Vereinigte Westfälische Adelsarchive e.V.
Hin Hinnenburg
Hin.N.Uk - Menzel, Urkunden
Hin.N.Uk - Archiv Hinnenburg, Menzel, Urkunden

1505 Januar 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Gerhardus Smet" und "Hermannus Ludengher gen. Ruberch", Konrektoren des Altars Unser Lieben Frau und der heiligen drei Könige vor dem Chor in der Nikolaikirche zu Rüthen (Ruden), einigen sich mit "Thonies" und "Johann van Berninchusen" zu Menzel (Mensele) wegen der rückständigen Rente aus ihren Anteilen an den Zehnten zu Meeste und Meiste (Meste unde Myste) vor Rüthen, die wegen Misswachs und Fehde aufgelaufen war. Sie quittieren nun über die Zahlung des Rückstandes seit Herrn "Herman Nolten" Tod. "Hermannus Ludengher" siegelt.
Zeugen: Herr "Johan Rikemecker", "Ffolpert van Bruwerdinchusen", alter Bürgermeister, und "Johan Ruberch", Richter zu Rüthen. (Regest)


Altsignatur : gestr. IX; N. 34.

Siegelkommentar : Hermannus Ledengher (Umschrift unleserlich; Bild: abwärts gerichteter Pfeil mit jeweils 2 Sternen auf den Seiten).

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, aufgedrücktes, papiergedecktes Siegel.




1508 September 25 {am mantag naich sanct Mauritius}
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Herman", Erzbischof zu Köln, Erzkanzler durch Italien unf Kurfürst, Herzog zu Westfalen und Engern, Administrator zu Paderborn, belehnt den "Thonis von Berninghusen" mit dem großen zehntfreien Hof zu Menzel (Mensel) genannt "Langstrothoff" mitsamt der dortigen Schaftrift, wie er dieses Gut von "Otto Hachtmeister", Drost zu Wiedenbrück (Wydenbrugge), gekauft hat. Der Aussteller siegelt.
Zeugen: "Johan von Koingstorff", Amtmann zu Altenahr (Aldenaer), "Peter von Laensteyn" und "Wernher Hase", Erbtürwärter. (Regest)


Altsignatur : N. 2

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel ab.




1508 September 25 {am maindaghe na sunte Mauritius dage}
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Otto de Hachmester" und seine Söhne "Hermann" und "Georgen" verkaufen dem "Thonyssz van Berninchuysen" und dessen Frau "Anna" ihren großen zehntfreien Hof zu Menzel (Mensell), genannt "der van Langstrot hoiff", mit der Schaftrift daselbst, gelegen im Kirchspiel Altenrüthen (olden Ruyden). Die Verkäufer leisten Verzicht. Da es sich bei dem Hof und der Schaftrift um ein Lehen des Erzbischofs von Köln handelt, haben die Verkäufer dieses Lehen aufgelassen und den Erzbischof um Belehnung des Käufers gebeten, was auch geschehen ist. Die drei Verkäufer siegeln. Auf ihre Bitten siegeln weiter Ritter "Goedert Ketteller" und "Johann Hoeberch". (Regest)

Altsignatur : Paquet sub lit. C N. 4 Mentzel ad loculum primum.

Siegelkommentar : 1. Otto de Hachtmester (Umschrift: S' CORT [!] DE HACHTMESTER; Bild: doppelter Sparren mit aufgesteckten Federn, darunter Helm), 2. Hermann de Hachtmester (Umschrift: S' HERM..... HACHTMESTER; Bild: wie 1.), 3. Georg de Hachtmester (Rest), 4. Gottfried Ketteler (Rest), 5. Johann Hoberg (Rest; Bild: Helm).

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., 5 anh. Siegel.




1509 August 18 {am saterstage sanct Helenen tage}
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Philips", erwählter und bestätigter Erzbischof zu Köln, Erzkanzler durch Italien und Kurfürst, Herzog zu Westfalen und Engern, belehnt "Thonys von Berninchusen" mit dem großen zehntfreien Hof zu Menzel (Mensell) genannt "Langstroethoeff" mitsamt der Schaftrift. Der Aussteller siegelt.
Zeugen: "Johann von Breitpach", Ritter, "Peter von Lainsteyn" und "Werner Hase", Erbtürwärter. (Regest)


Altsignatur : N. 3.

