Historisches Archiv der Stadt Köln
3 Nachlässe und Sammlungen
3.2 Nachlässe, Partei-, Vereins-, Familienarchive
3.2.18 Buchstabe R
Raitz von Frentz (Familie)
Best. 1037 Raitz von Frentz (Familie)

Verzeichnungseinheiten:  1-100 101-200 201-300 301-367 


1600 Mai 4



Beschreibung : Vor Kaspar Simonius genannt Ritz, Schultheiß, Christian Mertens, Rutger Reichartz und Heinrich Boymann, Schöffen des Gerichts Baesweiler ( Bastwyler), überträgt der edle und ehrenfeste Adolf v. Stommel, Sohn des verstorbenen Wilhelm v.Stommel, im Beisein und mit Zustimmung des edlen und ehrenfesten Winand Raitz ( Raetz) v. Frentz, seines Oheims mütterlicherseits, als Schenkung unter Lebenden seiner Mutter Johanna Raitz v. Frentz die ihm laut Originalverschreibung zustehende Jahrrente von 15 Malter Roggen aus dem Liecker Hof (Lieckem Hoff) im Dorf Oidtweiler (Oetwyler), und zwar zu Händen des von der Mutter durch eine beim Gericht zu Baesweiler hinterlegte Vollmacht beauftragten Dieners Heinrich Homberg.Angehängt werden die Siegel des Adolf v. Stommel, der auch - als Adolf v. Stommel zum Neuenhof (Newenhoiff) - unterschreibt, des Kaspar Simonius gen. Ritz und des Gerichts.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 4



1600 Oktober 27



Beschreibung : Vogt und Schöffen des Gerichts Nothberg ( Noet-) [keine Namen] geben Mitteilung an Anna v. Gertzen, Witwe v. Palant, Frau zu Berg, Bettendorf und Mitherrin der Herrlichkeit Weisweiler, daß im Rechtsstreit mit ihr Paulus Mombartz namens seiner Mutter Maria Nacken am 18. d. Mon. die Wiederaufnahme und ihre Vorladung beantragt hat. Dementsprechend wird sie hiermit aufgefordert, am 2. November um 11 Uhr im Gerichtshaus (Dinckhaus) zu Nothberg zu erscheinen oder sich durch einen bevollmächtigten Anwalt vertreten zu lassen.Das Gerichtssiegel wird aufgedrückt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 8



1628 November 13



Beschreibung : AachenElisabeth v. Kewerberg genannt Mewen, Witwe des Johann v. Merode genannt Houffalize (Hoffalis), Herrn zu Leefdaal (Loefsdall) und Frankenberg (Franckenburg), als Mutter und Leibzüchterin, Johann und Rogier v. Kewerberg genannt Mewen als Oheime und testamentarisch bestellte Vormünder, sodann als Mitvormünder Melchior v. Colyn, Kanonikus des kaiserlichen Stifts Unserer Lieben Frau in Aachen, und Joachim Berchem, Alt-Bürgermeister und Schöffe des Königlichen Stuhls, Stadt- und Schöffengerichts zu Aachen, bekunden: Nachdem ihre Tochter bzw. Nichte Johanna v. Merode genannt Houffalize sich für den geistlichen Stand entschieden und in der kaiserlich freien Abtei Burtscheid ( Bordtschiedt) freiwillig Profeß geleistet hat, wozu sie alt genug ist, erfordert es die Billigkeit, sie wie andere adelige Konventualinnen der genannten Abtei mit einer jährlichen Leibrente auszustatten. Die im Testament ihres Vaters für solchen Fall vorgesehenen 25 Aachener Tl. genügen mittlerweile nicht mehr, und Johanna will damit auch nicht zufrieden sein. Darum wird ihr hiermit eine Leibrente von 35 Tl. zu je 26 Mark zugesagt, die erstmals am Ausstellungstag des kommenden Jahres in die Abtei geliefert werden soll. Zu einem Unterpfand verschrieben wird dafür eine Wiese von acht Morgen außerhalb der Stadt vor der Königspforte und überhaupt alles, was die Mutter in Stadt und Reich Aachen leibzüchtigerweise nutzt und ihren Kindern gehört. Damit soll Johanna von allen Gütern ihrer Eltern und allem Erbrecht aus Seitfällen abgefunden sein. Sollte nach Tod der Mutter ein Bruder oder eine Schwester ohne Leibeserben sterben, erhält sie jeweils fünf Goldgld., und für den Fall, daß alle ihre Geschwister ohne Leibeserben verstürben, erhöht sich ihre Leibrente um jährlich zehn Goldgld. Falls die Abtei Burtscheid - wie schon viele andere Klöster - durch Religionswirren oder Krieg so zerstört würde, daß Johanna nach Hause kommen müßte, stehen ihr für Kost und Unterhalt neben der Leibrente weitere 125 Aachener Tl. jährlich zu, bis sie in ihr Kloster zurückkehren kann.Mutter und Vormünder bitten den Abt von Val Dieu ( Gottßdall) und die Abtissin zu Burtscheid, neben ihnen und Johanna selbst zu unterschreiben und ihr Siegel anzuhängen. Richter und Schöffen der Stadt Aachen [keine Namen!] approbieren die Vereinbarung durch richterliches Dekret, unterschrieben von Dr. Georg Stückger.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 128



1637 Oktober 20



Beschreibung : Johann Jakob v. Schiderich zu Stammeln,Sohn des verstorbenen Dietrich v. Sch. zu St. und der noch lebenden Laurentia Spies [v. Büllesheim] zum Forst, beredet die Ehe mit Anna Maria, Tochter der verstorbenen Eheleute Reinhard v. Wambach zu Wammen und Agnes v. Schaesberg zu Streithagen. Die Brautleute wollen alsbald das Sakrament der Ehe empfangen. Er soll einbringen die ihm erblich zugefallenen Güter Stammeln und Forst, [Haus] Klockring [zu Köln] und den Hof zu Weilerswist, wobei seiner Mutter die Leibzucht vorbehalten bleibt. Sie erhält als Mitgift 4500 Reichstl., die ihr Bruder Bertram v.W. unter Verpfändung all seiner Güter insbesondere des Gutes Stommeln bis zur Auszahlung mit 5 v. H. verzinsen wird, dazu 500 Reichstl., zur Aussteuer, von denen 300 bereits ausgezahlt sind. Sie verzichtet dafür auf alles Gut ihrer Eltern, insbesondere auf die Forderung wegen des noch nicht ausgezahlten Heiratsgeldes ihrer verstorbenen Mutter, behält sich jedoch vor, an Seitfällen hälftig berechtigt zu bleiben. Es folgen genaue Vereinbarungen für die Fälle, daß ein Ehepartner mit gemeinsamen Kindern überlebt, daß er sich wieder-verheiratet oder daß die Ehe kinderlos bleibt.Mit dem Bräutigam sollen unterschreiben seine Mutter, der Bruder seines verstorbenen Vaters, nämlich Johann v. Schiderich, Kanonikus des Stifts Kerpen, und sein Schwager Johann v. Hoengen genannt Wassenberg zur Höhe, mit der Braut ihr Bruder Bertram v. Wambach zur Wammen und Stammeln, Adolf Sigismund [Raitz] v. Frentz, Herr zu Kendenich, kurkölnischer Landhofmeister, und die Gebrüder Johann Ebertin und Arnold Raitz v. Frentz, Domherren zu Lüttich bzw. zu Speyer.- Von den angekündigten Unterschriften fehlt die des Adolf Sigismund Raitz v. Frentz; auf Seiten der Braut hat zusätzlich unterschrieben Johann v. Eynatten, Probst zu Aachen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 187



1645 August 24



Beschreibung : Köln, in der Immunität von St. KunibertDie Eheleute Adolf v. Katterbach zu Gaul (Goull), pfalzneuburgischer Amtmann zu Porz, und Maria geb. v. Nechtersheim genannt Krummel kaufen von Jakob Erckelentz, Johann Gerhard Syver [in der Unterschrift: Sever], Jakob Wolff [Unterschrift: Wulff] und Anton Butzerus [Unterschrift: Boetzerus] und deren [ungenannten] Ehefrauen und Erben zwei Häuser unter einem Dach auf der Johannisstraße neben dem Hof der Käufer und dem Hof der Abtei Kamp nebst einem Gang und freien Platz, über die zwischen den Käufern und Verkäufern bisher Streit herrschte, für 1323 köln Tl. zu je 52 Albus und vier Rosenobel als Verzichtsgeld. Im Schrein wird der Besitz Behausung neben dem Hause Ehrenberg genannt. Sobald die Kaufsumme erlegt ist, werden die Verkäufer die Objekte lastenfrei und nach Schreins- und Stadtrecht mit allen betreffenden Dokumenten übertragen und Wärschaft leisten.Die vier Verkäufer unterschreiben und mit ihnen der kaiserlich autorisierte Notar Laurentius Mey.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten: 51
U 252



1653 Oktober 10



Beschreibung : Haus ArcenMarsilius v. Gelder, Freiherr zu Arcen ( Arssen), Herr zu Türnich, Frechen und Bachem (Bachum), Erbvogt zu Bell, königlich spanischer Rat des Fürstentums Geldern und Drost des Landes von Kessel, bekundet, daß ihm durch Übertragung und Erbfolge unter anderem das Haus Bree im Lande von Kessel mit alem Zubehör rechtmäßig zugefallen ist und daß die zu diesem Hause gehörigen Lehnsleute ihren Lehnseid zu erneuern haben. Dementsprechend belehnt er hiermit Arnold Adolf v. Bocholtz ( Boeckholt), Kanonikus des Stifts St. Viktor in Xanten, auf dessen Ersuchen hin mit dem adeligen Gut der Paß im Kirchspiel Wankum. Der durch Herrn v. Bocholtz bevollmächtigte Anton zum Blauenstein hat den Lehnseid abgelegt, und zwar wegen des Fehlens von Lehnsleuten des Hauses Bree vor Heinrich v. Arth und Matthias Aebels, Lehnsleuten seines Hauses Arcen.Der Aussteller hängt sein Siegel an.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
Bestellsignatur: Kasten 51
U 319



1656 Februar 5



Beschreibung : KölnÄgidius, erwählter und bestätigter Abt von St. Pantaleon in Köln, bekundet, daß in seiner Mannkammer vor ihm, seinem Lehnsrichter Johann Georg von Bergh und seinen Lehnsmannen Petrus Scholteßen und Wilhelm Bollich der Generalleutnant Johann v. Norprath (- radt), Herr zu Hulhuizen (Hullhaußen) und Dyckhof, als Vormund der edlen Maria Elisabeth und Johann Dietrich v. Honseler (Hanßeler) persönlich erschienen ist und erklärt hat, erst kürzlich erfahren zu haben, daß das den beiden v. Honseler gehörige Gut Flebach (Vlie-), im Fürstentum Berg zwischen dem Königsforst und dem Bach gelegenen, lehnrührig und nach Tod der früheren Lehnsträger neu zu empfangen ist. Obwohl das Gut von Rechts wegen heimgefallen war, weil der zuletzt Belehnte bereits vor vielen Jahren starb und eine Neubelehnung nicht innerhalb der vorgeschriebenen Zeit erfolgte, belehnt der Aussteller nunmehr Herrn v. Norprath als Vormund mit genanntem Gut, vorbehaltlich der Rechte, die dem Tempelhofer Gericht der Abtei wegen zweier Hofstätte zustehen.Der Abt, sein Lehnsrichter und seine beiden genannten Mannen hängen ihre Siegel an.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 338



1670 Mai 28



Beschreibung : IchendorfGerhard v. Schönebeck bezeugt, daß die verstorbene Lucia v. Elmpt geb. v. Cronenberg ihm und seiner verstorbenen Ehefrau Sibylla von der Lippe am 24. April 1662 gegen 5% ige Verzinsung 500 Reichstl. geliehen und von ihnen dafür ihr Erbe und Gut in den Fürstentümern Jülich und Berg zu Unterpfand verschrieben erhalten habe. Die Kapitalforderung ist nach Tod der genannten Frau v. Elmpt Herrn Dr. jur. utr. Maximilian v. Kreps, Ratsverwandten der Stadt Köln, und dessen Ehefrau Anna Margarete v. Cronenberg durch gerichtliche Teilung zugewiesen worden. Mit diesen Erben ist er nun übereingekommen, ihnen mit Zustimmung seiner Kinder, deren Ratifikation er binnen vier Wochen beibringen wird, für die besagten 500 Reichstl. zehn Morgen Wiesen zu Ichendorf käuflich zu überlassen, vorbehaltlich der Wiederlösemöglichkeiten nach zwölf Jahren. Es handelt sich um folgende drei Parzellen: Vier Morgen neben den beiden Morgen des Herrn zu Hasselrath, den Wiesen des Jo-hann Schumacher, Offermanns zu Quadrath (Kottrath), der Kleinen Arfft und den Wiesen des Junkers Mülheims zu Boisdorf ( Bostorff), ferner drei benachbarte Morgen, begrentzt von Land des Herrn v. Frentz zu Frenz, dem Viertel der Kirche zu Quadrath, dem Feldgraben und dem Kirchengraben, drittens drei Morgen, die begrenzt werden von vier Morgen des Junkers zu Boisdorf, den drei Morgen des Pastors zu Quadrath, dem Feldgraben und von Schallen oder Zaun Johanns anderthalb Morgen. Diese Wiesen sind allodial und weder schatzbar noch mit Steuern belastet, ledig-lich zehntpflichtig an das Haus Schlenderhan.Der Aussteller unterschreibt und hängt sein Siegel an; auf seine Bitte hin betstätigen Schultheiß und Schöffen der Herrlichkeit Frenz [keine Namen!] den Erbkauf, versprechen, die Ent- und Anerbung geschehen zu lassen nach der zugesagten Ratifikation durch alle Kinder des Verkäufers, und hängen ihr Siegel an.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 532



1670 Dezember 15



Beschreibung : Haus GlimbachAlexander v. Horrich zu Glimbach erscheint vor dem protokollierenden Notar mit dem achtbaren Bartholomäus Stelten, der über 70 Jahre alt ist und von Jugend auf als Diener und Jäger zu Alfens im Amt Millen wohnt, und zwar erst bei Johann v. Westrem dem Alten, dann beim Obristen Johann v. Westrem dem Jungen und anschließend bei dessen Bruder, dem verstorbenen Obristleutnant Philipp Johann v. Westrem, und der dann selbst auf Haus Alfens Halfe wurde und dies über 18 Jahre lang blieb und heute noch ist. Auf Ersuchen des Herrn v. Horrich macht der Halfe Stelten über den Jagdbezirk des Hauses Alfens an Eidesstatt folgende Aus-sage: Haus Alfens ist stets zum Jagen berechtigt gewesen auf der Isstraße ( Eys-) zwischen dem Isenbruch ( Eysenbroch) unter Susteren, durch die Wiesen und Ländereien längs dem Isenbusch (Eysenen Busch) bis auf die Schalbrucher Gemeinde, weiter bis auf Echterbosch, dann bis zum Heidler längs Höngen und bis an die oberste Grenze der Westerheide, weiter auf Hasselrath zu, von da aus längs Süsterseel und längs des Wehrer Fenns ( Veen). In diesem Bezirk steht nur das Knein-Büschchen in der Westerheide dem Landesherrn zu. Weiter verläuft die Jagdgrenze des Hauses Alfens hinter dem Isenbruch her an der Nieuwstadter ( Newstader) Grenze entlang bus zur Isstraße zurück. Im beschriebenen Bezirk ist Haus Alfens stets zur kleinen Jagd berechtigt gewesen; er selbst hat bei den alten Herren hier in 50 und mehr Jahren immer ohne jeden Widerspruch gejagt.In Anwesenheit der Zeugen Heinrich Weitz, ehemaliger Schulheiß zu Linnich, und Reinhard Plum, Schöffen zu Boslar, unterschreibt der kaiserlich autorisierte und am jülich-bergischen Hof zu Düsseldorf approbierte und immatrikulierte Notar Petrus Trommen und drückt sein Notariatspetschaft auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 51
U 535/1
Bemerkung : Abschr., Pap, beglaubigt durch Unterschrift des öffentlichen Notars W. Scharffhausen in Kasten 66, Akte 22Abschr., (um 1720), Pap. in Kasten 68, Akte 12Abschrift in Kasten 6, Akte 1



1677 Juni 21



Beschreibung : BonnMaximilian Heinrich, Erzbischof zu Köln, des Hl. Römischen Reiches durch Italien Erzkanzler und Kurfürst, Bischof zu Hildesheim und Lüttich usw., belehnt, nachdem er zuvor dem Matthias Friedrich v. Behr die Veräußerung des erzstiftischen Lehens Backhaus in der Stadt Linn gestattet hatte, seinen Fiskalprokurator Heinrich Steinmann als Bevollmächtigten des Hermann Kornelius Heinsberg für diesen und dessen männliche Leibeserben mit dem Burglehen Backenhaus in der Stadt Linn, mit zwölf Mark brabantisch, die jährlich auf St. Martin aus dem Stümper (Strümpger) Zoll zu erheben sind, und mit Brennholz aus den Bockumer und Oppumer Büschen, von dem wöchentlich ein Fuder geholt werden kann, wenn der Vasall selbst in Linn wohnt, ansonsten nur alle 14 Tage. Die genannten zwölf Mark können jederzeit mit 100 Gld. zu je vier Mark kölnisch abgelöst werden; in diesem Fall hat der Lehnsträger ein Gut im Erzstift von mindestens 100 Gld. Wert zu Lehen aufzutragen.Der Aussteller unterschreibt und läßt sein Sekretsiegel anhängen im Beisein seines Landrentmeisters Daniel Hülßmann und seines Getreuen Dr. jur. utr. Johann Reinhard Claudt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 582



1693 Dezember 17



Beschreibung : Haus GlimbachEheberedung zwischen Gottfried Albert ( E-) Adam v. Westrem, ehelichem Sohn des Albert v. W., Herrn zu Sümmern und Hembrock ( Heimbroick), und der Theresia Maria Elisabeth von und zu Weichs und Körtlinghausen, und Anna Magdalena v. Horrich, Tochter des verstorbenen Alexander v. H. zu Alfens (Alffen) und der Justina Maria v. Westrem. Dem Bräutigam gibt sein Vater in die Ehe mit Haus und Herrschaft Sümmern wie auch das adelige Haus Hembrock. Die Braut erhält von ihrer Mutter den Rittersitz Haus Alfens mit allem Zubehör, die Korn - und Olmühle im Isenbruch, Amt Millen, und zur Aussteuer eine Obligation von 500 Reichstl. aus dem Dorf Holtum. Nach Tod der Mutter soll sie dann den adeligen Sitz Haus Glimbach mit allem Zubehör erhalten, ferner die Erbschaft zu Gevenich und die Mühle zu Boslar und dafür ihrer Schwester Maria Elisabeth das Haus Alfens und die beiden Mühlen abtreten. Die Guthaben und Verschreibugen, die Forderung an das Haus Odenkirchen und die bewegliche Habe sollen die Schwestern hälftig teilen. Falls Fräulein Maria Elisabeth, die nicht befugt sein soll, Haus Alfens zu veräußern oder einem anderen zu vermachen, ohne Hinterlassung ehelicher Kinder stirbt, erhält die jetzige Braut alle genannten Besitzungen. Stirbt der Bräutigam ohne eheliche Kinder, stehen ihr als Witwe außer dem von ihr eingebrachten Heiratsgut 3.000 Reichstl. zu. Stirbt sie vor ihm ohne eheliche Kinder, steht ihm die Nutzung ihrer Mitgift auf Lebenszeit zu, und 300 Reichstl. aus den Glimbacher Gütern erhält er zu Eigentum.Zwei gleichlautende Ausfertigungen werden unterschrieben und mit Petschaften besiegelt vom Bräutigam, seinen Eltern, Hans Gaudenz v. Westrem und Lambert Vogel, Pastor zu Ruhr-Herdecke, sodann von der Braut, ihrer Mutter, Anna Elisabeth v. Westrem, Witwe v. Brembt zu Holtum, und der Notar Petrus Trommen. Ferner unterzeichnet Johannes Röber, Rektor in Koffern.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 690/1
Bemerkung : Abschr. (18. Jh.), Pap. in Kasten 51



1693 Dezember 17



Beschreibung : Haus GlimbachEheberedung zwischen Gottfried Albert ( E-) Adam v. Westrem, ehelichem Sohn des Albert v. W., Herrn zu Sümmern und Hembrock ( Heimbroick), und der Theresia Maria Elisabeth von und zu Weichs und Körtlinghausen, und Anna Magdalena v. Horrich, Tochter des verstorbenen Alexander v. H. zu Alfens (Alffen) und der Justina Maria v. Westrem. Dem Bräutigam gibt sein Vater in die Ehe mit Haus und Herrschaft Sümmern wie auch das adelige Haus Hembrock. Die Braut erhält von ihrer Mutter den Rittersitz Haus Alfens mit allem Zubehör, die Korn - und Olmühle im Isenbruch, Amt Millen, und zur Aussteuer eine Obligation von 500 Reichstl. aus dem Dorf Holtum. Nach Tod der Mutter soll sie dann den adeligen Sitz Haus Glimbach mit allem Zubehör erhalten, ferner die Erbschaft zu Gevenich und die Mühle zu Boslar und dafür ihrer Schwester Maria Elisabeth das Haus Alfens und die beiden Mühlen abtreten. Die Guthaben und Verschreibugen, die Forderung an das Haus Odenkirchen und die bewegliche Habe sollen die Schwestern hälftig teilen. Falls Fräulein Maria Elisabeth, die nicht befugt sein soll, Haus Alfens zu veräußern oder einem anderen zu vermachen, ohne Hinterlassung ehelicher Kinder stirbt, erhält die jetzige Braut alle genannten Besitzungen. Stirbt der Bräutigam ohne eheliche Kinder, stehen ihr als Witwe außer dem von ihr eingebrachten Heiratsgut 3.000 Reichstl. zu. Stirbt sie vor ihm ohne eheliche Kinder, steht ihm die Nutzung ihrer Mitgift auf Lebenszeit zu, und 300 Reichstl. aus den Glimbacher Gütern erhält er zu Eigentum.Zwei gleichlautende Ausfertigungen werden unterschrieben und mit Petschaften besiegelt vom Bräutigam, seinen Eltern, Hans Gaudenz v. Westrem und Lambert Vogel, Pastor zu Ruhr-Herdecke, sodann von der Braut, ihrer Mutter, Anna Elisabeth v. Westrem, Witwe v. Brembt zu Holtum, und der Notar Petrus Trommen. Ferner unterzeichnet Johannes Röber, Rektor in Koffern.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 690/2
Bemerkung : Ausf., Pap. (Heft mit sechs beschriebenen Seiten) in Kasten 51



1700 März 7



Beschreibung : Bonn Josef Klemens, Erzbischof von Köln, des Hl. Römischen Reiches durch Italien Erzkanzler und Kurfürst [usw.], belehnt seinen Fiskal- und Revisionsgerichtsprokurator Philipp Arnold Saur als Bevollmächtigten des Johann Baptist Heinsberg für diesen und dessen männliche Erben mit dem Burglehen Backenhaus in der Stadt Linn nebst zwölf Mark brabantisch, die jährlich auf Martini aus dem Strümper (Strumpger ) Zoll zu erheben sind. Aus den Bockumer (Bochheimer ) und Oppumer (Oppemer ) Büschen kann jede Woche ein Fuder Brandholz nach Linn geholt werden, sofern der Lehnsträger selbst dort wohnt, sonst nur alle 14 TAge. Das Lehen wird so und mit all dem Zubehör vergeben, wie es Matthias Friedrich v. Behr hatte und dann nach dessen mit Konsens des verstorbenen Erzbischofs Maximilian Heinrich erfolgter Reputation der Vater Cornelius Hermann Heinsberg des jeztzt Belehnten. Anwesenheitszeugen sind die Hof- und Hofkammerräte Adolf Sigismund Burmann, Dechant der Kollegiatkirche Cassius und Florentius in Bonn, und Johann Marx Schönhofen, beide Doktoren der Rechte.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 751



1709 Mai 22



Beschreibung : Püngelscheid Eheberedung zwischen Johann Christian Hermann v. Neuhof genannt Ley, Herrn zu Benninghofen, kaiserlichem Hauptmann und Kommandanten zu Otterndorf im Havelland, Sohn der verstorbenen Eheleute Engelbert v. N. gen L., Herrn zu Badinghagen und Lieberhausen, und Anna Margarete v. Scheidt genannt Weschpfennig aus dem Hause Rott, und Anna Henrika Katharina v. Neuhof, resigniertem Stiftsfräulein zu Fröndenberg, Tochter des verstorbenen Dietrich Stephan v. N., Herrn zu Püngelscheid und Gelinde, klevisch-märkischem Geheimen Regierungs-, Justiz- und Hofgerichtsrat sowie Drosten zu Neuenrade, und der Anna Elisabeth v. Neuhof aus dem Hause Neuenhof. Er bringt in die Ehe alle seine Güter und Einkünfte, namentlich seinen freiadeligen Rittersitz Benninghofen, und verspricht zu einer Morgengabe die Einnahmen aus den bei Benninghofen gelege-nen freien und schatzbaren Kotten sowie ein Präsent von 100 Dukaten. Sie bringt ein die Güter, Briefe und Pfandschaften, die ihr durch Testament ihres Vaters und durch Erbteilung mit ihren Geschwistern als Kindteil zustehen. Dem Bräutigam soll ein beglaubigter Auszug der besagten Erbteilung zugestellt werden. Ferner bringt sie mit, was sie als Stiftsfräulein zu Fröndenberg erworben und erspart hat. Bleibt die Ehe kinderlos, behält sie als Witwe Benninghofen und Zubehör, bis ihr das eingebrachte Heiratsgut, die Hälfte des Zugewinns und dazu 1000 Reichstl. in Besitz gegeben sind. Überlebt er bei kinderloser Ehe, verbleiben ihm von ihrer Mitgift 600 Reichstl. und die Hälfte des Zugewinns; alles übrige ihres Heiratsgutes einschließlich ihrer Kleider, Kleinodien und Mobilien geht innerhalb eines Jahres an ihre Erben. Es folgen Vereinbarungen für den Fall, daß aus der Ehe ein Kind oder mehrere hervorgehen und sich ein überlebender Ehepartner wiederverheiratet. Es unterschreiben und siegeln mit dem Bräutigam: F[riedrich] C[aspar] v. Neuhof gen. Ley und mit der Braut: Franz Bernhard Johann, Wennemar Jobst Lothar und Johann Heinrich v. Neuhof sowie Otto Kaspar v. Romberg.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 832



1710 Februar 13



Beschreibung : 1710 Februar 13 - Köln Die [ungenannten] Prälaten und Kapitulare des Kölner Domstifts als derzeitige Administratoren der erzstiftischen Regierung belehnen nach Tod des Johann Baptist Heinsberg für seinen unmündigen Sohn Kornelius Josef dessen Vormund Dr. jur. Johann Andreas Saur mit dem Burglehen Backenhaus in der Stadt Linn nebst zwölf Mark brabantisch, die jeweils auf St. Martin aus dem Strümper (Strumpger ) Zoll zu erheben sind, sowie mit einem Fuder Brandholz aus den Bockumer ( Bocheimer ) und Oppumer ( Oppemer ) Büschen, der wöchentlich geholt werden kann, falls der Lehnsträger selbst das Backenhaus bewohnt, sonst nur alle zwei Wochen. Die zwölf Mark können seitens des Erzbischofs jederzeit mit 100 Gld. abgelöst werden; für diesen Fall ist der Lehnsträger verpflichtet, ein eigenes im Erzstift gelegenes Gut gleichen Wertes zu Lehen aufzutragen. Anwesenheitszeugen sind die erzstiftischen Hofräte ud Doktoren beider Rechte Johann Marx Schönhoven und Ferdinand Fabri.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 843



