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Quellenheft 1933 - 1945

Das Stadtarchiv Bergisch Gladbach hat mit Unterstützung der VR Bank Bergisch Gladbach und der Bensberger Bank ein 109 Seiten umfassendes Quellenheft mit 48 erläuterten und kommentierten Aktenstücken, Briefen, Zeitungsartikeln, Fotos und Erinnerungstexten zur Bergisch Gladbacher Stadtgeschichte 1933-1945 herausgebracht. Dieses Heft ist zum Preis von 12 Euro im Stadtarchiv an der Hauptstraße 310 und im örtlichen Buchhandel erhältlich.

 

 

Inhalt

 

Einleitung

 

22. Februar 1933

Die Polizeibehörde Bergisch Gladbach verbietet den Aushang einer sozialdemokratischen Wahlzeitung.

 

11. März 1933

Die christlichen Gewerkschaften in Bergisch Gladbach lehnen die Feier zum Volkstrauertag ab, weil sie gegen die Weimarer Verfassungsfarben gerichtet ist.

 

11. März 1933

SA-Männer besetzen die Verlagsräume der Rheinisch-Bergischen Zeitung.

 

13. März 1933

Der sozialdemokratische Leiter des Bergisch Gladbacher Arbeitsamtes, Peter Walterscheidt, wird von SA-Männern öffentlich gedemütigt.

 

14. März 1933

Der Bürgermeister der Stadt Bergisch Gladbach beurlaubt auf Verlangen der NSDAP städtische Verwaltungsmitarbeiter.

 

21. März 1933

Der „Tag von Potsdam“ wird in Bergisch Gladbach durch eine „nationale Kundgebung“ begangen.

 

30. März 1933

Der Regierungspräsident Köln weist die Beschwerde des Sozialdemokraten Peter Walterscheidt gegen seine Inhaftierung zurück.

 

30. März 1933

In der ersten Sitzung des neu gewählten Bensberger Gemeinderates formuliert die NSDAP ihren Führungsanspruch.

 

1. April 1933

Die Kreisparteizeitung der NSDAP wirft der Bensberger Zentrumspartei Beleidigung und Herausforderung des Führers vor.

 

25. Juni 1933

Nach dem Verbot der SPD formuliert das Kreisparteiblatt der NSDAP den Totalitätsanspruch der Nationalsozialisten.

 

29. Juni 1933

Die Kommunistin Gertrud Hamacher wird verhaftet.

 

29. Juni 1933 bis 3. Juli 1933

Verhaftete Kommunisten werden in den Gebäuden der ehemaligen Fabrik Stellawerk „eingehenden Kreuzverhören“ unterworfen

 

30. Juni 1933

Die Stadtverordnetenversammlung nimmt Kenntnis davon, dass Adolf Hitler das Ehrenbürgerrecht der Stadt Bergisch Gladbach angenommen hat.

 

7. Oktober 1933

Landrat Julius Mennicken deutet den Aufstieg Bergisch Gladbachs zur Kreisstadt als Durchsetzung der nationalsozialistischen Weltanschauung.

 

7. November 1933

Der Bürgermeister von Bensberg beantragt die Einrichtung einer nationalsozialistischen Bildungsanstalt im Schloss.

 

28. Januar 1934

Pfarrer Röttgen lädt zu einem Dankgottesdienst am ersten Jahrestag der „Machtergreifung“ ein.

 

19. März 1934

Die katholische Jugendgruppe „Landsknecht“ an der Pfarre St. Josef Heidkamp will sich von dem Verbot des geschlossenen Auftretens in der Öffentlichkeit nicht einschüchtern lassen.

 

10. Mai 1934

Die katholische Jugend in Heidkamp wirbt trotz Störversuchen der Hitlerjugend neue Mitglieder.

 

16. Mai 1934

Bürgermeister Jacke erläutert den ernannten Ratsherren das Führerprinzip der Gemeindeverwaltung.

 

1. Februar 1935

Das Jungvolk der Hitlerjugend in Bergisch Gladbach hält für eine neu verliehene Fahne eine Ehrenwache im Rathaus.

