Vereinigte Westfälische Adelsarchive e.V.
Nor Nordkirchen (AD)
Nor.Ak - Akten
Nor.Ak - Archiv Nordkirchen, Nordkirchen Akten
Permalink des Findbuchs


Signatur : Nor.Ak - Akten

Name : Akten

Beschreibung :

Einleitung :

Vorwort:

Ausgehend von einem Haupthof des Klosters Werden gelang es den Herren von Morrien im Bereich Nordkirchen eine Adelsherrschaft aufzubauen, die durch den Erwerb Gerichtsrechten und benachbarten Gütern planmäßig ausgebaut wurde. 1350 wurden die von Morrien auch in das Erbmarschallamt des Stifts Münster erworben, mit dem die Führung der Ritterschaft verbunden war. Als 1691 der letzte männliche von Morrien aus der Nordkirchener Linie starb, fiel das reiche Erbe an seine Nichte Maria Sophia von Weichs, die mit dem Grafen von Hamilton vermählt war. 1694 kaufte Friedrich Christian von Plettenberg, Fürstbischof von Münster, den Besitz, nämlich Nordkirchen, Buxfort, die Hälfte von Davensberg, Haselburg und das Gericht Capelle. Noch im selben Jahr erwarb er das Gut Meinhövel, 1698 Grotenhaus, 1702 Lake und 1705 Ahlrodt (auch Naelrodt). 1695 errichtete der Fürstbischof aus den bis dahin erworbenen Gütern für seinen Bruder Johann Adolph von Plettenberg ein Fideikomiss. Dessen Sohn Ferdinand erwarb 1735 noch die schlesische Herrschaft Kosel, die 1801 gegen Ratibor ausgetauscht wurde. Die Herrschaft Ratibor wurde 1811 an den Fürsten zu Sayn-Wittgenstein verkauft. Über die Erbtochter Maria Gräfin von Plettenberg fiel der Besitz 1833 an die Grafen von Esterhazy-Galantha, von denen es 1903 der Herzog Engelbert Maria von Arenberg kaufte.

Bereits 1922 wurde das Archiv Nordkirchen vom Herzog von Arenberg dem damaligen Provenzialverband geschenkt. Ein Teil wurde schon seit 1936 von der Archivberatungsstelle betreut. Ein Teil, der bis dahin noch in Nordkirchen verblieben war, wurde 1954 dem Landschaftsverband übergeben. Der Bestand Nordkirchen ist deswegen in zwei Teilbestände aufgeteilt, dem um 1800 verzeichneten sogenannten Kastenarchiv und einem in den 1950er Jahren gebildeten Bestand. Die Urkunden beider Teilbestände sind in den 1960er Jahren zusammengefasst und verzeichnet worden. Die Baupläne und Karten befinden sich im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster.

Der Bestand Nordkirchen Akten enthält vor allem die 1954 an den Landschaftsverband gegebenen Akten und einige noch unverzeichnete Bestände des ersten Teils.

Es handelt sich insgesamt um rund 190 lfm., d.h. 14390 Akten (14.-19. Jhdt.). Bereits nach der Übergabe wurden davon drei Findbücher erstellt.

Momentan umfasst das Findbuch 12278 Einheiten. Der dritte Band der analogen Findbücher Nor.A, der die wirtschaftlichen Tätigkeiten in Nordkirchen verzeichnet, wurde bereits intensiver geprüft. Band 1 und 2 von Nor.A sind weitgehend erfasst und werden in einem Arbeitsstand widergegeben.

Zitierweise:

Archiv Nordkirchen (LWL-Archivamt für Westfalen), Bestand Nordkirchen Akten, Nr.

Kurzzitat: AAW, Nor.Ak, Nr.

DieJuni 2016

Umfang : 190,00



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