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19.03.2014, 17.30 - 19.30 Uhr, Katholische Kirche St. Marien Witten, Marienplatz 3, 58452 Witten und Pfarrheim St. Marien, Hauptstraße 83a, 58452 Witten:

 

15. Wittener Archivforum: Die Orgeln der Stadt Witten 1609 – 2009: Buchvorstellung mit Christian Vorbeck

 

Bildmontage: Walcker-Orgel der ehemaligen Gedächtniskirche Witten, Foto: Albrecht Lücking, Stadtarchiv Witten; Zeichnung Stefan Claudius

 

Veranstaltungsort: Katholische Kirche St. Marien Witten, Marienplatz 3, 58452 Witten und Pfarrheim St. Marien, Hauptstraße 83a, 58452 Witten

 

Im Jubiläumsjahr Wittens 2014 – erste bekannte urkundliche Erwähnung vor 800 Jahren – reaktiviert das Stadtarchiv seine Reihe „Wittener Archivforum“. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, „Heimatforscher“ und Schüler/innen erhalten die Gelegenheit, ihre Forschungsergebnisse zur Stadt- und Regionalgeschichte an „besonderen Orten“ vorzustellen. Im Anschluss an die jeweilige Präsentation bietet sich die Möglichkeit zur öffentlichen Diskussion. Die Wittener Archivforen fanden von 1998 bis 2007 an verschiedenen Orten, orientiert am jeweiligen Thema, statt. Nicht selten sind die ausgewählten Räumlichkeiten nur bedingt öffentlich zugänglich und haben mehr Aufmerksamkeit verdient. Auch der interdisziplinäre Ansatz charakterisiert das Format dieser Reihe.

 

In der Buchpublikation „Die Orgeln der Stadt Witten 1609 – 2009“, erschienen im Januar 2014 im Siebenquart Verlag, präsentiert der Autor die Geschichte des Orgelbaus in Witten. Nicht mehr existierende Orgeln und auf heutigem Stadtgebiet in evangelischen und katholischen Kirchen vorhandene „Königinnen der Instrumente“ werden beschrieben und die jeweiligen Erbauer in Kurzbiographien vorgestellt.

 

Dr. Christian Vorbeck, Jahrgang 1977, studierte Katholische Kirchenmusik in Berlin, absolvierte die Ausbildung zum Orgelsachverständigen und wurde 2013 an der Universität Köln promoviert. Seit 2006 ist Christian Vorbeck Kantor an St. Marien in Witten und seit 2011 Lehrbeauftragter für Orgel und Orgelimprovisation an der Technischen Universität Dortmund.

 

Programm zum 15. Wittener Archivforum

 

17:30 Uhr: Führung durch die Kirche St. Marien mit Pfarrer Reinhard Edeler

18:00 Uhr: Kurzes Orgelspiel (Dr. Christian Vorbeck)

 

18:15 Uhr: Ortswechsel in das Pfarrheim St. Marien, Hauptstr. 83a

18:30 Uhr: Vortrag „Die Orgeln der Stadt Witten 1609 – 2009“ (Dr. Christian Vorbeck)

 

Im Anschluss an den Vortrag signiert der Autor auf Wunsch sein jüngstes Buch, das vor Ort für 18 € käuflich erworben werden kann. Der Erlös aus dem Verkauf kommt dem Projekt „Marienorgel Witten“ zugute.

 

Ende der Veranstaltung gegen 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

Bildmontage: Walcker-Orgel der ehemaligen Gedächtniskirche Witten, Foto: Albrecht Lücking, Stadtarchiv Witten; Zeichnung Stefan Claudius

 

 

 

 

09.03.2014, 11.00 - 17.00 Uhr, Bergerstr. 25 (Saalbau-Passage):

 

Tag der Archive 2014

 

 

Das Stadtarchiv Witten ist auch dieses Jahr am Tag der Archive aktiv, zu dem zum siebten Mal der Verband deutscher Archivarinnen und Archivare bundesweit aufruft.

 

Das diesjährige Leitthema „Frauen – Männer – Macht“ wurde in Anpassung an die allgemeine Finanzsituation der Stadt Witten und des Kulturforums Witten etwas modifiziert. Unter dem Motto „Frauen, Männer macht! Arbeit gerecht teilen – Wissen mehren“ bietet das Stadtarchiv am Sonntag, 9. März, von 11 bis 17 Uhr Sondernutzungstermine für Schülerinnen und Schüler (Facharbeiten), Berufstätige und auswärtige Forscherinnen und Forscher nach Anmeldung.

 

Von 17 bis 18 Uhr findet eine Sonderführung durch die laufende Ausstellung „Wittener Stadt-Ansichten“ im Märkischen Museum Witten, Husemannstraße 12, statt. Städtische Leihgaben und zahlreiche Exponate aus dem Archiv des VOHM und dem Depot des Museums werden seit Juni 2013 im Grafischen Kabinett und mit erweiterten Perspektiven im Gartensaal präsentiert. Am Tag der Archive ist die Teilnahme an der Führung, die in Kooperation mit dem Verein für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark (VOHM) gestaltet wird, kostenfrei.

 

 

Bildtitel: Arbeiten bei der Gebäude- und Wohnungszählung 1968

Foto: Stadt Witten, Fotosammlung Stadtarchiv

 

 

 

 

09.11.2013, 17 Uhr, Synagogenstraße / Ecke Breite Str.:

Mahnwache am Ort der ehem. Wittener Synagoge – Reichspogromnacht jährt sich zum 75. Mal

Wittener sind zu Mahnwache und Gedenkkonzert eingeladen

 

Zum 75. Mal jährt sich die Reichspogromnacht, auch Kristallnacht genannt. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 haben Anhänger des nationalsozialistischen Unrechtsregimes im damaligen Deutschen Reich jüdische Bürger drangsaliert, ihre Wohnungen und Geschäfte zerstört und Synagogen in Brand gesetzt. Auch in Witten zündeten Nationalsozialisten das 1885 erbaute jüdische Gotteshaus an. Wittener Juden wurden noch in der Nacht in „Schutzhaft" genommen und am folgenden Tag über das Polizeigefängnis Bochum in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt.

 

Mahnwache beginnt um 17 Uhr – Synagogenstraße kurzzeitig gesperrt

 

In Erinnerung an dieses rassistisch motivierte Verbrechen, das den Auftakt zur so genannten Endlösung bildete und zur Auslöschung der jüdischen Gemeinde in Witten führte, rufen die Stadt Witten, das Stadtarchiv / Kulturforum Witten, die Deutsch-Israelische Gesellschaft, AG Witten, und der Freundeskreis der Israelfahrer e. V. zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung am Ort der ehemaligen Synagoge (Breite Straße, Ecke Synagogenstraße) auf. Wie in den Vorjahren werden sich verschiedene Initiativen, Verbände, Parteien, Gruppen und Einzelpersonen sowie das Ruhr-Gymnasium diesem Aufruf anschließen. Tobias Bosselmann (Jahrgangstufe 12 und Schülervertretung des Ruhr-Gymnasiums) wird die diesjährige die Gedenkrede halten. Elif Akgündüz, eine der drei Wittener Schülerinnen, die einen Landessieg im Geschichtswettbewerb 2012/13 des Bundespräsidenten erzielten, wird ebenso einige Gedenkworte sprechen.