 

30. Mai 1935

In Bensberg werden Maispiele als „Fest der Gemeinschaft“ gefeiert.

 

20. und 21. Juli 1935

Anlässlich des Kreisparteitages der NSDAP in Bergisch Gladbach finden große Aufmärsche statt.

 

Winter 1935/1936

Schüler der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt exerzieren im Hof des Bensberger Schlosses.

 

2. Januar 1936

Die Polizei überprüft die Einhaltung der „Nürnberger Rassengesetze“ in Bergisch Gladbach.

 

10. April 1936

Ein Kameradschaftsführer der Hitlerjugend beschwert sich über den katholischen Pfarrer in Herrenstrunden.

 

20. April bis 6. Mai 1936

Schülerinnen des Bergisch Gladbacher Lyzeums nehmen an einem nationalpolitischen Lehrgang in Prüm teil.        

 

2. November 1936

Die Juden sollen im Schulunterricht nicht mehr als das auserwählte Volk behandelt werden.

 

11. April 1938

Zwei Frauen, die sich nach dem Anschluss Österreichs nicht an der von Hitler festgesetzten Volksabstimmung beteiligen, werden die Fensterscheiben ihres Ladengeschäftes zertrümmert.

 

1. Juli 1938

Der Bergisch Gladbacher Musikbeauftragte beschreibt die Entwicklung des musikalischen Leben in der Stadt.

 

23. Juli 1938

Der Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius versucht, die geplante Übernahme des katholischen Friedhofes in städtische Verwaltung zu verhindern.

 

23. März 1939

Die besoldete Beigeordnetenstelle bei der Stadt Bergisch Gladbach wird ohne Ausschreibung mit einem „alten Kämpfer“ besetzt.

 

17. April 1939

Die konfessionellen Volksschulen werden in Gemeinschaftsschulen umgewandelt.

 

8. Juni 1939

Die Polizei veranlasst die Entfernung bei Fronleichnamsprozessionen gehisster kirchlicher Fahnen.

 

2. Oktober 1939

Der jüdische Kaufmann Reinhold Joschkowitz fügt seinem Vornamen den Namen „Israel“ hinzu.

 

31. August 1940

Bürgermeister Dr. Kappes drückt der Familie des ersten bei einem Luftangriff auf Bergisch Gladbach umgekommenen Fliegeropfers sein Beileid aus.

 

20. April 1941

Die NSDAP ruft zu einer Großkundgebung im Bergischen Löwen auf.

 

8. Dezember 1941

Die Maschinenfabrik Berger & Co. berichtet über die Entwicklung des Betriebes während des Krieges.

 

1942

Die Nationalpolitische Erziehungsanstalt wirbt für die von ihr vermittelte Ausbildung und Erziehung.

 

1. September 1942

Mit einer Feierstunde wird in Bergisch Gladbach die Hauptschule An der Buchmühle eröffnet.

 

13. Januar 1943

Sowjetische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter werden über das Verbot des Geschlechtsverkehrs mit Deutschen belehrt.

 

22. Februar 1943

Der Nachlass des Juden Ernst Simon Israel Danzig wird als volks- und staatsfeindliches Vermögen eingezogen.

 

30. April 1943

Ein Soldat schildert seinen Arbeitskollegen in Bergisch Gladbach Eindrücke von der Front in der Sowjetunion.

 

22. Februar 1944

Der Leiter der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt in Bensberg fordert Häftlinge aus dem Konzentrationslager Buchenwald an.

 

5. Oktober 1944

Dr. Erich Deutsch stirbt an Misshandlungen im Ghetto Theresienstadt.

 

3. Februar 1945

Bergisch Gladbach wird von 50 alliierten Bombern angegriffen.

 

3. März 1945

Die 14-jährige Gertrud Kierdorf beschreibt die persönlichen Auswirkungen der Luftangriffe auf Bergisch Gladbach.

 

25. März 1945 bis 14. Juni 1945

Die 14-jährige Gertrud Kierdorf erlebt das Kriegsende.

 

1949

Die Misshandlungen von Kommunisten 1933 im Stellawerk sind Gegenstand eines Strafprozesses.

 

Abkürzungen

 

Begriffe

 

Literatur

 

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