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Veranstaltungen

 

Ausstellungen:

Öffnungszeiten: Di-Fr 10.00-18.00 Uhr, Sa/So und an Feiertagen 11.00-17.00 Uhr.

 

bis zum 08.November

Fenster zur Vergangenheit: Bochums mittelalterliche Urkunden

Eigenproduktion

 

Was die Bochumerin Else Molderpass 1467 ihrer Tochter testamentarisch vermachte oder was Gläubige tun mussten, um 1415 in den Genuss eines von der Indulgenz-Kommission anlässlich des Konstanzer Konzils gewährten Ablasses zu kommen – alles das erfährt man nur aus den darüber ausgestellten Urkunden. Doch die Stücke verraten noch viel mehr: Wie durch ein Fenster zur Vergangenheit lassen sie uns den Alltag der Menschen in Bochum beobachten.

Die Ausstellung ist Teil eines Kooperationsprojektes des Bochumer Zentrums für Stadtgeschichte, der Evangelischen Stadtakademie und des Katholischen Forums Bochum, das nach den Sommerferien mit einem Urkunden-Workshop und einer Vortragsreihe zur Bochumer Kirchengeschichte fortgesetzt wird. In ihrem Mittelpunkt steht eine eindrucksvolle und vor 600 Jahren ausgefertigte Ablassurkunde aus Konstanz, die Bochum mit den großen geistlichen Diskursen des späten Mittelalters verbindet. Sie und manche anderen Ausstellungsstücke werden sonst im Pfarrarchiv der Propsteigemeinde St. Peter und Paul verwahrt und das erste Mal im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte ausgestellt.

 

Bochum im Bombenkrieg: 4. November 1944

Fotoausstellung in Eigenproduktion

 

Am Abend des 4. November 1944, zwischen 19:00 und 20:00 Uhr, erlebte Bochum den schlimmsten Luftangriff: 1.200 Tote, 2.000 Verwundete, 70.000 Menschen verloren ihre Bleibe. Die Stadt lag in Schutt und Asche. 60% des Wohnraums in der Innenstadt und die meisten öffentlichen Gebäude waren zerstört. Die Ausstellung zeigt eine kleine Auswahl von Aufnahmen der zerstörten Innenstadt aus den Jahren 1943 bis 1945.

 

1. Oktober bis 1. November

WIR GRÜNDERSTUDENTEN

 

Eine Ausstellung von Roland Ermrich und ehemaligen Studierenden der Ruhr-Universität Bochum

 

Die Gründung der Ruhr-Universität Bochum beeinflusste das Revier und die Stadt Bochum. Die Studierenden trugen zur positiven Entwicklung der RUB Wesentliches bei. Viele von ihnen hätten überhaupt nicht studiert, hätte es die RUB ab 1965 nicht gegeben. Der Anteil der Studierenden aus Arbeiter- und Angestelltenfamilien war mehr als doppelt so hoch wie an anderen Universitäten.

So umstritten die „68-er“ heute sein mögen: Aufbruchsstimmung, Innovations-bereitschaft, die Bereitschaft, intellektuell neue Wege zu gehen, sind unstrittig. Vieles, was damals gefordert und von den Etablierten als Provokation empfunden

wurde, ist heute Mainstream. Die Bochumer Studierenden haben dazu beigetragen.

Die von ehemaligen Studierenden selbst gestaltete Ausstellung erinnert zum 50. Geburtstag der RUB, der in diesem Jahr gefeiert wurde, an deren Anfangsjahre.

 

15. November bis 10. Januar

HandBuchBinden

Eine Ausstellung von Hans-Peter Preiß

 

Bücher gibt es in vielen unterschiedlichen Varianten: von einfach bis kompliziert, von

günstig bis kostbar. Es besteht eine große Spanne zwischen dem handwerklichen Einbinden und der hohen Einbandkunst. Das Hand-Buch-Binden als „EinBandKunst“ ist ein kreatives gestaltendes Handwerk, das dem Buchbinder viel an Können abverlangt, aber auch viele Freiheiten bietet.

