Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.1. KÖLNISCHES WESTFALEN
1.1.1. Herzogtum Westfalen
1.1.1.2. Stifte und Klöster
Kloster Bredelar
Kloster Bredelar / Urkunden
A 103u, Kloster Bredelar - Urkunden

1170
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erzbischof Philipp von Köln überträgt ein Gut und eine Mühle in Bredelar, mit denen der Burgherr Gottschalk von Padberg belehnt gewesen ist, auf Veranlassung einiger Getreuer, des gesamten Kölner Klerus und des Paderborner Episkopats, auf den Rat der weltlichen Großen seines Sprengels hin und mit Zustimmung des Burgherrn und seiner Nachkommen der Kirche des heiligen Laurentius in Bredelar und den dort unter der Regel des heiligen Augustinus lebenden geistlichen Frauen. Der Erzbischof gibt der Kirche auch einen Hof in Grimlinghausen und zweieinhalb Hufen in Messinghausen zu eigen, ferner das Kirchlein in Bremen mit allen Einkünften sowie den Hof in Hemmenhuson unter der Bedingung, daß die Damen für die Beleuchtung der Klosterkirche wie die in der Burgkapelle in Padberg Sorge tragen. Dafür weist der Erzbischof dem Gottschalk von Padberg Eigengut in Beringhausen, Oesdorf und Ostmere zu und unterstellt das Kloster der Aufsicht des Klosters Scheda und die Vogtei dem Burgherrn Gottschalk von Padberg und seinen Nachkommen. Falls diese keinen Frieden halten, erhält das Kloster das Recht der freien Vogtwahl.
Zeugen: Evergisus, Bischof zu Paderborn; Sifridus, Propst des Kölner Doms; Almarus, Dechant des Kölner Doms; Uffo, Subdechant; Bernhard, Kapellan; Manegoldus, Kanoniker; Bruno, Propst des Kölner Doms; Hugo, Dechant des Doms; Widekindus, Subdechant; Arnoldus, Propst zu Osnabrück; Thidericus, Kanoniker an St. Peter in Köln; Nicholaus, Abt von Siegburg; der Abt von Grafschaft; Uffo, Abt von Flechtdorf; Heinrich, Graf von Arnsberg; Otto, Graf von Ravensberg, und sein Sohn Hermann; Graf Everhardus und sein Sohn Arnoldus; Heinrich, Graf von Freusburg; Bernhard von Lippe; Konrad von Rüdenberg; Rabodo von Mark; Heinrich von Vörde; Gerhard Vogt von Köln; Heinrich von Volmarstein; Herimannus, Kämmerer des Bischofs; Richezo von Mülheim, Herimannus von Unterbecke; Everhardus von Padberg; Liudolfus und sein Bruder Heinrich; Johannes von Gürzenich; Tiemmo von Soest, Adelbertus; Hildegerus, Schultheiß zum Brunstein. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausfertigung, Pergament, 44,5 zu 43,2 cm. Siegel des Ausstellers an rötlichen Seidenfäden anhängend, oberes Drittel verloren, Rand weitgehend abgebrochen (Ewald 1 Tafel 12,1). Abschriften in Msc. VII 5726 fol. 1, Msc. VII 6704b fol. 10-11 und Bredelar Akten 2 fol. 549-550; niederdeutsche Übertragung in Bredelar Akten 4 S. 20-21 und 143-144.
Druck: Seibertz 1 Nr. 60. Kurzregest: Erhard Nr. 1952. Regest: Regesten der Erzbischöfe von Köln 2 Nr. 950. Vgl. dazu Anna-Dorothee von den Brincken (Bearb.), Das Stift St. Georg zu Köln (Urkunden und Akten 1059-1802), Köln 1966 S. 3-4 (U Georg 4) (=Mitteilungen aus dem Stadtarchiv Köln 51)




um 1191
Permalink der Verzeichnungseinheit

Abt Wedekind von Corvey beurkundet, daß ein gewisser Hildebrand, der der Kirche St. Peter in Eresburg (Eresberg) wachszinsig gewesen ist, eine Hufe (mansum) dieser Kirche in Udorf (Urdorp) besessen hat, die er und seine Nachkommen ungerechtfertigter Weise als Lehen betrachtet haben. Den daraus entstandenen Streit hat Propst Gottschalk von Eresburg dahingehend entschieden, daß die Erben Hildebrands jährlich an die Kirche in Eresburg 1 Schilling (solidus) Horhuser Währung (ut sive levis sive gravis moneta in Horehusen cudatur) zahlen sollen
Corvey
Acta sunt hec Corbeie anno nostre prelationis secundo (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausfertigung, Pergament. Siegel des Ausstellers an Hanffäden anhängend, der Rand fast ganz abgebrochen. Das rückseitig aufgedrückt gewesene Siegel der Kirche zu Eresburg ist abgefallen und zerbrochen. Abschrift in Bredelar Akten 1 S. 218-219. Die Urkunde befand sich irrtümlich im Bestand Corvey unter Nr. 66.
Druck: Westf. Urkundenbuch 2 Nr. 517. Regest: Erhard Nr. 2274




(um 1191) 16. Jh.
Permalink der Verzeichnungseinheit

Niederdeutsche Übertragung der Urkunde Nr. 2 (Regest)





1196
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erzbischof Adolf von Köln bezieht sich auf seinen Vorgänger im Amt, Erzbischof Philipp, der das Gut Bredelar, mit dem der Burgherr Gottschalk von Padberg belehnt gewesen ist, der Kirche des hl. Laurentius in Bredelar und den dort unter der Regel des hl. Augustinus lebenden Frauen übergeben hat, und wandelt die Kirche in Bredelar auf Bitten des Gottschalk von Padberg, Sohn Gottschalks, mit Zustimmung der geistlichen Frauen in ein Kloster nach der Regel der Zisterzienser um, wobei er das Kloster von der Vogtei freistellt. Gottschalk von Padberg seinerseits überträgt der Kirche in Bredelar einen Hof in Grimlinghausen und Güter in Svitherinchusen. Kloster Scheda verzichtet auf sein Aufsichtsrecht. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Auf dem Umbug: ordinacionis correxi.
Ausfertigung, Pergament, 37,2 zu 41,3 cm. Siegel an roten Seidenfäden anhängend, unteres Drittel verloren (Ewald 1 Tafel 14,2). Abschriften in Msc. VII 5726 fol. 1v-2, Msc. VII 6704b fol. 11v-12v, Bredelar Akten 2 fol. 548-549; niederdeutsche Übertragung des 16. Jhs in Bredelar Akten 4 S. 145-146.
Druck: Seibertz 1 Nr. 107; Kindlinger, Volmestein 2 S. 81-84. Regest: Regesten der Erzbischöfe von Köln 2 Nr. 1507. Kurzregest: Erhard Nr. 2363




1200
Permalink der Verzeichnungseinheit

Sophya, Äbtissin in Böddeken, übergibt Abt Albert und dem Kloster Bredelar Äcker in Grimlinghausen, die ein gewisser Giselbert als ambethleen inne gehabt hat, für eine Summe von 32 Schillingen, um dafür ein näher und günstiger gelegenes Gut erwerben zu können
Datum anno ab incarnatione Domini millesimo ducentesimo (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausfertigung, Pergament, 33,2 zu 13,4 cm. Siegel der Äbtissin an gekreuzten Pergamentstreifen anhängend, am linken und unteren Rand ausgebrochen. Umschrift: + SOPHIA PVDICENS[IS ABB]ATISS[A FAMV]LA XPI (WS 1 Tafel 9,1). Abschrift in Bredelar Akten 2 fol. 518.
Druck: Westf. Urkundenbuch 2 Nr. 591. Nach der dortigen Beschreibung war das Siegel damals noch vollständig



Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken