Historisches Archiv der Stadt Köln
3 Nachlässe und Sammlungen
3.2 Nachlässe, Partei-, Vereins-, Familienarchive
3.2.18 Buchstabe R
Raitz von Frentz (Familie)
Best. 1037 Raitz von Frentz (Familie)

Gesamtanzahl der Verzeichnungseinheiten:  997

Verzeichnungseinheiten:  1-100 101-200 201-300 301-400 401-500 501-600 601-700 


1600 Juni 4



Beschreibung : KölnJunker Adolf v. Stommel zu (Neuwenhoff), der binnen kurzem in ferne Lande zu reisen gedenkt, errichtet angesichts der gefährlichen Wege und Zeiten und damit nach seinem Tode kein Streit um seine Güter in Köln und außerhalb entstehe, sein Testament vor Andreas Bruck und Johann Westenberg, Schöffen des Weltlichen Hohen Gerichts zu Köln, vor dem ausfertigenden Notar und den am Ende benannten Zeugen. Er widerruft alle früheren Vermächtnisse, insbesondere seine Disposition vom 15. April 1595 (Nr. 2004) , bestätigt hingegen ausdrücklich die Übereignung an seine Mutter Johanna Raitz (Rhatz) v. Frentz, nämlich der Erbschaft auf dem Krummen Büchel, die er am Schrein Petri verfügte, und der Güter zu Pulheim (Polhem), Geyen und Auweiler (Oet-), die er im laufenden Jahre am 19. April am Gericht Pulheim und am 4. Mai zu Auweiler tätigte. Nach seinem Tode sollen dem Erzbischof zu Köln und zum Bau des Doms je eine Turnose (Tornisch) oder fünf Albus gezahlt werden. Sein gesamtes Hab und Gut, wie er es von seinem verstorbenen Vater erbte oder sonstwie erhielt, soll an seine Mutter fallen. Stirbt diese allerdings vor ihm, ohne Leibeserben zu hinterlassen, so sollen Winand Raitz v. Frentz zu Schlenderhan (- hall) und Kaspar v. Elverfeldt zur Isenburg, sein Oheim und Neffe, bzw. deren Erben sein Hab und Gut erhalten. Er behält sich vor, dieses Testament zu ändern oder zu widerrufen, und bittet den ausstellenden Notar, eine Ausfertigung im Schrein zu hinterlegen.Im Beisein des Heinrich Brandt und des Wilhelm v. Büren (Buiren) als hinzugebetenen Zeugen hängen die genannten beiden Schöffen ihre Siegel an, und der Testator unterschreibt.Instrument des Georg Barndt aus Zutphen, durch kaiserliche Macht öffentlichen, am Reichskammergericht, am Fürstl. Jülichen Hof und beim Rat der Stadt Köln immatrikulierten Notars. Gegeben in der vor St. Laurenz auf dem Sallmenacken gelegenen Wohnung des Notars, den vierten Monatz Juny.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 1
U 5/1
Bemerkung : weitere Ausf. und Abschr. vorhanden: U 5/2: Ausf. Perg. in Kasten 8U 5/3: Abschr. (Gleichzeitig), Pap., beglaubigt durch Unterschrift des o.g. Notars Georg Brandt aus Zutphen in Kasten 1



1600 Juni 4



Beschreibung : KölnJunker Adolf v. Stommel zu (Neuwenhoff), der binnen kurzem in ferne Lande zu reisen gedenkt, errichtet angesichts der gefährlichen Wege und Zeiten und damit nach seinem Tode kein Streit um seine Güter in Köln und außerhalb entstehe, sein Testament vor Andreas Bruck und Johann Westenberg, Schöffen des Weltlichen Hohen Gerichts zu Köln, vor dem ausfertigenden Notar und den am Ende benannten Zeugen. Er widerruft alle früheren Vermächtnisse, insbesondere seine Disposition vom 15. April 1595 (Nr. 2004) , bestätigt hingegen ausdrücklich die Übereignung an seine Mutter Johanna Raitz (Rhatz) v. Frentz, nämlich der Erbschaft auf dem Krummen Büchel, die er am Schrein Petri verfügte, und der Güter zu Pulheim (Polhem), Geyen und Auweiler (Oet-), die er im laufenden Jahre am 19. April am Gericht Pulheim und am 4. Mai zu Auweiler tätigte. Nach seinem Tode sollen dem Erzbischof zu Köln und zum Bau des Doms je eine Turnose (Tornisch) oder fünf Albus gezahlt werden. Sein gesamtes Hab und Gut, wie er es von seinem verstorbenen Vater erbte oder sonstwie erhielt, soll an seine Mutter fallen. Stirbt diese allerdings vor ihm, ohne Leibeserben zu hinterlassen, so sollen Winand Raitz v. Frentz zu Schlenderhan (- hall) und Kaspar v. Elverfeldt zur Isenburg, sein Oheim und Neffe, bzw. deren Erben sein Hab und Gut erhalten. Er behält sich vor, dieses Testament zu ändern oder zu widerrufen, und bittet den ausstellenden Notar, eine Ausfertigung im Schrein zu hinterlegen.Im Beisein des Heinrich Brandt und des Wilhelm v. Büren (Buiren) als hinzugebetenen Zeugen hängen die genannten beiden Schöffen ihre Siegel an, und der Testator unterschreibt.Instrument des Georg Barndt aus Zutphen, durch kaiserliche Macht öffentlichen, am Reichskammergericht, am Fürstl. Jülichen Hof und beim Rat der Stadt Köln immatrikulierten Notars. Gegeben in der vor St. Laurenz auf dem Sallmenacken gelegenen Wohnung des Notars, den vierten Monatz Juny.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 3) Kasten 1
U 5/3
Bemerkung : weitere Ausf.: U 5/2: Ausf. Perg. in Kasten 8U 5/1: Ausf., Perg. in Kasten 1- Das erste Siegel (Bruck) zeigt im Schild einen Herzschild, an dessen vier Ecken je zwei sichelförmig gegeneinandergebogene Linien ansetzen, und im Herzschild einen sechsstrahligen Stern; die Helmzier wiederholt den Herzschild; das kleinere Rücksiegel ist gleichartig, jedoch ohne Helmzier. - Das zweite Siegel (Westenbèrg) hat einen geteilten Schild mit oben drei Ringen nebeneinander und unten einem Sparren, der links, unten und rechts von je einem Zweig mit einer Blüte und zwei Blättern begleitet ist; die Helmzier zeigt eine stehende Figur; das Rücksiegel hat in einem Schild eine Hausmarke. Der Notar führt in der Basis seines Signets das Motto: Solus Deus Justus.



1602 Januar 26



Beschreibung : Köln, auf dem Krummen BüchelVor Kaspar Andreae von Sittard und Georg Volkwin, Schöffen des Hohen Weltlichen Gerichts zu Köln, dem ausfertigenden Notar Bernhard Wintzler und den am Ende benannten Zeugen errichtet die zwar körperlich etwas schwache, geistig aber völlig gesunde Johanna Raitz v. Frentz, Witwe des edlen und ehrenfesten Wilhelm v. Stommel, in ihrer Wohnung auf dem Krum-men Büchel in Köln ihr Testament. Da ihr Sohn Adolf v. Stommel vor kurzem gestorben ist und sie keine Leibeserben mehr hat, widerruft sie alle früheren Dispositionen und ihr Eheberedung, soweit das folgende Testament festgelegt. Zu ihren Erben bestimmt sie [1] den edlen Winand Raitz v. Frentz und dessen Kinder von seiner Ehefrau Maria v. Ilem ( Ilum), ferner [2] die Kinder Johann, Rudolf, Adolf und Katharina aus der Ehe des verstorbenen kurkölnischen Marschalls, Rats und Amtmanns zu Bonn Arnold v. Frentz mit Petronella v. Baren (Bahren), weiterhin [3 u. 4] die Herren Ebertin und Johann Raitz v. Frentz, Domherren der Stifte Lüttich bzw. Speyer, auch [5] Wilhelm Raitz v. Frentz, sofern dieser mit Rat der nächsten Verwandten heiratet oder sich in den geistlichen Stand begibt oder auch sonst ledig bleibt, sodann [6] Margarete Raitz v. Frentz, Ehefrau des edlen Wilhelm Spies v. Büllesheim zu Frechen, und deren eheliche Kinder, letztlich noch [7] den edlen Kaspar v. Elverfeldt und dessen Kinder aus der Ehe mit Elisabeth v. Hall. Dabei soll nicht nach der Zahl der Erben, sondern gleichmäßig in die sieben aufgeführten Stämme geteilt werden und der ausgeschlossen sein, der nicht adelig heiratet. Stirbt von den Kindern, Enkeln oder fernerer Deszendenten ein Erbberechtigter kinderlos, fällt dessen Erbteil zurück an den nächsten der sieben Erbstämme. Die beiden geistlichen Brüder Ebertin und Johann Raitz v. Frentz erhalten ausnahmsweise das Recht, über 1000 Reichst. ihrer Quote nach belieben zu verfügen. Die hinterlassenen Immobilien sollen während der nächsten 25 Jahre nach ihrem Tode weder verteilt, verkauft, belastet noch vertauscht werden. Wenn dann ein Erbberechtigter solches wünscht, sind statt Fremder die eingesetzten Erben oder deren Nachkommen zu berücksichtigen, damit der Name v. Stommel in Erinnerung bleibt. Die Erbmasse ist durch einen Einnehmer gegen jährliche Rechnung zu verwalten und der Ertrag zu teilen. Alle Briefe, Siegel. Register und Rollen sind in eine Kiste zu legen, die bei genanntem Herrn Ebertin deponiert und vom ältesten Bruder Winand und von Herrn Johann Raitz v. Frentz verschlossen werden soll. Die Hausarmen erhalten 800 Reichst., und zwar je zur Hälfte aus Mitteln ihres verstorbenen Ehemanns und eigenen Mitteln. Wer dem Testament widerspricht, wird vom Erbrecht ausgeschlossen. Die Ausstellerin behält sich vor, über ihr Sterbehaus und andere unbewegliche wie bewegliche Güter auch fernerhin noch zu disponieren.Die genannten Schöffen hängen im Beisein der Zeugen Reinhard von dem Hove und Ludolf von Breidtbach ihre Siegel an.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 1
U 14/1
Bemerkung : Abschr. in Kasten 11



1629 September 29



Beschreibung : Die Vettern Wilhelm Raitz v. Frentz, Herr zu Fliesteden ( Flei-), und Arnold Raitz v. Frentz z Schlenderhan, pfalz-neuburgischer Hofmeister und Amtmann zu Bergheim, erklären, jeder von ihnen habe bisher neun Morgen Busch in Besitz gehabt, die jeweils an die ihnen gemeinsam gehörigen sogenannten Vierzig Morgen angrenzen. Wilhelms neun Morgen waren zudem begrenzt vom Brauweiler und Zopshover Busch, den neun Morgen seines genannten Vetters und den Troisdorfern (Troßtorper) neun Morgen, Arnolds Busch ebenfalls vom Brauweiler und Zopshover Busch sowie vom Busch der Klarissen. Da eine gemeinsame Nutzung der besagten vierzig Morgen, die in Wirklichkeit nur etwa 36 Morgen ausmachen, sich als beschwerlich erwies, hatten sie sich entschlossen, alle drei Grundstücke zusammenzulegen und durch einen vereidigten Landmesser teilen zu lassen. Dementsprechend sind gestern durch Gilles Gilles, den vereidigten Landmesser des Amtes Bergheim im Fürstentum Jülich und des Amtes Hülchrath im Erzstift Köln, jedem von ihnen 27 ¿ Morgen und 17 Ruten zugemessen und zwei Grenzsteine gesetzt worden im Beisein des Pastors zu Busdorf Adam v. Drove ( Droiff) und des Johannes Schutz als den Bevollmächtigten beider Seiten wie auch der Förster Christian und Johann Außemer ( Außheimer) als Zeugen. Weil der nunmehr Schlenderhansche Teil besseren Boden hat und von mehr Eichen bestanden wird, sind dem Herrn zu Fliesteden als Ausgleich 130 Reichstl. zugestanden worden, deren Erhalt er hiermit seinem Vetter quittiert.Vom Vertrag werden zwei Ausfertigungen geschrieben und beide von den Ausstellern Wilhelm und Arnold Raitz v. Frentz sowie von deren Ehefrauen Heinrich [!] geb. Schall v. Bell bzw. Elisabeth geb. v. Wambach unterzeichnet und besiegelt. Außerdem unterschreiben Adolf Sigismund v. Frentz zu Kendenich und der genannte Pastor.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 1
U 136



1631 Juni 26



Beschreibung : DüsseldorfDie Gebrüder Winand Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, jülichscher Rat und Amtmann zu Bergheim, und Arnold Raitz v. Frentz zu Giesendorf (Geisendorf), kurkölnischer Rat, Marschall und Amtmann zu Bonn, hatten nach Tod ihrer Eltern Johann R. v. F. zu Schlenderhan und Margarete v. Siegenhoven genannt Astel zu Muchhausen (Mag-) vor vielen Jahren eine provisorische Teilung der ererbten adeligen Häuser, Güter und Rechte vereinbart und den Besitz bis zu ihrem Tode innegehabt. Winand hinterließ von seiner Ehefrau Maria v. Ilem zu Medekoven ( Meiting-) als einziger Sohn Arnold R.v.F. zu Schlenderhan, jülichschen Kämmerer, Hofmeister, Kriegskommissar und Amtmann zu Bergheim, Arnold R.v.F. zu Diesendorf von, die Söhne Johann R.v.F., Deutschordens-Ritter und Komtur zu Gruitrode ( Greutradt), Rudolf R.v.F. zu Gustorf und Adolf R.v.F. zu Martfeld (Mardtfeldt), pfalzneuburgischen Rat, Kämmerer und Drosten zu Hörde. Diese Erben haben nunmehr statt der erblich erhalten bzw. behalten den freien adeligen Sitz Schlenderhan im Fürstentum Jülich, Amt Bergheim, mit allem Zubehör und Recht sowie ein Viertel der Ländereien und Zehnten des freien adeligen Sitzes zu Muchhausen, teils im Erzstift Köln, teils im Fürstentum Jülich, in den Ämtern Hülchrath und Grevenbroich gelegen, wovon die v. Galen neben dem adeligen Sitz und Haus die Hälfte innehaben, sodann den halben freien adeligen Hof zu Oberkassel im Erzstift Köln und Amt Linn mit allem Zubehör und Recht sowie die Hälfte der zu Aldekerk (Alter Kirchen) fälligen Renten, Zins- und Gewinnsgüter, wie diese von der Großmutter stammen und zur anderen Hälfte Besitz der v. Galen sind. Die Gebrüder Johann, Rudolf und Adolf R. v. F. sollen erblich besitzen den adeligen Sitz Giesendorf im Erzstift Köln, Amt Brühl mit allem Zubehör und Recht, ein Viertel der Ländereien und Zehnten des freien adeligen Sitzes zu Muchhausen, die andere Hälfte des Hofes zu Oberkassel und die Hälfte der in Neuß gelegenen Hausstatt, von der die v. Galen die andere Hälfte haben. Vereinbart wird ferner, daß beide Parteien erblich behalten sollen, was ihnen durch Tod des Adolf v. Stommel zufiel, und das die Forderung wegfällt, die eine Partei gegen die andere erhob wegen der durch den verstorbenen Hermann v. Stommel beim Hause Hemmersbach aufgenommenen Gelder. Die Parteien haben sich gegenseitig durch Handschlag verpflichtet, auf alle Güter und Rechte der anderen Seite wie auf alle denkbaren Einreden zu verzichten. Der Vertrag soll vierfach ausgefertigt und von allen vier Berechtigten unterschrieben und besiegelt werden, ferner auch von ihrem Oheim Johann R. v. F., Domherrn zu Münster und Lütich, Probst zu St. Martin in Lüttich und zu Kaiserswerth, jülich-bergischem Rat und Kanzler.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 1
U 149/1
Bemerkung : Entwurf (mehrfach korrigiert), Pap. in Kasten 15



1632 Juli 30



Beschreibung : Johann Koch, Dinger und Rentmeister des Amtes Löwenberg ( Lewenbergh), Hermann Pickart, Peter Kehren und Rorich Müller, Schöffen des Landgerichts Sieglar, bekunden, vor ihrem Gericht sei erschienen der kaiseliche Notar und Bürger zu Köln Johann Christoph Rösch und habe erklärt namens der Gebrüder Adolf Wilhelm und Hans Georg v. Katterbach und mit Zustimmung der Eheleute Gerhard v. Loe zum Stade (Lohe vom Statt) und Gertrud v. Katterbach wie auch der Jungfrau Sibylle v. Katterbach, daß die Genannten an Frau Judith v. Nechtersheim genannt Krümmel geborene Scheidt von Weschpfennig (Schaidt v. Weschpfenning) für 2000 kölnische Taler den Pohlhof (Polhoff) zu Eschmar im Kirchspiel Sieglar verkauft haben, wie dieser Hof im Besitz ihrer Eltern war und davor im Besitz der v. Zweifel zu Wissen als ein freiadeliges, rittermäßiges und allodiales Gut, frei von allen Belastungen durch Lehnspflicht, Kurmud, Erbschatz, Dienst und dergleichen. Mitverkauft wurde ein nunmehr zum Pohlhof gehöriger Busch, genannt die Gösecke, mit einem Wein- und Baumgarten, wie diese Grundstücke von den verstorbenen Eltern, nämlich durch den bergischen Hauptmann Friedrich v. Katterbach und dessen Ehefrau Elisabeth v. Bellinghausen (Bellinck.), erworben worden waren. Durch Vorlage einer schriftlichen Vollmacht hat der genannte Notar nachgewiesen, zu der Erklärung ermächtigt zu sein, daß die Verkäufer die Kaufsumme in voller Höhe erhalten haben, die besagten Objekte auflassen und erblich auf sie verzichten sowie zur Währschaftsleistung jederzeit bereit sind. Dementsprechend haben die Aussteller Auflassung und Verzicht entgegengenommen und die urkundliche Bestätigung gegen Empfang der Gebühr bewilligt. Die Güterübertragung ist gleichzeitig angenommen worden vom Bevollmächtigten der Käuferin, dem ehrenhaften Jonas Otto von Gottingen. Dieser hat sodann die folgende durch die Witwe Krümmel und den Notar Andreas Schoß unterschriebene Vollmacht vorgelegt d.d. 1632 Juli 22 - Köln: Judith vom Scheidt genannt Weschpfennig, Witwe v. Nechtersheim genannt Krümmel zu Weyer, erklärt, den durch sie von den Gebrüdern Johann Wilhelm und Hans Georg v. Latterbach angekauften Pohlhof zu Eschmar mit allem Zubehör erblich ihrer Tochter Margarete v. Katterbach zu Gaul (zur Gaull) zediert zu haben. Indem sie diese Übertragung bestätigt, gibt sie ihrem Diener Jonas Otto von Gottingen Vollmacht, die Beurkundung der Übereignung durch das Gericht Sieglar zu veran-lassen. Gegeben in ihrer Wohnung am St. Kunibertskloster zu Köln im Beisein der Kölner Bürger Johann Böyßgen und Gerhard Schutz. Instrument des öffentliche und beim Reichskammmer-gericht zu Speyer approbierten Notars Andreas Schos.Zum Zeugnis, daß die vorgenannten Gerichtshandlungen vor offenem Gericht vollzogen wurden, hängen Dinger bzw. Rentmeister sein eigenes und die Schöffen ihr Amtssiegel an. Ausgefertigt durch den Gerichtsschreiber Johannes Goch den dreißigsten Tagh Monats July
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 1
U 158/1
Bemerkung : Ausf. Perg. in Kasten 14



1642 Oktober 31



Beschreibung : MainzJohann Berhard Horneck von Weinheim verkauft dem Johann v. Werth, Freiherren zu Badenstein, kaiserlichem bzw. des Kurfürsten in Bayern Kämmerer, Kriegsrat, Generalfeldmarschall-Leutnant und Obrist zu Pferd wie zu Fuß, erblich sein freiadeliges Haus zu Hattenheim im Rheingau ( Ringgauw) mit allen zugehörigen in der Hattenheimer Mark gelegenen Weingärten, Auen, Gütern, Einkünften und Rechten, wie er all dies von seinem verstorbenen Vater ererbt hat, und zwar für 2500 Reichstaler, gerechnet zu je anderthalb Gulden und den Gulden zu je 15 Batzen oder 60 Kreuzer. Der Aussteller quittiert den Erhalt der Kaufsumme, verzichtet in aller Form auf die veräußerten Objekte, gelobt, alle auf diese bezüglichen Dokumente alsbald auszuhändigen und stellt zu Unterpfand sein Hab und Gut, insbesondere sein feiadeliges Gut zu Kiedrich ( Kidderich).Er unterschreibt, läßt mit seinem Petschaft besiegeln und erbittet Unterschrift wie Mitbesiegelung durch Wolf Adolf v. Karben, Hauptmann der Rheinischen Wetterauer Ritterschaft und Burggrafen der reichsfreien Burg und Stadt Friedberg. Maintz, denn letzten Tag Monaths Octobris
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 1
U 234



1652 Februar 12



Beschreibung : KleveFriedrich Wilhelm, Markgraf zu Brandenburg, des Hl. Römischen Reiches Erbkämmerer und Kurfürst, zu Magdeburg, in Preußen, zu Kleve, Jülich, Berg, Stettin, Pommern, der Kassuben und Wenden, auch zu Krossen und Jägerndorf Herzog, Burggraf zu Nürnberg, Fürst zu Halberstadt und Minden, Graf zu der Mark und zu Ravernsberg, Herr zu Ravenstein, bestätigt auf Bitten des Kaspar Christoph v. Neuhof genannt Ley, daß sein verstorbener Vater Leys verstorbenem Vater, dem klevischen und märkischen Geheimen Rat Friedrich v. Neuhoff gen. Ley, am 3. August 1621 dessen Gut Listringhausen mit den zugehörigen Kotten und den Hof Neuhaus befreit hatte von der jährlichen Abgabe von anderthalb Maltern Hafer und anderhalb Gulden, die wegen Erbpacht, Holzfuhren und Diensten, wie solche gemeinen Schatz- und Dienstgüter auferlegt sind bzw. auferlegt werden können, und daß er gleichzeitig Leys Gut Listringhausen die adelige Freiheit verliehen hatte. Der Aussteller erklärt, daß die besagte Befreiung für alle Zeiten gewährt ist und das Gut Listringhausen nebst Zubehör als priviligierter Rittersitz Fischerei- , Jagd- und alle bei adeligen Gütern übliche Rechte besitzt. All dies gilt jedoch nur unter folgenden Bedingungen: Da der Landschaft an gewöhnlichen Kontributionen und Landsteuern nichts abgehen soll, hat genannter Ley das, was bisher auf Listringhausen veranschlagt war auf sein Gut (Harckenstul) zu legen. Das Fischerei- und Jagdrecht für Listringhausen bleibt auf den von altersher geltenden Umfang beschränkt; insbesondere soll, wie mit genanntem Friedrich v. Neuhoff gen. Ley vereinbart, dem v. Karthausen an seinen entsprechenden Rechten nichts abgehen.Der Aussteller unterschreibt und läßt sein Siegel anhängen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 1
U 301/1
Bemerkung : Auszug (um 1765), Pap. in Kasten 22, Akte 1



1655 Februar 11



Beschreibung : KleveFriedrich Wilhelm, Markgraf zu Brandenburg, des Hl. Römischen Reiches Erbkämmerer und Kürfürst, zu Magdeburg, in Preußen, zu Kleve, Jülich und Berg, Stettin und Pommern, der Kassuben und Wenden, auch in Schlesien zu Crossen und Jägerndorf Herzog, Burggraf zu Nürnberg, Fürst zu Halberstadt und Minden, Graf zu der Mark und zu Ravensberg, Herr zu Ravenstein, belehnt nach Tod seines von seinem verstorbenen Vater a, 4. April 1633 belehnten Rates und Waldgrafen zu Monreberg Friedrich v. Neuhoff genannt Ley nun dessen Sohn Engelbert v. Neuhoff gen. Ley bzw. den von diesem bevollmächtigten Laurenz Pulckman mit Haus und Hof Lieberhausen (Libber-) in der Veste Gummersbach (Gom-), wie das Lehen dem Engelbert in der Erbteilung zugefallen ist. Die Belehnung erfolgt im Beisein der unterzeichnenden Räte Wirich v. Bernsau, Jakob v. Spaen und Johann v. Diest sowie der beiden Lehnsleute Arnold Adrian v. Bylandt zu Halt, Obristen und Drosten zu Kranenburg und in der Düffel ( Duiffelt), und Dr. jur. Johann Steinberg. Der Aussteller läßt sein Siegel anhängen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 1
U 328/1
Bemerkung : Zwei Abschr. (von 1778), Pap. in Kasten 65, Akte 11



1683 Oktober 14



Beschreibung : KleveFreidrich Wilhelm, Markgraf zu Brandenburg, des Hl. Römischen Reiches Erzkämmerer und Kurfürst, in Preußen, zu Magdeburg, Jülich, Kleve, Berg, Stettin und Pommern, der Kassuben und Wenden, auch in schlesien zu Crossen und Jägerndorf Herzog, Burggraf zu Nürnberg, Fürst zu Halberstadt, Minden und Cammin, Graf zu der Mark und zu Ravensberg, Herr zu Ravenstein und der Lande Lauenburg und Bütow, belehnt als Herzog zu Kleve und Graf zu der Mark nach Tod des von ihm selbst am 11. Febr. 1655 belehnten Engelbert Neuhof genannt Ley dessen Sohn Friedrich Kaspar v. Neuhof gen. Ley bzw. den von diesem bevollmächtigten Gottfried zum Berge mit Haus und Hof Lieberhausen ( Libber-) in der Veste Gummersbach ( Gom-), und zwar im Beisein seiner Geheimen Regierungsräte J.H. v. Diepenbroich (- bruch) und Adolf Wüsthaus (Wuesthauß), die beide unterschreiben, sowie der beiden Lehnsleute Konrad von der Recke und Vizekanzler Johann de Beyer.Der Aussteller läßt sein Siegel anhängen. Cleve, am vierzehndten tag monats OctobrisRückverm.: Nach Inhaltsangabe der Belehnungsurkunde vermerkt Friedrich Kaspar v. Neuhoff gen. Ley, Obrist und Kommandant der ostfriesischen Sauvegarde, daß er durch Kaiser Leopold I. in den Reichsfreiherrnstand mit dem Prädikat Wohlgeborenerhoben worden sei (Undatiert, Ende des 17. Jh.)
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 1
U 624/1
Bemerkung : Zwei Abschr. (von 1778), Pap. in Kasten 65, Akte 11



1694 Juni 30



Beschreibung : BensbergVor Johann Jakob Reinfeld, pfalz-neuburgischem Oberschultheiß des Amtes Porz, und den sämtlichen Schöffen des Obergerichts Bensberg, nämlich Thiel Eschbach, Servaß Gronewaldt, Jakob von Siegen, Johan Kissel, Peter Breidbach und Gerhard Gierath, verkaufen Georg Adolf Frh. v. Nagel, Herr zu Herl, pfalz-neuburgischer Obrist über ein Regiment zu Pferd und Amtmann des Amtes Porz, und seine Ehefrau Johanna Katharina geb. von der Recke mit dem Recht jederzeitigen Rückkaufs an den Lizentiaten der Rechte Christopher Ostmann, Schöffen des Hohen Weltlichen Gerichts zu Köln, und dessen Ehefrau Anna Maria Hertmanni eine Jahrrente von 60 Reichstalern zu je 80 kölnischen Albus. Die Verkäufer quittieren den Erhalt der Kaufsumme von 1.200 Rtl. gleichen Wertes und stellen zu Unterpfand ihre lastenfreie Ölmühle bei ihrem freiadeligen Haus Herl mit Garten, Baumgarten und Wiese. Oberschultheiß und Schöffen bestätigen, daß besagte Mühle allodial, freiadelig und unbelastet ist und ihr Wert die Kaufsumme übersteigt.Die Eheleute v. Nagel unterschreiben und hängen ihre Siegel an, und auf ihre Bitten siegeln mit ihnen der Oberschultheiß sowie die Schöffen, letztere mit ihrem Amtssiegel. Außerdem unterschreibt der ausfertigende Gerichtsschreiber am Obergericht Bensberg W. Peltzer.Rückverm.: Unter mehreren undatierten Vermerken (auch einem auf der Vorderseite) die Angabe, daß die Obligation am 28. Sept. 1726 eingelöst wurde.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 1
U 694/1
Bemerkung : Ausf. Perg. in Kasten 1