Siegelkommentar : Erzbischof Philipp zu Köln (Umschrift: S' PHIl[IPPI] DEI GRA[TIA] EL[E]CTI C...; Bild: Wappen Daun auf Kölner Schild).

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel.




1517 Oktober 26 {am mondage naich sanct Severins dage}
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Herman", Erzbischof zu Köln, Erzkanzler durch Italien und Kurfürst, Herzog zu Westfalen und Engern, belehnt "Thonis von Bernighuszen" mit dem großen zehntfreien Hof zu Menzel (Mensell) genannt "der von Langstrott hoeff" mitsamt der Schaftrift. Der Aussteller siegelt.
Zeugen: "Johan Schungel", Amtmann zu Arnsberg, "Werner Hasze" und "Vincentius Heseler", Türwärter. (Regest)


Altsignatur : N. 4; 24.

Siegelkommentar : Hermann Erzbischof zu Köln (Rand beschädigt; Bild: Wappen Wied auf Kölner Schild).

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel.




1541 Oktober 18 {am dinstag nach Galli}
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Herman", Erzbischof zu Köln, Erzkanzler durch Italien und Kurfürst, Herzog zu Westfalen und Engern, Administrator zu Paderborn, belehnt auf dem Lehnstag zu Arnsberg, der wegen der "Rodenberger" Lehen abgehalten wird, den "Johan von Berningkhuisen" zu Menzel zugleich auch für seinen Bruder "Thonisz" mit dem "Steinenhuisz" zu Menzel samt Zubehör, der Wüstung "Elingkhuisen" und dem Zehnten, wie diese Güter ihr + Großvater von den "vom Rodenberge" gekauft und zu Lehen getragen hat. Weiter belehnt er ihn mit den drei Teilen des Zehnten zu Meeste und dem halben Zehnten zu Meiste (Miste). Der Aussteller siegelt.
Zeugen: Dr. "Bernhart vom Hagen", Kanzler und Rat sowie Dompriester zu Köln, und "Themo von Hoerde", Amtmann zu Hirschberg (Hirtzberg). (Regest)


Altsignatur : N. 5.

Siegelkommentar : Siegel des Erzbischofs.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel.




1541 Oktober 18 {am dinstage nach Galli}
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Herman", Erzbischof zu Köln, Erzkanzler durch Italien und Kurfürst, Herzog zu Westfalen und Engern, Administrator zu Paderborn, belehnt auf dem Lehnstag zu Arnsberg den "Johan von Beringhusen" zugleich auch für seinen Bruder "Thonnisz" mit dem großen zehntfreien Hof genannt der von "Langstrott hoeff" zu Menzel (Mensell) samt der Schaftrift. Der Aussteller siegelt.
Zeugen: Dr. "Bernhardt vom Hagen", Kanzler und Rat sowie Propst, und "Themo von Hoerde", Rat und Amtmann zu Hirschberg (Hyrtzbergh). (Regest)


Altsignatur : N. 6.

Siegelkommentar : Siegel wie Nr. 14.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel.




1549 August 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Brüder "Gerhardt", Vikar zu Geseke, und "Johan Greve", "Thrine", "Johans" Frau, sowie "Bernhardt Bertram", Bürger zu Geseke, und seine Frau "Anna", Schwester der Brüder "Gerhardt" und "Johan Greve", alle drei Kinder des "Johan Greve" und Erben des "Hunold Greve", übertragen dem Dr. jur. "Bernhart vom Hagen", Propst zu St. Andreas und kurkölnischer Kanzler, alle Rechte an dem Haus und dem großen Hof zu Menzel (Menszell), wie diese ihr + Großvater "Hunold Greve" von dem Ritter "Ludeke von der Mölen" gekauft hatte. Die Verkäufer leisten Verzicht vor "Johan Ryssinch", Richter zu Geseke, und bitten Erzbischof Adolf zu Köln als Lehnsherrn des Gutes um seine Zustimmung zu dieser Übertragung. Der Erzbischof stimmt zu und siegelt mit seinem Sekret. Auf Bitten der Verkäufer siegelt der Richter "Johan Ryssingh".
Zeugen: Herr Dr. "Conradt Orth", Dechant zu St. Georg in Köln, "Petter Mattencloit", Priester, und "Caspar von Dorlar gen. Deckher". (Regest)


Altsignatur : gestr. N. 36; Num. 14; Paquet sub lit. C N. 5 Mentzell ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Abschrift, Papier.




