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Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.4. PREUSSISCHES WESTFALEN
1.4.1. Grafschaft Mark mit Soest und Lippstadt
1.4.1.1. Verwaltungs- und Justizbehörden, Landstände
Grafschaft Mark - Urkunden
D 001u, Grafschaft Mark - Urkunden - Märkische Betreffe in den klevischen Registern

[1401] August 2
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von der Mark und Kleve bestätigt die von seinem Amtmann zu Lippstadt, Lambert Haeke, vorgenommene Einsetzung des Lippstadter Bürgers Heinrich "Plume" zum Richter zu Lippstadt.
"anno quo supra, feria post Petri ad vincula" (Regest)






1401 Oktober 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark als Sachwalter und seine Bürgen erklären, dem Dietrich von der Mark [Herr zu Dinslaken] 1.682 Rheinische Gulden und 11 Kölnische Weißpfennige zu schulden, die sie ihm an bestimmten Terminen in Wesel zurückzahlen werden. Bei Zahlungsverzug wollen sie Einlager in Wesel halten.
Bürgen: Wessel [Swartkop], Propst zu Wisschel, Rentmeister; Dietrich "Smullingh", Drost im Lande Klefe; Hermann von Groenlo ("Grenloe"), Zöllner zu Griethausen; Iwan Prick ("Ywaen Prycke"), Zöllner zu Büderich, Steve "Gruter", Zöllner zu Huissen; Adolf von Wylich ("Wylaeck"), Amtmann zu Hetter; Hermann "Huginck", Richter zu Aspel; Lambert von "Lorenwerde", Amtmann zu Kranenburg; Gerhard von der "Stege", Schlüter zu Sonsbeck; Everd "Pape", Schlüter in der Liemers
1401 "crastino die post Unedecim Milium Virginum" (Regest)






[1401] Dezember 6
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf hält die Abtei Werden wegen der von ihr entrichteten Bede schadlos.
"anno quo supra, ipso dye beati episcopi Nycolai" (Regest)






1401 Dezember 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark, an Johann von der "Capellen", Burggraf zu Kaiserswerth, und Dietrich "Hessel", Zöllner zu Kaiserswerth: Auszahlung von 1.000 Rheinischen Gulden an seine Tante, Gräfin Elisabeth von Sponheim, Herzogin in Bayern, oder deren Abgesandte von wegen der ihr im Land von der Mark zustehenden Leibzucht.
1401 "in vigilia navitatis Christi" (Regest)






[1402] Januar 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf quittiert dem Arnd von "Holthusen" den Empfang von 500 Holländischen Gulden, die von jenem Lehen herrühren, das von seinem Oheim, dem weiland Graf Engelbert von der Mark, auf ihn überkommen ist und diesem von der Herzogin [Johanna] von Brabant verliehen worden war.
"anno quo supra, op Sente Sebastians Dagh Maertiris" (Regest)






1402 Oktober 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark, an Dechant der Kirche St. Georg zu Köln: Präsentation des Klerikers Johannes "Berenbeke" für die Besetzung der - nach dem Verzicht des Otto von "Schuttorp" vakanten - Pfarrei zu Wetter.
1402 "die domenico [!] post Victoris beati martiris et sociorum" (Regest)






1403 Juni 10
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Graf Adolf von Kleve-Mark schuldet dem Bernd von Hörde, Friedrichs Sohn, der zu Boke wohnt, 780 Rheinische Goldgulden. Deshalb ernennt er ihn nach reiflicher Überlegung ("by Rade in Guetdunken Onsselffs, Onse Rade in Vriende") zum Amtmann zu Lippstadt ("ter Lippe"). Falls damit Bernds Ansprüche zu seinen Lebzeiten nicht erfüllt werden können, soll das Amt an seine Erben weitergehen. Ebenso dürfen Bernd oder seine Erben das Amt auch an einen der Gebrüder Johann, Goswin und Heinrich Stecke abtreten.
1403 "des Sonnendaghs na den hilligen Pinxtdaghe" (Regest)






1403 Juli 8
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark unterstellt Bürgermeister, Rat und Gemeinde der Stadt Lippstadt der Befehlsgewalt seines Amtmanns Bernd von Hörde, Herrn Friedrichs Sohn.
1403 "in festo Kiliani" (Regest)






1404 September 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf bestätigt der Stadt Dinslaken ihre Privilegien, die sie von seinen Vorfahren, die Grafen von Kleve waren, und in Sonderheit von seinem Oheim, Dietrich von der Mark [Herr zu Dinslaken], erhalten hatte.
1404 "feria quarta proxima post die beati Mathie apostoli" (Regest)






[1404] September 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark bestätigt auf den Rat seiner Freunde und Räte ("mit [...] Rade Unser Vriende ind Unss Rades") der Stadt Duisburg alle Privilegien, die sie von Kaisern, Königen, den Grafen von Geldern oder von Kleve und in Sonderheit vom Grafen Engelbert von der Mark sowie von Dietrich von der Mark [Herr zu Dinslaken] erhalten hat. Weiterhin bestätigt er die Befreiung der Stadt von den zwei neuen Zollstellen zu Büderich (wohin die Zollstelle am Walde verlegt worden ist) und zu Griethausen. Dagegen soll sie der alten Zollstelle zu Büderich, und einer von den beiden Zollstellen zu Nijmegen ("Nyemegen") und zu Huissen zollpflichtig sein; ebenso den bisher bestehenden Landzollstellen im Land von Kleve und im Land von der Mark.
"anno quod supra, feris quinta post Mathie beati apostoli" (Regest)






1405 März 27
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark verpfändet dem Ritter Wennemar Dücker die Mühle zu Schwerte, von der bislang Heinrich von Lüdenscheid, sein Rentmeister im Land von der Mark, eine Rente bezog. Der Rentmeister erhält daher jährlich an einem bestimmten Termin 100 Rheinische Gulden aus dem Zoll zu Kaiserswerth verschrieben, die ihm der dortige Zöllner Dietrich Hessel auszahlen soll.
1405 "feria sexta post annunciationem beate Marie virginis" (Regest)






