderen Seite an "Henrich Lauffenbergh" Vorgenossen; weiter 5 Viertel "under der Heiden", angrenzend auf der einen Seite an "Rutger Lauffenbergh" und auf der anderen an "Henrich Lauffenbergh". Die Käufer können bei teilweiser oder völliger Nichtlieferung der Erbrente sich aus den verpfändeten Gütern befriedigen. Die Verkäufer versprechen für sich und ihre Erben, sich nicht auf irgendwelche dem Vertrag widersprechende Rechte zu berufen. Falls die Verkäufer oder ihre Erben die Hauptsumme zurückzahlen wollen, können sie dies tun, wenn sie es ein Vierteljahr zuvor schriftlich oder mündlich ankündigen und wenn sie gleichzeitig evtl. rückständige Zinsen und Kosten bezahlen. Unterschrift des Gerichtsschreibers "Tilman Erenfeill" und Siegel des Gerichts Liblar als Beglaubigung.Datum: 1658 "Neunten octobris".Ausf., Perg., dt., Siegel des Gerichts zu Liblar (besch., Wappen mit Kreuz) an-hängendRV: "Wilhelm Kluck so das haus gekaufft undt hundert reichsthaler in capitali schuldig verplieben, hatt selbige abgelegt 1736 den 3ten Martii [..] executoribus [..]" (18.Jh.); "N 49" (17./18. Jh.); "Obligation [..]" (17.Jh.)Beiliegend Auszug aus dem Gerichtsprotokoll von Liblar vom 22. September 1692 in Sachen Herr von Broich gegen Martin Lauffenberg: Herr von Broich legt die Originalobligation von 1658 vor und teilt mit, daß inzwischen zusätzlich über 100 Reichstaler Zinsforderungen (Interesse) dazugekommen sind. Da die Unterpfänder teilweise verkauft sind, fordert er vom Gericht, die Käufer zur Zahlung anzuhalten oder die Unterpfänder in seine Hand zu geben. Es folgt eine Aufzählung der Unterpfänder und der Käufer. Das Gericht beschließt, daß die Käufer die Forderung des Herrn von Broich bezahlen sollen, soweit sie sich ih-rerseits an den Mitteln des Verkäufers schadlos halten können. Unterschrift des Gerichtsschreibers Reck.


Bestellsignatur : 41



1684 Dez. 2
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anna, geborene von Konradsheim, verwitwete von "Linttermans", verpachtet als Erbin ihrer Vorfahren ihre Erbgüter zu Konradsheim, die diese am 10. Dezember 1591 an "Cronen Johann" und seine Ehefrau "Zerhen Kallen" und ihre Erben gegen eine Erbpacht von 5 Sester Roggen verlehnt hatten und die ihr wegen Zahlungsrückständen heimgefallen ist, an die Erben des damaligen Pächters, nämlich Johannes "Nohrres" zu Konradsheim und seine Erben unter den gleichen Bedingungen, wie sie im alten Vertrag enthalten waren.Ausf., Papier (Stempelpapier mit Krone), dt., Petschaftssiegel der Ausstellerin (Lacksiegel) aufgedrückt, Unterschrift der Ausstellerin und von "Johan Norres", dem PächterRV: "Betreffent Johann Nohrres zu Conratzheimb" (17.Jh.)


Bestellsignatur : 42


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