1549 Oktober 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Bernhardt vom Hagen", Dr. der Rechte, Propst und kölnischer Kanzler, gibt dem "Thonies vonn Berninckhusen" Nachricht, dass + "Ermfridt von der Möllen" dem + "Lüdeke von Hemerde" seinen großen Hof zu Menzel (Mensel) mit dem Recht des Rücklösung versetzt hatte. Da sich der Hof nun im Besitz des Adressaten und seiner Verwandten befinde, dem Aussteller aber die Erbgerechtigkeit der "von der Möllen" zustehe, kündigt der letztere nun zu Cathedra Petri die Rücklösung an und erwartet, dass die Pfandinhaber an diesem Termin in Rüthen die Pfandsumme in Empfang nehmen. Sollten sich die Pfandinhaber weigern, wird die Pfandsumme an gebührlichen Stellen hinterlegt und der Hof dennoch gelöst. Der Absender siegelt. (Regest)

Altsignatur : Gestr. N. 18; N. 35.

Siegelkommentar : Bernardt vom Hagen (Bild: Jakobsmuschel).

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, Unterschrift, aufgedrücktes, papiergedecktes Siegel.




1553 November 28
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Adolff", Erzbischof zu Köln, Erzkanzler durch Italien und Kurfürst, Herzog zu Westfalen und Engern, belehnt den "Thonies von Berninckhusen" zu Eickelborn (Eickelnborn), der zuvor gemeinsam mit "Jost von Berninckhusen", dem Sohn seines Bruders "Johan", belehnt worden war, nach dem Tod seines Neffen allein mit dem steinernen Haus zu Menzel (Mensel), der Wüstung "Ellinghusen" und dem Zehnten, wie diese Lehen der Großvater des "Thonies" gekauft und von den "von Rodenberg" zu Lehen getragen hat, sowie weiter mit den drei Teilen des Zehnten zu "Meeste" und dem halben Teil des Zehnten zu Meiste (Miste). Der Aussteller siegelt.
Zeugen: "Henneke Schungel", Landdrost in Westfalen, "Philips von Horde" zu Boke (Böcke), und "Wilhelm freyherr von Schwartzberg", Türwärter. (Regest)


Altsignatur : N. 7.

Siegelkommentar : Siegel beschädigt.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel des Erzbischofs.




1553 November 28
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Adolff", Erzbischof zu Köln, Erzkanzler durch Italien und Kurfürst, Herzog zu Westfalen und Engern, belehnt den "Thonies von Berninckhusen" zu Eickelborn (Eickelnborn), der zuvor gemeinsam mit "Jost von Berninckhusen", dem Sohn seines Bruders "Johan", belehnt worden war, nach dem Tod seines Neffen allein mit dem großen zehntfreien Hof gen. "der von Langenstrat hoff" zu Menzel (Mensel) mitsamt der Schaftrift. Der Aussteller siegelt.
Zeugen: "Hennecke Schungel", Landdrost in Westfalen, "Philips von Horde" zu Boke (Bocke), und "Wilhelm freyherr von Schwartzberg", Türwärter. (Regest)


Altsignatur : N. 8; N. 85.

Siegelkommentar : Siegel beschädigt.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel.




