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Archivale des Monats Juni 2018

Hölzerne Völkerverständigung -  Besuch der Internationalen Pappelkommission 1953 in NRW

 


LAV NRW R NW 0126 Nr. 347, Bl. 112 u. 113

Juni 2 NW_0126_00347_0113


Welche Programm(höhe)punkte die Teilnehmer des Internationalen Pappelkongresses 1953 bei ihrem Besuch in Deutschland erwarteten, zeigt unser Archivale des Monats Juni 2018.


Die Kommission war 1946 auf Initiative Frankreichs ins Leben gerufen worden und wurde bei der FAO (Food and Agriculture Organisation)  der Vereinten Nationen (UNO) angesiedelt. Als Herausforderungen sah man sich mit der steigenden Bedeutung der Holzart Pappel konfrontiert, die eine Sicherung von Qualitätsmerkmalen forderte. Außerdem gehörte die Zusammenarbeit bei Anbau und Forschung, sowie bei der Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten zum Aufgabenbereich der Pappelkommission. Vertreter aus Deutschland waren erstmals 1951 Teilnehmer beim Internationalen Pappelkongress, nachdem die Gründung einer Nationalen Pappelkommission erfolgt war.
Beim Treffen 1953 in Köln waren unter anderem Teilnehmer aus Finnland, Griechenland, Italien, Luxemburg, Spanien, Syrien und der Türkei anwesend. Diese Vielzahl an Nationen ließ unter Umständen die Aussage von Kommissionspräsident Guinier Wirklichkeit werden: „Die Pappel ist ein Bund zwischen den Ländern!“
Die Mitarbeit NRWs in der Nationalen und Internationalen Pappelkommission ist im Bestand NW 0126 der Abteilung Rheinland des Landesarchivs NRW dokumentiert, die Einsicht in die betreffenden Akten steht interessierten Nutzern frei. Weitere Unterlagen zum Forstbereich finden sich unter anderem auch in den Beständen des Umweltministeriums und der Bezirksregierungen auf der mittleren Staatlichen Ebene.

 
Die Internationale Pappelkommission tagte zuletzt 2016 in Berlin.