1694 Juni 30



Beschreibung : BensbergVor Johann Jakob Reinfeld, pfalz-neuburgischem Oberschultheiß des Amtes Porz, und den sämtlichen Schöffen des Obergerichts Bensberg, nämlich Thiel Eschbach, Servaß Gronewaldt, Jakob von Siegen, Johan Kissel, Peter Breidbach und Gerhard Gierath, verkaufen Georg Adolf Frh. v. Nagel, Herr zu Herl, pfalz-neuburgischer Obrist über ein Regiment zu Pferd und Amtmann des Amtes Porz, und seine Ehefrau Johanna Katharina geb. von der Recke mit dem Recht jederzeitigen Rückkaufs an den Lizentiaten der Rechte Christopher Ostmann, Schöffen des Hohen Weltlichen Gerichts zu Köln, und dessen Ehefrau Anna Maria Hertmanni eine Jahrrente von 60 Reichstalern zu je 80 kölnischen Albus. Die Verkäufer quittieren den Erhalt der Kaufsumme von 1.200 Rtl. gleichen Wertes und stellen zu Unterpfand ihre lastenfreie Ölmühle bei ihrem freiadeligen Haus Herl mit Garten, Baumgarten und Wiese. Oberschultheiß und Schöffen bestätigen, daß besagte Mühle allodial, freiadelig und unbelastet ist und ihr Wert die Kaufsumme übersteigt.Die Eheleute v. Nagel unterschreiben und hängen ihre Siegel an, und auf ihre Bitten siegeln mit ihnen der Oberschultheiß sowie die Schöffen, letztere mit ihrem Amtssiegel. Außerdem unterschreibt der ausfertigende Gerichtsschreiber am Obergericht Bensberg W. Peltzer.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 1
U 694/2
Bemerkung : Ausf., Perg. in Kasten 1



1709 Juli 17



Beschreibung : Düsseldorf Johann Wilhelm, Pfalzgraf bei Rhein, des Hl. Römischen Reiches Erbtrucheß und Kurfürst, in Bayern, zu Jülich, Kleve und Berg Herzog, Fürst zu Mörs, Graf zu Veldenz, Sponheim, der Mark und Ravensberg, Herr zu Ravenstein, bekundet: Sein verstorbener Vorgänger Herzog Wilhelm v. Jülich hatte am 17. Dezember 1568 Wilhelm v. Etzbach zum Auel (Awell ) für seine einzige Tochter von der verstorbenen Johanna Stael zu Langfort (Lanckquit ) mit der Burg und Wohnung zu Fliesteden (Fley -) belehnt. Nach Etzbachs Tod hatten dann die Vormünder des minderjährigen Johann v. Ulfft zu Langfort, sodann Bernhard v. Aldenbrück (Allenbruig ) für sich und seine Ehefrau Gisela v. Etzbach, ferner Robert von der Hoven für sich und seine minderjährigen Kinder von Elisabeth v. Etzbach, letztlich auch Franz Droste zu Beck und dessen Sohn Engelbert Droste um Belehnung nachgesucht, und am 8. März 1591 war besagter Engelbert dann für die Vorgenannten von Herzog Wilhelm belehnt worden. Diese Belehnten sind nachfolgend mehrfach vergeblich um Einlieferung ihrer Lehnsrevers angemahnt worden; sie haben keinen Lehnsdienst geleistet und bei den sich ergebenden Fällen nicht um Neubelehnung nachgesucht, vielmehr das Lehen entfremdet und sich sogar unter kurkölnischen Schutz begeben. Damit ist die Berechtigung gegeben, das Lehen zu kassieren. Weil aber die jetzigen Besitzer angezeigt haben, daß sie die Burg ohne Kenntnis der Lehnsabhängigkeit gekauft hatten und in der Annahme der Allodialität zwanzig und mehr Jahre besitzen, belehnt der Aussteller sie nun auf ihr Ersuchen aus Gnade, nämlich Degenhard Heinrich v. Grass für sich und seine Schwester Maria Odilia, und zwar im Beisein seiner Geheimen Räte und jülich-bergischen Hofgerichtskommissare, der beiden Lizentiaten der Rechte Johann Pilgram Janzen und Johann Berthold Hagens. Der Aussteller läßt sein Siegel anhängen, und auf seinen Befehl unterschreibt W. Frh. v. Hompesch. Ebenso unterschreibt der Schreiber G. Neumann. In unser Residentz - Stadt Düsseldorf, den 17. Monaths - Tag Julii
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 1
U 833



1476



Beschreibung : 1476 Juli 15 Eheberedung (hylichsvurwerden ) zwischen Johann von Vercken, ältestem Sohn zu Vercken, und Katharina von Schlenderhan ( Slenderhain ). Er bringt in die Ehe all sein Erbgut und Kindteil, wie es ihm zugefallen ist oder nach dem Tod seines Vaters zufallen mag. Ihre Mitgift beträgt 500 oberländische rheinische Gulden in gutem Geld, gerechnet zu je 24 kölnischen Weißpfennige nach Gesetz der Stadt Jülich (Guylgh ). Für den Fall, daß Johann vor Katharina ohne eheliche Kinder stirbt, soll diese zur Leibzucht aus Johanns Gut und Kindteil zu Verken im Dingmal Pier (Peyrne ) eine Jahrrente von 25 Gulden behalten, die nach ihrem Tode an ihre nächsten von Schlenderhanschen Verwandten fällt. Sofern Johann von Vercken das besagte Kindteil zu seinen Lebzeiten nicht ererbt, wird sein Bruder Heinrich von Vercken die Jahrrente aus Johanns Erbe zahlen, bis Katharina oder ihre Erben das Heiratsgeld von 500 Gulden zurückerhalten. Im übrigen bleibt sie auf Lebenszeit in allem Erbe und Gut sitzen, das Johann bei seinem Tode hinterlassen sollte; mit ihrem Tode vererbt es sich dann nach Landesrecht. Sollte er ohne eheliche Kinder überleben, bleibt er in ihrem Gut auf Lebenszeit. Heinrich von Vercken gelobt, daß er sich an alle ihn und seine Erben betreffenden Punkte dieser Eheberedung halten wird. Mit Johann von Vercken siegelt sein Bruder Heinrich und sein Neve Bernhard von Wevorden (Weverden ) genannt Bulver, Herr zu Drove (Droeff ); für Katharina, die kein Siegel hat, hängen ihre Oheime Wilhelm von Reifferscheid (Ryfferschit ) und Johann von Ahr ( Aer ) ihre Siegel an. ... des vonfftzienden dachs des maentz July
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 1
U 1797/1
Bemerkung : Abschr. (gleichzeitig), Pap. im Kasten 14



1492



Beschreibung : Daem von Randerath (-roede ) und seine Ehefrau Elisabeth verpachten erblich an Hennes auf deme Platze und dessen Frau Metze ihr Gut Symonshof zu Kleinenbroich ( Cley -) mit einem Garten vor dem Hofe, gelegen zwischen der Kirche zu Kleinenbroich, der gemeinen Straße und Johann von Randerath, dazu ein Viertel Holzgewalt und 16 Morgen Ackerland. Von diesen liegen acht Morgen zwischen Boems Land, Johann Aylboeichts Land und der gemeinen Straße, 4 ¿ Morgen am Grünen Weg, die begrenzt sind von Snoichs Land und Jenken Schroeders , anderthalb Morgen an der Neusser ( Nuysser ) Straße, begrenzt von der gemeinen Straße und Snoichs Land sowie zwei Morgen am Dorf zu Kleinenbroich zwischen Doenre Land und der Neusser Straße. An Pacht sind jeweils auf St. Remigius sechs Malter Roggen und zwei Stein Flachs zu liefern. Zu Unterpfand stellen die Pächter eine von ihnen angekaufte Rente von 30 oberländ. rhein. Gulden und dazu das Haus und die Scheune, die sie auf das angepachtete Erbe zu setzen sich verpflichten. Da sie kein eigenes Siegel besitzen, bitten sie Arnold Yngerman , Wynken Kystenmech [er ] und Johann Waytmans , Schöffen zu Kleinenbroich, ihr Amtssiegel anzuhängen. Pergamentstreifen als unbesiegelter Transfix: Nachtrag, daß dem Verpächer die gleiche holtgewalt ass men proyfft up Symon themers Hof zusteht wie dem Pächter.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 1
U 1807/1
Bemerkung : Übersetzung ins Französische 1809 in Kasten 22, Akte 26



1519 September 11



Beschreibung : Vor Jakob Kruyss , Andreas Wynckens und Daem Busch, Schöffen zu Kleinenbroich ( Cley -) verkaufen Simon Ramp von Randerath (-raid ) und seine Ehefrau Gertrud, eheliche Tochter des verstorbenen Daem von Randerath, erblich an Gertruds Oheim, den festen Junker Johann [von] Randerath, den Alten, eine Erbrente von jährlich sechs Maltern Roggen und vier Stein Flachs aus Simon Themers Gut im Dorf zu Kleinenbroich sowie ein Viertel einer Holzgewalt, wie all dies der Gertrud von ihrem Vater, einem natürlichen Bruder des genannten Junkers, anerstorben war. Die Verkäufer quittieren den Erhalt der ungenannten Kaufsumme, erklären Auftragung und Erbverzicht und geloben Währschaft. Die Schöffen hängen ihr Amtssiegel an. ... up sondach post nativitatis Marie
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 1
U 1819/1
Bemerkung : Übersetzung ins Französische (1809) in Kasten 22, Akte 26



1609 März 4



Beschreibung : HeidelbergFriedrich, Pfalzgraf bei Rhein, des Hl. Römischen Reiches Erbtruchseß und Kurfürst, verkauft seinem Rat und Amtmann zu Otzberg Hans Bernhard v. Grorod ein Hofgut zu Mensfelden ( Mös-) im Leiningen - Westerburgschen Gebiet mit folgendem Zubehör: im Bucherfeld 2 Morgen bei den Stiftsherren von Diez, 1 Morgen bei Marsilius v. Reifenberg, 1 1/2 Morgen am Diezer Weg, angrenzend an Land des Hans Dietrich v.Metternich, und 1/2 Morgen am Lim-burger Weg bei Johannes Oppeln, im Weyerfeld insgesamt 5 1/4 Morgen Land und Busch [in zehn genau bezeicheten Parzellen], im Pfaffenbacher Feld hinter dem Wald insgesamt 6 1/2 Morgen [in neun näher bezeichneten Lagen], ferner eine Hofstatt unterhalb des Besitzes der Herren von Weilnau und vier [mit ihren Anliegern genannte] Wiesenstücke.Der Kaufpreis von 400 Goldgld., der gegenüber dem durch das Gericht zu Mensfelden taxierten Wert gnadenhalber herabge-setzt wurde, ist bereits an der Zollschreiber zu Kaub (C-), der Vorbesitzer war, in dessen Zollschreiberei gezahlt worden.Der Aussteller setzt den Käufer in alle Rechte ein, unterschreibt und läßt sein Siegel anhängen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2
U 34/1



1609 März 4



Beschreibung : HeidelbergFriedrich, Pfalzgraf bei Rhein, des Hl. Römischen Reiches Erbtruchseß und Kurfürst, verkauft seinem Rat und Amtmann zu Otzberg Hans Bernhard v. Grorod ein Hofgut zu Mensfelden ( Mös-) im Leiningen - Westerburgschen Gebiet mit folgendem Zubehör: im Bucherfeld 2 Morgen bei den Stiftsherren von Diez, 1 Morgen bei Marsilius v. Reifenberg, 1 1/2 Morgen am Diezer Weg, angrenzend an Land des Hans Dietrich v.Metternich, und 1/2 Morgen am Lim-burger Weg bei Johannes Oppeln, im Weyerfeld insgesamt 5 1/4 Morgen Land und Busch [in zehn genau bezeicheten Parzellen], im Pfaffenbacher Feld hinter dem Wald insgesamt 6 1/2 Morgen [in neun näher bezeichneten Lagen], ferner eine Hofstatt unterhalb des Besitzes der Herren von Weilnau und vier [mit ihren Anliegern genannte] Wiesenstücke.Der Kaufpreis von 400 Goldgld., der gegenüber dem durch das Gericht zu Mensfelden taxierten Wert gnadenhalber herabge-setzt wurde, ist bereits an der Zollschreiber zu Kaub (C-), der Vorbesitzer war, in dessen Zollschreiberei gezahlt worden.Der Aussteller setzt den Käufer in alle Rechte ein, unterschreibt und läßt sein Siegel anhängen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2
U 34/2



1694, 1780
Der an Haus Schlenderhan verpachtete Zehnt der Abtei Kornelimünster in Quadrath.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/1
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 1
1467



1731 - 1732
Prozeß vor dem kölnischen Offizialat zwischen Gemeinde Büttgen einer- und Pfarrer, Küster und Freiherr von Raitz zu Frentz andererseits um das Glockenläuten.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/2
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 2
1466



o.D.
Auszug aus dem Gerichtsbuch Hattenheim über einen Teil der von Johann von Werdt 1643 erworbenen Güter


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/3
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 3
1465



Druckschrift wegen der Schaftrift im kurkölnischen Dorf Kenten in Sachen Freiherr Beissel von Gymnich wider Freiherrn Raitz von Frentz vor dem kölnischen Offizialat, nach 1776


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/5
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 5
1464
Umfang : 21 gez. S., 10 Ex.



1744, 1768
Liste der Kinder des Winand Hieronymus Raitz von Frentz und der Lambertina Irmgard von Werth.


Enthält : 2 beglaubigte Auszüge aus den Kirchenbüchern.
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/7
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 7
1463



1634 - 1676
Kurmutpflichten an Haus Schlenderhan: Verzeichnis für 1634/35 und weitere Belege


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/8
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 8
1462



1533 - 1752
Zehnt des Personats in Büttgen


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/9
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 9
1461




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1694 - 1711
Prozeß in vier Instanzen der geistlichen Gerichtsbarkeit (kölnischer Offizial bis Nuntius) um das Patronat am St. Annen-Altar zu Quadrath zwischen Raitz von Frentz und der Gemeinde Quadrath


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/10
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 10
1460
Umfang : 4 Bände



1669 - 1731
Patronats- und Kollationsrecht am St. Annen-Altar zu Quadrath


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/11
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 11
1459



1629 - 1752
Auseinandersetzungen um die Buschgerechtigkeit des Hauses Randerath mit der Gemeinde Kleinenbroich und dem Konvent St, Nicolai ebenda.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/12
Altsignatur : Bestellsignatur: 1458



1638 - 1647
Abrechnung der Vormünder der Geschwister Johann Nikolaus und Klara Agnes Schenk von Schmidtburg für die Jahre 1639 bis 1644 und Familienbriefe


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/13
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 13
1457



1756 - 1773
Zahlungen der Raitz von Frentz an die von Hontheim zu Ilvesheim aufgrund von Heiratsverträgen


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/14
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 14
1456



1565 - 1730
Büttger Wald


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/15
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 15
1455



[1510]
Klageschrift des Junker Thyn von Schlenderhahn vor dem Gericht zu Stummel gegen das Kloster Ellen (OT Niederzier Krs Düren) betr. Ansprüche auf den Hof zu Ingendorf


Enthält : 2 Abschriften/Reinschriften
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/16
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 16
1454



1678 - 1804
Mörsisches Lehen Velshof zu Büttgern


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/18
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 18
1453
Umfang : 15 Stück



o.D.
Einnahmen und Ausgaben des Rittersitz Kellenberg für 1739


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/19
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 19
1452
Umfang : 1 Heft



1661
Quadrangel 17 des Appellationsprozesses Johann Niclas von Schmidtburg zu Zievel gegen Werner von Gymnich zu Vlatten vor dem Reichskammergericht, enthaltend Briefe an die von Gymnich zu Vischel als Anlagen Nr. 10 - 34 (s. NWHSA RKG S 1675/6329 = RKG-Verzeichnung 8 Nr. 5267)


Enthält : Abschrift
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/20
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 20
1451



o.D.
Einnahmen und Ausgaben des Hauses Randerath und des Velshofs zu Büttgen für 1666/67


Enthält : 1 Heft, unvollständig
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/21
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 21
1450



1780 - 1781
Korresdpondenz der Familie Warsberg mit Raitz von Frentz


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/22
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 22
1449
Umfang : 28 Stück



1772 - 1777
Vormundschaft über die Freifräulein von Warsberg


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/23
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 23
1448
Umfang : 15 Stück



1803 - 1813
Teilung des Immboliarvermögens des Arnold Raitz von Frentz


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/24
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 24
1447
Umfang : 19 Stück



1780 - 1788
Warsbergsche Erbschaft, inbes. Dotalgelder der Freifrau Raitz von Frentz


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/25
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 25
1446
Umfang : 16 Stück



o.D.
Klageschrift der Nachabarn und Erben des Büttger Waldes gegen den Grafen von Limburg-Styrum als Waldgrafen.


Enthält : Abschrift 16. Jh.
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/26
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 26
1445



1676- 1686
Auseinandersetzung um den Nachlaß des Johann Nikolaus Schenk von Schmidtburg.


Enthält : Abschriften
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/27
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 27
1444
Umfang : 41 Blatt



1698
Einkünfte des Velshofes in Büttgen, alphabetisch und in Nummernfolge 1 - 121.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/29
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 29
1443
Umfang : 9 Blatt



[nach 1688]
Rechte der Abteien Kornelimünster und Brauweiler am Oberaußemer Busch von 1051 bis 1688.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/30
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 30
1442
Umfang : 4 Bl.



o.D.
Aufstellung der hessischen Satisfaktionsgelder für Kenten, Quadrath und Frens, zeitgenössisch


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/31
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 31
1441
Umfang : 2 Bl.



1721 - 1810
Frentzsche Fundation


Enthält : Belege Nr. 1 - 10 zur Rechnung für 1769
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 3/1
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 3, Akte 1+2
1497



1721 - 1810
Frentzsche Fundation


Enthält : Belege Nr. 1 - 10 zur Rechnung für 1769
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 3/2
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 3, Akte 1+2
1497



1775 - 1782
Jahresrechnungen der Frentzschen Fundation für das Haus Schlenderhan für die Jahre 1775 bis 1782 einschließlich der Belege


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 3/3
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 3, Akte 3
!496






Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 3/4




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1696 - 1802
Frentzsche Fundation für das Haus Schlenderhan


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 3/5
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 3, Akte 5
1490



1694 - 1758
Burghof in Arsbeck


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 3/6
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 3, Akte 6
1489






Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 3/7




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1796 - 1805
Taufbescheinigungen für Kinder von 1.) Franz Karl Raitz von Frentz und Franziska Agnes Anna Antonetta von Nagel, 2.) Emmerich Joseph Raitz von Frentz und Maria Anna Franziska Charlotte von Olmüssen gen. Mülstroe


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 3/9
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 3, Akte 9
1486



1736 - 1772
Streit zwischen Gemeinde Arsbeck und dem Besitzer des Alten Burghofs daselbst Raitz von Frentz


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 3/10
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 3, Akte 10
1485



1687 - 1778
Burghof zu Arsbeck im Amt Wassenberg mit den abhängiggen Gütern zu Wildenrath und Rötgen; auch Güter zu Aldekerk und Nieukerk unter der Vogtei Geldern


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 3/12
Altsignatur : Bestellsignatur: kasten 3, Akte 12
1484



Kasten 3


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 3/14




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1789 Juni 23



Beschreibung : Haus Schlenderhan Eheberedung zwischen Franz Karl Reichsfreiherrn Raitz v.Frentz kurkölnischem Kammerherrn, Sohn des Franz Arnold R.v.F., Herrn zu Schlenderhan, Hall, Stammeln, Kellenberg, Kleinenbroich, Hattenheim usw., pfalzbayerischem Kammerherrn, jülich-bergischem Geheimrat und Oberamtmann zu Bergheim, und der Isabella Charlotte Freifrau von und zu Warsberg, kaiserlichen Kreuz-Ordens-Dame, einerseits, und Fräulein Maria Franziska Agnes Anna Antonetta Reichsfreiin v Nagel, einzigen Tochter des Franz Adolf Josef Reichsfreiherrn v. Nagel, Herrn zu Gaul, Badinghagen, Paß und Listringhausen, kurkölnischem Kämmerer, pfalzbayerischem Oberamtmann der bergischen Ämter Hückeswagen und Bornefeld wie der Haupstadt Lennep, und der Maria Agnes Bernhardine geborenen Freiin v. Weichs von der Wenne, andererseits. Die Trauung soll nach katholischem Ritus alsbald durch prie-sterliche Einsegnung erfolgen. Die Braut erhält neben standesgemäßer Kleidung den vom adeligen Hause Bree im Herzogtum Geldern lehnrührigen landtagsfähigen Rittersitz Paß und den benachbart gelegenen allodialen Naubuyrshof, wobei in besonderen Fällen entsprechend den betreffenden Vereinbarungen im Ehevertrag der Brauteltern vom 3. Okt. 1771 diese Güter mit 4000 Rtl. der Braut zur Aufrechnung gebracht werden können. Nach Tod der Eltern wird sie nach Maßgabe des gesagten Ehevertrages von 1771 alles als Mitgift erhalten, was ihr vom Vermögen der Eltern gebührt, und soll dabei zu ihrer eigenen freien Verfügung jährlich 100 Dukaten beziehen. Der Bräutigam erhält von seinen Eltern, solange er diese nicht beerbt, jährlich 100 Karolinen, und der Schwiegertochter werden sie eine Morgengabe von 100 Dukaten zukommen lassen. Als ältester Sohn wird er zu Erhaltung von Stamm und Namen das gesamte elterliche Vermögen erben, ausgenommen den im Dingstuhl Barmen und Amt Jülich gelegenen Rittersitz Kellenberg nebst dem Anteil am Burghof und an der Niederkrüchtener Landgerichtsbank, weil dies dem bereits verheirateten Sohn bzw. Bruder Emmerich Josef bei seinem Heiratsvertrag vom 10. Juli 1788 bereits zugewiesen wurde. Emmerich Josef soll seinen Erbverzicht auf alle sonstigen Güter durch seine Unterschrift unter diesen Vertrag aus-drücklich nochmals bestätigen. Ebenso sollen die noch nicht abgefundenen Schwestern des Bräutigams, denen laut Heiratsvertrag ihrer Eltern vom 18. April 1758 zur Sicherstellung eines Heiratsgutes 3000 rhein Gld. nebst standesgemäßer Kleidung zukommen, nochmals angewiesen werden, auf alle weiteren Erbrechte zu verzichten. Es folgen genaue Festlegungen für eventuelle Kinder aus der vereinbarten Ehe, sofern diese heiraten oder in deren geistlichen Stand eintreten, für einen überlebenden Elternteil - dabei wird der Witwe freigestellt, den Rittersitz Randerath als Witwensitz zu wählen oder jährlich 1000 Rtl. nebst einer Zulast Wein von Hattenheimer Gewächs - sowie für den Fall der Wiederverheiratung. Es unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf: die Brautleute, die beiderseitigen Eltern, der genannte Bruder des Bräutigams sowie als Zeugen Marquis Copons von der Marrasana, Major, Freiherr v. Leers zu Leerbach, Hauptmann, J[ohann] A[dam] Hocken, Pastor [zu Quadrath], und F.J.J. Schweren, Verwalter des Amtes Bergheim.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 3) Kasten 33
U 1376/3
Bemerkung : zwei Ausf. Pap. in Kasten 33Abschr., Pap., beglaubigt nach einer Ausfertigung zu Bonn am 14. Nov. 1822 durch den Notar Eilender in Kasten 33Abschr. (um 1810, unbeglaubigt), Pap. in Kasten 19, Akte 12Abschr. (um 1810, unbeglaubigt), Pap. in Kasten 21, Akte 5Abschr. (um 1830, unbeglaubigt), Pap. in Kasten 33Abschr. (um 1830, unbeglaubigt), Pap. in Kasten 4, Akte 16Auszug, beglaubigt durch Richter und Schöffen zu Hückeswagen am gleichen Tage und auf gleiche Weise wie die Urk. von 1768 Okt. 2 ff in Kasten 42, Akte 15



1609 September 1



Beschreibung : ZonsVor Gerhard v. Gressenich, Schultheiß, Johann Esser, Rudolf Kopgen, Johann v. Rommerskirchen (Römers -) und Johann Hachen sowie den übrigen Schöffen des Stadtgerichts zu Zons verkaufen die Eheleute Nilles Gerhardt zu Delrath ( Dielradt) bei Nievenheim und Mey erblich an den ehrenfesten Constantin Francot, Sekretär der Stadt Köln, und dessen Ehefrau Elisabeth Heistermann folgende lastenfreie Ländereien: anderthalb Morgen am Stürzelberg (Stor-), begrenzt von Feldern des Jan am Stürzelberg, des Heinrich auf dem Stürzelberg, des Daem Spilman am Stürzelberg, und der Straße, ein Stück von zweieinhalb Morgen und 66 Ruten an der Herschleiche (Herßleien) mit den Angrenzern Tillmann Zimmermann und Peter zur Engen, der Zonser Heide und Crein zu Nievenheim, einsiebenachtel Morgen in der Herschleiche, begrenzt vom Land der Armen zu Köln, Reiffen Erben, des Wirts Erben zu Nievenheim und der Zonser Heide, dazu noch ein Stück in der Herschleiche von sechs Morgen und anderthalb Viertel, begrenzt von Ländereien des Halfmanns von Peter zur Engen, der Erben Vogels zu Nievenheim, Peter zur Engen selbst und der Kreps zu Köln. Der ungenannte Kaufpreis ist bereits bezahlt worden und wird quittiert. Die Verkäufer lassen nunmehr das Land gerichtlich auf und übertragen es in aller Form an die Käufer.Der genannte Schultheiß hängt sein persönliches und die Schöffen hängen ihr Amtssiegel an; der Gerichtsschreiber Heinrich Hochbaum unterschreibt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 4
U 36



1626 März 27



Beschreibung : Vor dem beim Reichskammergericht und dem Rat der Stadt Köln immatrikulierten Notar Franziskus Rop erklärt Gertrud v. Katterbach, Ehefrau des festen Gerhard v. Loe (Lohe) zum Stade (Stadt), von ihren Eltern Friedrich v. Katterbach und Elisabeth v. Bellinghausen, seien ihr u.a. 3000 Tl. zu je 52 Albus als Mitgift zugesagt worden, und der Hof zu Eschmar im Amt Löwenberg und Gericht Sieglar sei dafür zu Unterpfand gestellt worden, und zwar entsprechend ihrer Eheberedung mit genanntem Gerhard v. Loe vom 20. Mai 1614, von der Anfang, Ende und betreffende Passagen abschließend wörtlich aufgeführt werden. Von diesen 3000 Tl. seien bisher 1500 köln. Tl. ausgezahlt. Nebendem dem Rest habe sie noch 500 Reichstl. sowie 200 und 300 Reichstl. wegen brüderlichen Sterbefalls und Teilung der elterlichen Mobilien zu beanspruchen. Da sie, die Eheleute v. Loe, beabsichtigen, die Kinder seiner verstorbenen Schwester Maria v. Loe abzufinden, seien von ihnen auf Martini 1625 von Judith vom Scheidt genannt Weschpfennnig, Witwe v. Krümmel, 2000 Tl. aufgenommen und quittiert worden. Um die Witwe wegen dieses Kapitals und der jährlichen Zinsen von 5% sicher-zustellen, sei dieser vor dem ausfertigenden Notar der genannte Hof zu Eschmar übertragen worden mit allem Recht, das ihnen laut Eheberedung, laut Vergleich mit Brüdern und Schwestern und laut elterlicher Disposition zukam. Die 100 Tl. jährlicher Zinsen soll der Halfmann zu Eschmar von Martini des lfd. J. s an die Witwe in Köln auszahlen, und diese Zahlung vor dem Gericht, unter das der Hof dingpflichtig ist, versprechen. Die Zinszahlung ist vorrangig aus den Erträgen des Hofes zu entnehmen, insbesondere im Falle von Mißwuchs, Hagel, Gewitter, Krieg, Brand, Teuerung und Plünderung.Diese Vereinbarung wurde getroffen in der Wohnung der Witwe zu Köln am Kunibertskloster in Anwesenheit des genannten Notars, des Schulmeisters an St. Kunibert Johannes Bosgen und des Johann zum Hove aus dem Kirchspiel Volberg (Voel-).Die angekündigten Auszüge aus dem Heiratsvertrag vom 20. Mai 1614 besagen: Gerhard v. Loe zum Stade, ehelicher Sohn der verstorbenen Eheleute Gerhard v Loe zum Stade und Katharina v. Gevertzhaen ( Gebbers-) beredet die Ehe mit Gertrud, Tochter des bergischen Hauptmanns Friedrich v. Katterbach und der Elisabeth v. Bellinghausen. Die Braut erhält von ihren Eltern vorerst eine Mitgift von 3000 Tl. kölnischer Währung, von denen 1000 auf Lichtmeß 1615 und die restlichen zu verzinsenden 2000 Tl. binnen zwei Jahren nach der Hochzeit in einer Summe auszuzahlen sind. Bei Tod der Eltern soll die Braut von ihren Brüdern weitere 500 Rtl. binnen Jahresfrist erhalten. Zu Unterpfand für die 3000 Tl. steht der Hof Eschmar im Amt Löwenberg und Lülsdorf, Kirchspiel Sieglar, und für die weiteren 500 Rtl. der Hof Dahlhaus (Dahlhausen) im Amt Blankenberg, Kirchspiel Honrath. Besiegelt wird die Eheberedung von Bräutigam und Brautvater sowie von Verwandten beider Seiten, nämlich für den Bräutigam von Rittmeister Reinhard von den Reven zu Paffrath und den Gebrüdern Gumprecht und Johann v. Gevertzhaen zu Attenbach, auf Seiten der Braut von Kaspar v. Zweifel zu Wahn, bergischem Jägermeister, Heinrich v. Katterbach zu Rheindorf, Otto v. Sellbach genannt v. Lohe ( Loe) zu Zieverich ( Ze-). Außerdem unterschreiben Braut und Brautmutter. Der ausfertigende Notar bestätigt die Richtigkeit.Inseriert in Urk. von 1626 Juli 8 (s. da)
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 4
U 103



1626 Juli 8



Beschreibung : Friedrich Nentwich, Dinger und Rentmeister des Amtes Löwenberg, Hermann Picker, Peter Kehren, Johann Kannengießer, Rorich Müller und Hilger Pannen, Schöffen des Gerichts zu Sieglar beglaubigen auf Bitten des edlen Gerhard vom Loe (Lohe) zum Stade ( Stadt) und seiner Ehefrau Gertrud geb. v. Katterbach die nachfolgend inserierte Urkunde vom 1626 März 27 [s. dort].Der Dinger und die Schöffen hängen jeweils ihr Siegel an; Gerhard v. Loe und seine genannte Ehefrau unterschreiben.Rv.: 1) Pfandverschreibung von 2000 Tl. kölnisch auf den Polhof zu Eschmar 2) Margarete v. Katterbach geb. v. Krümmel vermerkt, sie habe die Verschreibung von ihrer Mutter erhalten zur Sicherheit ihrer Mitgift von 3000 Tl. Den verschriebenen Hof habe die Mutter dann von ihr zurückgekauft und zu den 2000 Tl. weitere 2000 zugeschossen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 4
U 109



1642 Juli 7



Beschreibung : Die Eheleute Friedrich v. Neuhoff gen. Ley und Agnes v. Schell, die von Jakob v. Karthausen zu Badinghagen und dessen Frau Katharina Schorlemer an adeligen Sitz sowie Güter zu Badinghagen durch besonderen Kontrakt gekauft haben, verpflichten sich und ihre Erben, allen vertraglich übernommenen Zusagen nachzukommen, insbesondere den Verkäufern Wohnrecht und Nutznießung zu Badinghagen unentgeltlich zu belassen. Wenn die Eheleute oder ein überlebender Ehepartner das Haus (die Bawet) bereits zu Lebzeiten übergeben wollen, wird ein ehrlicher adeliger Unterhalt sichergestellt.Der Aussteller drückt sein Petschaft auf, beide unterschreiben; ferner drücken ihre Petschaften auf und unterschreiben: Stephan v. Neuhoff (Neuwen-), dieser für seinen Vetter, und Paulus Bitter.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 4
U 232



1646 Februar 6



Beschreibung : WerdenHugo, Abt der kaiserlichen und des Hl. Römischen Reiches freien Stifte Werden und Helmstdt (Helmonsteden), behändigt die Brüder Kaspar Christoffel und Engelbert v. Neuhof genannt Ley mit dem abteilichen Behandigungs- und Zinsgut Haus Badinghagen im Kirchspiel Meinerzhagen, Grafschaft Mark, nachdem ihm vom festen Jakob v. Karthausen zu Badinhagen schriftlich mitgeteilt worden war, daß dieser besagtes Gut an genannte Brüder übertragen und diese zu seinen Erben eingesetzt habe. Vom Gute sind jeweils auf Martin im Winter drei Schilling Werdener Geldes an die Kellnerei in Werden zu entrichten. Das Gut darf weder versplittert, verkauft, verhauen noch ohne ausdrückliche Genehmigung in andere Hand gebracht werden.Der Abt unterschreibt und hängt das Sekretsiegel der Abtei an.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 4
U 258



1650 Mai 24



Beschreibung : Burtscheid Adam Wilhelm Frh. Schellart v. Obbendorf, Herr zu Gürzenich und Lontzen, als Ehevogt seiner Frau Maria Elisabeth geb. Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, vergleicht sich mit seinem Schwager Winand Frh. v. Frentz zu Schlenderhan und dessen Ehefrau Lambertina Irmgard, Herrn und Frau zu Odenkirchen. Die Eheleute v. Frentz sollen ihrem Schwager binnen zwei Monaten in bar alle Zinsen zahlen, die von den in der Eheberedung zugesagten 8000 Reichstl. rückständig blieben und die sich nach Abzug der zu verschiedenen Malen gezahlten ins-gesamt 500 Rtl. auf 680 Rtl. belaufen. Ebenso sollen in der gleichen Frist gezahlt werden 1000 Rtl. vom Kapital und die 200 Rtl., die von den im Heiratsvertrag versprochenen 500 Rtl. für die Aussteuer rückständig sind. Die noch aus-stehenden 7000 Rtl. sind in den folgenden sechs Jahren mit 350 Rtl. jährlich zu verzinsen. Das Kapital ist spätestens nach besagten sechs Jahren in bar zu zahlen; Haus Schlenderhan und alle anderen Güter stehen dafür zu Unterpfand. Sollte die Freifrau v. Bönninghausen ( Bun-) innerhalb der sechs Jahre sterben, gehen die 5000 Rtl., die der Herr zu Odenkirchen auf Gürzenich stehen hat, von den 7000 Rtl. ab, und es sind nur noch die restlichen 2000 Rtl. zu verzinsen. Die Eheleute Schellart sind ansonsten verpflichtet, sechs Monate nach Tod ihrer Mutter bzw. Schwiegermutter Sophia Freifrau v. Bönninghausen den Eheleuten zu Odenkirchen die auf die Gürzenicher Güter verschriebenen 5000 Rtl. gegen Herausgabe der Originalverschreibung auf Gürzenich und Palant bar zu erlegen. Im übrigen bleibt es bei den Vereinbarungen der Heiratsverschreibung.Beide Ehepaare unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf, ferner als Zeuge Arnold Frh. v. Frentz, Domherr zu Lüttich.Es folgt auf Seite 3:1650 August 4 - OdenkirchenDie Eheleute Schellart bestätigen, von den Eheleuten v. Frentz 2880 Rtl. erhalten zu haben. Sie unter-schreiben und drücken ihre Petschaften auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 4
U 282/1
Bemerkung : Zwei Abschriften (18. Jh., Papier) in Kasten 8



1676 März 15



Beschreibung : Ferdinand v. Sturm, kaiserlicher Oberkommissar, bekundet: Von den Deputierten der erzstiftisch kölnischen Landstände sei es für billig befunden worden, daß diejenigen Rittersitze des Herzogtums Jülich, die Ländereien im Erzstift haben, wie alle adeligen Rittersitze des Erzstifts selbst nebst deren zugehörigen Gütern entsprechend einer Erklärung der kaiserlichen Generalität von Einquartierungen des vergangenen Winters freigestellt bleiben sollten. Nun hat die Freifrau v. Frentz zu Schlenderhan ein vom Generaleinnehmer Streversdorf unterschriebenes und besiegeltes Schreiben vorgelegt, wonach die zum Rittersitz Schlenderhan gehörigen Ländereien im Kölnischen unbelastet bleiben sollen. Dementsprechend wird er, der Aussteller, die 17 kölnischen Gulden und 18 Albus, die dem Dorf Quadrath abgefordert werden sollten, außer Anschlag lassen.Der Aussteller unterschreibt und drückt sein Petschaft auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 04
U 571



1684 November 13



Beschreibung : WildenburgDie Vettern Melchior Gottfried und Adolf Alexander Freiherrn v. Hatzfeldt, edle Herren zu Wildenburg, Schönstein und Merten bzw. Werther,Weisweiler und Gutekoven (Guding -), belehnen die Gebrüder Robert Engelbert und Heinrich Johann v. Neuhoff (New-) genant Ley zu Listringhausen bzw. deren Bevollmächtigten Konrad Weylandt mit Hof und Gut Harkenstiel ( Harckenstill) im Kirchspiel Meinerzhagen und Amt Altena, wie deren Vorfahren solches Mannlehen von ihren Voreltern als Herren zu Wildenburg empfangen hatten. Im Beisein seiner Mannen Peter Stock und Heinrich zum Untersten Birckholtz unterschreibt Melchior Gottfried als Ältester Lehnsherr und hängt sein Siegel an, auch namens seines Vetters.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 4
U 630/1
Bemerkung : Von der Urkunde ist eine zweite Ausfertigung erhalten in Kasten 4Zwei Abschr. (2. Hälfte d. 18. Jhs.), Pap. beglaubigt vom kaiserlich autorisierten öffentlichen Notar Johann Peter Weber durch Unterschrift und Signet in Kasten 66, Akte 21



1684 November 13



Beschreibung : WildenburgDie Vettern Melchior Gottfried und Adolf Alexander Freiherrn v. Hatzfeldt, edle Herren zu Wildenburg, Schönstein und Merten bzw. Werther,Weisweiler und Gutekoven (Guding -), belehnen die Gebrüder Robert Engelbert und Heinrich Johann v. Neuhoff (New-) genant Ley zu Listringhausen bzw. deren Bevollmächtigten Konrad Weylandt mit Hof und Gut Harkenstiel ( Harckenstill) im Kirchspiel Meinerzhagen und Amt Altena, wie deren Vorfahren solches Mannlehen von ihren Voreltern als Herren zu Wildenburg empfangen hatten. Im Beisein seiner Mannen Peter Stock und Heinrich zum Untersten Birckholtz unterschreibt Melchior Gottfried als Ältester Lehnsherr und hängt sein Siegel an, auch namens seines Vetters.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 4
U 630/2
Bemerkung : Ausf., Perg. in Kasten 4Zwei Abschr. (2. Hälfte d. 18. Jhs.), Pap. beglaubigt vom kaiserlich autorisierten öffentlichen Notar Johann Peter Weber durch Unterschrift und Signet in Kasten 66, Akte 21



1685 Mai 15



Beschreibung : Den HaagDie Staaten von Holland und Westfriesland bekunden, daß vor ihrem Ratssyndikus (Raedt-Pensionnaris) und Großsiegelbewahrer Gaspar Fagel als dem Statthalter und Registermeister ihrer Lehen sowie vor ihrem Lehnsschreiber ( Griffier) Johann van Dam, ihrem Advokaten Cornelius Bosch und ihren Lehnsmannen Johann Ruys und Matthias Havius persönlich Johann Jakob Heister erschienen ist. Dieser hat eine durch Junker Winand Raitz v. Frentz zu Schlenderhan (- heim) am 29. April d. Js. zu Schlenderhan ausgestellte Vollmacht vorgelegt, deren Übersetzung aus dem Hochdeutschen ins Niederländische ins Lehnsregister eingetragen wurde. Danach hat besagter Junker das Gut Kleinenbroich ( Cleynenbrouck) im Amt Liedberg ( Lydtburch) und im Stift Köln mit dem zugehörigen Personat in der Kirche zu Büttgen ( Buytgen) sowie allen anderen Benefizien und Offizien durch Schenkung unter Lebenden an sei-nen ältesten Sohn Junker Dietrich Adolf Raitz v. Frentz zu Schlenderhan übertragen. Dementsprechend vergeben sie dem Genannten das besagte Gut und Zubehör zu einem Erblehen, für das im Belehnungsfall zehn Karlsgulden zu entrichten sind sowie als Herrgewäte ein roter Sperber oder statt dessen zehn Stüber. Die Belehnung wird im Lehnsregister unter 1311 eingetragen.Für den Belehnten leistet der Bevollmächtigte Johann Jakob Heister den Lehnseid im Beisein der oben genannten Lehnsmannen, die, wie gewöhnlich, ihr großes Siegel anhängen. Es unterschreiben: Gaspar Fagel und Johann van Dam.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 4
U 637



1689 Juli 11



Beschreibung : Haus NehlenEheberedung zwischen Friedrich Rutger Frh. v. Quadt von Wickrath (Wickerade), Herrn zu Alsbach und Fischenich, Amtmann zu Andernach, und Helene Sibyle Etta, Tochter des verstorbenen Heinrich Engelbert v. Langen, Herrn zu Sögeln und Arkenstedt, und der verstorbenen Agnes Sibylla v. Westerholt. Die Ehe soll alsbald nach katholischem Ritus und adeligem Brauch geschlossen werden. Er bringt ein seine adeligen Häuser zu Alsbach und Fischenich mit allem Zubehör, sie alles, was ihr in einer noch ausstehenden Teilung mit ihren Brüdern von den elterlichen Gütern zufallen mag, sowie 3000 Reichstl. an Verschreibungen. Es folgen ausführliche Bestimmungen für den Fall, daß die Ehe kinderlos bleibt, einer der Eheleute mit gemeinsamen Kindern überlebt oder sich ein verwitweter Ehepartner wiederverheiratet.Beide Brautleute unterschreiben und drücken ihr Petschaft auf, enbenso deren anwesende Verwandte Heinrich v. Böselager, Deutschordens-Ritter, und Franz Wilhelm v. Böselager.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 4
U 666/1
Bemerkung : Auszug beglaubigt (1767) von Jakob Franz Sassel, kaiserlich autorisiertem und bei der Kanzlei der Stadt Köln immatrikuliertem Notar, durch Unterschrift und Signet in Kasten 37



1707 Dezember 22



Beschreibung : Herl Matthias v. Nagel zu Herl, über eine Kompanie bestellter Hauptmann im Wittgensteinschen Regiment, vergleicht sich mit seinem Bruder Johann Karl v. Nagel, Kornett im Regiment des Obristen v. (Vennings), über das elterliche Erbe, das in seinem Wert dadurch stark beeinträchtigt ist, daß die Stiefmutter die beweg-liche Habe an sich genommen hat, wegen der Immobilien verschiedene Prozesse schweben, die Erbgüter durch Kapitalschulden und durch besagte Prozesse beschwert sind und zudem jährliche Deputate an Oheime und Tanten wie and die beiden Brüder der Aussteller nach Kornelimünster bzw. Siegburg auszuzahlen sind. Matthias v. Nagel als Ältester verpflichtet sich, seinem genannten Bruder, 2000 Reichstl. zu je 80 Albus kölnisch zu ent-richten, sobald dieser sein Erbteil benötigt, und das Kapital bis zur Auszahlung vom Januar des lfd. Js. an mit 4% zu verzinsen. Falls der Bruder ohne Leibeserben stirbt, verbleibt die Summe dem Hause Herl. Außerdem soll der Bruder, solange die 2000 Reichstl. nicht ausgezahlt sind, mit einem Diener und zwei Pferden auf Haus Herl Wohnung und Kost erhalten, sooft das sein Kriegsdienst zuläßt und auch für den Fall, daß er ohne Dienst sein sollte. Obwohl der Bruder noch nicht volljährig ist und deshalb später Einspruch erheben könnte, hat er sich doch eidesstattlich zur Einhaltung des Vertrages vrpflichtet unter Beistand des Konrad Frh. v. Nagel zu Gaul, Kämmerers und Amtmann zu Bornefeld und Hückeswagen, wie des Gerichtsschreiber zu Wipperfürth Gerhard Kentzeler. Beide Brüder und als Zeugen die beiden Letztgenannten unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf. Anm. Auf dem gleichen Doppelblatt eine Quittung von 1712 Febr. 27 - s. da; vgl. auch Urk. von 1716 Febr. 3 Es existieren zwei Ausfertigungen des Doppelblattes, die sich zum Ende hin unterscheiden. Beide befinden sich zusammen in einer Mappe!
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 4
U 819



1712 Februar 27



Beschreibung : Badinghagen Johann Karl v. Nagel bestätigt, daß sein Bruder Matthias v. Nagel zu Herl auf seine Bitte hin an seine Gläubiger 280 Reichstl. gezahlt hat. Dieser Betrag soll an seinem Kindteil von 2000 Reichstl. abgezogen werden und der bisherige Jahreszins von 80 Rtl. sich um 14 Rtl. vermindern. Ferner bestätigt der Aussteller, von seinem Bruder das Geld erhalten zu haben, für das dieser für ihn im Vorjahr ein Pferd verkaufte, und von seiner Schwester die Leinwand, die sie in Verwahr hatte. Der Aussteller unterschreibt und drückt sein Petschaft auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 4
U 860
Bemerkung : Lt. zugehöriger Spezifikation gingen Zahlungen an den Knecht Hans Peter für Lohn, Herrn v. Cortenbach als Rückzahlung, Wirte in Köln für Kostgeld, Oberstleutnant v. Nagel, einen Sattler in Köln, die "Stadt Paris" in Köln für Waren und an Johann Karl v. Nagel selbst für eine Reise nach Ostfriesland. Vgl. auch Urk. von 1716 Febr. 4 (ist im Findbuch nicht vorhanden) Es existieren zwei Ausfertigungen des Doppelblattes, die sich zum Ende hin unterscheiden. Beide befinden sich zusammen in einer Mappe! §In einer Mappe zusammen mit Nr. 819



1713 Oktober 17



Beschreibung : Schloß Bensberg Johann Wilhelm, Pfalzgraf bei Rhein, des Hl. Römischen Reiches Erztrucheß und Kurfürst, Herzog in Bayern, zu Jülich, Kleve und Berg, Fürst zu Mörs usw. unterrichtet seine Großhofmeister, Obristkämmerer, Obristhofmarschälle, Obriststallmeister, jülich- und bergische Kanzler, Präsidenten, Vizekanzler, Geheimen Hof- und Kammerräte, ferner sämtliche Hofes- und Landesbedienstete, insbesondere die Beamten, Diener, Schöffen, Vorsteher und Eingesessenen seier beiden Ämter Hückeswagen und Bornefeld, daß er nach Verzicht des Konrad v. Nagel dessen Vetter Matthias v. Nagel zum Amtmann zu Hückeswagen und Bornefeld ernannt hat. Der Aussteller unterschreibt und läßt das Sekretsiegel seiner Kanzlei aufdrücken.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 04
U 871



1733 März 11



Beschreibung : Köln Arnold Wolfgang Frh. v. Frentz, Franz Winand Hieronymus Frh. v. Frentz, Matthias, Abt von St. Nikolaus zu Brauweiler, und Peter Radenhauber als Exekutoren, Inspektoren und Advokat der durch den verstorbenen Herrn Johann Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Domprobst zu Lüttich und Probst der Kollegiatkirche St. Martin ebenda, testamentarisch errichteten Fundation ernennen nach Tod des Rentmeisters Maximilian Lüttringhausen zu dessen Nachfolger den ehrenfesten Johann Wilhelm Vrecken. Dieser hat eine ausreichende Kaution gestellt und sich eidlich verpflichtet, die von genanntem Domprobst stammenden Renten und Gefälle jedes Jahr einzufordern und zu quittieren, erforderlichenfalls auch auf Kosten der vier oben genannten Bevollmächtigten bei Kanzleien oder Gerichten beizutreiben und die empfangenen Gelder, dem Testament entsprechend, von dem er eine beglaubigte Abschrift erhielt, zu verwenden. Über Einnahmen und Ausgaben hat er Buch zu führen und jedes Jahr an Exekutoren, Inspektoren und Advokat seine vom 1. Jan. bis 31. Dez. laufende Rechnung vorzulegen. Dafür erhält er aus besagten Gefällen ein Gehalt von jährlich 40 Reichstl. Die vier Aussteller unterschreiben, und die ersten drei von ihnen drücken ihre Petschaften auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 4
U 929



1738 Januar 19



Beschreibung : Rheindorf Konrad Kaspar v. Nagel zu Herl bekundet, seine Ehefrau Maria Adriana geb. Freiin v. Cortenbach habe seinerzeit mit Zustimmung ihres Oheims als ihres nächsten Verwandten den von ihren verstorbenen Eltern ererbten Rittersitz Rheindorf verkauft zur Tilgung der darauf verschriebenen 7800 Reichstl. sowie der auf seinem Rittersitz Herl haftenden Schulden. Da mithin Güter seiner Frau zur Tilgung seiner eigenen, privaten wie elterlichen, Schulden Verwendung fanden, verschreibt er ihr, ihren Deszendenten und Verwandten einen entsprechenden Anteil an Haus Herl und seinen übrigen Gütern, auch für den Fall, daß Deszendenten und Agnaten seiner Frau Rechte an Haus Rheindorf zustehen sollten. Der Aussteller drückt sein Petschaft auf und unterschreibt, nach ihm desgleichen der kurpfälzische Hofrat J.H. Kesseler sowie der beglaubigende kaiserliche Notar J.R. Schmitz. Es folgt auf Seite 3: 1738 Januar 21 - Bensberg Frh. v. Nagel zu Herl gibt seine vorstehende Disposition vor Otto Scherer ( Scheer ) und den beiden Schöffen Marx und Westorf [des Hauptgerichts Porz] zu Protokoll. Dies bestätigt der Gerichtsschreiber F[ranz] K[onstantin] Peltzer durch Unterschrift und Aufdrücken des Gerichtssiegels. Das rote Lacksiegel zeigt im geteilten ovalen Schild oben einen Festtungsturm, unten den bergischen Löwen; als Helmzier steht der Turm zwischen einem offenen Flug. Die Umschrift lautet: SCHEFFENSIGELL DES HAVPTGERICHT PORTZ
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 4
U 979



1762 August 21



Beschreibung : Büttgen F[ranz] W[inand] H[ieronymus] Frh. v. Frentz zu Schlenderhan als Inhaber des freiadeligen Rittersitzes Randerath zu Kleinenbroich und dadurch Patron und Kollator der Pfarrkirche zu Büttgen einigt sich gütlich zur Vermeidung von Weiterungen und von Prozeßkosten in der bereits beim kurkölnischen Offizialat anhängigen Sache mit Schöffen, Vorstehern und Benachbarten zu Büttgen wegen des von ihm beanspruchten, von der anderen Seite aber bestrittenen Rechts auf ein sechswöchiges Geläut bei Tod eines Angehörigen der Familie v. Frentz. Künftig soll, sooft ein Herr des Rittersitzes Randerath oder dessen Ehefrau stirbt, ebenso bei Tod eines Inhabers der Pfarre (personatist ) zu Büttgen, der üblicherweise aus der Familie v. Frentz stammt, sechs Wochen lang jeweils morgens, mittags und abends eine Stunde mit allen Glocken durch Gemeindemitglieder geläutet werden. Dafür erhalten diese sechs Malter Roggen. Stirbt eines der Kinder aus der freiherrlichen Familie, soll das Läuten sich auf drei Tage beschränken bei gleichem Lohn. Die beiden Ausfertigungen des Vertrages werden unterschrieben von einerseits dem Freiherrn v. Frentz, der auch sein Siegel aufdrückt, sowie andererseits von Johannes Rhabanus Richelen, Pastor zu Büttgen, den beiden Schöffen Heinrich Hintzen und Peter Eicker, den drei Vorstehern Jakob Schotters, Johannes Hebben und Mevis Hebben sowie den Nachbarn Johann Creutzer, Johann Weyers, Wilhelm Schotters, Gerhard Hußges, Heinrich Meyger, Andreas Brockers und Matthias Holtzappel. Der des Schreibens unerfahrene Johann Fösges unterzeichnet mit seinem Merkzeichen (Kreuz), und der zu Bonn immatrikulierte öffentliche Notar J.H. Viehoff beglaubigt durch seine Unterschrift. Ein gleichlautender Vertrag vom Mai 1761 (ohne Eintragung des Tages und nur vom Frh. v. Frentz unterschrieben und besiegelt) liegt bei; er weicht nur darin ab, daß ein dreitägiges Läuten auch noch für Nachkommen zweiten Grades vorgesehen ist.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 4
U 1174/1
Bemerkung : Abschr. (gleichzeitig), Pap. in Kasten 15



1531 Juni 29



Beschreibung : Anton Schultheiß gen. von Ichendorf (-dorp ) und seine Ehefrau Sophia verkaufen an Maria von Schlenderhan (Slenderhayn ), Witwe des Wirich Raitz von Frentz, erblich fünf Morgen Land bei der Alen Kuyle , begrenzt von der Straße zwischen Quadrath ( Quaydtroydt ) und Ichendorp und des Offermanns anderthalb Morgen. Die fünf Morgen waren von den Verkäufern gegen einen jeweils auf Remigius fälligen Gulden zu vier Mark an die Eheleute Johann Jayrt und Anna verpachtet worden. Die Verkäufer quittieren den Erhalt der [ungenannten] Kaufsumme und tragen der Käuferin das Gut auf vor den Geschworenen des Gerichts zu Quadrath, nämlich vor Wilhelm vom Hoys , Johann von Kück, Peter Schröder und Jakob Vasbender. Das das Gericht kein eigenes Siegel hat, hängt auf Bitten der Geschworenen der ehrsame Johann Ruys , Vogt zu Königsdorf und des Gerichts zu Quadrath, sein Siegel an. ... up sent Peter und Pauwel dach Bem.: Rückvermerk.: 1) Ein Kauffbrief wegen der nalden koulle und Jarte Johann gegulden (16. Jh.), 2) Kauffbrieff des Erbpfachts auff die Nilibkoul in Quadtradt ...
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 4
U 1826



1556 Oktober 8



Beschreibung : Katharina Schilling (-linck ), Witwe des ehrenfesten Andreas von Randerath (Randenraedt ) gibt Mitteilung an Georg Sayn (Seien ), Grafen zu Wittgenstein, Domherr zu Köln und Dechanten oder an den Offizial des unter sein Dekanat gehörigen Neusser Archidiakonats, daß die Vikarie oder Pfarrkirche St. Aldgundis zu Büttgen (Buitgenn ) in der Kölner Diözese durch den Tod des Herrn Johann von Neuenhoven ( Neuwen -) am 6. des laufenden Monats vakant wurde. Da ihr die Vergabe wegen ihres Hauses Kleinenbroich zusteht, präsentiert sie hiermit als Nachfolger den ehrbaren Johann Randerath, einen geeigneten Kleriker der Kölner Diözese, mit der Bitte, diesen zu investieren und zu bestätigen. Die Ausstellerin hängt in Ermangelung ihres eigenen Siegels das ihres verstorbenen Ehemanns an. ... uf donnerstagh, den achten des monatz Octobris
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 4
U 1864



1569 Oktober 25



Beschreibung : Wilhelm, Herzog zu Jülich, Kleve und Berg, Graf zu der Mark und zu Ravensberg, Herr zu Ravenstein, einerseits und Albrecht von Wachtendonk, Abt, sowie sämtliche Kapitularen der kaiserlichen Abtei Kornelimünster andererseits bekunden, daß die seit vielen Jahren im Lande Kornelimünster, Gericht Bergheimerdorf und der zugehörigen Pflege bestehenden Gebrechen am 13. des laufenden Monats durch Räte und Schiedsfreunde beider Seiten vertraglich, wie folgt, beigelegt wurden: Wegen besagter Gebrechen hatten anno 1550 die kurkölnischen Räte Anton Husman von Namedy (Hausman , Namedy ), Ritter, Wilhelm Haes zu Konradsheim (Haße , Conratz -), Marschall, und Daem Spies von Büllesheim, Amtmann zu Lechenich, die alle inzwischen verstorben sind, mehrfach verhört und verhandelt, sodann am 10. September 1550 einen schriftlichen Vergleichsvorschlag beiden Parteien mit einer bedenkzeit von drei Monaten unterbreitet. Abt und Kapitel hatten jeodch den Vergleich abgelehnt, so daß die Gebrechen bis 1563 fortdauerten. Dann wurden neue Verhandlungen aufgenommen, dabei u. a. Zeugen in den Ämtern Bergheim, Monschau (Monjoye ) usw. verhört, doch kam man nicht zu einem Abschluß. Nachdem nun der jetzige Abt häufig ersucht hatte, man möge um Beilegung bestimmter Gebrechen bemüht sein, sind am 8. des laufenden Monats zu Hambach von den beiderseitigen Unterhändlern Verhandlungen aufgenommen worden, nämlich von Wilhelm von Bernsau zu Hardenberg, Marschall und Amtmann zu Solingen, sowie Dietrich von der Horst, Amtmann zu Düsseldorf und Angermund, auf Seiten des Herzogs bzw. von Marschall Werner, Herrn zu Gymnich (Gimme -), und Marschall Arnd von Wachtendonk, Drost zu Kranenburg, von Seiten des Abts. Diese vier Unterhändler sind aufgrund der Kölnischen Schiedssprüche (Abscheide ) und der beiderseits vorgebarchten Argumente und Beweise zu folgendem Vergleich gelangt: Die Dienste, die Untertanen des Landes Kornelimünster von alterher zu Schönforst geleistet haben, weil die Vogtei bei Haus Schönforst gelegen ist, löst der Abt ab durch eine einmalige Zahlung von 1450 Goldgulden, die zur Hälfte auf Johannis im Mitsommer und zur anderen Hälfte auf Weihnachten des kommenden Jahres fällig werden. Das Recht der Amtleute zu Schönforst, ihre Schweine in den Busch von Kornelimünster zu treiben, wird begrenzt auf 25 Schweine, die zugleich mit denen der gemeinen Nachbarn gehen sollen und für die kein eigener Stall errichtet werden darf. Wegen des vom Abt behaupteten, ihm aber bestrittenen Rechts im Monschauer Wald zwei Köhler zu halten ist vereinbart, daß der Herzog dem Abt besagtes Recht zugesteht; doch haben die Köhler Abgaben wie die anderen zu leisten und nur an Stellen zu brennen, die ihnen vom herzoglichen Forstmeister angewiesen werden. Wenn der Wald zu seiner Erholung geschlossen wird, haben auch die Köhler des Abtes ihre Tätigkeit einzustellen. Das Recht auf Weidegang im Monschauer Wald, das den Höfen Friesenrath (Vreßenrodt ), Venwegen ( Vin -) und Hahn (Hain ) von altersher gegen eine jährliche Abgabe zusteht, bleibt diesen erhalten. Die Gebrechen wegen der sechs Dörfer im Amt Bergheim, nämlich Oberaußem (-außheim ), Niederaußem, Glessen, Bergheimerdorf, Ichendorf und Wiedenfeld (Widenvelt ), sind dahin verglichen, daß dem Herzog zu Jülich die Obrigkeit und Jurisdiktion zustehen soll, wie die einem Landesherrn gebührt, der Abt und seine Nachfolger aber Grundherren bleiben soll. Da die drei letztgenannten Dörfer jedem neuen Abt 100 Goldgulden für eine Chorkappe zu geben pflegen, soll der Herzog künftig diesen Betrag einziehen und überweisen lassen. Die Unertanen in besagten Dörfern werden zu den Reichs- und Landessteuern sowie zu anfallenden Diensten vom Herzog veranschlagt, lediglich des Abtes Tafelgüter und Einkünfte werden nicht herangezogen. Beim Gericht zu Bergheimerdorf, zu dem auch die anderen fünf Dörfer gehören, sollen die Schöffen durch des Herzogs Amtleute zu Bergehim gewählt und eingesetzt werden, und die jetzigen wie künftigen Schöffen sind auf den Herzog als Landesherren und den Abt als Grundherren zu vereidigen. Der Schultheiß des Abtes soll bei den drei Vogtgedingen links neben dem Vogt sitzen, jedoch kein Stimmrecht haben. Sollten allerdings dem Abt seine Zinsen, Pacht- und Kurmudseinkünfte nicht gezahlt werden, hat der Schultheiß den Vogt um Beistand zu bitten, und dieser hat die nötige Hilfe zu gewähren. Bei allen anderen Gedingen während des Jahres hat der Schultheiß, wie bisher schon, kein Teilnahmerecht. Hinsichtlich der Kurmuds-, Lehen- und Pachtgüter des Abtes und seiner in die Mannkammer Oberaußem dingpflichtigen Manngüter soll die Zuständigkeit festgestellt werden; der Vogt zu Bergheim allein hat das Recht, über alle Güter und alle diese betreffenden Angelegenheiten mit Recht und Urteil am Schöffengericht zu Bergheimerdorf namens des Herzogs zu erkennen; lediglich bei besagten Manngütern hat der Schultheiß des Abtes ein Antragsrecht. Urkunden, die wegen der Kurmuds-, Lehen- und Pachtgüter ausgefertigt werden, soll der Schultheiß nach Vogt und Schöffen mitbesiegeln, damit der Abt hinsichtlich seiner Güter Kenntnis erlangt. Wegen der Klagen, der Außemer Wald werde verwüstet und von Nichtberechtigten werde dort täglich Schaden angerichtet, soll zwecks Abwendung durch Befehlshaber und Diener des Herzogs wie durch Deputierte des Abtes alsbald eine schriftliche Ordnung verfaßt und zu deren Handbabung ein Holzgeding eingerichtet werden. Sollte dieses Holzgeding auf Brüchten erkennen, erhalten Herzog und Abt je ein Drittel, und das letzte Drittel dient zur Bestreitung der Unkosten. Falls diese größer werden als ein Drittel, bleibt das des Herzogs dennoch unverkürzt. Dieser vorstehende am 13. Oktober 1569 zu Hambach ausgehandelte Vergleich wird nunmehr von beiden Parteien gebilligt, und zur Bekräftigung hängen ihre Siegeln an: Wilhelm, Herzog zu Jülich, Kleve und Berg, der Abt Albrecht von Wachtendonk, sowie der ungenannte Prior nebst sämtlichen Kapitularen zu Kornelimünster, sowie die vier oben namhaft gemachten Unterhändler.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 4
U 1886/1
Bemerkung : Abschrift (18. Jh.), Pap. in Kasten 15, Akte 10



1575 September 27



Beschreibung : Eheberedung zwischen Johann von Weims gen. Wambach, ehelichem Sohn der verstorbenen Eheleute Christopher von Weims und Elisabeth von Eller, und Mechthild, Tochter des verstorbenen Andreas von Randerath ( Randenraidt ), Amtmann zu Liedberg ( Lidtburgh ) und der noch lebenden Katharina Schilling. Der Bräutigam bringt in die Ehe alle Güter, die er von seinen Eltern ererbt hat; Mechthild soll an allen Immobilien beleibzüchtigt sein, falls er vor ihr ohne eheliche Kinder stirbt. Der Braut versprechen ihre Brüder Johann und Heinrich von Randerath für sich und für ihren Bruder Reinhard wie auch für ihren Neffen Eberhard von Randerath, ihr 4000 Taler mitzugeben, den Taler zu je zwei Gulden und vier Albus in kölnischer Währung gerechnet. Davon werden 1000 Taler vorab fällig beim ersten Sterbefall, der einen der drei Brüder oder den neffen betrifft. Wenn von den genannten keiner vor der Mutterstirbt, sollen bei deren Tod der Mechthild die gesamten 4000 Taler angewiesen werden. Die Braut erhält ferner eine standesgemäße Aussteuer an Kleidung und Schmuck. Vom Heiratspfennig sollen 2000 Taler in drei Jahren gezahlt werden und bis dahin mit jährlich 100 Taler verzinst werden, dazu erhält sie, solange die Mutter lebt, jährlich 25 Taler, die mit 500 Talern abgelöst werden können, wobei diese dann von den 4000 Taler abgehen. Die gesamten 4000 Taler bzw. alle Rückstände einschließlich der Zinsen sind bei Tod der Mutter innerhalb eines Jahre auszuzahlen. Stirbt Mechthild ohne Leibeserben, soll ihr Ehmann an den 4000 Taler beleibzüchtigt sein oder je 1000 Taler 50 Taler Jahrrente aus den Randerather Gütern erhalten, die insgesamt von den Gebrüdern zu Unterpfand gestellt sind. Mit Zahlung der 4000 Taler soll die Braut abgefunden sein von allem erlterlichen Gut, auch von den Erbgütern der Tochter Elisabeth des verstorbenen Heinrich Schilling, soweit diese im Erzstift Köln, im Fürstentum Jülich, in der Herrschaft Dyck (Dick ) oder sonst in diesen nederlandischen Landen gelegen sind; berechtigt bleibt sie dagegen an allem, was an anderen Orten und in anderen Landen von Elisabeth, von sonstiger Seite und von dem anfallen mag, was die Mutter künftig noch erwirbt. Falls von den weltlichen Brüdern zwei sterben sollten und nur ein Bruder außer den geistlichen im Leben bleibt, soll er den Eheleuten oder ihren Erben 60 Morgen Ackerland im Berrendorfer (Beren -) Feld im Amt Bergheim (Berchem ) eingeräumt werden und weitere 2000 Taler zukommen. Ebenso sollen die Eheleute außer den 4000 Talern weitere 2000 Taler erhalten, wenn noch zwei weltliche Brüder im Leben bleiben. Sollten alle drei weltlichen Brüder sterben und ein geistlicher Bruder daraufhin zur Ehe schreiten so wird dieser an alle Gütern erbberechtigt; in diesem Fall bleiben die künftigen Eheleute bei den zusätzlichen 2000 Talern und den 60 Morgen Ackerland und erhalten nochmals 2000 Taler, mithin insgesamt 8000 Taler. Bleibt die Ehe kinderlos; können die Eheleute über alles, was sie während der Ehe erworben haben, frei disponieren. Es hängen ihre Siegel an (1) der Bräutigam, die Gebrüder (2) Johann und (3) Heinrich von Randerath, auch namens ihres Bruders Reinhard und ihres Neffen Eberhard von Randerath, sodann als Zeugen die Vettern, Blutsverwandten und Schwäger (4) Wilhelm von Friemersheim (Freimershem ), (5) Heinrich von Zours (Zuers ), (6) Wilhelm von Schaesberg (Schaelsbergh ), (7) Johann Gülicher (Gui -), (8) Wilhelm Bock, (9) Johann von Randerath zu Baesweiler, (10) Wilhelm Spies von Bubenheim (Bobbenheim ), Herr zu Satzvey (-veien ), (11) Johann von Hanxler (Hantz -) zu [Ruhr-]Kempen, (12) Wilhelm von Hanxler zu Gangelt, (13) Johann und (14) Adam von Lövenich, Gebrüder, sowie (15) Dietrich von Holthausen zur Klee. Die Braut unterschreibt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 4
U 1904/1
Bemerkung : Abschrift (17. Jh.), Pap. (unbeglaubigt) in Kasten 37Abschrift eines Entwurfs vom 27. September 1575 mit etlichen textlichen und wenigen sachlichen Abweichungen, unterschrieben von den Brautleuten, den Brüdern Johann und Heinrich von Randerath und Johann von Lövenich, beglaubigt durch Unterschrift des Notars Johann Pütz, Pap. in Kasten 37Entwurf (ohne Datum), Pap., lediglich die Mitgift der Braut betreffend in Kasten 37



1794 - 1818
Hinterlassenschaft des Karl Kaspar von Bylandt (> 1794), insbes. die Besitzungen Schloß Rheydt, Haus Schwarzenberg im Ländchen Kornelimünster und Tripter Gut zu Hassum.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 4/1
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 4, Akte 1
1498



Kasten 4


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 4/16




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Kasten 5






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1705 - 1726
Schreiben an Anna Magdalena von Westrem zu Glimbach geb. von Horrich, als Beilagen Zusammenstellung von Erbpachten und Kopie der Urk. d.d. 1670 Dez. 15 über Jagdbezirk des Hauses Alfens des von Horrich.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 6/1
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6, Akte 1
1550




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1724 - 1780
Einzelne Aktenstücke zu Prozessen.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 6/3
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6, Akte 3
1548



1726 - 1815
Streitigkeiten der von Nagel zu Herl, Gaul, Badinghagen und Listringhausen mit schuldnern und Pächtern, auch über die Fischerei in der Sülz.


Enthält : Urk. d.d.1762 Mai 13.
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 6/4
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6, Akte 4
1547




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1728 - 1779
Korrespondenzen und einzelne Aktenstückein Rechtsstreitigkeiten der von Nagel.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 6/5
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6, Akte 5
1546






Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 6/6




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1750 - 1759
Verschiedene Streitfälle der von Cortenbach: gegen Grafen zu Leerodt zu Born, Vikar Schrodt, Kloster St. Maximin in Köln, den Domdechanten zu Köln Grafen von Hohenzollern.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 6/7
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6, Akte 7
1544



1690 Jan 16
Aufschwörungstafel der 16 adligen Ahnen der Eva Alexandrina von Cortenbach aus Wissem. Perg. mit farbigen Wappen


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 6/18
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6, Akte 18
1539



1689
Briefwechsel zwischen Abt von Brauweiler und Raitz von Frentz wegen Jagdgerechtigkeit.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 6/23
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6, Akte 23
1538
Umfang : 2 Stück



1672
Einladung an Freiherrn von Lüninck zu Pleis zur Versammluing der jülich-bergischen Landstände. Ausf. auf Vordruck.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 6/24
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6, Akte 24
1537



1713
Auszug aus der Appellationssache Anna Elisabeth von Schlepegrell geb. Cannenbergen gegen kurpfäz. Kammerherrn Adolf von Moltecke


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 6/25
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6, Akte 25
1536
Umfang : 3 Bl.



1786
Kosten und Regeln des Pädagogium in Meinertzhagen. Druck in 8°


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 6/26
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6, Akte 26
1551
Umfang : 4 Bl.



1638 Mai 15



Beschreibung : Adolf v. Katterbach zur Gaul, pfalzneuburgischer Amtmann zu Porz (- tz), und seine Ehefrau Margarete v. Nechtersheim gen. Krümmel kaufen eine bis auf 5 1/2 Radermark Grundzins unbela-stete Behausung an der Johannisstraße [zu Köln] im Bezirk von St. Johann und Cordula, begrenzt von Besitz des verstorbenen Petrus Buccerius und solchem der Komturei, mit Hinterhof und Hinterhaus, der Hälfte des Ganges dahin von der Straße aus und mit dem Recht der Brunnennutzung von folgenden drei Par-teien zu je einem Drittel: 1) Vinzens von Ermeling, 2) Dr. Wilhlem Greuter als Vormund der Ursula Gualteri, 3) Jakob Bourbach, Schultheiß zu Worringen, für sich, seine [unbe-nannte] Ehefrau und als Kurator des Gerhard Rischwich, unmün-digen Sohnes des Lizentiaten Hermann Rischwich und der ver-storbenen Margarete von Ermel, sowie Maria Ermeling.Der Kaufpreis beträgt 1800 kölnische Tl. zu je 52 Albus, 31 Rtl. Verzichtgeld und 3 Reichsort Gottesheller.Die Verkäufer unterschreiben [nämlich: Maria von Ermell, Dr. Wilhelm Gruter, Vincentius von Ermell, Jakobus Borbach]; letzlich unterzeichent als Schreiber der Urkunde der öffentliche Notar Johann Gladbach.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6
U 188



1660 Februar 20



Beschreibung : NeuenhofDie Kirchmeister zu Meinerzhagen beklagen sich beim Drosten, Jakob Wever habe ohne ihre Zustimmung und ohne Entgelt etliche Bäume des Kirchengutes Auf den Hohen Linden fällen und daraus für seinen Hammer eine Achse, Säulen, Balken und sonstiges mehr fertigen lassen. Sie bitten, den Jakob Wever anzuweisen, den angerichteten Schaden zu ersetzen und künftige Eingriffe zu unterlassen.Auf Seite 4 folgt:Stephan v. Neuhof gibt dem unbenannten Richter zu Meinerzhagen das obige Schreiben zur Kenntnis. Da ein derartiges Eigentumsdelikt unverantwortlich sei, befiehlt er dem Richter, er möge seinen Sohn Jakob vernehmen und binnen 14 Tagen Bericht erstatten.Der Aussteller unterschreibt.Konzept, Pap
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6
U 364



1676 März 31



Beschreibung : KölnIm Schrein Niederich, Buch a Pistrina Maximini, stehen Dr. jur. utr. Heinrich Andreas Schneidt, Ratsverwandter der freien Reichsstadt Köln, und seine Ehefrau Maria Agnes Therlaen von Lennep eingeschrieben mit einer Erbrente von 40 Rtl. in specie, die ihnen jährlich am 31. März zu entrichten ist aus dem sog. Schreinershaus gegenüber der Kirche St. Johann und Cordula, aus einem Haus in der Johannisstraße, das zwischen dem freien Platz neben der Behausung des Gisbert Beer ( Geißberten Behren) und dem Haus Ehrenberg liegt, und aus der Hälfte einer Kammer beim Schreinershaus mit dem Hof dahinter bis zum rheinwärts gelegenen Pütz und dem Zugang zu diesem Pütz. Genannte Rente kann, sofern ein Vierteljahr zuvor gekündigt wird, mit 1000 Rtl. abgelöst werden.darunter: 1680 Februar 17 - KölnH[einrich] A[ndreas] Schneidt erklärt, daß ihm der Obrist [Matthias] v. Nagel das o.g. Kapital abgetragen hat, und bewilligt Löschung des Schreinsbucheintrags. - Unterschrift. Darunter: 1680 Februar 19 - KölnDie Schreinsschreiber Jakob Heigen und Johann Geyen bestätigen, das die o.g. Erbrente abgelöst und im Schrein freigeschrieben worden ist. - Unterschriften.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6
U 572



1699 Januar 21



Beschreibung : Zolder Graf v. Duras als Ehemann der verwitweten Gräfin v. Büren legt [zu Zolder bei Gericht] das Testament des Barons von Vogelzang vor, das lt. Aufschrift am 13. Sept. 1697 vor dem Notar Bosmans bestätigt wurde, und ersucht um Eröffnung, Verlesung, Fertigung einer authentischen Kopie und Rückgabe des Originals. Die Schöffen Hieronymus Wendelen, P. Ramackers und Peter Hoydonck bezeugen, daß der Umschlag des Testaments durch drei Petschaftsabdrücke, die das Wappen des Ferdinand Freiherrn des Landes Vogelzang zeigen, verschlossen ist und laut Aufschrift am 13. Sept. 1697 auf dem Haus Vogelzang im Beisein der seinerzeit mitunterschreibenden Zeugen Jungfrau Eleonora Charlotte la Fontaine und Advokat Egidius Vleckers durch Ferdinand Graf zu Knyphausen, Freiherrn des Landes Vogelzang, den ausfertigenden apostolisch autorisierten Notar M. Bosmans vorgelegt wurde mit dem Ersuchen, das Testament sogleich nach Tod des Erblassers der Juliana Katharina geb. Gräfin v. Frydag, verwitwten Gräfin v. Büren, oder einem von dieser Bevollmächtigten zu eröffnen, und zwar im Beisein zweier Schöffen aus Zolder oder zweier anderer glaubwürdiger Personen. Ferner bestätigen und vidimieren die Schöffen als Inhalt des Umschlags: 1) die am 26. Aug. 1697 zu Lüttich durch Erzbischof Joseph Clemens dem Ferdinand Freiherr von Vogelzang erteilte Genehmigung zur Testierung, besiegelt mit des Ausstellers Großsiegel in rotem Wachs, unterzeichnet: Rosen, und lt. Dorsalvermerk registriert zu Lüttich am 28. Aug. 1697 durch den unterzeichnenden Sekretär Henricks [franz.] 2) das Testament d.d. 1697 August 29 - Kastell Vogelzang Ferdinand Baron v. Knyphausen und Vogelzang (- sangk ) errichtet ein Testament. Es ist ihm daran gelegen, daß es künftig nicht zu Zwistigkeiten und Prozessen kommt wegen der Schenkung unter Lebenden, die er am 1. Febr. 1691 zugunsten seines inzwischen verstorbenen Neffen Karl Christian v. Knyphausen verfügt hatte unter der Bedingung, daß dieser und dessen Vater als Gegenleistung alle seine Schulden und die gegen ihn bestehenen Forderungen übernehmen sollten. Da der Schenkungsvertrag hinfällig wurde, hat er inzwischen viele Schulden, zumal zur Abwendung von Vollsteckungsmaßnahmen selbst bezahlen müssen. In dieser Lage und nachdem ihm am 26. lfd. Monats sein Landesherr, der Bischof und Prinz zu Lüttich und Graf von Loon, seine Zustimmung [zu testamentarischen Dispositionen] erteilt hat, widerruft er hiermit vorerwähnte Schenkung und verfügt letztwillig: Er möchte beigesetzt werden in der Pfarrkirche seines Dorfes Zolder (Solre ), wo seine Eltern ruhen, und er vermacht dieser Kirche wie auch der Kirchenfabrik von St. Lambert in Lüttich je zehn brabantische Stüber, dem Pastorat zu Zolder zudem eine Jahrrente von 37 brabantischen Gld. für eine wöchentliche Freitagsmesse und eine jedes Jahr an seinem Todestag für ihn und seine Eltern zu lesende feierliche Requiemsmesse, die am Sonntag zuvor in der Kirche zu Solre anzukündigen ist. Der Loretokapelle zu Bolderberg (op den Bolderbergh ) vermacht er 1000 brabantische Gld. bzw. eine Jahrrente von 50 Gld. zur Stiftung einer wöchentlichen Messe, deren Kollation seinen Erben bzw. Nachfolgern auf dem Stammhaus Vogelzang zustehen soll. Außerdem sind nach seinem Tode tausend Messen durch Ordens- oder Weltgeistliche in Hasselt und Umgebung zu lesen; seine Erben haben die betreffenden Priester zu benennen, eine angemessene Beisetzung und dabei auch die Verteilung von Almosen durch Ausgabe von gebackenem Brot oder anderem. sicherzustellen. Seinem Patenkind Ferdinand Sigers, Sohn des Sekretärs, hinterläßt er 100 Patacons. Zur Universalerbin seines Stammhauses Vogelzang mit all dessen Herrlichkeiten, Jurisdiktion und Zinshöfen sowie allen Rechten im Lande Lüttich, in der Grafschaft Loon oder anderwärts, seiner Mobilien, Guthaben und Forderungen bestimmt er seine Nichte Juliane Katharina geb. Gräfin v. Frydag, verwitwete Gräfin v. Büren, unter den Voraussetzungen, daß diese sich ohne seine Zustimmung nicht wiederverheiratet und daß sie ihren Schwager, den Herrn zu Lütetsburg (Lutsborgh ), davon abbringt, daß dieser das, was er seinetwegen an Bocholt und Konsorten oder andere Personen verauslagt haben mag, gegen die abgeholten Möbel kompensiere. Ausdrückliche Bedingung ist ferner, daß sie vom Stammhaus Vogelzang, dessen Herrlichkeit und Zinshöfen, von den anderen Rechten und Immobilien nichts verkauft, versetzt, belastet oder entfremdet, sondern alles ihrem ältesten Sohn oder dessen männlichen Erben bzw. falls solche fehlen, Töchtern ihrer Nachkommenschaft hinterläßt als ewiges Fideikommiß nach Erstgeburtsrecht. Sollte sie keine rechtmäßigen Erben hinterlassen können, ist sie berechtigt, einem Mitglied der Familie v Knyphausen, das diesen Namen trägt und katholischer Konfession ist, alle besagten Güter zu vermachen, und zwar als Fideikommiß unter den vorbeschriebenen Bedingungen der Erbfolge. Damit dieserhalb nichts verabsäumt wird, hat die Universalerbin sogleich nach seinem Tod einen v. Knyphausen als Erben zu benennen und für den Fall, daß dieser kinderlos vor ihr sterben sollte, einen weiteren. Unterläßt sie eine solche Nomination, geht das gesamte Erbe nach ihrem Tod an den Ältesten aus der Familie v. Knyphausen, der katholisch und am nächsten mit ihm verwandt ist. Wenn seine Erbin das Stamhaus baulich zu bessern oder Belastungen von vorerwähnten Herrlichleiten abzutragen hat, soll ihr der von ihr nominierte Nachfolger die Kosten erstatten. Ausdrücklicher Wunsch und Begehr ist es, daß die Erbin und alle Nachfolger das Stammhaus Vogelzang bewohnen und daß die Besitzergreifung sogleich nach dem Erbfall ohne besondere Feierlichkeit erfolgt. Für den Fall, daß die Inbesitznahme behindert würde, gibt er seinem Drosten, allen Amtsträgern (officiers ) und Untertanen unter Hinweis auf ihren Treueeid den strikten Befehl, seiner Erbin jede Hilfe und allen Beistand zur Realisierung dieses seines Letzten Willens zu gewähren. Der Testator unterschreibt. Die genannten Schöffen beglaubigen die Richtigkeit der von beiden Schriftstücken gefertigten Kopien durch ihre Unterschrift; der erstgenannte Schöffe bezeugt sodann als Sekretär des Gerichts zu Zolder, daß der Graf v. Duras das Testament angenommen und ein Inventar erstellen zu lassen zugesagt hat.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6
U 718



1736 März 31



Beschreibung : Schlenderhan F[erdinand] Philipp v. Hundheim bestätigt, daß seine verstorbene Ehefrau Maria Franziska gen. Raitz v. Frentz zu Schlenderhan mit seiner Zustimmung vor der Eheschließung zugunsten ihres Bruders Franz Winand Hieronymus und ihres Oheim Arnold Wolfgang zur Erhaltung des Frentzschen Namens und Stammes auf jedes Recht am Erbe von Vater und Mutter sowie aus Seitfällen in aller Form Verzicht geleistet hatte. Der Aussteller unterschreibt und petschiert.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6
U 954



1747 Oktober 8



Beschreibung : Köln J[ohann] P[eter] Boymann, Generalvikar und Komtur [des Malteserhauses St. Johann und Cordula in Köln], überträgt die ihm wegen seines Hofes und dessen Buschgerechtigkeit zustehende Stimme zur Wahl eines neuen Forstmeisters in der sogenannten Bürge an [Franz Winand Hieronymus] Frh. [Raitz] v. Frentz, der ihn bei Benachrichtigung über den Tod des bisherigen Forstmeisters darum gebeten hatte. Der Aussteller unterschreibt und petschiert.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6
U 1048



o.D.



Beschreibung : [nach 1752] Zwischen der verwitweten Freifrau v. Nagel zur Gaul, deren volljährigen Kindern und den Vormündern eines noch minderjährigen Miterben, nämlich den Freiherren v. Pfeil zu Stammheim und v. Lüninck zu Bell einerseits und Freiherrn v. Nagel zu Herl und Badinghagen, Amtmann zu Hückeswagen und Bornefeld, andererseits wird ein Erbkauf vereinbart. Letztgenannter hatte den Rittersitz Gaul, der an Freiherrn v. Mengerson vorbehaltlich der landesherrlichen Zustimmung verkauft worden war, durch Retraktrecht erstanden, und er könnte zudem als Besitzer der Sohlstatt die Befugnis geltend machen, die noch von der Witwe v. Nagel besessenen beiden sogenannten Platzhöfe als Zubehör des Rittersitzes zur Konsolidierung einzuziehen, was freilich unvorteilhafter wäre als ein freier Kauf bzw. Verkauf. Da sich die Objekte, sowohl die Gebäude als auch die Ländereien und Büsche, in sehr schlechtem Zustand befinden und die derzeitigen Eigentümer sich nicht zu Besserungen in der Lage sehen, vielmehr mit den Vormündern überzeugt sind, daß ihnen wie den erwachsenen Kindern mit den durch Verkauf zu erlangenden Geldern am besten gedient wäre, werden hiermit die beiden Platzhöfe mit ihrem Zubehör an Gebäuden, Äckern und Büschen erblich und unwiderruflich dem Freiherrn v. Nagel zu Herl und Badinghagen verkauft. Zugleich werden ihm alle Rechte übertragen, die daraus hergeleitet werden können, daß die Kinder auf Gaul nach Tod ihres Vaters verschiedene Stücke ohne Zustimmung der Vormünder veräußert haben, die unstreitig zur Sohlstatt gehören. Der Ankäufer übernimmt die Schuld der Verkäufer in Höhe von 2000 Rtl., die zugunsten der Regenten des [Gymnasium] Laurentianum [in Köln] auf die Platzhöfe verschrieben sind, und er verspricht außerdem, 4000 Gld. zu je 39 Stüber zu zahlen, sobald ihm die wegen des einen noch minderjährigen Kindes erforderliche gerichtliche Zustimmung des landesherrlichen Hofrates zugestellt wird. Wird eine solche Zustimmung nicht erteilt, ist der Ankäufer an den Vertrag nicht mehr gebunden. Die Vertragspartner sollen zwei gleichlautende Ausfertigungen unterschreiben und petschieren. Darunter vermerkt J[ohann] F[riedrich] v. Pfeil eigenhändig: Dieses ist die Copey des mit Frh. v. Nagel gethätigten Kaufs, welches also geschlossen, jedoch salve ratificatione der Frawen von Nagel zu Badinghagen. - Wegen der Datierung s. Urk. d.d. 1752 Nov. 24. - Lt. Rückvermerk von Nagels Hand hatte er für den adeligen Vorteil zuvor 1500 Rtl. gezahlt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6
U 1084



[1753] August 14



Beschreibung : Wissem Adolf Josef Christoph Frh. v. Cortenbach, Domherr und Großkantor des Domstifts Lüttich, Propst zu Thuin, Kammerpräsident des Kardinals und Prinzen von Lüttich, bestätigt, daß Philipp Theis, gebürtig zu Merenberg, bei seinem verstorbenen Vetter Franz Wolfgang Frh. v. Cortenbach, Herrn zu Wissem, Glimbach, Schleveringhoven (Schleverkoven ), Alfens und Paß, kurkölnischem Kammerherrn, 14 Monate als Jäger gedient hat. Genannter hat seinen Dienst stets zur vollen Zufriedenheit seiner Herrschaft getan, und er wäre sicherlich weiter beschäftigt worden, hätte die Haushaltung auf Haus Wissem nicht im laufenden Jahr wegen des Todesfalls aufgegeben werden und er sich daher genötigt sehen müssen, seine Entlassung zu erbitten, um sein Glück anderwärts zu suchen. Dem Philipp Theis wird auf seine Bitte hin dieser Demissionsschein erteilt, und ein jeder wird freundlich ersucht, ihm behilflich zu sein. Der Aussteller unterschreibt und petschiert.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6
U 1092