1405 April 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf, der mit dem Herzog Wilhelm von Berg und dessen Sohn Wilhelm, Bischof von Paderborn, ein Bündnis geschlossen hat, verspricht, dem Herzog in seiner Fehde gegen seinen Bruder Adolf von Berg, Graf von Ravensberg, und das Land Berg beistehen zu wollen.
Zeugen: Klevische Räte ("Rade ind Vriende"): Hermann von der "Reke"; Hermann von "Witten"; Pilgrim von der "Liete"; Ritter. Johann "Stecke von dem Lutykenhave"; Johann von "Kukelshem". Bergische Räte: Heidenreich von "Oyre" und sein Sohn Heinrich
1405 "op den Meyavend" (Regest)






1405 August 2
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark präsentiert dem Kapitel der Stiftskirche zu Kleve für die - nach dem Tod ihres Scholasters und Konkanonikers Hermann "Noirtholt" vakante - Präbende den Dietrich "Waemel".
1405 "feria secunda post festum beati Petri ad vincula" (Regest)






1405 August 5
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dem Grafen Adolf ist eine Urkunde ("Getuychbrief") vorgelegt worden, mit der Johann "Lebbynch" den Johann von "Bredenschede" aus seiner Hörigkeit ("Gehoerschap") entlässt. Diesen Johann von "Bredenschede" nimmt Graf Adolf nun seinerseits als Dienstmann an, wobei seine darüber ausgestellte Urkunde der Urkunde des "Lebbynch" transfixiert worden ist (daer dese Onse Brief dorch gesteken is").
1405 "feria quarta post beati Petri ad vincula" (Regest)






1406 Januar 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve-Mark unterstellt aus gnädiger Gesinnung gegen die Stadt Breckerfeld seine Eingesessenen in den Kirchspielen Breckerfeld, Halver, Rönsahl und Dahl [an der Volme] dem Hochgericht zu Breckerfeld. Daneben sollen sie nach wie vor ihr jährliches "Vestgedinge" zu Lüdenscheid halten.
1406 "up den Saterstag nae Sente Paulus Dage conversionis"
(Regest)






1409 März 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark präsentiert dem Propst zu Xanten als kölnischem Archidiakon für die Besetzung des - nach dem Tod des Johannes Schlüters vakanten - Altars St. Barbara im Hospital zu Kalkar den Lippstadter Dekan Winand von Lippstadt gen. von Geseke ("de Lippia dicto de Geiseke").
1409 "vigilia Palmorum" (Regest)






1409 Mai 2
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark präsentiert dem Dekan und Archidiakon der Kirche St. Georgii zu Köln für die Besetzung der - nach dem Tod des Johannes, einst Pastor zu Mülheim, vakanten - [Burg-]Kappelle St. Katharinae zu Wetter den Kleriker Heinrich von Frielinghausen ("Vrilichusen").
1409 "feria quinta post dominicam Jubilate"
(Regest)






1409 Oktober 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark erklärt, dem Heinrich von dem "Loe" - der um seinetwillen n der Münsterschen Stiftsfehde ("in der lester Munsterscher Veden") Inhaftierung und andere Schäden erlitten hat - 226 Rheinische Gulden zu schulden, für die er ihm Einkünfte aus dem Zoll zu Büderich verschreibt.
1409 "op Sunte Lucas Dage, des heiligen Ewangelists" (Regest)






1409 Dezember 6
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark entlastet den Meister Heinrich von Lüdenscheid, seinen Rentmeister im Land von der Mark ("Onse Rentmeister in Unsen Lande van der Marke"), von der Abrechnung die dieser vor ihm und seinen Räten ("Uns und Unsen Vrunden") abgelegt hat. Diese Abrechnung bezog sich auf die Einkünfte und Ausgaben des Gerichts Schwerte und anderer Gerichte, die dem Johann Sobbe gebührten. Zur Deckung von Lüdenscheids Auslagen weist ihm der Adolf auf Lebenszeit jährlich 70 Oberländische Rheinische Gulden aus den Einkünften zu Schwerte an. Weiter ernennt ihn der Graf zum Richter zu Schwerte. Darüber hinaus soll Heinrich von Lüdenscheid gräflicher Rat bleiben und insbesondere die Urkunden, welche das Land von der Mark betreffen, treu verwahren. Dagegen hat er alle Urkunden, die ihn und sein Rentmeisteramt betreffen und vor dem 6. Dezember 1409 datieren, dem Grafen zurückzugeben.
1409 "op Sunte Nycolaus Dagh episcopi" (Regest)






1410 Juli 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf gibt Heinrich dem "Sliemen", Bürger zu Lünen, in Erbpacht ein Grundstück ("Erve"), gen. "Wiele" in der Stadt Lünen. Weiterhin erlaubt er ihm, ein Wehr im neuen Graben vor der Brücke bei Lünen ("in der nyer Gracht baven der Bruggen toe Lunen") zum Fischfang anzulegen, sofern daraus nicht der Stadt Lünen ein Nachteil entsteht.
1410 "op Dach divisionis apostolorum" (Regest)






1410 August 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark als Sachwalter und seine Mit-Sachwalter erklären, dem Ritter Wennemar Dücker ("Ducker") und seinem Neffen Heinrich Dücker, Rutger Dückers Sohn, 1.000 Rheinische Goldgulden zu schulden, die sie ihnen an einem bestimmten Termin zurückzahlen werden. Bei Zahlungsverzug, der beim Pförtner zu Kleve ("an den Portenern toe Cleve") durch einen Schreiber und einen Boten nachweisbar anzumahnen ist, wollen sie Einlager in Essen halten.
Mitsgl.: die Mit-Sachwalter Johann und Pilgrim von der Leithen ("Lieten"), Ritter; Hermann von Groenlo ("Gronlo"), Zöllner zu Griethausen; Dietrich von Mörmter ("Monmente"); Lubbert von Till ("Tille"), Reinhold von "Asswin"; Johann Stecke von dem Lüttinghof ("Lutkenhave"); Dietrich von Vittinghof ("Vytinchoave") gen. von "Hoerle"; Arnd von Vittinghof ("Vytinchave") gen. Schell ("Schele"); Dietrich von Schwansbell ("Swansboil")
1410 "ipso die assumpcionis beate Marie virginis" (Regest)






