Vereinigte Westfälische Adelsarchive e.V.
Aml Amelunxen
Aml.Aml.Uk - Amelunxen und Wehrden, Urkunden
Aml.Aml.Uk - Archiv Amelunxen, Amelunxen und Wehrden, Urkunden
Permalink des Findbuchs


Signatur : Aml.Aml.Uk - Amelunxen und Wehrden, Urkunden

Name : Amelunxen und Wehrden, Urkunden

Beschreibung :

Einleitung :

Geschichte

Wehrden war ein Mannlehen des Klosters Corvey und befand sich zunächst im Besitz der Familie von Amelunxen. 1580 erteilte Abt Reinhard von Corvey dem Hermann von Metternich eine Lehnsexpektanz auf dieses Gut als Dank für dessen erfolgreiches Wirken für das Kloster in Rom. Aufgrund dieser Expektanz erhob beim kinderlosen Tod des Erich von Amelunxen zu Wehrden der Paderborner Fürstbischof Hermann Werner Wolff Metternich 1694 Ansprüche auf dieses Gut, die er 1695 durch den Erwerb der Erbansprüche der Schwestern des Ernst von Amelunxen, verheiratete von Günderiode und von Wense, verstärkte. 1695 erfolgte die Investitur durch den Abt von Corvey, 1699 und 1715 konnten weitere Teile erworben bzw. Amelunxensche Ansprüche abgefunden werden. Schon 1697 hatte der Fürstbischof aus den beiden Gütern Wehrden und Amelunxen ein Fideikommiss für seine Familie gestiftet.

Auch Amelunxen gehörte zunächst der Familie von Amelunxen, die aber 1696 diesen Besitz ebenso wie Wehrden an den Paderborner Fürstbischof Hermann Werner für dessen Familie Wolff Metternich verkaufte. Auch hier zog sich die unstrittige Erwerbung aber noch einige Zeit hin, bis die Anprüche aller Agnaten befriedigt waren.

Den Besitz zu Löwendorf erwarb der Fürstbischof Hermann Werner 1695 von den von Kanne, die Gut und Gericht als Spiegelberger, dann Corveyer Lehen besaßen. Auch hier waren Ansprüche der Linie von Kanne zu Breitenhaupt vorhanden, die dadurch gelöst wurden, dass den Kanne beim Erlöschen der Familie Wolff Metternich ein Erbrecht an Löwendorf eingeräumt wurde.

Archiv

Der Bestand umfasst 106 Urkunden zwischen 1385 und 1800 und enthält nicht nur die Urkunden der Güter Amelunxen und Wehrden, sondern auch Urkunden zur Familie Wolff Metternich, darunter auch solche aus der Zeit vor dem Erwerb dieser Güter. Es handelt sich hierbei in der Hauptsache um Familiensachen, insbesondere päpstliche Breven und Provisionen auf geistliche Präbenden. Eingesprengt ist eine Urkunde von 1756 (A Urk. Nr. 90), in der Mitglieder der Familie von Amelunxen mit dem hessischen Lehen Bodensee belehnt werden.

Die Urkunden sind zu zitieren: A. Amelunxen, Bestand Amelunxen und Wehrden, Urkunde ... (Nr.)

Münster den 3. Februar 2010

Dr. Wolfgang Bockhorst

Umfang : 1 lfm.

Verweise :

Johannes Graf von Bocholtz-Asseburg, Beiträge zur Geschichte der Ortschaften und Sitze des Corveyer Landes, in: Westf. Zs.54 (1896), S. 319ff. (Amelunxen), S. 405ff.(Wehrden).

Conrad von Amelunxen, Das Corveysche Adelsgeschlecht von Amelunxen, Münster 1912.



Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken