Vereinigte Westfälische Adelsarchive e.V.
Wel Welbergen
Wel.A - Aktenbestand A (bis 1929)
Wel.Ak - Archiv Welbergen, Aktenbestand A (bis 1929)
Permalink des Findbuchs


Signatur : Wel.A

Name : Aktenbestand A (bis 1929)

Beschreibung :

Einleitung :

Das Archiv des Hauses Welbergen ist in seinem ursprünglichen Umfang erstmals im Jahre 1907 in den "Inventare[n] der nichtstaatlichen Archive des Kreises Steinfurt", S. 359 - 367, in einer summarischen Übersicht der Öffentlichkeit bekanntgemacht worden. Die von dem Bearbeiter dieser Übersicht, Professor Dr. Ludwig Schmitz-Kallenberg, als "wertvollste[r] Bestand" des Archivs bezeichnete "große Masse der Korrespondenzen u.s.w., die aus dem Kreise Fürstenberg, Gallitzin, Hemsterhuis u.s.w. stammen" (Inventare ... S. 359), ist dann in dessen Hände übergegangen und später an die Universitätsbibliothek Münster und den Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster, veräußert worden. So befindet sich der Welbergener Fürstenberg-Gallitzin-Nachlass heute in der münsterischen Universitätsbibliothek, während Papiere und Korrespondenzen von Franz Kaspar Bucholtz (1759 -1812) und Franz Bernhard Bucholtz (1790 - 1838) jetzt als Depositum des Altertumsvereins im Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Münster beruhen. Nachdem Haus Welbergen im Jahre 1929 an den Bankier Jan Jordaan und dessen Gattin Bertha Jordaan van Heek übergegangen war, hat über die dort verbliebenen Archivalien Rektor H. Bremer aus Gronau in seiner Schrift "Haus Welbergen - Aus der Geschichte einer münsterländischen Wasserburg" [1931] auf den Seiten 27 - 130 unter der Überschrift "Das Hausarchiv" ein Inhaltsverzeichnis vorgelegt. Etwa vier Fünftel seines Umfangs gelten den über 450 Pergamenturkunden der Jahre 1339 - 1801 und einer "Auswahl" von gut 350 Papierurkunden mit Originalen seit 1467. Auf den restlichen 25 Seiten wird mit knapp tausend, ganz kurz gefaßten und nur grob gegliederten Titeln der Aktenbestand vorgestellt. Sind die Regesten Bremers, der kein Archivar war, auch sehr unvollkommen, vielfach sogar mißverstanden und fehlerhaft, so reichen sie zur ersten Information eines Interessenten aber einstweilen aus. Mißlicher war es um den Zugang zu den Akten bestellt, zumal infolge mehrfacher Umlagerungen des Archivs innerhalb des Hauses auch die Bremersche Ordnung gestört war. Als die 1959 errichtete Bertha van Heek-Stiftung als neue Eigentümerin von Haus Welbergen im Jahre 1962 an Dr. Franz Herberhold, Leiter des Westfälischen Landesamtes für Archivpflege und Mitglied ihres Kuratoriums, mit der Bitte herantrat, das Archiv neu zu verzeichnen, lag es daher nahe, dabei zunächst mit den Akten zu beginnen. Infolge seiner vielfältigen Beanspruchung konnte Dr. Herberhold sich viel seltener, als er gedacht hatte, und nur mit großen Intervallen der Neuverzeichnung widmen. Es dauerte daher ein gutes Jahrzehnt, bis die Arbeit abgeschlossen war und ein mit fast 3000 Aktentiteln mehr als dreimal soviel Nummern als vorher umfassendes, systematisch gut aufgegliedertes Verzeichnis vorlag.

Nachdem Dr. Herberhold 1974 in den Ruhestand getreten war, unterzog der Unterzeichnete Teile des Bestandes noch einmal einer Revision, glättete an der einen oder anderen Stelle Ungleichmäßigkeiten, die im Gefolge der lange andauernden, vielfach unterbrochenen Verzeichnung unvermeidbar eingetreten waren, beließ das Verzeichnis aber im übrigen in der Form, die ihm sein Bearbeiter gegeben hatte. Als zweiter Schritt der Neuverzeichnung ist die Neufassung der gut 800 Bremerschen Regesten vorgesehen. Als dritter und letzter wird ein gemeinsamer Index (Orte, Personen und Sachen) für Akten und Urkunden folgen.

Münster, im Juli 1979

Richtering



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