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Oft Gefragt

 

 

Kann man einfach so ins Archiv kommen und Archivgut dort einsehen?

 

Ja. Das Ziel der Archivierung ist die Bereitstellung von Archivalien für die Öffentlichkeit. Die Archivalien werden Ihnen, sofern keine Schutzfristen oder konservatorischen Gründe entgegenstehen, in den Lesesälen des Landesarchivs NRW vorgelegt.

 

 

Wie viel kostet die Benutzung?

 

Die Benutzung von Findmitteln und Archivgut in den Lesesälen des Landesarchivs NRW ist grundsätzlich kostenlos. Für Recherchen und Auskünfte können je nach Aufwand Gebühren anfallen.

 

 

Kann man auch aktuelle Unterlagen benutzen?

 

In der Regel können Akten frei benutzt werden, die älter als 30 Jahre sind (gerechnet ab Schließung der Akte). Jüngere Akten sind für die Benutzung gesperrt. Bei personenbezogenem Schriftgut, z. B. Personalakten, kann die Schutzfrist wesentlich länger dauern. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Akten mit Schutzfristen eingesehen werden. Die Archivarinnen und Archivare beraten Sie hierbei.

 

 

Kann man Kopien von Archivalien erhalten?

 

Sofern der Zustand der Archivalien dies zulässt, können Sie Reproduktionen von Originalen im Lesesaal in Auftrag geben. Von digitalisiertem Archivgut, das Sie im Lesesaal am Monitor einsehen können, können Sie selbst Ausdrucke anfertigen. Die Anfertigung von Reproduktionen ist mit Gebühren verbunden.

 

 

Kann ich nicht auch Kopien mit Hilfe meiner privaten Digitalkamera machen?

 

Nein, die Nutzung von privaten Reproduktionsgeräten – z. B. von (Digital-)Kameras oder Scannern – ist aus archivrechtlichen Gründen im Landesarchiv NRW nicht möglich.

 

 

Bekomme ich im Lesesaal Hilfe beim Entziffern alter Handschriften?

 

Beim Lesen einzelner Wörter erteilen die Archivare im Lesesaal Hilfestellung, jedoch ist das natürlich abhängig vom aktuellen Dienstbetrieb. Da das diensthabende Personal für alle Benutzer im Lesesaal zur Verfügung stehen soll, ist es aber grundsätzlich nicht möglich, ganze Textpassagen oder komplette Texte vorzulesen, zu übersetzen oder zusammenzufassen. Wir halten im Lesesaal Handreichungen und Hilfsmittel bereit, die Sie im Umgang mit dem Archivgut unterstützen.

Es gibt außerdem verschiedene Möglichkeiten, den Umgang mit alten Handschriften auch selbst zu lernen. Häufig bieten Volkshochschulen, kommunale Archive oder genealogische Vereine Lesekurse an. Unterstützung erhalten Sie auch im Internet über Portale wie z.B. http://www.suetterlinschrift.de/, http://www.genealogy.net/slp/ oder http://www.adfontes.uzh.ch/1000.php.

Darüber hinaus können wir Ihnen Hinweise auf freiberufliche Historiker geben, die gegen Bezahlung Archivrecherchen für Sie durchführen.

 

 

Muss ich einen Platz im Lesesaal reservieren?

 

Nein, Sie können jederzeit während der Öffnungszeiten den Lesesaal aufsuchen. Wenn Sie einen weiten Anreiseweg haben, empfiehlt es sich aber, vorher Kontakt mit uns aufzunehmen und Archivgut vorzubestellen, damit Sie ohne Wartezeit mit Ihrer Arbeit beginnen können.

 

 

Kann oder muss ich Archivalien vorbestellen?

 

Es empfiehlt sich, Archivalien vorzubestellen, wenn Sie einen weiteren Anreiseweg haben. Auf diese Weise müssen Sie nicht auf die nächste Aushebung warten. Sie können bis zu fünf Archivalien vorbestellen. Weitere Bestellungen können Sie dann vor Ort im Lesesaal aufgeben.

Die Bestände der Justiz- und Finanzbehörden lagern in einem Außenmagazin und müssen vorbestellt werden. Die Bestellungen müssen bis donnerstags, 12.00 Uhr vorliegen; ihre Akten liegen dann ab dem darauffolgenden Montagmorgen für Sie bereit.

 

 

Welche Bestände kann ich nicht einsehen?

 

Es gibt Archivgut, das aufgrund seines besonderen Wertes oder seines Erhaltungszustandes dauerhaft gesperrt ist. Auch kommt es vor, dass Bestände oder Teile davon für restauratorische/konservatorische Maßnahmen, zur Verfilmung oder Digitalisierung vorläufig gesperrt werden. Eine aktuelle Liste finden Sie hier.

 

 

Kann ich Archivgut in einem anderen Archiv einsehen, das näher an meinem Wohnort liegt?

 

Nein. Archivalien sind wertvolle Unikate, die durch Postversand oder Transport unnötig leiden. Wenn Sie uns nicht selbst in Münster aufsuchen können, sprechen Sie uns bitte an, ob es eine andere Möglichkeit gibt, wie wir Ihnen weiterhelfen können.

 

 

Kann ich Archivgut im Internet einsehen?

 

Zur Zeit finden Sie im Internet zahlreiche Findbücher unseres Hauses und auch die ersten Archivalienabbildungen. Die digitalisierten Bestände erreichen Sie über die Seite Öffnungszeiten und Kontakt.Wir arbeiten weiter daran!

 

 

Familienforschung

 

Personenstandsunterlagen im engeren Sinne (Geburts-, Heirats- und Sterberegister, seit 1798 für die linksrheinischen, seit 1810 für die rechtsrheinischen Gebiete) werden für das Rheinland in der Abteilung Rheinland sowie für Westfalen und Lippe in der Abteilung Ostwestfalen-Lippe verwahrt. In der Abteilung Westfalen sind diese Unterlagen nicht vorhanden.

Auch Kirchenbücher liegen nicht in der Abteilung Westfalen. Diese befinden sich in den zuständigen Kirchen-, Gemeinde- oder Pfarrarchiven und als Duplikate fürdas Rheinland in der Abteilung Rheinland sowie für Westfalen und Lippe in der Abteilung Ostwestfalen-Lippe.

Fündig wird man in der Abteilung Westfalen jedoch oft, wenn man Personen aus der Zeit vor dem Einsetzen der Personenstandsunterlagen sucht, weil bei uns die Überlieferung der westfälischen Territorien des Alten Reichs bis 1802/03 liegen. Um hier Personen finden zu können, sind außer dem Namen und den Lebensdaten Angaben über Beruf, Wohnort und eventuelle Abgabepflichtigkeit gegenüber einem Grundherrn o.ä. hilfreich. Sie können selbst in unseren online verfügbaren Findbüchern recherchieren oder eine Volltextsuche durchführen. Sollten Sie dabei auf relevante Akten stoßen, können Sie diese zum gewünschten Termin in den Lesesaal vorbestellen (Warenkorbfunktion). Bitte beachten Sie, dass wir erst einen Teil unserer Findbücher online stellen konnten. Falls Sie über die Volltextsuche keine relevanten Akten finden, schreiben Sie uns eine Email mit den oben genannten Angaben zur gesuchten Person oder Familie. Wir können jedoch die Forschungen nicht für Sie durchführen, sondern nennen Ihnen die einschlägigen Bestände und Akten, die Sie dann selbst im Lesesaal einsehen können.

 

 

Entnazifizierungsakten

 

Akten der Spruchkammerverfahren (Entnazifizierungsverfahren) auf dem heutigen Gebiet des Landes Nordrhein-Westfalen liegen sämtlich in der Abteilung Rheinland des Landesarchivs NRW in Duisburg.

 

 

Entschädigungsakten (Wiedergutmachungsakten)

 

Wesentlich für die Erforschung der Verfolgung von Personen aus rassischen, religiösen oder weltanschaulichen Gründen sind die bei den Bezirksregierungen geführten Entschädigungsakten nach dem Bundesentschädigungsgesetz (BEG). In der Abteilung Westfalen des Landesarchivs NRW liegen gemäß Archivsprengel die Entschädigungsakten der Bezirksregierungen Arnsberg und Münster. Die Entschädigungsakten der Bezirksregierung Münster befinden sich derzeit in der Erschließungsphase, die voraussichtlich im Laufe des Jahres 2017 abgeschlossen sein wird. Zudem wird im Dezernat 15 der Bezirksregierung Düsseldorf die Bundeszentralkartei sämtlicher Entschädigungsverfahren nach dem Bundesentschädigungsgesetz geführt. Diese gibt Auskunft darüber, ob und bei welcher Behörde ein solches Verfahren durchgeführt wurde.

 

 

Erbenermittlung

 

Erbenermittler benötigen in der Regel Auskünfte aus Personenstandsregistern. Bitte beachten Sie, dass das Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen weder aus Personenstandsregistern noch aus Melderegistern Auskunft erteilen kann, da diese Unterlagen nicht bei uns liegen.

 

Aus den Personenstandsregistern beauskunften für Westfalen entweder das Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (in diesem Bereich mit einer Zuständigkeit für die Regierungsbezirke Detmold, Münster und Arnsberg) oder das zuständige Kommunalarchiv. Für Auskünfte aus Melderegistern sind ausschließlich die kommunalen Meldebehörden bzw. die kommunalen Archive zuständig.

 

 

Grundbücher und Grundakten

 

Das Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen bewahrt mittlerweile einen Großteil der geschlossenen Grundbücher und Grundakten aus den Amtsgerichten auf. Für eine Recherche in den Grundbüchern und Grundakten wird eine konkrete Angabe von Band und Blatt zu dem gesuchten Grundstück benötigt. Die Angabe der aktuellen Blattzählungen der Grundbuchämter, die Adresse oder Katasterangaben reichen nicht aus. Bitte erfragen Sie bei den zuständigen Amtsgerichten die alten Band- und Blattangaben, die zu dem Zeitpunkt gültig waren, für den Sie Auskünfte erhalten möchten, und benennen Sie uns diese.

 

 

Heimkinder

 

Das Landesarchiv NRW verfügt über keinerlei (Einzelfall-)Akten zu Heimkindern. Soweit sich die Kinderheime in kommunaler bzw. kirchlicher Trägerschaft befinden, lassen sich solche Akten vornehmlich in den hierfür zuständigen Archiven vermuten. Bitte berücksichtigen Sie auch die Archive der Landschaftsverbände (für Westfalen: LWL Archivamt für Westfalen). Eine Übersicht kommunaler und kirchlicher Archive finden Sie hier.

 

 

Militärangehörige im 20. Jahrhundert

 

Miltitärangelegenheiten sind heute in der Hoheit des Bundesrepublik Deutschland und waren vor 1945 in der Hoheit des Deutschen Reiches. Deswegen liegen in den staatlichen Archiven der Bundesländer vor allem die Unterlagen, in denen es um die Umsetzung von militärischen Belangen in das Zivilleben geht (Luftschutzmaßnahmen, Versorgung der Bevölkerung etc.).

Für Auskünfte zu Angehörigen der ehemaligen deutschen Wehrmacht kontaktieren Sie bitte die Deutsche Dienststelle (WASt). Für weitere Auskünfte zur Wehrmacht empfiehlt sich eine Anfrage beim Bundesarchiv Abteilung Militärarchiv.

 

 

Patientenakten

 

Patientenakten der Krankenhäuser sind immer beim Krankenhausträger selbst oder beim dafür zuständigen Archiv zu erwarten. Da Krankenhäuser in der Regel nicht staatlich sind, sind in den staatlichen Archiven auch keine Patientenakten zu erwarten. Krankenhausträger sind in Westfalen z. B. der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (zuständiges Archiv: LWL Archivamt für Westfalen), Kommunen oder kirchliche Verbände.