Kommunalarchive

Willkommen beim Portal der Archive in NRW

u

Navigationen


Micronavigation

 

Das Stadt- und Kreisarchiv Düren zeigt seine Schätze

 

Archive gelten immer noch als geheimnisvolle Orte, in denen ein Archivar mit Ärmelschonern in einem feuchten Kellergewölbe oder auf einem Dachboden scheinbar aus der Zeit gefallen auf seinen Schätzen hockt.

 

Dieses Bild entspricht natürlich nicht der Wirklichkeit. Ein Archiv wie das Stadt- und Kreisarchiv Düren ist eine öffentliche Einrichtung, Dienstleister für Bürgerinnen und Bürger und Verwaltung.

 

Hauptaufgabe ist die kontinuierliche Überlieferung der Stadtgeschichte. Die Überlieferung erfolgt nicht zufällig, sondern nach wissenschaftlichen Grundsätzen und Strategien. Daneben stellt das Stadt- und Kreisarchiv die Zeugnisse der Vergangenheit für interessierte Bürgerinnen und Bürger unter Wahrung gewisser Schutzfristen zur Verfügung.

 

Um einen Einblick in die vielfältige Arbeit zu geben, präsentiert das Stadt- und Kreisarchiv von nun an  jeden Monat ein Dokument aus seinen Beständen.

Es sind schriftliche Zeugnisse, die Aufschluss geben sollen über die Geschichte, Zahlen, Daten und Fakten, aber auch über das ganz alltägliche Leben der vergangenen Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte.

 

Archivschatz im Dezember

 

 

 
  Seite 2 der Postkarte
  Seite 3 der Postkarte
 

Das Stadt- und Kreisarchiv verwahrt den Nachlass von Marianne Scherer und stellt daraus als Archivdokument des Monats Dezember eine auf den ersten Blick unscheinbare Weihnachtspostkarte aus.

 

Die Karte ist von Albert Apel an Marianne Scherer geb. Mundt zu Weihnachten 1955 geschrieben worden.

Marianne Scherer war eine Tochter der Gründer des Geschäftes Lederwaren Mundt, das heute noch am Wirteltorplatz existiert, wenn auch die Besitzer inzwischen mehrfach wechselten. Frau Scherer wurde 1903 in Düren geboren, wanderte nach ihrer Heirat über Polen nach Wien aus, blieb aber ihrer Heimat sehr eng verbunden. Sie sammelte alles, was mit Düren oder Dürener Persönlichkeiten zu tun hatte. Sie wuchs zu einer Zeit in Düren auf, als hier Theater und Musik groß geschrieben wurden. So war z.B. das Stadttheater 1907 fertig geworden. Sie bekam Musikunterricht beim „Stadtkapellmeister“ Albert Apel, von dem die hier ausgestellte Postkarte nach dem II. Weltkrieg aus Düren an sie in Wien geschrieben wurde.

Albert Apel war Mitbegründer der 1. Dürener Musikschule vor und während des ersten Weltkriegs. Darüber hinaus leitete er lange Jahre das Dürener Orchester, die ehemalige Feuerwehrkapelle.

 

Die Vitrine kann zu den Öffnungszeiten des Lesesaals dienstags bis donnerstags von 8 – 12 und dienstags und donnerstags zusätzlich von 14 – 17 Uhr besichtigt werden.