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Geschichte

 

Das Archiv ist die älteste stadtgeschichtlich und wissenschaftsorientierte Institution Dortmunds. Seit der Mitte des 14. Jahrhunderts befand sich das Archiv im Alten Rathaus am Markt, ab 1546 im Archivturm im Südgiebel des Alten Rathauses, der das Dortmunder Archiv bis 1873 beherbergte. 1899 gelangte das Archiv schließlich in das von F. Kullrich errichtete neue Stadthaus an der Betenstrasse, wo es bis 1998 verblieb. Von 1927 bis 1995 war das Stadtarchiv ein eigenständiges Verwaltungsamt der Stadt Dortmund, bevor es 1996 als Geschäftsbereich in die Kulturbetriebe integriert worden ist. Seit 1999 befindet sich der Standort Stadtarchiv im ehemaligen Siemensgebäude an der Märkischen Straße.  

 

Dr. Hermann Becker (1820-1886), auch der „rote“ Becker genannt, seit 1871 Erster Bürgermeister und seit 1874 Oberbürgermeister von Dortmund, war Hauptinitiator und Erster Vorsitzender des Historischen Vereins für Dortmund und die Grafschaft Mark. Der linksliberale Politiker sorgte dafür, dass das städtische Archiv 1872 in dem Historiker und Lehrer Dr. Karl Rübel eine wissenschaftliche Leitung erhielt. Seitdem wurde das Stadtarchiv ohne Unterbrechung hauptamtlich geleitet. Von 1871 bis 2010 gehörten fast alle Oberbürgermeister bzw. Bürgermeister der Stadt Dortmund dem Vorstand des Historischen Vereins an - nach 1945 zumindest als Mitglied oder Ehrenmitglied. Eine stadtgeschichtliche, wissenschaftliche und personelle Kontinuität ergibt sich seit 1871 bis heute in den  stadtgeschichtlichen und wissenschaftlichen Kooperationen und Publikationen von Stadtarchiv und Historischem Verein.

 

Das Stadtarchiv als historischer Informationsspeicher und Dienstleister

 

Das Stadtarchiv ist das Gedächtnis der Stadt und seiner Bevölkerung. Es dient zur Sicherung von unikatem Schrift- und Bildgut – von der Pergamenturkunde bis zur elektronischen Akte – für die historische Forschung als Grundlage für eine kontinuierliche historische, städtische und überregionale Identitätsbildung.

 

Dazu wird das städtische Schriftgut der Stadtverwaltung wegen seiner rechtlichen und historischen Bedeutung für die Nachwelt aufbewahrt. Das Stadtarchiv ist somit auch Dienstleister für die Zentralverwaltung der Stadt (Schriftgutablage, Zwischenarchiv, seit 2009 zusätzlich Personenstandswesen).

 

 

Sicherung und Erschließung der Archivbestände und Informationsvermittlung in der Gegenwart für die Zukunft

 

Das Stadtarchiv erhält Archivgut auf Dauer und schützt dieses durch sach- und fachgerechte Lagerung (Magazine) und sorgfältige Behandlung. Beschädigtes oder in seiner Existenz gefährdetes Archivgut wird in der Werkstatt des Archivs restauriert oder konserviert. Das Stadtarchiv ordnet das Archivgut, erschließt seine Inhalte und bereitet es für die Benutzung durch die Öffentlichkeit vor. Es fördert die Nutzung des Archivgutes durch persönliche Beratung sowie durch schriftliche, telefonische Auskünfte und Öffentlichkeitsarbeit (Ausstellungen, Tagespresse etc.).
Das Archivgut ist Kulturgut der Stadt und ihrer Bürger, einzigartig und durch nichts ersetzbar.

 

 

Wissenschaftliches Zentrum der Geschichts- und Erinnerungskultur, Erforschung und Darstellung von Stadtgeschichte

 

Das Spektrum reicht von der Auswertung des Archivgutes, von der Erforschung bis zur Darstellung (Publikationen und Ausstellungen) der Stadtgeschichte vom  Mittelalter bis in die jüngste Neuzeit, von Gutachten und Konzeptionen (u.a. Gedenkorte/Gedenktafeln, Veranstaltungen, u.a. Veröffentlichungen des Stadtarchivs und des Historischen Vereins/Heimat Dortmund, wiss. Beiträge zur Stadt- und Landesgeschichte) zu unterschiedlichen stadt- und kulturhistorischen Themen.

 


Historisch-politische Bildungsarbeit vor Ort: Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

 

Geschichts- und archivwissenschaftliche Vernetzung mit NS-Dokumentations- und NS-Gedenkstätten und Archiven in NRW sowie nationalen und internationalen spezifischen Forschungs- und Archiveinrichtungen. Direkte Verknüpfung mit städtischen Projekten (u.a. die unbefristeten Projekte „Stolpersteine“, Zwangsarbeiternachweise, Jüdisches Gedenkbuch, Gedenktafeln, Zeitzeugendokumentationen usw.), Kooperationen mit in- und ausländischen Institutionen im Zusammenhang mit der Erforschung der NS-Zeit bzw. Geschichte der Judenverfolgung usw. Modernisierung und Ergänzung der ständigen Ausstellung „Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933-1945“.