1558 November 28
Permalink der Verzeichnungseinheit

Zwischen den Brüdern und Vettern "Caspar" und "Rembert" einerseits und "Georg" und "Arndt von Schorlemer" ist ein Streit entstanden wegen "Arndts" Absicht, hart neben Hellinghausen vor dem Bruch bei "Rembert von Schorlemers" Hopfengarten ein Gebäude zu errichten. Die Brüder "Caspar" und "Rembert von Schorlemer" sind auch deswegen gegen den Bau, weil sie in der Heide und Weide mit zwei Teilen, "Arndt" und seine Brüder dort aber nur mit einem Teil berechtigt sind und sie Nachteile in der Nutzung befürchten. Dieser Streit ist nun von "Alhardt von Hörde" zu Störmede und "Anthonies von Beringhusen" als Verwandte und Schiedsrichter in folgender Weise beigelegt worden:
"Caspar" und "Rembert" sollen "Arndt" die Errichtung des Baues erlauben. Dafür soll dieser versprechen, sein Vieh nicht auf die zu den drei Häusern Hellinghausen und Herringhausen gehörige gemeine Hude und Weide zu lassen, sondern nur sein Vieh durch diese Weide zu seinen eigenen Kämpen und Äckern treiben zu lassen. Der Bau soll so errichtet werden, dass "Caspar" und "Rembert" in ihren Ländereien in keiner Weise beeinträchtigt werden. Der Weg bei dem neuen Gebäude soll beiden Parteien offen stehen. Sofern ein Tor oder eine Hecke davor gezogen wird, soll jede Partei einen Schlüssel erhalten, um zu Holz fahren zu können. "Georg von Schorlemer" verpflichtet sich, seinen Bruder "Arndt" wegen seines Anteils an der Hude gebührend zu entschädigen. Die Entschädigung sollen zwei Personen vom Adel und zwei Hausleute festlegen. Als Bürgen dafür, dass er und seine Erben die Hude nicht weiter gebrauchen will als nur zum Durchtreiben des Viehs, hat "Arndt" den Brüdern "Caspar" und "Rembert" den "Alhardt von Hörde" und "Thönies von Berinckhuesen" gesetzt. Die Bürgen verpflichten sich, im Schadensfall auf Mahnung mit jeweils drei Pferden in Lippstadt (Lippe) Einlager zu halten. Die Bürgen sowie die von Schorlemer siegeln und unterschreiben.
Geschehen in der Pfarrkirche zu Hellinghausen. (Regest)


Altsignatur : gestr. L N. 4; Paquet sub lit. Ff N. 3 Mentzel ad loculum ultimum.

Allgemeine Formalbeschreibung : 2 Abschriften, Papier.




1561 April 12 {sambstag nach Oisteren}
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Dietherich Sluen", Bürger zu Lippstadt (Lippe), und seine Frau "Anna" verkaufen dem "Jorgenn vonn Schorlemer" zu Hellinghausen ihr freies Gut zu Glashem (Glassem) im Gogericht und Kirchspiel Erwitte mit der Hovesaat, das derzeit "Johann Loiszman" zu Erwitte in Meierstatt unterhat. Die Verkäufer leisten Verzicht vor dem Gografen zu Erwitte. Der Gograf "Johan Droste" zu Erwitte siegelt.
Standgenossen: "Hinrich Schutte" und "Coirt Hilfordinck". (Regest)


Altsignatur : Gestr. Num. 6; Paquet sub lit. Bb N. 3 Mentzel ad loculum ultimum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel ab.




1561 August 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Johan Gebhardt", erwählter und bestätigter Erzbischof zu Köln, Erzkanzler durch Italien und Kurfürst, Herzog zu Westfalen und Engern, belehnt "Thonies von Berninckhaussen" zugleich auch für "Anna", die Tochter seines + Brudersohns "Joist von Berninckhaussen", mit dem steinernen Haus zu Menzel (Mensell), der Wüstung "Ellinghaussen" und dem Zehnten, wie diese Lehen der Großvater des "Thonis" gekauft und von den "von Rodenberg" zu Lehen getragen hat, sowie weiter mit den drei Teilen des Zehnten zu "Meeste" und dem halben Teil des Zehnten zu Meiste (Miste). Der Aussteller siegelt.
Zeugen: "Georg von der Leyen", Hofmeister, Amtmann zu Andernach, "Gerdt von Meschede" zu Alme und "Dietherich von Meschede", Türwärter. (Regest)


Altsignatur : N. 9.

