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Planung des Archivbaus

 

Erste Planungen für einen Neubau des ehemaligen Lippischen Landesarchivs lassen sich bis in das Jahr 1946 zurückverfolgen. Schon zu diesem Zeitpunkt machte der damalige Archivleiter Dr. Erich Kittel auf den sich immer weiter verschärfenden Raummangel aufmerksam. Aus diesem Grund begann die Archivleitung, bei den zuständigen Ministerien um Mittel für einen Neubau zu werben. Gleichzeitig wurden Erkundigungen aus anderen Bundesländern eingeholt, in denen neue Archive geplant wurden, sich im Bau befanden oder bereits fertig gestellt worden waren.

 

Archivleiter Dr. Erich Kittel schildert der Lippischen Landesregierung akute räumliche Probleme. 

Regierungspräsident Heinrich Drake plädiert beim Minister für Wiederaufbau für einen Neubau des Staatsarchivs. 

Regierungspräsident Heinrich Drake plädiert beim Minister für Wiederaufbau für einen Neubau des Staatsarchivs. 

Der Kultusminister bittet beim Minister für Wiederaufbau um Auftragserteilung zur Erstellung von Bauplänen. 

Der Kultusminister bittet beim Minister für Wiederaufbau um Auftragserteilung zur Erstellung von Bauplänen. 

Bericht des Archivleiters Dr. Erich Kittel über den Besuch im 1956 erbauten Staatsarchivs Wolfenbüttel. 

Bericht des Archivleiters Dr. Erich Kittel über den Besuch im 1956 erbauten Staatsarchivs Wolfenbüttel. 

Erste Skizzen des Archivbaus vom Regierungsbaurat Kurt Wiersing. 

Erster Bauplan des Archivbaus vom Regierungsbaurat Kurt Wiersing. 

Modell des Archivneubaus neben der Lippischen Landesbibliothek vom Regierungsbaurat Kurt Wiersing. 

Regierungspräsident Heinrich Drake bittet bei der Kultusministerin um Bereitstellung von Mitteln zum Erwerb eines Baugrundstücks. 

Kaufvertrag zwischen dem Land NRW und Alex Hofmann. 

Kaufvertrag zwischen dem Land NRW und Alex Hofmann. 

Umlauf des Staatsarchivs mit Angaben darüber, wie viel Obst jeder Archivmitarbeiter aus dem Archivgarten bekommen hat. 

Archivleiter Dr. Erich Kittel schlägt dem Staatshochbauamt Detmold die Verpachtung der Obstbäume auf dem Baugrundstück vor. 

Foto des Baugrundstücks mit Obstbaumbestand. 

Archivleiter Dr. Kittel bitte um Prüfung einer Grundstückserweiterung und warnt vor Raummangel durch modernere Aktenflut. 

Kritik des Oberstaatsarchivsekretärs Karl Sundergeld an den Bauplänen. 

Kritik des Oberstaatsarchivsekretärs Karl Sundergeld an den Bauplänen. 

Archivleiter Dr. Erich Kittel berichtet über unhaltbare Zustände im Archiv und bemängelt die Verzögerung des Baubeginns. 

Archivleiter Dr. Erich Kittel berichtet über unhaltbare Zustände im Archiv und bemängelt die Verzögerung des Baubeginns. 

Archivleiter Dr. Erich Kittel mahnt eine weitsichtige Grundstücksplanung für die nächsten 50 Jahre an. 

 

Noch bevor mit den eigentlichen architektonischen Planungen begonnen werden konnte, musste ein geeignetes Grundstück in Detmold gefunden werden. In diese Suche schaltete sich auch der Regierungspräsident Heinrich Drake ein. Nachdem Alternativen, u.a. in Bahnhofsnähe, geprüft und verworfen worden waren, begannen langwierige Verhandlungen, um das Grundstück in der Willi-Hofmann-Straße zu erwerben. 1955 konnte schließlich der Kaufvertrag unterzeichnet werden. Die auf dem Gelände stehenden Obstbäume wurden in den Jahren bis Baubeginn weiter für die Obsternte genutzt – sehr zum Gefallen der Archivmitarbeiter.

 

Das erklärte Ziel der Archivleitung wie auch der beteiligten Ministerien war es, einen den damals modernsten Ansprüchen an ein Archiv genügenden Neubau zu verwirklichen. Aus diesem Grund wurde der Regierungsbaurat Kurt Wiersing damit beauftragt, eine Reihe von für die damalige Zeit vorbildlichen Archivgebäuden zu analysieren und die Ergebnisse für den Bau in Detmold auszuwerten. Wiersing orientierte sich dabei insbesondere am niedersächsischen Staatsarchiv Wolfenbüttel, welches zum architektonischen Vorbild für den Neubau wurde.

 

Erste Skizzen des Architekten lassen bereits deutlich die spätere Form und Gestaltung des Archivs erkennen. Wichtig für die Planungen Wiersings war die Vorgabe seitens des Ministeriums, dass sich das neue Gebäude harmonisch in die unmittelbare Nähe der Lippischen Landesbibliothek einfügen sollte. 1957 wurden die ersten Baupläne fertig gestellt.

 

Von Beginn an stellten die Planungen des Neubaus einen Kompromiss zwischen den Vorstellungen der beteiligten Ministerien und den fachlichen Wünschen der Archivare dar. Neben dem sich zunehmend verzögernden Baubeginn stand hierbei vor allem ein zukunftssicheres Raumkonzept mit genügend Stellfläche für das zu erwartende Archivgut der nächsten Jahre im Mittelpunkt. Staatsarchivdirektor Dr. Erich Kittel und seine Mitarbeiter sparten daher nicht an Kritik, sobald sie ihre Vorstellungen gefährdet sahen.