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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Drensteinfurt (1811–1941)

Der Kreisgeschichtsverein Beckum-Warendorf e.V. und der Förderverein Alte Synagoge Drensteinfurt (1990-2015) laden ein zur Vorstellung des Buches von Frau Dr. Sabine Omland „Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Drensteinfurt (1811-1941)“ am Sonntag, 8. November 2015 um 17.00 Uhr in der Alten Post (Mühlenstraße 8) in Drensteinfurt.

Im Vorfeld der Veranstaltung besteht um 16.00 Uhr die Möglichkeit zu einer Führung durch die Alte Synagoge in der Synagogengasse 2.

Nach einigen Grußworten wird Herr Prof. Leidinger als Vorsitzender des Kreisgeschichtsvereins, das Buch kurz vorstellen. Frau Dr. Sabine Omland wird im Anschluss über das Schicksal der jüdischen Gemeinde und ihrer Mitglieder nach dem Pogrom, der Emigration und über die Zwangsumsiedlung nach dem Osten, die mit der Ermordung endete, sprechen.

Zum Ende der Veranstaltung wird zu einem Umtrunk, zu Gesprächen und zum Erwerb des Buches eingeladen.

 

Eingang der 1872 erbauten Synagoge der jüdischen Gemeinde Drensteinfurt. (Foto: © Gisela Schäper, Drensteinfurt)

 

Zum Buch

Anfang des 19. Jahrhunderts gründete sich in Drensteinfurt eine kleine jüdische Gemeinde: 1811 erstmals erwähnt umfasst sie sieben Jahre später 14 Mitglieder. 1847 und 1854 bildet sich ein überörtlicher Synagogenbezirk mit Werne, Herbern und Drensteinfurt. 1890/91 gründet sich eine eigene jüdische Gemeinde Drensteinfurt-Sendenhorst, zu der auch die jüdischen Einwohner der Gemeinden Sendenhorst, Enniger und Ennigerloh gehörten.

Trotz der geringen Mitgliederzahl der Drensteinfurter Judengemeinde, hat diese ein bemerkenswertes Eigenleben entfaltet, das in dem Bau der am 6. Juli 1872 eingeweihten Synagoge einen beredten Ausdruck fand. Sie ist eines der wenigen jüdischen Gotteshäuser, das die Zerstörung in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 baulich überstand. In der NS-Zeit wurde die jüdische Bevölkerung Drensteinfurts massiv verfolgt: In der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember 1941 sind die letzten noch in Drensteinfurt verbliebenen zehn jüdischen Einwohner in die Vernichtungslager im Osten verbracht worden. Nur eine von ihnen überlebte durch Glück alle Zwangs- und Vernichtungsmaßnahmen: Herta Herschcowitsch, geb. Salomon, die nach 1945 ihre Heimat in Israel fand.

Sabine Omland Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Drensteinfurt (1811-1941) (= Quellen und Forschungen zur Geschichte des Kreises Warendorf, Band 32) wesentlich erweiterte 2. Auflage, Warendorf 2015, 400 S.; 24,00 Euro ISBN 978-3-920836-92-8

Bezug des Buches über jede Buchhandlung

 

Den Flyer zum Buch finden Sie hier.

 

Kontakt:

Kreisarchiv Warendorf

Waldenburger Straße 2, 48231 Warendorf

Tel. (0 25 81) – 53 10 40, E-Mail: kreisarchiv@kreis-warendorf.de