Vereinigte Westfälische Adelsarchive e.V.
Hin Hinnenburg
Hin.N.Uk - Menzel, Urkunden
Hin.N.Uk - Archiv Hinnenburg, Menzel, Urkunden

1606 Mai 1 {Kalendis Maii}
Permalink der Verzeichnungseinheit

Papst Paul V. erteilt "Johannes Hugenpot" und "Anna Berninckhausen", die im dritten Grad miteinander verwandt sind, die Dispens zur Verehelichung. (Regest)

Altsignatur : 336.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Bleisiegel an Hanffäden.




1610 Juni 8
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Anthon von Berninckhausen" zu Eickelborn und seine Frau "Anna von Schorlemer" verkaufen dem "Anthon vonn Loen", Bürgermeister der Stadt Rüthen (Rüden), und dessen Frau "Johanna" eine jährliche Rente von 18 Rtl. aus ihren Anteilen an den beiden Höfen "Gerckhen" und "Jurgen Rubergh" zu Menzel. Die Rente ist jährlich an Pfingsten durch die Kolonen in Rüthen zu liefern. Den Verkäufern bleibt die Ablösung der Rente mit 300 Rtl. vorbehalten. Zum Unterpfand setzt der Verkäufer + "Herman Gercken" und "Jurgen Rubergs" Güter, siegelt und unterschreibt. (Regest)

Altsignatur : Lit. C N. 40.

Siegelkommentar : Siegel verdrückt.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., Unterschrift, anh. Siegel.




1610 Juli 28
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Anthon von Berninckhausen" zu Eickelborn verkauft auch namens seiner Frau "Anna von Schorlemer" dem "Anthon von Loen", Bürgermeister der Stadt Rüthen, und dessen Frau "Johanna Piellstickers" eine Rente von 36 Rtl., die jährlich an Jacobi in Rüthen aus seinen Anteilen an den Höfen "Jost Kellerman" zu Menzel, "Johan Visch" und "Herman Wieseman" zu Kellinghausen und den Zehnten zu Meeste und Meiste zu zahlen ist. Die Rente kann mit 600 Rtl. abgelöst werden. Der Verkäufer unterschreibt. Auf seine Bitte siegeln der Richter und die Gerichtsschöffen des Gogerichts und der Stadt Rüthen mit ihrem Schöffensiegel.
Standgenossen: "Peter Röynckh" und "Johannes Hoeffe", Bürger und Gerichtsschreiber zu Rüthen. (Regest)


Altsignatur : Lit. B.

Siegelkommentar : Siegel verdrückt. Bild: Heiliger mir vorgesetztem Rüthener Wappen.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., Unterschrift, anh. Schöffensiegel.




1613 März 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Zwischen den Brüdern "Bernhardt" und "Jobst von Schorlemer gen. Clusener" zum Brock (Bruche) einerseits und "Christian Schröder" andererseits war es zum Streit wegen des Hauses und Speichers auf der "Gosebrede" sowie wegen der Bäume, Weiden, Zäune und der Besserung gekommen, da die Brüder dies dem "Christan" nicht bezahlen wollten, sondern wollten, dass er alles nach seinem Gefallen abziehen solle, "Christian" aber von den kurkölnischen Räten in Westfalen über den Gografen und Richter zu Erwitte einen Befehl erhalten hatte, die Brüder zur Bezahlung anzuhalten.
Nunmehr ist zwischen beiden Parteien durch Schiedsfreunde vermittelt worden, dass die Brüder dem "Christian Schefer" für Haus, Speicher, Bäume, Weiden und alle sonstige Besserung, doch die Zäune ausgenommen, 229 Rtl. geben sollen, wovon 29 Rtl. bis kommenden Tag Philippi et Jacobi gezahlt werden sollen. Von den übrigen 200 Rtl. sind 50 Rtl. auf kommenden Michaelis, 50 Rtl. auf Fastnacht, 50 Rtl. auf Pfingsten und die letzten 50 Rtl. auf Michaelis 1614 zu entrichten. Zum Unterpfand setzen die Brüder 3 1/2 Morgen Land in 10 Stücken auf der Ostseite des Hauses auf der "Gosebrede", zwei Morgen neben der Trift "nacher dem Fineken", zwei Morgen hinter "Weimars hege" zwischen "Simons" Morgen und "Weimars hege". Sollte eine Zahlung nicht geleistet werden, kann "Christian" jeweils zwei Morgen nutzen. Dafür übernimmt "Christian", die weiteren Kinder, die auf der "Gosebrede" geboren sind, mit ihrem Kindteil abzufinden.
Schiedsfreunde waren: "Dietherich Gosens", kurkölnischer Richter zu Erwitte, "Heinrich Cunrath Burchart", Dr. der Rechte. Die Brüder "von Schorlemer" und die Schiedsfreunde unterschreiben. (Regest)


Altsignatur : gestr. N. 19; Paquet sub lit. Bb Mentzell ad loculum ultimum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, 4 Unterschriften.




1614 November 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Ferdinandt", Erzbischof zu Köln und Kurfürst, Bischof zu Lüttich und Münster, Koadjutor und Administrator der Stifte Paderborn, Hildesheim und Berchtesgaden, Fürst zu Stablo, Pfalzgraf bei Rhein, in Ober- und Niederbayern, Westfalen, Engern und Bouillon Herzog, Markgraf zu Franchimont etc., belehnt "Anthon vonn Beringhauszen" zu Eickelborn (Eickhelnbern) zugleich für "Henderich Konnigh" als Bevollmächtigten des "Johann Hugenpoth" zu Gosewinkel und des "Bernhardt vonn Münster" zu Meinhövel mit den folgenden "Rodenberger" Gütern, dem steinernen Haus zu Menzel, der Wüstung "Ellinghauszen" und dem Zehnten, wie diese Lehen "Thonisz" und "Joist von Beringhauszen" und danach "Herman vonn Pentelingh" zu Hilbeck empfangen haben, weiter mit den drei Teilen des Zehnten zu Meeste und dem halben Teil des Zehnten zu Meiste. Sämtliche Güter gehen vom Erzstift Köln zu Lehen. Der Aussteller siegelt.
Zeugen: "Caspar von Furstenbergh" zu Waterlappe und Schnellenberg, Landdrost und Droste zu Bilstein und Fredeburg, sowie "Steffen Wrede" zu Melschede, Drost zu Balve und Hofmeister. (Regest)


Altsignatur : N. 10.

Siegelkommentar : Siegel des Erzbischofs (Bild: Wittelsbacher Herzschild auf geteiltem und gespaltenem Schild mit Wappen Köln, Westfalen, Engern und Arnsberg).

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel in Holzkapsel. Unterschrift des "Pe. Hulman".




1614 November 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Ferdinandt", Erzbischof zu Köln und Kurfürst, Bischof zu Lüttich und Münster, Koadjutor und Administrator der Stifte Paderborn, Hildesheim und Berchtesgaden, Fürst zu Stablo, Pfalzgraf bei Rhein, in Ober- und Niederbayern, Westfalen, Engern und Bouillon Herzog, Markgraf zu Franchimont etc., belehnt "Anthon von Beringhauszenn" zu Eickelborn (Eickhelberenn) zugleich für "Hennderich Koningh" als Bevollmächtigten des "Johan Hugenpoth" zu Gosewinkel und des "Bernhard von Münster" zu Meinhövel mit dem großen zehntfreien Hof genannt "Langenstede hove" zu Menzel mitsamt der Schaftrift, wie diese Güter zuvor "Thonisz" und "Jobst vonn Beringhauszen" und danach "Herman von Pentelingh" zu Hilbeck besessen haben. Die Güter gehen vom Erzstift Köln zu Lehen. Der Aussteller siegelt.
Zeugen: "Caspar vonn Furstenbergh" zu Waterlappe und Schnellenberg, Landdrost und Droste zu Bilstein und Fredeburg, sowie "Steffenn Wrede" zu Melschede, Drost zu Balve und Hofmeister. (Regest)


Altsignatur : N. 11.

Siegelkommentar : Siegel des Erzbischofs (Bild: Wittelsbacher Herzschild auf geteiltem und gespaltenem Schild mit Wappen Köln, Westfalen, Engern und Arnsberg).

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel in Holzkapsel. Unterschrift des "Pe. Hulsman".




1620 Dezember 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Rembert Dieterich von Schorlemer" zu Herringhausen (Heyeringhausen), Domherr zu Hildesheim, verkauft dem "Friderich von Siegen" zu Sechten für 2000 Rtl. eine Rente von 120 Rtl., die jährlich zu Weihnachten in Lippstadt aus den Höfen und Zehnten "Krüseman" und "Osterman" zu Dinker, "Krehewinckel", "Krüseman" zu Klotingen und "Erle" zu Vellinghausen zu zahlen ist. Der Rückkauf bleibt vorbehalten. Der Aussteller siegelt und unterschreibt mit seinen Brüdern "Gottfridt Schorlemer" und "Cortt Matthias von Schorlemer". (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Abschrift, Papier.




1626 September 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Eheleute "Gerhardt Valcke von Gaehlen" zum Ermelinghof und "Anna Margretha Hugenpott" sowie die Eheleute "Wilhelm Hugenpoth" zu Gosewinkel und "Aleonora Ripperda" verkaufen unwiderruflich dem "Alhardt Jobst von Schorlemer" zu Hellinghausen das adelige Haus und Gut Menzel bei Rüthen im Kirchspiel Altenrüthen, das die Verkäufer teilweise von ihrer Mutter bzw. Schwiegermutter und teilweise von "Berndt von Münster" zu Meinhövel geerbt haben. Zum Gut gehören auch zwei Gademe in Soest bei St. Walburgis und ein Kornspeicher in der Stadt Rüthen. Alle diese Güter besaßen zuvor die "von Pentelingh". Die Verkäufer kündigen ihre Unterschriften an. "von Gahlen" und "Hugenpott" siegeln. (Regest)

Altsignatur : Paquet sub lit. C N. 8 Mentzel ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Entwurf-Perg., Unterschriften fehlen, keine Siegelspuren.




1626 Oktober 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Zwischen "Wilhelm Hugenpoet" und "Gerhardt Valke von Galen" zu Gosewinkel, Hilbeck und Ermelinghof einerseits und "Alhardt Jobst von Schorlemer" andererseits wird ein Erbkauf in der Weise verabredet, dass "Hugenpoet" und "Galen" dem "Schorlemer" ihren Anteil an den Menzelischen Gütern im Gogericht Rüthen mit allem Zubenör sowie die drei Zehnten zu Meeste, Meiste und "Elingen" überlassen haben, wofür "Schorlemer" bis Ostern 1627 3500 Rtl. zahlen will. Im Verkauf eingeschlossen sind ihre Behausung in Soest nebst zwei Gademen und ein Speicher in Rüthen sowie die Pacht vom Gut Menzel für 1626, wogegen der Käufer zu Gunsten der Verkäufer auf alle Ansprüche am Hof zu "Berler" verzichtet. Mit den Verkäufern und dem Käufer unterschreiben diesen vorläufigen Kaufbrief "Philips Georg v. Schorlemer", "A. Berninghausen", "Rab Otto von Schorlemer". (Regest)

Altsignatur : N. 4; Paquet sub lit. C N. 9 Mentzel ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, Unterschriften.




1627 Januar 1
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Alhardt Jobst von Schorlemer" leiht von "Wernerus Rump", Bürgermeister der Stadt Geseke, 100 Rtl., die ihm in Gegenwart von "Henrich Furstenbeg" ausgezahlt worden sind. Das Geld ist mit Zustimmung des Vormunds des Ausstellers, "Reinhardt von Bucholtz", für den Kauf dem "Wilhelm von Hugenpoet" ausgehändigt worden. Anstelle einer Pension erhält der Gläubiger die vier Schuldschweine, die "Vische" und "Happe" zu Kellinghausen jährlich zu zahlen haben. Diese beiden Höfe werden zum Unterpfand gesetzt. Der Aussteller und sein Vormund siegeln und unterschreiben. (Regest)

Siegelkommentar : 1. Bocholtz, 2. Schorlemer.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, 2 aufgedrückte, papiergedeckte Siegel, Unterchriften.- Darunter Quittung des "Johan Duneke" vom 22. Oktober 1745 über die Rückzahlung des ihm von den Erben "Epping" abgetretenen Kapitals durch Rentmeister "Muncker" namens der Freifrau "von der Lippe" zu Vinsebeck als Erbin ihres + Bruders zu Niederhellinghausen.




1627 April 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Anthon von Berninckhausen" zu Eickelborn hat zum Ankauf der "Hommelte" zu Eickelborn von den Eheleuten "Johan Wilhelm von Bergheimb" und "Goda geb. von Erwitte" 600 Rtl. geliehen und verspricht, diese Summe mit einem Zins von 6 % auf künftigen Michaelis zurückzuzahlen. Falls die Rückzahlung zu diesem Termin nicht erfolgt, soll das Kapital weiter mit 6 % verzinst werden. Ankündigung von Unterschrift und Petschaft. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Abschrift, Papier. Darunter Quittung des "Joachim Johan Georgh von Arnimb" über die Teilrückzahlung von 300 Rtl. durch Herrn "von Schorlemer" zu Eickelborn in Anwesenheit von Herrn "von Gahlen" und Dr. "Rive" am 23. Juli 1691.




1627 September 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Alhard Joist von Schorlemer" verkauft dem "Caspar Kleinsorgen", Kämmerer der Stadt Rüthen, für 500 Rtl. eine Rente von 35 Mudde Korn, halb Roggen und halb Gerste, Rüthener Maßes aus seinem Anteil am Zehnten zu Meiste. Der Aussteller unterschreibt und siegelt. (Regest)

Altsignatur : N. 3.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, aufgedrückte Petschaft, Unterschriften des Ausstellers und des "Philips Georgh v. Schorlemer". Darunter: 1668 Januar 16 Da der Zehnte zu Meiste als Mitgift an den Oberjägermeister "Gaudenz von Weix" gegeben wurde und die Witwe "Kleinsorgen" ihre Kornrente nicht mehr erhalten hat, ist nun unter Vermittlung des "Anthon Bergh", kurfürstl. Richter zu Rüthen, und Dr. jur. utr. "Wilhelm Steinfurth" vereinbart worden, dass für je 100 Rtl. Kapitalschuld sechs Müdde Hartkorn zu entrichten sind, und zwar von "Johan Bolte", Schulte zu Menzel, 18 Müdde und von "Berndt Siverts gen Gorteman" zu Menzel 12 Müdde, insgesamt 30 Müdde Hartkorn, halb Roggen und halb Gerste. Es unterschreiben: Ludolph Jobst v. Schorlemer", "Gerhardt Kleinsorgh" wegen seiner Mutter, die Vermittler und der Notar "Ludolphus Bergh".




1629 Dezember 8 {in die Conceptionis Marie}
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Manfrith von Schorlemer" zu Hellinghausen verkauft dem "Alhardt Jobst von Schorlemer", dem Sohn seines + Bruders "Joachim von Schorlemer", für 10 000 Rtl. unwiderruflich seinen adeligen Sitz auf der Hellinghauser Heide mit allem Zubehör einschließlich der Lehen vom Dompropst zu Köln. Ausgenommen sind sein Haus und Hof in Lippstadt und drei Morgen Weideland vor Lippstadt, die er sich auf Lebenszeit vorbehält. Vom Kaufpreis hat der Käufer 5000 Rtl. zu zahlen, die übrigen 5000 Rtl. aber landesüblich zu verzinsen. Nach des Verkäufers Tod sollen die Rente und das Kapital erledigt sein. Auch die ersten 5000 Rtl. sollen dann an den Käufer fallen. Der Aussteller unterschreibt und siegelt. Mit ihm unterschreiben und siegeln der Käufer, "Adam Rhutger von Hörde" und "Werner Rump". (Regest)

Altsignatur : gestr. N. 64, 51; Paquet sub lit. G N. 2 Mentzel ad loculum primum.

Siegelkommentar : 1. Manfred von Schorlemer, 2. Alhard Jobst von Schorlemer, 3. Adam Rotger von Hörde, 4. Werner Rive (Bild: Sparren, darüber W R).

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, 4 aufgedrückte, papiergedeckte Siegel, Unterschriften der Siegler und des Notars "Henrich Furstenbergh".




1629 Dezember 9
Permalink der Verzeichnungseinheit

Vor dem Notar "Henricus Furstenbergh" erscheint "Manfridt von Schorlemer" zu Hellinghausen und zeigt an, dass er vor etlichen Jahren eine Magd und Köchin namens "Agnes" bei sich gehabt habe, mit der er vier Kinder mit Namen "Arndt", "Kasper", "Enneke" und "Anna Catharina" gezeugt habe, die er als seine natürlichen Kinder angenommen und auferzogen habe. Damit diese Kinder nach seinem Tod versorgt sind, vermacht er ihnen zusammen 4500 Rtl. Von diesem Geld soll der älteste Sohn "Arnoldt" 2000 Rtl. erhalten, "Caspar" 1000 Rtl., das kleinste Mädchen "Enneke" 1000 Rtl. und "Anna Catharina" 500 Rtl. Seine Exekutoren "Werner Rump" und "Henrich Kale", Bürgermeister zu Lippstadt bzw. Geseke, sollen die Gelder auszahlen. Sollte ein Kind Streitigkeiten anfangen und sich ungebührlich verhalten, verliert es seinen Erbanteil an die anderen Kinder. Die anwesenden Kinder "Arndt", Caspar" haben auch im Namen der abwesenden Schwestern ihrem Vater gedankt und mit Handschlag Treue gelobt.
Zeugen: "Adam Rotger von Horde", "Werner Rump", "Pancratius Schorlemer", "Johan Mausz", "Jacob Leineke", "Henning Grote" und "Arndt Koch". (Regest)


Altsignatur : gestr. N 141; Paquet sub lit. G N. 3 Mentzel ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, Unterschriften von "Adam Rhutger von Hörde", "Werner Rump", "Alhardt Joist von Schorlemer", "Pancratz Schorlemer", "Johan Mus" und dem Notar.




1629 Dezember 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Helena Dorothea von Ovelacker", Witwe des "Manfriedt von Schorlemer" zu Hellinghausen und Nutznießerin seines Nachlasses, einigt sich mit dem eben mündig gewordenen "Alhart Jobst von Schorlemer" als Lehnsfolger wegen ihrer Ansprüche aufgrund der donationis propter nuptias, Morgengabe und Leibgedinge. Als Schiedsfreund von Seiten der Witwe war beteiligt "Rab Diderich Ovelacker", Landkomtur der Ballei in Westfalen und kurköln. Geheimer Rat, von Seiten des Erbfolgers "Reinhartt von Bocholtz" zu Störmede. Die Witwe erhält 5000 Rtl., davon 1000 Rtl. bar im nächsten Jahr, die übrigen 4000 Rtl. werden mit 20 Malter Hartkorn, halb Roggen und halb Gerste, aus den Gütern zu Menzel oder mit 240 Rtl. verzinst. Statt der Morgengabe soll sie aus den Gütern zu Menzel jährlich drei Malter Hartkorn erhalten. Der Witwe verbleiben alle Mobilien, Einrichtung und Lebensmittel. Da die Witwe durch Gerichtsurteil in die Lehen und Erbgüter ihres Ehemanns eingesetzt wurde, hat "Schorlemer" alles zu billigen, was sie bis jetzt verfügt hat. Weil ihr verstorbener Mann ihre große Aussteuerkiste mit ihrer Kleidung, Zierrat und Leinen unter einen Schornstein habe setzen lassen, wo alles verbrannt und verdorben sei, sie auch die Lehngelder in Höhe von jährlich 25 Goldgulden für ihren Mann entrichtet habe, sie schließlich auch durch den Kriegseinfall von Herzog Christian von Braunschweig Verluste erlitten habe und auch noch etliche 100 Rtl. in die Güter investiert habe, soll "Schorlemer" diese Kosten übernehmen, soweit Quittungen vorliegen, und ihr ersetzen. Schorlemer wird gestatten, dass die Witwe die bis jetzt vorhandenen Rückstände eintreiben lässt. Die Witwe kann so lange auf dem Haus Hellinghausen wohnen bleiben, bis sie eine passende Unterkunft gefunden hat. Will "Schorlemer" auf das Haus ziehen, so lange die Witwe dort noch wohnt, hat er für sich selbst zu sorgen und darf nicht die Sachen der Witwe angreifen. "Schorlemer" wird die Witwe von allen Klagen, die wegen der Güter erhoben werden könnten, frei halten. Die Witwe tritt dem "Alhart Jobst von Schorlemer" das Gut Hellinghausen ab und verpflichtet sich, das Haus bis Mai 1630 zu räumen. Sie verzichtet weiter auf alle etwaigen Ansprüche an den Eigengütern und Lehen ihres verstorbenen Ehemanns und will auch keinen Schadensersatz fordern für die Kosten, die sie wegen des Prozesses mit ihrem Ehemann aufwenden musste. Schließlich verzichtet sie auf alle Forderungen, die sich aus dem Ehevertrag, dem Leibgedinge und dem gewöhnlichen Herkommen ergeben. Als Bürge verpflichtet sich "Philips Georgh von Schorlemer" zu Hellinghausen und setzt sein Gut Völlinghausen zum Unterpfand. Jede Seite erhält eine Ausfertigung des Vertrages. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, Siegel und Unterschriften von "Alhardt Joist v. Schorlemer", "Philips Georg v. Schorlemer", "Raban Otto de Schorlemer", "Godtfridt von Schorlemer" und "Leonhard Beckmann" sowie Unterschrift von "Helena Dorothea Offelacker", Witwe "von Schorlemer".




1633
Permalink der Verzeichnungseinheit

Eheberedung zwischen "Alhardt Jobst von Schorlemer", einziger Sohn des "Joachim von Schorlemer" zu Hellinghausen und der + "Christine von Meschede", und der "Clara Agnetha Hugenpoet", Tochter des + "Johan Hugenpoet" zu Gosewinkel und Stockum, Drost und Amtmann zu Hamm, und der "Anna von Berninghauszen".
Der Bräutigam bringt alle seine Güter in die Ehe in donationem propter nuptias ein, auch das Haus Hellinghausen, "Homelte" zu Eickelborn und Menzel. "Johan Hugenpoet", der Sohn des + Drosten "Hugenpoet", wird seiner Schwester 6000 Rtl. mitgeben, davon 1000 Rtl. am Hochzeitstag, 2000 Rtl. an Weihnachten 1634 und die restlichen 3000 Rtl. an Weihnachten 1635 und 1636. Als Morgengabe soll die Braut das Haus "Hommelt" zu Eickelborn erhalten. (Regest)


Altsignatur : Paquet sub lit. H N. 1 Mentzel ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : 2 Entwürfe, 2 undatierte und unbesiegelte Reinschriften.




1639 November 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

Vor dem Notar "Theodorus Seiszenschmidt" erscheint am 25. November 1639 "Anthon Tilmans gen. Brummers" aus Rüthen mit folgender Vollmacht von "Alhart Jost von Schorlemmer" zu Hellinghausen und "Catharina Elisabeth geb. von Reuspe", Witwe "von Holdinckhausen", zwecks Inbesitznahme der Güter des "Mordian von Meschede" an der Haar, zu Anröchte und an benachbarten Orten:
1639 November 17
"Cattarina Elisabeth von Reuspe", Witwe "von Holdinckhusen", und "Alhard Jost von Schorlemmer" bevollmächtigen als testamentarische Erben des "Mordian von Meschede" den "Anthonius Tilman gen. Brummer" mit Zuziehung eines Notars die ihnen hinterlassenen Güter auf der Haar, zu Anröchte und an benachbarten Orten für sie in Besitz zu nehmen.
Am 26. November 1639 hat der Notar zusammen mit "Anthonius Tilman" oder "Brummer" und begleitet durch "Steffan Musz", Bürger zu Warstein, und "Stoffel Lose" aus Rüthen als Zeugen folgende Güter in Besitz genommen: im Kneblinghauser (Knevelinckhauser) Feld den Zehnten, drei Morgen "vur der Sunder" und einen Morgen, vier Morgen auf der "Buddenkammer", dem "Happen" zugehörig, fünf Morgen im "Milterfeld", 12 Morgen auf der "Buddekammer" dem "Happen", sieben Morgen auf dem "Sienckhuser" Weg, dann zu Berge "Cras Schricks" Hof, "Thonis Borchschulten" Hof, weiter daselbst "Thonnisz Burenfiggendtes" Hof und "Tigges Korte", "Engelbert Richters" Hof, der wüst befunden wurde, dann zu Anröchte "Wilhelm Munsterman", des Bauerrichters, sonst "Thonnisz Mertins" Hof genannt, "Steffan Francken" Hof und "Prangen" Hof, dann zu Effeln "Beerbrots" Hof, dann in Drewer "Mencken" Hof, der auch wüst war, und zuletzt in Suttrop "Brunen Wilhelms" Hof. Der Notar unterschreibt und bringt sein Signet an. (Regest)


Altsignatur : Paquet sub lit. Vv N. 4 Mentzel ad loculum ultimum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, Unterschrift und Signet (Stempel) des Notars.




1641 Februar 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Friderich vonn Fürstenbergh", Landdrost zu Westfalen, macht "Mattheisz Hoyngh", "Rabe Dieterich Schellwaldt" und "Alberth Wiese", Gografen bzw. Richtern zu Brilon, Rüthen und Erwitte, bekannt, dass auf Befehl des Erzbischofs Ferdinand die "Catharina Elisabeth vonn Ruspe", Witwe "von Holdinghausenn", als Erbin ihres + Onkels "Mordian von Meschede" im Besitz von dessen Nachlassenschaft gegenüber den Ansprüchen des Drosten "Jobst Phlips vonn Meschede" zu schützen sei. Der Aussteller unterschreibt und siegelt. (Regest)

Altsignatur : Paquet sub lit. Vv N. 5 Mentzel ad loculum ultimum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papierbogen, Unterschrift, aufgedrücktes, papiergedecktes Siegel.




1643 Juli 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Alhardt Jobst von Schorlemer" zu Hellinghausen verpachtet dem "Herman Ellinghauszen", Ratsbürger und Kaufhändler zu Lippstadt, von Ostern 1644 an auf fünf Jahre die zu seiner adeligen Hovesaat gehörige Schaftrift und Hude in der Dorfschaft Menzel. Jeder Vertragspartner erhält eine von beiden Seiten unterschriebene und besiegelte Ausfertigung. (Regest)

Altsignatur : gestr. Lit W 7; Paquet sub lit. E N. 4 Mentzel ad loculum primum.

Siegelkommentar : 1. Alhard Jobst von Schorlemer, 2. Hermann Ellinghaus (Bild: Hausmarke).

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papierbogen, Unterschriften, aufgedrückte Petschaften.




1650 September 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Alhart Jobst von Schorlemer" zu Hellinghausen und Eickelborn einigt sich mit "Ditherich von Loen" zu Uffeln wegen dessen Kapitalforderung in die "Berninghaussischen" Güter zu Menzel in der Weise, dass "Loen" ein Pferd und ein Fohlen erhalten soll und dann seine Forderung auf 1400 Rtl. ermäßigt wird. Für das Geld werden ihm fünf Höfe samt der zugehörigen Schäferei eingeräumt, deren Erträge er so lange genießen soll, bis die Schuld bezahlt ist. Es handelt sich um die Höfe "Gerken", "Ruberg", "Fisch" zu Kellinghausen, "Kellerman" und "Happe oder Wieseman". Die beiden Vertragspartner siegeln und unterschreiben.
Zeugen: "Dietherich von Eickhell" zu Bruchhausen und Köningen und der Notar "Temannus Wrede", die ebenfalls unterschreiben. (Regest)


Altsignatur : Paquet sub lit. J N. 17 Mentzell ad loculum secundum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papierbogen, Unterschriften, aufgedrückte Siegel.




1651 Oktober 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Zu Weihnachten 1629 war zwischen "Helena Dorothea geb. von Ovelacker", damals Witwe des "Manfred von Schorlemer" zu Hellinghausen, nunmehr Frau des "Conradt Matthias von Schorlemer" zu Gevelinghausen und "Alhardt Jost von Schorlemer" zu Hellinghausen ein Vertrag geschlossen worden, in dem der Frau "von Schorlemer" für ein Kapital von 4000 Rtl. eine Rente von 23 Malter Hartkorn verschrieben worden war. Da diese Rente längere Zeit nicht gezahlt worden ist, hat der Ehemann der Frau "von Schorlemer" Klage erhoben, die durch Landdrost und Räte in folgender Weise beigelegt worden ist: "Alhardt Jobst von Schorlemer" übergibt den Gläubigern eine Verschreibung von 1500 Rtl. auf die "Finckenhove" beim Haus Bruch, verpflichtet sich, die auf dem Hof Bestwig bei Gevelinghausen lastenden Schulden in Höhe von 800 Rtl., die von + "Mordian von Meschede" herrühren, binnen eines Monats abzulösen und will zum Nutzen seiner Gläubiger 10 Schweine zur Mast in die Holzungen zu Menzel eintreiben lassen. Obwohl die Rückstände der Rente damit nicht bezahlt sind, verzichten die Gläubiger auf weitere Forderungen. Weiter verpflichtet sich "Alhardt Jobst von Schorlemer", die Kornrente von 23 Malter künftig pünktlich zu zahlen. Jede Seite erhält eine Ausfertigung, die vom Landdrosten besiegelt und den Parteien unterschrieben wird. (Regest)

Altsignatur : Num. 3.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papierbögen, aufgedrücktes, papiergedecktes Siegel. Unterschriften des "Alhardt Jobst von Schorlemer" und des Ehepaares "von Schorlemer" zu Gevelinghausen.




1652 März 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Maximilian Henrich", Erzbischof zu Köln, Erzkanzler durch Italien und Kurfürst, Bischof zu Hildesheim und Lüttich, Administrator des Stifts Berchtesgaden, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Ober- und Niederbayern, Westfalen, Engern und Bouillon, Markgraf zu Franchimont, belehnt den "Ernst Prang" als Bevollmächtigten des "Alardt Jobst von Schorlemer" mit dem großen zehntfreien Hof genannt "der von Langenstade Hove" zu Menzel mit der Schaftrift. Der Aussteller siegelt mit dem Sekretsiegel.
Zeugen: "Dieterich von Landtsberg" zu Erwitte, Wocklum, Marck und Bruch, Landdrost in Westfalen, Drost zu Erwitte, Geheimer Rat und Kämmerer, und Dr. jur. utr. "Johan Claut", Hofrat. (Regest)


Altsignatur : Litt. B.

Siegelkommentar : Anh. Siegel in Holzkapsel (nicht Sekretsiegel!).

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel in Holzkapsel, Unterschrift des "Matt. Lintz".




1652 März 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Maximilian Henrich", Erzbischof zu Köln, Erzkanzler durch Italien und Kurfürst, Bischof zu Hildesheim und Lüttich, Administrator des Stifts Berchtesgaden, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Ober- und Niederbayern, Westfalen, Engern und Bouillon, Markgraf zu Franchimont, belehnt den "Ernst Prange" als Bevollmächtigten des "Alard Jobst von Schorlemmer" mit dem steinernen Haus zu Menzel, der Wüstung "Ellinghausen" samt dem Zehnten und mit drei Teilen des Zehnten zu Meeste und dem halben Teil des Zehnten zu Meiste. Der Aussteller siegelt.
Zeugen: "Diederich von Landtsberg" zu Erwitte, Wocklum, Bruch und Marck, Landdrost in Westfalen, Drost zu Erwitte, Geheimer Rat und Kämmerer, und Dr. jur. utr. "Johan Claut", Hofrat. (Regest)


Altsignatur : Litt. C.

Siegelkommentar : Anh. Siegel in Holzkapsel.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel in Holzkapsel, Unterschrift des "Matt. Lintz".




1653 November 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Alhardt Joest von Schorlemer" zu Hellinghausen und "Dietherich von Hugenpoht" zu Stockum einigen sich über die gegenseitigen Forderungen. "Schorlemer" und seine Kinder haben wegen seiner + Frau "Clara Agnes von Hugenpoht" zu fordern einen Anteil am Sterbfall ihres + Bruders "Johan von Hugenpoht", 5000 Rtl. an Mitgift aufgrund des Testaments ihres Vaters samt den rückständigen Zinsen sowie Schmuck und Silberwerk. "Hugenpoht" hat von "Schorlemer" aus den Eickelbornischen Gütern zu fordern den Rest des mütterlichen Brautschatzes sowie die ihm von + "Susanne von Berninckhauszen", Frau "von Munster", vermachte Brautschatz- und Kindteilsforderung und auch einen Anteil an + "Anthon von Berninckhauszens" Sterbfall. Beide Seiten verzichten auf ihre gegenseitigen Forderungen, die damit erledigt sind, doch soll "Schorlemer" dem "Hugenpoht" bei der Stadt Hamm bei nächster Abrechnung 100 Dukaten verschreiben. Die Vertragspartner und die anwesenden Tagfreunde unterschreiben und siegeln.

Darunter.
1657 März 6 Eickelborn
"Diderich von Hugenpoht" zu Stockum quittiert dem "Johan Joachim von Schorlemer" zu Eickelborn, Hellinghausen und Menzel die Überweisung der zugesagten 200 Rtl. bei der Stadt Hamm, verzichtet auf alle Ansprüche an Eickelborn und Menzel und erklärt alle seine Forderungen mit Zahlung dieser 100 Dukaten für befriedigt.
Unterschrift, aufgedrückte Petschaft. (Regest)


Altsignatur : gestr. N. 91; gestr. N. 73; Paquet sub lit. J N. 1 Mentzel ad loculum secundum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papierbogen, Unterschriften von "Alhart Jost v. Schorlemer" mit Petschaft, "Diderich von Hugenpoht" mit Petschaft, "Alsthein von Hugenpohtt geb. von Boenen", "Philips Droste zu Erwitte" mit Petschaft, Dr. "Joh. Hubertz" mit Petschaft (Bild: Kelch), Dr. "Conradt Rose" mit Petschaft (Bild: Rose), "Wilhelm Schotte".




1655 Februar 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Alhardt Jobst von Schorlemer" zu Eickelborn schuldet dem "Dietherich Eppingh", Bürger und Kaufhändler zu Lippstadt, 400 Rtl. für Kramwaren, die ihm vom 3. Oktober 1650 bis zum 9. Februar 1655 geliefert worden sind. Die Schuld soll bis zur Ablösung jährlich mit 20 Rtl. verzinst werden. Anstelle des Geldes soll "Eppingh" jährlich an Martini zwei Malter Hartkorn aus dem Zehnten zu Anröchte durch den Rezeptor "Wilhelm Munsterman" erhalten. Der Aussteller unterschreibt und siegelt. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papierbogen, Unterschrift, aufgedrückte Petschaft.




1657 März 3
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Johan Joachim von Schorlemer" zu Eickelborn vergleicht sich in Gegenwart seines Onkels "Dietherich von Hugenpoitt" mit seiner Schwester "Anna Elisabeth Ursula von Schorlemer" wegen ihres Unterhalts bis zu ihrer Verheiratung oder der Teilung der adeligen Güter. Er will seiner Schwester jährlich 40 Rtl. geben, davon 20 Rtl. in Geld und 20 Rtl. in Korn, die der Verwalter zu Hellinghausen zahlen soll. Außerdem wird er den Lohn für eine Magd zahlen, die ihr zu Diensten sein soll. Für die Güter und ihre Einkünfte ist allein der Aussteller zuständig. Mit dem Aussteller und seiner Schwester siegeln und unterschreiben der Onkel "Diderich von Hugenpoht" und der Vetter "Frantz Gaudentz von Schorlemer". (Regest)

Altsignatur : gestr. Num. 18; Paquet sub lit. J N. 2 Mentzell ad loculum secundum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papierbogen, Unterschriften, 4 aufgedrückte Petschaften.




1657 Juli 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Johann Joachim von Schorlemer" zu Eickelborn vergleicht sich in Gegenwart des "Arnolt von Schiller" zu Dreckburg und des "Diederich von Hugenpoht" zu Stockum mit seinem Bruder "Ludolff Jobst von Schorlemer" wegen seines jährlichen Unterhalts, der auf 54 Rtl. festgesetzt wird, die "Ludolff Jobst", so lange er beim Aussteller zu Eickelborn bleibt, aus der Hellinghauser Weide, die "Johan Modersohn" zu Lippstadt gepachtet hat, erhalten soll. Sollte "Ludolff Jobst" seine Studien fortsetzen wollen, soll er hierzu den nötigen Unterhalt haben. Damit soll er bis zu seiner Großjährigkeit zufrieden sein. Die beiden Brüder unterschreiben. (Regest)

Altsignatur : Paquet sub lit. J N. 3 Mentzell ad loculum secundum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papierbogen, Unterschriften.




1660 Juli 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Ludolff Jobst von Schorlemer" zu Hellinghausen verpachtet dem "Hansz Caspar Schorlemer" das Haus und Gut Hellinghausen auf fünf Jahre. Der Pächter soll das Gut ohne Weinkauf beziehen und nutzen. In den ersten drei Jahren sind vom Sandboden (vom sande undt peerke) je Morgen zwei Scheffel Hartkorn, vom übrigen Land je Morgen drei Scheffel Hartkorn zu entrichten. Die letzten beiden Jahre sind von jedem Morgen drei Scheffel Hartkorn an Martini zu geben. Für dieses Jahr hat er keinen Zugriff auf Heu. Als Brandholz soll er das zum Bau undienliche Holz erhalten. Bauholz bleibt in der Verfügung des Verpächters. Bei der Mast soll der Pächter die Interessen des Verpächters wahren. Die Rechte des Hauses soll er nicht beeinträchtigen lassen und gegebenenfalls den Verpächter zu Hilfe rufen. Das Haus und die zugehörigen Gebäude hat er in gutem Zustand zu erhalten, wozu er Mittel und Bauholz erhalten soll. Gärten, Wiesen und Gehölz soll er umzäunen lassen, wozu "Kroll" und "Straetman" zu Herringhausen unentgeltlich zwei wöchentliche Handdienste leisten sollen. Über das Inventar des Hauses soll ein Inventar angefertigt werden. Jede Seite erhält eine Vertragsausfertigung. (Regest)

Altsignatur : Paquet sub lit. Nn N. 1 Mentzel ad loculum ultimum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, Unterschriften der Vertragspartner und des Notars "Fried. Tilman".




1660 Juli 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Brüder "Johan Joachim" und "Ludolff Jobst von Schorlemer" zu Hellinghausen und Eickelborn einigen sich mit "Johan Casper Schorlemmer", unehelichen Sohn des + "Manfried von Schorlemer" zu Hellinghausen. Dieser hat wegen des ihm vermachten Erbanteils von 1000 Rtl. und wegen seines Anspruchs auf das halbe Erbe seines + Bruders "Arnd" Forderungen zu stellen. Doch da nun "Hansz Caspar" von + "Alhart Jobst von Schorlemer", dem Vater der Brüder, etliche Obligationen erhalten hat, auch den Nießbrauch an den Gütern zu "Hommelt" und dem Haus Hellinghausen gehabt hat, ohne hiervon Rechnung abzulegen, ergeben sich Gegenforderungen der Brüder. Unter Vermittlung des "Frantz Gaudentz von Schorlemer" zu Herringhausen werden nun die gegenseitigen Forderungen fallen gelassen und sind damit erledigt. Die Beteiligten siegeln, unterschreiben und lassen den Vertrag durch das Gericht Erwitte besiegeln. (Regest)

Altsignatur : gestr. Gehort ad n. 4 Lit. b; Paquet sub lit. J N. 4 Menthell ad loculum secundum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papierbogen, Unterschriften der Brüder von Schorlemer, des "Johan Caspar Schorlemer", des Vermittlers und des Notars "Friederich Tilman", aufgedrückte Petschaften des "Johan Joachim von Schorlemer", des "Frantz Gaudentz von Schorlemer", aufgedrücktes, papiergedecktes Siegel des Gerichts Erwitte.




1660 Dezember 1, 1670 September 5, 1672 Februar 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

1660 Dezember 1 Testament des "Dietherich von Hugenpoth" zu Stockum und Binkhof (zu Altenbögge).
Er will christlich begraben werden. Die Schulen zu Herringen und Hamm sollen jeweils 50 Rtl. erhalten. Zu seinen Erben setzt er ein seine mit "Alstein geb. von Boenen" erzeugten, derzeit noch unmündigen Kinder "Gisbert Alexander", "Johan Dietherich", "Adolff Samuel", "Anna Galant Alstein", "Johanna Elisabeth", "Christina Sybille Gerdruth", doch soll sein ältester Sohn das Haus Stockum und das adelige Gut Binkhof erhalten. Sollte aber die Mutter der Meinung sein, dass der älteste Sohn, wenn er volljährig geworden ist, sich nicht so verhält, wie es einem Adeligen geziemt, soll der nächstälteste Sohn "Johan Dietherich" an seine Stelle treten. Die übrigen Söhne und Töchter sollen aus den sonstigen Gütern ihren Erbteil erhalten, doch nach dem Gebrauch in der Grafschaft Mark, dass die Söhne mehr als die Töchter erhalten. Sollte sich "Gisbert Alexander" vorteilhaft verheirateten, kann er die an seine Geschwister gefallenen Güter zürückerwerben. Die Söhne sollen bei der reformierten Religion bleiben, wie sie auch jetzt auf der reformierten Schule in Hamm erzogen werden. Zur Vormünderin seiner unmündigen Kinder und zur Administratorin der Güter setzt er seine Frau ein. Wenn die Kinder mündig geworden sind, kann sich seine Frau einen ihr zusagenden Aufenthaltsort beziehen und soll dort ihren standesgemäßen Unterhalt erhalten. Auf Bitte des Testators unterschreiben mit ihm "Eberhardus Fabricius", Pastor zu Herringen, und "Johan Aschebergh", Lizentiat der Rechte und Richter zu Werne.

1670 September 2 Erste Verordnung der "Alstein geb. von Boenen", Witwe "von Hugenpoth" zu Stockum.
Sie hat zwar früher festgelegt, dass von ihrem Nachlass ihr ältester Sohn nichts erhalten soll, sondern die übrigen Söhne und Töchter den Nachlass zu gleichen Teilen erhalten sollen, setzt nun aber, um Streitigkeiten zu vermeiden, fest, dass der älteste Sohn oder derjenige, der die Stammgüter erhält, für den Fall, dass er sich gegenüber den Geschwistern nicht untadelig verhält, von ihrem Nachlass nur den Pflichtteil erhalten soll. Sollte er sich aber unsträflich verhalten, erhält er gleichen Teil wie die Geschwister. Ihre Enkelin, die älteste Tochter ihrer Tochter Frau "von Bögge", soll 200 Rtl. erhalten. Wer von den Geschwistern zu Streit Anlass gibt, soll auf das Pflichtteil gesetzt werden.
Da sie besorgt, dass nach ihrem Tod die Kinder dem jetzigen Vormund "Henrich Motzfeldt", Dr. beider Rechte und kurbrandenburg. Richter zu Hamm und Rhynern, nicht gehorchen werden, adjungiert sie ihm ihren Vetter "Ludolff Jobst von Schorlemer" zu Hellinghausen. Sie unterschreibt.

1672 Februar 12 Weitere Verordnung der "Alstein geb. von Boenen", Witwe "von Hugenpoth" zu Stockum, Dellwig und "Bynckhoff".
Ihr älteres Testament bleibt in voller Kraft. Die von Bock wegen Eckey, aus "Schurmans" Hof sodann wegen des "Retwinckels" gekauften Weiden, die mit den ihr von "Brabeck" und "Vosz" zugekommenen 1000 Rtl. bezahlt worden sind, sollen beim Haus Stockum verbleiben. Sie bestätigt die Bestimmung ihres + Mannes, dass der älteste Sohn "Alexander Gisbert" nur sein Pflichtteil erhalten soll, falls er sich tadelhaft verhalten sollte, und erweitert diese Bestimmung auf seine weiteren Brüder. Die evangelisch lutherische Gemeinde zu Hamm soll 100 Rtl. erhalten. "Anna Sophie Alstein von Dombroick", ihrer Enkelin, vermacht sie 200 Rtl. unter der Bedingung, dass sie evangelich lutherisch erzogen wird. Aus bewegenden Ursachen bestimmt sie, dass "Berte" auf Lebenszeit den nötigen Unterhalt erhalten soll. Wer von den Kindern sich nicht zur evangelisch lutherischen Religion hält, soll von ihrer Erbschaft ausgeschlossen werden. Ihr Schmuck soll unter die Töchter verteilt werden. Der jetzige Vormund soll als jährliche Anerkennung dasjenige erhalten, was er bisher erhält. Mit der Testatrix unterschreiben "Hermannus Westhoff", Pastor zu Hamm, und Dr. "Henrich Motzfeldt". (Regest)


Altsignatur : Paquet sub lit. G N. 5 Mentzel ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Abschrift, Papier.




1663 Juli 5
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Arnolt Wilhelm Kumpsthoff" namens des Stifts St. Patrokli in Soest und "Johan Joachim von Schorlemer" zu Eickelborn als Erbherren des "Lenickenhoffs" zu Bettinghausen verpachten den Hof auf 12 Jahre an "Jurgen Lenicken" und dessen Frau "Odilie Portener". Da der Hof durch Feuersbrunst sehr gelitten hat, sind an Weinkauf nur 40 Rtl., jeweils halb dem Kapitel und dem Herrn "von Schorlemer", zu zahlen. Die in den Registern festgesetzte Pacht ist jährlich an Martini zu entrichten. Der Pächter soll noch einen regelrechten Gewinnbrief erhalten.
Unterhändler und Zeugen: "Jost Bruszel", Bürger zu Soest, "Berndt Bodeker", Vater des "Lenicken", und "Reinike". (Regest)


Altsignatur : Paquet sub lit. Nn N. 6 Mentzell ad loculum ultimum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, Unterschrift des Notars "Henning Evers".




1663 November 5
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Maximilian Henrich", Erzbischof zu Köln, Erzkanzler durch Italien und Kurfürst, Bischof zu Hildesheim und Lüttich, Administrator zu Berchtesgaden und Stablo, in Ober- und Niederbayern, auch der Oberpfalz, in Westfalen, zu Engern und Bouillon Herzog, Pfalzgraf bei Rhein, Landgraf zu Leuchtenberg, Markgraf zu Franchimont, belehnt den "Philippus Mandt" als Bevollmächtigten der Brüder "Johan Joachim" und "Ludolf Jobst von Schorlemmer" mit dem steinernen Haus zu Menzel, der Wüstung "Ellinghausen", mit drei Teilen des Zehnten zu Meeste und dem halben Teil des Zehnten zu Meiste, wie dies bislang ihr + Vater "Alhard Jobst von Schorlemmer" zu Lehen getragen hat.
Zeugen: "Petrus Buschman", Geheimer Rat und Kanzler, und "Johan Cloudt", Hofrat. (Regest)


Siegelkommentar : Anh. Siegel in Holzkapsel wohl erhalten.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel in Holzkapsel. Auf dem Umbug Vidit-Vermerk des Kanzlers "Buschman", Unterschrift des "Casp. Larix", Sekretär.




1663 November 5
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Maximilian Henrich", Erzbischof zu Köln, Erzkanzler durch Italien und Kurfürst, Bischof zu Hildesheim und Lüttich, Administrator zu Berchtesgaden und Stablo, in Ober- und Niederbayern, auch der Oberpfalz, in Westfalen, zu Engern und Bouillon Herzog, Pfalzgraf bei Rhein, Landgraf zu Leuchtenberg, Markgraf zu Franchimont, belehnt den "Philippus Mandt", Prokurator des hohen weltlichen Gerichts, als Bevollmächtigten von "Johann Joachim" und "Ludolph Jobst von Schorlemer" mit dem großen zehntfreien Hof gen. "der von Langenstatten hoff" zu Menzel mitsamt der Schaftrift.
Zeugen: "Petrus Buschman", Geheimer Rat und Kanzler, und "Johan Cloudt", Hofrat, beide Doctoren der Rechte. (Regest)


Siegelkommentar : Anh. Siegel in Holzkapsel wohl erhalten.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel in Holzkapsel. Auf dem Umbug Inhaltsvermerk. Unterschrift des "Casp. Larix", Sekretär.




1664 Januar 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Auf Ersuchen der sämtlichen Erbgesessenen "von Schorlemer" der Häuser Overhagen, Hellinghausen, Herringhausen und Eickelborn sowie der Gläubiger "Georg Marquardt", "Gerhard Klotz" und "Wilhelm Hulsman" erscheinen vor dem Notar "Theodorus Cleves" folgende älteste Männer und Einwohner des Dorfes Lohne: "Thonies Rockelose", "Johan Wegener", "Jorgen Wenner", "Jorgen Kuhle", "Stephan Hencke", "Stephan Michaels", Vogt, um über die Schorlemersche Zehntlöse zu Lohne auszusagen. Die Männer aus Lohne sagen aus, dass der Weizenzehnt aus Lohne so wie der beste Weizen, der acht Tage vor oder nach St. Severin in Soest auf dem Markt am teuersten verkauft wird, zusätzlich zu den Aufgeldern bezahlt werden müsse. Am Sonntag vor Weihnachten werde in Lohne von der Kanzel der Tag verkündet, an dem die Zehntlöse zu bezahlen sei, gewöhnlich der 12. oder 15. Januar, wobei festgesetzt werde, dass "ein jede mudde sub poena dupli am gekündigten tage nebens achtendeill eines Reichsdalers oder einen Blamusers hoher, als sonst verkauffet wirdt, muß bezahlt werden". Allerdings behaupteten die "von Schorlemer", sie könnten beweisen, dass die Aufgelder früher höher gewesen seien. Zu der bestimmten Zeit der Zehntlöse fänden sich die beteiligten Herren in Lohne ein und rechneten mit den Schuldigen je nach ihren Anteilen ab. Wer zu diesem Zeitpunkt nicht zahlt, muss das Doppelte zahlen. Insgesamt sind es 57 Hofen und sechs doppelte Spinde. Jede Hofe hat ein Mudde, ein Scheffel und ein Spind Weizen, ein doppelter Spind macht sechs Becher. Die drei Mudde, die "Christffel Vogedes" zahlen muss, werden nicht zu den Hofen gerechnet und sind frei von Aufgeld. Die neun Mudde Kötterweizen werden wie die anderen bezahlt. Insgesamt werden gezahlt 105 Mudde und 24 Becher Weizen. (Es folgt eine Liste der Grundstücke bzw. Pflichtigen.) Von jeder Hofe müssen 15 Pfennig als lutteke Zehnt entrichtet werden, davon bekommt jeder zur vierten Quote sieben Schilling, das übrige geht an das Haus Overhagen. Der Notar unterschreibt und bringt sein Signet (Petschaft in einem gezeichneten Ring) an.
Zeugen: "Johannes Marquardt", "Barthold Niederrost" und "Stephan Michaels". (Regest)


Altsignatur : N. 2.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.- 2 Papierbögen, Unterschrift und Petschaft des Notars. Um die Petschaft ein Ring mit der Inschrift: Memorare novissima tua et in aeternum peccabis 1664.




1664 Juli 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Im Streit zwischen den Brüdern "von Hollinghausen" einerseits und den Vettern "von Schorlemer" zu Herringhausen und Eickelborn wegen der Nachlassenschaft des "Mordian von Meschede" vereinbaren Landdrost und Räte in Westfalen mit Zuziehung des Drosten zu Balve und des westfälischen Jägermeisters und Drosten zu Brilon folgenden Vergleich: die "von Schorlemer" sollen die Güter und Renten auf der Haar, zu Anröchte, Berge und Thülen haben. Die (näher spezifizierten) Einkünfte auf der Haar und aus Anröchte werden auf 393 Rtl. angeschlagen, die Einkünfte aus Thülen auf 144 Rtl. 16 Groschen, insgesamt 537 Rtl. 16 Gr. Die "von Hollinghusen" haben die Schulden, womit sie diese Einkünfte belastet haben, abzulösen.
Die Brüder "von Hollinghausen" erhalten die Güter und Einkünfte zu Alme und Nehden. Die Einkünfte aus Alme werden zu 163 Rtl. angesetzt, die aus Nehden zu 266 Rtl., insgesamt 429 Rtl. Weitere 96 Rtl. kommen aus dem Almer Wald, dem Zehnt zu Kneblinghausen, dem Schultenhof zu Geseke und von "Wilhelm Munsterman" zu Anröchte. Damit sind beide Seiten ausgeglichen, zumal die "von Schorlemer" aus den Einkünften zu Anröchte geistliche Stiftungen zu zahlen haben und die "von Hollinghausen" im Voraus die 2000 Rtl. bei den "von Wolmeringhausen" und das adelige Haus zu Alme haben sollen. Die Sauerländischen Brabeckischen (Brafeschen) Güter bleiben ungeteilt. Die Schulden werden gleich verteilt. Damit sind beide Seiten verglichen und verzichten auf weitere Forderungen. Der Landdrost "von Landtsbergh", "Ferdinand Wrede", "Gaudens von und zu Weix", "Frantz Gaudenz v. Schorlemer", "Emmerich Leo von Holdingszhauszen" und "Johan Joachim von Schorlemer" siegeln und unterschreiben. (Regest)


Altsignatur : gestr. Num. 34; Paquet sub Litt. J N. 5 Mentzell ad loculum secundum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-3 durch Schnur verbundene Papierbögen, aufgedrückte Petschaften, Unterschriften.




1665 Februar 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Am 3. Juni 1652 hatte sich + "Alhardt Jobst von Schorlemer" zu Hellinghausen und Eickelborn mit Leutnant "Joannes Nolte" und Organist "Christopher Braun" namens ihrer Ehefrauen "Anna" und "Anna Catharina" wegen der ihnen von ihrem natürlichen Vater "Manfried von Schorlemer" vermachten Legate und wegen der ihrem + Bruder "Arndt" vermachten 2000 Rtl. geeinigt. Gegen Zahlung von 1100 Rtl. an den Leutnant "Nolte" und seine Frau und von 500 Rtl. an "Braun" und seine Frau sollten diese auf alle Ansprüche am Gut Hellinghausen Verzicht leisten. Dieser Vergleich ist gerichtlich bestätigt worden.
Nach dem Tod des "Johan Nolte" und des "Christoffer Braun" haben nun deren Ehefrauen behauptet, der Verzicht erstrecke sich nicht auf die ihrem + Bruder "Arndt" vermachten 2000 Rtl. und es ist erneut zum Prozess in Arnsberg und Bonn mit den Brüdern "Johan Joachim" und "Ludolff Jobst von Schorlemer" als Erben des "Alhardt Jobst von Schorlemer" gekommen, wobei die Urteile gegen die Brüder "von Schorlemer" wegen Unachtsamkeit in contumaciam ausgefallen sind. Die Brüder haben darauf an das Reichskammergericht in Speyer appelliert. Dennoch wird nun unter Vermittlung des Landdrosten in Westfalen und des westfälischen Jägermeisters "von Weix", wobei die Witwen von "Johannes Brüninghausen" vertreten werden, ein Vergleich geschlossen. Die Witwen erhalten wegen ihres Anspruchs am Erbteil ihres Bruders sowie wegen des Anspruchs der Witwe Nolte auf den Hof "Koch" zu Berenbrock und der Witwe Braun auf den Hof "Fischer" zu Weckinghausen insgesamt 950 Rtl. Sie verpflichten sich dafür, künftig keine weiteren Ansprüche zu stellen oder aus den Urteilen abzuleiten. Der Landdrost "v. Landtsbergh", "Gaudens von und zu Weix" und "Johan Joachim von Schorlemer" siegeln und unterschreiben. Auf Bitten der "Anna Schorlemer", Witwe "Nolte", und der "Anna Cathrina Braun" namens ihrer Mutter "Anna Cathrina Schorlemer", Witwe "Braun", unterschreibt "Joannes Brüningkhausen". (Regest)


Altsignatur : Paquet sub lit. J N. 6 Mentzell ad loculum secundum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.- 2 zusammengeheftete Papierbögen, Unterschrfiten und 3 aufgedrückte Siegel.




1665 Mai 10, 1667 Januar 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Ehevertrag zwischen "Gaudentz von und zu Weichs" zu Körtlinghausen, kurkölnischer Kammerherr, Rat, Oberforst- und Jägermeister und Drost zu Brilon, und "Anna Elisabeth Ursula von Schorlemmer", Tochter des "Alhardt Jobst von Schorlemmer" zu Eickelborn, Hellinghausen und Menzel und der "Agnes von Hugenpott".
Der Bräutigam nimmt seine Braut auf alle seine Güter. Als ältester Bruder verspricht "Johan Joachimb von Schorlemmer" zugleich namens seines in Frankreich weilenden Bruders "Ludolff Jobst" seiner Schwester als Brautschatz und Heiratsgut 5000 Rtl., die aus den Zehnten zu Meeste und Meiste sowie aus den Thülenschen und Sauerländer Gütern gezahlt werden sollen. Falls diese Einkünfte nicht ausreichen, sollen weitere Zahlungen aus den Höfen Fischer und Happe zu Kellinghausen erfolgen. Dieser Betrag soll aus den Lehngütern mit 6 % und aus den Allodialgütern mit 4 % verzinst werden. Für die adelige Ausrüstung soll die Schwester einmalig 500 Rtl. aus dem Gut Menzel erhalten. Der Bräutigam wird der Braut nach dem Beilager als Morgengabe eine Rente von jährlich 100 Rtl. aus seinen Gütern aussetzen. Sollte der Bräutigam vor der Braut sterben, ohne Kinder von ihr zu hinterlassen, erhält die Braut ihren Brautschaft und Ausrüstung in Höhe von 5500 Rtl. zurück sowie als Wiederkehr 10 Malt Hartkorn und 500 Rtl. in bar sowie die Hälfte des in der Ehe erworbenen Gutes. Die 10 Malt Hartkorn aus den Hirschberger Gütern erhält sie als Leibzucht nebst einer Wohnung. Stirbt der Bräutigam mit Hinterlassung von Kindern von ihr, erhält sie zur Leibzucht das Haus und die Güter zu Hirschberg mit den 10 Maltern Hartkorn und den Weinzehnten zu Wallendorf. Die Kinder aus dieser Ehe sollen vom Sohn des Hochzeiters aus der ersten Ehe ehrlich abgefunden werden. Sollten die Kinder erster Ehe kinderlos sterben, folgen als Erben die Kinder dieser Ehe. Was in dieser Ehe erworben wird, steht den Kindern dieser Ehe zu. Sollte die Witwe sich erneut verheiraten, sollen ihre Kinder aus dieser Ehe ihren halben Brautschatz erhalten. Es unterschreiben "Gaudentz von Weichs", "Rab Gaudentz von Weichs", "Anna Elisabeth Ursula von Schorlemmer", "Alstein von Boenen", Witwe "von Hupenpott" zu Stockum, "Johan Joachim von Schorlemmer", "Frantz Gaudentz von Schorlemmer". (Regest)


Altsignatur : Paquet sub lit. H N. 2 Mentzel ad loculum primum; Paquet sub lit. J Mentzell ad loculuum secundum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Abschriften, Papier.




1667 Juni 12, 1667 Oktober 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Johan Joachim" und "Ludolff Jobst von Schorlemer", Söhne des + "Alhart Jobst von Schorlemer" zu Eickelborn, Menzel und Hellinghausen hatten die vom Vater ererbten Güter bisher gemeinsam besessen. Da nun der ältere "Johan Joachim", der vor einiger Zeit in den Ehestand getreten war, vor kurzem verstorben ist und eine Witwe "Agnes Lucia geb. von Nehem" sowie einen unmündigen Knaben "Ludolff Gaudentz Jobst von Schorlemer" hinterlassen hat, wird nun eine Güterteilung verabredet, wobei auf Seiten der Witwe "Adolff Henrich von Nehem" und "Gaudentz von und zu Weix" als Vormünder ihres Sohns tätig waren.
Die Witwe und ihr Sohn erhalten das adelige Haus Eickelborn mit allen Zubehörungen und Rechten. Sie werden verpflichtet (einzeln benannte) Schulden in Höhe von 10 740 Rtl. zu übernehmen, sollen für den Lebensunterhalt der "Elisabeth Oistfeld" zu Eickelborn sorgen und auch den drei unehelichen Töchtern des "Alhardt Jobst von Schorlemer" die Zinsen von je 100 Rtl. geben.
"Ludolff Jobst von Schorlemer" soll die beiden adeligen Lehnhäuser Menzel und Hellinghausen erhalten sowie die Güter zu Anröchte und auf der Haar, die aus der Erbschaft des "Mordian von Meschede" stammen. An (näher benannten) Schulden hat er zu übernehmen 6690 Rtl. Außerdem hat er dem von seinem Vater mit "Elisabeth Oistfeld" erzeugten natürlichen Sohn "Caspar" 100 Rtl. zu geben. Da sich nun befunden, dass der Anteil des "Ludolff Jobst" rund 71 Rtl. im Jahr weniger einbringt, erhält er eine Obligation über 250 Rtl. beim Dorf Eickelborn und übernimmt eines der Kontingente, die den natürlichen Schorlemerschen Töchtern zugelegt worden sind. Was ansonsten noch fehlt, erlässt er als Pate seinem Neffen. Die übrigen Schulden und Aktivforderungen bleiben beiden Seiten gemeinsam. "Ludolph Jobst von Schorlemer", "Agnes Lucie von Nehem", Witwe "von Schorlemer", sowie die beiden Vormünder unterschreiben und siegeln.

Ausf.-Papier, Unterschriften und Petschaften. Darunter Bestätigung durch den Landdrosten "v. Landtsbergh" am 12. Januar 1668.

Dabei:
1667 Oktober 18 Eickelborn
Die Witwe "Agnes Lucie von Schorlemer" einigt sich mit "Ludolph Jobst von Schorlemer" wegen der Ablösung der Mobilien, für die sie einmalig 450 Rtl. zahlt, die aus gemeinsamen Guthaben genommen werden sollen. Die Witwe übernimmt an Schulden noch 650 Rtl. an die Witwen "Brauns" und "Nolte", den natürlichen Töchtern des "Manfrid von Schorlemer", 118 Rtl. an "Patroclus Blome " in Soest, und 240 Rtl. an "Balthasar von Bönnighausen. "Ludolph Jobst von Schorlemer" übernimmt nun die Schulden an Rittmeister Pirtz" mit 495 Rtl., an den "von Arnimb" mit 127 Rtl., an "Kettelers" Erben zu Salzkotten mit 96 Rtl. und an die
Erben "Vogts" zu Lippstadt mit 285 Rtl. "Agnes Lucie geb. von Nehem", Witwe "von Schorlemer", "Ludolph Jobst von Schorlemer" und "Adolph Henrich von Nehem" unterschreiben und siegeln.

Ausf.-Papier, Unterschriften und Petschaften. (Regest)


Altsignatur : Paquet sub lit. F N. 8 und 9 Mentzell ad loculum secundum.




1670 Dezember 10, 1671 Oktober 17, 1672 März
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Anna Elisabeth Ursula von Weix geb. von Schorlemmer" bzw. "Marcus Retberg" quittieren über die Zahlung der für die Ausrüstung der Frau "von Weix" festgesetzten 500 Rtl. durch "Ludolf Jobst von Schorlemer" bzw. durch den Verwalter des Hauses Eickelborn. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Abschrift des Notars "Gerhard Neukirch".




1674 April 5
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Jorgen Rusche, Hunold Hesse, Jogen Blancken, Ludewig Hovellman, Tonnis Sivers, Dirich Pelser, Jost Himpen, Jorgen Schumacher" und "Cord Kiegell" sowie sämtliche Eingesessenen des Dorfes Menzel (Mensell) verkaufen dem "Ludolff Jobst von Schorlemmer" zu Hellinghausen und Menzel, Drost zu Rüthen und Geseke, die dem Dorf eigentümlich gehörigen Wiesen genannt "Unsalle" zwischen dem Effeler Weg und "Rosterigen" Holz und genannt "die Hellinger grund" auf die Trift und "Guderdogedes landt umbkehrend" lastenfrei. Der Kaufbetrag wird zur Bezahlung der kaiserlich Sporkischen Kontribution verwandt. Der Käufer kann die Grundstücke umzäunen, doch bleibt der Dorfschaft auf der Wiese genannt "Hellinger grund" zwischen Mai und Oktober die Vor- und Nachhude vorbehalten. Die Urkunde wird auf Ersuchen der Verkäufer vom Gerichtsschreiber zu Rüthen geschrieben und mit dem Siegel des Gerichts Rüthen besiegelt. (Regest)

Altsignatur : Paquet sub lit. C N. 10 Mentzell ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf., Papierbogen, aufgedrücktes, papiergedecktes Siegel, Unterschrift des Gerichtsschreibers "Conrad Röingh".




1675 März 7
Permalink der Verzeichnungseinheit

Sämtliche Eingesessene des Dorfs Eickelborn verkaufen dem "Ludolff Jobst von Schorlemmer", Herrn zu Hellinghausen und Menzel, kurköln. Kämmerer und Drost zu Rüthen und Geseke, den gemeinen grünen Platz oder Grund mit der darin befindlichen Kuhle. Der Grund liegt "ahn der Fallfort, ins osten ahn Rinschen, ins suiden ahn Merschjohans, ins westen ahn desz Schulten kampff unndt ins norden ahn der Lippe" neben einem kleinen Bach, der aus der Heide kommt. Den Einwohnern zu Eickelborn bleibt vorbehalten, ihr Vieh durch den Grund zum Wasser zu treiben. Die Urkunde wird vom Gerichtsschreiber "Henningius" zu Erwitte unterschrieben und vom Richter "Bernhardt Honkamp" gesiegelt. (Regest)

Altsignatur : Paquet sub lit. Bb N. 5 Mnetzel ad loculum ultimum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papierbogen, Unterschrift des Gerichtsschreibers auf Vollmacht von "Tonnis Voss", Tonnis Beerman" und "Frantz Bonemeyer" namens des Dorfes, aufgedrücktes, papiergedecktes Siegel.




1676 November 8
Permalink der Verzeichnungseinheit

Eheberedung zwischen "Ludolph Jobst von Schorlemmer", Herrn zu Hellinghausen, Menzel und Anröchte, kurköln. Kämmerer, Drost zu Rüthen und Geseke, Sohn des + "Alhardt Jobst von Schorlemmer" und der "Clara Agnes von Hugenpoth" vom Haus Stockum, und der "Goda Ursula von Oynhausen", Tochter des "Ludolph von Oynhausen" zu Eichholz, Paderborner Landdrost, und der "Odilie geb. von der Lippe". Die Braut verzichtet auf die elterlichen Güter. Sollten aber die beiden Brüder der Braut, "Friderich" und "Dietherich Adolph", ohne Leibeserben sterben, ist dieser Verzicht hinfällig. Für die Braut haben ihre Mutter, ihre Brüder "Friderich" und "Dietherich Adolph", Erbherr zu Eichholz bzw. Domherr zu Paderborn, sowie "Frans Borchart von Oynhausen" zu Eichholz, fürstl. Paderborner Rat und Drost zu Steinheim, als Vetter der Braut mitgewirkt, für den Bräutigam "Gaudentz von und zu Weychs", kurköln, Kämmerer, Rat, Oberforst- und Jägermeister in Westfalen, Drost zu Brilon, als Vormund der Brüder des Bräutigams. Die Mitwirkenden unterschreiben, doch für den jüngst verstorbenen Oberjägermeister unterschreibt als nächster Verwandter "Adolph Samuel von Hugenpoth" zu Stockum.

Dabei
1676 Mai 20 Eickelborn
"Ludolph Jobst von Schorlemer" quittiert seiner Schwiegermutter den Empfang der im Ehevertrag festgesetzten 1000 Rtl. die er in das Gut Hellinghausen investiert hat. (Regest)


Altsignatur : Paquet sub lit. H N. 3 Mentzel ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Beglaubigter Auszug vom Notar "Antonius Philippus Stamm".




1676 November 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Vor "Henrich Motzfeldt", Doctor der Rechte, kurbrandenburg. Richter zu Hamm und Rhynern, erscheint "Christina Sybilla Gertrudt von Hugenpott" zu Stockum und erklärt, dass sie nunmehr volljährig sei und sich mit ihrem ältesten Bruder "Gisbert Alexander von Hugenpoth" zu Stockum, Dellwig und Binkhoff dahin geeinigt habe, gegen die Zahlung von 5200 Rtl. auf die elterliche Erbschaft zu verzichten. Das Kapital sei ihr wirklich ausgezahlt worden und sie verzichte deswegen auf alle weiteren Ansprüche. Der Richter unterschreibt und siegelt, "Christina Sybilla Gertudt von Hugenpoth" unterschreibt.

Dabei
1676 August 4
"Gisberth Alexander von Hugenpoth" bestätigt den Vergleich, den sein Vetter Propst Schmising zu St. Mauritz mit seiner Schwester "Christina Sybille Gertrudt von Hugenpoth" wegen ihres Kindteils am elterlichen Erbe geschlossen hat. Die Schwester ist bereit gegen Zahlung von 5200 Rtl. auf ihren Erbteil zu verzichten. (Regest)


Altsignatur : Paquet sub lit. J N. 10 Mentzell ad loculum secundum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Begaubigte Abschriften des Notars "Balthasar Wilbrandus Claholt", Papier.




1679 Dezember 28
Permalink der Verzeichnungseinheit

Eigenhändiges Testament des "Ludolph Jobst von Schorlemmer" zu Hellinghausen und Menzel, kurköln. Drost zu Rüthen und Geseke.
Er will ohne Prunk abends in der Stille mit zwei Fackeln in der Kirche zu Hellinghausen begraben werden. Den Armen vermacht er auf 5 Jahre jährlich ein Malter Roggen. Die Kapuziner zu Rüthen sollen 50 Rtl. erhalten und für ihn beten. Die Kirche in Hellinghausen soll 50 Rtl. erhalten, die auf Zinsen angelegt werden sollen. Von den Zinsen soll der Pastor einen halben Taler, der Diener aber 2 Taler erhalten. Aus seiner Ehe mit "Goda Ursula von Oynhausen" hat er einen Sohn und eine Tochter. Erbe seines Nachlasses soll sein Sohn sein. Seine Tochter und weitere Kinder, falls sie noch kommen sollten, sollen landesüblich ausgesteuert werden. Sollte der Sohn nicht überleben, sollen der nächste Sohn, falls vorhanden, oder dann die Töchter bzw. Tochter erben. Sollten alle Kinder früh sterben und die Mutter sie überleben, wird diese in allen Gütern nachfolgen. Sollte der Testator sterben, so lange die Kinder noch minderjährig sind, soll die Mutter die Vormundschaft führen, sofern sie sich nicht wieder verheiratet. Als weitere Vormünder benennt er "Friedrich von Oynhausen", Domherr zu Paderborn, und "Johan Engelbert von Droste". Diese sollen für eine gute Erziehung der Kinder sorgen. Seine Frau soll als Witwe entweder in Hellinghausen oder in Menzel wohnen. Sollte sie sich wieder verehelichen, sollen die als weitere Vormünder benannten Herren allein die Vormundschaft übernehmen. Seine Frau erhält dann dasjenige, was im Ehevertrag vereinbart wurde.
Neben dem Testator siegeln und unterschreiben auf dem Vorderblatt "Georg Herman Spiegel", "Johan Gerhart Droste zur Nienborgh", "Friederich Ferdinandt von Hörde" und "Johan Engelbert von Droste". Weiter siegeln und unterschreiben auf dem Rückblatt der Richter "Alhardus Lotharius Wildt", "Hermannus Gallenkamp" und "Mathias Cotman".

Darunter Vermerk der Witwe: Der Herr Obermarschall "von Droste" hat sich entschuldigt, er könne die Vormundschaft nicht übernehmen, weil er in Fulda seinen Wohnsitz nehmen wolle, und den Drosten "von Lansberg" vorgeschlagen. Auch der Bruder der Witwe, der Domherr, hat sich entschuldigt, ebenfalls der andere Bruder, der den hochwürdigen Herrn "von Spigel" vorgeschlagen habe. (Regest)


Altsignatur : Paquet sub lit. G N. 6 Mentzel ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papierlibell, auf roter Schnur aufgedrückte Petschaften, Unterschriften.




1680 März 4, 1680 März 5, 1680 März 8
Permalink der Verzeichnungseinheit

Vor dem Notar "Joannes Plöscher" erscheint "Ludovicus Heineman", derzeit Verwalter des Hauses Hellinghausen, mit einer Vollmacht der "Goda Ursula von Oenhauszen", Witwe des "Ludolff Jobst von Schorlemmer" zu Hellinghausen und Menzel, vom 2. März, durch die er ermächtigt wird, in ihrem Namen von der Nachlassenschaft ihres verstorbenen Ehemanns Besitz zu ergreifen.
Darauf hat sich der Notar am 5. März mit "Heineman" nach Menzel begeben und hat dort von der Burg und den zugehörigen Ländereien Besitz ergriffen. Ebneso wurde den zugehörigen Kolonen "Schulte, Peltzer, Ruberg, Bentler" und "Klosterhaus" geboten, ihre Abgaben künftig der Witwe abzuliefern. Danach sind die Schorlemerschen Kolonen in Anröchte und Berge, nämlich "Hinrich Beleke, Herman Grove, Freundt Kortte, Helle Jost, Johan Beerbuhl, Johan Kuhehirte, Büren Figgendt, Hinrich Schrick, Johan Engelbert" aus Berge, "Hillebrand Groive, Hinrich Francke, Soist Thonniesz, Johan Melchior Schulte, Berent Schulte, Krilleke" und "Johan Fenger" aus Anröchte in "Klingenbielen" Haus ebenfalls in Pflicht genommen worden. Am 8. März hat dann "Heineman" vom Haus Hellinghausen samt seinen zugehörigen Ländereien Besitz ergriffen und auch jenseits der Lippe im Stift Münster fischen lassen. Der Notar siegelt und unterschreibt.
Zeugen: "Wilhelm Dhumen, Thonisz Schluiter, Herman Mangel" und "Antonius Huseman". (Regest)


Altsignatur : gestr. Num. 41; Paquet sub lit. A N. 16 Mentzell ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papierlibell, aufgedrücktes Siegel des Notars.




1680 März 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Thomas Wingarth" hat ab Ostern für 10 Jahre die halbe Schaftrift vom Haus Menzel in Pacht genommen und verpflichtet sich, einen Dukaten Weinkauf zu zahlen und jährlich fünf Rtl. an Pacht zu geben.
Zeuge: "Ludtwig Heineman". (Regest)


Altsignatur : Num. 14; Paquet sub lit. E N. 5 Mentzel ad loculum quartum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, Unterschriften des Pächters und des Zeugen.




1681 Februar 19
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hofrichter und Assessoren des fürstl. Paderborner weltlichen Hofgerichts bestätigen die im Testament des "Ludolph Jobst von Schorlemer" vom 28. Dezember 1679 eingesetzen Vormünder, nämlich seine Witwe "Goda Ursula geb. von Oynhausen", "Friederich von Oynhausen", Domherr zu Paderborn, und "Johan Engelbert von Droste", fürstl. Fuldischer Marschall, Geheimer Rat und Deputierter der Westfälischen Landschaft, für die unmündigen Kinder "Maximilian Friderich Alexander" und "Ottilie Ursula Adolpha". (Regest)

Altsignatur : Paquet sub lit. G N. 7 Mentzel ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papierbogen, aufgedrücktes papiergedecktes Siegel, Unterschrift des "Lib. Boltzenius".




1681 März 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Maximilian Henrich", Erzbischof zu Köln und Kurfürst, Legatus natus des hl. Stuhls, Bischof zu Hildesheim und Lüttich, Administrator zu Berchtesgaden, in Ober- und Niederbayern, auch der Oberpfalz, in Westfalen, zu Engern und Bouillon Herzog, Pfalzgraf bei Rhein, Landgraf zu Leuchtenberg, Markgraf zu Franchimont etc., belehnt "Ludwich Heineman" als Mandatar der "Goda Ursula von Oyenhauszen", Witwe des "Jobst Ludolpf von Schorlemmer", als Vormünderin von "Maximilian Friederich Alexander" und "Odilia Ursula Adolpha von Schorlemmer" für diese Kinder mit dem großen zehntfreien Hof gen. der "von Langenstraete" Hof zu Menzel mitsamt der dortigen Schaftrift. Der Aussteller siegelt mit seinem Sekretsiegel.
Zeugen "Johan Daniel Hulszman" und "Jobst Rudolpf Blumhofer", Landrentmeister bzw. Unterkellner zu Bonn. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel in Holzkapsel. Auf dem Umbug Viditvermerk des "Matthias Tapp", Unterschrift des "Casp. Buch".




1681 März 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Maximilian Henrich", Erzbischof zu Köln und Kurfürst, Legatus natus des hl. Stuhls, Bischof zu Hildesheim und Lüttich, Administrator zu Berchtesgaden, in Ober- und Niederbayern, auch der Oberpfalz, in Westfalen, zu Engern und Bouillon Herzog, Pfalzgraf bei Rhein, Landgraf zu Leuchtenberg, Markgraf zu Franchimont etc., belehnt "Ludwich Heineman" als Mandatar der "Goda Ursula von Oynhausen", Witwe des "Jobst Ludolpf von Schorlemmer", als Vormünderin von "Maximilian Friedrich Alexander" und "Odilia Ursula Adolpha von Schorlemmer" für diese Kinder mit den steinernen Haus zu Menzel, der Wüstung Ellinghausen und dem Zehnten, mit drei Teilen des Zehnten zu Meeste und dem halben Teil des Zehnten zu Meiste. Der Aussteller siegelt mit seinem Sekretsiegel.
Zeugen "Johan Daniel Hulszman" und "Jobst Rudolph Blumhöffer", Landrentmeister bzw. Unterkellner zu Bonn. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel in Holzkapsel. Auf dem Umbug Viditvermerk des "Matthias Tapp", Unterschrift des "Casp. Buch".




1681 Mai 1
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Wilhelm Rötger von Meschede" zu Alme, der am 3. April 1681 seinen Verwalter "Joan Fahle" bevollmächtigt hat, mit der "Goda Ursula geb. von Ohnhauszen", Witwe "von Schorlemmer", wegen des Verkaufs einer Wiese bei ihrem adeligen Haus Menzel zu verhandeln, quittiert den Empfang der Verkaufssumme in Höhe von 240 Rtl. (Regest)

Altsignatur : Num. 14 1/2; Paquet sublit. C N. 11 Mentzell ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, Unterschrift, aufgedrückte Petschaft.




1682 April 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Vorsteher des Dorfs Menzel bekunden, dass die Hausstätte, auf der jetzt "Stoffel Luggesz" wohnt, zur alten Burg gehört, frei adeliger Grund ist und frei von Einquartierung und allen Lasten ist. Sie versprechen, die Hausstätte nicht mit Lasten zu beschweren und ihr keine Einquartierung zuzumuten. Dabei soll nicht präjudizieren, dass bei der letzten Einquartierung kölnischer Völker "Stoffel Luggesz" zum Unterhalt der Soldaten einen Beitrag hatte leisten müssen, da sich dies auf seine ihm selbst gehörigen Güter bezog, die mit der Hausstätte nichts zu tun haben. Es unterschreiben der Notar "Rembertus Werminghausen" sowie "Hunolt Hesse" und "Christian Rusche", letzterer auch namens "Diederich Peltzer, Thonis Calfsz, Diederich Schumacher" und "Johan Schulte". (Regest)

Altsignatur : Paquet sub lit. F N. 2 Mentzel ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, Unterschriften und Namenskreuze.




1682 April 22, 1682 April 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Goda Ursula von Oyenhausen", Witwe "von Schorlemer", Frau zu Menzel, hat erfahren, dass die Dorfschaft Nettelstädt sich die Koppel- und Samthude an verschiedenen Orten anmaßt und den Offizial zu Werl veranlasst hat, den "Caspar Wilhelm Bergh", Richter zu Rüthen, und den "Johann Pickhardt" zu beauftragen über diese Ansprüche Zeugen zu befragen. Sie protestiert nun dagegen, dass sie als Erbfrau von Menzel und damit Beteiligte bisher nicht in den Vorgang einbezogen wurde.
Auf Wunsch der Frau "Anna Theodora von Oyenhausen", Äbtissin des Stifts St. Cyriacus in Geseke, der Schwester der "Goda Ursula von Oyenhausen", fertigt am 24. April der Notar "Joannes Bley", Bürger zu Geseke, eine Abschrift dieses Protestes an und übergibt sie an Herrn "Pickhardt" in dessen Haus in der Stadt Geseke vor der Steinpforte. Dieser habe darauf geantwortet, das ganze Dorf Menzel sei geladen gewesen und auch die Erbfrau von Menzel sei darunter inbegriffen gewesen, ob sie nun in Paderborn oder in Rom wohne. Da bei dem festgesetzten Termin niemand erschienen sei, sei das Zeugenverhör durchgeführt worden. Damit sei niemand in seinen Rechten verletzt worden.
Zeugen: "Johannes Cothman" und "Laurentz Steertz".
Am 1. Mai ist auch dem Richter zu Rüthen durch den Notar "Rembertus Werminghausen" der Protest der Witwe "von Schorlemmer" eingehändigt worden, der versicherte, dass die voreilige Anhörung der Zeugen der Witwe nicht zum Nachteil gereichen solle. (Regest)


Altsignatur : Lit. Q; Paquet sub lit. E N. 10 und 11 Mentzel ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Notarielle Abschriften, Papier. Siegel, Signet und Unterschrift des Notars "Joannes Bley".




10. März 1683
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Göda Ursula geb. von Oeinhausen", verwitwete "von Schorlemer", nimmt zur Abzahlung von 1000 Rtl., die ihr Ehemann entliehen hatte, bei "Joannes Patrus Voss". Lizentiat der Rechte, Assessor am Paderborner Offizialatsgericht und Advocatus Fisci, 400 Rtl. auf, davon 330 Rtl. in Kreuztalern, holländischen und französischen Talern, 40 Rtl. in halben und ganzen spanischen Kopfstücken und 30 Rtl. in alten holländischen Blamüsern. Der Betrag ist jährlich mit 5 % zu verzinsen. Zum Unterpfand setzt sie eine Obligation der "von Haxthausen" zu Bökendorf über 1000 Rtl. Die Ausstellerin siegelt und unterschreibt. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papierbogen, kanzelliert, Unterschrift und aufgedrückte Petschaft (Petschaft ihres + Ehemannes).




1685 April 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Goda Ursula von Oyenhausen", Witwe "von Schorlemmer", verkauft dem "Johannes Bentler", derzeit Kolon auf "Gerreken" Hof, das auf dem Hof stehende, in baufälligem Zustand befindliche Haus mit dem Speicher für 40 Rtl. Der Betrag soll in den nächsten Jahren zusätzlich zur Pacht mit je 10 Rtl. abgezahlt werden. (Regest)

Altsignatur : Paquet sub lit. C N. 12 Mentzel ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier durch den Notar "Rembertus Werminghausen".




1687 April 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Goda Ursula geb. von Oinhausen", Witwe "von Schorlemmer", hat von ihrer Schwester "Anna Theodora von Oinhausen", Frau "von der Lippe", vor etwa einem Jahr 200 Rtl. erhalten, die den Armen zu Geseke gehören und gerade von Herrn "von Horde" zu Schwarzenraben zurückgezahlt waren. Sie hat damals versprochen, die Schuld an Ostern zurückzuzahlen und das Kapital mit 10 Rtl. zu verzinsen. Da nun bisher keine Obligation ausgestellt war, tut sie dies hiermit, siegelt und unterschreibt. (Regest)

Altsignatur : A Num. 3; ad paquet sub Lit. HH ad loculum sextum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, Unterschrift und aufgedrücktes Siegel. Am Rand Quittung über die Rückzahlung der Schuld am 30. April 1783 von "R. von Siegen", Äbtissin, und "M. A. von Schade", Pröpstin.




1688 April 17
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Goda Ursula ", Witwe "von Schorlemer", geb. "von Oynhauszen", hat von "Isabella Anna Sophia von Cuilla" 400 Rtl. geliehen, den Reichstaler zu 35 Mariengroschen, die sie zur Abzahlung von Schulden an den Lizentiaten "Vosz" und Frau Obristin "von Weix" verwendet hat. Das Kapital soll mit 5 % verzinst werden und zwar aus der Anröchtischen Obligation über 1500 Rtl., die auch zum Unterpfand gesetzt wird. Mit der Ausstellerin siegeln und unterschreiben auch die Vormünder ihrer Kinder. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papierbögen, Unterschriften und Petschaften der Ausstellerin sowie von "G. H. Spiegel", "H. von Haxthausen" und P. J. von der Lippe". -
Darunter: 1747 Juli 21 "Frantz Joseph von Spiegel" als Universalerbe der Fr. "von Cuilla" und "Anna Sibilla Frau von Spiegel gen. Buscher" übertragen die Obligation an "Joannes Weyr", Rentmeister des Stifts Geseke, der ihnen das Kapital ausgezahlt hat. Mit dem Kapital tilgen sie Schulden an die Propstei des Stifts Geseke und an die Pastorat St. Cyriacus.
1753 Januar 25 Quittung des "J. H. Flöckher" über die Ablösung der Obligation durch den Geheimen Rat und Drosten "von der Lippe" zu Vinsebeck und Menzel.




1688 April 28
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verzeichnis der Aufwendungen, die Frau "von Schorlemmer geb. von Oeyenhausen" für die Güter Hellinghausen, Menzell und Anröchte 1679 bis 1687 ausgegeben hat. Die Ausgaben belaufen sich auf insgesamt 12 778 Rtl. und umfassen Zinszahlungen bzw. Kapitalablösungen, Reparaturen, Anschaffungen, testamentarische Legate ihres Ehemannes usw. (Regest)

Altsignatur : Paquet sub lit. G N. 8 Mentzel ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Papierlibell.




1691 Januar 3
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die sämtlichen Vormünder der unmündigen Kinder "von Schorlemer" und der Kurator Dr. "Wennecker" vereinbaren folgende Punkte: 1. die Witwe "von Schorlemer", die das Haus Hellinghausen in guten Zustand versetzt hat, darf als Witwenwohnung das Haus Hellinghausen bewohnen. Der dortige Konduktor soll das Haus räumen. Stattdessen soll sich ein Rezeptor um die Einkünfte und Rechte des Hauses kümmern. 2. Wegen der Forderung der "von Lieszkirchen" will man die Obligation der Stadt Hamm für das Kapital und die rückständigen Zinsen anbieten. 3. Am 12. Februar sollen die Verwalter ihre Rechnungen vorlegen. Dann soll auch über die Verpachtung von Menzel befunden werden. 4. Da man sich mit dem Eigentümer von Eickelborn nicht in der Güte einigen kann., soll der Kurator die Sache in Werl und Arnsberg weiter betreiben. 5. Der "Heineman" soll die Rechnung beim Vikar "Gallenkamp" einfordern und am 12. Februar vorlegen. (Regest)

Altsignatur : Paquet sub lit. J N. 11 Mentzell ad loculum secundum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Pro Memoria, Papier.




1691 Januar 31
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Goda Ursula geb. von Oynhauszen", Witwe "von Schorlemmer", schuldet ihren Schwestern "Anna Theodora von Oynhauszen", Frau "von der Lippe", und "Ottilia von Oynhauszen", Frau "von Haxthauszen", jeweils 500 Rtl. Sie hat damals mit diesem Geld eine Schuld ihres + Ehemanns in Köln beglichen. Da nun ihre Schwester Frau "von Haxthauszen" die Rückzahlung wünscht, sie aber kein bares Geld hat, überträgt sie der Frau "von Haxthauszen" eine Obligation auf Bökendorf über 1000 Rtl. Kapital, die sie von ihren Brüdern als Mitgift erhalten hat. Der Überschuss von 500 Rtl. ist ihr von ihrer Schwester und deren Ehemann "Symon Hilmar von Haxthauszen" in Brandenburgischen und Braunschweigischen Dritteln bar ausgezahlt worden. Diese Summe hat sie ihrer anderen Schwester Frau "von der Lippe" ausgezahlt. Da nun die Obligation 1000 Rtl. beinhaltet, der Konduktor von Bökendorf aber nur 43 Rtl. 34 Gr. zahlt, will sie den "von Haxthauszen" die (üblichen) Zinsen zahlen und das überschießende Kapital entrichten. Wird von ihren Brüdern das Kapital wirklich bezahlt, entfällt die Zinszahlung durch sie. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, kanzelliert, Unterschriften und Petschaften der Ausstellerin, von "G. H. Spiegell" als Vormund und "P. H. von der Lippe".




1691 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Goda Ursula geb. von Öhnhauszen", Witwe des "Lulff Jobst von Schorlemmer" zu Hellinghausen und Menzel, leiht mit Wissen des "Otto Schuerman", Schreibers am Kloster Benninghausen, von Dr. jur. utr. "Diederich Jacobi", Bürgermeister und Syndikus der Stadt Soest, 200 Rtl., davon 160 Rtl. in kurbrandenburgischen doppelten Mark- oder Guldenstücken, und verspricht das Kapital mit 5 % zu verzinsen. Die Ausstellerin siegelt und unterschreibt. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papierbogen, Petschaft und Unterschrift der Ausstellerin, Unterschriften von "Otto Schuerman" und "Wilhelm Degenhard Polman", Student.




