Vereinigte Westfälische Adelsarchive e.V.
Bru Bruchhausen
Bru.Gau - Gaugreben-Bruchhausen
Bru.Gau - Archiv Bruchhausen, Gaugreben-Bruchhausen
Permalink des Findbuchs


Signatur : Bru.Gau - Gaugreben-Bruchhausen

Name : Gaugreben-Bruchhausen

Beschreibung :

Einleitung :

Vorbemerkung

zur Arbeit am Bestand Gaugreben im Archiv zu Bruchhausen an den Steinen und zu diesem Findbuch

1. Verzeichnung der Archivalien und ihre Lagerung im Archiv

Die Arbeiten am Bestand Gaugreben im Archiv zu Bruchhausen an den Steinen wurden im Jahre 1966 vom derzeitigen Leiter des Westfälischen Archivamtes (damals noch "Archivberatungsstelle" genannt), Dr. Franz Herberhold begonnen.

Durch viele andere Arbeiten stark belastet, konnte er nicht, wie er wollte, die Ordnungsarbeiten zügig durchführen, sondern musste sie unfertig in andere Hände geben. Diese 'anderen Hände' aber brachten es auch nicht fertig, kontinuierlich zu arbeiten - aus nämlichem Grunde. So geschah es, dass bisweilen monatelange Arbeitslücken entstanden, zu beiderseitigem Missvergnügen. Allerdings hatte diese lange Zeit auch ihr Gutes: es wurden noch weitere Archivalien in die Ordnungsarbeiten mit einbezogen, die zum Zeitpunkt des Beginns dieser Arbeiten erst jüngste Altregistratur waren und somit gar nicht berücksichtig worden wären. Außerdem sind auch erst in den späten 1970er Jahren weitere Akten vom Boden geholt und archiviert worden.

Beim Bearbeiten dieses Bestandes lagen alte Verzeichnisse, auf die man sich stützen konnte, nicht mehr vor, obwohl solche selbstverständlich bestanden hatten, und zwar nicht für eine angelegte, sonder für eine durchaus kurrente Registratur, den modernen Aktenverzeichnissen vergleichbar: auf einigen wenigen Stücken sind noch alte "Aktenzeichen" vorhanden. Eine Vorsortierung der Akten war nicht möglich, und so begann Dr. Herberhold mit der Verzeichnung in willkürlicher Reihenfolge unter Vergabe von "Vorl. Nummern", die er dann beim zweiten Durchgang nach der Systematisierung der Titelkarten durch "Endgültige Nummern" ersetzen wollte, was natürlich zur Folge gehabt hätte, dass er alle Archivalien, Urkunden und Akten, ein zweites Mal hätte in die Hand nehmen müssen, um sie mit den neuen Nummern zu versehen und in dieser neuen, besseren, weil sachgemäßen, Reihenfolge zu lagern. Als die von Dr. Herberhold unvollendete Arbeit fortgesetzt werden sollte, wurde dieses Vorhaben als undurchführbar erkannt, und alle "Vorl. Nummern" wurden nachträglich zu "Endgültigen Nummern" erhoben.

Dieses Vorgehen hatte aber zur Folge, dass die Stücke in der mehr zufälligen Reihenfolge der Verzeichnung in den Kästen gelagert sind. Das bedeutet eine gewisse Unbequemlichkeit in der Benutzung: denn wenn man ein größeres Thema bearbeiten will, zu dem mehrere Akten einzusehen sind, muss man sich die Archivalien aus verschiedenen Kästen zusammensuchen. Dieses muss aber hinzunehmen sein angesichts der Tatsache, dass der Bestand nun überhaupt zu benutzen ist.

2. Die Systematisierung

Der große Zeitraum, den die Urkunden und Akten dieses Bestandes umfassen (16. bis 20. Jhd.), machte die Erstellung der Systematik komplizierter, da die gesellschaftlichen Verhältnisse sich im Laufe der Jahrhunderte grundlegend gewandelt haben: von der mittelalterlichen Feudalgesellschaft bis in der 20. Jahrhundert. Als Beispiel sei auf die Quellen zum Grundbesitz verwiesen: das Verleihen im Mittelalter geschieht nach den Regeln des Lehnsrechts, und die Bedingungen entsprechen den Gepflogenheiten dieses Rechts: der Empfänger hat viel weiterreichende Verpflichtungen als der moderne Pächter von einem Hektar Ackerland.

