Universitätsarchiv der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
6. Sammlungen und Nachlässe
6.4. Nachlässe
Nachlass Karl Theodor Schäfer
Nachlass Karl Theodor Schäfer


Signatur : NL Schäfer

Name : Nachlass Karh Theodor Schäfer

Beschreibung :

Karl Theodor Schäfer wurde am 27. Juli 1900 in Essen geboren. Nach seiner Jugendzeit in Essen, wo er sich früh aktiv an der Gründung der Essener Gruppe des Bundes Neudeutschland beteiligte (Nr. 2-3), studierte er in Bonn, Köln und Rom katholische Theologie. 1924 wurde er in Köln zum Priester geweiht und trat eine Stelle als Kaplan an St. Laurentius in Elberfeld an. Die Jahre 1925-1928 verbrachte Schäfer als Alumnus des Päpstlichen Bibelinstituts und Konviktor im Campo Santo Teutonico in Rom (Nr. 4) und wurde am 15. Februar 1928 in Bonn mit einer Arbeit zur Geschichte der lateinischen Übersetzung des Hebräerbriefs promoviert. Im selben Jahr erfolgte seine Promotion zum Lizentiaten der Bibelwissenschaften in Rom. Nach seiner Habilitation wurde er 1931 zum Privatdozenten in Bonn ernannt, bevor er 1932 einem Ruf als außerordentlicher Professor an die Philosophisch-Theologische Hochschule Regensburg folgte. Sein erstes Ordinariat erhielt Schäfer 1937 an der Staatlichen Akademie Braunsberg (Braniewo), wo er bis zur Auflösung der Akademie 1945 wirkte. (Nr. 5)Nach Kriegsende übernahm Schäfer eine Pfarrstelle in Delhoven am Niederrhein, die er bis 1948 betreute. Zum Sommersemester 1946 wurde er als Ordinarius für Neues Testament an die Universität Bonn berufen.(Nr. 6) Hier blieb er bis zu seiner Emeritierung 1969.Während seiner Bonner Zeit amtierte Schäfer 1948/49 (Nr. 7) und 1959/60 (Nr. 24-28) als Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät und 1956/57 (Nr. 9-16) und 1957/58 (Nr. 17-22) als Rektor bzw. Prorektor der Universität. Daneben wirkte er von 1959 bis 1968 als Mitglied und Vorsitzender der Bibliothekskommission (Nr. 33).Schäfer machte sich durch verschiedene Publikationen zum Neuen Testament einen Namen. Eine umfassende Bibliographie findet sich in Kürschners Gelehrten-Kalender 1970. Für die Universität Bonn ist sein Werk zur Verfassungsgeschichte der Universität Bonn (Nr. 36) am bedeutsamsten, welches 1968 in der Schriftenreihe zur 150-Jahrfeier der Universität erschien.1966 wurde er zum päpstlichen Hausprälaten ernannt (Nr. 30). Am 4. Oktober 1974 verstarb Karl Theodor Schäfer.Der Nachlass Karl Theodor Schäfers gelangte im Sommer 1996 als Geschenk des Collegium Albertinum an die Universitätsbibliothek. Von dort wurde er, da es sich vor allem um universitäre Belange handelte, 2007 an das Universitätsarchiv abgegeben. Der Bestand umfasst 56 Verzeichnungseinheiten und enthält überwiegend die Universität Bonn betreffende Korrespondenz Schäfers aus der Zeit von 1946 bis 1969. Es wurde eine Akte „Versendung der Rektoratsrede“ kassiert. Der Bestand ist gemäß den Bestimmungen des Landesarchivgesetzes NRW nutzbar. Die Akten sind zu bestellen und zu zitieren mit der Signatur NL Schäfer – [laufende Nummer].Der Bestand wurde zwischen September 2007 und Januar 2008 von Christian George verzeichnet.



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