Vereinigte Westfälische Adelsarchive e.V.
Egh Eggeringhausen (AD)
Familiensachen
Egh.Fam.A Nachlässe
Egh.Fam.A.X - Nachlass Clemens Wenzeslaus von Fürstenberg (1839-1904)
Egh.Fam.A.X - Archiv Eggeringhausen, Nachlass Clemens Wenzelaus von Fürstenberg (1839 - 1904)
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Signatur : Egh.Fam.A.X - Nachlass Clemens Wenzeslaus von Fürstenberg (1839-1904)

Name : Nachlass Clemens Wenzeslaus von Fürstenberg (1839-1904)

Beschreibung :

Einleitung :

Clemens von Fürstenberg wurde am 3. Juni 1839 auf Körtlinghausen geboren. Während sich aus seiner Jugend und seiner Ausbildungszeit wenig erhalten hat, sind sein Kriegseinsatz 1864 im Deutsch-Dänischen Krieg und 1866 im Preußisch-Österreichischen Krieg besser belegt. 1867 schied er als "Second-Lieutenant" des 1. Westfälischen Husarenregiments No. 8 aus. Ihm wurde wegen einer "unmittelbaren Dienstbeschädigung" vom preußischen Staat eine Invaliden-Pension zugestanden. Im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 engagierte er sich im Auftrag der Johanniter-Malteser-Genossenschaft in der freiwilligen Krankenpflege in einem Feldlazarett in Saarbrücken. Für diese Tätigkeit erhielt er 1872 die Kriegsgedenkmünze für Nichtkombattanten und ein Jahr später das Eiserne Kreuz 2. Klasse.

Am 7. November 1874 heiratete er die zehn Jahre jüngere Marie-Theres von Ketteler (* 24. Juli 1849 - + 23.5.1931). Aus dieser Verbindung gingen sieben Kinder hervor, zu erwähnen ist besonders der zweitgeborene Sohn Clemens junior (* 18. Mai 1879 - + 31.3.1915), dessen Nachlass sich ebenfalls in diesem Bestand befindet.

Der Freiherr pflegte enge Beziehung zur Gemeinde Kallenhardt, die mit der Nachbargemeinde Suttrop und dem Rittergut Körtlinghausen den sauerländischen Teil des Kreises Lippstadt und des Amtes Altenrüthen südlich der Möhne bildet. Clemens wurde 1872 Ehrenmitglied des dortigen Kriegervereins und machte im Gegenzug zusammen mit seiner Frau Marie-Theres eine gemeinnützige Stiftung zur Unterstützung von Kriegsveteranen und Bedürftigen der Gemeinde. Lebhaftes Interesse entwickelte Clemens an Jagd und Naturkunde sowie an der Zucht von Jagdhunden. Er starb am 29.12.1904 in Niedermarsberg.

Die in seinem Nachlass erhaltenen Dokumente beziehen sich auf seine Militär- und Malteserzeit sowie auf die verwandtschaftliche Korrespondenz vor allem mit den Familien Fürstenberg, Ketteler, Stolberg-Stolberg und Weichs zur Wenne.

Die im gleichen Bestand verwahrten Unterlagen seiner Ehefrau enthalten Entwürfe aus ihrer künstlerischen Tätigkeit für die Innenausstattung von Kirchenräumen (Engel am Hochalter der Nicolaikirche in Obermarsberg und ein Kreuzweg für die Kirche in Randers) sowie vor allem die Korrespondenz mit ihren Kettelerschen und Fürstenbergschen Verwandten, insbesondere mit ihren Kindern.

Schreiben familiären Inhalts bilden auch das Gros der Überlieferung, die sich im dritten Teil des Nachlasses erhalten haben, den Unterlagen von Clemens von Fürstenberg junior. Neben Briefen von Schulfreunden und nahen Verwandten haben sich vereinzelte Unterlagen aus der Schulzeit am Georgianum in Lingen (1897-1902) erhalten. Aus der Folgezeit sind nur vereinzelte Briefe, Bilder und Erinnerungsstücke auf uns gekommen, die kein zusammenhängendes Bild seines Lebens bis zum Beginn des Weltkriegs und der Umstände seines Todes an der Westfront im Frühjahr 1915 entstehen lassen.

Der Nachlass Clemens von Fürstenbergs kam über Ferdinand von Fürstenberg und dessen Sohn Monsignore Michael von Fürstenberg im Januar 2000 als Depositum zusammen mit weiteren Nachlässen der Familie Fürstenberg-Eggeringhausen ins Westfälische Archivamt. Die Verzeichnung der von Monsignore Michael vorgeordneten Bestände wurde im Rahmen eines durch die Fürstenberg-Stiftung und die Westfälischen Adelsarchive finanzierten Werkvertrages im Frühsommer 2005 vorgenommen.

Der Bestand umfasst vier Archivkartons und ist wie folgt zu zitieren:

Archiv Eggeringhausen, Best. Nachlass Clemens von Fürstenberg.

Münster, im Juni 2005



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