1410 September 3
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark überträgt die von seinen Vorfahren gestiftete Kapelle St. Margarethae et Barbarae zu Altena auf dem Ketelberg ("in Altena sitam super montem Ketelberg"), die durch den Tod Adolf "Schenckens" vakant geworden ist, dem Kleriker Hermann "Moilner" unter bestimmten Bedingungen.
1410 "feria quarta post decollationem beati Johannis baptiste" (Regest)






1410 Oktober 4
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dietrich von Schwansbell ("Swansboile") reversiert dem Grafen Adolf von Kleve-Mark, der ihm 2.400 Oberländische Rheinische Gulden schuldet, über seine Ernennung zum Amtmann zu Hörde.
In der vom Grafen Adolf dazu ausgestellten [und hier inserierten] Urkunde erhält Dietrich von Schwansbell u. a. die Brüchten der Freiheit Hörde verschrieben. Die von ihm eingesetzten Richter und
Fronen zu Hörde sollen dem Grafen huldigen. Das Schloss zu Hörde hat er in gutem Zustand zu halten. Ferner werden ihm die Höfe zu Holzhausen und Brackel im Amt Hörde überantwortet. Andere Einkünfte soll Schwansbell beziehen, bis jene 700 Rheinische Gulden gedeckt sind, die ihm der Graf für die Amtsverwaltung zu Plettenberg schuldet. Dietrich kann als Amtmann zu Hörde erst abgesetzt werden, wenn ihm zuvor 2.000 Rheinische Gulden in der Stadt Dortmund bezahlt wurden. Zur Deckung allfälliger Ansprüche, die er dann noch anmelden kann, wird ihn der Graf zum Amtmann zu Lünen, Derne und Elmenhorst ernennen.
1410 "op den derden Dache van der Maende geheiten October" (Regest)






1410 November 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dem Dompropst zu Köln, seinem Verwandten, präsentiert Graf Adolf von Kleve-Mark für die Besetzung des - nach dem Tod des Adolf von der Mark, Kanoniker zu Essen, vakanten - Viertels an der Pfarrkirche zu Kamen ("ad quartam partem ecclesie nostre parochialis in Camen") den Kleriker Gottfried von der Recke, Sohn des Ritters Hermann von der Recke ("Reke").
1410 "ipso die beate Cecilie virginis" (Regest)






1410 Dezember 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf belehnt den Heinrich von "Schedelke" gen. "Rost" mit dem Mannlehen Hof "Burgerdinch" in der Bauerschaft Süddülmen im Kirchspiel Dülmen zu dem Recht, zu dem bereits der verstorbene Heinrich von "Schedelke" gen. "Rost" dieses Mannlehen hielt.
1410 "in octava assumpcionis beate Maire virginis" (Regest)






1410 Dezember 28
Permalink der Verzeichnungseinheit

Zum Grafen Adolf von Kleve-Mark ist in dessen Schloss zu Wetter ein Klausner, Bruder Dietrich Sönnecken ("Sonneken"), gekommen und hat sich um Gottes und des gemeinen Nutzen willen anheischig gemacht, eine steinerne Brücke über die Ruhr bei Herdecke aufzuführen. Mit Blick auf die Uneigennützigkeit dieses Vorhabens, auf seinen Nutzen für Kaufleute, Pilger und Wanderer, sowie auf den guten Leumund des Klausners stiftet der Graf das an der Brücke nach ihrem Bau fällige Brückengeld, wie es dort von jeher erhoben wurde, für alle Zeiten zum Nutzen eines Gasthauses, das Sönnecken dort errichten möchte. Dort sollen Pilger und arme Wandersleute beherbergt, verpflegt und gelabt werden; vor dem [nächsten Gasthaus am Weg, dem] Heiligenhaus bei der Brücke zu Altenhagen ("voir der Bruggen tot Aldenhagen bij den Helgenhues"). Der Klausner denkt sogar daran, in seinem Gasthaus einen Priester Messe lesen zu lassen. Graf Adolf bittet daher alle weltlichen oder geistlichen Personen, denen Sönnecken seinen Plan noch vorträgt, um dessen Unterstützung.
1410 "ipso die Innocentum" (Regest)






1411
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf quittiert dem Stift Essen die Bezahlung rückständiger Renten vom Hof Ringeldorf ("Ringeltorpe").
(Regest)






1411 Juni 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark verbündet sich mit seinem Bruder Gerhard von Kleve-Mark gegen die Herren von Arkel ("Erkel") und ihre Helfershelfer. Er überträgt ihm dafür Stadt, Burg und Land Huissen, während er das Schloss Zevenaar und das Land Liemers von diesem zurückerhält.
Zeugen: Räte ("Vrijnden van Onsen Rade") des Grafen Adolf: Rentmeister Wessel [Swartkop], Propst zu Wischel; Hofmeister Arnd von "Hessen", Ritter; Lubbert von Till; Dietrich "Smullinch"; Jakob von Niel ("Nyel"). Räte des Gerhard: Johann, Herr zu Rheidt ("Reyde"); Wilhelm von Rees, Ritter; Heinrich von "Hese"; Walter "Kirskorff"
Mitsgl.: die Zeugen
1411 "op des heilgen Sacramenttz Avent, dat is op der tiende Daige van dem Maende Junius" (Regest)






1411 Juni 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark, an die Amtsträger des Zolls zu Huissen, Zöllner Everd von Groenlo ("Gronlo"), Beseher Dietrich "Duemer" und Schreiber Wessel: Übertragung des Zolls zu Huissen an seinen Bruder, Graf Gerhard von Kleve; Abrechnung über die bis zum 11. Juni noch an Graf Adolf abzuführenden Einkünfte.
Kleve, 1411 "op des heiligen Sacramentz Daige" (Regest)


Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Kleve




1411 Juni 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark, an Richter sowie Bürgermeister, Schöffen, Rat und Bürger zu Huissen: Huldigung vor seinem Bruder, Graf Gerhard von Kleve.
"Cleve" 1411 "op des heiligen Sacramentz Daige" (Regest)


Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Kleve




1411 Juni 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark, an seine Diener zu Huissen, Arnd von "Holthuesen" und Giesbert "Hacke": Übertragung von Burg und Stadt Huissen an seinen Bruder, Graf Gerhard von Kleve; schriftliche Berichterstattung darüber ("ind brengen Ons der Scriften een, so wat gy oen gelevert hebn").
Kleve, 1411 "op des heiligen Sacramentz Daige" (Regest)


Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Kleve




1411 August 27
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark präsentiert dem Dechanten der Kirche St. Marie ad gradus zu Köln für die Besetzung des - nach dem Verzicht des Albert Werenberg vakanten - Altars St. Laurentii in der Pfarrkirche zu Hamm den Kleriker Everhard Piel ("Pijl").
1411 "die Jovis vicesima septima mensis Augusti" (Regest)






1411 Oktober 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf präsentiert dem Propst des Stifts St. Martini zu Münster für die Besetzung der - nach dem Verzicht des Arnold Holland ["Hollant"] vakanten - Pfarrkirche zu Uentrop ("Untorpe") den Kleriker Ludolf von Münster ("de Monasterio"). Der Präsentierte darf eine Prokurator bestellen.
1411 "ipso die unedecim milium virginum" (Regest)






1411 November 3
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf erklärt, dem Rutger von Galen und seinem Sohn Sander 300 Rheinische Gulden zu schulden und verschreibt ihm dafür an bestimmten Terminen Einkünfte aus dem Zoll zu Büderich.
1411 "des Dinxtdaiges na Alreheiligen Daige" (Regest)






1412 Januar 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve überlässt gnädiger Weise dem Rutger von Galen, Bernds Sohn, gerichtsfrei ("richtvry") den Hof zu "Horst", den schon Bernds Vater hatte, von einem bestimmten Termin an auf zwei Jahre.
1412 "op Sunte Agneten Daige virginis" (Regest)






1412 März 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Junggraf Johann von Nassau, Dompropst zu Münster, reversiert dem Grafen Adolf von Kleve-Mark, seinem Neffen, über seine Ernennung zum obersten Amtmann im Marschallamt von Westfalen. Zusätzlich zu diesem Marschallamt hat ihm Graf Adolf auch die anderen Lande, die er vom Erzbischof Friedrich von Köln in Verwaltung hat, zur weiteren Verwahrung übergeben.
In der vom Grafen Adolf dazu ausgestellten [und hier inserierten] Urkunde erhält Johann von Nassau u. a. die Befugnis, Amtleute im Marschallamt ein- und abzusetzen. Davon ausgenommen wird der Amtmann zu Werl, Johann Sobbe der "Gryper", über den sich Graf Adolf die Verfügung vorbehält.
Zeugen: Räte des Grafen Adolf ("Vriende van synem Rade"): Wessel [Swartkop], Propst zu Wissel, Rentmeister im Land von Kleve; Hermann von der Recke, Ritter; Johann Stecke vom Lüttinghof ("Lutkenhave"), Drost im Land von der Mark; Goswin Stecke, Drost im Land von Dinslaken
1412 "des Sonnendages Letare Jherusalem" (Regest)






1412 März 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark verschreibt dem Johann von Kuickelshem ("Kukelshem") zur Deckung seiner Ansprüche, die dieser an ihn seit seiner letzten vor den märkischen Räten ("Onsen Vrienden in Onsen Lande von der Marke") abgelegten Abrechnung hat, die Hälfte seiner Renten in den Ämtern Werden und Mülheim. Entsprechende Anweisungen werden sein Kellner zu Werden, Johann von den "Schepen", und dessen Amtsnachfolger erhalten. Bei alledem soll so verfahren werden, wie es auch zwischen dem Grafen, dem Hermann von der Recke und dem Kellner vereinbart worden ist.
"op den Vrijdach na dem Sonnendage Letare" 1412 (Regest)






1412 März 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark unterstellt den Kellner zu Werden, Johann von den "Schepen", sowie die Stadt und das Amt Werden der Befehlsgewalt seines Richters Johann von "Hoemborch" gen. "Coilner".
1412 "op den Sonnendach Judica" (Regest)






1412 April 9
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dem Dompropst zu Köln, seinem Verwandten, präsentiert Graf Adolf von Kleve-Mark für die Besetzung des - nach dem Tod des Adolfs von der Mark, Kanoniker zu Essen, vakanten - Viertels an der Pfarrkirche zu Kamen ("ad quartam partem ecclesie nostre parochialis in Camen") den Kleriker Friedrich von der Recke ("Reke").
1412 "dominica misericordia Domini" (Regest)






1412 Juni 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Der Kleriker Hartlef von Neheim ("Nehem") wurde durch [Graf Adolf] von Kleve-Mark für die - nach dem Verzicht des Priesters Johannes "Hobeyle" vakante - Pfarrkirche zu Mark bei Hamm dem Dekan der Kirche St. Mariae ad gradus in Köln als Archidiakon präsentiert; und zwar mit einem Notariatsinstrument, das vom Kleriker Georg Piel ("Pyl") als Notar ausgestellt war.
1412 "sabbato post Bonifacii" (Regest)






1412 Juni 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark, der dem Dietrich von Vittinghof gen. von "Hoirle" 400 Rheinische Gulden schuldet, verschreibt ihm dafür Einkünfte aus der Vogtei zu Essen, die ihm der dortige Verwahrer, Johann "Scroider", oder dessen Nachfolger an bestimmten Terminen auszahlen sollen.
1412 "op den Satersdaige na Bonifacii" (Regest)






1412 August 7
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Brüder Adolf, Graf von Kleve, und Gerhard von Kleve-Mark vereinbaren auf Anraten ihrer Vermittler innerhalb einer bestimmten Frist an Schlössern, Landen und Leuten einander keinen Abbruch zu tun.
Mitsgl.: die Vermittler: Herzog Reinold von Jülich und Geldern, Graf von Zutphen, Sohn des Wilhelm von Arkel; Johann von Looz ("Loen"), Herr zu Heinsberg und zu Löwenberg
1412 "des Sonnendaighes na Sunte Peters ad vincula" (Regest)






1412 September 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark entlastet den Johann Stecke vom Lüttinghof ("Luttikenhave") von seiner Abrechnung, die er ihm über die Einnahmen und Ausgaben des Amtes Wetter und des Gerichts Schwerte abgelegt hat. Der Graf bleibt ihm danach eine Summe von 143 Mark 7 Schillinge 3 Denare schuldig; ebenso ("ind beheltlick oick") jene Schuldenverschreibung, die Johann bereits auf den Tournosen zu Kaiserswerth erhielt, den der Graf von Sayn besaß.
Mitsgl.: Hermann von der Recke, Ritter und Rat; Johann Lemgo ("Lemegoe"), Rentmeister zu Hamm
1412 "op Sunte Michaels Dage Archangeli" (Regest)






