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Räumliche Zuständigkeit

 

Das 1930 errichtete Bistum Aachen setzt sich zum größten Teil aus ehemaligem Gebiet des Erzbistums Köln (Eifel, Düren, Mönchengladbach) und Gebiet des Bistums Münster (Kempen, Nettetal) sowie auch einem kleinen Bereich des Bistums Trier zusammen. Von 1824-1921 gehörten die heute ostbelgischen Kantone Eupen-Malmédy kirchlich zum Erzbistum Köln. Der Aktenbestand hierzu ist an das Aachener Bistumsarchiv übergegangen.



Die "französische Zeit" (1802 - 1825)

Das erste Bistum Aachen wurde auf Betreiben Napoleons 1802 auf der Basis des französischen Konkordats von 1801 geschaffen. Das Gebiet des heutigen Bistums Aachen gehörte bis zur Französischen Revolution zum größten Teil zum Erzbistum Köln, zu kleineren Teilen zu den Diözesen Lüttich und Roermond. Die erste Diözese Aachen umfaßte die beiden Departements Rur und Rhein-Mosel, den linksrheinischen Anteil der bisherigen Erzdiözese Köln, einen großen Teil des Bistums Lüttich, an Mosel und Mittelrhein Gebiete der früheren Erzdiözese Trier sowie kleinere Gebiete des Erzbistums Mainz und der Diözesen Utrecht und Roermond. Schließlich griff diese große Diözese auch auf rechtsrheinisches Gebiet über, als das Land um Wesel 1808 in sie einbezogen wurde.

Napoleon stürzte. Europas Antlitz veränderte sich erneut. Der Wiener Kongreß (1814 - 1815) brachte jedoch keine Klärung der kirchlichen Angelegenheiten. So kam es zur Päpstlichen Bulle "De salute animarum" vom 16. Juli 1821, die die Neuumschreibung der preußischen Diözesen vornahm. Sie hob das Bistum Aachen auf und errichtete wieder das Erzbistum Köln. Die endgültige Auflösung des Bistums Aachen erfolgte dann am 24./25. März 1825 nach der letzten Sitzung des Domkapitels.



Die Wiedererrichtung (1930)

Grundlage für die Wiedererrichtung des Bistums Aachen in seiner heutigen Zirkumskription wurde das 1929 zwischen dem Hl. Stuhl und dem Freistaat Preußen geschlossene Konkordat, das von Nuntius Eugenio Pacelli (dem späteren Papst Pius XII.) und vom preußischen Ministerpräsidenten Otto Braun am 14. Juni 1929 in Berlin unterzeichnet wurde.

Es folgten am 13. August 1930 die Päpstliche Bulle "Pastoralis officii Nostri" und das "Dekret des Apostolischen Nuntius in Deutschland betr. Domkapitel und Cirumscripto der Diözese Aachen" vom 31. August 1930.