Vereinigte Westfälische Adelsarchive e.V.
Dri Driburg
Dri.Geh.Kl.Uk - Kloster Gehrden, Urkunden
Dri.Geh.Kl.Uk - Archiv Driburg, Kloster Gehrden, Urkunden
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Signatur : Dri.Geh.Kl.Uk Kloster Gehrden, Urkunden

Name : Kloster Gehrden, Urkunden

Beschreibung :

Einleitung :

Als unmittelbar nach der Aufhebung des Benediktinerinnenklosters Gehrden im Jahre 1810 die Klosterdomäne an den Grafen von Bocholtz verkauft wurde, wurde dem neuen Eigentümer auch das Archiv des Klosters ausgehändigt. Allerdings scheinen schon damals diejenigen Teile, die sich auf das innere bzw. religiöse Leben bezogen, größtenteils dem Archiv entnommen worden zu sein. Sie befinden sich heute im Staatsarchiv Münster, im Archiv des Studienfonds Paderborn, in der Erzbischöfl. Akadem. Bibliothek in Paderborn und im Erzbistumsarchiv Paderborn. Auch das Staatsarchiv Wolfenbüttel verfügt über Archivalien Gehrdener Provenienz.

Der neue Eigentümer erhielt in erster Linie diejenigen Archivalien, die sich auf die Grundherrschaft des Klosters bezogen und damit die erworbenen Ländereien und Rechte betrafen. Als das Klostergut 1826 vom Grafen von Bocholtz an Caspar Heinrich von Sierstorpff veräußert wurde, ging auch das Archiv einschließlich des Gehrdener Kopiars an den Erwerber. Allerdings verblieben dem Grafen von Bocholtz 13 Urkunden (1249-1812) und 21 Akten, die sich heute im Archiv Hinnenburg befinden.

Der Hauptbestand des Klosterarchivs ist heute damit Teil des Archivs des Grafen von Oeynhausen-Sierstorpff in Bad Driburg und umfaßt in der Hauptsache die grundherrliche Überlieferung des Klosters.

Bei den Urkunden handelt es sich um einen Restbestand, der zudem meistens aus Abschriften besteht. Weitere 27 Urkunden der Jahre 1136 - 1734 befinden sich im Staatsarchiv Münster, 13 Urkunden der Jahre 1249 - 1812 im Archiv des Grafen von der Asseburg auf der Hinnenburg. Im Driburger Archiv befindet sich auch das sogenannte Gehrdener Kopiar (Nr. 77), das Abschriften von Gehrdener Urkunden von der Gründung bis ins 16. Jahrhundert enthält.

Die originalen Urkunden betreffen meist wirtschaftliche und rechtliche Fragen, u.a. das Lehen der von Münchhausen zu Bevern, aber auch kirchliche Angelegenheiten wie die Wahl der Äbtissin und die Weihe der Pfarrkirche zu Dalhausen.

Unter den 15 Pergamenturkunden ist hervorzuheben die älteste von 1207, die im Westfälischen Urkundenbuch nach einer Abschrift abgedruckt ist.

Der Bestand ist zu zitieren:

Die Urkunden lagern derzeit im Archiv des Grafen von Oeynhausen-Sierstorpff in Bad Driburg und sind zu bestellen und zu zitieren: Dri.Geh.Kl.Uk, Nr. ...

Münster im Dezember 2000

Dr. Wolfgang Bockhorst

Umfang : 0,50 lfm.



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