 

Beginn der Mahnwache ist um 17 Uhr. Für die Dauer des Gedenkens ist die Synagogenstraße für den motorisierten Verkehr gesperrt.

 

Gedenkkonzert um 18 Uhr in der Johanniskirche – Freier Eintritt

 

Im Anschluss findet ab 18 Uhr in der Johanniskirche (Bonhoefferstraße) ein Gedenkkonzert statt: Das Wittener Instrumental-Ensemble unter der Leitung von Vladimir Kovalev sowie kurze Lesungen der Wittener Stadtführerin Hildegard Priebel regen zum Nachdenken und Meditieren an und setzen ein Zeichen für Toleranz und kulturelle Vielfalt.

 

Der Eintritt ist frei; um Spenden wird gebeten. Zu hören sind die Stücke:

 

  • „Der Tod und das Mädchen" (1824), Streichquartett in d-Moll von Franz Schubert in der Fassung für Streichorchester von Gustav Mahler
  • „Kol Nidrei“ op. 47 von Max Bruch (1880), das Referenz auf das Kol Nidrei-Gebet am Vorabend von Jom Kippur nimmt. (Solist: Alexander Kovalev)
  • „Adagio for Strings“ von Samuel Barber (1938).

 

Bürgermeisterin, Feuerwehrchef und Sprecher der Freiwilligen FW legen Gedenkkranz nieder

 

Zum 75. Jahrestag der Reichspogromnacht gehört eine Kranzniederlegung mit ganz eigener Bedeutung: Im 150. Jahr der Wittener Feuerwehr werden Hans-Joachim Donner (Leiter der städtischen Feuerwehr) und Achim Bierhoff (Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr) am Samstag, um 12 Uhr am Ort der ehemaligen Synagoge (Ecke Breite Straße / Synagogenstraße)., gemeinsam mit Bürgermeisterin Sonja Leidemann einen Kranz niederlegen. Die Schleife zum Gedenkkranz trägt das Motto: „Aus Geschichte folgt Verantwortung." (Johannes Rau)

 

Quelle: Presseinformation der Stadt Witten vom 07/11/13 (lk/mkf/he)

 

 

 

 

08.09.2013, 11.00 Uhr, Tag des Denkmals:

 

Häftling 81490 erinnert an das KZ in Annen

 

Gedenkstätte an der Westfeldstraße / Immermannstraße

 

 

Das Gelände des einstigen Außenlager Annener Gußstahlwerks des KZ Buchenwald ist nun wieder zugänglich. Eine Gedenkstätte erinnert an die dort inhaftierten 750 Zwangsarbeiter.

 

Wussten Sie, dass es in Annen eine Außenstelle des KZ Buchenwald gab? 1984 entdeckte eine Schulklasse des Albert-Martmöller-Gymnasiums bei einer Klassenfahrt nach Dachau einen Hinweis auf das KZ. Seitdem recherchierten Schüler, Mitarbeiter des Stadtarchivs und Ehrenamtliche die Geschichte des Geländes. An der Immermannstraße erinnern nun ein Mahnmal und zwei Gedenktafeln an die über 750 Häftlinge, die hier von September 1944 bis März 1945 Zwangsarbeit im Rüstungskonzern Annener Gußstahlwerk leisten mussten. Die bewegende Einweihungsfeier fand gestern statt.

 

Seit kurzem weiß man: Das Leben im Lager wurde gut dokumentiert: Der französische Diplomat Albert Chambon veröffentlichte 1961 seine Erlebnisse unter dem Titel „81490“ (seine Häftlingsnummer). 130 Seiten der Autobiographie befassen sich mit Annen, das Buch wird derzeit von Gerda Bonsiepen, pensionierte Französischlehrerin am Schiller-Gmnasium, übersetzt. „Als sehr qualvoll“, beschreibt sie ihre ehrenamtliche Arbeit, die schreckliche Erinnerungen zu lesen, nehme sie sehr mit. „Aber ich habe lange den Schüleraustausch organisiert. Es ist tröstlich für mich, zu wissen, wie gut die deutsch-französische Freundschaft klappt."

 

Zitate Chambons lasen gestern unter anderem Bürgermeisterin Sonja Leidemann und die einstige AMG-Schülerin Stella Hellwig (44). Die Zeilen lassen keinen der etwa 60 Zuhörer kalt, die an der nasskalten Einweihung teilnahmen.

 

Chambon schreibt, wie sich sein Herz zusammenkrampft, beim Anblick der ordentlich gekleideten Annener Bevölkerung. Beim Spähen auf „einen gedeckten Tisch, mit einer bürgerlichen Lampe darüber, welch’ unendliches Glück ist das?“ Der sadistische Lagerkommandant ließ die französischen Zwangsarbeiter, meist politische Gefangene, als Frosch über den Hof hüpfen. Ein aufmüpfiger Kamerad musste zwölf Stunden auf einem Schemel stehen ließ, links und rechts einen Eimer Wasser in der Hand. Schwappt etwas heraus, würde er erschossen. Nach sieben Stunden folgte der Genickschuss. Ein anderer Mann stürzte beim Fluchtversuch, brach sich den Oberschenkel. Man ließ ihn liegen, stundenlang nach Hilfe schreiend, bis er starb.

 

Heute stehen nur noch die Pfosten des Stacheldrahtzauns. Das Gelände an der Ecke Immermann-/ Westfeldstraße war bis vor kurzem komplett zugewuchert. Dank Gelder aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt Annen“ wurde eine 1985 außerhalb des Geländes aufgestellte Stele nun zum tatsächlichen Ort versetzt, ergänzt durch zwei Infotafeln. Damit nie wieder einer sagen kann, er hätte nichts gewusst.

 

Zur Fotonachlese

 

Quelle: derwesten.de, 08.09.2013, Susanne Schild

Foto: Jörg Fruck

 

 

Grußwort der Bürgermeisterin für den Tag des Denkmals 2013 an der Gedenkstätte Westfeldstraße / Immermannstraße

 

Bürgermeisterin Sonja Leidemann las zur Eröffnung Zitate von Chambons

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ich verzichte heute an dieser Stelle zugunsten eines Danks auf ein ausführliches Grußwort.

 

Mein besonderer Dank gilt Helmut Schorlemmer, der 1984 mit „seiner“ damaligen Klasse 10a des Albert-Martmöller-Gymnasiums die Restfläche des Außenlagers Buchenwald in das Bewusstsein der Wittener Bevölkerung zurückgeholt hat.

