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Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.4. PREUSSISCHES WESTFALEN
1.4.1. Grafschaft Mark mit Soest und Lippstadt
1.4.1.1. Verwaltungs- und Justizbehörden, Landstände
Grafschaft Mark - Urkunden
D 001u, Grafschaft Mark - Urkunden - Märkische Betreffe in den klevischen Registern

Verzeichnungseinheiten:  1-100 101-121 


1426 März 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf erklärt, nach der Abrechnung des Amtmanns zu Bochum, Johann von Galen, über seine Ausgaben und Einkünfte, die dieser ihm und seinen Räten ("Ons ind Onsen Vrienden") abgelegt hat, dem Galen 1.321 Mark 2 Schillinge 10 1/2 Denare zu schulden. Davon hat ihm der Herzog 200 Arnheimische Gulden bzw. 505 Mark 6 Schillinge 8 Denare sofort bezahlt. Den Rest soll er an bestimmten Terminen aus dem Zoll zu Büderich erhalten.
1426 "op Sente Gregorius Dage pape" (Regest)






1426 Mai 5
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf erlaubt dem Everd "Dass", Bürger zu Schwerte, um seiner treuen Dienste willen am herzoglichen Flussstück [der Ruhr] auf dem Haselacker ("Vloet op dem Haselacker") eine Rüstungsschmiede ("Harnissrol") zu bauen und auf Lebenszeit ohne Abgaben zu betreiben.
"dominica Vocem jocundidatis" 1426 (Regest)






[1426] Mai 9
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf schuldet dem Hermann von der Horst für erlittene Schadensfälle 150 Oberländische Rheinische Gulden, die er ihm an bestimmten Terminen zurückzuzahlen hat.
"ipso die ascensionis Domini" (Regest)






1426 Juni 7
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf befiehlt allen Amtleuten, Richtern und Fronen im Land von der Mark, dem Jäger Heinemann ("Heynmann") Gehorsam zu leisten, dem er den Wildbann im Land von der Mark ("Gewelde ind Wlitbanne alle onse Landt van der Marck") anvertraut hat. Sie haben ihn bei seiner Amtsausübung als Jäger und Heger zu unterstützen und ihn vor Gewalt zu beschützen - damit der Herzog aus seinen märkischen Wäldern wieder Wild[pret] erhalten kann ("dat Wy Wildt op Onsen Welden krigen moigen ende behalden oick").
1426 "des Vridages post octavas Sacramenti" (Regest)






1426 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf wechselt seinen Eigenhörigen Heinrich "Hinten" mit Frau und Kindern gegen den Eigenhörigen des Hunold von Hanxleden ("Hanxlede"), Heinemann "Tutelen", Richter zu Bilstein, mit Frau und Kindern.
"op Sente Johanns Dach Baptist" 1426 (Regest)






1426 Juli 3
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve präsentiert dem Propst zu Köln für die Besetzung des - nach dem Verzicht bzw. dem Tod des Johannes Westerholt alias "Grymhart" vakanten - Altars St. Katharinae in der Kapelle zu Neuenrade den Priester Adolf von Altena, seinen Kaplan und Getreuen ("cappelanum et fidelem nostrum").
1426 "crastino Visitationis beate Marie virginis gloriose" (Regest)






1426 September 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf erklärt, dass ihm sein Amtmann zu Neustadt und über das Vest Gummersbach, Dietrich von Hetterscheid ("Hetterscheide"), über seine Amtsausgaben und -einkünfte abgerechnet hat. Demnach bleibt Adolf dem Dietrich von Hetterscheid 3.423 Oberländische Rheinische Gulden 8 Weißpfennige schuldig.
1426 "op den Saterdach na Sunte Marie virginis" (folgt gestrichen: "gloriose") (Regest)






1426 November 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf sichert dem Juden Smolle ("Smoll"), Schwiegersohn des Isaak, sowie seinen Angehörigen und seinem Gesinde, soweit sie in Emmerich wohnen, für fünf Jahre seinen Schutz in der Weise zu, wie ihn seine Juden in der Grafschaft Mark genießen.
1426 "op den Vriedach na Epiphanie domini" (Regest)






1426 [November 18]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf erklärt, dass ihm sein Amtmann zu Blankenstein, Cracht Stecke, am [18. November?] 1426 vor seinen Räten zu Kleve ("Ons voir Onsen Vrunden van Onsen Rade to Cleve op Gyffte dieß Brieffs") über die Ausgaben und Einkünfte der von ihm früher verwalteten Ämter Werden und Bochum, sowie über die des Amtes Blankenstein und der Herrschaft Strünkede abgerechnet hat. Demnach bleibt Adolf dem Cracht Stecke 3.308 Rheinische Gulden 7 Schillinge 6 1/2 Pfennige schuldig.
(Regest)






1426 November 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf erklärt, dass ihm sein Amtmann zu Werden, Wessel von dem Loe, am 18. November 1426 vor seinen Räten zu Kleve ("Ons voir Onsen Vrunden van Onsen Rade toe Cleve") über die Ausgaben und Einkünfte des Amtes Werden und über die Einkünfte zu Holten abgerechnet hat. Demnach bleibt Adolf dem Wessel von dem Loe 1.455 Rheinische Gulden 3 Schillinge 6 Denare schuldig.
1426 "op Sunte Elizabeth Avent vidue" (Regest)






1426 Dezember 7
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hermann von dem Vorst ("Voerst"), seine Ehefrau Elske und ihr Sohn Johann reversieren dem Herzog Adolf von Kleve-Mark über den mit ihm geschlossenen Vergleich ihrer Schuldforderungen. Von diesen stehen noch 50 Arnheimische Gulden aus, die ihnen auf die Burg Volmarstein verschrieben wurden.
In der vom Herzog Adolf dazu ausgestellten [und hier inserierten] Urkunde erhält Hermann von dem Voerst vom Herzog, der ihm nach einer Abrechnung über seine Amtsverwaltung zu Altena noch 500 Arnheimische Gulden schuldet, die Burg Volmarstein und ihre Einkünfte übertragen. Er hat dort vier Mann, die Schusswaffen gebrauchen können ("die to schieten ind to weren mutte seyn"), zur Verteidigung anzustellen, die wie sein übriges Gesinde dem Amtmann zu Wetter huldigen sollen.
1427 "des neisten Dages na Sunte Nicholaus Dagh, des heiligen Bisschops" (Regest)






1427 Januar 6
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf schenkt aus gnädig-freundlicher Gesinnung der Katharina von der Mark, Bastardtochter des weiland Grafen Engelbert von der Mark, auf deren Lebenszeit jene nun an ihn zurückgefallenen Güter, die weiland Graf Johann von Kleve dem Giesbert von Opladen ("Uplande") und seiner Bastardtochter gegeben hatte.
1427 "op den heiligen Dartiendach" (Regest)






1427 Februar 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf erklärt, dass ihm sein Amtmann zu Elberfeld, Lubbert von Galen, vor seinen Räten zu Kleve ("toe Cleve voir Onsen Vrienden van Onsen Rade") über die Ausgaben und Einkünfte seines Amtes in den letzten fünf Jahren abgerechnet hat. Demnach bleibt Adolf dem Lubbert von Galen 4.344 Rheinische Gulden 22 1/2 Denare 2 "Moirken" schuldig.
1427 "up Sente Peters Dach ad cathedram" (Regest)






1427 März 7
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf hat seinem Richter zu Schwerte, Dietrich "Leenhoff" dem Hermann "Scheelpaegh" und dem Müller Hans ("Hanss die Moilner") befohlen, die Mühle zu Schwerte auf der Ruhr wider instand zu setzen. Der Herzog verschreibt ihnen daher für ihre beim Bau entstehenden Unkosten Einkünfte aus der Mühle zu Schwerte sowie vom Gericht zu Schwerte, worüber sie dem Rentmeister zu Wetter abzurechnen haben. Darüber hinaus dürfen sie auch Holzlieferungen und Dienstleistungen aus dem Land von der Mark in Anspruch nehmen.
1427 "feria sexta post doninicam Esto mihi" (Regest)






