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Abt. Stadtarchiv

Das Stadtarchiv, das „Gedächtnis der Stadt“, ist eine städtische Einrichtung für alle Fragen der Paderborner Stadtgeschichte. Seine Anfänge reichen zurück ins 13. Jahrhundert, 1604 wird es als „Triese-Cammer [= Schatzkammer, Tresorkammer], darauf der Stadt Privilegia gelegen“ erwähnt. Aus der einst geheimen „Tresorkammer“ des Rathauses ist mittlerweile ein öffentliches Archiv geworden, das in seinen Magazinen auf knapp zehn Regalkilometern Lagerfläche Dokumente unterschiedlichster Art vom frühen 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart verwahrt, erschließt und zur Einsichtnahme und Auswertung durch Wissenschaft und Forschung wie auch durch interessierte Laien bereit hält. Das Gros bilden amtliche Unterlagen – Unterlagen der Stadtverwaltung und städtischer Einrichtungen, der früheren Amtsverwaltung Schloß Neuhaus sowie der im Zuge der kommunalen Neugliederung 1969/74 mit Paderborn vereinigten Umlandgemeinden Benhausen, Dahl, Elsen Marienloh, Neuenbeken, Sande, Schloß Neuhaus und Wewer: Urkunden, Akten, Protokolle, Karteien, technische Pläne, Landkarten und anderes mehr. In Ergänzung dieser amtlichen Überlieferung verwahrt das Stadtarchiv aber auch zahlreiches Archivgut nichtamtlicher Herkunft: von Vereinen und Verbänden, von Firmen, von Familien und von Einzelpersonen. Hinzu kommen ständig ergänzte umfangreiche stadt- und zeitgeschichtliche Sammlungen wie Fotos, Ansichtskarten, Filme, Videos, Tonträger, Plakate und vor allem der relativ vollständige Bestand aller Paderborner Zeitungen ab 1849. Eine gut ausgestattete Dienstbibliothek von ca. 20.000 Bänden mit den Sammlungsschwerpunkten Stadt- und Regionalgeschichte sowie die stadtkundliche „Paderborner Bibliographie“ runden das Informationsangebot des Stadtarchivs ab.

 

Die Bestände des Archivs können ohne Voranmeldung während der Öffnungszeiten im Lesesaal eingesehen werden. Die Aushebung und Vorlage benötigter Archivalien erfolgt nicht zu festen Zeiten, sondern bei Bedarf. Selbstverständlich steht den Besucherinnen und Besuchern das Archivpersonal zur Beantwortung von Fragen wie auch zu eingehender Beratung zur Verfügung.

Schülergruppe bei einer Archivführung durch das Sammlungsmagazin

Archivführungen (allgemein oder themenbezogen) für Vereine, Schulklassen, Studenten- und sonstige Gruppen sind nach Terminabsprache möglich, auch außerhalb der normalen Dienstzeiten. Öffentliche Führungen bietet das Stadtarchiv im Rahmen des Veranstaltungsprogramms der Volkshochschule an. 

 

Abt. Kreisarchiv

Das seit 1980 bestehende Kreisarchiv Paderborn ist zuständig für das archivwürdige Schriftgut des heutigen Kreises Paderborn und seiner bis 1974 bestehenden Rechtsvorgänger, der Kreise Büren und Paderborn. Das Kreisarchiv versteht sich als „Gedächtnis der Verwaltung“ und als „Gedächtnis des Kreises“, als Informationsspeicher für Verwaltung, Politik und Presse, vor allem aber versteht es sich als moderne Dienstleistungseinrichtung für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Paderborn. Die Bestände des Kreisarchivs stehen – nach Ablauf der gesetzlichen Sperrfristen – Jedermann zur Benutzung zur Verfügung.

 

Das Kreisarchiv Paderborn begrüßt Sie ganz herzlich bei Ihrer Internetrecherche...

 

Zentrale Aufgabe des Kreisarchivs – die viel beschworenen „archivischen Kernaufgaben“ – sind natürlich Übernahme, Ordnung, Erschließung und Pflege archivwürdiger Informationsträger aus der Kreisverwaltung. Während der gesamte Altbestand des Kreises Paderborn in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs den Flammen zum Opfer gefallen ist, hat sich die Überlieferung des Altkreises Büren (ca. 1820-1945) erhalten. Hinzu kommen die Bestände Kreis Büren 1945-1974, Kreis Paderborn 1945-1974 sowie Kreis Paderborn ab 1975. Diese Unterlagen sind zu einem großen Teil über Findmittel erschlossen und zugänglich. Außerdem sind als Schenkungen oder Dauerleihgaben eine Reihe kleinerer Bestände ins Kreisarchiv gelangt, so hat beispielsweise der Kreisschützenbund 1958 Büren e.V. seine Unterlagen nach hier abgegeben. Auch die AOK-Regionaldirektion Paderborn hat sich entschlossen, ihr Archiv in Büren zu hinterlegen. Neuerdings viel genutzt werden die Personenstandsregister, die das Standesamt Lichtenau im Kreisarchiv deponiert hat.

Aus dem Verständnis als moderne kreisgeschichtliche Dokumentationsstelle heraus sammelt das Kreisarchiv Ergänzungsüberlieferung, um sich als kompetente Anlaufstation für Fragen der Regional- und Ortsgeschichte präsentieren zu können. Zu nennen sind hier die Zeitungssammlung, dabei u.a. der „Stadt- und Landbote. Wochenblatt für den Kreis Büren“ (1846-1849), der „Sauerländischer Anzeiger“ (1851-1904) oder die „Bürener Zeitung“ (1896-1959), natürlich auch die „Neue Westfälische“ und das „Westfälische Volksblatt“, um nur die wichtigsten zu nennen. Selbstverständlich werden auch Amts- und Anzeigenblätter gezielt gesammelt. Von den zahlreichen regionalen Heimat- und Geschichtszeitschriften können hier nur einige genannt werden, wie etwa die „Warte“, der „Heimatbrief Marienloh“, die „Salzkottener Heimatblätter“, „Wo die Lippe springt“ oder „Die Residenz“, nicht zu vergessen die Kirchenzeitungen oder die Publikationen von Vereinen, Verbänden und Parteien.

Die Kartensammlung des Kreisarchivs Paderborn umfasst inzwischen gut 10.000 Stücke, großteils verzeichnet und über eine Datenbank zugänglich. Auch die Sammlung von Ton- und Bildträgern (mit etwa 450 audiovisuellen Medien) ist auf diese Art erschlossen. Die Plakatsammlung umfasst rund 4500 Stücke, die Bildsammlung mehr als 40.000 Fotos, Negative, Dias, Bilddateien und Glasplatten sowie rund 5000 Ansichtskarten. Gesammelt werden aber auch profane Dinge wie Notgeld, Aufkleber, Reklamemarken oder Stempel.

Auf dem Grundstock der Bibliothek des alten Kreisarchivs Büren ist inzwischen eine mehr als 16.000 Bände umfassende Präsenzbibliothek entstanden, in welcher neben Nachschlagewerken und historischen Hilfsmitteln in erster Linie Literatur zur Geschichte des Kreises Paderborn gesammelt wird. Die Bibliothek hat einen Schwerpunkt im Bereich der sogenannten „grauen Literatur“, d.h. Schriften, die lediglich lokale Bedürfnissen befriedigen, wie etwa Vereinsfestschriften, Titel die am Buchmarkt jedenfalls vorbeigehen. Gesammelt werden aber auch Geschäftsberichte oder Haushaltspläne, ungedruckte Manuskripte, Ausarbeitungen oder Fotokopien von Archivalien. Die Orts- und Schulchroniken der Städte und Gemeinden im Kreis liegen zu einem großen Teil auf Mikrofilm vor.