 

Ich danke den Schülerinnen und Schülern, die diese Initiative zur Errichtung einer Gedenkstätte ergriffen haben. Gleichzeitig danke ich allen, die diese Erinnerungsarbeit fortsetzen: den Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, den Schulen, Vereinen, Verbänden, den Kirchengemeinden, den Forschenden, der Feuerwehr, den verschiedenen Projektgruppen, hierbei insbesondere dem Projekt Soziale Stadt Annen, und allen Sponsoren, die im 20. Jahrhundert und 21. Jahrhundert diesen Ort und seine Geschichte, das Thema NS-Zwangsarbeit und KZ-Haft nicht in Vergessenheit geraten lassen haben. Wie wir Erinnerungsorte gestalten, Gedenken zementieren, ritualisieren, medialisieren oder neue Formen des Erinnerns entwickeln, ist besonders seit 1945 umstritten und wir werden weiter darum streiten müssen, auch wenn es unbequem ist.

 

Heute jedoch möchte ich einen ehemaligen KZ-Häftling aus dem Außenlager Buchenwald in Witten-Annen zu Wort kommen lassen. Wir werden nun Auszüge aus den Erinnerungen des französischen Vize-Konsuls Albert Chambon vortragen, die 1961 veröffentlicht wurden und aktuell in Witten übersetzt werden. Der Autor, geboren 1909, wurde als politischer Häftling aus einem Sammellager in Frankreich im August 1944 in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt und am 16. September 1944 nach Witten-Annen deportiert.

 

Bild: Bürgermeisterin Sonja Leidemann las zur Eröffnung Zitate von Chambons.

Foto: Jörg Fruck

 

 

 

 

19.03.2013, 19.00 Uhr, Haus Witten, Otto-Schott-Saal, Ruhrstraße 86:

 

„Fahrenheit 451 – Die NS-Diktatur begann mit den Bücherverbrennungen vor 80 Jahren am 10. Mai 1933“: Vortrag von Hajo Jahn am 19. März

 

Hajo Jahn

 

 

„Ich habe zu Hause ein blaues Klavier
Und kenne doch keine Note.
Es steht im Dunkel der Kellertür
Seitdem die Welt verrohte ...“

(Else Lasker-Schüler)

 

 

Am 10. Mai 1933 wurden Werke von Tucholsky, Kästner und vielen anderen „den Flammen übergeben“. „Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen“, hatte schon Heinrich Heine in seiner Tragödie „Almansor“ 1821 geschrieben.

 

Francois Truffaut verfilmte 1966 „Fahrenheit 451“ nach dem gleichnamigen Roman von Ray Bradbury, erstmals 1953 im Verlag Ballantine Books erschienen. Roman- und Filmtitel beziehen sich auf die angenommene Temperatur der Selbstentzündung von Papier bei 451 Grad Fahrenheit. (Dies entspricht 232,2 Grad Celsius).

 

Vor dem Holocaust begann die „Kulturbarbarei“ im Frühling 1933 reichsweit in mehr als 50 deutschen Städten. Erich Kästner erlebte als einziger Schriftsteller mit, wie seine Werke auf dem Opernplatz in Berlin vernichtet wurden. Erste Stadt im heutigen Nordrhein-Westfalen mit Bücherverbrennungen war Else Lasker-Schülers Wuppertal am 1. April 1933: Am Bausenwerth in Elberfeld und vor dem Rathaus in Barmen. Hajo Jahn stellt in seinem Vortrag die „Spur des Feuers“ im Laufe der Geschichte bis in die Gegenwart dar.

 

Der pensionierte WDR-Journalist Hajo Jahn, der früher auch bei der Westfälischen Rundschau in Witten arbeitete, ist Gründer und Vorsitzender der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft und ihrer „Stiftung für Verbrannte und verbannte Dichter-KünstlerInnen – für ein Zentrum der verfolgten Künste“. Jahn organisiert seit 1993 die Else-Lasker-Schüler-Foren mit Ausstellungen, Konzerten, Lesungen in Wuppertal, Solingen, Jerusalem, Breslau, Prag, Zürich, Wien und anderen Städten. Dafür gewann er prominente Autorinnen und Autoren wie Pavel Kohut, Sarah Kirsch und Herta Müller und Schirmherren wie Václav Havel, Simon Peres, Johannes Rau oder  Hans Dietrich Genscher. Für seine Verdienste wurde Hajo Jahn u. a. 2003 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

 

Zeit: 19. März 2013, 19 Uhr

 

Veranstalter: Deutsch-Israelische Gesellschaft Witten, Kulturforum Witten (Bibliothek und Stadtarchiv)

 

Veranstaltungsort: Haus Witten, Otto-Schott-Saal, Ruhrstraße 86

 

Eintritt frei

 

 

Bilduntertitel: Hajo Jahn; Foto: © Else Lasker-Schüler-Gesellschaft

 

 

 

14.02.2013, 15.00 Uhr, Stadtarchiv, Bergerstr. 25 in der Saalbau-Passage:

 

„Die wundersame Rettung der kleinen Tamar 1944“

Überlebende des Holocaust liest vor Wittener Schülern

 

 

Tamar Dreifuss; Foto: Jörg Fruck

 

Kulturrucksack

 

 

Dank der Unterstützung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Witten und mit der Förderung durch das Landesprogramm „Kulturrucksack NRW“ ist es dem Kulturforum erneut gelungen, die jüdische Kinderbuchautorin Tamar Dreifuss für zwei Lesungen in Witten zu gewinnen.

 

Tamar Dreifuss, geboren 1938 in Wilna, überlebte mit ihrer Mutter, Jetta Schapiro-Rosenzweig, den Holocaust in Litauen. Am 9. November 2012 las sie das erste Mal in Witten vor Schülern verschiedener Schulformen im Ruhr-Gymnasium – damals aus einem Buch ihrer Mutter. Dieses war 1971 in Israel erschienen und wurde später von Tamar Dreisfuss ins Deutsche übersetzt.

 

Am Donnerstag wird die Pädagogin im Stadtarchiv für eine Förderschule und am Freitag  in der Zentralbibliothek für zwei fünfte Klassen des Ruhr-Gymnasiums aus ihrem eigenen Werk „Die wundersame Rettung der kleinen Tamar 1944: Ein jüdisches Mädchen überlebt den Holocaust in Osteuropa“ lesen. Das Kinderbuch mit Zeichnungen von Birgit Kohlhaas entstand 2009, unterstützt von Adrian Stellmacher und Cordula Lissner in der Projektgruppe Kinderbuch im Lernort Jawne, Köln.