1692 Mai 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Goda Ursula geb. von Oeinhausen", Witwe "von Schorlemer", hat von "Clara Maria de Bocholtz", Kapitularin des freiadeligen Stifts Geseke, 900 Rtl. zu je 36 Mariengroschen geliehen, die sie zur Einlösung einer Wiese an der Lippe zwischen den Herringhausischen und Hellinghausischen Weiden genannt das "Norderholtz" verwandt hat. Sie verspricht, das schuldige Kapital jährlich mit 5 % zu verzinsen und setzt die Wiese zum Unterpfand. Mit der Ausstellerin siegeln und unterschreiben die Vormünder ihrer Kinder. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papierbogen, 4 aufgedrückte Petschaften und Unterschriften von "Goda Ursula geb. von Oeinhausen", Witwe "von Schorlemer", "G. H. Spiegell", "P. J. von der Lippe", " S. H. von Haxthausen". Darunter Quittung der "C. M. Bucholtz" über die Rückzahlung der Summe am 3. September 1718.




1692 Oktober 2
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Joseph Clement", Erzbischof zu Köln, Erzkanzler durch Italien und Kurfürst, Legatus natus des hl. Stuhls, Bischof zu Freising und Regensburg, Adminsitrator zu Berchtesgaden etc., belehnt den "Johan Gerhard Grevenkemper", der durch die Vormünder der minderjährigen beiden Kinder des "Jobst Ludolph von Schorlemmer", nämlich "Goda Ursula von Oinhauszen" und "Georg Hermann Spiegel", dazu bevollmächtigt ist, für die minderjährigen Kinder "Maximilian Friderich Alexander" und "Odilia Ursula Adolpha von Schorlemmer" mit dem Steinen Haus zu Menzel, der Wüstung Ellinghausen, dem Zehnten und drei Teilen des Zehnten zu Meeste und dem halben Teil zu Meiste. Der Aussteller siegelt mit dem Sekretsiegel.
Zeugen: "Adolph Sigismund Burman", Dr. beider Rechte, Dechant der Stiftskirche in Bonn, und "Johan Herman Kempis", Lizentiat der Rechte. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel in Holzkapsel, Viditvermerk des "Ad. Sig. Burman", auf dem Umbug Unterschrift des "Casp. Buck".




1692 Oktober 2
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Joseph Clement", Erzbischof zu Köln, Erzkanzler durch Italien und Kurfürst, Legatus natus des hl. Stuhls, Bischof zu Freising und Regensburg, Adminsitrator zu Berchtesgaden etc., belehnt den "Johan Gerhard Grevenkemper", der durch die Vormünder der minderjährigen beiden Kinder des "Jobst Ludolph von Schorlemmer", nämlich "Goda Ursula von Oinhauszen" und "Georg Hermann Spiegel", dazu bevollmächtigt ist, für die minderjährigen Kinder "Maximilian Friderich Alexander" und "Odilia Ursula Adolpha von Schorlemmer" mit dem großen zehntfreien Hof gen. der von Langenstraten Hof zu Menzel mit der Schaftrift. Der Aussteller siegelt mit dem Sekretsiegel.
Zeugen: "Adolph Sigismund Burman", Dr. beider Rechte, Dechant der Stiftskirche in Bonn, und "Johan Herman Kempis", Lizentiat der Rechte. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., anh. Siegel in Holzkapsel, Viditvermerk des "Ad. Sig. Burman", auf dem Umbug Unterschrift des "Casp. Buck".




1693 März 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Herman Reckardt", der wegen Krankheit seine vom Haus Menzel abhängige Kötterstelle nicht länger unterhalten kann, verkauft dem "Adam Möllman", Verwalter des Hauses Menzel, für die Herrschaft für 17 Rtl. 8 Groschen die Kötterstelle, wobei er sich zeit Lebens einen Stuhl beim Feuer und auf der Stube und eine freie Kammer reserviert.
Zeugen: "Dietherich Lange gen. Hase", "Christian Rusche" und "Tönnisz Schluter" zu Berge und Menzel. (Regest)


Altsignatur : Paquet sub lit. C N. 13 Mentzell ad loculum primum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, Unterschrift des Notars "Rembertus Werminghausen".




1693 Oktober 1
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Goda Ursula geb. von Ohnhausen", Witwe des "Ludolff Jobst von Schorlemmer" zu Hellinghausen und Menzel, hat von Dr. Dietrich Jacobi, Bürgermeister und Syndikus der Stadt Soest, am 24. Juni 1691 200 Rtl. aufgenommen und leiht von ihm nochmals 400 Rtl. Das gesamte schuldige Kapital soll jährlich am Johannistag mit 30 Rtl. verzinst werden. Zum Unterpfand setzt sie den Ehlinger Zehnten bei Menzel und behält sich den Rückkauf vor. Die Ausstellerin unterschreibt und siegelt und lässt den Vertrag notariell aufnehmen.
Zeugen: "Henrich Otto Edel", Schreiber zu Benninghausen, "Jörgen Abeck", Küster daselbst, und "Ludtwig Heineman", Verwalter zu Menzel. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, Unterschrift und aufgedrücktes Siegel der Ausstellerin, Unterschriften der Zeugen, Unterschrift und aufgedrücktes Siegel des Notars "Johannes Petrus Crüseman".




1697 März 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Theresia Catharina Joanna geb. von Siegen", Frau "von Cordon", und ihr Ehemann "von Cordon", kurbraunschweig-lüneburgischer Capitain, übertragen dem Kloster Ewig diejenigen 1000 Rtl., die der "Theresia Catharina Joanna von Siegen" in der geschwisterlichen Erbteilung als Teil der Obligation über 4000 Rtl. auf den Schorlemerschen Gütern zu Menzel überschrieben worden sind, und quittieren den Empfang der Summe. Es unterschreiben und siegeln: die Ausstellerin und ihr Ehemann, "J. Hillebrandt de Gaugreben" als Vormund, "J. A. von Gaugreben", "Johann Evers", kurköln. Richter zu Brilon.
Zeugen: "Johan Caspar Weller", und "Johannes Hoffman". (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, 4 aufgedrückte Siegel und Unterschriften, Unterschrift und aufgedrücktes Siegel des Richters.




1698 Juni 7
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Frantz Dietherich von Loen" und seine Nichte "Ursula Gertrud Schilling" verkaufen dem Dr. jur. "Alhardt Wilhelm Wolterman", kurköln. Richter zu Geseke, die ererbten Höfe "Tilman" zu Menzel, "Gerling" und "Greve" zu Hemmerde im Gogericht Rüthen. Die Verkäufer unterschreiben und siegeln, lassen das Gericht siegeln und den Gerichtsschreiber unterschreiben. (Regest)

Altsignatur : N. 6 1768.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Perg., Unterschriften der Verkäufer, des Notars "Henr. Wilhelm Willman" und des Gerichtsschreibers "Bernardus Theodorus Vasbach", 3 anh. Siegel in Holzkapseln: 1. Frantz Dietherich von Loen, 2. Gericht Rüthen, 3. Notar (Umschrift: Non ferus sed verus; Bild: wilder Mann).




1698 September 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Göda Ursula geb. von Oynhauszen", Witwe des "Jobst Ludolf von Schorlemmer", nimmt zugleich als Vormünderin ihrer unmündigen Kinder zur Abzahlung der Erben von Siegen, speziell der Frau Deters, bei ihrer Schwester "Anna Theodora von Oynhauszen", Witwe des Paderborner Brigadiers "Philip Jacob von der Lippe" 1000 Rtl. auf. Die Schuld ist jährlich mit 50 Rtl. zu verzinsen. Die Ausstellerin siegelt und unterschreibt. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, kanzelliert, aufgedrücktes Siegel und Unterschrift der Ausstellerin sowie (nicht angekündigt) aufgedrücktes Siegel und Unterschrift des "Max Friderich Alexander von Schorlemer".
Darunter: 1749 März 11 Neheim Obristleutnant "von Folleville" und Witwe "von Folleville geb. von Passow" quittieren die Rückzahlung der Schuld durch "Moritz Anton von der Lippe" zu Vinsebeck und Menzel.




1698 September 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Ghöda Ursula geb. von Oynhauszen", Witwe des "Jobst Ludolf von Schorlemmer", nimmt zugleich als Vormünderin ihrer unmündigen Kinder zur Abzahlung der Erben von Siegen, speziell der Frau Deters, bei ihrer Schwester "Anna Theodora von Oynhauszen", Witwe des Paderborner Brigadiers "Philip Jacob von der Lippe" 700 Rtl. auf. Die Schuld ist jährlich mit 35 Rtl. zu verzinsen. Die Ausstellerin siegelt und unterschreibt. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, aufgedrücktes Siegel und Unterschrift der Ausstellerin sowie (nicht angekündigt) aufgedrücktes Siegel und Unterschrift des "Max Friderich Alexander von Schorlemer".
Darunter: 1749 März 11 Neheim Obristleutnant "von Folleville" und Witwe "von Folleville geb. von Passow" quittieren die Rückzahlung der Schuld durch "Moritz Anton von der Lippe" zu Vinsebeck und Menzel.




1698 Oktober 2
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Friederich von Nabock" und seine Frau "Anna Dorothea Elisabet von Sigen" quittieren über den Empfang der 1800 Rtl., die der Ehefrau in der Erbteilung zugefallen war und die auf dem Gut Menzel der Drostin "von Schorlemmer" zu Menzel standen, und sprechen die Drostin von dieser Schuld frei. Der Schuldnerin soll die Originalobligation, die sich auf dem Haus Gevelinghausen befindet, übergeben werden. Die Aussteller siegeln und unterschreiben. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, Unterschriften und aufgedrückte Siegel.




1699 März 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Vormünder der unmündigen Kinder des + "Ludolff Jobst von Schorlemer" zu Hellinghausen einigen sich mit "Adolph Gaudentz Jobst von Schorlemer" zu Eickelborn wegen der aus der Erbteilung von 1667 herrührenden Forderung, die Hellinghäuser Güter von allen Schulden zu befreien und bis dahin, die Schuldzinsen zu bezahlen. Da dies nicht geschehen war, hatten die Vormünder Klage erhoben und ein vollstreckbares Urteil mit Immission erhalten. Wegen naher Verwandtschaft wird nun folgender Vergleich geschlossen: der Herr zu Eickelborn zahlt den Kindern 3000 Rtl. und verzichtet auf Forderungen, die sich aus der Verwaltung seiner Güter während seiner Unmündigkeit durch "Ludolff Jobst von Schorlemer" ergeben. Die Vormünder der Kinder zu Hellinghausen verzichten auf die ihnen schon gerichtlich zugestandene Immission in die Eickelborner Güter und weitere Forderungen. Es siegeln und unterschreiben: "G. U. Spiegell" als Vormund, "S. H. von Haxthausen" als Vormund, "A. G. F. von Schorlemer" und Dr. "N. Wenneker" als Anwalt. (Regest)

Altsignatur : Paquet sub lit. J N. 12 Mentzell ad loculum secundum.

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, 4 aufgedrückte Siegel und Unterschriften.




1699 April 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Göda Ursula geb. von Oeinhausen", Witwe "von Schorlemer", leiht von ihrer Schwester Witwe "Anna Theodora von der Lippe" 500 Rtl. Mit diesem Geld hat sie beim Domkapitel zu Paderborn den Zehnten zu Mönnighausen (Morighausen) eingelöst, der von den Vorfahren ihres verstorbenen Ehemannes dem Domkapitel für eine Schuld von 500 Rtl. verpfändet worden war und mehr einträgt als die übliche Verzinsung von 5 %. Sie verschreibt ihrer Schwester den Zehnt, doch soll diese davon als Zins nur 25 Rtl. einnehmen und den Überschuss an die Ausstellerin und ihre Kinder geben. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papier, kanzelliert, aufgedrücktes Siegel und Unterschrift der Ausstellerin, Unterschrift des "Max Friderich Alexander von Schorlemer". - 1749 März 11 Quittung der Witwe "von Folleville geb. von Passow" und des Obristleutnants "von Folleville" über die Rückzahlung der Schuld durch "Moritz Anton von der Lippe" zu Vinsebeck und Menzel.




1700 Juni 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Max Friderich Alexander von Schorlemer" leiht von "Johan Hulsebecker", Ochsenhändler zu Schwelm, 1000 Rtl., die zur Reise seines Sohnes "Max Friderich von Schorlemer" nach Frankreich bestimmt sind. "Hulsebecker" erhält die Nutzung von drei Weiden des Hauses Hellinghausen von Mai bis Martini im Wert von 165 Rtl. Da der übliche Zins 5 % beträgt, soll mit dem Überschuss das schuldige Kapital getötet werden. Der Aussteller unterschreibt und siegelt.

Bemerkung: Max Friedrich Alexander von Schorlemer dürfte das Geld für seine eigene Frankreichreise aufgenommen haben. Die Wendung, das Geld sei für die Reise seines Sohnes, ist irreführend und rührt wohl daher, dass seine Mutter für ihn das Geld entlieh (vgl. N Urk. 122). (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Ausf.-Papierbogen, Unterschrift und aufgedrücktes Siegel.



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