Vereinigte Westfälische Adelsarchive e.V.
Egh Eggeringhausen (AD)
Familiensachen
Egh.Fam.A Nachlässe
Egh.Fam.A.XI - Teilnachlass des Pfarrers Dietrich von Nagel (1880-1952)
Egh.Fam.A.XI - Archiv Eggeringhausen, Teilnachlass Dietrich von Nagel (1880 - 1952)
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Signatur : Egh.Fam.A.XI - Teilnachlass des Pfarrers Dietrich von Nagel (1880-1952)

Name : Teilnachlass des Pfarrers Dietrich von Nagel (1880-1952)

Beschreibung :

Einleitung :

Der am 6. April 1880 in Vornholz (Gemeinde Ennigerloh) als jüngster Sohn des Klemens von Nagel-Doornick und seiner Ehefrau Maria, geb. zu Stolberg-Stolberg, geborene Nachlasser schlug die geistliche Laufbahn ein und wurde 1909 Kaplan in Nieukerk, westlich von Moers. In der Zeit des Ersten Weltkriegs war er als Feldgeistlicher beim 4. Kürassier-Regiment tätig, in dem auch Ferdinand von Fürstenberg als Leutnant und zumindest zeitweise noch zwei weitere Mitglieder der Familie (Hermann-Joseph und Wilderich von Fürstenberg-Körtlinghausen) dienten. Die daraus entstandene enge Beziehung wird durch die gesammelten Todesanzeigen der Familie Fürstenberg-Wagenbreth anschaulich dokumentiert. In der Zwischenkriegszeit wurde der Nachlasser zunächst Chorkaplan von St. Ludgeri in Münster, bevor ihm 1929 eine Pfarrstelle in Schöppingen übertragen wurde, die er bis zu seinem Tod am 4. Juli 1952 inne hatte.

Die im Nachlass enthaltenen Papiere kreisen um das Thema katholische Kirche und Politik, wobei der Pfarrer eine national-konservative Haltung in klarer Opposition zur SPD und den Gewerkschaften, aber auch zur als abweichlerisch charakterisierten Zentrumspartei einnimmt. Ähnlich kritisch wird auch die "Liturgische Bewegung" in der katholischen Kirche Deutschlands in den 30er und 40er Jahren beurteilt. Durch den Briefkontakt zu Joseph Baron, der auch mit Ferdinand von Fürstenberg in Kontakt stand, ergibt sich eine weitere Gemeinsamkeit mit der Eggeringhauser Familie.

Ein weiterer Teil des Nachlasses befindet sich im Archiv der Familie von Nagel auf Haus Vornholz.

Der Nachlass "Dietrich von Nagel" kam über Ferdinand von Fürstenberg und dessen Sohn Monsignore Michael von Fürstenberg im Januar 2000 als Depositum zusammen mit weiteren Nachlässen der Familie Fürstenberg-Eggeringhausen ins Westfälische Archivamt. Die Verzeichnung der von Monsignore Michael von Fürstenberg vorgeordneten Bestände wurde im Rahmen eines durch die Fürstenberg-Stiftung und die Westfälischen Adelsarchive finanzierten Werkvertrages im Frühsommer 2005 vorgenommen.

Der Bestand umfasst einen Archivkarton und ist wie folgt zu zitieren:

Archiv Eggeringhausen, Best. Nachlass Dietrich von Nagel.

Münster, im Juni 2005



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