 

Den Kulturinstitutsleiterinnen Verena von Grote (Bibliothek) und Dr. Martina Kliner-Fruck (Stadtarchiv) war es nach der ersten erfolgreichen Lesung im Vorjahr sehr wichtig, die Kinderbuchautorin erneut nach Witten zu holen. Lesungen von Tamar Dreifuss für Kinder, Jugendliche und Erwachsene über den Kampf ums Überleben, Flucht und das Verstecken vor den Nazis und den Mut ihrer Mutter haben anderorts zahlreiche Zuhörer beeindruckt. Der Maler Samuel Bak, ihr Cousin und selbst Holocaust-Überlebender, beschreibt das Engagement von Tamar Dreifuss mit den eindrücklichen Worten:

 

[...] „Wir Überlebenden, wohl vertraut mit der Notwendigkeit Zeugnis abzulegen, sind doch gehemmt, an etwas so Gewaltiges zu rühren. Wie kann man von der Tragödie von sechs Millionen sprechen, oder vom Mord an anderthalb Millionen Kindern, ohne solche Tragödien in reine Zahlen zu verwandeln? Und doch ist die Geschichte vom Überleben eines Kindes die Geschichte einer geretteten Welt. Und wenn der Mensch, der sie erlebt hat, seine Geschichte erzählt, entfaltet sie eine ganz besondere Kraft. Tamar geht an Schulen, konfrontiert lebhafte Kinder verschiedenen Alters. Und sie hängen an ihren Lippen. Und Tamar tut es wieder und wieder, mit unermüdlicher Hingabe. Sie erweitert die Möglichkeit der Kinder zu denken, zu fühlen, zu bewerten. Sie erreicht Kopf und Herz derjenigen, die bald die Gestalter der kommenden Gesellschaft sein werden“. [...] Samuel Bak: Ein Brief von Tamars Cousin Samuel, in: Dreifuss, Tamar: Die wundersame Rettung der kleinen Tamar 1944. Ein jüdisches Mädchen überlebt den Holocaust in Osteuropa, Projektgruppe Kinderbuch im Lernort Jawne, Köln 2009.

 

Foto: Jörg Fruck

 

 

 

 

27.01.2013, 11.00 Uhr, jüdischer Friedhof Ledderken in Witten-Annen:

 

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Witten, die Stadt Witten und der Freundeskreis der Israelfahrer e. V. erinnern mit einer Kranzniederlegung der Opfer des Nationalsozialismus. In diesem Jahr findet das öffentliche Gedenken am kommenden Sonntag um 11 Uhr an der Gedenkstele auf dem jüdischen Friedhof Ledderken statt. Die Veranstalter bitten aus Rücksichtnahme vor dem Ort, eine Kopfbedeckung zu tragen.

 

 

 

 

09.11.2012, Synagogenstr./ Ecke Breite Str.:

Mahnwache am Ort der ehem. Wittener Synagoge um 14 Uhr mit Kranzniederlegung und Gedenkansprache der Schülersprecherin des Ruhr-Gymnasiums.
(Veranstalter: Stadt Witten, die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) Witten und der Freundeskreis der Israelfahrer e.V.)

 

 

 

 

04.02.2012, 13.00 - 17.00 Uhr, Ruhrstr. 69:

 

Tag der Archive 2012

Blick in die Sonderausstellung zum Tag der Archive 2012

 

Am alle zwei Jahre stattfindenden „Tag der Archive“ präsentieren sich Archive aus allen Bereichen bürgernah und offen für Interessierte. Am kommenden Sonntag, den 4. März 2012, öffnet trotz Umzug auch das Stadtarchiv Witten von 13 bis 17 Uhr seine Räume in der Ruhrstraße 69 und zeigt einen kleinen Teil seiner Schätze. Ziel dieser bundesweiten Aktion ist es, das oft noch herrschende Klischee vom „geheimen Archiv“ zu durchbrechen und die gesellschaftliche Bedeutung der Archive in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

 

Feuer, Wasser, Krieg und andere Katastrophen

 

Normalerweise schöpft das Stadtarchiv Witten aus einem reichlichen Fundus, doch mitten in seinen Magazinumzügen (seit 2010) sind zahlreiche Bestände verpackt oder noch nicht wieder zugänglich. „Insofern war das diesjährige Motto für uns eine besondere Herausforderung, der wir uns kurzfristig mit Kreativität, Improvisation und einem Mini-Ausstellungsetat (unter 20 €uro) stellen wollten“, so Dr. Martina Kliner-Fruck, Leiterin des Stadtarchivs. „Mit wenigen ausgewählten Schrift- und Bildquellen zur Roburit-Katastrophe 1906, zum 1. und 2. Weltkrieg und zum Wiederaufbau nach 1945 möchten wir Neuzugänge und Fundstücke zeigen und zum Weiterforschen anregen. Vielleicht können wir mit dem Wissen unserer Besucher am Sonntag sogar die Geschichte einer anonymen Schenkung klären.“

 

In der Zeit von 13 bis 17 Uhr bietet das Stadtarchiv folgendes Programm:

 

  • Ausstellung „Feuer, Krieg und andere Katastrophen (Um 16 Uhr kleine Führung durch die Ausstellung)

  • Fachberatung zu Forschungsthemen

  • Zeitungskopien für Jubiläen zu Sonderpreisen

  • Bücher- und Festschriftenverkauf (antiquarisch)

 

 

Archive sichern die Geschichte unserer Gesellschaft

 

Notfallboxen für Witten

 

Archive bewahren Unterlagen, denen ein bleibender Wert für die Gesellschaft oder Dritte zukommt. Sie bieten daher mit ihren gesicherten Quellen die Gewähr von Rechtssicherheit und die Möglichkeit der nachträglichen demokratischen Kontrolle gesellschaftlichen Handelns. Darüber hinaus liefern Archive Informationen zur Geschichte der Städte, die seit ihrer Existenz auch immer wieder durch dramatische Ereignisse bedroht wurden. Als Einrichtungen werden Archive selbst durch Feuer, Wasser, Krieg und andere Katastrophen gefährdet, wie der Einsturz des Stadtarchivs Köln im März 2009 zeigte. Die Notfallplanung gehört spätestens seit dem zum festen Bestandteil der archivischen Arbeit. Auch das Stadtarchiv Witten ist notfallerprobt und setzt auf den Einsatz von Notfallboxen.

 

Bild: Von links Ana Muro, Martina Kliner-Fruck, Max Bäcker

Fotos: Jörg Fruck

 

 

 

 

27.01.2012, 14.30 Uhr, Restfläche des ehemaligen KZ-Außenlagers Buchenwald an der Immermannstraße in Witten-Annen:

 

Die Stadt Witten, die Deutsch-Israelische Gesellschaft und der Freundeskreis der Israelfahrer rufen dazu auf, gemeinsam der Opfer des Nazi-Regimes zu gedenken und an der Kranzniederlegung am ehemaligen KZ-Außenlager Buchenwald teilzunehmen.

 

 

Gedenkstein an der Restfläche des ehemaligen KZ Außenlagers Buchenwald in Witte-Annen

 

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages begleiten Schüler die öffentliche Kranzniederlegung mit einer Lesung aus Archivquellen. Die Schüler Max Wilshaus (Schiller-Gymnasium), Malte Richter und Leon Lanwehr (Holz-kamp-Gesamtschule) werden am Freitag Auszüge aus dem Tagebuch des ehemaligen französischen KZ-Häftlings Robert Maréchal vortragen. Bei Interesse werden die Jugendlichen auch über die Restfläche des ehemaligen KZ Außenkommandos führen. Erprobt haben das die beiden Schüler der Holzkampschule schon im Stadtarchiv-Projekt "JuleiJu" (Jugendliche leiten Jugendliche) im Frühjahr 2011. Damals führten die Holzkamp-Gesamtschüler eine Gruppe israelischer Jugendlicher über die Gedenkstätte. Auch Max Wilshaus hat bereits Archiv- und Gedenk-Erfahrung: Er war im JuleiJu-Projekt des Stadtarchivs in Kooperation mit dem Ruhr-Gymnasium zum 9. November 2011 aktiv.

 

Veranstalter: Stadt Witten, die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) Witten und der Freundeskreis der Israelfahrer e.V.

 

Foto: Jörg Fruck

 

 

 

 

Ausstellung "Von Rosa und anderen Tagen" im vhs Seminarzentrum Witten

 

„Von Rosa und anderen Tagen“ war ein Gemeinschaftsprojekt des Stadtarchivs Witten, der Gleichstellungsstelle und des Büros für Städtepartnerschaften der Stadt Witten in Kooperation mit mehreren europäischen Partnerstädten. Die Begleitausstellung zum Internationalen Frauentagebuch, das anlässlich von Ruhr2010 – Kulturhauptstadt Europa herausgegeben wurde, ist bis zum 13. Januar 2012 in der vhs Witten I Wetter I Herdecke zu besichtigen. 52 Autorinnen aus Witten, Barking and Dagenham, Bitterfeld-Wolfen, Kursk, Tczew und Witten werden mit einem Foto, ihrem Lebensmotto und einem Zitat aus ihrem Tagebuchbeitrag vorgestellt. Gleichzeitig gibt die Ausstellung Einblicke in das mehrjährige Gesamtprojekt und wirbt für das gleichnamige und mehrsprachige Buch, erschienen 2010 im Klartext Verlag, Essen, 14,95 €.

 

 

Ausstellung "Von Rosa und anderen Tagen" - Ein internationales Tagebuch

 

Ausstellungsort: vhs Seminarzentrum, Holzkampstraße 7, 58453 Witten, Tel. 02302 581 8610

Laufzeit der Ausstellung: 15.11.2011 – 13.01.2012

Öffnungszeiten: werktags von 9:00 – 20:00 Uhr, samstags/sonntags auf Anfrage

(Vom 24.12.2011 bis einschließlich 01.01.2012 ist das vhs Seminarzentrum nicht geöffnet)

Eintritt frei

 

11.01.2012, 15:30 – 18:00 Uhr: Führung durch die Ausstellung mit Brigitte Koch

Veranstalter: vhs Witten | Wetter | Herdecke

Anmeldung unter Seminar-Nr. 190822

5, 00 € (inkl. Kaffee und Kuchen)

 

 

 

 

09.11.2011, 18:30 Uhr, Synagogenstr./ Ecke Breite Str.:

 

Mahnwache am Ort der ehem. Wittener Synagoge mit Kranzniederlegung und Gedenkansprache der Schülersprecher des Ruhr-Gymnasiums.
(Veranstalter: Stadt Witten, die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) Witten und der Freundeskreis der Israelfahrer e.V.)


Projekttag im Ruhrgymnasium mit der Austellung „Wer zum Vergessen beiträgt, vollendet das Werk der Mörder“ des Stadtarchivs: Wittener Juden im KZ Sachsenhausen -Lebensskizzen, Dokumente und Erinnerungen
mit öffentlicher Führung von Schüler und Schülerinnen um 16 Uhr und um 19 Uhr im Anschluss an die Mahnwache.

 

 

 

 

"Von Rosa und anderen Tagen" - Ein internationales Frauentagebuch aus Witten und seinen Partnerstädten Barking and Dagenham, Bitterfeld-Wolfen, Kursk und Tczew

 

Vom 1. Juli 2008 bis 30. Juni 2009 schrieben 52 Frauen jeweils eine Woche Tagebuch. Es enstand eine kollektive Jahreschronik von Frauen, geschrieben anlässlich des Kulturhauptstadtjahres 2010. Tauchen Sie ein in die unterschiedlichen Lebenswelten, in die subjektiven Zeugnisse von Alltag und Festtag in Europa. Sie werden Vertrautes finden und Unbekanntes entdecken, Gegensätzliches und Gemeinsamkeiten.

 

Montag, 21.06.2010, 17 Uhr, Rathaus, Rathausgalerie, Marktstr. 16:
Buchvorstellung und Eröffnung der Begleitausstellung
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Montag bis Donnerstag: 8-17 Uhr
Freitag: 8-15 Uhr
Ausstellungsdauer: 22.06.-31.07.2010

 

Dienstag, 22.06.2010, 14-16 Uhr, Haus Witten, Konzertsaal, Ruhrstr. 86:
Öffentliche Probelesung und Vorstellung der Tagebuchautorinnen

 

Dienstag, 22.06.2010, 19 Uhr, Saalbau, Saal B, Bergerstr. 25:
Autorinnenlesung und Konzert mit Lydie Auvray (Akkordeon, Gesang)

 

Eintritt ist bei allen Veranstaltungen frei.

 

Schirmherrin: Sonja Leidemann, Bürgermeisterin der Stadt Witten

Veranstalter: Stadtarchiv im Kulturforum Witten, Stadt Witten, Gleichstellungsstelle und Witten Folk e.V.

 

 

 

 

01.06.2010, 18.00 Uhr, Haus Witten, Konzertsaal, Ruhrstraße 86:

 

 

Porträt von Simon Gronowski

 

 

Simon Gronowski, Shoah-Überlebender, heutiger Rechtsanwalt und Jazz-Pianist (Brüssel), konnte als 11-Jähriger aus dem so genannten XX-Transport, der im April 1943 mit 1638 jüdischen Menschen aus dem SS-Sammellager Mechelen (Belgien) in Richtung Auschwitz fuhr, fliehen. Drei junge Widerstandskämpfer hatten die Fahrt in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau kurzzeitig stoppen und 242 Menschen zur Flucht verhelfen können. Alle Entkommenen überlebten mithilfe der belgischen Bevölkerung.
Simon Gronowski wird über seine Erinnerungen an die deutsche Besatzung Belgiens, die Verfolgungszeit durch die Nazis und sein Überleben berichten. Er wird begleitet von Johannes Blum, der simultan übersetzen und beide Veranstaltungen per Video dokumentieren wird, um sie dem Jüdischen Deportations- und Widerstandsmuseum in Mechelen zu überlassen.

Vormittags in einer schulinternen Veranstaltung spricht Simon Gronowski vor etwa 100 Schülerinnen und Schülern, die in den letzten Monaten im Stadtarchiv zu NS-Verfolgungsschicksalen von Wittener Jüdinnen und Juden geforscht haben.

 

Veranstalter: Stadtarchiv im Kulturforum Witten und Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) Witten

 

Foto: arbeiterfotografie.com

 

 

 

 

Donnerstag, 03.09.2009, 19.00 Uhr, Märkisches Museum, Husemannstraße 12:

 

Gedicht von Hugo Ernst Käufer "Mit der offenen Hand"

 

 

"Hugo Ernst Käufer - Versuch über den Frieden"

Lesung aus den Werken von Hugo Ernst Käufer
Sprecher: Hugo Ernst Käufer und Simon Meienreis

 

Uraufführung des Liederzyklus "Hoffnung ist..."
Komponist: Prof. Jürgen Löchter
Texte: Hugo Ernst Käufer,
vorgetragen von Jürgen Löchter (Akkordeon) und Günter Lesche (Bariton)

 

Hugo Ernst Käufer, geboren 1927 in Annen, lebt in Bochum. Der Schriftsteller und Bibliothekar erhielt für seine mehr als 100 Buchveröffentlichungen zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. 2002 den Literaturpreis Ruhr.

Jürgen Löchter, geboren 1939 in Witten, international bekannter Solist, Komponist und Pädagoge, ist bis heute in renommierten Ensembles für Neue Musik tätig und erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen.

Anlass für die Lesung und die kleine Werkausstellung ist eine Schenkung von Hugo Ernst Käufer an das Stadtarchiv Witten. Gleichzeitig widmete er im Juni 2009 dem Stadtarchiv den Gedichtzyklus "Hoffnung ist...". Zu den Überlieferungen von Hugo Ernst Käufer liegt nun ein Findverzeichnis vor.

Ab 18:00 Uhr besteht die Möglichkeit zur Besichtigung der kleinen Werkausstellung "Hugo Ernst Käufer - Versuch über den Frieden" im Foyer des Stadtarchivs Witten, Ruhrstraße 69. Die Ausstellung ist bis zum 25. September 2009 montags und donnerstags von 8 - 16 Uhr sowie nach persönlicher Vereinbarung mit dem Stadtarchiv (Tel.: 02302/ 581-2416) geöffnet.

 

Veranstalter: Stadtarchiv im Kulturforum Witten

 

 

 

 

 

 

Ich habe zu Hause ein blaues Klavier
Und kenne doch keine Note.
Es steht im Dunkel der Kellertür
Seitdem die Welt verrohte ...“
Else Lasker-Schüler 

 

31.03.2009, 19.30 Uhr, Märkisches Museum, Husemannstraße 12:

Vortrag von Hajo Jahn mit Rezitationen:
"Lektion über Literatur und Moral" zum 140. Geburtstag von Else Lasker-Schüler

 

„Das ewige Leben dem, der viel von Liebe weiß zu sagen.
Ein Mensch der Liebe kann nur auferstehen!
Haß schachtelt ein! Wie hoch die Fackel auch mag schlagen.“

 

Dieses Zitat aus dem Gedicht „Herbst“ ist nicht nur hochaktuell seit dem verbrecherischen Anschlag vom 11. September 2001 in New York und den immer stärker werdenden Hass auf fremde Kulturen und Menschen. Sondern dieses Zitat zeigt auch die gesamt Lebenseinstellung der Dichterin Else Lasker-Schüler gegenüber Menschen, Leben und Ereignissen. Schriftsteller aber waren nicht selten die einzigen, welche die Wahrheit kannten, zur Sprache brachten und ihr Worte verliehen. Wahrheit und Freiheit sind zumeist Synonyme, wenn auch nicht immer sehr beliebte.
Else Lasker-Schüler war Jüdin, ihr Lebensweg unordentlich, ihr Verhalten exzentrisch. Das alles sieht man in der bürgerlichen Weltordnung einem Mann eher nach als einer Frau. Hinzu kommt ihre spätere Berühmtheit, die wie ein großer Vorwurf wirkt – und wer mag schon Vorwürfe? Das gilt ebenso für Großmütigkeit: Obwohl sie 1933 ins Exil vertrieben wurde, hatte Else Lasker-Schüler ihr letztes Buch „Mein blaues Klavier“ 1943 den Freundinnen und Freunden in Deutschland gewidmet - „in Treue“. Gewidmet hatte sie früher bereits ihrer Vaterstadt Elberfeld, in der sie vor 140 Jahren geboren wurde, ein wunderbares Schauspiel: „Die Wupper“. Das Geschenk wurde nicht wirklich angenommen und die Premiere in Wuppertal bei der Eröffnung des Schauspielhauses 1966 verschoben. - Wie nah, wie fern war die Autorin wunderbarer Liebeslyrik, mehrerer Romane und dreier Theaterstücke ihrer Heimat? Ihr Schicksal ist exemplarisch für die vielen Exilanten, die von der Bundesrepublik Deutschland nie zurückgerufen wurden.

 

Hajo Jahn, geboren 1941 in Berlin, ehemaliger Bergmann, Journalist und WDR-Studioleiter in Wuppertal, ist Gründer und Vorsitzender der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft, der einzigen „politischen“ Literaturvereinigung in Deutschland. Er ist auch Vorsitzender der Stiftung „Verbrannte und verbannte Dichter-/ und KünstlerInnen – für ein Zentrum der verfolgten Künste“.

 

Veranstalter: Deutsch-Israelische Gesellschaft, Arbeitsgemeinschaft Witten, in Kooperation mit dem Stadtarchiv und der Stadtbücherei im Kulturforum Witten

 

Die Bilddarstellung erfolgte mit freundlicher Genehmigung der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft, Wuppertal.

 

 

 

27.01.2009, 13:30 Uhr , Restfläche des ehem. KZ-Außenlagers Buchenwald in Witten-Annen

Holocaust-Gedenktag - Kranzniederlegung

Fachtagung der EN-Archive: "Gedenken und Erinnern"

 

 

16.10.2008, 18.00 Uhr, Märkisches Museum Witten, Husemannstr. 12:

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft, Arbeitsgemeinschaft Witten, das Stadtarchiv im Kulturforum und die vhs Witten-Wetter-Herdecke laden ein zu einem Vortrag von Herrn Prof. Dr. Rolf Verleger (Lübeck):

"Judentum und Zionismus: Plädoyer für eine Umkehr zu einem friedlichen Nahen Osten".

In seinem Vortrag mit kombinierter Lesung aus seinem jüngst erschienenen Buch "Israels Irrweg - eine jüdische Sicht" wird Professor Rolf Verleger über die Geschichte des Zionismus referieren und über die Krise sprechen, in die aus seiner Sicht das Judentum durch den militärischen Erfolg des Zionismus gerät. Die anschließende Diskussion moderiert Claus Humbert, Vorstandsmitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, AG Witten, und Beauftragter für den christlich-jüdischen Dialog im Kirchenkreis Hattingen-Witten.

 

 

27.01.2008, 19.00 Uhr, Konzertsaal Haus Witten, Ruhrstraße 86, anlässlich des Holocaust-Gedenktages:

Dany Bober: "Eine jüdische Zeitreise" - Lied, Bericht und Jüdische Weisheiten.

 

09.11. - 09.12.2007, Märkisches Museum, Husemannstraße 12:

Wanderausstellung: "Jüdische Häftlinge im KZ Sachsenhausen 1936-1945".

Ergänzt durch die Ausstellung des Stadtarchivs Witten: "Wittener Juden im KZ Sachsenhausen". Eine Ausstellung mit Lebensskizzen, Dokumenten und Erinnerungen.

 

Dienstag, 18.09.2007, 19.00 Uhr, Fritz-Husemann-Sporthalle, Foyer:

14. Wittener Archivforum:

Vortrag des Historikers und Publizisten Ralf Piorr:"Kernig, kunstvoll, kraftvoll, kühn": Der KSV Witten 07.

 

09.09.2007 Tag des offenen Denkmals

Tag der offenen Tür im Stadtarchiv Witten, Ruhrstraße 69

11:00 und 13:00 Uhr: Besichtigung des jüdischen Friedhofs Ledderken

 

27.08.2007, 19:00 Uhr, IG Metall Gewerkschaftshaus, Hans-Böckler-Straße 12:

13. Wittener Archivforum:

Die Wickmann-Werke Witten von der NS-Zwangsarbeit zum Weltmarktführer

Referent: Ralph Klein, Veranstalter:  Stadtarchiv Witten im Kulturforum

 

27.01.2007, 11:00 Uhr , Restfläche des ehem. KZ-Außenlagers Buchenwald in Witten-Annen

Holocaust-Gedenktag - Kranzniederlegung

 

17.01.2007, Feuerwache Witten, Dortmunder Str. 17: Führung durch die Feuer- und Rettungswache Witten

ab 19:00 Uhr:  12. Wittener Archivforum:

„..mindestens die moralische Verpflichtung des Staates...“ . Konsequenzen aus der Roburit-Explosion vom 28.11.1906 in Witten

Referenten: Dr. Frank Ahland (Witten), Stefan Nies (Dortmund), Veranstalter: Stadtarchiv Witten

 

15.11.2006, 18:00 Uhr, Malschule im Märkischen Museum, Husemannstr. 12:

Orte des Schreckens: Über eine Reise zu ehemaligen Konzentrationslagern in Südostpolen), Referentin: Gabriele Reckhard (Sprockhövel)

(Vor und nach der Veranstaltung Führung durch die Ausstellung „Angst und Hoffnung deportierter Juden“ im Stadtarchiv). Veranstalter: Stadtarchiv Witten in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Arbeitsgemeinschaft Witten

 

09.11.2006, 18:30 Uhr, Synagogenstraße / Ecke Breite Str.:

Mahnwache am Ort der ehem. Wittener Synagoge.

ab 19:30 Uhr Gemeindezentrum der Ev. Johannis-Kirchengemeinde:

Ein Abend mit jiddischer und hebräischer Musik, gespielt und gesungen von der Gruppe „Ton ab“. (Veranstalter: Stadtarchiv Witten in Kooperation mit:  Stadtkirchenarbeit der Johannis-Kirchengemeinde, Deutsch-Israelische Gesellschaft Witten, Freundeskreis der Israelfahrer e.V., Volkshochschule Witten-Wetter-Herdecke)

 

05.11.2006, 11:30 Uhr, Stadtarchiv Witten, Ruhrstraße 69:

Ausstellungseröffnung: „Angst und Hoffnung deportierter Juden“.  Rauminstallation einer Hattinger Bildhauereiklasse im Stadtarchiv Witten. Leitung: Michael Görler, Hattingen, Musik: Michael Eckelt. Veranstalter: Stadtarchiv Witten in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Arbeitsgemeinschaft Witten

Ausstellungsdauer: 05.11.-29.11.2006

 

30.10.2006, 19:00 Uhr, Konferenzsaal Haus Witten

11. Wittener Archivforum: „Imposant und voller Geheimnisse: der Eisenbahn-Viadukt über die Ruhr in Witten“. Referent: Peter Braun, Veranstalter: Stadtarchiv Witten

 

24.09.2006, 15:00 Uhr, Westfälisches Industriemuseum Zeche Nachtigall:

Ausstellungseröffnung: „Sprengstoff!  Die Explosion der Wittener Roburit-Fabrik 1906“

(Veranstalter: Westfälische Industriemuseum Zeche Nachtigall in Kooperation mit dem Stadtarchiv Witten und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)

Laufzeit bis 28.01.2006)

 

10.09.2006, Tag des Denkmals: Tag der offenen Tür im Stadtarchiv, Ruhrstraße 69

11:00 u. 13:00 Uhr, Jüdischer Friedhof Ledderken: Führung mit Vortrag zur Geschichte des jüdischen Friedhofs im Ledderken. (Referentin. Dr. Martina Kliner-Fruck)

 

21.07.2006, 12:00 Uhr, Ort d. ehem. Synagoge / Jüdischer Friedhof Ledderken

Englischer Vortrag für eine israelische Gruppe zur Geschichte der Wittener Synagogengemeinde mit Friedhofsbegehung. Referentin: Dr. Martina Kliner-Fruck

 

26.01.2006, 19.30 Uhr, Aula Schiller-Gymnasium, Holocaust-Gedenktag:

Theaterstück von Hugo Ernst Käufer: Sieben Gerechte oder Auschwitz der Ort das Tor der Abgrund (mit einer vom Stadtarchiv zusammen gestellten Ausstellung von 8 biographischen Porträts Wittener Jüdinnen und Juden). Es spielen Schüler/innen der Jahrgangsstufe 12 des Schiller-Gymnasiums.