Hinsichtlich der Systematik wird der Benutzer im vorliegenden Repertorium durchaus Stücke finden, deren Zuweisung in eine bestimmte Abteilung sicher noch zur Disposition steht, dies besonders in der Übergangszeit.

3. Zum vorliegenden Repertorium

Die lange Zeit und die verschiedenen Bearbeiter haben verständlicherweise auch in der Titelaufnahme der Archivalien und somit in der Gestaltung dieses vorläufigen Repertoriums ihre Spuren hinterlassen: wenngleich nach denselben fachlichen Prinzipien geordnet worden ist, so ist die Ungleichheit der Titelaufnahme doch unübersehbar: Die Archivalien, die noch zu Beginn der Arbeit verzeichnet wurden, sind ungleich ausführlicher aufgenommen als die späteren: das liegt zum Teil daran, dass es Urkunden sind, die möglichst vollständig verzeichnet werden sollten, und zum anderen am Bedürfnis des Bearbeiters, schon während der Arbeit vielerlei Einzelheiten zu notieren, die bei einer Auswertung des Bestandes hilfreich sein könnten. All diese Notizen gehören allenfalls auf die Titelkarten, nicht aber ins Repertorium, sie müssten vielmehr inhaltlich und sachlich zusammengefasst im Kommentar geboten werden, wohingegen die Titelaufnahmetexte von ihnen entlastet werden sollten. Das gleiche gilt für die Hinweise auf Siegelzeichnungen, die im vorliegenden Repertorium nicht ausgeführt werden konnten. Des Weiteren erscheinen die Verzeichnungstexte völlig unredigiert, d. h. Personen- und Ortsnamen sind nicht normalisiert. Auch dieses ist bei einer Endfassung eines Repertoriums unabdingbar. Die verschiedenen Schreibweisen eines Namens können im Register Aufnahme finden.

So kann diese Fassung nur ein vorläufiges Arbeitsexemplar sein, aber angesichts des großen Bestandes - über 2000 Archivalieneinheiten - hätte eine sorgfältige Endredaktion die Fertigstellung noch unzumutbar weiter verzögert.

Horst Conrad

Ergänzung zum Vorwort:

Im Sommer 2008 wurde das vorliegende Findbuch durch die Studentin Stephanie Roggenkamp und mich in eine Datenbank überführt. Diese Maßnahme wurde durch den Archiveigentümer, Hubertus Freiherr von Fürstenberg, mit Unterstützung des Landschaftsverbands finanziert. Die Signaturen und die Klassifikation der Archivalien wurden beibehalten; gekürzte Namensformen (Xtoff statt Christoff) wurden aufgelöst; zudem wurde das Findbuch in die neue Rechtschreibung überführt. Unterschiedliche Varianten des gleichen Namens wurden nicht normalisiert (so findet sich z.B. die Familie v. Terse auch unter Dersch und Derß!).

Kleinere Unstimmigkeiten und Fehler im Typoskript wurden korrigiert.

Er wurde im Jahr 2013 aus Mitteln der Bundessicherungsverfilmung auf Mikrofilm verfilmt und Digitalisate des Films erstellt. Diese sind im LWL-Archivamt einsehbar.

Münster 2014,

Peter Worm

LWL-Archivamt für Westfalen

Umfang : 18,00 lfm

Verweise :

K. Hogrebe, Die Sauerländer Gogreven. 1. Teil Geschichte und Genealogie der Freiherrn von Gaugreben, Bigge 1939.

A. Hömberg, Geschichtliche Nachrichten über Adelssitze und Rittergüter im Herzogtum Westfalen und ihre Besitzer. Heft 5: Kreis Brilon II. Münster 1972, S. 38-53.



Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken