Vereinigte Westfälische Adelsarchive e.V.
Aml Amelunxen
Aml.Brc.Uk - Bruchhausen, Urkunden
Aml.Brc.Uk - Archiv Amelunxen, Bruchhausen, Urkunden
Permalink des Findbuchs


Signatur : Aml.Brc.Uk - Bruchhausen, Urkunden

Name : Bruchhausen, Urkunden

Beschreibung :

Einleitung :

Geschichte

Dorf und Gut Bruchhausen liegen an der Nethe ca. 7 km östlich von Brakel. Sie befanden sich als Lehen der Abtei Corvey zunächst im Besitz einer Familie von Bruchhausen, die auch Paderborner Lehen in Hembsen besaß, die früher denen von Niggenkerken gehörten. Die Familie von Bruchhausen starb Mitte des 15. Jahrhunderts mit dem Abt von Abdinghof Johann von Bruchhausen, Sohn des Evert, aus. Bruchhausen gelangte an Dietrich von Mense, der um 1420 eine Tochter des Evert von Bruchhausen geheiratet hatte, die nach dem Tod ihres Bruders Dietrich erbte.

Dietrich von Mense zog nach Bruchhausen und nahm zusätzlich den Namen von Bruchhausen an.

Letzte männliche Vertreter dieser Familie waren seine Söhne Johann und Dietrich von Mense genannt von Bruchhausen. Johann starb um 1492 kinderlos, während Dietrich von seiner Frau Gese geb. von Niehausen zwei Töchter erhielt, von denen die ältere Agnes Heinrich von Schachten heiratete, der 1484 die Mitbelehnung mit den Corveyer Lehen erhielt.

Da aus dieser Ehe keine Nachkommen hervorgingen, bewog Dietrich 1510 den Bischof von Paderborn, den Jost Kanne zu Lügde, der seine jüngere Tochter Katharina geehelicht hatte, mit den Paderborner Lehen zu belehnen.

Heinrich von Schachten, der Lehnsträger der Corveyer Lehen zu Bruchhausen, konnte die Mitbelehnung seines Bruders Dietrich durchsetzen. Nach Heinrichs Tod wurden deshalb 1522 Dietrichs Söhne belehnt, woraufhin sich ein Streit zwischen Jost Kanne und den von Schachten um diese Lehen erhob, der 1533 vom Landgrafen Philipp von Hessen in der Weise beigelegt wurde, dass die von Schachten dem Jost Kanne Dorf und Gut Bruchhausen sowie alle anderen Corveyer Lehen gegen Zahlung von 1800 Gulden abtraten.

Bruchhausen war hinfort im Besitz der (von) Kanne(n), die das Gut mit weiteren Lehen vom Fürstbistum Paderborn und den Asseburgern zur Hinnenburg arrondierten.

Die Linie der von Kanne zu Bruchhausen, von der sich eine Linie in Sachsen abspaltete, verfügte auch über Gut und Gericht Löwendorf, die aber 1688 an den Paderborner Fürstbischof Hermann Werner und seine Familie Wolff Metternich verkauft wurden.

1884 wurde auch das Gut Bruchhausen von Hermann Freiherrn von Kanne an Philipp Freiherr Wolff Metternich zu Wehrden verkauft.

Archiv

Der Bestand Bruchhausen im Archiv Amelunxen enthält nur 94 Pergamenturkunden und eine Papierurkunde zwischen 1431 und 1795, die meisten davon Lehnsurkunden mit Belehnungen durch den Abt bzw. Bischof von Corvey, den Bischof von Paderborn und die von der Asseburg zu Hinnenburg.

Hervorzuheben ist ein Verbund, den Ritterschaft und Stadt Höxter als Landstände des Stifts Corvey 1566 schlossen (B Urk. 32).

Die Urkunden wurden chronologisch gelegt und durch Vollregesten erschlossen. Die frühere Signatur ist unter dem Regest als Altsignatur angegeben.

Der Bestand ist zu zitieren: A. Amelunxen, Bruchhausen, Urkunde ... (Nr.)

Münster, den 11. November 2009

Dr. Wolfgang Bockhorst

Umfang : 0,5 lfm.

Verweise :

Werner Konstantin von Arnswaldt, Geschichte der Familie von Kanne, ca. 1936 (Fahnenexemplar des nicht veröffentlichten Werkes im LWL-Archivamt für Westfalen)



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