[1427 April 16]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Für die Amtsverwaltung zu Wetter sind vom weiland Amtmann zu Wetter, Johann Hasenkamp, 577 Mark 8 Schilling 7 1/2 Pfennige, und von seinem Nachfolger, seinem Bruder Heinrich von der Brüggeney gen. Hasenkamp ("van der Brüggeney geheiten Hazenkamp"), zwischen dem 20. Juni 1423 und dem 29. September 142 1.905 M 5 Schillinge 8 1/2 Denare aufgewendet worden. Herzog Adolf erklärt, diese Summen Johanns Kindern bzw. dem Heinrich schuldig zu sein, für die er ihnen bestimmte Einkünfte im Kirchspiel und die Brüchten vom Gericht Schwelm verschreibt. Die Erhebung hat in Abstimmung mit dem Amtmann und Richter zu Schwelm zu geschehen. Sollte die Ausführung dieser Anordnungen von fremder Hand gestört werden, darf sich Heinrich zur Abwehr der Burg Volmarstein bedienen. Dabei muss er freilich Geleitsversicherungen beachten, die von den herzoglichen Amtleuten oder Rittmeistern erteilt wurden.
(Regest)






1427 [April 17]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf befiehlt dem Heinrich von der Brüggeney genannt Hasenkamp, mit dem er über das Amt Wetter abgerechnet hat, Schloss und Amt Wetter dem Dietrich von Wickede zu übergeben, den er zum neuen Amtmann zu Wetter ernannt hat. Nach der Übergabe soll Hasenkamp seines Amtseids entbunden sein. (Regest)





1427 April 17
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf hat den Dietrich von Wickede zum Amtmann zu Wetter und Schwerte ernannt.
In dem vom Herzog Adolf dazu ausgestellten [und hier inserierten] Amtsplakat wird den Bürgermeistern und Räten zu Wetter und Schwerte sowie allen Eingesessenen der Ämter Wetter und Schwerte befohlen, dem Amtmann Dietrich von Wickede Gehorsam zu leisten.
1427 "op den Donresdach ma dem heiligen Palmdaige" (Vermerk); "to Cleve [...] in den Jaren ut supra" (Amtsplakat) (Regest)


Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Kleve




[ca. 1427]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve-Mark ernennt den Dietrich von Oer ("Ore") zum Amtmann zu Bochum; so, wie dies Johann von Galen gewesen ist und vorbehaltlich der Einkünfte, die dort seinem Vater, Heidenreich von Oer, verschrieben sind.
(Regest)






1427 April 27
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dietrich von Wickede reversiert dem Herzog Adolf von Kleve-Mark über seine Ernennung zum Amtmann zu Wetter.
In der vom Herzog Adolf dazu ausgestellten [und hier inserierten] Urkunde erhält Dietrich vom Herzog das Schloss und Amt Wetter, das bislang Heinrich von der Brüggeney gen. Hasenkamp verwatet hat. Dabei bleiben den Kindern des Johann Hasenkamp sowie dem Heinrich von der Brüggeney gen. Hasenkamp jene Schuldansprüche vorbehalten, für die sie Einkünfte des Kirchspiels und Brüchten des Gerichts Schwelm verschrieben bekamen.
(Regest)






1427 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf erneuert seien bereits früher mit dem Amtmann zu Werden, Wessel von dem Loe, getroffene Vereinbarung über die Verpflegung seiner Leute ("Unsen Vrienden ind Ruteren") zu Werden. Demnach soll Wessel nun 60 gewaffnete Reisige zu Pferde und 50 zu Fuß verpflegen und erhält dafür u. a. Einkünfte vom Zoll zu Orsoy sowie von den Renten des Landes Dinslaken und des Amtes Holten verschrieben. Herzog Adolf wird daher Burg und Amt Holten nicht eher verpfänden oder verkaufen, als Loes Ansprüche befriedigt sind.
1427 "in festo sancte Johannis baptiste" (Regest)






1427 Juni 27
Permalink der Verzeichnungseinheit

Everd von Wickede reversiert dem Herzog Adolf von Kleve-Mark über seine Ernennung zum Amtmann zu Wetter.
In der vom Herzog Adolf dazu ausgestellten [und hier inserierten] Urkunde erhält Everd von Wickede, dem der Herzog nach seiner Amtsabrechnung für Lünen noch 2.045 Rheinische Gulden schuldet (auf die dem Everd vom Zöllner zu Orsoy, Gerit Biermann, sowie von seinem Bruder, Dietrich von Wickede, ein Abschlag von je 200 Gulden gezahlt worden war), neben seinem Bruder Dietrich die Burg und das Amt Wetter.
1427 "octava Sacramenti" (Amtmann-Ernennung; die Registrierung des Reverses endet mit der Korroboratio) (Regest)






1427 Juli 9
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf, dem Ludolf von Altena und Johann von dem Rodenberg Urfehde geschworen haben, erleichtert ihnen deren Einhaltung insofern, als sie Forderungen bei jenen treulosen Untertanen ("ongetrouwen Undersaten") des Herzogs durchsetzen dürfen, die sich von Adolf ab- und seinem Bruder [Junker Gerhard] zugewandt haben.
1427 "in octava visitationis beate Marie virginis" (Regest)






1427 August 2
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf erklärt, in der Weise Schuldner seines Amtmanns zu Neustadt, Dietrich von Hetterscheid, zu sein, wie dies aus der von ihm besiegelten Urkunde ("Recess") über Hetterscheids Abrechnung hervorgeht. Der Amtmann soll auf die Schuldsumme einen Abschlag von 1.500 Oberländischen Rheinischen Gulden erhalten, wenn Adolfs Bruder, Gerhard von Kleve-Mark, dem Herzog die Pfandsumme für das Schloss und Amt Neustadt ("Slate und Lande van der Nyerstat") zurückbezahlt.
"Buederich, altera die Petri ad vincula" 1427 (Regest)


Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Büderich




1427 September 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf hat den Johann von Altenbochum ("Aldenboichem") und den Johann Varnhagen ("Varnhaigen") zu seinen Amtleuten zu Altena ernannt, wie aus den darüber ausgestellten Urkunden ("Noitelen") hervorgeht, die in Kraft bleiben sollen. Er sichert ihnen darüber hinaus zu, sie in ihrem Amt schadlos zu halten; in Sonderheit für den Fall, dass ihnen die Burg Altena mit Gewalt fortgenommen oder sie vor heimliche Gerichte geladen würden. Falls die Auseinandersetzung des Herzogs mit seinem Bruder [Junker Gerhard] friedlich geschieden und er dabei einige Schlösser und Ämter im Land von der Mark ("Slaite off Lande bynnen Onsen Lande van der Mark") erhalten würde, wird er den Amtleuten darin Verdienstmöglichkeiten geben ("oire Broit toe verdienen").
1427 "op Sunte Matheus Dach Apostoli ind Ewangeliste" (Regest)






1427 September 27
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf erklärt, in der Weise Schuldner seiner Amtleute zu Wetter, der Gebrüder Dietrich und Everd von Wickede, zu sein, wie dies aus diesbezüglichen Abrechnungen und Bekundungen hervorgeht. Da der Herzog nun Burg und Amt Wetter bei ihnen wieder auslösen will, sichert er den Brüdern zu, die Pfandsumme von 3.000 Rheinischen Gulden an einem bestimmten Termin in Münster oder Köln zu bezahlen. Zuvor sollen sie ihm Burg, Freiheit, Befestigung und Amt Wetter übergeben ("Borg, Vryheit, Bolwerck ind Ampt").
1427 "op den Saterdaige na Sunte Matheus Daige, des heiligen Apostels ind Ewangelisten" (Regest)






1427 Oktober 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf präsentiert dem Pastor zu Hattingen, Rutger "Vullstal", für die Besetzung des - nach dem Tod des "Vroelinck" vakanten - Altars in der herzoglichen [Burg-]Kapelle zu Blankenstein den Priester Rutger von Holt, Sohn des Dietrich vor der Pforte ("Rutgerus Theodorici ante portam de Holt" [?]).
1427 "feria quarta post Gereonis" (Regest)






1427 November 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

[Herzog Adolf] befiehlt allen Männern, Burgmännern, Bürgermeistern und Räten sowie den Eingesessenen der Freiheit und des Amtes Wetter, dem Cracht Stecke, dem er Schloss und Freiheit Wetter anvertraut sowie zum dortigen Amtmann gemacht hat, Gehorsam zu leisten.
1427 "ipso die Katherine virginis" (Regest)






1427 November 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

[Herzog Adolf] befiehlt seinem Amtmann zu Wetter, Cracht Stecke, den Bürgermeistern und Räten der Freiheit Hattingen sowie den Eingesessenen des Gerichts Hattingen, dem Rutger "Horstken", den er zum dortigen Richter gemacht hat, Gehorsam zu leisten.
1427 "ipso die Katherinae virginis" (Regest)






1427 Dezember 9
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf verzichtet auf Schloss und Haus zu Elberfeld samt Freiheit und Dorfbefestigung ("Slait ind Huys", "Vrijheit ind Dorpvestinge"), das sein Offenhaus ist, zugunsten des Everhard von Limburg und Hardenberg.
1427 "feria post Conceptionis virginis Marie" (Regest)






1428 Februar 9
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf verschreibt der Margarethe von Strünkede ("Strunckede"), Klosterjungfer im Makkabäerkloster zu Köln ("toe Sunte Mabieren toe Coilne"), auf Lebenszeit bzw. auf Dauer ihrer Klosterzugehörigkeit jährlich an einem bestimmten Termin 10 Rheinische Gulden vom Hof Castrop. Entsprechende Zahlungsanweisung soll der dortige Amtmann erhalten.
1428 "op den Sonnendach Reminiscere" (Regest)






1428 April 8
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve-Mark erklärt, dass ihm sein Amtmann zu Werden und Holten, Wessel von dem Loe, am 8. April 1428 vor seinen Räten ("voir Ons ende Onsen Vrienden van Onsen Rade") über die Ausgaben und Einkünfte der Ämter Wetter und Holten abgerechnet hat. Demnach bleibt Adolf dem Wessel von dem Loe 1.591 Rheinische Gulden 5 Schillinge 7 Denare 1 "hellinch Marcks payments" schuldig.
1428 "des Donresdaigs na Paisdach" (Regest)






1428 Oktober 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Zwischen Herzog Adolf von Kleve und Heinrich Stecke ist eine Vereinbarung über die Finanzierung der Amtsverwaltung zu Werden getroffen worden. Demnach soll Stecke die Hälfte der dortigen Amtseinkünfte beziehen, während er die Hälfte der Bewirtungskosten für den Herzog bei seinem Aufenthalt bis zu 800 Rheinische Gulden trägt und darüber hinaus 200 solcher Gulden an Tengnagel und Heinrich von der Heggen bezahlt. Diese 1.000 Gulden soll Stecke zunächst aus den Einkünften der [Burg] Knipp ("Knyp" ) beziehen.
1428 "feria secunda post festum Gereonis martyris" (Regest)






1429
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf vergibt bis auf Widerruf dem Henneke Moes ("Heineke Moes") das Amt eines Fronen ("Vroneampte") zu Kettwig, das schon dessen Vater ausgeübt hat. (Regest)





1429 Januar 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve erklärt, dass ihm sein Amtmann zu Neustadt und über das Vest Gummersbach, Dietrich von Hetterscheid, über die Amtseinnahmen und -ausgaben sowie in Sonderheit über die von wegen des Herzogs zu Neustadt entstandenen Bewirtungskosten ("van alsulker Coste, as hie van Onser wegen ter Nierstat gedaen hevet") abgerechnet hat. Demnach bleibt Adolf dem Hetterscheid 3.267 Oberländische Rheinische Gulden, 19 Weißpfennige und 3 Mörchen ("Muerken") schuldig.
1429 "op Sunte Angneten Dach der heiliger Jonferen" (Regest)






1429 April 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve-Mark erklärt, dass er sich mit seinem Amtmann zu Werden, Heinrich Stecke, über die Bezahlung der dortigen Verpflegungskosten insofern verglichen hat, als Stecke zu bereits angelegten 1.000 Rheinischen Gulden nochmals 1.000 Gulden anlegen wird. Für diese Schuldsumme verpfändet ihm der Herzog sein Schloss Knipp ("Onse Slaet geheiten die Knype").
1429 "op Sante Philipps ind Jacobs Avent der heilligen Apostolen" (Regest)






1429 Juni 9
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erzbischof Dietrich von Köln, Erzkanzler des Heiligen Römischen Reiches in Italien, Herzog von Westfalen und Engern, hat den Herzog Adolf von Kleve-Mark dazu bewogen, seinem Bruder Gerhard von Kleve das Land von Dinslaken abzutreten, wenn dieser ihm innerhalb von sechs Wochen die Lande, Städte und Schlösser der Grafschaft von der Mark ("die Lande, Stede ind Slaisse der Graefschap van der Marcke") übergibt - wovon jene Schlösser, Lande und Städte ausgenommen bleiben, die Gerhard in seinem ersten Erbvergleich mit Adolf zugesprochen erhielt.
Der Erzbischof verpflichtet sich daher nun dem Herzog Adolf gegenüber für den Fall, dass sich Gerhard nicht an diese Vereinbarung hält, diesen nicht weiter in seiner Fehde gegen Adolf zu unterstützen. Umgekehrt wird er dem Gerhard verbündet bleiben, falls sich der Herzog nicht an diese Vereinbarung hält.
Mitsgl.: die kölnischen Räte Graf Emicho von Leiningen ("Emchyn", "Lyningen"); Rentmeister Johann "opme Grave"; Hofmeister "Heitghyn" von "Wijher"; Arnd [von] "Brempte"
"Coilne" 1429 "des IX. Dachs in den Maende genant zo Latyne Junius" (Regest)


Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Köln




1429 Juni 9
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf gelobt dem Erzbischof Dietrich von Köln, seinem Bruder Gerhard von Kleve das Land von Dinslaken abzutreten, wenn dieser ihm innerhalb von sechs Wochen die Schlösser, Städte, Lande und Untertanen der Grafschaft und des Landes von der Mark ("Unse Slaite, Stede, Lande ind Ondersaten Unser Gravesschap ind des Lands van der Marke") übergibt - wovon jene Schlösser, Städte und Lande ausgenommen bleiben, die Gerhard in seinem ersten Erbvergleich mit Adolf zugesprochen erhielt.
Zeugen: die Räte ("Raeden ind Vrienden") Wessel [Swartkop], Propst zu Wissel; Wilhelm von Rees, Ritter; Elbert von Alpen, Herr zu Hönnepel ("Hoenepel"); Lambert Pape ("Paipe")
Mitsgl.: die Zeugen
1429 "op den negenden Dach des Mends Junii" (Regest)