Die von dem Hobby-Buchbinder Hans-Peter Preiß aus Osnabrück gestaltete Ausstellung informiert anschaulich über die „handbuchbinderische“ Anfertigung eines Buches und das Thema „EinBandKunst“. Neben bebilderten Infotafeln sind Werkzeuge und Materialien sowie Buchobjekte mit Konstruktionen unterschiedlicher zeitlicher Herkunft und Herstellungstechniken zu sehen. Die einzelnen Arbeitsschritte zum Handbuchbinden werden demonstriert. Alle Buchobjekte sind Unikate.

 

 

 

Dauerausstellungen:

 

Zwischen Heimat und Front – Bochum im Ersten Weltkrieg

Eigenproduktion

 

Als vor 100 Jahren der Erste Weltkrieg „ausbrach“, ahnte niemand, dass er so lange dauern würde. Die Hoffnung auch der Soldaten aus Bochum, Weihnachten wieder zu Hause zu sein, erfüllte sich nicht. Der Krieg wurde nicht nur auf den Schlachtfeldern in Europa, in den Kolonien in Afrika und im Nahen Osten, auf See und in der Luft ausgetragen, sondern hatte auch die deutsche „Heimatfront“ fest im Griff. Er erfasste alle politischen und gesellschaftlichen Bereiche und entwickelte sich bald schon zum totalen Krieg.

Die Ausstellung folgt den Spuren Bochumer Soldaten an unterschiedliche Fronten und zeigt, wie an der Bochumer „Heimatfront“ alle Ressourcen in den Dienst des Krieges gestellt wurden. Sie richtet den Fokus auf die Einheit von Heimat und Front, die im Laufe des Krieges ebenso brüchig wurde wie der sogenannte „Burgfrieden“. Auch die „andere“ Seite gerät mit in den Blick. Am Beispiel der belgischen Stadt Virton, wo unter Beteiligung zahlreicher Bochumer Soldaten im August 1914 eine erbitterte Schlacht geschlagen wurde, werden die Auswirkungen des großen Krieges auf die belgische Zivilbevölkerung beleuchtet. Die Ausstellung schließt mit einer Auseinandersetzung mit der kollektiven Erinnerung an den Ersten Weltkrieg und fragt nach den „Lehren“.

Ein Blick in die räumlich sich anschließende Abteilung zur NS-Zeit aus der Ausstellung „Bochum – das fremde und das eigene“ zeigt, wohin der Weg führen sollte. Die hier in Szene gesetzte „Volksgemeinschaft“ war das Gegenteil dessen, was Kaiser Wilhelm Anfang August 1914 zum Ausdruck gebracht hatte: Er kenne keine Parteien mehr, sondern nur Deutsche.

 

Die in der Ausstellung angesprochenen Themen werden durch Filme, Vorträge und Führungen ergänzt und vertieft.

 

Bochum – das fremde und das eigene. Geschichte in Bewegung

„Bochum – das fremde und das eigene“ bietet einen besonderen Zugang zur Stadtgeschichte. Die Ausstellung thematisiert Migration und Fremdheit in Bochum – und für Bochumer – im historischen Längsschnitt. Sie schlägt den Bogen von der Ur- und Frühgeschichte bis zur Gegenwart und wagt damit eine Gesamtschau am lokalen Beispiel. Die ursprünglich für die Ruhr.2010 Kulturhauptstadt Europas gestaltete Präsentation ist auch weiterhin zugänglich. Sie wird peu à peu erneuert, ergänzt und weiterentwickelt: Geschichte ‚in Bewegung’

 

 

1961-1975: Angeworben – gekommen – geblieben. 14 Jahre Zuwanderung im Spiegel städtischer Kulturarbeit in Bochum

Seit 1961 kamen zahlreiche Arbeitsmigranten aus der Türkei in die Bundesrepublik Deutschland und auch nach Bochum, von denen viele für immer blieben. Sie waren nicht die ersten – und nicht die letzten –, die als „Gastarbeiter“ ihren Beitrag zum deutschen „Wirtschaftswunder“ leisteten. Die Ausstellung fragt danach, wie die Stadt Bochum auf ihre neuen Bewohnerinnen und Bewohner reagierte und welche besonderen Anstrengungen die städtischen Kultureinrichtungen unternahmen, um ihnen den Alltag in Deutschland zu erleichtern oder um sprachliche und kulturelle Barrieren zu überbrücken. Im Mittelpunkt stehen die Angebote der Volkshochschule, der Bücherei und der Schulen, aber auch des Museums Bochum, unter dessen Federführung 1974 zum ersten Mal das „Ausländerfestival“ auf Haus Kemnade stattfand. Die Einheit entstand anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens. Dieses und das erste Kemnade-Festival bilden den Zeitrahmen der Betrachtung. Die Ausstellung kann als eigenständiges Format wahrgenommen werden und dient gleichzeitig als Ergänzung von „Bochum – das fremde und das eigene“.

 

 Veranstaltungen bis Januar 2016:

 

Öffentliche Führung durch die Ausstellungen des Bochumer Zentrums für Stadtgeschichte an jedem letzten Donnerstag im Monat um 18:00 Uhr

 

Donnerstag, 29. Oktober, 18:00 Uhr, „Zwischen Heimat und Front – Bochum im Ersten Weltkrieg“

Donnerstag, 26. November, 18:00 Uhr, „Bochum – das fremde und das eigene“

Donnerstag, 17. Dezember, 18:00 Uhr, „Zwischen Heimat und Front – Bochum im Ersten Weltkrieg“

Donnerstag, 28. Januar, 18:00 Uhr, „Bochum – das fremde und das eigene“

 

 Donnerstag, 22. Oktober, 18:00 Uhr

St. Vinzentius, Harpen

Vortrag von Dr. Hans H. Hanke im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Bochumer Fenster zur Vergangenheit –

Bochums Kirchen im Mittelalter“

In Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie Bochum und dem Katholischen Forum Bochum

Veranstaltungsort: St. Vinzentius, Vinzentiusweg 13

Im Anschluss an den Vortrag Kirchenführung durch Pfarrer Dr. Gerald Hagmann

 

 

Dienstag, 27. Oktober, 18:30 Uhr

Eine Stadt ändert ihr Gesicht – Wattenscheid im Jahr 1965

Vortrag von Andreas Halwer

Vor 50 Jahren sind die Wattenscheider vollauf mit der Umgestaltung der Innenstadt beschäftigt. Markante Häuser

aus der Vergangenheit werden abgerissen und neue an ihrer Stelle errichtet. Der „Generalentwicklungsplan der

Stadt Wattenscheid“ wird auf den Weg gebracht. Der neue Büchereibus, die neue evangelische Schule in Eppendorf und die neue Sparkasse Höntrop werden in Betrieb genommen.

Die verdienten Wattenscheider Ratsherren der „alten Garde“ erhalten Ehrenringe, junge Politiker rücken nach. Lassen Sie sich vom Flair der 1960er Jahre in einem bebilderten Vortrag einfangen.

Veranstaltungsort: Gertrudiscenter Wattenscheid, Eingang Weststraße

 

 

Donnerstag, 29. Oktober, 18:00 Uhr

St. Gertrud von Brabant, Wattenscheid

Vortrag von Dr. Gabriele Isenberg im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Bochumer Fenster zur Vergangenheit –

Bochums Kirchen im Mittelalter“

In Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie Bochum und dem Katholischen Forum Bochum

Veranstaltungsort: Propsteikirche St. Gertrud von Brabant, Auf der Kirchenburg 2

Im Anschluss an den Vortrag Kirchenführung durch Delia Albers, M.A.

 

Donnerstag, 5. November, 18:00 Uhr

Die Gotteshäuser in Langendreer und Ümmingen

Vortrag von Clemens Kreuzer im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Bochumer Fenster zur Vergangenheit –

Bochums Kirchen im Mittelalter“

In Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie Bochum und dem Katholischen Forum Bochum

Veranstaltungsort: Evangelische Christus-Kirche, Alte Bahnhofstraße 28–30

Im Anschluss an den Vortrag Konzert auf mittelalterlichen Instrumenten mit dem Duo „Accord galants“

 

Donnerstag, 12. November, 18:00 Uhr

Die Nürnberger Gesetze von 1935 und deren Auswirkungen in Bochum

Vortrag von Dr. Hubert Schneider

Am 15. September 1935 wurden die sogenannten Nürnberger Rassengesetze „zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“ erlassen. Sie verboten die Eheschließung sowie den außerehelichen Geschlechtsverkehr zwischen Juden und Nichtjuden und sollten der „Reinhaltung des deutschen Blutes“ dienen. Verstöße wurden als „Rassenschande“ bezeichnet und schwer bestraft. Die „Nürnberger Rassengesetze“ waren ein wesentlicher Schritt bei der Ausgrenzung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung, die mit dem Novemberpogrom 1938 einen vorläufigen ‚Höhepunkt‘ erreichte und mit dem Massenmord an den europäischen

Juden endete. Der Referent erinnert an die Auswirkungen der Nürnberger Gesetze auf Bochum und nimmt gleichzeitig die Gründung der jüdischen Nachkriegsgemeinde Bochums 1945 in den Blick. Der Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen besteht darin, dass die meisten Mitglieder der Nachkriegsgemeinde in der Definition der Nürnberger Gesetze in sogenannten Mischehen lebten beziehungsweise „Mischlinge ersten oder zweiten Grades“ waren.

 

Sonntag, 15. November, 11:00 Uhr

Eröffnung der Ausstellung „HandBuchBinden“

Mit einem einführenden Vortrag von Hans-Peter Preiß

 

Mittwoch, 25. November, 9:00 Uhr

Verlegung der Stolpersteine 2015

Das Projekt des Künstlers Gunter Demnig dient der Erinnerung an die NS-Opfer. Die Stolpersteine werden dort verlegt, wo sie ihren letzten selbst gewählten Wohnort hatten.

 

Donnerstag, 2. Dezember, 17:30 Uhr

Vorstellung der Stolpersteine 2015

In der Veranstaltung stellen die Bochumer Stolperstein-Paten des Jahres 2015 ihre Rechercheergebnisse vor.

 

Sonntag, 6. Dezember, 11:00 bis 13:00 Uhr

Buchbinden für Erwachsene

Schon im Mittelalter haben die alten Klosterbrüder an ihren Heftladen gesessen und Bücher gebunden. Diesem über tausend Jahre alten Handwerk können die Teilnehmer der Veranstaltung nachspüren und selber ein Buch binden. Dabei lernen sie die alten Werkzeuge und Techniken der Buchbinder in ihrer Funktion genau kennen. Am Ende des Kurses kann jeder Teilnehmer sein individuelles selbst gebundenes Buch mit nach Hause nehmen.

Begleit-Veranstaltung zur Ausstellung „HandBuchBinden“ mit der Buchbindemeisterin Wiebke Stenzel

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Es wird ein Materialkostenbeitrag von 4,50 Euro pro Person erhoben.

Anmeldung unter: 0234/910-9510.

 

Sonntag, 6. Dezember, 15:00 bis 17:00 Uhr

Buchbinden für Kinder

Schon seit über tausend Jahren sehen Bücher so aus wie wir sie  heute kennen. Die an der Veranstaltung teilnehmenden Kinderschauen sich diese sehr alte, geniale Konstruktion einmal genau an und probieren selbst, ein Buch zu binden. Wie ihr Buch am Ende aussehen soll, entscheiden sie selbst. Wer Lust hat, kann sein Lieblingsbuch mitbringen (nur zur Ansicht). Begleit-Veranstaltung zur Ausstellung „HandBuchBinden“ mit der Buchbindemeisterin Wiebke Stenzel Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Es wird ein Materialkostenbeitrag von 4,50 Euro pro Person erhoben.

Anmeldung unter: 0234/910-9510.

