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Profil

Das Stadtarchiv ist das umfassende „Gedächtnis" und somit die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zur Geschichte der Stadt Bochum. Es ist der Ort, an dem die Originaldokumemte zur Bochumer Geschichte auf Dauer verwahrt, wissenschaftlich bearbeitet und für die Benutzung zugänglich gemacht werden. Die Archivbestände umfassen Urkunden, Akten und Protokollbücher, Karten und Pläne, Plakate und Anschläge, Zeitungen und Druckschriften, Bildträger und Tonträger, Filme, Sammlungen zu verschiedenen Themenbereichen und vielfältige weitere Unterlagen aus über 800 Jahren Bochumer Geschichte. Sie stehen - sofern keine Sperrfristen zu beachten sind - Historikerinnen und Historikern sowie allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Lesesaal des Stadtarchivs zur Verfügung. Als ‚Wegweiser' zu den Beständen fungieren die im Archiv erstellten Findbücher und elektronischen Findmittel. Sachkundige Beraterinnen und Berater ergänzen die schriftlichen Informationen zu den Beständen. Zu den Aufgaben des Stadtarchivs gehört auch die Erforschung und Vermittlung der Stadtgeschichte. Dies geschieht durch wissenschaftliche und archivpädagogische Projekte, Ausstellungen, Filmdokumentationen, Vorträge, Veranstaltungen und Publikationen

Die Überlieferung des Stadtarchivs spiegelt die gesamte Bochumer Entwicklung vom Mittelalter bis zur Gegenwart wider. Schriftgut, das ihnen wichtig erschien, verwahrten die Bewohner Bochums seit dem Mittelalter gut, anfangs in der damaligen Stadtpfarrkirche St. Peter, später im Rathaus. Ein Archiv als selbstständige Einrichtung gab es lange Zeit nicht. Ein erster Anstoß, das Material sachgerecht zu lagern und zu erschließen, kam in den 1830er Jahren von der preußischen Regierung. Umfangreichere Ordnungsarbeiten ahmen gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Gymnasialprofessor Franz Darpe und seit 1921 der Schulrektor Bernhard Kleff vor. Ihn machte die Stadt Bochum zu ihrem ersten offiziell bestallten Archivar. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Bestände ausgelagert und fanden nach ihrer Rückführung 1945/46 Unterkunft im alten Amtshaus Gerthe. 1963 zog das Stadtarchiv in die Innenstadt zurück, zuerst an die Arndtstraße und Mitte der 1980er Jahre an die Kronenstraße. Seit dem Zusammenschluss von Bochum und Wattenscheid 1975 werden auch die Wattenscheider Bestände vom Stadtarchiv Bochum betreut. 2006 bezog das Stadtarchiv in Wattenscheid neue Räume und ist nun Teil des Kulturzentrums Wattenscheid im Gertrudiscenter. Historisch Interessierten werden hier erste Informationen zur Wattenscheider Geschichte angeboten. Die Originalbestände lagern in den klimatisierten Magazinen an der Wittener Straße in Bochum und können im Archivlesesaal benutzt werden.