Siegelkommentar : Siegel beschädigt, oberer Teil abgebrochen.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel.




1563 November 2
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Ludolff von Landsperg" zu Erwitte hat etliche Gehölze oberhalb des "Ossenkamps" genannt das Landsberger Holz mit anderem Grund geerbt und das Gehölz zusammen mit seinem + Vetter durchforsten lassen (zu fruchtbahren bäumen auffschleuchtern lassen). Nun beanspruchen "Tonies von Beringhausen" zu Eickelborn und "Herman Pentling" in diesem Wald das Huderecht, was aber von "Landsperg" bestritten wird. Dieser Streit wird nun durch Vermittlung des "Johan Droste" zu Erwitte in der Weise beigelegt, dass "Landsperg" den Forst wie bisher nutzen soll, doch sollen zur Mastzeit alle drei Parteien den Wald in gleicher Weise gebrauchen. Den Hirten soll "Landsperg" allein bestimmen und bezahlen. Der Hirte hat darauf zu achten, dass die Samtschweine nicht aus dem "Landtsbergs" Holz in die Masthölzer der anderen Parteien gelangen. Die Nachmast sollen "Beringhausen" und "Pentling" allein haben. "Johan Droste", Gograf zu Erwitte, und die drei Vertragspartner siegeln. (Regest)

Altsignatur : Paquet sub lit. Ff Mentzel ad loculum ultimum.

Allgemeine Formalbeschreibung : 2 Abschriften, Papier.




1564 Mai 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Goerth von Schorlemer" zu Hellinghausen (Hellinckhusen) verkauft Herrn "Johan Menge", Propst, "Gerdruth Meiberg", Frau, und "Cathrineke Plettenberg", Kellnerin des Stifts St. Walburgis in Soest, eine Rente von sechs Talern, die jährlich an Pfingsten aus seinem Anteil an der Zehntlöse zu Lohne (Loen) zu zahlen ist. Der Aussteller behält sich den Rückkauf der Rente für 100 Taler vor und setzt als Bürgen "Johan Bettinckhus" im Osthofen, Kämmerer zu Soest. Der Aussteller siegelt zusammen mit "Hinrich Sluter", weltlicher Richter zu Soest.
Zeugen: "Johan von Schorlemer", Bastard zu Overhagen, und "Jorgen Velherinck", Bürger zu Soest. (Regest)


Siegelkommentar : 1. Georg von Schorlemer, 2. Heinrich Schlüter.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., 2 anh.Siegel.




1572 Juli 4
Permalink der Verzeichnungseinheit

Im Streit um die Samthude zwischen den Dörfern Menzel (Mensell) und Weickede (Weykede) sind die beiderseitigen Erbherren "Thonnies vonn Beringhauszen", Drost zu Rietberg, "Henrich Wedeman", Bürgermeister zu Rüthen (Rhuden), und die Vögte des "Herman von Pentlinck" zu Hilbeck als Kläger sowie des weiteren "Johan Droste", Gograf zu Erwitte, "Ludolff von Lanszberg" zu Erwitte, "Johan von Weigh", Rietbergischer Sekretär, "Johan Hoffman", Rentmeister zu Rietberg, "Evert Grone", Vogt zu Eiden (Eyden), "Johan Grothe", "Gerlach" und "Frrederich Bertram", Bürger zu Geseke, namens der von Weickede als Beklagte erschienen. Anwesend ist weiter "Clawes Rham", Richter und Gograf zu Rüthen, weil die Zitation vom Gericht zu Werl erlassen wurde. Um nun die Schnade zwischen Menzel und Weickede anzuzeigen, sind folgende alte fromme Männer geladen worden: "Kersting Nuesze" zu Berge, "Cordt Sithoff", "Johan Puister", "Plasz Johan", "Herman Dailhoff" zu Westereiden, "Berndt" und "Johan Becker", "Peter Lange", "Cordt" und "Helmich Schepfer" zu Hoinkhausen (Höinghauszen). Diese Personen sind die Schnade abgeschritten, beginnend "ahn desz Vosses lande, ahn der oistersiden des brokes gelegen, hindurch dasz gehöltze bisz uf de stumpelen boken boven der kirchen hoeghe zu Berge stehendt, folgents uber der Vösse unndt Messchede hoegge bis in desz verloren holtz uf einen crueszen eickbom, so abgezeignet, ferner durch erdachts verloren gehöltze boven Lanszbergs boickholtze hero bisz uff de depen sypen". Die Erb- und Eigentumsherren von Weickede fordern daraufhin den Richter auf, sie in der Possession der Hude zu schützen, bis die Menzeler einen besseren Beweis führen können. Die von Menzel wollen aber den Prozess in Werl nicht aufgeben, wogegen die von Weickede protestieren.
Unterschrift des apostolischen und kaiserlichen Notars "Petrus Melies". (Regest)


Altsignatur : Num. 30; Paquet sub lit. E N. 6 Mentzel ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Abschrift des Notars "Godefridus Mus", Papier.




1573 Dezember 8
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Volpart (von) Bruwerdinckhusen", Bürger zu Soest, und seine Frau "Anna" verkaufen unwiderruflich dem "Johan von Lonn", Bürgermeister zu Rüthen (Ruden), und dessen Frau "Gerdruth" ihren Erbhof zu Menzel (Mensel), den derzeit "Peter Koene" unterhat, wie der Verkäufer ihn in der brüderlichen Erbteilung erhalten hat. Der Aussteller siegelt. Mit ihm siegelt "Clasz Rhamme", Richter, mit dem Schöffensiegel.
Zeugen: "Tilman Rikemecker", Bürgermeister, "Joannes Rechelman", Sekretär in Rüthen. (Regest)


Altsignatur : Num. 19; Paquet dub lit. C N. 6 Mentzell ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Abschrift des Notars "Johannes Lutter", Papier.




1584 März 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Arnoldt vhon Berninckhauszen" zu Eickelborn verpfändet dem "Herman vhon Penthlinck" zu Hilbeck und dessen Frau "Anna" geb. "vhon Berninckhauszen", seinem Schwager und seiner Base (whasen), seinen Anteil an den beiden Höfen zu Kellinghausen (Kellinckhauszen) im Gogericht Rüthen und Kirchspiel Altenrüthen (olden Rhuden). Der Aussteller behält sich die Ablösung jährlich an Martini für 250 Goldgulden in gutem grobem Silbergeld, wie dies in Rüthen gängig ist, vor. Mit dem Aussteller siegelt "Johan Prange", Richter zu Rüthen. (Regest)

Altsignatur : N. 15; Paquet sub lit. C N. 7 Mentzel ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, 2 anh. Siegel ab.




1591 Februar 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Wennemahr von Aschebroick", Domkellner zu Münster, "Dietherich Knippinck", Drost zu Hamm, "Georgh Dücker" zu Mellen und "Johan von Aschebroick" zu Soest, Vormünder der nachgelassenen minderjährigen Kinder des "Arnoldt von Berninghausen" zu Eickelborn und der "Agnes von Aschebroick", einigen sich mit "Herman von Pentlingk" zu Hilbeck und dessen Frau "Anna von Berninghauszen" wegen der Schulden, die die Eltern ihrer Pflegekinder bei ihnen gemacht haben. Die Schulden belaufen sich auf 1600 Rtl., für die Renten in Form von Korn und Geld zu zahlen sind. Da es den Pflegekindern schwer fällt, die Kornrente zu entrichten, wird nun festgelegt, dass je 100 Rtl. ein Zins von 6 Rtl. gezahlt wird, insgesamt damit jährlich 96 Rtl. Die Zahlung erfolgt zu Cathedra Petri aus den Gütern der Pflegekinder zu Eickelborn, Bettinghausen, Schoneberg, Waltringhausen und Menzel, weiter aus dem hohen Gehölz genannt "die Gülde" bei Nettelstädt und den Anteilen am Meister, Meester und "Elincker" Zehnten. Den Pflegekindern bleibt der Rückkauf der Rente vorbehalten. Mit den Ausstellern siegelt "Niclaesz Rahm", Lizentiat der Rechte und Offizial des geistlichen Hofgerichts zu Werl. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Abschrift des Notars "Joannes Wülner", Papier.




1592 März 9
Permalink der Verzeichnungseinheit

Sämtliche Brüder und Vettern "von Schorlemer" zu Herringhausen, Hellinghausen und Overhagen einigen sich über das ungebührliche Holz hauen in ihren Samthölzern. Hinfort soll in den Samthölzern niemand Holz hauen oder roden, es sei denn, man habe zuvor geteilt und alle Junker zugestimmt, bei Strafe von 100 Goldgulden, halb dem Kurfürsten und halb den Klägern. Sollte jemand bei diesem unrechten Tun angetroffen werden, sollen den anderen "wagen und pagen" verfallen sein. Von diesem Vertrag erhält jedes Haus eine Ausfertigung. Unterschriften von "Joist von Schorlemer" und "Henrich von Schorlemer" zu Hellinghausen und "Moritz von Schorlemer" und "Adam Johan von Schorlemer" zu Hellinghausen. (Regest)

Altsignatur : N. 43; Paquet sub lit. Ff N. 2 Mentzel ad loculum ultimum.

Allgemeine Formalbeschreibung : 2 Abschriften, Papier.




1593 April 6
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Dietterich vonn Bucholtz" und seine Frau "Elsbett vonn Horde" zu Störmede entlassen den "Bartoltt Gerffen" von Mönninghausen (Monnickhusen) in der Herrschaft Hörde aus der Leibeigenschaft. Der Aussteller siegelt. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel ab.




1596 August 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Vor "Hinricus Sachteleben", Notar und Gerichtsschreiber zu Lippstadt, erscheint "Anna geb. von Berninckhausen", Witwe des "Arndt von Schorlemer" zu Hellinghausen, und bestimmt ihren letzten Willen. Sie erklärt, dass sie ihrem Sohn und Kindern die väterlichen Schorlemerschen Güter in gutem Zustand eingeräumt habe, sich aber ihre elterlichen "Berinckhausischen" Güter vorbehalten habe. Damit nun unter den Kindern kein Zank entsteht, verordnet sie, dass nach ihrem Tod zuerst dem Süsternhaus zu Lippstadt ein Malter Hartkorn gegeben werden soll. Dann soll ihr Sohn "Heinrich" ihren Anteil am Hof des "Steffan Rade" erhalten. Ihr Sohn "Meffertt" erhält ihren Anteil am Haus Eickelborn mit allem Zubehör, den Hof zu Bettinghausen, den ihr Vater gekauft hat und "Christopher Lemeke" unterhat, und den Hof zu "Berler". Ihr dann noch vorhandener Nachlass soll zu gleichen Teilen an ihre Söhne "Heinrich", "Meffertt" und "Jobst" gehen. Ihr Sohn "Joachim" und ihre Tochter Jungfer "Gordt" sollen von den von ihr hinterlassenen Gütern vollständig enterbt sein, weil sie sich ihr gegenüber stets widerwillig gezeigt hätten und ihr Sohn "Joachim" sie übel behandelt und einmal so niedergeschlagen habe, dass man sie für tot gehalten habe. Doch sollen die beerbten drei Brüder der Schwester "Gordt" 40 Rtl. und dem Bruder "Joachim" ein Pferd im Wert von 40 Rtl. einmalig geben. Sie empfiehlt schließlich ihren Söhnen "Heinrich" und "Meffertt" die Sorge um die von ihren + Söhnen "Themme" und "Jurgen" hinterlassenen natürlichen und unmündigen Kinder, "dasz sie achter landes nicht lauffen mugen". Der Notar und die Zeugen unterschreiben.
Zeugen: "Jost Mellies", Stadtamtmann, "Johan Kleinschmitt", "Thönies Mellies", "Johan Frissche", "Johan Vorwerck", "Andreisz Bureick" und "Hinrich Hanewinckell", Bürger zu Lippstadt. (Regest)


Altsignatur : gestr. N. 63; N. 39; Paquet sublit. G N. 1 Mentzel ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., Unterschriften, Signet des Notars (Bild: aus Baumstumpf sprießendes Kleeblatt).



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