c/o Rheinisches Archiv- und Museumsamt
Archiv Schloss Schönstein
Archiv Schloss Schönstein - Urkunden
Alle Verzeichnungseinheiten der Klassifikation anzeigen


1467 Juli 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johann von Widderstein (Wieder-), der ebenso wie sein verstorbener Vater Hermann von Widderstein mit seinem verstorbenen Verwandten Christian (Cristgin) von Seelbach gen. Krottorf (Croitdorf) und dann dessen Söhnen Johann, Goedart, Philipp und Ludwig in Streit lag, einigt sich mit diesen durch Vermittlung von Johann von Seelbach, des verstorbenen Gerhard Sohn, und seinen übrigen Ganerben zu Zeppenfeld folgendermaßen gütlich: Die von Seelbach gen. von Krottorf sollen erblich innehaben: - Gut und Erbschaft zu Wiederstein (Wiedertzsteine), - den Zoll und das, was jährlich an Pflug- und Futterhafer im Seelbacher Grund (grunde van Seelbach) fällig ist, - das Gut zu Hupsdorf (-torf) -die Liebach,- was Johann hiervon bisher als Erbteil und Pfandschaft beanspruchte. Er verzichtet zu deren Gunsten erblich hierauf, so daß sie hierüber wie über Eigen verfügen können; alle Pfand- und Schuldurkunden, die er von ihnen in Händen hat, sind ungültig. Demgegenüber lassen jene ihn seinen Erbteil des halben Hofs zu Boldenbach mit Haus und sonstigem Zubehör an Lehen und Eigen als Eigentum gebrauchen. Sie lassen ihn und seine Erben in dem Teil des Hofs unbeeinträchtigt, der Ernst von Seelbach gehörte, dessen Stammeserbe Johann ist, und zwar gemäß der zwischen Friedrich Langbein von Seelbach und seinem Bruder Ernst vorgenommenen Erbteilung. Hierbei gilt auch die zwischen Johann und seinen Verwandten von Seelbach gen. Krottorf herbeigeführte Einung, wonach Johann die andere Hälfte des Hofes, die ahnherrliches Erbe seiner Verwandten ist, als Pfand auf Grund der Verschreibung nutzen soll, die ihr Vorfahr Friedrich Langbein seinem Bruder Ernst auf seinen Teil des Hofs erteilt hatte, und zwar bis sie diese Hälfte gemäß der ihm ausgestellten Verschreibung mit 170 fl. einlösen. Sobald sie oder ihre Erben ihren Teil derart eingelöst haben, dürfen sie ihn oder seine Erben in seiner Hälfte des Hofes nicht beeinträchtigen; beide Parteien haben den Hof dann gemäß der zwischen Friedrich Langbein von Seelbach und seinem Bruder Ernst vorgenommenen Teilung inne. Johann leistet erbliches Währschaftsversprechen für den Fall unberechtigter Erbansprüche seiner Schwestern und sonstigen Verwandten. Er verpflichtet sich, zugleich für seine Erben, unter Eid auf die Vereinbarungen, jeder Rechtsbehelf dagegen ausgeschlossen. - Siegler: der Aussteller, auf seine Bitten sein Vetter Arnold von Widderstein sowie der Mittler Johann von Seelbach, des verstorbenen Gerhard Sohn. - Uf s. Jacobs abent des heyligen apostulen.

v.num : 452

Enthält : Ausf., Perg., Sg. 1-3 erh.- Rv.: Diser brief gehort zu meinen brief undt siegeln. Diweil aber einer von Seelbach sein theil zolls und fuderhaber darin versetzt undt also in gemeinen sachen zu bestettigung des vertrags gebraucht werden kann, zu den gemeinen originalien gelegt worden (16. Jh.). - Nr. 429.



Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken