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Bergisch Gladbacher Stadtgeschichte



Ein Buch, das die Stadtgeschichte Bergisch Gladbachs in einem Band zusammenfasst, von den Anfängen der einzelnen Orte bis zur Gegenwart reicht und das gesamte heutige Stadtgebiet abdeckt, eine solche Gesamtdarstellung suchte man bisher vergebens. Mit Unterstützung der VR Bank Bergisch Gladbach und der Bensberger Bank hat das Stadtarchiv Bergisch Gladbach im Jubiläumsjahr 2006 ein Buch herausgebracht, in der zwölf Autoren die einzelnen Epochen der Bergisch Gladbacher Stadtgeschichte darstellen.

Ziel des Buches ist nicht die vollständige Auflistung historischer Fakten, sondern die Herausarbeitung von Entwicklungen und Zusammenhängen, die für das Verständnis der Bergisch Gladbacher Stadtgeschichte wesentlich sind. Siedlungsentwicklung, Wirtschaftsgeschichte, städtische Politik und Verwaltung, soziale Verhältnisse, Kultur- und Kirchengeschichte werden in einer integrierenden Epochenschilderung aufeinander bezogen und ergeben ein Gesamtbild der Bergisch Gladbacher Lebensverhältnisse. Grundlage der Darstellung ist der Raum Bergisch Gladbach in seinen heutigen Grenzen, der als historischer Gesamtraum begriffen wird. Unterschiedliche Entwicklungen einzelner Ortsteile werden vergleichend und interpretierend aufeinander bezogen.

Die Gliederung ist chronologisch. Die Abgrenzung der einzelnen Kapitel orientiert sich dabei vielfach an lokalen Entwicklungen und Wendepunkten. Zu Beginn des Buches stellt Ulrich Jux die geologischen und naturräumlichen Grundlagen der Bergisch Gladbacher Geschichte dar, während Michael Gechter und Jennifer Gechter-Jones von der Overather Außenstelle des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege archäologische Funde aus Bergisch Gladbach auswertet. Den Anfängen der einzelnen Orte im lokalen Raum aufgrund der ersten schriftlichen Belege geht Lothar Speer nach. Albrecht Brendler, der eine Dissertation über die Grafschaft Berg im Mittelalter vorbereitet, beschäftigt sich mit den Siedlungs- und Herrschaftsstrukturen im späten Mittelalter. Das Zeitalter der konfessionellen Spaltung im 16. und 17. Jahrhundert wurde von Thomas Becker bearbeitet, der hauptamtlich im Archiv der Universität Bonn beschäftigt ist.

Ein wichtiger Wendepunkt für die Geschichte Bergisch Gladbachs war der Bau des Neuen Schlosses in Bensberg nach 1700. Die Düsseldorfer Historikerin Barbara Schildt-Specker beschäftigt sich mit dem Schloss Jan Wellems und mit den Mühlen an der Strunde im 18. Jahrhundert. Die französische Umwälzung nach 1794/95 schildert Jörg Engelbrecht, der an der Universität Duisburg-Essen lehrt. Vom Übergang an Preußen 1815 bis zum Eisenbahnanschluss 1868/70 reicht das achte Kapitel, das Hildegard Brog aus Köln übernommen hat.

Der Eisenbahnanschluss bildet einen weiteren historischen Einschnitt, der maßgeblich zur städtischen Entwicklung und Industrialisierung Bergisch Gladbachs beitrug. Die Zeit des Kaiserreiches bis zum Jahre 1914 stammt aus der Feder von Stadtarchivar Albert Eßer. Mit dem Ersten Weltkrieg und der Weimarer Republik beschäftigt sich Stephen Schröder, Assistent von Joachim Scholtyseck an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn, der selbst das Kapitel über die Zeit des Nationalsozialismus in Bergisch Gladbach übernommen hat. Das Kapitel vom Kriegsende 1945 bis zur kommunalen Neugliederung 1975 und ein Ausblick auf die Zeit nach 1975 schließlich stammen aus der Feder von Gisbert Franken, Redakteur der Bergischen Landeszeitung in Bergisch Gladbach.

Der Band umfasst 571 Seiten und enthält 204 Abbildungen. Eine Besonderheit ist die auf der Innenseite des Schutzumschlages abgedruckte, ausklappbare Karte des gesamten heutigen Stadtgebietes aus dem Jahre 1904. Das Buch kostet 25 Euro und ist im Stadtarchiv und im örtlichen Buchhandel erhältlich.

Die in der Bergisch Gladbacher Stadtgeschichte enthaltene Literaturliste mit Büchern und Aufsätzen zur Bergisch Gladbacher Stadtgeschichte ist ebenfalls im Internet eingestellt.

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