1413 Januar 6
Permalink der Verzeichnungseinheit

Der Kleriker Goswin von Velmede wurde [durch Graf Adolf von Kleve-Mark] für den - nach dem Tod des Gottfried von Witten vakanten - Viertteil der Pfarrkirche zu Kamen beim Kölner [Dom-]Propst präsentiert.
1413 "ipso die epiphanie Domini" (Regest)






1413 März 5
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark befreit zur Ehre Gottes die Güter des neuen Gasthauses zu Dortmund, soweit sie zu Barop ("Bdorpe"), Lindenhorst ("Lyndenhorst") und sonst in seinen Landen liegen, von seinen dort waltenden Gerichtshoheiten. Entsprechend haben sich seine Amtmänner, Richter und Fronen zu verhalten.
1413 "dominica Esto mihi" (Regest)






1413 März 19
Permalink der Verzeichnungseinheit

Allen Königen, Fürsten, Herzögen, Grafen, Freiherrn, Rittern, Schildträgern, geistlichen und weltlichen Personen teilt Graf Adolf von Kleve-Mark mit, dass er Johann "Butt" in Gegenwart seiner Räte ("presentibus nostris consiliariis et amicis") in der Burg zu Kleve zu seinem Herold ("Persavant armorum", "Parsavant armorum") ernannt und ihm den Beinamen "Blanckenstein" nach seiner so benannten Burg in der Grafschaft Mark gegeben hat - und dies jetzt auch mit diesem Schriftstück so festsetzt. Butt will nun nach Heroldsart ausreisen, um Wappenstudien zu betreiben. Der Graf bittet also darum, ihn dabei nach Kräften zu unterstützen.
1413 "dominica Reminiscere, que est decimanona dies mensis Marcii" (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ein entsprechendes Schriftstück wurde auch für Johann von "Lare" gen. Altena ausgefertigt [entsprechende Bezeichnungen bei "Butt" und "Blankensteyn" über die Zeilen dazugeschrieben].




1413 April 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

[Graf Adolf von Kleve-Mark] hat dem Hermann von Hükelheim ("Hukelheym") aus seinen Bilsteiner Einkünften 161 Oberländische Rheinische Gulden verschrieben, nachdem Godert von Hatzfeld ("Haesvelt") gen. der "Ruwe" und Hunold von Hanxleden die ihnen dort vom [Grafen Adolf] verschriebenen Gelder erhoben haben. Die Hebung durch Hükelheim soll so erfolgen, wie es in der (bereits registrierten) Urkunde für Hanxleden beschrieben wird ("ut patet in registro").
1413 "op den Dinxtdach na den heilgen Paischedaige" (Regest)






1413 Juni 27
Permalink der Verzeichnungseinheit

Acht Schiedsmänner - Johann, Herr zu Rheidt; Wessel [Schwartkop], Propst zu Wissel; Arnd von Hessen, Ritter; Goswin von Gemen gen. Pröbsting ("Praistinck"); Wennemar von dem "Bongaert", Kanoniker zu Xanten; Dietrich "Smulllinc", Sohn des Dietrich; Adolf von Wylich ("Wijlaick"); Heinrich von "Hese" - haben zwischen Graf Adolf von Kleve und Mark und seinem Bruder Gerhard von Kleve-Mark wegen ihrer Erbteilung und anderer strittiger Sachen (insbesondere wegen der Verpfändung der Schlösser Kranenburg und Zevenaar) vermittelt. Dabei wurde u. a. vereinbart:
- Die Erbteilung und die Streitpunkte werden nach Maßgabe des "Principail-Scheidebrief" vorgenommen. Die dort vereinbarten Übergaben haben am 9. Juli 1413 ("op den Sonnendach na Sunte Kilians Daige") zu erfolgen.
- Graf Adolf behält die Gold- und Silberpfänder des Grafen Gerhard. Dieser erhält dafür bestimmte Kornlieferungen aus den Einkünften zu Kalkar und Winnendael, die ihm bis an den Rhein zugeführt werden.
- Gerhard wird eine von den Schiedsmännern konzipierte Urkunde für Johann Stecke von dem Lüttinghof ("Luttekenhave") besiegeln, die den Tournosen zu Kaiserswerth betrifft, den der Graf von Sayn besaß.
- Die Führung eines Wappens und einer Helmzier durch Junker Gerhard bleiben einem Gutachten vorbehalten, das beim Grafen Johann von Nassau und dessen Söhnen, Junggraf Engelbert und Dompropst Johann, einzuholen ist.
Mitsgl.: Graf Adolf von Kleve-Mark und sein Bruder Gerhard von Kleve-Mark
1413 "op den Dinxtdaige [über gestrichen: "Manendage"] na Sunte Johans Dage nativitas toe Midsomer" (Regest)