Veranstalter: Stadtarchiv Witten in Kooperation mit: Deutsch-Israelische Gesellschaft Witten, Schiller-Gymnasium

 

9. 11.2005, 19:00 Uhr, ehem. Synagoge Ecke Breite Straße/Synagogenstraße:

Mahnwache zur Reichspogromnacht mit Kranzniederlegung, Ansprache der Bürgermeisterin sowie Lesung aus dem Theaterstück „Sieben Gerechte oder Auschwitz der Ort das Tor der Abgrund“ von Hugo Ernst Käufer

ab 19.30 Uhr, Johanniszentrum, Bonhoefferstr. 10:

„mir sejnen ale brider“: Ein Abend mit hebräischen und jüdischen Liedern, gesungen und gespielt von Peter Sturm, mit Lesung von jüdischen Selbstzeugnissen, vorgetragen von Dr. Martina Kliner-Fruck. Veranstalter: Stadtarchiv Witten, Freundeskreis der Israelfahrer, Deutsch-Israelische Gesellschaft Witten, Stadtkirchenarbeit der Johannis-Kirchengemeinde, Volkshochschule Witten-Wetter-Herdecke

 

11.09.2005, 11.00 – 18.00 Uhr, Parkweg 14, ehem. Villa Hanf

Ausstellung: DasHausDieMenschenDerKrieg: Skizzen und Einblicke zur „Villa Hanf“, Parkweg 14, zum Tag des offenen Denkmals

Führungen/Einführungen: Dr. Martina Kliner-Fruck, Stadtarchiv

 

05.04.2005: Rundgang zur Stadtgeschichte mit Besuchsgruppe ehemaliger Zwangsarbeiter/innen aus Tczew und Vortrag über Erfahrungen mit der Nachweiserbringung von Zwangsarbeiter/innen in Witten. Referentin:  Dr. Martina Kliner-Fruck

Anschließend Besuch des jüdischen Friedhöfe an der Wabeck und des Kommunal- und jüdischen Friedhofs Diesterwegstraße. Danach Führung durch das Märkische Museum.

 

04.04.2005: Besuchsgruppe ehem. Zwangsarbeiter aus Tczew

Vortrag über die Geschichte der Zwangsarbeit in Witten. Referenten: Ralph Klein und Dr. Martina Kliner-Fruck

 

03.03.2005, 19.00 Uhr, Haus Witten, Konferenzraum:

„Wandernde Schatten“ Zum Bedeutungswandel von 'Auschwitz', 'Holocaust' und 'Shoah'. Referent: Andreas Disselnkötter (Herdecke). Veranstalter: Stadtarchiv Witten in Kooperation mit DIG Witten, Vhs Witten-Wetter-Herdecke

 

27.01.2005, 11.00 Uhr, Erlöserkirche Annen:

Holocaust-Gedenktag: Esther Bejarano, ehem. Mitglied im Mädchenorchester Auschwitz, liest aus ihrem Buch: Wir leben trotzdem.

anschl. Kranzniederlegung am ehem. KZ-Außenlager Buchenwald in Witten-Annen

Veranstalter: Stadtarchiv Witten, DIG Witten, Freundeskreis der Israelfahrer e.V., Vhs Witten-Wetter-Herdecke

 

10.01.2005, 19.00 Uhr, Bochumer Str. 10:

Zur Geschichte der Zwangsarbeit während des 2. Weltkriegs in Witten". Referenten: Ralph Klein/Dr. Martina Kliner-Fruck. Kooperationsveranstaltung: Stadtarchiv Witten und Freundeskreis Witten-Kursk.

 

18.11.2004, 11:00 Uhr, Holzkamp-Gesamtschule:

Ihr seid nicht verantwortlich für das was geschah. Aber das es nicht wieder geschieht, dafür schon.“ Max Mannheimer berichtet vor ca. 450 SchülerInnen von seinem Überleben als KZ-Häftling

 

18.11.2004, 19:30 Uhr, Private Universität Witten/Herdecke, Großer Hörsaal:

„Ihr seid nicht verantwortlich für das was geschah. Aber das es nicht wieder geschieht, dafür schon.“ Ein Überlebensbericht von Max Mannheimer mit anschließender Diskussion.

Veranstalter: Stadtarchiv Witten in Kooperation mit: Rosi-Wolfstein-Gesellschaft e.V., DIG, Uni Witten/ Herdecke, Volkshochschule Witten-Wetter-Herdecke, Gegen Vergessen – für Demokratie e.V., RAG östliches Ruhrgebiet

 

17.11.2004, 19:30 Uhr, Kaminzimmer Lukaszentrum, Pferdebachstraße:

Begegnungen: Max Mannheimer und Rosi Wolfstein

Max Mannheimer berichtet von seinen Begegnungen mit der in Witten geborenen Politikerin Rosi Wolfstein-Frölich

 

09. 11.2004, 19:00 Uhr, Ort der ehem. Synagoge Breite Str./Ecke Synagogenstraße

Mahnwache zur Erinnerung an die Reichspogromnacht mit Kranzniederlegung, Ansprache der Bürgermeisterin sowie Lesung der Jugendgruppe des Freundeskreises der Israelfahrer e.V.

09. 11.2004, ab 20.00 Uhr, Johanniszentrum, Bonhoefferstr. 10:

„Was wäre der Mensch ohne Hoffnung“: Ein Abend mit hebräischen und jüdischen Liedern, gesungen und gespielt von dem Vokalensemble „Ton ab“, mit Lesung von jüdischen Selbstzeugnissen, vorgetragen von Dr. Martina Kliner-Fruck

Veranstalter: Stadtarchiv Witten, Freundeskreis der Israelfahrer, DIG Witten, Stadtkirchenarbeit der  Johannis-Kirchengemeinde, Volkshochschule Witten-Wetter-Herdecke

 

07.10.2004, 14:00 Uhr, Bottrop, Berliner Platz

Auftritt der Rap-Musical-Gruppe „Spiel auf Zeit“ auf dem Jugendkulturfestival in Bottrop

 

23.04.2004, 19:00 Uhr, Witten-Herbede, Kämpen, Gaststätte Bergfriede

Vortrag:Zwangsarbeit in Witten. Referent: Ralph Klein im Auftrag des Stadtarchivs Witten

Veranstalter: Buchholzer Heimatverein

 

24.03.2004, 19:30 Uhr, Johanniszentrum Bonhoefferstr. 10

Im Rahmen dieser Ausstellung: Vortrag: Überleben deutsch-jüdischer Frauen unter nationalsozialistischer Verfolgung. Referentin: Dr. Martina Kliner-Fruck, Stadtarchiv Witten

 

11.3.-17.4.2004, Johanniskirche Witten:

Ausstellung: „Christliche Frauen im Widerstehen gegen den Nationalsozialismus“ Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück

Veranstalter: Frauenreferat im Kirchenkreis Hattingen-Witten in Kooperation mit der Stadtkirchenarbeit der Johanniskirchengemeinde Witten und dem Stadtarchiv Witten

 

27.01.2004, 11.30 Uhr, Erlöserkirche Annen: Holocaust-Gedenktag

Szenische Darstellungen aus dem Tagebuch des KZ-Häftlings Maréchal, vorgetragen von SchülerInnen des Albert Martmöller Gymnasiums und eines Studenten unter der Leitung von Till Stauffer, Werk°Stadt Witten

anschl. Kranzniederlegung am ehem. KZ-Außenlager Buchenwald in Annen

Veranstalter: Stadtarchiv Witten, DIG Witten, Freundeskreis der Israelfahrer e.V.