1741 Mai 5



Beschreibung : Köln Maria Theresia Stummenius, Mutter, Anna Theresia Bruels, Subpriorin, und Maria Viktoria der Verhaer, Prokuratorin, bezeugen für ihren Konvent Filzengraben, durch Herrn Beelen im Auftrag der Vormünder über die beiden Söhne des verstorbenen Maximilian Heinrich v. Cortenbach zu Wissem, Schleveringhoven ( Schleverkoven ) usw., nämlich des Deutschordensritters und Komturs zu Siersdorf (Seirstorf ) v. Cortenbach sowie des Lütticher Domherrn v. Cortenbach eine große mit Silber und Juwelen beschwerte und mit dem Cortenbachschen Wappen versiegelte Eisenkiste zur Verwahrung erhalten zu haben. Diese sollen sie wieder herausgeben, wenn die Vormünder sie dazu auffordern durch Vollmacht oder bei persönlicher Anwesenheit bzw. nach ihrem Tode den jüngeren Freiherrn v. Cortenbach oder deren Bevollmächtigten. Die Ausstellerinen unterschreiben und siegeln mit dem gewöhnlichen Koventspetschaft. Anm.: Obige Abschrift liegt in einem Doppelblatt mit drei weiteren (z.T. offenbar unvollständigen) Abschriften folgenden Inhalts: 1)1741 Juni 2 - Das Kloster Filzengraben [keine Namen] bestätigt, daß der älteste der beiden v. Cortenbachschen Vormünder [keine Namen] bei Ihnen eine verschlossene schwarze Holzkiste in Verwahr gegeben hat, die mit dem Cortenbachschen Wappen, nämlich drei Balken, gekennzeichnet und versiegelt ist. 2)1741 Juni 2 - Martin Hermann Beelen, Sekretär zu Wissem bei Siegburg bestätigt, die erwähnte Kiste auf Befehl im Kloster Filzengraben deponiert und eine Bestätigung darüber erhalten zu haben. 3)1742 Dez. 29 - Köln - A[dolf] J[osef] C[hristoph] v. Cortenbach, Domherr zu Lüttich,, nunmehr einziger Vormund des jetzt einzigen Sohnes seines verstorbenen Bruders Maximilian Heinrich v. C: bezeugt, die am 2. Juni 1741 im Kloster St. Lucia im Filzengraben deponierte schwarze Kiste angeholt und in eigene Verwahrung genommen zu haben.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 1008



1784 Oktober 2



Beschreibung : Bonn Maximilian Franz, Erzbischof zu Köln, des Hl. Römischen Reiches durch Italien Erzkanzler und Kurfürst, königlicher Prinz von Ungarn und Böhmen, Erzherzog zu Österreich usw. belehnt mit Backenhaus und Zubehör nach Tod des durch seinen verstorbenen Vorgänger belehnt gewesenen Johann Wilhelm Xavier Heinsberg seinen legalisierten Advokaten und Offizialats-Assessor Crummer, der bevollmächtigt wurde von der Witwe des verstorbenen Lehnsträger als der Vormünderin ihres ältesten Sohnes Goswin Josef Anton Hugo Heinsberg. Als mitbelehnt gelten auch der Bruder des Letztgenannten, nämlich Johann Hermann Eugen Theodor Wilhelm Xavier Heinsberg, sowie die Gebrüder Alexander Goswin, Karl Anselm und Anton Josef Heinsberg, die Eugen Franz Ignaz Heinsberg, Oheim des genannten Goswin Josef Anton Hugo, hinterließ. Das Lehen wird vergeben, wie es Cornelius Josef Heinsberg, dann dessen Sohn Johann Baptist Bertram und zuletzt der genannte Johann Wilhelm Xavier Heinsberg empfangen hatten; es umfaßt das Burglehen Backenhaus in der Stadt Linn, eine Jahrrente von zwölf Mark brabantisch, die jeweils auf Martini aus dem Strüm-per Zoll zu erheben sind und jederzeit mit 100 Gld. abgelöst werden können, und ein Fuder Brennholz aus den Bockumer und Oppumer Büschen, das jede Woche geholt werden kann, wenn der Vasall selbst in Linn wohnt, sonst nur alle 14 Tage. Der bevollmächtigte Advokat Crummer hat den Lehnseid abgelegt. Der Aussteller unterschreibt und läßt sein Siegel anhängen im Beisein seines Geheimen und Hofrats, Hofkanzlei- und Lehndirektors Friedrich Josef Cramer v. Clausbruch, der mitunter-schreibt, und seines Hofrats Paulus Nikilaus Dercum.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 1345



1308 Juni 25



Beschreibung : Die Eheleute Bruno und Beatrix von Schlenderhan (Slenderhayn ) stiften zu ihrem Seelenheil und dem ihrer Eltern und Nachkommen und zu Ehren der Muttergottes wie der hl. Jungfrau und Märtyrerin Katharina dem Hospital zu Quadrath (Qwaidtrode ) für die Speisung von Pilgern und armen Leuten eine Jahrrente von zehn Sümbern Weizen und einem Malter Roggen. Diese wird geliefert aus nachfolgend genannten Gütern, die sie im Beisein des Pastors und der Kirchspielleute von 15 Morgen des Hofes zu Perings (Peryck ) erworben haben, ausweislich einer Urkunde der Schöffen zu Pfaffendorf (Paffendorp ). Ferner übertragen sie dem Hospital drei Morgen Ackerland zu Desdorf (Destorp ) im Amt Bergheim (Berchem ) bzw. Hülchrath ( Heilgeroede ), vier Morgen Ackerland bei Grouven (Groven ) im Amt Bergheim, 33 Morgen bei Wiedenfeld (Wydenvelt ), für die 34 Pfennig an den Abt zu Kornelimünster auf Martini zu entrichten sind, die aber frei werden, wenn nach Weggang oder Tod des Hospitalmeisters dem Abt noch einmal 34 Pfennig gezahlt werden, acht Morgen bei Wiedenfeld, die sie von Gottschalk kauften, 13 Morgen zwischen Oberaußem (Oeveroyssem ) und Schlenderhahn, die sie von Ritter Arnold von Gymnich (-nych ) im Dorf Kenten ankauften, einen Acker, der am Wege von Oberaußem zu den zehn nach Schlenderhahn gehörigen Morgen liegt, und von den 13 Feldstücken im Dorf Kenten, welche die Gewalten (gewelden ) genannt werden und von ihnen den Dorfleuten von Kenten abgekauft wurden. Alle diese Güter haben die Aussteller gekauft und dem Hospital geschenkt, und zwar im Beisein der Schöffen und Dorfleute. Sie erbitten Besiegelung durch Konrad von Müllenark (Mulenarck ), Pastor zu Bergheim, Herrn Heinrich, Pastor zu Quadrath (Koitroede ) und die Ritter Gumbrecht von Garsdorf ( Garstorp ), Walter von Reuschenberg ( Rusenberch ), Rabod von Budberg ( Bodberge ) und Gerhard von Frelenberg ( Vrelynberch ). ... den anderen dach na sant Johan baptist Bem.: Im Archivrepertorium von 1772 (S. 89f.) wird als Ausstellungsjahr 1318 angegeben, und der vorletzte Siegler heißt hier: Rabod v. Odenkirchen. Auf dem gleichen Doppelblatt die Urkunde von 1310 Nov. 12. Es liegt bei die sehr verderbte Abschrift (18. Jh.) des Anfangs einer undatierten Urkunde, mit der die Eheleute Volkwin und Friederike von Perings ( Volckwyn und Fredermij von Percyt ) an Bruno von Schlenderhan und dessen Ehefrau Beatrix die Jahrrente von zehn Sümbern Weizen und einem Malter Roggen in Quadrather Maß verkaufen, die an das Hospital zu liefern sind.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 1761



1310 November 12



Beschreibung : Oberaußem Reinhard, Abt zu Kornelimünster im Stift Köln, bezeugt, daß sein Getreuer Johann von Wiedenfeld (Wydevelt ) und dessen Ehefrau Christiane vor seinem Hof zu Oberaußem (Oeveroyssheym ) an Beatrix, Witwe des Bruno von Schlenderhan ( Slenderhayn ), 33 Morgen Ackerland für bereits ausgezahlte 150 Mark kölnisch verkauft haben. Das Land umfaßt drei Parzellen von je etwa elf Morgen, nämlich elf Morgen namens Bernartzleyden , elf Morgen auf der Riepebyngt genannten Örtlichkeit und elf Morgen an der Peirdorperbyngt genannten Stelle. Da das Land Lehngut des Klosters ist, haben die Eheleute Wiedenfeld Verzicht geleistet zugunsten der genannten Witwe Beatrix, die den Besitz dem Hospital zu Quadrath (Qwadroede ) als Stiftung übertragen hat. Somit werden die aufgeführten Grundstücke nunmehr der Meisterin Ebula des besagten Hospitals vergeben, die dafür jedes Jahr am Sonntag nach Martini 34 Pfennig Pacht nach Oberaußem zu entrichten hat. Nach dem Tod der Ebula ist eine andere Person zu benennen, die gegen eine einmalige Zahlung von 34 Pfennig die Grundstücke empfangen soll, die dann ihr und ihrer Nachfolgerinnen freier Besitz werden. Der Abt hängt sein Siegel an im Beisein von Johann Zieverich (Zeverych ), Marschall, Gerlach van der Koelen , Otto von Venwegen und Johann genannt vom Dorf (van deme Dorp ) Getreuen der Abtei zu Außem, sowie von Hermann genannt Soper , Konrad genannt Eifler (Eyfiller ) und Heinrich von Glessen ( Gelessen ), Schöffen ebenda. ... den anderen dach nae sent Mertensdach deß hylgen Bysschoffs
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 1762
Bemerkung : Auf dem gleichen Doppelblatt wie die Urkunde von 1308 Juni 25. In einer Mappe mit Nr. 1761



1510 August 11



Beschreibung : Johann von Palant, Herr zu Wildenburg und Berg, Drost zu Wilhelmstein, und seine Ehefrau Cäcilia von Hompesch verkaufen an Claiss Mulart van der Maar , Burggraf zu Wilhelmstein, und dessen Ehefrau Bela für 120 oberländ. rhein. Gulden eine wiederlösliche Erbrente von sechs Gulden zu je sechs Mark. Sie quittieren den Erhalt der Kaufsumme, geloben, die Rente jeweils auf Andreastag zu Aachen ( Aichen ) in der Stadt zu zahlen, und setzen zu Unterpfand ihre Craendall genannte Mühle. Der Aussteller hängt sein Siegel an und bittet die [ungenannten] Schöffen zu Aachen um Mitbesiegelung.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 1815



1562 Februar 7



Beschreibung : Köln Johann Kempis von Bonn, Lizentiat der Rechte, Priester und Kanoniker am Dom zu Köln, erzbischöflicher Offizial und Richter, bekundet: Vor ihm in seiner Behausung beim Kloster Mariengraden zu Köln ist erschienen Katharina Spies, ihrer eigenen Angabe und dem Augenschein nach 18 Jahre alt, eheliche Tochter des verstorbenen kurkölnischen Landhofmeisters Daem Spies von Büllesheim und der edlen Margarete Quad und Ehefrau des jülichschen Erbkämmerer Werner von dem Bongard ( von Bongart ). Sie erklärt, ihr Bruder Hermann Spies habe ihr bei ihrer unter Beistand beiderseitiger Verwandter vereinbarten Eheberedung (Heilichsverschreibungh ) 4000 Goldgulden Mitgift zugesagt, und sie wolle nun vereinbarungsgemäß zugunsten ihres Bruders, zumal er ihr eine standesgemäße Aussteuer mitgegeben habe und nach dem Tod ihres Vaters für ihre Erziehung und ihren Unterhalt aufgekommen sein, Verzicht leisten auf alles Erben ihrer Eltern und alle Beifälle von Seiten ihrer Geschwister, ausgenommen für den Fall, daß ihr genannter Bruder ohne eheliche Leibeserben sterben sollte. Gleichfalls verzichte sie zugunsten ihres Bruders auf alle Ansprüche und Forderungen, die ihr gegenüber ihrer Stiefmutter Margarete von Gymnich wegen des Hofes zu Kelz und wegen des Hauses wie Hofes Duisdorf zustehen mögen. Der Aussteller läßt die in aller Form unter Eid abgelegte Verzichtserklärung durch den Notars seines Gerichts Johann Dulcken schreiben und unterschreiben; er hängt das Siegel seines Gerichtshofs an und rückt sein eigenes Sekretsiegel an den Anfang der Urkunde, und zwar im Beisein des öffentlichen Notars Meister Johann Herborn und seines Dieners Zyriakus Herscheid (Siriacus Herschedensis ).
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 1873



1566 Juni 26



Beschreibung : Eheberedung zwischen dem ehrenfesten Adam von Hegem (Hegum ) genannt Alfens (Alffen ) und Amöna von Velrath (Velderaedt ) genannt Meuter (Meutter ), Tochter des verstorbenen Heinrich von Velrath gen. Meuter und der noch lebenden Gertrud. Er bringt in die Ehe sein Haus zu Alfens in Kirchspiel und Amt Millen, wie es in Wasser, Graben und Garten liegt, mit allen zugehörigen Ländereien und Rechten, soviel ihm davon erblich zugefallen ist und noch zufallen wird. Die Braut bringt neben der Aussteuer ein eine Jahrrente von 40 Maltern Roggen Millendonker Maßes. Nach Tod der Mutter fällt diese Rente in die Erbmasse zurück, und Amöna erhält ihr Kindteil an Meuters Hof im Land Millendonk. Es folgen Vereinbarungen für die Fälle, daß ein Ehepartner mit Kindern oder kinderlos überlebt oder eine weitere Ehe eingeht. Es siegeln für den Bräutigam Goswin von Hasselholtz, Dietrich von Zievel (Zevel ), Godart von Schommart (Schummarts ), Vogt des Amtes Millen, und Heinrich von Süsterseel, sodann für die Braut Wolf von Haeften (Haff -), Johann Hoecking (Huckingk ), Meinhard von Lövenich genannt Niederhoven (Nidder -), Arnd von Brempt und Bernhard Kessel.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 1880



1574 Oktober 18



Beschreibung : Köln Gottfried von Werden, Abt von St. Pantaleon in Köln, bekundet, daß in seiner Mannkammer vor ihm, seinem Hofrichter Arnold von Siegen der Jüngere und seinen Lehnsmannen Gottfried Greffrath, Pater zu Weidenbach, und Johann von Aachen (Achen ) der edle und ehrenfeste Peter Schluch (Schluich ) von Niederhoven erschienen ist und erklärt hat, der verstorbene Abt Heinrich von Mülheim habe das Lehngut Flebach (V -) im Fürstentum Berg aufgrund von Fahrlässigkeit und langer Indifferenz des verstorbenen Lehnsträgers und aus weiteren Gründen als heimgefallen betrachtet und eingezogen. Auf Fürsprache guter Freunde habe sich Abt Heinrich jedoch ausweislich des Mannbuches dazu bewegen lassen, ihn, Peter Schluch, zu belehnen. Nun ist nach Tod des Abtes Heinrich das Leben neu zu vergeben. Peter Schluch hat in aller Form darum ersucht, und hiermit wird er zu Behuf seiner Ehefrau Maria [von] Krickenbeck genannt Beeck erblich mit Flebach nebst Zubehör belehnt. Er darf das Gut ohne Zustimmung weder versetzen noch veräußern oder belasten. Der Aussteller und die drei Zeugen hängen ihre Siegel an.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 1898



1577 April 23



Beschreibung : Hermann von Hatzfeldt zu Uffeln, ehelicher Sohn des Hermann von Hatzfeldt zu Ödenthal, Drosten zu Werl, und der verstorbenen Anna von Neuhof genannt Ley ( von der Leye ), vereinbart einen Heiratsvertrag mit Klara, ehelicher Tochter der verstorbenen Eheleute Hermann von Holtey und Anna von Schafhausen (Schaphuisen ) zu Ermlinghofen. Bezug genommen wird auf einen Vertrag vom 12. März des Jahres, der geschlossen und gutgeheißen wurde vom Bräutigam, seinem Vater und seinem Bruder Heinrich von Hatzfeldt zu Ödenthal einerseits und auf Seiten der Braut durch Friedrich von Schafhausen, Propst zu Scheda, Winold [von] Holtey und Christoffel Schell zu Benninghoven. Für den Bräutigam, der unterschreibt, weil er noch kein Siegel hat, siegeln sein Vater, Heinrich Plater zu Westhemmerde, Hermann von Neuhof genannt Ley zu Vahlefeld (Falefelde ), Heinrich von Hatzfeld zu Ödenthal, sodann für die unterschreibende Braut Friedrich von Schafhausen, Propst zu Scheda, Winold [von] Holtey zu Benninghoven, Wilhelm von Schafhausen zu Schafhausen, Freitag (-dagh ) von Laer ( Lahr ) zu Geinegge (Bennege ) und Christoffel Schell zu Benninghofen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51
U 1913



Kasten 52


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 52/1




>> Vorgänge anzeigen


Kasten 52


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 52/7




>> Vorgänge anzeigen


[1619]



Beschreibung : KölnDer Konvent des Benedektinerinnenklosters St. Agatha in Köln [keine Namen] bezeugt, daß Christina Kannegießer, Witwe des Dr. jur. utr. Andreas Gail, kaiserlichen Hofrats und Referendars, Ursula Kannegießer, Witwe des Kölner Ratsverwandten Peter Beywegh, Gotthard Kannegießer und Agnes Siberg, ferner Lic. jur. Kaspar v. Mülheim, kurkölnischer Greve, Balthasar v. Mülheim, Kölner Ratsverwandter, und Katharina v. Mülheim, Ehefrau des Lic. jur. Reinhard Rensinck, diese als Kinder der verstorbenen Eheleute Melchior v. Mülheim und Margarete Kannegießer, sowie Lic. jur. Gottfried Schnellen, Sohn des Prof. Dr. jur. utr. Martin Schnellen, klevischen Rates, und der Anna Kannegießer, für ihren verstorbenen Bruder bzw. Oheim Heinrich Kannegießer, Kölner Ratsverwandten, der am 22. Okt. 1616 starb und im Chor ihrer Kirche im Kannegießerschen Grab neben der Gerkammer beigesetzt wurde, ein Jahrgedächtnis bei ihnen gestiftet haben. Bereitgestellt wurde dafür eine Erbrente von vier rhein. Gld. zu je drei Mark und vier Schilling aus zwei von vier Häusern in der Walmansgasse beim Haus zum Tempel, dem Eintrag vom 27. [November] 1480 im Schrein Niederich, Buch ad portam, entsprechend. Das Jahresgedächtnis soll jeweils am Todestag Kannegießers mit Vigil und einer Tags darauf folgenden Singmesse an Hochaltar gehalten werden, und es ist dann ebenso wie auf Allerheiligen eine Kerze auf das Grab zu stellen. Der Zeitpunkt des Jahrgedächtnisses ist den Stiftern bzw. nach deren Tod vier Ältesten der Verwandtschaft in deren Wohnung anzuzeigen. Falls der Konvent säumig wird, steht es den Stiftern und ihren Erben frei, das Jahrgedächtnis anderes Orts halten zu lassen und die Erbrente nach dort zu übertragen.Das Klostersiegel wird angehängt, und der Konvent bittet um Mitbesiegelung Herrn Balthasar Bree, Abt zu Groß St. Martin, als Kommisar und Visitator des Klosters.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 52
U 75
Bemerkung : Das fehlende Datum und einige Lücken im Text lassen sich z.T. aus den dem Text folgenden Urkunden ergänzen: 1)Der Schreinsschreiber Pütz beglaubigt den Wortlaut der Schreinsbucheintragung vom 27. Nov. 1480. 2) Der Generalwardein Philipp Aldendorf bescheinigt, daß von den Gld. [des zuvor zitierten Schreinbucheintragungs] jeder im jetzigen Jahr 1619 mit 72 Albus und 4 1/3 Heller zu bewerten sei. 3) Heinrich Kannegießer quittiert am 6. Aug. 1614, von Johann Rießholß aus den zwei Häusern in der Walmansgasse die auf Ostern und Remigius 1613 fälligen insgesamt vier rhein. Gld. erhalten zu haben. 4) Vermerk vom 5. April 1633, wonach der Agnes Kannegießer die Rente für 1632 vom Syndikus Buldern für die Stiftung ausgezahlt wurd.



1628 April 19



Beschreibung : AachenRichter und Schöffen des Gerichts, des Dorfes und der Herrlichkeit Burtscheid [keine Namen im Text] bekunden: Am 30. Oktober 1567 hatte Ulrich Lupolt, Schöffe der Herrlichkeit Burtscheid, ein gerichtliches Schuldbekenntnis über ein Kapital von 805 Tl. und 16 Buschen Aachener Währung erworben, das auf das Der gebrante Hof genannte Gut der Eheleute Adam v. Merode genannt Frankenberg und Anna v. Merode genannt Houffalize ( Hoffalis) sowie deren andere Erbgüter in der Herrlichkeit Burtscheid lautete. Dieses Schuldbekenntnis kam an die Eheleute Martin von Overbundt und Maria von Gulich, und am 31. Mai 1598 brachte es Johann v. Merode genannt Houffalize an sich als derzeitiger Inhaber der Unterpfänder, und zwar von genannter Maria von Gulich nach Tod ihres Ehemannes. Heute nun, uff verlhenung der Erden, erscheint Elisabeth Geuwenich, Witwe des Johann Grevenbergh, Sohn und Tochter [so!] der erwähnten Maria von Gulich, und bestätigt Herrn Johann v. Merode genannt Houffalize und seiner zweiten Frau Elisabeth v. Keverberg genannt Mewen, daß die Schuld von 805 Tl. und 16 Buschen getilgt und aller Zins bezahlt wurde und daß somit keinerlei Forderungen mehr besteht.Die Aussteller hängen ihre Siegel an, und der ausfertigende Gerichtsschreiber P. Huyn unterschreibt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 52
U 122



1677 Juni 6



Beschreibung : KölnGeneral Jean Charles Chrestian de Landas et Louvignies, Kommandant der Truppen des Herzogs von Braunschweig und Lüneburg, Fürstbischofs zu Osnabrück, stellt Freiherrn v. Frentz (Frens) einen Passierschein aus auf die Dauer von drei Monaten, damit er und sein Diener mit Pferd und Wagen unbehindert von Sedan durch Lothringen über Bastenach (Basteaux) oder auf einem anderen Wege nach Köln reisen können.Der Aussteller unterschreibt und drückt sein Petschaft auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 52
U 581



1753 August 12



Beschreibung : Wissem C[onrad] C[aspar] v. Nagel bestätigt, am heutigen Tage von den Erben des verstorbenen Franz Wolfgang Frh. v. Cortenbach ein Original des von den jülich-bergischen ritterbürtigen Landständen attestierten Stammbaums erhalten zu haben, der am 17. März 1717 im ritterbürtigen Kollegium präsentiert und mit dem am 23. März 1718 Maximilian Heinrich v. Cortenbach wegen des Rittersitzes Schleveringhoven auf dem Landtag zu Düsseldorf durch Frh. v. Harff zu Dreiborn an väterlicher und durch Frh. v. Spies zu Rath an mütterlicher Seite aufgeschworen wurde. Der Aussteller verspricht, den besagten Stammbaum nach Beendigung des bevorstehenden Landtages auf das Haus Wissem zwecks Reponierung in die dortige [Archiv -]Kiste zurückzugeben, und unterschreibt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 52
U 1091



1455 Januar 1



Beschreibung : Köln Dekan und Kapitel der Domkirche zu Köln [keine Namen], die in einer Kapitelsversammlung in ihrem Kapitelshaus einmütig die Beschaffung von Geld für erforderlich befunden haben, verkaufen mit Zustimmung des Kölner Erzbischofs Dietrich für 1021 schwere oberländ. rhein. Gulden, zwei Mark und drei Schilling kölnischer Währung eine jederzeit ablösbare und je zur Hälfte auf Johann-Baptist im Mitsommer und zu Weihnachten in Köln zahlbare Erbrente von 45 Gulden, drei Mark, zehn Schilling und zwei Pfennig gleichen Geldes an Johann von Sindorf, Bürger zu Köln, und dessen Ehefrau Katharina. Sie quittieren den Erhalt des genannten Betrages, beauftragen, indem sie sich der Jurisdiktion des Offizials unterwerfen, Meister Gisbert Spell, den Prokurator des Hofes zu Köln, für pünktliche Zahlung Sorge zu tragen, und geben den Rentkäufern jede Sicherheit [sehr ausführlich!], u. a. durch Verpfändung all ihrer Güter und Einkünfte innerhalb und außerhalb Kölns. Die Aussteller bitten den Erzbishof um Besiegelung und hängen ihr Kapitelssiegel ad causas an; ferner bitten sie und der genannte Meister Gisbert Spell den Offizial um Mitbesiegelung.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 52
U 1792
Bemerkung : Zugehörig ist eine - vom gleichen Schreiber kopierte Urk. vom 1610 Juni 29 lt. deren Rückaufschrift (Nr. 40).



1796
Bibliothekskatalog (Allgemeines Verzeichnis meiner sämtlichen Bücher )


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 53/2
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53, Akte 2
1483
Umfang : Folio, 103 gez. S.



1626 - 1737
Auseinandersetzungen der von Westrem zu Glimbach und Alfens und der von Cortenbach mit den von Dücker und der Äbtissin von Süsteren um Güter, inbes. die Zwangsmühle zu Millen und im Isenbruch


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 53/3
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53, Akte 3
1482




>> Vorgänge anzeigen


1760 April 16
Gesuch des Dietrich Goswin Freiherr von Berchem zu Schadeburg an den Kurfürsten von Köln um Belehnung mit Isinghof im Amt Unna, Grafschaft Mark, den er durch Kauf von der Universalerbin Palland erworben hat


Enthält : Ausf. oder Reinschrift in Libellform
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 53/4
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53, Akte 4
1481
Umfang : 10 Bl.




>> Vorgänge anzeigen


1781 - 1800
Manual-Annotationsbuch über Einnahmen und Ausgaben der von Nagel zu Listringhausen und Badinghagen über die gen. Jahre Quartband


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 53/6
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53, Akte 6
1480
Umfang : ca 200 beschr. S.



1705 - 1725
Anteil der von Cortenbach am Nachlaß der 1710 verstorbenen Pröpstin zu Rellinghausen Anna Isabella von Velbrück a.d.H. Garath.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 53/8
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53, Akte 8
1479
Umfang : 9 Stück



Kasten 53


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 53/9




>> Vorgänge anzeigen


1719
Schreiben des Johann Christian Hermann von Neuhof gen. Ley an seinen Bruder Friedrich Kaspar zu Badinghagen


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 53/10
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53, Akte 10
1478
Umfang : 6 Stück



1745 - 1748
Korrespondez des Konrad Kaspar von Nagel (auch Verwalter Jordans) mit Dr. Hardung in Elberfeld


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 53/12
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53, Akte 12
1477
Umfang : 28 Stück



1722 - 1735
Briefe der Schwestern an Friedrich Sigismund von Neuhof gen. Ley und der Josina Charlotte von Plettenberg zu Lenhausen geb. von der Marck an ihre Schwester Christina Isabella von Neuhof gen. Ley, seine Frau


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 53/13
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53, Akte 13
1476
Umfang : 16 Stück






Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 53/14




>> Vorgänge anzeigen


1651 Januar 3



Beschreibung : Dr. theol. Johannes Blankenberg, Abt zu Altenberg und Generalvikar sowie Kommissar der Zisterzienserklöster am Niederrhein, in Sachsen und Westfalen, Adolf Straßenbach, Prior, Gottfried Gummersbach, Kellner, sowie die sämtlichen Konventualen des Klosters Altenberg verkaufen, um abermals ausgeschriebene hessische Satisfaktionsgelder zahlen zu können, den Erbzins, den sie aus dem zur Salzgasse genannten Besitz der Erben des verstorbenen Kaspar Gail in der Gereonstraße zu Köln, dem dahinter gelegenden großen Wingert und den angrenzenden Häusern bezogen. Sie quittieren den Erben den Erhalt der Ablösesumme von 260 Reichstl., insbesondere den Eheleuten Junker Andreas v. Mülheim und Margarete Gail, die genannten Betrag entrichteten, und bevollmächtigen sie, in ihrem Namen besagtes Erbe durch jetzige oder künftige Prokuratoren zu Köln im Schrein und wo sonst erforderlich freischreiben zu lassen. Abt, Prior und Kellner unterschreiben und lassen mit dem Siegel des Abtes wie des Klosters besiegeln.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53
U 290



1687 Dezember 18, 1687 Dezember 30



Beschreibung : 1687 Dezember 18 Bonn 1687 Dezember 30 PaderbornMaximilian Heinrich, Erzbischof zu Köln, des Hl. Römischen Reiches durch Italien Erzkanzler und Kurfürst, usw. einerseits und Hermann Werner, Bischof zu Paderborn, des Hl. Römischen Reiches Fürst, Graf zu Pyrmont, andrerseits, bekunden, daß die seit anderthalb Jahrhunderten bestehenden Streitigkeiten zwischen dem Erzstift Köln und dem Stift Paderborn wegen des Königshofs Erwitte und wegen Westernkotten jetzt durch Konferenzen der beiderseitigen Räte und Domkapitulare in der Stadt Arnsberg verglichen wurden und zu folgendem Vertrag geführt haben:1687 August 18 - Arnsberg. Maximilian Heinrich, Erzbischof zu Köln, usw. und Hermann Werner, Bischof zu Paderborn, usw. haben die seit langem zwischen ihren Herrschaften schwebenden Streitigkeiten wegen der Jurisdiktion im kurkölnischen Flecken Westernkotten und im Königshof zu Erwitte, die viele Nachteile für die Untertanen, schwere Lasten und große Kosten durch mehrere langwierige Prozesse verursachten und weiterhin nach sich ziehen könnten, endlich beizulegen gewünscht. Zwar sind bereits 1538, 1583, 1597 und 1612 Verhandlungen geführt und Rezesse verfaßt worden, jedoch nicht wirksam geworden. Auch der 1669 beschlossene Vertrag hat nach verschiedenen Einwenden von kurkölnischer Seite keine Rechtskraft erlangt. Nun haben beide Seiten ihre Räte beauftragt, die Streitigkeiten nochmals gründlich zu untersuchen, die früheren Akten, die Dokumente, Erkundigungen, Zeugenaussagen und Protokolle zu prüfen, die Untertanen ausführlich anzuhören und dann einen dauerhaften Vertrag aufzusetzen. Nachdem damit im Vorjahr zu Erwitte begonnen wurde, ist jetzt in Arnsberg dieser Vergleich zustandegekommen:1) Der Erzbischof und seine Nachfolger zu Köln behalten zu Erwitte und Westernkotten wie in allen benachbarten Orten die landesherrliche Obrigkeit, die hohen und niederen Regalien, Huldigung, Glockenschlag, Folge, Geleit, Musterung, Türken-, Reichs-, Kreis- und Landsteuer, alle anderen Steuern und überhaupt - mit Ausnahme des unter Punkt 4) Aufgeführten - alles, was Kur- und anderen Landesfürsten nach der Goldenen Bulle, den Reichsabschieden, der Kammergerichtsordnung und der kaiserlichen Wahlkapitulationen zukommt. - Ebenso behält das Erzstift Köln die bischöflichen und kirchlichen Rechte, die peinliche wie alle Kriminalgerichtsbarkeit, wobei keine Einbußen eintreten sollen durch das, was dem Stift Paderborn zukommt hinsichtlich der freiwilligen Erkenntnis, die zuvor Willkommssteuer genannt wurde, und hinsichtlich Akzise, Maß, Gewicht, Weg und Steg. 2) Dem Erzstift verbleiben ausnahmslos alle Dienste, Renten, Zinsen und Gefälle, wie solche bisher laut den Registern und Rechnungen empfangen wurden. 3) Im Hinblick auf die zivile Gerichtsbarkeit soll künftig, wie folgt, verfahren werden: Hat ein Beklagter seine Wohnung auf Grund und Boden, von dem weder Paderborn noch dessen Richter Pacht empfängt, so sind die kurkölnischen Gerichte in allen Instanzen zuständig; anderenfalls gilt für Westernkotten wie Erwitte, daß der dortige Bauernrichter als erste Instanz zuständig ist, die Appellation jedoch weiterhin an die kölnischen Obergericht zu gehen hat. Für Drosten, Richter,Gerichtsschreiber und alle vereidigten Personen sind die kölnischen Gerichte in allen Instanzen zuständig. 4) Alles, was die Sälzerei betrifft, wie Kauf und Verkauf von Salz oder Zu- und Abfuhr von Holz, ferner Maß und Gewicht sowie die Instandhaltung von Wegen und Stegen untersteht erstinstanzlich dem Bischof zu Paderborn bzw. dem Bauernrichter. Neue Maße und Gewichte dürfen aber von Paderborner Seite nicht eingeführt werden. Köln wie Paderborn erhalten je ein Viertel des Meßgeldes, die anderen beiden Viertel sollen nach Gutbefinden des Bischofs von Paderborn verwendet werden zum Unterhalt des Salzmessers, zur Instandhaltung des gesamten Salzwerks, zur Bestellung und Vereidigung des Salzmessers, der Wegeherren usw. 5) Bei gerichtlichen Angelegenheiten, die kurkölnische wie Paderborner Güter zugleich betreffen, ist das Gericht zu Erwitte in erster Instanz zuständig. Kommt es zu einer Appellation, wird vor Kommissaren verhandelt, die von kölnischer wie Paderborner Seite dazu bestellt werden, und falls dann noch eine Berufung entsprechend den kurkölnischen Privilegien zu-lässig ist, geht die Sache an das Reichskammergericht oder den Reichshofrat. Lassen die Kommissare bei nicht appellationsfähigen Streitsachen eine Revision zu, sind die Akten bewährten Rechtsgelehrten außerhalb oder einer juristischen Fakultät zur Urteilsfindung zuzuleiten. Das betreffende Urteil ist dann von den Kommissaren zu verkünden und vom kurkölnischen Gogericht zu vollstrecken, sofern kurkölnische Güter betroffen sind, ansonsten aber vom Bauernrichter. 6) Urteile und Dekrete des Paderborner Bauernrichters, die Angelegenheiten des Salzwesens, der Maße und Gewichte oder der Wege und Stege betreffen sowie Güter, die Paderborn oder dessen Bauernrichter Pacht geben, kommen im Appelationsfall an die vorerwähnten gemeinsam bestellten Kommissare bzw. auf Begehren der Parteien an unparteiische Rechtsgelehrte oder juristische Fakultäten. Urteile werden sodann von Bedienten beider Herrschaften vollstreckt. 7) Kommt es zwischen beiden Herrschaften selbst zu Streitigkeiten wegen des Salzwesens oder wegen Paderborner Gütern, Renten und Rechten, entscheiden gleichfalls die besagten Kommissare oder neutrale Rechtsgelehrte. 8) Hinsichtlich der Erkenntnis über Abbauung der Äcker bleibt es dabei, daß diese bei kölnischen Äckern vom kölnischen Richter eingezogen wird und daß bei Paderborner Äckern der Bauernrichter hinzuzuziehen ist, wobei der Strafe wegen dem nachfolgenden Paragraphen entsprechend verfahren werden soll. 9) Da besonders wegen der Brüchten Uneinigkeit bestand, sollen künftig alle Brüchten, ob solche vom Salzwesen oder von erzstiftischen oder Paderborner Zivil- oder Kriminalgerichten herrühren, von Deputierten beider Herrschaften gemeinsam in Anschlag gebracht, zu Erwitte vom kurkölnischen Richter und zu Westernkotten vom Paderborner Bauernrichter beigetrieben, dann zusammengelegt und hälftig unter beide Herrschaften geteilt werden. Allerdings bleiben Brüchten, die von Rechts wegen oder aufgrund der Halsgerichtsordnung eine Konfiszierung von Gütern oder kör-perliche Strafen betreffen, im Falle von Strafmilderung oder Gnadenerweis dem Kurfürsten bzw. seinen Nachfolgern vorbehalten, es sei denn, daß von vornherein nur auf eine Geldstrafe erkannt wird. 10) Geht jemand, der mit Brüchten belegt ist, in die Appellation, so werden diese der kurkölnischen Ordnung entsprechend gerichtlich deponiert. Wird dann die Appelation für mutwillig befunden, sind die Brüchten zweifach zu entrichten. 11) Da strittig geblieben ist, welcher Art und Eigenschaft die Güter sind, von denen Paderborn bzw. der Bauernrichter Pacht erhält, wird nunmehr vergleichsweise festgelegt: Von allen betreffenden Gütern, die auf Erben männlichen wie weiblichen Geschlechts in ab- wie in aufsteigender Linie oder auch auf Verwandte durch Testament oder andere Dispositionen gelangen, braucht kein Laudemiumentrichtet zu werden. Falls die Pacht zwei oder mehr Jahre nicht entrichtet wurde, werden die Güter nicht eingezogen, sondern es wird gegen die Säumigen seitens des Bauernrichters auf näher bezeichnete Weise vorgegangen. Sooft ein Pächter stirbt oder ein Gut durch Vertrag auf andere übergeht, wird der Bischof zu Paderborn eine Neubehandigung vornehmen. Ohne seine Bewilligung ist eine Veräußerung oder Verpfändung unzulässig. Dem Königshof zu Erwitte und dem Sonnenhof zu Berge bleiben auch künftig deren erlangte Rechte. 12) Um sicherzustellen, daß der Bischof zu Paderborn die jährliche Pacht erhält, ist der Bauernrichter und dessen Frone befugt, gegebenenfalls zu Westernkotten und Erwitte wie auch zu Eikelo, Berge, Stirpe und Langeneick Pfändungen und Vollstreckungen nach der kölnischen Ordnung durchzuführen, außer bei kölnischen Gütern und deren Aufsitzern, für die der kölnische Richter zuständig ist. 13) Da sich Untertanen darauf berufen, im Fürstentum Westfalen sei die Akzise nirgens gebräuchlich, während die Paderborner Seite auf frühere Abschiede verweist, wird vereinbart, daß von Wein und Branntwein, jedoch von keinem anderen Getränk, je ein Viertel Rtl. von jedem Ohm an Kurköln wie an Paderborn nach Westernkotten künftig zu entrichten ist. 14) Anstatt der Huldingung, die Paderborn bisher unbeschadet der kurkölnsichen Oberhoheit verlangte, sollen dorthin diejenigen, die Pacht an Paderborn oder dessen Bauernrichter geben, eidlich geloben, die hier vorliegende Vereinbarung zu beachten. 15) Der gleiche Personenkreis soll dem Bischof zu Paderborn innerhalb eines halben Jahres nach Regierungsantritt 100 Rtl. entrichten; der jetzige Bischof erhält den gleichen Betrag innerhalb eines halben Jahres anstelle der vormaligen sog. Willkommenssteuer. 16) Da Paderborn den mehrbezeichneten Personenkreis als amtshörig und mithin leibeigen betrachtete, deshalb zwei Dienste im Jahr und nach Tod des Mannes Sterbefall forderte, während die Untertanen behaupteten, nach Herkommen, Stand und Geburt frei zu sein, wird festgelegt, daß die Betreffenden künftig jährlich 30 Rtl. auf Martini an den Bauernrichter zahlen sollen bzw. für das laufende Jahr zu Ostern 1688 und ansonsten als freien Standes gelten. Mit diesem Stättengeld wird ein alter Brauch beibehalten; das Stuhlgericht gilt als abgeschafft. 17) Wenn jemand etwas aus dem Gemeindewald oder dem Kötterbruch zu Westernkotten zu seinem Privatgebrauch entnehmen möchte, bedarf er der Erlaubnis sowohl von Kurköln wie von Paderborn; er hat dann ein geringes Entgelt an die dortige Kirche oder Gemeinde zu entrichten. Wenn keine Erlaubnis vorliegt, wird eine Strafe fällig, die beide Herrschaft hälftig teilen.Die vorstehenden Vereinbarungen, die alle bisherigen Streitig-keiten zwischen Kurköln und Paderborn wegen der Flecken Erwitte und Westernkotten durch Vergleich regeln, setzen alle früheren Vergleiche und Rezesse außer Kraft. Bis zur Ratifizierung bleibt es beim Status quo.Es unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf die abgeordneten Räte beider Seiten, nämlich Johann Peter v. Quentel, Rat, Obersiegler und Domkapitular zu Köln, Reinhard Kaspar v. Schade, Rat, Kämmerer und Reiteroberst der Leibgarde zu Münster, Dr. jur. utr. Karl Paul Zimmermann, Hofrat, und Lic. jur. Engelhard Adolf Dücker, westfälischer Rat, sodann andererseits Ferdinand v. Plettenberg zu Lenhausen, Domdechant zu Münster und Kapitular zu Paderborn, Matthias v.d. Drost der Ämter Neuhaus und Boke, Dominikus von und zu Brencken, Geheimer Rat und Hofmarschall, und Lic. jur. Peter Ferdinand Vogelius, Hof- und Kammerrat. Der wörtlich eingerückte Vertrag wird seitens des Kölner Erzbischofs wie des Paderborner Bischofs gutgeheißen; alle Räte, Beamte und Bediente werden angewiesen, sich genauestens an die Abmachungen zu halten. Um kaiserliche Bestätigung wird nachgesucht. Die sechs Ausfertigungen sollen unterschrieben und besiegelt werden vom Erzbischof und Bischof sowie seitens der beiderseitigen Kanzeleien und Domkapitel.Neben Erzbischof und Bischof unterschrieben: Vt. G. v. Quentel, Kaspar Buck, Gerhard Rensing, Sekretär des Kölner Domkapitels, Jodokus Lipper und Ludwig Wippermann, Sekretär.Angefügt sind: 1) Nebenrezeß, unterzeichnet zu Bonn am 16. Febr. 1688 bzw. zu Neuhaus am 29. Febr.d.Js., durch den einige Punkte der Vereinbarung näher erläutert oder in weiteren Einzelheiten verglichen werden. 2) Eidesformel der Paderborner Untertanen zu Westernkotten, Erwitte und in den benachbarten Orten, die an die Stelle der bisherigen Huldigung tritt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53
U 658



1702 Mai 16



Beschreibung : St. Panthaleon in Köln Ludwig Baumeister, Lehnsschreiber der Mannkammer an St. Pantaleon in Köln, bestätigt, daß [Stephan Konrad] Frh. v. Nagel zu Gaul als Vormund des Matthias v. Nagel um Belehnung mit Gut Flebach (Vlie -) im Herzogtum Berg nachgesucht hat, das durch Tod des Georg Adolf Frh. v. Nagel zu Herl vakant geworden ist. Er fordert den Bittsteller auf, sich als Vormund glaubhaft zu qualifizieren, die Solemnia zu leisten und das Lehen gegen Rückgabe dieses Mutscheins zu empfangen. Aufgedrückt wird das Sekretsiegel des Abtes.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53
U 767



1703 März 1



Beschreibung : Köln Dechant und Kapital der Stiftskirche Mariengraden in Köln [keine Namen] bekunden, daß ihr verstorbener Dechant und Mitkanoniker Franz Gereon v. Mylius in seinem am 10. August 1689 errichteten und am 5. April 1700 durch den Offizial approbierten Testament für ein Jahrgedächtnis 200 Rtl. gestiftete hat. Da sie ihm an Dekanal-Kanonikal-Renten 118 Rtl. und weitere 18 Rtl. schuldig geblieben sind und da ihnen die Witwe des Bürgermeisters Hermann v. Mylius namens der Hinterbliebenden zu Komplettierung besagter 200 Rtl. 64 ausgezahlt hat, geloben sie, den Betrag anzulegen und davon jährlich eine Memorie nach Gebühr zu halten. Sie drücken ihr Kapitalssiegel auf und beauftragen ihren Sekrtär zu unterschreiben.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53
U 778



1710 April 5



Beschreibung : Maastricht Vor dem ausfertigenden Notar und den am Ende benannten Zeugen erscheint Franz Egon Frh. v. Cortenbach, Deutschordensritter, für sich und - ausweislich der im Nachtrag inserierten Bevollmächtigung - als Beauftragter seiner Mutter Katharina Charlotte Margarete und seiner Brüder Adolf, F[riedrich] Melchior, Philipp, M[aximilian] H[einrich] und Ferdinand v. Cortenbach und erklärt, daß sein Bruder Philipp Wilhelm v. Cortenbach am 19. Februar 1704 an Herrn Heinrich Emerix sein Recht und seine Primogenitur an Haus Schönebeck ( Schoonbeeck ) mit Hof, Weihern und Zubehör übertragen hatte gemäß der durch den ausstellenden Notar gefertigten und vor dem Lehnhof zu Kuringen am 21. Mai 1704 vollzogenen Urkunde. Nunmehr werden Herrn Emerix unter Bestätgung der besagten Zession auch die übrigen Anteile an Haus und Hof zu Schönebeck nebst allem Zubehör und Recht verkauft für die Summe von 54200 brabantischen Gulden nach Maastricher Kurs und für einen Reichstl. als Gottespfennig. Von diesem Kaufpreis werden abgezogen 37012 Gld. wegen diverser Kapitalien, die dem Käufer von den Verkäufern und deren Gütern zustehen, einschließlich der 800 Rtl., die entsprechend besagtem Akt vom 19. Febr. 1704 bereits ausgezahlt wurden. Außerdem übernimmt der Ankäufer folgende auf den Gütern lastenden Kapitalschulden der Verkäufer: 800 Rtl. beim Kloster St. Walburgis zu Lüttich, 500 Gld. bei Herrn Germeaux zu Tongeren, 300 Gld. bei Herrn Saren zu Tongeren, 500 Gld. bei Herrn Broeckman zu Zonhoven, 200 Gld. bei den Erben Hilst zu Hasselt, 100 Gld. bei den Erben Tartmann zu Maastricht, ferner die jährlich an Leenat in Hasselt zu entrichtenden 20 Gld. sowie die jährliche Erbpacht von 29 Faß Roggen an die Kirche zu Bilsen. Alle diese Schulden machen ohne die Erbpacht 40078 Gld. aus, und von diesen sind außerdem an Zinsen 12968 Gld. rückständig, deren Zahlung gleichfalls vom Käufer übernommen wird. Vom genannten Kaufpreis verbleiben mithin zur Auszahlung noch 1154 Gld., und die Käufer quittieren den Erhalt dieses Betrages. Der Käufer verpflichtet sich, die genannten Schulden und Zinsen zu zahlen, und der Verkäufer versichert unter dem Gelöbnis der Schadloshaltung, daß keine weiteren Schulden auf den Gütern lasten. Ein Rückkauf ist binnen Jahresfrist möglich gegen Zahlung der 54200 Gld. zuzüglich 5% Zins und Erstattung von Besse-rungen. Der Verkäufer verpflichtet sich, die Zustimmung seiner Schwäger, des Herrn dOrjo wie des Obristen Brumsee (Broemse ), einzuholen und alle die Güter betreffenden Archivalien dem Käufer auszuhändigen. Neben den Vertragspartnern unterschreiben als Zeugen Lic. jur. Otto Petrus Coecken, Altschöffe zu Maastricht, und der Maastrichter Notar Franziskus Bunde, sodann der ausfertigende Notar Joh. Wyn. Delahaye. Abschr. (auf Stempelbogen), Pap., beglaubigt durch den genannten Notar Delahaye. Es folgt die Vollmacht d.d. 1709 Dezember 12: Die Gebrüder F[riedrich Melchior], Adolf, Philipp, M[aximilian] H[einrich] und Ferdinand v. Cortenabch bevollmächtigen ihren Bruder Franz Egon v. Cortenbach, Deutschordensritter, die Güter zu Schönebeck (Schoonbeeck ) in der Grafschaft Loon in ihrem gemeinsamen Interesse zu verkaufen, wie sie ihnen durch Tod ihres Vaters Wilhelm Bertram v. Cortenbach zugefallen sind. Sie unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53
U 846



1767 März 17



Beschreibung : Kleve Nachdem [Dietrich Friedrich Wilhelm] Frh. v. Neuhof gen. Ley zu Listringhausen und [Franz Adolf Josef] Frh. v. Nagel zu Badinghagen beim königlich preußischen Generaloberfinanzdirektorium beantragt hatten, ihnen gemäß königlichem Entscheid, d.d. Kölln an der Spree, den 13. Jan. 1697, die landesherrliche Mitjagd im Kirchspiel Meinerzhagen gegen jährlich insgesamt 16 Tl. in Erbpacht zu übertragen, [Friedrich Leopold Christian] Frh. v. [d. Bottlenberg genannt] Kessel als Besitzer des Gutes Neuenhof aber dagegen geltend gemacht hatte, daß die landesherrliche Jagd in genanntem Kirchspiel seinen Vorfahren durch Vertrag vom 17. Sept. 1685 und landesherrliche Bestätigung vom 1. Aug. 1686 erblich überlassen worden sei, und nachdem wegen dieser schon im vorigen Jahrhundert zwischen besagten Häusern strittigen Jagd ein Gutachten durch die kleve-märkische Kriegs- und Domännenkammer erstattet worden war und der König daraufhin zu Berlin am 9. Juli 1766 entschieden hatte, daß die Antragsteller an der Mitjagd vertraglich zu beteiligen seien, und nachdem endlich auch Freiherr v.Kessel zu Neuenhof sich am 4. Aug. 1766 einverstanden erklärt hatte, sofern ihm von der am 17. Sept. 1685 festgelegten jährlichen Rekognition von 25 Rtl. fünf Rtl. nachgelassen würden, kann nunmehr zwischen der kleve-märkischen Kriegs- und Domänenkammer und den Antragstellern folgender Erbpachtvertrag geschlossen werden: Den genannten Besitzern der Häuser Listringhausen und Badinghagen wird die landesherrliche Mitjagd im Kirchspiel Meinerzhagen als Privatjagd erblich verpachtet, nämlich bis ans Kirchspiel Valbert im Osten, bis ans Kirchspiel Kierspe im Westen, bis ans Schwarzenbergische Amt Neustadt im Süden und im Norden bis an das Kirchspiel Lüdenscheid. Die Pächter haben diesen Bezirk bereits untereinander in bestimmte Distrikte aufgeteilt. Als Pacht sind seitens beider Häuser auf Trinitratis je acht Rtl. and die königl. Forstkasse abzuführen. Es unterschreiben namens der Kriegs- und Domänenkammer: v. Wrede, Lilienthal, Michaelis, Kessel, Bernuth, Wilgen, Beinom, Ortich, Mertens, Summer und Pfeifer, sodann Freiherr v. Neuhof gen Ley und v. Oven als Bevollmächtigter des Freiherrn v. Nagel.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 4) Kasten 53
U 1217/4
Bemerkung : Ausf. (auf Stempelbogen), Pap. in Kasten 22, Akte 1Abschr. (gleichzeitig), Pap. (unbeglaubigt) in Kasten 22, Akte 1Abschr., beglaubigt zu Oberkassel im Herzogtum Berg am 26. Aug. 1819 in Kasten 26, Akte 10



1785 November 28



Beschreibung : Köln F[ranz] A[rnold] Frh. Raitz v. Frentz und seine Ehefrau I[sabella] Ch[arlotte] v. Warsberg nehmen vom Kloster St. Maximin in Köln 1000 Reichstl. auf gegen eine Verzinsung mit 4%. Zur Sicherheit geben sie als Pfand in Verwahrung, und zwar in einer Kiste, die von beiden Parteien versiegelt wird, acht ovale und acht runde Silberschüsseln im Gesamtgewicht von 30 Pfd. und 25 Lot sowie zwei Ohrringe mit Brillanten. Sie verpflichten sich, die Schuld innerhalb von fünf Jahren zurückzuzahlen; anderenfalls ist das Kloster berechtigt, die Unterpfänder vor einem Kölner Gericht versteigern zu lassen. Beide Eheleute unterschreiben und drücken ihr Petschaft auf. Darunter: 1793 November 22 - Köln M[aria] Th[eresia] v. Horn-Goldschmidt, Meister des Klosters St. Maximin, quittiert Rückzahlung des Kapitals durch ihre Unterschrift.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53
U 1354



1765 - 1769
Schreiben des Richters Wever an Freiherr von Neuhof gen. Ley wegen dessen Scheidung


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53
1468



1776
Korrespondenz des Spannagel, Bürgermeister von Lüdenscheid


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53
1469



1752 - 1753
Schreiben des Konrad Kaspar von Nagel an Montjoye in Düsseldorf betr. Haus Gaul


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53
1470
Umfang : 9 Stück



1779
Schreiben des Vizekanzlers von Reiner in Düsseldorf an von Nagel betr. Straßenbau


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53
1471
Umfang : 4 Stück



1723 - 1724, 1757
Schreiben der Magdalena von Dorth zu Horst (und ein Schreiben eines Sohnes von ihr) an ihren Bruder Friedrich Siegismund von Neuhof gen. Ley zu Listringhausen


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53
1472
Umfang : 7 Stück



1726 - 1727
Schreiben des Johann Christian Hermann von Neuhof gen. Ley


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53
1475
Umfang : 3 Stück



1380 September 1



Beschreibung : Abt und Konvent des Zisterzienserkloster Altenberg [keine Namen] vergeben ihren [näher beschriebenen] Besitz namens Salzgasse unter St. Gereon an Walter Quettingen (Quettincken ) und dessen Ehefrau Grete gegen jährlich acht Gulden, die je zur Hälfte auf Remigius und Ostern zu zahlen sind. Bei Zahlungsversäumnis fällt der Besitz mit aller Besserung an Abt und Konvent zurück. ... sabbathi post decollationem s. Johannis Baptististae- Seitlich die Anmerkung, daß [Junker Andreas von] Mülheim am 3. Jan. 1651 abgelöst hat und die Löschung am 1. April 1651 erfolgte.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 53
U 1767
Bemerkung : Bem.: Obige Abschrift liegt bei der Urk. Vom 3. Jan. 1651.






Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 55/1




>> Vorgänge anzeigen


Kasten 55


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 55/2




>> Vorgänge anzeigen


1765 - 1777
Gerichtliche Austragung der Honorarforderungen des Wever gegen von Neuhof gen. Ley zu Listringhausen.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 55/3
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 55, Akte 3
1515






Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 55/4




>> Vorgänge anzeigen


1724 - 1778
Schreiben von Nagelscher Anwälte (auch untereinander) aus Berlin, Kleve und Westfalen.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 55/5
Altsignatur : Bestellsignatur: kasten 55, Akte 5
1512
Umfang : 18 Stück



1738 - 1740
Johanna Katharina Louise von Ruland Witwe von Schell klagt vor dem jülich-bergischen Hofrat gegen den Advokaten Valentin Mylius.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 55/6
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 55, Akte 6
1511
Umfang : 15 Bl.



1779 - 1784
Forderung der geschiedenen Ehefrau des verst. Dietrich Friedrich Wilhelm von Neuhof gen. Ley zu Listringhausen gegen dessen Erben. Akten des Anwalts.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 55/7
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 55, Akte 7
1510



Kasten 55


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 55/8




>> Vorgänge anzeigen


1753 - 1760
Prozeß vor dem jülich-bergischen Hofrat um die Belehnung mit dem Rittersitz Alfens.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 55/10
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 55, Akte 10
1509



1756 - 1768
Auseinandersetzung um die Hinterlassenschaft des 1753 verstorbenen Franz Wolfgang von Cortenbach.


Enthält : Promemoria informativum (Druck 9 gez. S., 2 Ex.) und Urk. d.d. 1737 Sept 8 (973) und 1756 Juni 21 (1118).
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 55/12
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 55, Akte 12
1507




>> Vorgänge anzeigen


Kasten 55


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 55/13




>> Vorgänge anzeigen


1765 - 1768
Erbteilung nach Tod des Konrad Kaspar von Nagel.


Enthält : Urkunden d.d. 1765 Mai 6 (1194), 1766 Jan. 12 (1199), 1766 März 17 (1204), 1766 März 24 (1205 und 1206).
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 55/14
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 55, Akte 14
1503




>> Vorgänge anzeigen


Kasten 55


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 55/16




>> Vorgänge anzeigen


Kasten 55


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 55/17




>> Vorgänge anzeigen


1754 - 1761
Rechtsstreit zwischen den Erben der Maria Elisabeth von Brempt und den Erben von Cortenbach.


Enthält : Urkunden d.d. 1670 Juni 9 (533), 1681 März 14 (605), 1688 Jan 12 (659), 1694 Jan 28 (691)
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 55/18
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 55, Akte 18
1500
Umfang : 24 num. Stück und ungez. Nachträge




>> Vorgänge anzeigen


1740 - 1744
Schreiben des Johann Franz Kaspar von Wyhe zu Reuschenberg, vornehmlich an seinen Bruder.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 55/19
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 55, Akte 19
1499




>> Vorgänge anzeigen


Kasten 55


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 55/20




>> Vorgänge anzeigen


1743 Oktober 20



Beschreibung : Meinerzhagen Zwischen dem Rentmeister zu Altena Simon Friedrich v. Diest und dem Kirchspiel Meinerzhagen war es von 1727 an wegen der beiden Mühlen im Kirchspiel, deren Anpachtung bzw. wegen des Kaufprei-ses zu einem langwierigen Prozeß gekommen, der zweimal bis an den königlichen Hof gelangte und dort entschieden wurde. Der Rentmeister hat nun zwar den Kaufpreis durch den Kommissar, den Geheimen Regierungsrat Hymnen, hinterlegen lassen, und es ist ihm daraufhin vom Kirchspiel eine Mühle übertragen worden, doch sind verschiedene Punkte strittig geblieben, die erneut Anlaß zu kostspieligen Weitläufigkeiten geben könnten. Nach zahlreichen Unterredungen hat man sich jetzt dahin verglichen, daß von der deponierten Summe noch 250 Rtl. an das Kirchspiel ausgezahlt und die übrigen Gelder an den Rentmeister zu-rückgegeben werden sollen. Damit gelten dann alle Meinungsver-schiedenheiten und gegenseitigen Forderungen als erledigt. Es unterschreiben: Simon Friedrich v. Diest einerseits, sodann andererseits F[riedrich] S[igismund] v. N[euhof] genannt Ley, P[eter] Wever, Johannes Caldenbach, Johann Christoph Knoche, Engelbert Greffe, Johann Jakob Vogel und Georg Bisterfeldt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 61
U 1025



o.D.
Abhandlung über die Rechte der fürstbischöflichen Rechenkammer zu Lüttich. Abschrift / Reinschrift, franz.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 56/1
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 56, Akte 1
1565
Umfang : 12 Bl.



Kasten 56


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 56/2




>> Vorgänge anzeigen


Kasten 56


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 56/3




>> Vorgänge anzeigen


1798
Wiederaufbau der abgebrannten Kirche zu Meinertzhagen


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 56/4
Altsignatur : Bestellsignatur: kasten 56, Akte 4
1563



1789-1791
Auseinandersetzung des Franz Adolf von Nagel, Amtmann zu Hückeswagen und Bornefeld, mit seinem Amtsverwalter Karl Philipp von Schatte: (1) Schriftsätze,


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 56/5






Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 56/6




>> Vorgänge anzeigen


1793 - 1794
Verhandlungen beim Niederrheinisch-Westfälischen Kreis um das Kontingent des Stifts Essen zur Reichsarmee.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 56/7
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 56, Akte 7
1559



1697 - 1706
Streit der Anna Margaretha von Scheid gen. Weschpfennig, Witwe des Engelbert von Neuhof gen. Ley zu Badinghagen, dann des Friedrich Kaspar von Neuhof gen. Ley, mit Johann Dietrich von Stockhausen, Richter zu Olpe, Drolshagen und Wenden, um den Hof Dörnscheid im Kirchspiel Olpe: 2 Schriftsätze und Urkunden und Schreiben des von Stockhausen, die in Ausf. wie als Abschrift vorliegen und bezeichnet sind mit A bis K, M bis S und X (A nur Kopie, J nur Ausf.). Darunter die Urk. d.d. 1691 Dez 7 als B, d.d. 1697 Sept 8 als C, d.d. 1701 Nov 3 als N.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 56/8
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 56, Akte 8
1558/1




>> Vorgänge anzeigen


1703
Abrechnug über die Kosten des kurpfälzischen Infanterie-Regiments des Generalmajors Freiherrn von Rehbinder im Dienste der Generalstaaten während des Jahres 1702.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 56/9
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 56, Akte 9
1557



1751 - 1759
Ansprüche der Erben dOrjo auf Besitz des 1753 verstorbenen Franz Wolfgang von Cortenbach


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 56/10
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 56, Akte 10
1556



1750 - 1756
Streit zwischen Franz Wolfgang von Cortenbach und Adam Graf von Velbrück um ein vom Vater des letzteren aufgenommenes Kapital. Darin Urk d.d. 1712 Juni 6 und 1738 Feb 27.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 56/11
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 56, Akte 11
1555




>> Vorgänge anzeigen


1759 - 1760
Schreiben des Matthias von Mering in Andernach an Konrad Kaspar von Nagel, Amtmann zu Hückeswagen etc, in Köln wegen Immobilen- und Schuldgeschäften.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 56/12
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 56, Akte 12
1554



1796 - 1800
Familienbriefe an Eleonore von Bourscheid, Stiftsdame in Nottuln, überwiegend von ihrer Mutter in Merödgen bei Langerwehe. Umschläge mit Aufschrift Briefe von ... meiner Mutter .


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 56/13
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 56, Akte 13
1553
Umfang : 20 Stück



1777 - 1782
Prozeß des Freiherrn Moritz Georg Vogt von Elspe gegen Freiherrn Franz Adolf von Nagel als Erben des von Neuhof gen . Ley um Restzahlung für das Gut Vahlefeld im Kirchspiel Halver. Vollständige Handakte des Nagelschen Anwalts Spannagels mit Inhasltsverzeichnis über 49 Nr.,


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 56/14
Altsignatur : 56. Akte 14
1552
Umfang : 173 gez. Bl.




>> Vorgänge anzeigen


1662 Oktober 22



Beschreibung : Adelheid Dickhoff, Äbtissin, Katharina Vickel genannt Horst, Priorin, Gudula v. Horrich, Prokuratorin, und die sämtlichen Konventualinnen von St. Maximin in Köln bekennen, daß Herr Heinrich Schnellen ( Sn-), kurtrierischer und pfalzneuburgischer Geheimer Rat und jülich-bergischer Vizekanzler, und seine Ehefrau Anna Maria Cronenberg (- burg) bei ihnen mit einem Rentbrief über 500 Reichstl. und mit sechs Goldgl., die 1386 auf das Haus Braunshorn im Schreinsbezirk St. Kolumba angelegt worden waren, eine Stiftung gemacht haben. Es folgen inseriert die Texte des Stiftungsbriefes vom 21. Okt. 1662, des stadtkölnischen Rentbriefes von 27. März 1632 sowie der Übertragung des Rentbriefes vom 5. Mai 1659. Die Stiftung wird von ihnen nach Kapitalsbeschluß dankbar angenommen; das Original des Rentbriefes haben sie erhalten. Sollten sie den Bedingungen des Stiftungsbriefes nicht nachkommen, steht es den Stiftern und deren Erben frei, die Fundation der Pfarre St. Laurentius in Köln zu übertragen.Die Ausstellerinnen siegeln. auf den Tag der heiligen CordulaEs folgen im Wortlaut die Eintragungen aus dem Schreinsbuch Berlici des Bezirks St. Kolumba, durch die am 6. Febr. 1660 Heinrich Schnellen (Snell), Lizentiat der echte, pfalzneuburgischer Geheimer Rat und Vizekanzler, und dessen Ehefrau Anna Maria Cronenberg mit sechs Goldgld. jährlich von Haus Braunshorn in der Breite Straße angeschreint wurden, sodann am 5. Aug. 1664 Äbtissin und Konvent von St. Maximin. Ferner folgt der Text eines Vermerks vom 16. April 1667, wonach Vizekanzler Schnellen dem Rentkapital bei der Stadt Köln, nachdem der Zinssatz auf 3% gesenkt worden war, 83 1/3 Reichstl. zulegte, um den Jahreszins auf 17 ¿ Reichstl. zu halten.In einer Beilage ein Doppelblatt mit einer Aufstellung der Stiftungsbeträge vom 5. Okt. 1667 und einer Quittung vom 20. April 1668, durch die Adelheid Dickhoff, Äbtissin, und sämtliche Konventualinnen an St. Maximin der Stadt Köln den Erhalt von 17 ¿ Reichstl. Rente für das lfd. Jahr quittieren entsprechend der Fundation der Eheleute Schnellen. (Abschr.)
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 56
U 392



1664 Januar 16



Beschreibung : Der Offizial des kurkölnischen Gerichtshofes in Köln approbiert eine Stiftung der Jungfrau Cordula Scheiff folgenden Inhalts:1662 Dezember 14 - Köln: Vor dem ausfertigendem Notar und den am Ende benannten Zeugen stiftet Jungfrau Cordula Scheiff vier Wochenmessen. Von diesen sind zwei am Donnerstag bzw. Freitag bei den Karmelitessen in der Kupfergasse zu halten; dafür schenkt sie eine Rente von jährlich 24 Reichstl. aus einem Kapital von 600 Reichstl., das ausweislich der Eintragung im Schrein St. Brigida, Buch Capella Michaelis, auf Erbschaft in der Schorlingsgasse, jetzt auffm Brandtgenannt, angelegt ist. Die beiden anderen Messen sollen des Sonntags bzw. des Montags jeweils um 10 Uhr im Kloster Maria Empfängnis auf der Ruhr gehalten werden; dafür geschenkt werden Renten von 22 Reichstl. von 550 Reichstl. Kapital aus Erbe in der Weyerstraße und von 16 kölnischen Tl. von 400 Tl. Kapital aus zwei Häusern in der Spilmannsgasse laut Anschreinung vom 23. Januar 1660 im Schrein Weyerstraße bzw. vom 20. Juli 1661 im Schrein Airsbach, Buch Generalis. Die Stifterin, die alsbald die Umschreibung in den Schreins-büchern veranlassen will, behält sich vor, einen oder zwei Priester für Messen dem Pastor von St. Kolumba, in dessen Pfarre die beiden Klöster liegen, zu präsentieren. Das Benennungsrecht soll nach ihrem Tod an ihre Nichte kommen, nämlich an Maria Deutz, Witwe des Hermann zum Pütz, nach deren Tod an einen Nachkommen dieser Nichte und, falls alle diese Nachkommen verstorben sind, an Nachkommen des Kölner Ratsver-wandten und Stimmmeisters Johann zum Pütz und seiner Ehefrau Maria Elisabeth v. Wedich. Dementsprechend benennt sie selbst hiermit Johann Heinrich Gronen aus Foitzheim zu befürderung seines vorhaden geistlichen Standtz. Die Stifterin bittet in ihrer Wohnung am St. Ursula-Platz, gemeinhin St. Revilien-Platz genannt, im Beisein der beiden als Zeugen anwesenden Ratsverwandten Dr. jur. Johann zum Pütz und Christian Commender, über ihre Stiftung ein offenes Instrument zu fertigen. Laurentius Mey, öffentlicher, am Reichskammergericht zu Speyer und beim Rat zu Köln immatrikulierter Notar, entspricht diesem Ersuchen, unterschreibt und fügt sein Signet bei.Der Offizial genehmigt und bestätigt die vorstehende Stiftung, läßt sein Petschaft aufdrücken, das große Offizialatsiegel anhängen und den Notar des Geistlichen Hofgerichts Hermann Josef Latomus unterschreiben.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 56
U 403



1671 August 26



Beschreibung : StockumAgnes Katharina Freiin v. Westerholt zu Lembeck, verwitwete Freifrau v. Boymer (Boeymer) und Rimburg, Frau zu Stockum, Kobbing und Beckendorf, bekundet für sich und als natürliche Vormünderin ihrer minderjährigen Töchter Katharina Mechthild und Sophia Elisabeth, von der Witwe Maria v. Hatzfeldt geb. v. Velbrück zu Garath, Frau zu Wildenburg, Weisweiler und Schönstein, 5000 Rtl. in barem Geld entliehen zu haben. Mit diesem Geld hat sie bei Bernhard Melchior, v. Vittinghoff gen. Schell, Herrn zu Schellenberg und Ripshorst, dessen Forderung befriedigt wegen der noch unbezahlt auf dem Haus Stockum haftenden Brautgelder seiner Großmutter Christine von der Brüggeney gen. Hasenkamp, Tochter des Hauses Stockum, aufgrund ihres Heiratsvertrages vom 17. Febr. 1591, ferner auch die Forderungen anderer Gäubiger entsprechend dem von den fürstlich münsterischen Räten am 18. Okt. 1663 gefällten und später am Reichskammergericht zu Speyer bestätigten Urteil. Sie gelobt, für besagte 5000 Rtl. an die Gläubigerin, deren Erben oder Rechtsnachfolger jedes Jahr am 24. Aug. (Tag des Apostels Bartholomäus) in Köln unweigerlich 250 Rtl. Zins zu entrichten, und das Kapital selbst wird sie innerhalb von zwei Jahren nach Aufkündigung, die beiden Seiten freisteht, ebenfalls in Köln zurückzahlen. Zur Sicherheit stellt sie die adeligen Häuser Stockum und Beckendorf mit allem Zubehör und überhaupt alle ihre unbeweglichen wie beweglichen Güter und zu einen Spezialunterpfand folgendes allodiale Zubehör des Hauses Stockum: den sog. Kuhkamp, die an der Lippe gelegene Krechtingswiese, die Ölmühle, den Simonskamp nahe der Lippe und den Ochsenkamp an der Kywitsheyden, ferner den Hof zu Wesselen im Gericht Stockum, Mollenhoffs Erbe im Kirchspiel Werne und den Vehringskotten. allen genannten Besitz räumt sie der Gläubigerin zu Nutzung ein und wird ihn im Mißzahlungsfall zu deren Eigentum widerspruchslos abtreten. Mit der Ausstellerin unterschreibt und siegelt ihr Bruder Hermann Burkhard Frh. v. Westerholt, Herr zu Lembeck und Koppel. Ferner bittet sie den Richter der Herrlichkeit Stockum Christian Günter von Leher, diese Verschreibung gerichtlich zu bestätigen.Es folgt 1671 August 22 - Stockum: Christian Günter von Leher, Richter der Herrlichkeit Stockum, bestätigt unter Hinzuziehung der Schöffen Einlard Murmans und Jobst zur Osten die vorstehende Verschreibung in allen Punkten und hängt das Gerichtssiegel an. Es unterschreibt der öffentliche Notar Johann Franz Kranepoell als vereidigter Gerichtsschreiber der Herrlichkeit Stockum.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 56
U 542



