Vereinigte Westfälische Adelsarchive e.V.
Nor Nordkirchen (AD)
Nor.NME - Nachlass Maria Esterhazy
Nor.NME - Archiv Nordkirchen, Nachlass Maria Esterhazy
Permalink des Findbuchs


Signatur : Nor.NME - Nachlass Maria Esterhazy

Name : Nachlass Maria Esterhazy

Beschreibung :

Einleitung :

Maria Gräfin von Esterhazy-Galantha-Forchtenstein wurde 1809 als Tochter von Reichsgraf Maximilian Friedrich von Plettenberg-Mietingen und seiner Ehefrau Josephine in Mietingen/Württemberg geboren. Nachdem 1808 bereits der einzige Sohn Walter (1805-1808) verstorben war, blieb nach dem Tod des Vaters 1813 nur Maria als einzige Erbtochter übrig. Nach verschiedenen Vormundschaften und Erbstreitigkeiten erbte sie schließ-lich mit Ihrer Volljährigkeit 1833 die Grafschaft Mietingen und u.a. die Herrschaften und Güter Sulmingen, Nordkirchen und Meinhövel. Die junge Gräfin von Plettenberg vermählte sich am 16. 02.1833 mit dem Grafen Miklós Ferenc Esterházy von Galántha, Erbgraf zu Forchtenstein (1804-1885), k. k. Kämmerer und Reichsrat in Wien. Die Familie lebte mit drei Söhnen in Wien und Nordkirchen. 1861 ist Maria Gräfin von Esterházy in Wien gestorben.

Gräfin Maria von Esterházy lebte nicht nur in Nordkirchen, Wien und Ungarn, sondern residierte auch weiterhin auf Nordkirchen. Bei ihren zahlreichen Reisen durch Europa die gut durch ihren Nachlass nachzuvollziehen sind, ließ sie sich immer sehr genau von den Verwaltern der einzelnen Güter berichten. Nordkirchen war für Gräfin ein besonderer Fixpunkt, zu dem sie nach längeren Aufenthalten gerne zurück kehrte. Sie hatte einen maßgeblichen Anteil an der wirtschaftlichen Verwaltung von Nordkirchen und der anderen von ihr ererbten Güter und gestaltete das Schloss Nordkirchen und seine Innenräume nach ihren Vorstellungen um. Nach ihrem Tod 1861 hinterließ sie ihre Erbgüter, vor allem Nordkirchen, Mietingen und Sulmingen ausdrücklich ihrem Lieblingssohn Graf Nikolas Paul von Esterházy, der später in Nordkirchen ein Pferdegestüt einrichten sollte.

Maria Gräfin von Esterházy hat Ihren Nachlass noch selbst vorgeordnet. Kern Ihres Nachlasses bilden deswegen ihre "sechs Mappen", in die sie die Unterlagen grob beschriftet eingeordnet hatte. Neben Tage- und Gedichtbücher finden sich darin vor allem Korrespondenzen, Wirtschaftsberichte, Kassenberichte und gräfliche Anweisungen für die Verwalter ihrer Güter. Neben Hinterlassenschaften der Kinder beinhaltet der Nachlass auch einen größeren Teil von Papieren und Unterlagen, die von ihrem früh verstorbenen Vater Reichsgraf Maximilian Friedrich von Plettenberg stammen, u.a. Unterlagen aus dessen Studienzeit und vom Aufenthalt der Eltern in Berlin.

Der Bestand ist 1960 dem LWL-Archivamt für Westfalen zusammen mit dem restlichen Archiv von Nordkirchen überlassen worden. Bereits 1953 erfolgte durch Dr. Max von Twickel eine Verzeichnung, nach der Übergabe an den LWL wurde der Nachlass als Bestand Nordkirchen XA geführt.

Diese Verzeichnung wurde als Grundlage genommen um im Frühjahr 2010 eine Neuverzeichnung des Bestandes vorzunehmen. Aus den ursprünglich 30 Verzeichnungseinheiten wurden nun 72 gebildet. Die "Richtlinien für die Titelaufnahme und Repertorisierung von Nachlässen des Landesarchivs BAWÜ" wurden berücksichtigt, konnten aufgrund der aktuellen Gegebenheiten, bzw. wegen der bereits in der ersten Verzeichnung gebildeten Einheiten nicht immer eingehalten werden. Da die vorgeordneten Einheiten teilweise nicht stimmten oder unvollständig waren, musste an dieser Stelle nachgebessert werden. Hinzu kam das Problem, dass die von der Gräfin Estházy selbst gebildeten Einheiten, die sich im Prinzip auf die ihre sechs sehr voluminösen Mappen bezogen waren, nicht mehr realiter erhalten werden konnten, da die Substanz der Mappen im Laufe der Zeit mehr und mehr zerfiel. Die Verzeichnung bemüht sich in Titel und Bemerkungsfeld diese Zusammengehörigkeit zu erhalten. Die alten Signaturen, die teilweise sprangen oder unvollständig waren, wurden durch neue ersetzt.

Archiv Nordkirchen (LWL-Archivamt für Westfalen), Bestand Nachlass Maria Esterházy, Nr.

Kurzzitat: AAW, Nor.NME, Nr.

Die ULB Münster verwahrt als Teil der "Handschriftensammlung Nordkirchen" die folgenden vier Tagbuchbände und ein Notizbuch:

*Ms N.R. 200

Plettenberg Mietingen, Maria Gräfin zu

Tagebücher 1825-1833

o.O., 1825-1833. -- vier Bände -- Nordkirchen (Alte Bibliotheksnr. 5316^c)

Bd. 1: Januar 1825 - Dezember 1826. 166 S. mit Lücken - Pappband

Bd. 2: Januar 1827 - Dezember 1829. 286 S. (moderner Zählung) -- Ledereinband

Bd. 3: Januar 1830 - Dezember 1831. 234 S. (moderner Zählung); S. 227-234 unbeschr. -- Ledereinband mit Blindprägung

Bd. 4: Januar 1832 - Februar 1833. 334 S. (moderner Zählung), S. 211-334 unbeschr. -- Halblederband

*Ms N.R. 201

"Notizenbuch für allerhand" 1846-1853. 414 S.

Sie wurden 1973 nachträglich erworben beim Antiquariat Stenderhoff in Münster erworben und der Handschriftensammlung zugeführt. Zumindest die Tagebücher sind in der ULB auch digital einsehbar.

Münster, Juni 2010 A. Diener-Staeckling

Umfang : 1,66



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