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Die Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte e.V. (GWWG) wurde im August 1951 auf Initiative der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund gegründet und fördert die Arbeit des Westfälischen Wirtschaftsarchivs. Die GWWG trägt u.a. mit zwei Publikationsreihen und ihren Jahresvorträgen dazu bei, das Verständnis für wirtschafts-, sozial- und technikgeschichtliche Fragestellungen zu fördern.

 

Flyer der GWWG

 

Satzung der GWWG 

 

GWWG Geschäftsbericht 2016

 

GWWG Geschäftsbericht 2017

 

 

 

Preis für Westfälische Wirtschaftsgeschichte 2018

 

Die Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte (GWWG) hat 2018 erstmals den Preis für Westfälische Wirtschaftsgeschichte für herausragende Masterarbeiten vergeben, die sich mit Themen der westfälischen Wirtschafts-, Sozial- und Technikgeschichte auseinandersetzen. Der Preis ist mit 4.000 € dotiert. „Damit wollen wir junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die westfälische Wirtschaftsgeschichte begeistern“, so Dr. Karl-Peter Ellerbrock, Direktor des Westfälischen Wirtschaftsarchivs und GWWG-Geschäftsführer. Die GWWG ist ein bedeutendes Netzwerk mit fast 600 Mitgliedern aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und öffentlichem Leben und fördert die Arbeit des Westfälischen Wirtschaftsarchivs, die zentrale Dokumentationsstelle der Wirtschaft in Westfalen-Lippe. Der Preis soll fortan in zweijährigem Rhythmus verliehen werden. Sein Profil wurde in Zusammenarbeit mit den GWWG-Vorstandsmitgliedern Prof. Dr. Ulrich Pfister von der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und Prof. Dr. Ziegler von der Ruhr-Universität Bochum entwickelt. „Er richtet sich speziell an Masterarbeiten, um junge Wissenschaftler zu fördern und den Übergang zu Dissertationsprojekten zu erleichtern“, erläutert Joachim Punge, Vorsitzender der GWWG. Insgesamt wurden sechs Arbeiten zu folgenden Themen eingereicht, die alle durch eine sehr hohe Qualität überzeugten:

 

• Industrie wird Natur – postindustrielle Repräsentationen von Region und Umwelt im Ruhrgebiet (Ruhr-Universität Bochum)

• Das Dortmunder U. Zwischen Kunst- und Kulturzentrum und Industriedenkmal (TU Dortmund)

• Die Ausbildung der Zukunft. Die Westfälische Berggewerkschaftsklasse als Prisma der „Wissenspolitik“ im Strukturwandel (1960er bis 1980er-Jahre) (Ruhr Universität Bochum)

• Die Organisation und Ausübung der Markenherrschaft durch die Stadt Lübbecke (ca. 1570-1700) (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

• Gab es in Deutschland eine Konsumrevolution? Das Münsterland im 18. Jahrhundert (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

• Die Koksversorgung der Reichswerke „Hermann Göring“ 1937-1945 (Ruhr-Universität Bochum)

 

Die mit sechs fachkundigen Wissenschaftlern besetzte Jury ist einstimmig zu dem Ergebnis gekommen, den Preis zu teilen. Die erste Preisträgerin ist Johannah Weber mit ihrer Arbeit über „Die Koksversorgung der Reichswerke „Hermann Göring“ 1937-1945“, die bei Prof. Dr. Dieter Ziegler der Ruhr-Universität Bochum entstanden ist. Die andere Hälfte des Preises geht an Henning Bovenkerk mit seiner Arbeit zum Thema „Gab es in Deutschland eine Konsumrevolution? Das Münsterland im 18. Jahrhundert“, die Prof. Dr. Ulrich Pfister an der Universität Münster begleitete. Die Preisübergabe erfolgte am 5. März 2018 im großen Rahmen beim traditionellen Jahresvortrag der GWWG vor über 200 Gästen und im Beisein von IHK-Präsident Heinz-Herbert Dustmann im Großen Saal der IHK zu Dortmund.