Ratinger Forum. Beiträge zur Stadt- und Regionalgeschichte
Ratinger Forum Heft 1 (1989)
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Sabine Pittelkow, Katholische Vereine in Ratingen zur Kaiserzeit
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Petra Fuchs, Eine Kleinstadt unter französischer Besetzung
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Uwe Kaminsky, Fremdarbeiter in Ratingen während des Zweiten Weltkriegs
Ratinger Forum Heft 2 (1991)
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Ulrich Rauchenbichler, Theo Volmert (1903-1991). Nachruf
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Erika Münster, Zaubereiverfolgungen in Ratingen und Angermund 1499/1500
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Michael Lumer, Der Lintorfer Bleibergbau im 18. Jahrhundert
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Jörg Engelbrecht, Die Familie Brügelmann als „Agrarunternehmer“ im Raum Ratingen-Angermund
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Stephan Lütke Glanemann, Inventar der Nachlassenschaft des Johann Schellscheidt
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Klaus Wisotzky, Unruhige Zeiten. Ratingen zwischen Novemberrevolution und Kapp-Putsch (1918-1920)
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Uwe Kaminsky, Die Gestapo in Ratingen 1943-1945
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Hein Hoebink, Deutsche Einheit
Ratinger Forum Heft 3 (1993)
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Dieter Lück, Zur Geschichte der Grafen von Berg bis zum Ende des 13. Jahrhunderts
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Claudia Stein, Das Ratinger Bürgermeistergericht in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts
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Wolfgang Löhr, Tod und Begräbnis des Freiherrn Karl Kaspar von Bylandt 1794 in Ratingen
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Hans Verfers, Disziplinierungspotentiale der Industrialisierung bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Das Beispiel der Arbeiterinnen und Arbeiter der Baumwollindustrie
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Klaus Wisotzky, Krisenzeiten. Ratingen während der Wirtschaftskrise 1930 bis 1932
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Hermann Tapken, Die katholische Kirche in Ratingen unter dem Nationalsozialismus
Ratinger Forum Heft 4 (1995)
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Joachim Schulz-Hönerlage, Ratinger personen- und familiengeschichtliche Quellen
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Erika Münster-Schröer, Der Raum Ratingen-Rhein-Ruhr in Mittelalter und Früher Neuzeit
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Stefan Ehrenpreis, Ein bergisches Augsburg? Stadtverfassung, Gemeindeentwicklung und konfessionelle Parität in Ratingen im 16. und 17. Jahrhundert
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Anne Momm, Sozialgeschichte der Stadt Ratingen in der Kaiserzeit (1871-1914)
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Klaus Wisotzky, „Ja, es sind schlimme Zeiten.“ Aus der Korrespondenz von Franz Josef und Maria Gemmert
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Norbert Opfermann, „Zerfall von Welten und Umwelten“. Das Portrait Ernst Turmann (1892-1977)
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Horst Matzerath, „Schwierigkeiten der Erinnerung“
Ratinger Forum Heft 5 (1997)
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Michael Buhlmann, Ratingen bis zur Stadterhebung (1276)
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Erika Stubenhöfer, Volksherrschaft mit einem Fürsten an der Spitze. Ratingen in der Revolution von 1848/49
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Andrea Feldkamp, Jugendliche Widerstandsformen im katholischen Milieu 1933 bis 1945: Das Beispiel Ratingen
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Oliver Schöller, Die politische und soziokulturelle Entwicklung Ratingens nach dem Nationalsozialismus 1945-1956
Ratinger Forum Heft 6 (1999)
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Erika Stubenhöfer, „Damenwahl“ oder Frauenstimmrecht? Zum Kampf um die Einführung des Wahlrechts für Frauen 1919
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Alfons Kenkmann, Vom ‚Blauen See’ ins Gefängnis – Jugendleben in der rheinischen Katastrophengesellschaft 1943-1948
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Helmut Pfeiffer/Erika Münster-Schröer, Luftangriff auf Ratingen 22.3.1945:Rekonstruktionen, Analysen, Erinnerungen, Bilder
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Erika Münster-Schröer, Frühjahr 1945: Exekutionen im Kalkumer Wald und anderswo. Die Ermittlungen der britischen War Crimes Group im Wehrkreis VI – Raum Düsseldorf
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Joachim Schulz-Hönerlage, Ratingen-West – oder: Wie ein Flughafen für 4.500 neue Wohnungen sorgte
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Oliver Schöller, Stadtplanung im sozialen Wohnungsbau am Beispiel der Großsiedlung Ratingen-West 1965-1975
Ratinger Forum Heft 7 (2001)
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Arie Nabrings, Heimat: Eine geniale Erfindung; 75 Jahre Verein für Heimatkunde und Heimatpflege Ratingen e. V. 1925-2000
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Erika Stubenhöfer, „Mit Gott für König und Vaterland!“ Briefe aus dem deutsch-französischen Krieg an eine Ratinger Lehrerin
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Volker van der Locht, Stationen in der Geschichte der Stadtbücherei Ratingen von 1919 bis heute
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Helmut Pfeiffer/Erika Münster-Schröer, Zwischen Selbstschutz und Luftkrieg: Ratingen 1935-1945
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Hermann Tapken, Gegner des Nationalsozialismus und Meinungsführer in der frühen Nachkriegszeit. Religionslehrer Karl Josef Mücher, ein Mann des Widerspruchs
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Erika Münster-Schröer, Der Nachlass Landsberg im Stadtarchiv Ratingen
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Bastian Fleermann, Von Remscheid nach Kapstadt. Ernst Adolf Landsberg (1903-1976) und sein Weg in die Emigration
Ratinger Forum Heft 8 (2003)
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Erika Münster-Schröer/Josef Chwieralski/Malwine Przybylak, Kunst im öffentlichen Raum in Ratingen
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Joachim Schulz-Hönerlage (Bearb.), Ratinger Sagen neu erzählt
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Thomas van Lohuizen, Die mittelalterlichen Töpferbezirke von Breitscheid und Lintorf
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Hermann Tapken, Von der Ratinger Kinderärztin zur prominenten amerikanischen Wissenschaftlerin – Hilde Bruch, ein jüdisches Schicksal
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Joachim Schulz-Hönerlage, „… in schlimmer Notzeit in das Amt des Stadtoberhauptes berufen …“ Annäherungen an den ersten Ratinger Nachkriegsbürgermeister Dr. Franz Josef Gemmert (1945-1948)
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Helmut Pfeiffer, Die letzten Tage – die Stunde Null – der Neuanfang – das Wirtschaftswunder. Ein Zeitzeugenbericht (1945-1955)
Ratinger Forum Heft 9 (2005)
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Erika Münster-Schröer/Josef Chwieralski, Kunst im öffentlichen Raum in Ratingen. Teil II: Mahnmale und sakrale Objekte
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Thomas Kreft, Wasserenergie für die Scherenindustrie – die Ratinger Schleifkotten im Mittelalter
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Gerhard Bechthold, Die frühen Fabrikkinder. Aspekte der Lohnarbeit von Kindern in Baumwollspinnereien im 18. und 19. Jahrhundert in England, im Herzogtum Berg und in Neuengland
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Bastian Fleermann, Ratingen in den Reise- und Landesbeschreibungen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts
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Friedrich Ahrens, Franz Wisinger. „Gastwirth und Postexpeditor dazu“
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Hermann Tapken, Ratingen und der Erste Weltkrieg
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Christa Wiglow, Die Kriegsgedichte aus dem Nachlass der Familie Baare
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Nicola Antonia Peczynsky, Ein neuer Lebensstil? Das Frauenbild in der Weimarer Republik am Beispiel der „Ratinger Zeitung"
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Gisela Schöttler, Die Rache des kleinen Bruders
Ratinger Forum Heft 10 (2007)
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Helmut Pfeiffer, Die Einnahmen- und Ausgaben-Rechnung der Stadt Ratingen für das Haushaltsjahr 1479/1480
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Friedrich Ahrens, Der Ratinger Silberbote. Städtische Dienstleistungskultur im ausgehenden Mittelalter
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Hermann Tapken, Im Vorfeld der Industrialisierung: Kalkproduktion, Wegebau und Dachziegelherstellung im Ratinger Süden vor 1885
Das Stadtarchiv Ratingen hat im Rahmen des 11. Ratinger Kulturtages das inzwischen elfte Heft seiner Schriftenreihe „Ratinger Forum. Beiträge zur Stadt- und Regionalgeschichte“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Vorstellung fand im vollbesetzten Lesecafé des Medienzentrums statt und wurde musikalisch gestaltet mit Schlagern der 1950er-Jahre von Tobias Glagau aus Bottrop, der auch einen Beitrag in dem neuen Heft verfasst hat.
Das neue "Ratinger Forum" wird vom Stadtarchiv Ratingen in Verbindung mit dem Verein für Heimatkunde und Heimatpflege Ratingen e. V. (kurz Heimatverein) herausgegeben und enthält auf 243 Seiten wieder zahlreiche interessante Themen zur Stadtgeschichte:
Der längste Aufsatz von Linda Döring-Czerlach befasst sich mit dem Wirtschaftsleben einer rheinischen Kleinstadt im späten Mittelalter. Anhand der Ratinger Stadtrechnung des Rechnungsjahres 1466/67 erfährt der Leser, dass die städtischen Einkünfte neben kleineren indirekten Steuern und Gebühren hauptsächlich aus den Einnahmen der Angermühle stammten, in der die Ratinger Bürger ihr Getreide mahlen lassen mussten. Die Ausgaben wiederum spiegeln in gewisser Weise die Verwaltung und die Aufgaben der Stadt wider. Sie reichen von Verwaltungskosten über die Tilgung von Schulden, Lohnauszahlungen, Instandhaltungs- und Baukosten, Botenlöhnen bis hin zu Kosten für Bewirtungen und Geschenken. Viele Informationen über die Bebauung der Stadt verdanken wir den Stadtrechnungen. So ist bei dieser Stadtrechnung vermerkt, dass mit dem Bau des Windmühlenturms im Oberdorf begonnen wurde. Bei diesem Aufsatz handelt es sich um die gekürzte Fassung der Examensarbeit der Verfasserin, die diese im Jahr 2009 geschrieben hat. Nach einem Praktikum im Stadtarchiv hat sie sich für die Bearbeitung dieses Ratinger Themas entschieden.
Stadtarchivar Joachim Schulz-Hönerlage nahm den 400. Jahrestag des Beginns des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits von 1609 zum Anlass, die Auswirkungen dieses Streites, der beinahe schon den Dreißigjährigen Krieg vorweggenommen hätte, auf Ratingen zu untersuchen. Für Ratingen waren es dabei weniger politische Folgen als vielmehr konfessionelle Streitigkeiten zwischen den den drei in Ratingen vorhandenen Konfessionen (Katholiken, Reformierte und Lutheraner). Diese geben einen interessanten Einblick in die religiösen Befindlichkeiten der Einwohner, zeigen aber auch die damals übliche enge Verflechtung von Stadt und Kirche.
Der als Verfasser der Dokumentation über die St. Sebastiani-Schützenbruderschaft bekannte Ratinger Helmut Pfeiffer hat sich in einem kurzen Beitrag mit der Geschichte der Schützenbahn beschäftigt, die sich bis 1855 an der Stadtmauer im Oberdorf hinter dem Gasthaus zum Heiligen Geist befunden hat (heute Arkadenhof).
Der Ratinger Ehrenbürger Adam Josef Cüppers, der vielen als Volksschullehrer, Rektor und Begründer verschiedener Institutionen (u.a. Berufsschule, Stadtbibliothek, Heimatverein) bekannt ist, war auch schriftstellerisch tätig. Noch bevor er 1876 nach Ratingen versetzt wurde, hat er ein Libretto für ein Oratorium verfasst, das von Max Bruch unter dem Namen „Arminius“ vertont und im Dezember 1875 in Barmen uraufgeführt wurde. Im Rahmen des großen Ausstellungsprojekts „2000 Jahre Varus-Schlacht“ im vergangenen Jahr wurde das Oratorium wiederentdeckt und sowohl in Kalkriese als auch in Detmold noch einmal aufgeführt. Dr. Alexander Reis vom LVR-Landesmuseum in Bonn hat sich diesem vergessenen Stück musikalischer Kulturgeschichte in seinem Aufsatz angenommen und zeigt uns Cüppers von einer ganz anderen Seite.
Anlässlich des 60. Geburtstages der Bundesrepublik Deutschland hat das Stadtarchiv im Mai/Juni 2009 im Medienzentrum eine Ausstellung zum Thema „Ratingen 1949. Alltagsleben und Politik in der neuen Bundesrepublik“ mit Bildern des Ratinger Pressefotografen Reiner Klöckner gezeigt. Die von dem Geschichtsstudenten Tobias Glagau mitkonzipierte Ausstellung wird in Auszügen im Ratinger Forum noch einmal wiedergegeben. Dazu gehört auch der Aufsatz von Dr. Simone Derix von der Universität Köln: Mit dem „Pathos des Dauernden“. Das Grundgesetz von 1949 als Versprechen. Es handelt sich um den Abdruck des Vortrags, den die Verfasserin bei der Eröffnung der Ausstellung am 8. Mai 2009 im Medienzentrum gehalten hat und der einen Einblick in die Arbeitsweise des Parlamentarischen Rates gibt und auch die Diskussionen um die zentralen Teile des Grundgesetzes beschreibt: die Präambel und die Grundrechte. Gerade bei den Grundrechten zeigt sich, dass der eigentlich provisorische Charakter des Grundgesetzes hier nicht gilt, sondern dass es sich vielmehr um dauernde und unveränderliche Rechte des Menschen handelt.
Dr. Bastian Fleermann von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf erinnert in seinem Beitrag an Josef Schappe, der vor 15 Jahren verstorben ist. Josef Schappe hat sich, nachdem er vom Nazi-Regime als Widerstandskämpfer verfolgt und inhaftiert wurde, nach dem Zweiten Weltkrieg in Ratingen jahrzehntelang politisch engagiert und versucht, die Erinnerung an diese unmenschliche Zeit aufrechtzuerhalten.
Zum Abschluss berichtet Stadtarchivar Joachim Schulz-Hönerlage über neue Möglichkeiten der Familien- und Personenforschung im Stadtarchiv. Hintergrund ist die gesetzlich vorgeschriebene Übernahme älterer Zivilstands- und Standesamtsregister vom Standesamt in das Stadtarchiv und die damit verbundene Freigabe für die Forschung. Seit nunmehr 200 Jahren gibt es in Ratingen die staatliche Beurkundung von Personenstandsfällen, die zuvor nur von den Kirchen geleistet wurde.
Wie in jedem Forum gibt es auch wieder die Ergänzungen zur Ratinger Bibliographie und verschiedene Buchbesprechungen. Neu ist die „Ratinger Chronik“, mit der in diesem Band begonnen wurde und die die Jahre 2007 und 2008 umfasst.
Das Ratinger Forum kostet 6 € und ist im Stadtarchiv Ratingen, Mülheimer Str. 47, 40878 Ratingen sowie im Buchhandel erhältlich. Die Mitglieder des Ratinger Heimatvereins erhalten das Buch als Jahresgabe.