1413 Juni 27
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark und sein Bruder Gerhard von Kleve-Mark teilen unter Zuziehung ihrer Verwandten und Räte ("avermitz Onsselves in Onß Maige ind Vrunde Raidt ind Guetdoncken") die Lande von Kleve und Mark. Dabei vereinbaren sie u. a.:
- Adolf überlässt dem Gerhard Burg, Stadt und Land Kaiserswerth mit dem Zoll, von dem aber die Leibzucht der Gräfin Elisabeth von der Mark, geb. von Sponheim zu zahlen ist.
- Adolf wird die Lande Sinzig und Remagen, die jetzt der Graf von Virneburg als Pfand hat, nach Ablauf der Verpfändungszeit auslösen und dem Gerhard überlassen.
- Adolf überlässt dem Gerhard alle Rechtstitel im Süderland, soweit sie an den Schlössern Schwarzenberg, Plettenberg, Lüdenscheid, Neustadt, Breckerfeld, Neuenrade ("Raide") und dem Hof zu Rhade ("Raede" [an der Volme]) hängen. Er überlässt ihm dagegen nicht die (ebenfalls zum Süderland gehörenden) Burg und Freiheit Altena samt dem Kelleramt. Zu diesem [Kelleramt] gehört derzeit auch: Mühle, Hof und Fischerei zu Dresel; Mühle, Hof und Fischerei auf der Rahmede; der Wasserlauf unterhalb; die Fischerei oberhalb der Brücke; die Fischerei zu Einsal; das Kirchspiel Wiblingwerde mit den Gütern der Reichsleute; das Recht am Nettenscheid; das Recht an der Limburger Mark; das Recht an der Mark Dresel; das Recht am Sondern bei Altena; die "Ruert" an der Winkelner Mark; das [Landstück] Krummenscheid. Alle anderen Einkünfte des Kelleramts, über die das Register des Kellners zu Altena Auskunft gibt, sollen an Gerhard fallen.
- Adolf behält Stadt und Amt Iserlohn; Schloss und Amt zu Wetter und Volmarstein; die Höfe zu Hagen und Schwelm; allen Zuwachs des Amtes Wetter; das Amt Bilstein und die Städte Bilstein und Fredeburg; die Schlösser, Ämter und Lande von Blankenstein, Hattingen und Werden.
- Nach der Übergabe von Kaiserswerth erhält Adolf die Burg und Stadt Huissen zurück. Ebenso werden ihm Arnd von "Hessen" und Dietrich "Smullinc" das Land Liemers mit dem Schloss Zevenaar übergeben.
Zeugen: die Räte: Johann, Herr zu Rheidt; Wessel [Swartkop], Propst zu Wissel; Arnd von Hessen, Ritter; Goswin von Gemen gen. von Pröbsting ("Praistinck"); Wennemar von dem "Bongaert", Kanoniker zu Xanten; Dietrich "Smulllinc", Sohn des Dietrich; Adolf von Wylich ("Wijlaick"); Heinrich von "Hese"
Mitsgl.: die Zeugen, sowie die Verwandten der Brüder: Graf Johann von Nassau; Graf Heinrich von Waldeck; Johann von Looz ("Loen"), Herr zu Heinsberg und Löwenberg; Graf Engelbert von Nassau, Herr von der Lecke und von Breda; Friedrich von Moers, Graf zu Sarwerden
1413 "op Dinxtdaige na Sunte Johans Daige nativitatis toe Midsomer" (Regest)






1413 September 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf von Kleve-Mark hat zwei Urkunden eingesehen, die mit dem Siegel der Stadt Hamm bzw. mit dem Siegel des Priesters Heinrich von "Selmynch", Vicekurator der Kirche zu Hamm, korroboriert waren. Sie bekunden, dass Georg von "Vyenna", der die Urkunden dem Grafen vorgelegt hat, im Judentum ("in Joedschen") geboren worden, aber in der Kirche zu Hamm christlich getauft worden ist. Graf Adolf bittet daher alle guten Leute, den Georg als Christen anzusehen, ihm günstig gesonnen und behilflich zu sein.
1413 "feria secunda post Mathie apostoli" (Regest)






1413 Oktober 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf wechselt mit Erzbischof Friedrich von Köln und dem Erzstift Köln seinen Mann "Volmeke", Sohn des "Henneke" von Fleckenberg, gegen den "Henneke", Sohn des "Heymann Sybelen" von Kirchhundem ("Hundeme").
1413 "ipso die Unedecim milium virginum" (Regest)






1413 November 3
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Graf Adolf überträgt dem Kleriker Johannes Gravenkamp den - nach dem Verzicht des Gerhard ten Holte - vakanten Altar St. Pancratii auf der Burg Altena.
1413 "feria sexta post Omnium Sanctorum" (Regest)






1413 November 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf sichert den Juden "Liefmanne" und "Salmann", Söhne des Juden Johann, sowie ihren Angehörigen und ihrem Gesinde, soweit sie in Dortmund wohnen, für acht Jahre seinen Schutz zu.
1413 "op Sunte Martijns Avende in den Wynter" (Regest)






1413 November 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf sichert der Jüdin "Brüne", den Juden Gottschalk, Levi, Moses und Leselin ("Gotschalke", "Lewen", "Moeses", "Leselin"), sowie ihren Angehörigen und ihrem Gesinde, soweit sie in Kamen wohnen, für acht Jahre seinen Schutz zu - so, wie er dies auch dem Juden Nathanael ("Natten") bekundet hat, als dieser in Hamm wohnte.
1413 "op Sunte Martijns Avent in den Winter" (Regest)






1413 November 17
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf hat dem Propst des Stifts St. Martini zu Münster für die Pfarrkirche zu Uentrop den Priester Johann Coci von Lünen ("Coci de Lunensis") präsentiert, nachdem diese durch den Verzicht des Ludolf von Münster ("de Monasterii") vakant geworden war.
1413 "feria sexta post Martini" (Regest)






1414 Januar 8
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf nimmt seinen Diener Johann von Lemgo ("Lemegoe") und dessen Ehefrau "Heselken" und ihre künftigen Kinder als Dienstleute an.
Mitsgl.: die Räte des Grafen ("Onsen Raiden") Hermann von der Recke, Ritter, und Johann Stecke
1414 "op den Manendach na Epiphanie Domini" (Regest)






1414 Februar 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

[Graf Adolf von Kleve-Mark] hat so, wie es bei Juden zu Dortmund üblich ist, den Juden Salomon ("Salmon"), Sohn des Vivelin ("Vruelin"), und dessen Schwiegersohn Josef, sowie ihren Angehörigen und ihrem Gesinde, in Sonderheit einem Knecht zu Köln ("Koilen" [?]), für sieben Jahre seinen Schutz zugesichert.
1414 "ipso die beati Mathie apostoli" (Regest)






1414 März 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf schenkt seinem Diener Hunold von Hanxleden und dessen Erben einen Hof ("Hoevesaite") zu Fredeburg, den zuvor Heinrich von "Oesterendorp" bewohnte; sowie auf Hanxledens Lebenszeit 5 Mark Kupferstücke ("Koppeken"), die ebenfalls zuvor dem "Oesterendorp" gebührten.
1414 "feria quarta post Oculi" (Regest)






1416 März 7
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Dem Dechanten des Stifts Meschede wurde Johannes "Clepel" für die Besetzung der - nach dem Tod des Heinrich von Heiminghausen ("Hemynchusen") vakanten - Pfarrkirche zu Schliprüthen präsentiert.
1416 " sabbato post dominicam Esto mihi" (Regest)