1704 Februar 22



Beschreibung : Körrenzig Ignatius v. Driesch, Vogt, Leonhard Roben, Winand Porten und die sämtlichen Schöffen des Gerichts zu Körrenzig bekunden, daß vor ihnen Herr Gerhard Sodenkampf, der derzeitige Rektor der Kirche zu Hottorf, eine Vollmacht vorgewiesen hat, ausgestellt von Gottfried Albert Adam Frh. v. Westrem zu Glimbach, dessen Schwiegermutter Justina Maria v. Westrem, verwitweten v. Horrich, seiner Ehefrau Anna Magdalena und deren Fräulein Schwester Maria Elisabeth v. Horrich. Die Genannten bezeugen, sich vor etwa einem halben Jahr unter Vermittlung einiger Schiedsfreunde mit den v. Wymar, die gegen sie wegen deren die elterlichen Güter betreffenden Ansprüche ein obsiegendes Urteil erlangt hatten, auf eine Summe 2200 Rtl. verglichen zu haben, wobei ihnen bei Barzahlung etliches nachgelassen werden sollte. Zur Abfindung besagter Ansprüche haben sie Kraft eines Konzessionsscheins 700 Rtl. auf das Dreischer Lehen zu Gevenich aufgenommen und nun von Anton Bassel, Prior, und den Konventualen der Karthause zum Vogelsang bei Jülich 1100 Rtl. zu je 80 Albus kölnisch bar erhalten. Letztgenannter Betrag soll mit jährlich 5%, fällig auf Nov. 30 ( St. Andreas ), verzinst werden. Zur Sicherheit erhält die Karthause eine Generalhypothek auf alle Güter der Schuldner und als spezielles Unterpfand hiermit 13 Morgen allodiales Ackerland, 3 ¿ Morgen Wiese im Gansbroich und noch etwa 24 Morgen allodiales Ackerland bei Körrenzig hinter dem Hausacker; alle Parzellen sind lastenfrei bis auf letztgenannte, auf die dem Pastor zu Wassenberg eine Rentobligation über 300 Rtl. am 1. Sept. 1665 gerichtlich verschrieben wurde. Außerdem haben die Schuldner zur weiteren Sicherstellung der Karthause das Original einer vor dem Gericht Born am 21. Dez. 1629 ausgefertigten Rentverschreibung über 14 Albertiner - Rtl. ausgehändigt, wollen aber selbst zum Einzug berechtigt bleiben. Falls die Gemeinde Holtum das betreffende Kapital einlösen will, versprechen die Gläubiger, die Obligation den Schuldnern wieder zu überlassen, und erhalten dann ein anderes Unterpfand. Den Gläubigern ist freigestellt, die erwähnte Verschreibung von Pastor zu Wassenberg an sich zu lösen. Die Aussteller hängen ihr gewöhnliches Amts - und Gerichtssiegel an, und es unterzeichnet der Gerichtsschreiber Notar W. Scharffhausen. Darunter: 1710 Dez. 15 - Körrenzig. Das Gericht zu Körrenzig bestätigt auf Ersuchen der Freifrau v. Westrem zu Glimbach, daß die in obiger Obligation genannten Gelder an die Karthause zum Vogelsang ausgezahlt wurden. Es unterzeichnet der Gerichtsschreiber G. Vogels. Darunter: 1712 September 22 - Köln. F. J. Wagener, Prior der Karthause zum Vogelsang, bescheinigt durch Unterschrift, daß die in obiger Obligation genannten 1100 Rtl. und die auf ein Lehngut angewiesenen 900 Rtl. vom Kloster St. Maximin in Köln aufgrund einer diesem durch Freifrau v. Westrem zu Glimbach neuausgestellten Verschreibung bar ausgezahlt wurden.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 56
U 791/2
Bemerkung : Abschr. (von 1759), Pap. in Kasten 15, Akte 2Abschr. (Mitte 18 Jh.) in Kasten 75, Akte 7



1707 Februar 4



Beschreibung : Lüdenscheid Friedrich Kaspar v. Neuhof genannt Ley zu Badinghagen, kaiserlicher Obrist und Kommandant der Sauvegard in Ostfriesland und Hadeln, verpachtet an Jakob Schulte und dessen Ehefrau Anna Margarete seinen freien Hof zum Fronenberg im Kirchspiel Lüdenscheid (Lün -), von dem diese bisher eine Hälfte hatten, während die andere Peter Grol in Pacht hatte, und zwar auf sechs Jahre von Peterstag des lfd. Js. an. Die am 11. Nov. ( zu Martini ) fällige Jahrespacht beträgt 42 Reichstl. Die Pflichten der Pächter werden im einzelnen festgelegt. Für den Verpächter unterschreibt als Bevollmächtigter Johann Kaspar Mehler und für den schreibunkundigen Pächter Johannes Hallervordt. Nachfolgend Eintragung über Erneuerung des Vertrages für den gleichen Anpächter am 6. Sept. 1712 mit den Unterschriften des Johann Kaspar Mehler und des Joh. Hallervordt, eine weitere von 1717 Sept. 6 mit Unterschrift des Hallervordt und eine Notiz über Neuverpachtung an ? d.d. 1723 ungefehr Nov. 15.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 56
U 817



1752 Oktober 27



Beschreibung : Bell Friedrich Ferdinand Frh. v. Pfeil, den der in kaiserlichen Diensten stehende Ferdinand Frh. v. Nagel, ältester Sohn zur Gaul, vor seiner Abreise bevollmächtigt hatte, seinen Erbanteil zu veräußern, verkauft im Beisein und mit Billigung der verwitweten Mutter v. Nagels an Friedrich Christian Frh. v. Mengersen, Deutschordens-Komtur zu Koblenz, kurkölnischen Kammerherrn und Oberstleutnant, der für sich und für die Familie von Leers zu Lerbach handelt, den Rittersitz Gaul mit Jagd und Fischerei, dem herrschaftlichen Haus nebst Graben, Garten und der vor der Hausbrücke gelegenen Stallung, jedoch ohne die übrigen Gebäude und das sonstige Zubehör. Der Kaufpreis, der in Raten zu je 100 Rtl. gezahlt werden kann, beträgt 1500 Rtl. und ist jeweils auf Martini mit 3% zu verzinsen. Der angekaufte Teil zu Gaul steht dafür zu Unterpfand. Es unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf M[aria] A[nna], Witwe von [Philipp Konrad] v. Nagel geb. v. Pfeil und Friedrich Ferdinand v. Pfeil als Bevollmächtigter. Darunter: 1752 Nov. 8: Der Gerichtsschreiber F. Müller bestätigt die Eintragung ins Gerichtsprotokoll.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 56
U 1079/1
Bemerkung : Abschr. (gleichzeitig), Pap. in Kasten 40, Akte 7



1791 Januar 5



Beschreibung : Listringhausen Franz Adolf Josef Frh. v. Nagel, Erbherr zu Badinghagen und Listringhausen, Oberamtmann zu Hückeswagen und Bornefeld, und seine Ehefrau Maria Agnes Bernhardine geb. Freiin von und zu Weichs zur Wenne bekunden, den vor ihrer Verehelichung abgeschlossenen Heiratsvertrag vom 3. Okt. 1771 in etlichen Punkten für erläuterungs- und ergänzungsbedürftig befunden zu haben und hiermit erklären bzw. ändern zu wollen. Im Folgenden wird jeweils Bezug genommen auf die Paragraphen des erwähnten Heiratsvertrages, auf den Heiratsvertrag ihrer Tochter vom 23. Juni 1789 und andere Verträge mehr, die jedoch - entgegen der Ankündigung - nicht beiliegen. Sollte die Frau v. Nagel vor ihrem Ehemann und beider einziger Tochter Maria Franziska Agnes Anna Antoinette, verehelichte Raitz v. Frentz, kinderlos vor ihrem Vater sterben, so gilt dieser als Universalerbe des Vermögens, das seine Frau eingebracht hat. Die Schenkung an deren Bruder, den damaligen west-fälischen Landdrosten Klemens v. Weichs zur Wenne, nämlich des adeligen Gutes Reiste und des Wohnhauses in Arnsberg, bleibt rechtsgültig, doch das für bestimmte Todesfälle vorgesehene Vermächtnis von 6000 Rtl. kommt in Wegfall. Dem Heiratsvertrag entsprechend soll Frau v. Nagel im Überle-bensfall 4000 Rtl. zu ihrer freien Disposition behalten. Falls die einzige Tochter auch vor ihr kinderlos stirbt, sollte der verwitweten Mutter laut Heiratsvertrag der Rittersitz Gaul mit Zubehör vermacht sein. Da jedoch die Gauler Güter von beiden Eheleuten ihrem jüngsten Bruder bzw. Schwager Franz Karl Bonifatius v. Nagel durch gerichtlichen Kontrakt vom 19. Okt. 1785 erblich übertragen wurden und dabei der Ehefrau v. Nagel eine Entschädigung aus den übrigen Gütern ihres Ehemanns zugesagt wurde, wird diese Entschädigung wie auch die Sicherung für ihre Mitgift nun laut besonderer Berechnugn auf 21.628 Rtl. für besagten Fall festgesetzt. Der Letztlebende behält sämtliche bewegliche Vermögen zur freien Disposition. Falls der Ehemann überlebt, sind die von seiner Frau eingebrachten Juwelen und Perlen sowie die erwähnten 21.628 Rtl. in erster Linie der Tochter Maria Franziska Raitz v. Frentz bzw. gegebenenfalls deren Kindern oder Kindeskindern als ein - näher erläutertes -Fideikommiß vorzubehalten. Die Eheleute wollen zur Begleichung ihrer Schulden die Roermonder Güter bei erstbester Gelegenheit verkaufen. Sollte dies während ihrer Ehe nicht gelingen, hat der überlebende Ehepartner entsprechende Vollmacht. Sollte Herr v. Nagel sich nach Tod seiner Frau wiederverheiraten, verbleibt ihm außer den besagten 21.628 Rtl. und dem Schmuck seiner jetzigen Frau sowie der seiner Tochter zugsagten Heiratsgabe aus väterlichem Vermögen im Wert von 4000 Rtl. alles übrige. Insbesondere wäre er dann befugt, das Haus Listringhausen mit allen zugehörigen Hämmern und Bauernhöfen in eine zweite Ehe einzubringen, zumal er dies von seinem Vetter, dem Freiherrn v. Neuhof gen. Ley, laut Übertragungs- und Leibgedingskontrakt vom 21. bzw. 30 Aug. 1777 privatim und ohne Fideikommißbindung übernommen hatte. Falls aus einer zweiten Ehe keine Söhne hervorgehen, sondern nur Töchter, so sind diese mit der Tochter erster Ehe gleichberechtigt. Gehen jedoch ein oder mehrere Söhne aus der zweiten Ehe hervor, erhält die mehrgenannte Tochter statt der im Heiratsvertrag festgelegten 1000 Rtl. als Abfindung von den väterlichen Gütern 2000 Rtl. Kommt es nicht zu einer Wiederverheiratung des überlebenden Ehepartners, ist die einzige Tochter, jetztige Ehefrau Raitz v. Frentz, Universalerbin, erhält jedoch selbst nur ein Drittel des Nachlasses, während die übrigen zwei Drittel nach Fideikommißrecht ihren Kindern und Kindeskindern bis zur dritten Generation vorbehalten bleiben, wie dies auch im Heiratsvertrag vom 23. Juni 1789 ihrer Tochter mit Franz Karl Raitz v. Frentz festgelegt ist. Nach Tod des letztlebenden der ausstellenden Eheleute ist durch je einen Blutsverwandten der väter- wie mütterlichen Seite, deren Benennung dem Letztlebenden zusteht, ein Inventar mit gerichtlicher Taxierung anzulegen. Als Fideikommißgüter gelten dabei die adeligen Güter Badinghagen und Listringhausen nebst Zubehör, so daß davon nichts verkauft, versplissen oder belastet werden darf. Beide Eheleute bleiben berechtigt, über fromme Stiftungen wie auch über Legate zum Besten treuer Domestiken zu disponieren. Nach ihrem Tode hat ihre Tochter für den Unterhalt des Bruders bzw. Schwagers der Eheleute Franz Moritz v. Nagel, gewesenen Hauptmanns, zu sorgen, solange sich dieser standesgemäß führt, und den kleinen Vetter Franz Adolf v. Nagel, Sohn des verstorbenen Ferdinand v. Nagel, hat sie in dessen Ausbildung zu fördern und ihn mit allem Notwendigen zu versehen, bis er selbst für seinen Unterhalt aufkommen kann. Das Dokument mit den vorstehenden Bestimmungen soll beim Landgericht Lüdenscheid verschlossen hinterlegt werden. Es ist erst auf Aufforderung des Letztlebenden bzw., falls dieser solches nicht begehrt, nach beiderseitigem Ableben zu entsiegeln und zu veröffentlichen. Beide Eheleute unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf; ferner unterschreiben der Justizkommissar Johann Kaspar Göbel als Rechtsbeistand der Ehefrau v. Nagel und die Zeugen Johann Adolf Beule, Johann Kaspar Schürfeld und Johann Wilhelm Borner.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) In Kasten 56, Akte
U 1384/2
Bemerkung : Abschr. (von 1810), Pap. in Kasten 21, Akte 5



1746 - 1754
Schreiben des Thomas Büttner in Lülsdorf und des M. H. Jordans in Wissem an den Anwalt Monjoye in Düsseldorf bzw. (3 Stück) an Freiherrn von Nagel in Badinghagen.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 57/1
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 57, Akte 1
1623/1
Umfang : 20 Ausf.



1746 - 1754
Schreiben des Thomas Büttner in Lülsdorf und des M. H. Jordans in Wissem an den Anwalt Monjoye in Düsseldorf bzw. (3 Stück) an Freiherrn von Nagel in Badinghagen.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 57/2
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 57, Akte 2
1623/2
Umfang : 20 Ausf.




>> Vorgänge anzeigen


1761
Schreiben des Grenadierleutnants Vogel in Düsseldorf an seinen Onkel Domherrn von Cortenbach.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 57/3
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 57, Akte 3
1622
Umfang : 5 Ausf.




>> Vorgänge anzeigen


1771 - 1776
Schreiben des Johann Peter König in Gummersbach an Dietrich Friedrich Wilhelm von Neuhof gen. Ley zu Listringhausen.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 57/4
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 57, Akte 4
1621
Umfang : 6 Ausf.



1745 - 1748
Schreiben des Anwalts Reuter in Werne an N.N. (vermutlich Monjoye) und an Domherrn von Cortenbach.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 57/5
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 57, Akte 5
1620
Umfang : 4 Ausf. und 1 Abschr.



1754 Juli, 1754 August
Schreiben des Anton Kraus, Schöffe in Troisdorf, an Anwalt Motjoye in Düssseldorf.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 57/6
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 57, Akte 6
1619
Umfang : 6 Ausf.


Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken