Vereinigte Westfälische Adelsarchive e.V.
HarKo Harkotten II (Korff) (AD)
HarKo.Har.Uk - Haus Harkotten II und Familie von Korff, Urkunden
HarKo.Har.Uk - Archiv Harkotten II, Haus Harkotten und Familie von Korff, Urkunden
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Signatur : HarKo.Har.Uk - Haus Harkotten II und Familie von Korff, Urkunden

Name : Haus Harkotten II und Familie von Korff, Urkunden

Beschreibung :

Einleitung :

Der Ritter Heinrich Korff wird erstmals 1241 in der Soester Börde genannt (Westf. UB 7 Nr. 505). Er könnte der Stammvater der Familie von Korff sein, die seit 1278 nördlich von Warendorf in Füchtorf, auf der Grenze der Fürstbistümer Münster und Osnabrück eine kleine Adelsherrschaft mit dem Mittelpunkt Harkotten aufbaute. 1309 trug Ritter Heinrich Korff dem Bischof von Münster seine Burg Harkotten zu Lehen auf und erhielt sie als ein auch in weiblicher Linie zu vererbendes Lehen zurück (Westf. UB 8 Nr. 485). Etwa um diese Zeit könnte das Gogericht Warendorf (vielleicht durch Erbschaft von den von Warendorf) erworben worden sein. 1334 teilten die Brüder Heinrich und Everhard Korff den Besitz und es bildeten sich zwei Linien, das östliche Haus Harkotten I und das westliche Haus Harkotten II. Harkotten I gelangte 1615 über eine Erbtochter an die Familie von Ketteler. Harkotten II ist stets im Besitz der Familie von Korff geblieben.

Der Urkundenbestand des Hauses Harkotten II hat seit dem 19. Jahrhundert starke Einbußen erlitten. Von den Stücken des 13. Jahrhunderts, die dem Archiv entstammen und im Westfälischen Urkundenbuch Band 3 abgedruckt sind (Nr. 1042, 1583, 1621), war schon 1908 keines mehr erhalten. Auch von den 49 Urkunden des 14. Jahrhunderts, die die Inventare der nichtstatlichen Archive II, 2 1908 noch nachweisen, sind nur noch 6 Stücke im Archiv vorhanden. Ähnliches gilt für die Urkunden des 15. Jahrhunderts. Für das gesamte Archiv verheerend wirkte sich die Hochwasserkatastrophe aus, die 1946 große Teile des Archivs vernichtete und an fast allen überlieferten Urkunden Spuren hinterlassen hat. Viele Urkunden haben durch die Einwirkung des Wassers Verfärbungen erhalten, das Pergament ist verhärtet und auch eingeschrumpft, bei einigen ist die Schrift teilweise abgeblättert. In der Beschreibung der Urkunden sind die Schäden angegeben.

Die Urkunden waren bisher in zwei Abteilungen getrennt; eine mit Urkunden zur Familie, die andere zum Gut Harkotten. Diese künstliche und wenig zweckmäßige Scheidung wurde beseitigt und alle Urkunden zur Familie von Korff und zum Gut Harkotten zusammen gelegt.

Die Urkunden vor 1400 wurden abgeschrieben, sofern sie nicht schon gedruckt vorlagen. Bei den Regesten handelt es sich um Vollregesten. Bei der Datierung der Urkunden nach der Kalenderreform von 1582 wurden die Urkunden des Fürstbistums Münster ab 1583, diejenigen des Fürstbistums Osnabrück ab 1624 nach dem neuen Kalender datiert.

In die Verzeichnung nicht einbezogen wurden die Urkunden des Hauses Störmede, das Wilhelm von Hörde, Domscholaster zu Hildesheim, 1647 seinem Neffen Jobst Bernhard von Korff, dem Sohn seiner Schwester Gertrud von Hörde, schenkte.

Münster, 23. Oktober 2012

Dr. Wolfgang Bockhorst

Umfang : 3,00 lfm.

Verweise :

M. v. Spiessen, Die Familie von Korff, in: Jahrbuch für Genealogie, Heraldik und Sphragistik 1865, S. 148-156.

Inventar der nichtstaatlichen Archive des Kreises Warendorf (INA II,2), bearb. v. A. Brennecke und E. Müller, Münster 1908, S. 80-95.

M. Hopmann, Einiges aus der Geschichte des Geschlechtes von Korff zu Harkotten, in: Westfälisches Adelsblatt 2 (1925), S. 64-67.



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