1417 Februar 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

Graf Adolf hat dem Heinrich Sudemann freies Geleit für die Fuhren mit zwei Karren zwischen Köln und Soest auf ein Jahr und 8 Tage zugesichert.
1417 "op Sunte Valentijns Dage"
(Regest)






[nach 1417]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Einkünfte und Schuldverschreibungen des Herzogs von Kleve zu Lippstadt. Einkünfte u. a. von der "Dischedink"-Mühle, von der Burgmühle und der "Hondorps"-Mühle; Schuldverschreibungen für Lubbert "Gate" (nach der Ablösung des "Clusener"). Johann von Syberg ("Siborgh"), Drost Bernd von Hörde, Gerd von [...], Lubbert "Gotte", Junker Johann von Rietberg ("Retberghe"), Bertold von "Grossen" und für den Pastor zu St. Jakobi.
(Regest)






1420 Mai 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve-Mark hat wohlberaten ("myt goiden Vorberaiden") mit Heinrich von Oer ("Oyr"), seinem märkischen ("Landdross[at] in Unsen Lande van der Marke"), vereinbart, dass dieser die Verpflegungskosten bestreiten soll, wenn der Herzog die Ämter Kamen, Hörde und Wetter mit Schwelm durchreitet ("Onsen Anriden ende Affriden [...] in den Ampten tot Camen, toe Huerde, toe Wetter Swelme"). Heinrich erhält dafür das Schloss und Amt Wetter mit allen dazugehörigen Einkünften; unter Vorbehalt der Einkünfteverschreibungen des Dietrich "Kyge" und Johann Hasenkamp, deren Bezahlung Oer übernehmen soll. Ferner hat der für die Verpflegung der Burg Wetter zu sorgen; in Sonderheit, wenn Herzog Adolf und seine Herzogin dort Wohnung nehmen - wobei die Verpflegung des Gefolges ("Huyssgesindes") aber vom Herzog selbst übernommen wird. Für solche Ausgaben darf Oer auf Einkünfte in den Ämtern Hörde, Unna und Wetter zurückgreifen. Für die Abrechnung der Leistungen dieses Rentmeisteramts kann der Herzog einen Rentmeister einsetzen. Ansprüche gegen den Herzog, die dem Heinrich von Oer aus diesen Vereinbarungen erwachsen, darf er im Fall seines Todes nur an seinen Bruder Heidenreich, aber keinesfalls an auswärtige Landesherren vererben.
1420 "op den Vridach na den Sonnendach Exaudi" (Regest)






1420 Juni 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dem Herzog Adolf ist eine Siegelurkunde vorgelegt worden, in der der weiland Graf Engelbert von der Mark die Walburga von Waemel aus seiner Eigenhörigkeit befreite und als Dienstfrau annahm. Der Herzog bestätigt diesen Sachverhalt, wobei seine darüber ausgestellte Urkunde der Urkunde Engelberts transfixiert worden ist ("avermitz desen Brieff, die dair desem vorscreven Brieve [...] gesteken is").
1420 "op den Vridach post Viti et Modesti" (Regest)






1420 September 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf befreit Katharina von Syberg ("Syberch"), Tochter des Peters von Syberg und der Aleidis von der "Wickbuecke", aus seiner Eigenhörigkeit.
1420 "op Sente Matheus Daghe apostoli et ewangeliste" (Regest)






1420 November 4
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve-Mark und sein Bruder Gerhard, die sich einander befehdet haben, versöhnen sich auf den Rat ihrer Freunde und Verwandten wieder ("bij Rade unser Mage ind Vriende").
Dabei vereinbaren sie u. a., ihre Gefangenen freizulassen, ausgenommen die, welche von Ruprecht von Berg und Everd von Limburg inhaftiert worden waren. Weiter sollen die Städte Duisburg und Hamm dem Herzog huldigen, während das Amt Hamm von seinem Bruder Gerhard verwaltet wird. Auf Duisburg leistet Gerhard Verzicht; wobei Heinrich Stecke den ihm verpfändeten Reichshof zu Duisburg behalten wird; ebenso Heinrich "Pauwels" das ihm verpfändete Amt eines Stadtschultheißen zu Duisburg. Gerhard wird die Kirchspiele Breckerfeld und Dahl ("Daele", a. d. Volme) an Adolf übergeben. Ebenso wird er der Vereinbarung über die Leibzucht zustimmen, die Adolf seiner Ehefrau Maria von Burgund verschrieben hat.
Mitsgl.: von Seiten Adolfs und Gerhards: ihr Verwandter ("Maigh ind Vrient") Otto von der Lecke ("Leck"), Herr zu "Hedel", sowie Everd von Limburg, Herr zu Hardenberg. Von Seiten Adolfs: seine Räte ("Raiden ind Vrienden") Gerhard von Rheidt ("Reyde"), Wilhelm von Rees, Arnd von Hessen ("Hesse"), Hermann von Keppel, Ritter; Dietrich von Wickradt ("Wickerade"). Von Seiten Gerhards: seine Verwandten und Räte ("Maigh, Raiden ind Vrienden") Heinrich von Moers ("Moirse"); Scheiffert von dem "Roede", Herr zu "Heymersberg"; Heinrich der Wendt ("Weyndt"); Ludolf "Westfael"; Sweder von dem Bussche ("Busche")
"Orssoye" 1420 "op den Manendach na Alreheilgen Dage" (Regest)


Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Orsoy




1420 Dezember 27
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Herzog Adolf belehnt den Johann von [Kleve gen.] Blankenstein, seinen natürlichen Sohn, mit dem Haus Eil und dem dazugehörigen Hof zum "Ryne". Dieses Lehen hatten nach dem Tod des letzten Lehenshalters Hermann von Eyll zunächst dessen Nichte Gudeke von "Broichusen" und ihr Ehemann Flecke von "Kaldenbroick" zur Leibzucht bekommen.
1420 "op Sente Johannes Dage apostoli et Ewangeliste" (Regest)






1421 April 4
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Da in der Kapelle zum Heiligen Sakrament am Hellweg bei Bochum aufgrund ihrer geringen Ausstattung kein Priester Gottesdienst leisten möchte, erlaubt Herzog Adolf etwaigen Stiftern, die Kappelle mit Jahrrenten von ihrem Gut bis zu 25 Rheinischen Gulden auszustatten. Dabei behält der Herzog das (gegenüber dem Pfarrer zu Bochum auszuübende) Präsentationsrecht seinem Amtmann zu Bochum, Johann von Galen, zu dessen Lebzeiten und danach sich selber und seinen Erben vor.
1421 "ipso die Ambrosii" (Regest)






1421 Mai 3
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Herzog Adolf bevollmächtigt seinen Richter zu Kamen, Hermann von Bögge ("Boege"), ein Gut des Johann Aleves ("Alves") zu verkaufen, das dem Herzog vor Gericht nach Brüchtenrecht zugefallen war.
1421 "in die Invencionis sancte crucis" (Regest)






1421 Juni 5
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Herzog Adolf von Kleve erklärt, seinem Amtmann zu Lippstadt, Bernhard von Hörde, 185 alte Goldschilde zu schulden. Die Schuldsumme rührt einerseits noch von weiland Grafen Engelbert von der Mark her, andererseits ergibt sie sich aus der Abrechnung, die der Amtmann in [der Burg zu] Kleve am 5. Juni 1421 über seine Amtsführung abgelegt hat. Herzog Adolf verschreibt ihm dafür bestimmte Einkünfte zu Lippstadt.
1421 "op Sente Bonifacii Dage" (Regest)






1421 [Juli]
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Herzog Adolf verschreibt dem Ritter Pilgrim von der Leithen ("Lieten") für seine Dienste und die dabei erlittenen Verluste 30 Oberländische Rheinische Gulden, die ihm auf Lebenszeit vom Zoll zu Orsoy an einem bestimmten Termin fällig werden. Eine entsprechende Anweisung wird er Zöllner zu Orsoy, Gerit Biermann ("Byerman") erhalten. (Regest)





1421 Juli 8
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Herzog Adolf belehnt die Gebrüder Gerlach und Johann von "Breidenbach" mit einem Mannlehen von 30 Rheinischen Gulden, die ihnen jährlich an einem bestimmten Termin aus den Einkünften des Landes von Bilstein und Fredeburg fällig werden. Eine entsprechende Zahlungsanweisung wird an die Amtleute und Rentmeister von Bilstein und Fredeburg erfolgen.
1421 "op Sunte Kilianus Daige" (Regest)






1421 August 24
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[Herzog Adolf] befiehlt allen Amtleuten, Ritterbürtigen, Städten und Untertanen im Land von der Mark, dem Heinrich Stecke gehorsam zu sein, den er zum Landdrost im Land von der Mark ("Unsen Landdross[at] in Onsen alingen Lande van der Marke") gemacht hat.
1421 "op Sent Bartholomeus Dage apostoli" (Regest)






1421 Oktober 4
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Herzog Adolf befreit Christine Straetmann ("Straetmans"), wohnhaft zu Kamen, aus seiner Eigenhörigkeit. Gleichzeitig nimmt er sie als Dienstfrau ("tot Unsem Dienstwyve") auf.
1421 "op den Saterdach na Michaelis" (Regest)






1422 Januar 4
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Herzog Adolf von Kleve, der Katharina von Syberg ("Syberch") aus seiner Eigenhörigkeit befreit hat, nimmt diese als seine freie Dienstfrau an.
1422 "op den Sonnendach na onssers Heren Besnydinge" (Regest)






1422 Februar 23/1422 Februar 24
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Heinrich Stecke reversiert dem Herzog Adolf über seine Ernennung zum Amtmann zu Mülheim an der Ruhr.
In der vom Herzog Adolf dazu ausgestellten [und hier inserierten] Urkunde erhält Heinrich Stecke vom Herzog, der ihm nach einer Abrechnung über seine Dienste insgesamt 830 Rheinische Gulden 16 Schillinge 2 1/2 Denare schuldet, die Amtsverwaltung der (aus Kirchspiel und Gericht bestehenden) Herrschaft Mülheim an der Ruhr. Aus seinen dortigen Einkünften soll er nicht nur seine Schuldsumme begleichen, sondern auch die Verpflegung von [Haus] Ruhrort bestreiten. Falls der Herzog von Berg die Herrschaft Mülheim auslösen oder diese auf andere Weise aus der klevischen Verfügung kommen würde, ehe Steckes Ansprüche befriedigt sind, muss ihn Herzog Adolf anderweitig entschädigen.
1422 "op Sente Peters Dach ad cathedram" (Amtmann-Ernennung); "des neisten Daighs post Petri ad cathedram" (Amtsrevers) (Regest)






1422 August 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve sichert dem Juden Meyer, Moses' Sohn, sowie seiner Ehefrau Sara, ihren Angehörigen und ihrem Gesinde seinen Schutz zu.
1422 "op Sunte Laurencii Daige" (Regest)






1422 November 19
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf präsentiert dem Dechanten und dem Kapitel der Kollegiatkirche zu Kleve für die Besetzung der - nach dem Tod des Dietrich von Holte vakanten - Pfarrkirche zu Castrop den Priester Johannes von Altena.
1422 "ipso die Elysabeth vidue" (Regest)






1423 November 1
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Herzog Adolf präsentiert dem Dompropst und Archidiakon zu Köln, Gerhard von Berg ("de Monte"), seinem Blutsverwandten, für die Besetzung der - nach dem Verzicht des Wessel Swartkop vakanten - Pfarrkirche zu Lütgendortmund den Magister Heinrich von der Dellen.
1423 "ipso die Omnium sanctorum" (Regest)






1424 Juni 22
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Herzog Adolf erklärt, nach der Abrechnung des Hermann Ovelacker ("Oevelacker") über Ausgaben und Einkünfte zu Blankenstein und Hattingen, die dieser ihm am 22. Juni 1424 vor seinen Räten zu Kleve ("Ons [...] to Cleve voir Onsen Vrienden") abgelegt hat, dem Ovelacker 839 Rheinische Gulden 5 Schillinge 1 Denar zu schulden. Davon hat ihm der Herzog 280 Rheinische Gulden 5 Schillinge sofort bezahlt. Den Rest soll er an zwei bestimmten Terminen aus dem Zoll zu Büderich erhalten.
1424 "op der Decem milium Martelar Daige" (Regest)





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