Vereinigte Westfälische Adelsarchive e.V.
HarKo Harkotten II (Korff) (AD)
HarKo.Stö.Uk - Altes Haus Störmede, Urkunden
HarKo.Stö.Uk - Archiv Harkotten II, Altes Haus Störmede, Urkunden
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Signatur : HarKo.Stö.Uk - Altes Haus Störmede, Urkunden

Name : Altes Haus Störmede, Urkunden

Beschreibung :

Einleitung :

Bei dem Besitz in Störmede handelt es sich um das sogenannte Alte Haus, das im 15. Jahrhundert aufgrund einer Erbteilung in der Familie von Hörde entstanden war. 1646 übertrug Wilhelm von Hörde, Domscholaster zu Hildesheim, dem Jobst Bernhard von Korff zu Harkotten, Sohn seiner Schwester Gertrud von Hörde, die 1614 Heinrich von Korff geheiratet hatte, die Stammgüter seiner Familie zu Störmede und Rixbeck als Schenkung. Diese Güter waren dem Domscholaster 1640 beim kinderlosen Tod seines Bruders Bernd Sylvester von Hörde zugefallen. Zwar erhoben die von Hörde der Linien zu Eringerfeld und Schwarzenraben Klage gegen den Übergang dieser Güter an die von Korff, doch konnte 1764 der Besitz für die von Korff gesichert werden.

1804 verkaufte Friedrich von Korff das Alte Haus Störmede an Theodor Werner Graf von Bocholtz, dessen Familie Ende des 16. Jahrhunderts durch Einheirat das sogenannte Hohe Haus Störmede erworben hatte. Anlässlich dieses Verkaufs sind auch Urkunden und Akten an den neuen Eigentüber abgegeben worden, die sich nun im Archiv Hinnenburg, Bestand G Störmede-Boke befinden.

Mit dem Alten Haus Störmede verbunden war das landtagsfähige Gut Rixbeck, das zunächst im Besitz einer gleichnamigen Familie war, im 13. Jahrhundert aber an die Familie von Hörde gekommen ist und hier an den Zweig vom Alten Haus kam, die im 16. Jahrhundert für dieses Gut die Qualität als Rittergut beanspruchten.

Der kleine Urkundenbestand enthält vorwiegend Obligationen und Lehnsbriefe, dokumentiert aber auch sehr gut die Vikarie der Hl. Maria und Anna in der Pfarrkirche St. Pancratius in Störmede, die 1486 von Friedrich von Hörde vom Alten Haus Störmede und dem Priester Johann Buck aus Geseke gestiftet und längere Zeit von Mitgliedern der Familie Buck versehen wurde.

Die Urkunden sind teilweise wassergeschädigt, doch scheinen im Gegensatz zu den Urkunden des Hauses Harkotten II keine weiteren Verluste eingetreten zu sein.

Münster, 26. November 2012

Dr. Wolfgang Bockhorst

Umfang : 0,60 lfm.

Verweise :

Inventar der nichtstaatlichen Archive des Kreises Warendorf (INA II,2), bearb. v. A. Brennecke und E. Müller, Münster 1908, S. 94-95.

Albert Brand, Die altsächsische Edelherrschaft Lippe-Störmede-Boke und das Corveyer Vitsamt Mönninghausen von ihren Anfängen bis zur preußischen Besitzergreifung, in: Westf. Zs. 74 II (1916), S. 1-132.



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