Vereinigte Westfälische Adelsarchive e.V.
Lim Limburg-Styrum
Lim.Lim - Limburg-Styrum
Lim.Lim - Gräflich Limburg-Styrumsches Archiv
Permalink des Findbuchs


Signatur : Lim.Lim - Limburg-Styrum

Name : Limburg-Styrum

Beschreibung :

Einleitung :

Am 20. Mai 1927 bewilligte der Provinzialverband Westfalen 4000 Reichsmark, um einige Urkunden und Lehnsprotokolle aus der Provenienz der Standesherrschaft Limburg-Styrum zu erwerben. Die Archivalien waren ihm durch die Vermittlung des Münsteraner Stadtarchivars Dr. Schulte von dem Gesandten a. D. Freiherr v. Humbracht angeboten worden. Der Verkäufer hatte bereits zuvor einen Teil seines mittelalterlichen Urkundenschatzes an die Stadt Mülheim an der Ruhr veräußert. Dabei handelte es sich um Dokumente, die die rheinischen Besitzungen des Hauses Limburg-Styrum betrafen. Der Provinzialverband erwarb nun die übrig gebliebenen westfälischen Lehnsurkunden.

Da der Provinzialverband jedoch zu diesem Zeitpunkt kein eigenes Archiv unterhielt - die Archivberatungsstelle war gerade erst gegründet worden - übergab er im Januar 1928 den Bestand dem Staatsarchiv Münster als Depositum. Dort wurden die Lehnsurkunden und - protokolle im Jahre 1929 von Robert Krumbholtz bearbeitet.

Ursprünglich gehörte zu den erworbenen Archivalien auch eine Urkunden vom 10. Jan. 1299. Darin bitten Heinrich Dücker, sein Vater und seine sechs Kinder den Lehnsherrn Junker Dietrich I. von Limburg-Styrum, dass er ihnen den Verkauf ihrer Güter zu Ardey an das Stift Fröndenberg erlaube. Diese Urkunde wurde jedoch im Jahre 1928 an Max Freiherr von Dücker abgegeben. Zum Tausch erhielt der Provinzialverband eine Papsturkunde vom 13. Juni 1257 für das Kloster Fröndenberg, die noch heute als Depositum im Staatsarchiv Münster liegt.

Am 9. Oktober 2002 wurde der Bestand "Gräflich Limburg-Styrumsches Archiv" vom Staatsarchiv Münster an das Archiv des Landschaftsverbandes Westfalen / Lippe zurückgegeben. Das Archivamt entschloss sich für eine Überarbeitung des Findbuches und strebte die digitale Aufbereitung des recht übersichtlichen Urkundenbestandes an. Dabei galt es einige Fehler der alten Fassung zu korrigieren, die etwa bei der Datierung der Urkunden gemacht wurden oder sich auf grundsätzliche inhaltliche Fragen bezogen. Im Verlauf der neuen Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten wurde der Bestand schließlich in drei Hauptgruppen gegliedert:

1. Urkunden und Urkundenabschriften von [1322], 1328 bis 1616

2. Urkundenkopiar

3. Lehnsregister, -protokolle und andere lehnsrechtliche Angelegenheiten

Die Regesten im ersten Teil des Findbuches basieren auf den einzelnen Urkundenoriginalen und Abschriften sowie auf dem Urkundenkopiar (Sign.: 108 a bis r). Sie sind chronologisch geordnet und enthalten sämtliche Orts- und Personennamen, die in den Quellen genannt werden, und zwar in der Schreibweise der Vorlage. Zur besseren Übersicht befindet sich am Ende des Findbuches ein Orts- und Personenregister. Darin wurde die Schreibweise der Registereinträge vereinheitlicht und weitgehend - vor allem hinsichtlich der Ortsnamen - der heute geläufigen Form angeglichen. Die wichtigsten Namensvariationen sind in Klammern angeführt.

Zum Ausheben der Archivalie muss die Signatur 1 bis 122 angegeben werden.

Münster, 14. Dezember 2002

Ralf-Maria Guntermann

Umfang : 1,00 lfm



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