 

 

Sonntag, 6. Dezember, 11:00 bis 17:00 Uhr

Ausstellung und Verkauf handgefertigter Schachteln von Erdmute Immel

Begleit-Veranstaltung zur Ausstellung „HandBuchBinden“

 

Dienstag, 8. Dezember, 18:00 Uhr

Mit Gott für König und Vaterland. Freiwillige aus Bochum in der Schlacht bei Waterloo

Vortrag von Dr. Dirk Ziesing

„Mit Gott für König und Vaterland“, so lautete das Motto der preußischen Landwehrtruppen in den  Freiheitskriegen 1813 bis 1815. Unter den Freiwilligen, die vor 200 Jahren für die Befreiung von der napoleonischen Fremdherrschaft kämpften, findet man auch Namen aus Bochum. Sie gehörten zum 1. Westfälischen Landwehr-Regiment, welches als Teil der preußischen Vorhut im Juni 1815 auf die Armee des aus dem Exil zurückgekehrten Kaisers der Franzosen traf. Die Westfalen erlebten mit Blücher die Niederlage bei Ligny und bei Waterloo besiegelten sie gemeinsam mit Wellingtons Armee das Schicksal Napoleons.

 

 

Angebote für Schulen

 

Zwischen „Heimat“ und „Front“. Bochumer Schulen im Ersten Weltkrieg

In Kooperation mit dem Alfried Krupp-Schülerlabor, Bereich Geisteswissenschaften, und der Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft, Lehrstuhl für Sozialgeschichte des Aufwachsens und der Erziehung

 

In der Ausstellung „Zwischen Heimat und Front – Bochum im Ersten Weltkrieg“ wird danach gefragt, auf welche Weise Bochumerinnen und Bochumer in den Ersten Weltkrieg verwickelt waren, wie sie ihn in kriegerischen Handlungen an der Front ebenso wie vor Ort an der „Heimatfront“ unterstützten und wie er sich auf ihr alltägliches Leben auswirkte. Aber auf welche Weise waren Kinder und Jugendliche vom Kriegsgeschehen betroffen? Wie erlebten Heranwachsende den Krieg, der für sie zugleich weit entfernt und doch stets gegenwärtig war? Im Anschluss an die Ausstellung wird in diesem Projekt nach Antworten auf die Frage gesucht, wie sich Schulbesuch und Schulalltag an ausgewählten Bochumer Schulen in den Jahren 1914 bis 1918 veränderten. Wie wurde der Krieg in den Schulen zum Thema und zur alltäglichen Erfahrung? Konnten die Kinder zum Beispiel weiterhin wie gewohnt zur Volksschule gehen? Änderten sich die Unterrichtsinhalte unter den Einwirkungen des Krieges? Wie wurden Sterben und Tod in der Schule thematisiert? Auf welche Weise wurden Schüler zugleich ideologisch für den Krieg in Dienst genommen und unterstützten sie ihn auch ganz praktisch?

Im Rahmen des Projektes wird zunächst die Ausstellung besucht. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf der eigenständigen Untersuchung zeitgenössischer Dokumente. Als Quellen dienen neben den Ausstellungsobjekten Schulchroniken aus Bochumer Schulen. Das Projekt bietet eine curriculare Anbindung an das Inhaltsfeld 4 („Die moderne Industriegesellschaft zwischen Fortschritt und Krise“) des Kernlehrplans Geschichte sowie an das Inhaltsfeld 5 („Werte, Normen und Ziele in Erziehung und Bildung“) des Kernlehrplans Erziehungswissenschaft.

 

Zielgruppe:    SchülerInnen der Oberstufe in den Schulfächern Geschichte und Pädagogik.

Wann?          Das Projekt findet jeweils von 10 bis etwa 16 Uhr statt, Termine nach Vereinbarung.

Wo?               Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, Bochum.

Kosten:          Keine. Anreise- und Verpflegungskosten tragen die TeilnehmerInnen selbst.

Infos:              www.rub.de/schuelerlabor

 

Nähere Informationen und Anmeldung:

Koordinationsbüro GG | Telefon: 0234/32-24723 | E-Mail: schuelerlabor-gg@rub.de

 

 

 

Bochum im Ersten Weltkrieg. Schüler arbeiten im Museum

In Kooperation mit dem Alfried Krupp-Schülerlabor, Bereich Geisteswissenschaften, und der Fakultät für Geschichte, Lehrstuhl Didaktik der Geschichte, Dirk Urbach

 

Im Zuge des „Jubiläumsjahres“ 2014 war und ist der Erste Weltkrieg das zentrale Thema in der öffentlichen Auseinandersetzung mit Geschichte. Besonders die Kriegsschuldfrage steht dabei – angestoßen durch Christopher Clarks Buch „Die Schlafwandler“ – im Fokus der medialen Debatten. Wie aber haben die einfachen Menschen, jenseits der „großen Politik“ den Krieg erlebt? Auf welche Weise waren die Bochumerinnen und Bochumer in den Ersten Weltkrieg verwickelt? Welche Erfahrungen haben sie an der Front, aber auch in der Heimat gemacht? Und welche Spuren hat der Krieg in den Köpfen der Menschen und im Bochumer Stadtbild hinterlassen? Antworten auf diese Fragen können Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I durch die angeleitete Arbeit in der Ausstellung „Zwischen Heimat und Front – Bochum im Ersten Weltkrieg“ im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte finden. Anhand von sechs Themenschwerpunkten – vom Fronterlebnis in Belgien bis zur lokalen Erinnerungskultur – werden die SchülerInnen von Geschichtsstudierenden der RUB durch die Ausstellung geführt und gewinnen in handlungsorientierter Auseinandersetzung mit Quellen und Ausstellungsstücken verschiedene Perspektiven auf den Ersten Weltkrieg. Die Schülerinnen und Schüler erhalten so die Gelegenheit, das zeitlich entfernte und dadurch fremde Phänomen des Ersten Weltkriegs durch den regionalgeschichtlichen Zugang mit ihrer eigenen Lebenswelt in Verbindung zu bringen.

Die didaktische Konzeption zu diesem Projekt wurde durch Geschichtsstudierende der RUB in Zusammenarbeit mit dem Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte entwickelt. Das Projekt lässt sich mit dem Inhaltsfeld 8 des Kernlehrplans Geschichte für die Sekundarstufe I („Imperialismus und Erster Weltkrieg“) verknüpfen.

 

Zielgruppe:               SchülerInnen der Mittelstufe (Klasse 8 und 9) im Schulfach Geschichte.

Vorkenntnisse:        Eine erste Bearbeitung der Thematik (mindestens im Sinne eines Überblicks über Ausbruch und Verlauf des Krieges) sollte bereits erfolgt sein.

Wann?                      Das Projekt findet jeweils von 10 bis etwa 16 Uhr statt, Termine nach Vereinbarung.

Wo?                           Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, Bochum.

Kosten:                      Keine. Anreise- und Verpflegungskosten tragen die TeilnehmerInnen selbst.

Infos:                         www.rub.de/schuelerlabor

 

Nähere Informationen und Anmeldung:

Koordinationsbüro GG | Telefon: 0234/32-24723 | E-Mail: schuelerlabor-gg@rub.de

 

 

Archivkino

Die monatliche Filmreihe im Archiv-Kino jeweils Donnerstag, 19 Uhr

Veranstaltungsort (falls nicht anders angegeben): Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47

 

Donnerstag, 29. Oktober, 19:00 Uhr

Als die Amerikaner kamen

Prod.: LWL, 2015.- Schwarzweiß, Ton, 47 Min..

Frühjahr 1945: Binnen weniger Wochen besetzen alliierte Truppen ganz Westfalen. Stadt für Stadt, Dorf für Dorf werden zum Teil gegen erbitterten deutschen Widerstand, zum Teil auch kampflos erobert. Begleitet werden die rasch vorrückenden Einheiten von kleinen, „eingebetteten“ Kamerateams, die die Besetzung der Region zwischen Ruhr und Weser professionell auf Film festhalten. Genau 70 Jahre später veröffentlicht der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die zum Teil spektakulären Bilder, die US-Kameraleute 1945 drehten, als Filmdokumentation.

 

Donnerstag, 26. November, 19:00 Uhr

Premiere: Auf Kohle geboren: Leben und Arbeiten im Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet

Prod.: LWL-Medienzentrum, 2015.- 40 Min.

Westfälischer Steinkohlenbergbau im 21. Jahrhundert. Die Zeche Auguste-Viktoria in Marl. Mit den Kohlengruben der Vergangenheit hat sie nicht mehr viel gemein. In einem Leitstand „über Tage“ wird die computergesteuerte Arbeit „unter Tage“ überwacht und organisiert. Vor Ort ist modernste Bergbautechnologie im Einsatz. Das war nicht immer so: Als Deutschland am Ende des Zweiten Weltkriegs am Boden liegt, kommt den Bergwerken in Westfalen eine besondere Bedeutung zu, Bergleute werden dringend gesucht. 1957 arbeiten auf 153 Schachtanlagen über 600.00 Menschen im Bergbau des Ruhrgebiets.

 

Donnerstag, 17. Dezember, 19:00 Uhr

Bochum vor 50 Jahren: die Jahresschau 1965

Prod.: Presseamt der Stadt Bochum, 1965.- Schwarzweiß, Ton, 50 Min.

Die Ruhr-Universität wird feierlich eröffnet und der erste Student schreibt sich ein. Ministerpräsident Meyers besucht die Stadt. Weitere Themen sind das Internationale Amateur- Jazz-Festival, die Stadtranderholung, die Großbaustelle Universitätsstraße.

 

Donnerstag, 28. Januar, 19:00 Uhr

Das andere Bochum

Prod.: Presseamt der Stadt Bochum, 1957.- Farbe, Ton, 28 Min.

Dieser lange Zeit vergessene erste Werbefilm über die Stadt Bochum zeigt neben der harten Arbeit in Bergbau und Stahlwerk die Freizeitmöglichkeiten der Bochumer Bürger „in der Natur“, wobei die Kamera Stadtteil für Stadtteil im Charme der 50er Jahre vorstellt

 

Begleitfilme zur Ausstellung „Zwischen Heimat und Front. Bochum im Ersten Weltkrieg“

 

Auf zu den Waffen

Regie: Irmgard von zur Mühlen;

Sprecher: Hans-Eckart Eckhardt, Carl Martin Spengler

Prod.: Chronos, 2004. Farbe u. Schwarzweiß, 59 Min.

Der Erste Weltkrieg war der erste „totale Krieg“. Der Einsatz neuester Techniken – Flugzeuge, U-Boote, Panzer, Gas – führten zu einem Krieg bis dahin unbekannten Ausmaßes, der

Soldaten und Zivilbevölkerung gleichermaßen traf. „Auf zu den Waffen!“ spannt einen Bogen von der Kaiserzeit 1913 bis zum Abschluss des Krieges durch den Versailler Vertrag.

Filmaufnahmen von Ost- und Westfront, See- und Luftkrieg sowie von der „Heimatfront“ stellen das Ausmaß des Krieges dar. Leid und Alltag werden durch Tagebücher und Briefe als

individuelles Erleben geschildert.

 

An der „Heimatfront“. Westfalen und Lippe im Ersten Weltkrieg

Autor: Markus Schröder

Prod.: Landschaftsverband Westfalen-Lippe, 2014.

Farbe u. Schwarzweiß, 36 Min.

 

Aktuelle Informationen und Veranstaltungshinweise unter www.bochum.de/stadtarchiv

Der Eintritt zu den Ausstellungen und Veranstaltungen ist in der Regel frei

Reservierungen für die Kinoveranstaltungen und Buchung kostenpflichtiger Gruppenführungen durch die Ausstellungen unter: 0234/910-9510

Veranstaltungsort (falls nicht anders angegeben): Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte Wittener Straße 47 44789 Bochum

Tel. 0234/910-9510

Fax 0234/910-9504

E-Mail: stadtarchiv@bochum.de

www.bochum.de/stadtarchiv

Öffnungszeiten der Ausstellungen: Di–Fr 10:00–18:00 Uhr

Sa/So und an Feiertagen 11:00–17:00 Uhr

Lesesaal Stadtarchiv

Tel. 0234/910-9511

Öffnungszeiten: Di/Mi 10:00–15:30 Uhr

Do 10:00–18:00 Uhr

freitags: Gruppen nach vorheriger Anmeldung