1429 Oktober 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve-Mark präsentiert dem Dechanten der Kirche St. Georgii zu Köln, als dem Archidiakon der Christianität des Wattenscheider Kapitels, für die Besetzung der - nach dem Verzicht des Johannes Thome aus Straelen ("Johannes Thome de Stralen") vakanten - Pfarrkirche zu Niederwenigern ("Wingeren") den Kleriker Magister Jakob Kraenleie ("Kaenleyde", "Craenleye") aus Obermörmter.
1429 "in profesto Unedecim milium virginum" (Regest)






1430 Februar 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dietrich von Limburg, Herr zu Broich ("Brocke") reversiert dem Herzog Adolf von Kleve über seine Ernennung zum Amtmann zu Mülheim.
In der vom Herzog Adolf dazu ausgestellten [und hier inserierten] Urkunde macht der Herzog auf den Rat seiner Freunde ("by Raide Onser Vrunde") den Dietrich zum Amtmann des Kirchspiels Mülheim ("Onsen Amptmann aver Onse Kerspel to Moilhem"), so, wie es Heinrich Stecke bislang amtsweise hatte. Insbesondere soll Dietrich für die Bewirtung zu Werden ("tot Onser Cost to Werden") für bis zu 2.000 Oberländische Rheinische Gulden sorgen; desgleichen das Holz für die Zimmerung und Beheizung zu Ruhrort ("tot Onser Tymmeringen off Barnnyngen tot Roirort") stellen.
1430 "op Sunte Peters Avent den men heit ad cathedram" (Regest)






1430 März 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

Auf Befehl des Herzogs [Adolf von Kleve] sind die in seinen Landen errichteten Landwehren durch Richter, Schöffen und Boten in ihren jeweiligen Amtsbezirken instand zu halten. Ihr Zustand ist jährlich in Bezug auf die Gräben am Tag nach dem 1. Mai ("des neisten Daich na Meydach") und in Bezug auf die Bepflanzung am Tag nach dem 25. Mai ("na Sunte Urban") zu beschauen. Wenn aber Holzschlag anfällt, soll dieser verkauft, der Erlös von den Schöffen verwahrt und nur zur Zimmerung von Schlagbäumen verwendet werden, sofern es der Herzog nicht anders befiehlt.
1430 "dominica Letare Iherusalem" (Regest)






1430 April 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve verschreibt dem Johann von [Kleve gen.] Blankenstein [Bastard] um seiner guten Dienste willen auf Lebenszeit jährlich am 11. November ("op Sunte Mertins Dach in den Wyntere") fällige 50 Oberländische Rheinische Gulden vom Zoll zu Büderich.
"feria quarta post festum Passche" 1430 (Regest)






1430 Mai 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johann von Hoennepel gen. von Empel ("Hoenpell gehieten van der Empell") hat folgende Güter zu Lehen empfangen:
- von der Grafschaft Kleve lehenrührig: die Güter Oesterwick ("Oisterwick") und Wervelt ("Werffelt"), beide im Kirchspiel Millingen;
- von der Grafschaft Mark lehenrührig: die Güter Engelingfeld ("Engelinvelt") im Kirchspiel Gendringen ("Genderingen") und Quaetsteg ("Quaetstege") im Kirchspiel Haldern;
- vom Stift Köln lehenrührig: die Burg Empel, die Bauerschaft Hurl ("Huerle"), 6 Mark Geldrente zu Xanten, die Güter Kalkfort ("Kalcfoirt") zu Wertherbruch und Kuininck ("Kuyninck") zu Loikum ("Loedinchem") im Amt Aspel, sowie 6 Mark Geldrente vom Hof Aspel.
Zeugen: Gerlach von Vossum ("Voshem"), Johannes von Ossenbroich ("-broick")
[1430] "in eodem anno feria sexta post Jubilate" (Regest)






1430 Juli 5
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf sichert der Jüdin Eva, ihren Angehörigen und ihrem Gesinde, sowie ihrem Bruder Isaak (der weiter keine Hantierung hat, sondern ihr zur Hand geht), soweit sie in Huissen wohnen, für fünf Jahre seine Schutz in der Weise zu, wie sie ihn seine Juden in der Grafschaft Mark genießen.
1430 "des Gudesdaigh na onser lieven Vrouwen Daigh Vistationis" (Regest)






1430 August 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve belehnt den Heinrich Bockhase auf Lebenszeit mit der Hufe zu Muttenheim ("Mottenem") im Kirchspiel Werne, die an ihn nach dem Tod des [Bernd] Beckel ("Bekelen") zurückfiel.
Zeugen: Hermann van Loet, Walter Smulling ("Smullick")
1430 "op Andach onser lieber Vrouwen Daige Assumcionis" (Regest)






1430 August 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve gestattet in gnädiger Gesinnung seinem Hofnarren Rotger Villehering ("Rotgher Villeheringh Onse Geck"), in der Grafschaft Mark das Quickbrettspiel ("Onse Quekebret in Onsen Lande van der Marke") auf Lebenszeit bzw. bis auf Widerruf zu betreiben.
1430 "ipso die Johannis decollationis" (Regest)






1430 August 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erzbischof Dietrich von Köln und Graf Friedrich von Moers und Saarwerden haben einen Frieden zwischen Herzog Adolf von Kleve und seinem Bruder, Gerhard von Kleve und von der Mark, vermittelt. Dieser Friede soll zunächst sechs Jahre dauern. Seine Kündigung ist vom Herzog Adolf beim Burggrafen bzw. von Gerhard beim Pförtner zu Kaiserswerth aufzusagen. Kommt es in dieser Zeit zu Konflikten, so sollen sie von den Beteiligten beim Amtmann zu Wetter (an Stelle des Herzogs Adolf) bzw. beim Amtmann zu Hörde (an Stelle Gerhards) angemeldet werden. Alsdann soll man zur Schlichtung eine Tagfahrt zu Essen ansetzen, und nötigenfalls (sofern man sich dort nicht einigt) eine Tagfahrt zu Duisburg, zu der auch Graf Friedrich kommen wird.
Mitsgl.: Dietrich von Moers, Erzbischof von Köln; Graf Friedrich von Moers
1430 "up den Gaidesdagh des neesten Daigh na Sunte Johans Daige decollatio" (Regest)






1430 August 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Gerhard von Kleve und von der Mark, der nun mit seinem Bruder, Herzog Adolf, einen Frieden vereinbart hat, versichert zusätzlich, für dessen Dauer keinen Teil der Grafschaft Mark an den Erzbischof Dietrich von Köln, den Bischof Heinrich von Münster, den Herzog Adolf von Jülich-Berg oder den Jungherzog Ruprecht von Jülich-Berg verpfänden, verkaufen oder verschenken zu wollen.
Mitsgl.: Erzbischof Dietrich von Köln
1430 "up den Gaidisdach crastino Johanis decollatio" (Regest)






1430 September 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve genehmigt als Partonatsherr, dass Everhard Piel ("Everhardus Pyel"), Rektor eines Viertels der Pfarrkirche zu Kamen, dieses Viertel mit seinem Bruder Ludolf "Bademplose", Kleriker der Kölner Diözese, gegen irgend eine andere Pfründe ("pro alio quocumque beneficio ecclesiastico") tauscht.
1430 "ipso die Sancte Michaelis archangeli" (Regest)






1430 Dezember 4
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve, der dem Heinrich Nienhuis ("Nyenhuys") für dessen in seinem Dienst entstandenen Schaden 150 Arnheimsche Arnoldus-Gulden schuldet, ernennt diesen deshalb zum Richter zu Schwelm. Dort soll er sich bei der Brüchtenschlichtung vom Amtmann zu Wetter beraten lassen. Der Richter darf nur vom Amt enthoben werden, wenn ihm der Herzog die Schulden bezahlt hat, die andererseits getilgt sind, wenn er im Amt stirbt.
1430 "ipso die Barbare virginis" (Regest)






1431 Januar 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve sichert dem Juden Smolle, Isaacs Schwiegersohn, sowie seinen Angehörigen und seinem Gesinde, soweit sie in Emmerich ("Embrik") wohnen, für fünf Jahre seinen Schutz in der Weise zu, wie sie ihn seine Juden in der Grafschaft Mark genießen.
1431 "op den Sonnedach Sunte Pontianis Dach des heiligen Mertelers" (Regest)






1431 Februar 5
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf sichert dem Juden Jeremias, sowie seinen Angehörigen und seinem Gesinde, soweit sie in Werden wohnen, für fünf Jahre seinen Schutz in der Weise zu, wie ihn seine Juden in der Grafschaft Mark genießen.
1431 "op Sunte Agathen Dach virginis" (Regest)






1431 Februar 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve genehmigt als Patronatsherr, dass Jakob Kraenleie von Obermörmter ("Jacob Craenley de Monementen superiori"), Rektor der Pfarrkirche zu Niederwenigern ("Nederwingeren"), seine Pfarrstelle mit Heinemann Middentwe ("Heynemannus Middentwe"), Vikar der Kirche St. Andreae zu Köln, gegen dessen Vikarie tauscht.
1431 "crastino beati Petri apostoli ad cathedram" (Regest)






1431 Februar 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf sichert dem Juden Isaak, seiner Frau und seinen zwei Kindern sowie seinem Gesinde, soweit sie in Wesel wohnen, für drei Jahre seinen Schutz in der Weise zu, wie sie ihn seine Juden in der Grafschaft Mark genießen.
1431 "op Sunte Matthias Dach in den Winter" (Regest)






1431 April 3
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve befiehlt allen Eingesessenen und Bürgern der Freiheit Isselburg sowie der Lande Aspel, Rees und in der Hetter, dem Richter Dietrich von der Mark Bastard, den er (als Nachfolger des Lutz von Hoennepel) zum Amtmann zu Isselburg gemacht hat, dort seines Amtes walten zu lassen.
1430 "op den Maendach na dem Sonnendaige Judica" (Regest)






1431 Mai 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve sichert dem Juden Simon von Frankfurt ("Franckenvoirt"), seiner Frau Bele, sowie ihren Angehörigen und ihrem Gesinde, soweit sie in Grieth wohnen, für sechs Jahre seinen Schutz in der Weise zu, wie sie ihn seine Juden in der Grafschaft Mark genießen.
1431 "op onsen Heren Hemelvartzdach" (Regest)






1431 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf sichert dem Juden Isaak aus "Boickelem", seiner Frau "Meghde", sowie ihren Angehörigen und ihrem Gesinde, soweit sie in Sonsbeck wohnen, für vier Jahre seinen Schutz in der Weise zu, wie sie ihn seine Juden in der Grafschaft Mark genießen.
(Regest)






1431 September 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve präsentiert dem Dechanten der Kirche St. Georgii zu Köln für die Besetzung der - nach dem Verzicht des letzten Rektors Heinemann Middentwe ("dominum Heynemannum Middentwe") vakanten - Pfarrkirche zu Niederwenigern ("Nederenwengeren") den Priester Dietrich von Bracht ("dominum Theodoricum van Bracht presbyterem").
1431 "feria secunda post Mathei apostoli" (Regest)






1432 Januar 28
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve erklärt, dass ihm sein Amtmann zu Neustadt und über das Vest Gummersbach, Dietrich von Hetterscheid, über die Amtseinnahmen und -ausgaben sowie in Sonderheit über die von wegen des Herzogs zu Neustadt entstandenen Bewirtungskosten ("van alsulker Kost, as hy van Onser wegen ter Nierstat gedaen hevet") abgerechnet hat. Demnach bleibt Adolf dem Hetterscheid 1.581 Mark 3 Schilling 5 Pfennig (48 kölnische Weißpfennig für eine Mark und 24 Weißpfennige für einen Oberländischen Rheinischen Gulden gerechnet) schuldig.
1432 "des Dinxsdagh na Sunte Pauwels Daige Conversionis" (Regest)






1432 Mai 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve-Mark präsentiert dem Dompropst und Archidiakon zu Köln für die Besetzung der - nach dem Verzicht des H[einrich] von der Dellen ("honorabilis domini H. van der Dellen") vakanten - Pfarrkirche zu Lütgendortmund ("Luckendorpmunde") den Dietrich von Herdecke ("Theodericum de Heerdick"), bislang Rektor des Altars SSt. Johannis Baptistae et Evangelistae in der Kirche St. Reinholdi zu Dortmund.
1432 "feria secunda post dominicam Jubilate" (Regest)






1432 August 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf belehnt den Sander von Galen mit dem Zehnten zu Langendreer im Gericht Bochum. Dieses Lehen hielt zuvor Adolfs Lehensmann, Ritter Johann von der Leithen ("Lieten"), der es erst mit Zustimmung des Herzogs an Rotger von Schwansbell ("Swansbel") verpfändet und dann dem Herzog zugunsten des Sanders von Galen, Sohn des Rotger [von Schwansbell] wieder aufgegeben hatte.
Zeugen: die Lehensmänner Borchard Stecke "in den Moilenbroicke", Edler; Pilgrim von der Leithen, Ritter; Ludolf von "Schoenelt" gen. von "Graesdorp"; Lambert Pape ("Paep")
1432 "des Dinxdages na Bartholomei" (Regest)






1432 November 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve ernennt aufgrund eigener Überlegung und des Rats seiner Freunde ("myt gueden vorgehadden Raide Onsselffs ind Onser Vrunde van Raide") den Johann Greve ("Johann den Greve") auf drei Jahre zum Münzmeister zu Kleve und andernorts in seinen Landen.
1432 "op den Saterdach na Sunte Martijns Daigh" (Regest)






1433
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf gibt der Katharina von der Mark Bastard, natürliche Tochter seines verstorbenen Oheims Graf Engelbert von der Mark, anlässlich ihrer Ehevereinbarung ("Hilixdedinge") mit Heinrich von Polwijk ("Henrich van Poilwick") zur Mitgift: das klevische Gut in der Liemers, das ihr bereits für 200 alte Schilde verpfändet ist; 8 1/2 Fuder Nutzholz ("Deelholtz") aus dem Gehölz Waverloe ("Waveloe"); das Erbgut der Ehefrau des Johann von Loel ("Loyle"); und das an "Roloff Momme" verpfändete Gut, das aber zunächst bei Adolfs Schwester Katharina von Kleve-Mark für 80 alte Schilde auszulösen ist.
-1433 "etcetera" (Regest)






1433 Februar 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve verbietet allen Dekanen und Kapitularen der Kollegiatstifter sowie allen Landdekanen, Pastoren und anderen Geistlichen in seinen Landen, dem Erzbischof Dietrich von Köln den von diesem geforderten Diözesan-Zehnt ("eyn groet Gelt van Decimen") zu zahlen.
1433 "duodecimo die Februaris" (Regest)






1433 April 4
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve, der dem Dietrich von der Mark Bastard 300 Oberländische Rheinische Gulden schuldet, macht diesen aus eigenem Entschluss und auf den Rat seiner Freunde zum Amtmann und Rentmeister ("Drossaet ind Rentmeister") der Ämter Hetter, Aspel und Rees. Zur Wohnung weist er ihm das Schloss Isselburg an, zu dessen Besatzung Dietrich 12 Mann einstellen soll.
1433 "op den heiligen Palmavent" (Regest)






1433 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve gestattet dem Wennemar von Heiden im Bezug auf bestimmte Güter in der Grafschaft Mark ("in Onsen Lande van der Marke") die Lehensmutung nachzuholen, sofern sich herausstellt, dass sich darunter herzogliche Lehen befinden. Diese Güter hatte Wennemars Ehefrau, Katharina von Heiden, einst von ihrem ersten Mann, Ritter Wennemar Dücker, als Witwengut angewiesen bekommen und waren dann von Dückers Erben an von Heiden verkauft worden.
"op Sunte Johans Daige nativitatis" (Regest)






1433 September 1
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve schenkt seiner natürlichen Tochter Elisabeth von Clarenberg ("Onser natuerliken Dochter Elizabechten von Clarenbeck"), Klosterjungfrau im Klarissenkloster zu Hörde, mit der Bitte um ihr Gebet eine jährlich zu Martini fällige Rente von 10 Oberländischen Rheinischen Gulden vom Zoll zu Orsoy, die ihr der dortige Zöllner Dietrich Offermann ("Derich Offermann") oder seine Nachfolger auszahlen sollen.
1433 "op Sunte Egidii Dagh abbatis" (Regest)






1433 September 5
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve überträgt seinem Büchsenschützen Henneke Moes ("Heynke Mois Onse Donreschut") um seiner guten Dienste willen das Botenamt zu Kettwig und weist ihm dafür eine jährlich zu Martini fällige Rente von 5 Oberländischen Rheinischen Gulden aus den Einkünften des Amtes Werden an. Die Rente verfällt, wenn Mois die Mühle zu Kettwig übernimmt. Darüber hinaus erhält Mois wie alle Schützen jährlich vom Landrentmeister zu Kleve ein Obergewand (2enen dobbelen Tabbert").
1433 "op den Saterdach na Sunte Egidius Daig" (Regest)






1433 Dezember 3
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve sichert dem Freigrafen Bernd Dücker ("Berndt Duyker") das Besitzrecht an dem Gut zu Wernsink ("Wernssinck") im Kirchspiel Borken nach Maßgabe seiner Verhandlungen mit dem Amtmann zu Dinslaken, Goswin Stecke, und dem Rentmeister zu Dinslaken, Hermann Prick.
1433 "feria quinta post Andree apostoli" (Regest)






1433 Dezember 3
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve, der mit Herzog Adolf von Berg unter Beteiligung ihrer Räte auf einer Tagfahrt zu Ruhrort einen Waffenstillstand ("eyn geloifflick Bestant") geschlossen hat, kündigt dessen Fortdauer auf, da in der Zwischenzeit seine Untertanen ("Onse arme Lude") im Amt Hardenberg und anderswo durch bergische Amtleute drangsaliert wurden.
1433 "op den Donnerdach na Sunte Andries Daige apostoli" (Regest)






[1433 Dezember 4]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve erklärt, dass Cracht Stecke, sein Amtmann zu Wetter und Blankenstein, vor ihm und seinen Räten ("vur Ons ins vur Onsen Vrienden van Raide") über die Ausgaben und Einkünfte der Ämter Wetter und Blankenstein abgerechnet hat [...].
(Regest)






1434 Februar 5
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf ernennt aufgrund seiner Schulden in Höhe von 800 Oberländischen Rheinischen Gulden, die ihm Johann von Altenbockum ("Aldenboichem") einst vorgeschossen hat, diesen zum Amtmann zu Werden.
Der Amtmann soll insbesondere fünf Mann Besatzung auf dem neuen Schloss zu Werden ("op Onsen nyen Sloite") unterhalten und für den Fall einer Fehde mit dem Herzog von Berg 25 Gleven stellen. Für die Pachtung der Mühlen zu Werden und Kettwig hat er 20 Rheinische Gulden zu zahlen, die zunächst an Heinrich von der Heggen zu dessen Lebzeiten, danach an den Herzog fallen. Dann, wenn die Amtszeit des Amtmann zu Mülheim, Dietrich von Limburg, beendet ist, soll Altenbockum auch dieses Amt übernehmen. Wenn ihm der Herzog nach seiner Amtsabrechnung Geld schuldig bleibt, wird er dieses aus den Einkünften des Zolls zu Orsoy und des Amtes Wetter bezahlen.
1434 "op Sunte Agaten Dach" (Regest)






1434 Juni 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve hat von Johann Tengnagel von Merwick, seinem Amtmann zu Orsoy, und dessen Frau Gertrud Schuldverschreibungen vorgezeigt bekommen, die der weiland Graf Engelbert von der Mark den Eltern der Gertrud ausgestellt hatte. Die Tengnagels verzichten auf deren Bezahlung ; dafür erlässt ihnen der Herzog die Zahlung der jährlichen Abgabe von 2 1/2 alten Schilden 14 schweren Pfennigen, 4 Mudden Hafer und 6 Hühnern vom Gut "Maisduelenhove" im Kirchspiel Birten, das als Leibgewinngut zum Hof des Herzogs in Birten gehört.
1434 "op den XVIten Dach in den Maendt Junius" (Regest)






1434 August 1
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve erklärt, dass ihm sein Amtmann zu Werden, Heinrich von der Heggen, vor seinen Räten ("vur Onsen Vrienden") über seine Ausgaben und Einkünfte abgerechnet hat. Demnach bleibt Adolf dem Heinrich von der Heggen 1.166 Oberländische Rheinische Gulden 2 Schillinge 9 schuldig, von denen ihm bereits 200 Gulden mit Hilfe des "Steven van dem Rijne" und des "Johannes van Beynhem" bezahlt wurden. Den Rest soll ihm der Rentmeister zu Aspel und Rees, Dietrich von der Mark Bastard, oder dessen Nachfolger auszahlen.
1434 "op Sunte Peters Dach ad vincula" (Regest)






1434 August 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve verlehnt die durch den Tod des Heinrich von Ense erledigten Burglehen zu Schermbeck -Zehnt zu "Havekelo", Gut zu Wernsink, eine Mark Dortmunder Münze aus der Stadt Dorsten - an dessen Bruder Hermann von Ense.
Zeugen: die Lehensmannen Gerlach von Vossum ("Gerloch van Vossem"), Wennemar von Heiden der Alte ("Wenemair von Heiden die Alte") und Lambert Pape ("Lambert Pape")
1434 "op den Vrijdach na Sunte Laurentius Daige matiris") (Regest)






1434 August 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve überträgt dem Dietrich von Vosbeke gen . Drögekanne ("Derick van Vosbecke geheiten Droige Kanne") um seiner guten Dienste willen das Wildförsteramt in der Saarner und Speldorfer Mark sowie den darum herum gelegenen Wäldern und Marken.
1434 "op Sunte Bartholomeus Avent apostoli" (Regest)






1434 Oktober 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve ernennt aufgrund eigener Überlegung und des Rats seiner Freunde ("myt gueden vurgehadden Raide Onsselffs ind Onser Vrunde van Raide") den "Bruyn Bolte" auf drei Jahre zum Münzmeister zu Kleve und andernorts in seinen Landen.
"Sabbati post Symonis et Jude apostolorum" 1434 (Regest)






1435
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf sichert dem Juden Meyer zu Dormund, sowie seinen Angehörigen und seinem Gesinde, soweit sie in der Stadt Dortmund wohnen, für 10 Jahre seinen Schutz in der Weise zu, wie sie ihn seine Juden in der Grafschaft Mark aufgrund kaiserlicher Privilegien genießen ("as Wij dat van onsen gnedichsten Heren den Remschen Keiser tee Leen ontfangen ind des bebruyckt heben").
1435 "etcetera non plus habet" (Regest)






1435 März 4
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve, der seinem Amtmann zu Neustadt, Dietrich von Hetterscheid, für seine Amtsführung ("van Coste ind Opdrachte") noch 1.251 Oberländische Rheinische Gulden und dazu noch 50 Gulden als einen Anteil an dem Lösegeld für die Gefangenen, die er zu Neustadt gefangen hatte, schuldig ist, ernennt Hetterscheid dafür zum Amtmann zu Gennep. Er soll dieses Amt so verwalten, wie es Johann von Byland pflegte. Stirbt Dietrich vor Begleichung der Schuldsumme, soll seine Ehefrau "Lyffmoide" von Hetterscheid innerhalb eines Jahres eine Abschlagszahlung von 1.000 Oberländischen Rheinischen Gulden erhalten.
1435 "op den Satersdach des vierden Daiges der Maent Meerte" (Regest)






1437 Mai 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve hat von seinem Bruder, Gerhard von Kleve und von der Mark, sowie von dessen Amtleuten und Ratsfreunden aus Ritterschaft und Städten ("Syne Amptlude ind Vriende der Riterschap ind Stede des Lands van der Marke") die Versicherung erhalten, eine Schuldsumme von 4.000 Oberländischen Rheinischen Gulden zu bestimmten Terminen bezahlt zu bekommen. In ihrer Streitsache wegen der Rechte am Kirchspiel Dahl ("Dael" an der Volme) wollen sich Adolf und Gerhard zunächst an den Grafen Friedrich von Moers und Saarwerden als Vermittler wenden.
1437 "op den Sonnendach octava Penthecostes" (Regest)






1437 Juni 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve hat von Wennemar Heket ("Wennemair die Hecket"), Domkanoniker zu Münster, das Recht auf die Grut zu Essen gekauft, das diesem durch eine Urkunde des weiland Dietrich von Schwansbell ("Derix van Swansboile") verbrieft war. Dieses Recht fällt nun, nach Ableben von Schwansbells Witwe Katharina von Strünkede ("Strunckede"), die an der Grut ihre Leibzucht besaß, an den Herzog zurück. Andererseits haben mittlerweile die Essener Äbtissin, seine Nichte Elisabeth [Stecke gen.] von Beeck ("Elizabeth van Becke"), sowie Bürgermeister und Rat der Stadt Essen, die Pfandsumme von 800 Rheinischen Gulden von der Grut abgelöst. Sie sollen daher ihr Recht an der Grut innerhalb von drei Tagen dem Herzog, seinen Erben oder dem obersten Pförtner auf der Burg zu Kleve melden, der sie darin, auch bei Belangung mit dem heimlichen Gericht, schützen will. Sollte aber der Herzog die Hauptverschreibungsurkunde ("den Principaelbrief") auf die Grut, die jetzt beim Grafen von Dortmund liegt, der Äbtissin und der Stadt überliefern können, soll diese gegenwärtige Urkunde wirkungslos sein.
1437 "op den Guedendaighe na Sunte Johans Daige babtiste nativitatis" (Regest)






1437 September 17
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve schenkt seinem natürlichen Sohn Johann von Kleve Bastard gen. Blankenstein auf Lebenszeit den Hof "in den Elsen" im Gericht Nütterden mit dem Recht, darauf einen hölzernen Spieker ("holten Spyker") zu errichten.
1437 "op Sunte Lamberts Dach" (Regest)






1438
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve stiftet um des gemeinen Nutzens willen auf seine Lebzeiten die Geldsumme, die ihm die Juden zu Dortmund jährlich für ihre Schutzversicherung zahlen, für den Brückenbau zu Herdecke ("an die Brugge to Hercke toe tymmeren"). Die Juden sollen ihr Schutzgeld dafür also künftig an den Amtmann zu Wetter entrichten und von diesem quittieren lassen.
(Regest)






1438 Februar 3
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve, dass ihm sein Amtmann zu Wetter und Blankenstein, Cracht Stecke, am 15. September ("op den Sonnendach na onser lieven Frouwen Daige nativitas") 1437 vor seinen Räten ("vur Ons ende Onsen Vrienden van Rade") über seine Ausgaben und Einkünfte abgerechnet hat. Demnach bleibt Adolf dem Stecke 3.828 Mark 5 Schillinge 10 1/2 Denare schuldig.
1438 "op den Manendach na onser lieven Vrouwen Daighe purificatio" (Regest)






1438 Juni 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Goswin Stecke hat vom Erzbischof Dietrich von Köln das Vest Recklinghausen mit der Horneburg ("dat Veste van Rekelinchuysen myt der Harenborgh") für 8.000 Oberländische Rheinische Gulden gepfändet und amtsweise übertragen bekommen. Da ihm Herzog Adolf von Kleve die Hälfte dieser Summe geliehen hat, wird er nun mit diesem Gewinn und Verlust der Pfandschaft teilen. Stirbt Goswin vor der Pfandablösung, soll sein Neffe Johann von Alpen ("Alphem") an seine Stelle treten bzw. gegebenenfalls für diesen Elbert von Alpem. Über deren Bereitschaft dazu wird eine weitere Urkunde ("Willichbrieve") ausgestellt werden, die wie die Verpfändungsurkunde ("Pincipaelbrieff") von Bürgermeister, Schöffen und Rat der Stadt Wesel verwahrt werden wird.
Mitsgl.: Herzog Adolf von Kleve; Bürgermeister, Schöffen und Rat der Stadt Wesel
1438 "op Sunte Albanus Daige" (Regest)






1438 Juni 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve hat mit seinem Amtmann zu Wetter und Blankenstein, Cracht Stecke, und seinem Rentmeister zu Wetter und Blankenstein, Godert "Hertough", eine Vereinbarung über die Verwaltung der Rentei Wetter getroffen.
Dabei wurden u. a. die Zahlung der Bewirtschaftskosten von Schloss Wetter geregelt. Weiterhin sollen der Amtmann und der Rentmeister für die Erhebung des Landzolls zu Möllenkotten ("Lantoll to Molenkaten") einen Zöllner einsetzen, dessen Geldgewinn in einer Kiste in der Kirche zu Schwelm zu verwahren ist. Aus der Vogtei Essen wird Amtmann Stecke von dem dortigen Diener des Herzogs, Johann "Cogelken", die Hälfte der Einkünfte bezahlt bekommen. Er und der Rentmeister haben so bald wie möglich einen herzoglichen Untertanen als Wagenboten anzustellen, um Fuhren für den Herzog zu besorgen.
1438 "op Sunte Albaens Dach" (Regest)






1438 Juli 31
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve überlässt seinem Richter zu Schwelm, Heinrich Niehuis ("Nyenhuyss"), auf Lebenszeit das Hombergs-Gut zu Schwelm ("Hoemberghs Guet to Swelme") so, wie es einst Homberg ("Hambergh") besaß, für eine Pacht von 9 Malter jährlich.
1438 "op Sunte Peters Avent ad vincula" (Regest)






1438 September 17
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve gibt dazu seine Zustimmung, dass sein Bruder Gerhard von Kleve-Mark seinem Sekretär, dem Priester Peter ("Heren Peter, sijn Secretario, Pryster"), den Altar in der Kirche zu Neuenrade ("Nienraide") gegeben hat, der mit einer Rente von 100 Mark aus der Vogtei Bonn ausgestattet ist. Bürgermeister, Schöffen und Rat der Stadt Bonn haben ihm also diese Summe jährlich auszuzahlen.
1438 "ipso die beati Lamberti episcopi" (Regest)






1438 November 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve, der seinem natürlichen Sohn Johann von Kleve Bastard gen. Blankenstein auf Lebenszeit 50 Oberländische Rheinische Gulden aus dem Zoll zu Büderich und danach nochmals 50 solcher Gulden zur Mitgift für seine Frau Jutta von Appelteern ("Apeldoern") geschenkt hat, schenkt ihm nun für diese 100 Gulden den Hof zu Clarenbeck ("Clarenbeke") und den Hof zu Düffel ("Duyffel"), den Wilhelm Vastart gen. Ridder besaß.
1438 "feria secunda post Omnium Sanctorum" (Regest)






1439 Juli 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve, der mit Lubbert von Galen in Streit lag und ihn deswegen mit dem heimlichen Gericht verfolgte ("darumb Wij oen mit Onsen heymelicken Gericht ind anders angelanght"), hat sich durch Vermittler mit diesem insofern verglichen, als ihm Galen für entstandenen Schaden 225 Oberländische Rheinische Gulden zahlt und er dafür auf alle weiteren Ansprüche verzichtet.
Zeugen: die Räte ("Onse rade inde Vrunde") Goswin Stecke ("Steck"), Wessel von dem Loe ("vamme Loe"), Otto von Wylich ("Wylaken"), sowie [Rentmeister] Steven von dem Rijne"
1439 "des Vrijdeges post Kiliani" (Regest)






1439 Dezember 1
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve quittiert der Stadt Bonn den Empfang des jährlich am 30. November ("in festo beati Andree apostoli") fälligen Vogteigelds in Höhe von 100 Kölnischer Mark.
1439 "crastino beati Andree apostoli" (Regest)






1440 April 17
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godert von Fürstenberg ("Furstenbergh") hat von Dietmar von Altena eine alte Schuldverschreibung über 848 Rheinische Gulden 3 Schilling 4 Denare erhalten und dem Herzog Adolf von Kleve übergeben. Der Herzog gab ihm dafür eine neue Schuldverschreibung über 150 Rheinische Gulden an drei Zahlungsterminen. Gleichzeitig wurde die übergebene Urkunde kanzelliert, was Fürstenberg unter Verzicht auf alle daraus folgenden Ansprüche quittierte.
1440 "op dem Sonnendach Jubilate" (Regest)






1441
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve befiehlt seinen Untertanen in der Grafschaft Mark ("Onss Landz van der Marke"), dem Gerhard von Ossenbroich Bastard ("Gerit van Ossenbroick"), den er dort zu seinem Landrentmeister ernannt hat, gehorsam zu sein.
1441 "op den" [Rest fehlt] (Regest)






1441 April 27
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve hat Johann von dem Grimberg gen. Altenbockum ("van dem Grymberge geheiten Aldenboickem") als Amtmann zu Werden und Mülheim abgesetzt. Zuvor hat ihm Johann am 26. April ("op den Guedesdach na Sunt Georgiusdage") über seine Einnahmen und Ausgaben abgerechnet, wonach ihm der Herzog 1.414 Mark 10 1/2 Denare bzw. zusammen mit weiteren Beträgen 2.121 Rheinische Gulden 2 Kölnische Weißpfennige 7 1/2 Mörchen ("Moirken") schuldet. Der Herzog verschreibt ihm daher aus dem Zoll zu Orsoy auf den nächsten St. Martinstag 321 Rheinische Gulden 2 Weißpfennige und 7 1/2 Mörchen und auf die folgenden Martinstage je 300 Gulden, bis die Schuld getilgt ist. Dagegen hat ihm Johann seine Amtmannernennung und die Vollmacht zur Erhebung von 88 Rheinischen Gulden zurückgegeben.
1441 "op den Donredach na Sunte Marcus Dage Ewangelsten" (Regest)






1441 April 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve hat dem Dietrich von der Mark Bastard um seiner guten Dienste willen den Hof Meer in der Düffel geschenkt, danach aber mit dessen Einverständnis wieder abgenommen und für fromme Zwecke gestiftet ("in die Ere Gods gegeven"). Er verschreibt daher dem Dietrich auf Lebzeiten eine jährliche Rente von 25 Rheinländischen Gulden aus dem Zoll zu Büderich. Nach Dietrichs Tod ist diese Urkunde zu kanzellieren ("ind as Derick vurscreven van Doitz wegen affgeghaen is, so sall dese Brieff oick doit ind cancelliert wesen").
1441 "op den Sonnendach Misericordia Domini" (Regest)






1441 Oktober 1
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve verschreibt dem Dietrich "Leenhoff" für seine Auslagen an Bewirtungskosten und um seiner guten Dienste willen auf Lebenszeit eine jährliche Rente von 10 Rheinischen Gulden von der Rentei Wetter, die ihm der dortige Rentmeister, Gerhard von Ossenbroich, und seine Nachfolger auszahlen sollen.
1441 "op Sent Remigius Dach" (Regest)






1441 Oktober 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Zwischen Herzog Adolf von Kleve und Engelbert von der Mark Bastard war vor einiger Zeit vereinbart worden, dass er die beiden Häuser des Herzogs in Köln, den Klevischen Hof und den Hof zum Spiegel, übernimmt. Dafür musste er den Jahreszins vom Klevischen Hof an die Jungfrauen von St. Agatha zu Köln zahlen; vom Hof zum Spiegel den dritten Teil von Trauben und Weinwuchs an den Herzog. Diese auf sechs Jahre berechnete Übereinkunft ist nun abgelaufen.
Der Herzog und Engelbert haben jetzt aufs neue vereinbart, dass dieser weiterhin bzw. bis auf Widerruf den Klevischen Hof zu Köln verwahren und dafür den Zins wie vordem bezahlen soll. Ebenso soll er dort das Bettzeug des Herzogs, der Herzogin und ihres Gefolges in Ordnung halten.
Weiterhin haben sie vereinbart, dass Engelbert sechs Jahre lang das Weingut des Hofes zum Spiegel und das dazugehörige Haus des Winzers nutzen darf, wofür der dem Herzog ein Drittel der Trauben und des Weingewächses abzuliefern hat.
"op Sunt Victoirs Dach" 1441 (Regest)






1441 Oktober 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve schließt einen Freundschaftsvertrag mit der Stadt Soest, wie ihn schon seine Vorfahren gehabt hatten; sichert ihr also seinen Geleit- und anderen Schutz in seinen Landen zu. Der Vertrag soll vier Jahre währen, an die ein Jahr Kündigungsfrist anschließt.
1441 "des neisten Dynsdages na Sunte Severijns Dage des heilgen Bisschops" (Regest)






1442 April 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve hat mit dem Herzog von Berg einen Frieden vereinbart, der zwei Jahre dauern soll, und darüber zwei gleichlautende Urkunden ausgestellt.
1442 "op den Manendach na den Sonnendage Cantate"
(Regest)






1442 August 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dem Herzog Adolf von Kleve ist vorgetragen worden, dass bei einer einst zu Wetter vorgenommenen Bestandsaufnahme der zu seiner Freigrafschaft Volmarstein gehörigen Freien festgestellt worden ist, dass dazu auch Heinrich "Berschuys" und seine Familie gehören. Da dieser dann aber aus seiner Hoheit geriet ("uit Onser Gehoichnisse komen was"), stellt der Herzog diese Zugehörigkeit erneut fest, sodass sie "Besrchuys" gegebenenfalls beweisen kann.
1442 "op den Dynsdach na Onser liever Vrouwen Dage Assumptionis" (Regest)






1442 August 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herzog Adolf von Kleve bestätigt dem Hunold von Hanxleden ("Hanxlede") auf Lebenszeit eine jährliche Rente von fünf Mark Kupfermünzen ("Koppeken") aus den Renten zu Fredeburg ("Vredeburg") verschrieben zu haben, wie es aus einer Urkunde hervorgeht, die Hunolt über das Haus Fredeburg erhalten hat, und die sein Sohn Johann von Hanxleden dem Herzog vorwies. Diese Einkünfte sollen durch den Rentmeister zu Fredeburg, Dietrich von dem "Hueve" (Huene" ?) und seine Nachfolge ausgezahlt werden.
1442 "op den Dynsdach na Onser lieven Vrouwen Dage Assumptionis" (Regest)





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