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Archiv und Schule

Quellen für den Schulunterricht


Kostenloser Download:


Migration im Ruhrbergbau (Wirtschafts- und Sozialgeschichtliche Quellen Bd. 1) 


Strukturwandel im westfälischen Ruhrgebiet (Wirtschafts- und Sozialgeschichtliche Quellen Bd. 2)


Die Aktivitäten des Westfälischen Wirtschaftsarchivs (WWA) auf dem Gebiet der Archivpädagogik sind vielfältig. In Fortbildungen informieren sich regelmäßig Lehrerkollegien, Fachschaften und Studienreferendare darüber, wie das archivdidaktische Potential des WWA nutzbar gemacht werden kann und welche Vorteile das Archiv als außerschulischer Lernort besitzt. Der inhaltliche Fokus liegt auf verschiedenen Kooperationsmöglichkeiten, der intensiven Vor- und Nachbereitung des Archivbesuches, der Vorstellung verschiedener Module und ihren Anknüpfungspunkten im Kernlehrplan und der Einübung der Archivrecherche selbst. Außerdem erfahren die Lehrerinnen und Lehrer in diesem Rahmen, wie groß die Auswahl an Quellenmaterial ist, welches alternativ zum Lehrwerk genutzt werden kann und durch seinen regionalen Bezug die lebensweltliche Präsenz von Geschichte für die Schülerinnen und Schüler verstärkt.



Neben der Betreuung von Projektkursen und Facharbeiten empfängt das WWA darüber hinaus regelmäßig Geschichtskurse und Schulklassen und lässt die Schülerinnen und Schüler je nach gewünschter Unterrichtseinheit ausgewählte Originalzeugnisse erforschen. Der erfahrbare Zugang zum Thema „Industrialisierung“ wird beispielsweise durch das Blättern in überlieferten Fabrik- und Arbeitsordnungen regionaler Unternehmen aus dem 19. Jahrhundert geschaffen, während die handgeschriebene Bewerbung eines 15-jährigen Schülers von 1894 bei einem Maschinenhersteller eindrucksvoll vermittelt, wie sehr sich der Alltag von Jugendlichen im Laufe der Zeit verändert. Das WWA hat archivpädagogische Konzepte für verschiedene Altersgruppen, Themenbereiche und Kompetenzanforderungen entwickelt, sodass auch binnendifferenziert mit Quellen gearbeitet werden kann. In Zusammenarbeit mit Lehrerinnen und Lehrern überarbeiten wir unser Angebot kontinuierlich, sodass wir den Anforderungen unterschiedlicher Lerngruppen gerecht werden können. Lassen Sie sich gerne beraten, mit welchen spannenden regionalen Quellen sich den Schülerinnen und Schülern die „Geschichte vor Ort“ anschaulich und praxisnah vermitteln lässt. 


 

 Erfolgreiche Kooperationen als Basis für archivdidaktische Projekte

Was ist ein Archiv? Welche Schätze verbergen sich dort und vor allem, wie lassen sie sich auffinden? Antworten auf diese Fragen erhalten die Schülerinnen und Schüler des Phoenix-Gymnasiums in Dortmund ab sofort regelmäßig. Jedes Jahr verbringen mehrere Jahrgangsstufen eine Schulstunde im Westfälischen Wirtschaftsarchiv (WWA) und gehen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf Spurensuche in die Vergangenheit. Die Kooperationen haben die Einrichtungen nach einem erfolgreichen Probelauf fest als Bildungspartnerschaft verankert. Seit einigen Jahren können in NRW mit Unterstützung des Schulministeriums zwischen Schulen und öffentlichen Bildungseinrichtungen als Bildungspartner Kooperationen abgeschlossen werden.

Derzeit gibt es bereits über 1.400 Bildungspartnerschaften, für die sich vor allem Museen und Bibliotheken, aber auch Gedenkstätten, Sportvereine etc. engagieren. Die Zusammenarbeit zwischen dem WWA und dem Phoenix-Gymnasium zählt zu den ersten „Archiv und Schule“-Kooperationen, gefolgt vom Gymnasium an der Schweizer Allee und dem Goethe-Gymnasium Dortmund. Neben den regelmäßigen Besuchen der verschiedenen Lerngruppen im Archiv, sind auch die Betreuung von Facharbeiten und andere außerunterrichtlichen Projekten feste Bestandteile des Projektes geworden: „Für die Schüler ist das eine optimale Möglichkeit, in direkten Kontakt mit authentischen Quellen zu treten und Geschichte plastisch zu erleben. Die Lehrbücher allein vermitteln oftmals eine viel zu große Distanz“, erklärt Thomas Albrecht, Leiter der Fachschaft Geschichte am Phoenix-Gymnasium, der die Kooperationsvereinbarung stellvertretend für die Schule unterschrieben hat. Auch den Schülerinnen und Schülern gefällt der außerschulische Lernort: „Wir durften mit dem Archivar in das Magazin gehen und eine alte Fabrikordnung aus dem Karton nehmen. Es war spannend, die alte Schrift zu entziffern und die dünnen Seiten anzufassen“, erzählt Tom-Louis Schmidt, der mit seiner Klasse 8 a vor einigen Monaten bereits eine Schulstunde im WWA verbracht hat.

„Unser Antrieb ist es vor allem, Wirtschaftswissen in die Schulen zu tragen. Die Schüler und Lehrer finden bei uns zahlreiche anschauliche Quellen zur regionalen Wirtschaftsgeschichte, mit denen sie als Originale im Archiv oder als Kopien im schulischen Alltag arbeiten können“, erklärt Archivdirektor Dr. Karl-Peter Ellerbrock das Engagement des WWA. Seit 2018 haben Schülerinnen und Schüler darüber hinaus die Möglichkeit über die Jungen Unternehmer mit Unternehmerinnen und Unternehmern in Kontakt zu treten und über diese Verbindung unternehmerisches Handeln kennenzulernen und ihr Wirtschaftswissen auszubauen.

 

 

 


„Wirtschafts- und sozialgeschichtliche Quellen für die historisch-politische Bildung in Westfalen“ – Arbeit mit regional geprägtem Quellenmaterial als Ergänzung zum Lehrwerk


Mit der Publikation der „Wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Quellen für die historisch-politische Bildung in Westfalen“ ist die archivpädagogische Arbeit einen Schritt weiter vorangetrieben worden und stellt mit den bisher erschienenen Themenheften zur „Migration im Ruhrbergbau“ und dem „Strukturwandel im westfälischen Ruhrgebiet“ ein breites Quellenspektrum zur Verfügung, das ergänzend zum Lehrwerk Themenaspekte regionalspezifisch vertieft.

Es sind weitere Hefte in Arbeit, die über die Kooperationen mit unseren Partnerschulen hinaus Lehrerinnen und Lehrer dabei unterstützen, den historischen Erfahrungshorizont der Schülerinnen und Schüler auszuweiten und die Genese eines reflektierten Geschichtsbewusstseins zu fördern.  

Aktuell bereitet das WWA auch weitere Online-Angebote vor, um für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und Interessierte offen zu sein und trotz der Covid 19-Pandemie Einblicke in das Archiv geben zu können.