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Stadtarchiv Witten: Facetten des Antisemitismus (Vortrag) - „Der Schoß ist fruchtbar noch…“

Das Soziokulturelle Zentrum „Trotz Allem“, die Deutsch-Israelische Gesellschaft Witten und das Stadtarchiv Witten laden für Mittwoch, 4. Juli 2018, ab 19:30 Uhr zu einem Vortrag von Bastian Steinhauer zum Thema „Facetten des Antisemitismus“ in das Stadtarchiv ein.

 

Antisemitismus – bei diesem Begriff kommen den meisten in Deutschland sozialisierten Menschen Leichenberge und der „Holocaust“ in den Sinn – auch die Frage, wie es dazu kommen konnte. Antisemitismus ist jedoch keine Erfindung der Nationalsozialisten, sondern war schon vorher weit verbreitet. Bastian Steinhauer wird in seinem Vortrag insbesondere frühere und spätere Formen des Antisemitismus darstellen, analysieren und erklären. Gleichzeitig wird sich der Frage genähert, was Antisemitismus von anderen gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeiten unterscheidet.

 

Der Referent Bastian Steinhauer studiert Sozialwissenschaften und Geschichte. Außerdem ist er in der Begegnungsstätte „Alte Synagoge Wuppertal“ und als Zivilcourage-Trainer tätig.

 

 

Trauriges Jubiläum

 

Vortrag und Diskussion sind Teil einer Veranstaltungsreihe zum Thema Antisemitismus und Erinnerungskultur. Veranstalter ist das Soziokulturelle Zentrum „Trotz Allem“ in Kooperation mit dem Stadtarchiv Witten und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Witten anlässlich der nationalsozialistischen Novemberpogrome 1938 vor 80 Jahren. Von den gewaltsamen Ausschreitungen im November 1938 waren auch Wittener Jüdinnen und Juden betroffen und die 1885 eingeweihte Wittener Synagoge wurde von Nationalsozialisten niedergebrannt.

 

Die Veranstaltungsreihe wird aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben“ für das Jugendforum des Jugendrings Witten mit freundlicher Unterstützung des Wittener Ortsverbands Bündnis 90/Die Grünen gefördert.

 

Wann: Mittwoch, 4. Juli 2018, ab 19:30 Uhr

Wo: Stadtarchiv Witten, Bergerstraße 25 (Saalbau-Passage), 58452 Witten

Eintritt frei

 

 

 

Bildnachweis: Die 1885 eingeweihte und am 9. November 1938 zerstörte Wittener Synagoge (rechts) neben dem Ruhr-Gymnasium im Jahr 1911.

 

Foto: Ernst Roepke / Repro: J. Fruck, Fotosammlung Stadtarchiv