Historisches Archiv der Stadt Köln
3 Nachlässe und Sammlungen
3.2 Nachlässe, Partei-, Vereins-, Familienarchive
3.2.18 Buchstabe R
Raitz von Frentz (Familie)
Best. 1037 Raitz von Frentz (Familie)

Verzeichnungseinheiten:  1-100 101-177 


1602 Mai 9



Beschreibung : Johann v. Lüninck zu Niederpleis und Wilhelm v. Bellinghausen zu Leidenhausen bekunden, durch die nachfolgend inserierte Urkunde des Herzogs Johann Wilhelm zu Jülich, Kleve und Berg, Grafen zu der Mark, zu Ravensberg und zu Mörs, Herrn zu Ravenstein, zu Vormündern der minderjährigen Kinder des noch lebenden Wilhelm v. Zweifel zu Wissem [n] und der verstorbe-nen Helena v. Bellinghausen bestellt worden zu sein. [s. unter 1599 März 20]. Nach Tod der Großeltern ihrer Mündel, nämlich des Kaspar v. Zweifel und der Elisabeth v. Lützerode (Lutzenraedt) war de-ren ältester Sohn Johann v. Zweifel mit einem größeren Geldbetrag abgefunden worden. Sodann hatten seine drei Schwestern geheiratet, und zwar Hans Ludwig v. Hatzfeldt, Gerhard v. [!] Blancart bzw. Gotthard v. Mirbach, und waren durch Heiratsgelder ausgesteuert worden, die weit über dem lagen, was die Erbgüter, Renten und Gefälle hergeben konnten, wenn Stamm und Namen des adeligen Geschlechts erhalten bleiben sollen. Der jüngste Bruder hatte zudem zu seinem Nachteil eine Reise nach Frankreich unternommen und hinsichtlich seiner Angelegenheiten nach erfolgter Erbteilung keine ausreichende Vorsorge getroffen, so daß Kosten entstanden. All das hatte zur Folge, daß sämtliche Erbgüter verpfändet und etliche davon wegen Mißzahlung den Pfandinhabern eingeräumt werden mußten. Durch Mißwuchs und Kriegszeiten sowie wegen der notwendigen Instandsetzung mehrerer Gebäude muß nun auch das in Anspruch genommen werden, was die Erbgüter über den Betrag der Pfandgelder hinaus wert sein mögen. Hinzu kommt, daß der jüngsten Schwester die Mitgift nicht nur auf die väterlichen Güter verschrieben wurde, sondern auch auf die Einkünfte der Kinder. Aus den angeführten Gründen ist es unmöglich geworden, eine angemessene Erziehung der Kinder, den Unterhalt ihres Vaters und die bauliche Erhaltung beider adeliger Häuser sicherzu-stellen. Daher verkaufen die genannten Vormünder zum Nutzen ihrer Mündel nach Beratung mit etlichen der nächsten Freunde und Ver-wandten an den festen Friedrich v. Katterbach [zu Gaul] (Goll), jülich-bergischen Hauptmann, dessen Ehefrau Elisabeth v. Bellinghausen und an beider Kinder den freiadeligen und allodialen Pollhof zu Eschmar ( Eß-) im Kirchspiel Sieglar und Amt Löwenberg ( Leivenburgh) mit allem Zubehör, wie der Vater der Mündel Hof und Zubehör von seinen Voreltern ererbt hatte. Der Hof ist weder lehns- noch kurmudpflichtig, nicht belastet und wird nicht zu Erbschatzungen, Kontributionen, Diensten und dergleichen veranschlagt. Wegen der einzigen Verpflichtung des Hofes, nämlich jedes Jahr den Kirchmeistern der Pfarrkirche zu Siegburg 250 Malter Korn zu entrichten, haben sich die Vormünder an den Siegburger Abt Wilhelm v. Hochkirchen, Herrn zu Straelen, Güls und Euenheim (Euwen- ), mit der Bitte gewandt, künftig besagte Erbrente aus dem Hof ihrer Mündel zu Oberlar (Offerlar) im Kirchspiel Sieglar liefern zu dürfen. Sie haben ihm eine entsprechende besiegelte Verschreibung übergeben, und er hat die Umschuldung durch eine - z.T. wörtlich angeführte - besiegelte Urkunde genehmigt, mithin den Pollhof zu Eschmar von der Rentabgabe befreit. Die Kaufsumme, deren ansehnliche Höhe allen ehrlichen und vernünftigen Leuten angemessen erscheinen muß, ist laut besonderem Kaufvertrag festgelegt und von den Käufern in Köln gezahlt worden, was hiermit quittiert wird. Zur Sicherstellung der Käufer, insbesondere gegenüber den Tanten und Oheimen der Mündel wegen der Hinterlassenschaft ihres verstorbenen Oheims Bertram v. Zweifel, die freilich dem Vater der Mündel durch Schenkung unter Lebenden vollständig und in aller Form übertragen wurde, so daß kei-nerlei Ansprüche von besagter Seite möglich sind, stellen die Vormünder alle unbeweglichen wie beweglichen Güter ihrer Mündel zu Unterpfand und geloben, erforderlichenfalls jederzeit und an jedem Ort die unbedingte Schadloshaltung der Käufer zu garantieren.Die beiden Aussteller hängen ihre Siegel an; mit ihnen Siegel der genannte Siegburger Abt und die Freunde und Verwandten der Mündel Otto v. Seelbach genannt Lohe zu Zieverich (Zifferich) und Kaspar v. Zweifel zu Wahn, die von vorstehendem Erbkauf unterrichtet waren und wissen, daß der oft genannte Hof dem edlen und ehrenfesten Daem v. Harff, Herrn zu Dreiborn (Dreim-), Amtmann zu Lülsdorf und Löwenberg, wegen eines ansehnlichen Pfandgeldes und rückständiger Zinsen eingeräumt war, mit Hilfe des Kaufgeldes aber gelöst wurde, und daß ferner der Witwe v. Hochsteden, der 1000 Goldgld. auf der Mündel Haus Wissem verschrieben waren, ihr Geld zurückerstattet ist und der Rest zur Abzahlung des Heiratsgeldes der Ehefrau v. Mirbach Verwendung fand. Letzlich hängen ihr Amts- und Schöffensiegel an Betram v. Uckerath ( Uekerodt). Rentenmeister des Amtes Löwenberg und Dinger zu Sieglar, Johann zur Pfrunen, Johann Probsthalfe, Hermann Offermann und die übrigen Schöffen zu Sieglar. Kaspar v. Zweifel zu Wahn unterschreibt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : §§§§
U 16



1607 November 6



Beschreibung : LichtenauTheodor Matthisius, fürstlich paderbornischer Offizial und Richter, bekundet, daß die edle Gertrud [v.] Westphalen, Witwe des Friedrich [v.] Westphalen, mit ihrem Bevollmächtigten Tilmann Blasehout, Sekretär der Stadt Lichtenau (Lechtenogge), persönlich vor ihm erschienen ist und erklärt hat, ihr Vetter Adolf Schleppegrell zu Varel (Vahrdell) habe ihr seit etlichen Jahren, insbesondere seit dem Tode ihres einzigen Sohnes Friedrich [v.] Westphalen des Jüngeren, viele gute Dienste erwiesen. Ihr verstorbener Sohn habe durch Testament des Johann v. Westphalen und aufgrund eines späteren Vertrages 2000 Rtl. Kapital von Rave v. Westphalen zu fordern gehabt, und diese Forderung sei durch den Tod ihres Sohnes ihr als Alleinerbin zugefallen, und nun seien dieserhalb Meinungsverschiedenheiten mit den unmündigen Kindern des genannten Rabe v. Westphalen bzw. mit deren Vormündern entstanden. Ihres Alters wegen und aus Dabkbarkeit wolle sie ihre Ansprüche jetzt an Adolf Schleppegrell erblich als Schenkung übertragen. In aller Form zediert sie besagte Forderung, und der persönlich anwesende Adolf Schleppegrell nimmt die Schenkung seiner Base ( Wasen) mit Dank an.Der Aussteller hängt sein Siegel an im Beisein der Zeugen Anton Clentius und Bernhard Kramer, Küster bzw. Bürger zu Lichtenau; ferner unterschreibt die Witwe.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten \par\par\par B?
Bestellsignatur: Kasten §§§ B?
U 29



1618 Januar 21



Beschreibung : Lieberhausen (Libber -)Georg v. Neuhof (Newenhoff) gen. Ley zu Koverstein und die Eheleute Volmar v. Neuhof und Anna geb. v. Neuhof gen. Ley, Georgs Eidam bzw. Tochter, hatten dem Balthasar v. Neuhof gen. Ley das adelige Gut Lieberhausen (Libber) mit allem Zubehör unlängst abgekauft, und der Vater hatte den Besitz dann an Schwiegersohn und Tochter erblich überlassen, so daß Lieberhausen nun dem Volmar zusteht.Da dieser aber keine Gelegenheit sieht, das Gut zu behalten, verkauft er es hiermit unter Zustimmung seines Schwieger-vaters an die Eheleute Friedrich v. Neuhof gen. Ley, Drost zu Neustadt (Newer -), und Agnes geb. Schell zu den gleichen Bedingungen, zu denen er es selbst erwarb.Die Ankaäufer übernehmen die Zahlungsverpflichtungen gegen-über genanntem Balthasar, zahlen den Verkäufern jetzt vier Rtl. und versprechen,ihnen auf Mittfasten d. Js. zwei gute Pistolen zu geben und die 300 Tl., für die diese dem Baltha-sar zwei Pferde mit Sattel und Zeug überließen. Besagte Zah-lungsverpflichtung reduziert sich um die 300 Tl. auf nun 2200 landläufige Tl. Von vorstehender Vereinbarung soll bei nächster Gelegenheit eine Reinschrift gefertiget und der zwischen Volmar und Balthasar geschlossene Kaufvertrag alsdann den Ankäufern ausgehändigt werden.Es unterschreiben: Volmar v. Neuhof, der Drost Friedrich v. Neuhof gen. Ley und Georg v. Neuhof gen. Ley zu Koverstein.Einliegend: 1619 April 20 - Neuenrade (Neuwen -). Volmar v. Neuhof (Neuwenhoffe) bekennt, vom festen Christof-fel Schell zu Benninghofen (Beninghoven) 180 Tl. wegen des dem Drosten zu Neustadt (Neuwe -) verkauften Hofes zu Lieber-hausen (Libber -) erhalten zu haben. - Er unterschreibt.Ausf., Pap.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten
U 66



1631 Januar 31



Beschreibung : DüsseldorfJohann Wilhelm, Pfalzgraf bei Rhein, des Hl. Römischen Reiches Erbschatzmeister und Kurfürst, Herzog in Bayern, zu Jülich, Kleve und Berg, Graf usw. gibt seinen jülich - und bergischen Statthaltern, Kanzlern, Präsidenten, Geheimen Hof - und Kammerräten, Schultheißen, Richtern, Gerichtschreibern, Schöffen, Vorstehern und sämtlichen Untertanen seiner beiden Ämter Bornefeld und Hückeswagen bekannt, daß er dem Ersuchen seines Amtmanns genannter Ämter Georg Adolf v. Nagel, diese mit seinem Bruder Konrad v. Nagel, Kämmerer und Amtmann zu Porz sowie Rittmeister, tauschen zu dürfen, stattgegeben und daß er hiermit genannten Konrad v. Nagel nach Vereidigung zum Amtmann über beide besagten Ämter eingesetzt habe.Der Aussteller unterschreibt und läßt das Sekretsiegel seiner Kanzlei aufdrücken.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten
U 146



1632 März 27



Beschreibung : Bürgermeister und Rat der Stadt Köln verkaufen mit ausdrück-licher Zustimmung der 44 Gaffelfreunde laut deren Beschluß vom 4. Dez. 1631 an Dr. jur. utr. Andreas Therlaen [von] Lennep und dessen Ehefrau Maria de Bruin eine jeweils zu Ostern fällige Jahrrente von 20 Rtl. für 500 Rtl., deren Erhalt sie quittieren.Das große Stadtsiegel wird angehängt.Auf der Urk. vermerkt: 1659 Mai 5Andreas Therlaen von Lennep und seine Ehefrau Anna Maria de Bruin übertragen den Rentbrief an Heinrich Schnellen (Sn -), jülichschen Vizekanzler, und dessen Ehefrau Anna Maria Cronenberg (- burg).
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Inseriert in: Urk. v. 1662 Okt. 22 (s. da)
U 154



1632 August 24



Beschreibung : Die Witwe Margarethe v. Lützerode (- reidt) zum Forst, zu Enselskamp und Klarenbeck (C -) geb. v. Rolshausen zu Bütt-genbach (But -) verpachtet für sich und als Vormund ihrer [unbenannten] Kinder an die Eheleute Dietrich von der Lippe zu Asperschlag und Elisabeth v. Douven auf zwölf Jahre ab Martini des lfd. Js. ihren Heuzehnten von drei verschiedenen Parzellen um sog. Zehn - Morgen - Benden zu Quadrath.Als Pacht sind jährlich auf Martini in ihre Haus Forst zu liefern je Morgen ... [freigelassener Raum!]. Bei Zahlungs-versäumnis wird der Vertrag hinfällig, und die Pächter haben alle Schäden zu ersetzen.Es sollen zwei Ausfertigungen geschrieben und von beiden Teilen unterschrieben werden.Am tage Bartholomaei, des Heiligen Apostels
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten §§§
U 160



1640 September 27



Beschreibung : LüttichArnold Raitz v. Frentz, Kanoniker der Kathedralkirchen zu Speyer und Lüttich, bekundet, daß durch Tod des Johann Raitz v. Frentz, Probstes zu St. Martin in Lüttich, am 6. lfd. Mon. das Personat zu Büttgen (Büt -) in der Kölner Diözese vakant wurde.Seine Mutter, die Witwe Elisabeth Raitz v. Frentz zu Schlenderhan (- haen) geb. v. Wambach, der aufgrund des Patronatsrechtes die Nomination zusteht, hat nun ihn nominiert dem Franz Herzog von Lothringen, Bischof von Verdun, Dechanten und Archidiakon der Metropolitankirche zu Köln, bzw. dessen Offizial zu Neuss.Da er, der Aussteller, an persönlichem Erscheinen gehindert ist, bevollmächtigt er Theodor Buren, Lizentiaten der Theolo-gie und Kanonikus zu Neuss, und Wilhelm Joeper, Pastor zu Büttgen, sich in seinem Namen ins genannte Personat inve-stieren zu lassen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten §§§
U 211



1642 Februar 8



Beschreibung : KölnMargarete geb. v. Rolshausen, Witwe v. Lützerode (- rath) zu Clarenbeck und Forst, für sich und ihren minderjährigen Sohn Johann Reinhard v. Lützerode, Adolf v. Lützerode, kurfürstlicher Kämmerer und Rat, und seine Brüder Christoph und Johann Franz v. Lützerode, beide Deutschordens-Ritter, verkaufen an Elisabeth geb. v. Wambach, Witwe Raitz v. Frentz, ihre nachfolgend spezifizierten und in ihrer Lage genau beschriebenen Wiesen und Ländereien bei Quadrath, nämlich eine Kamp auf dem Raderfeld, der u.a. begrenzt wird von Land des Junkers Frentz zu Fliesteden und der Erben des Schultheißen zu Kenten und der vom Landmesser Gelissen auf neun Morgen und 28 Ruten gemessen wurde, sodann eine Wiese neben der verfallenen Mühle mir drei kleinen Kämpen, laut genanntem Landmesser sechseinhalb Morgen und 36 Ruten groß, ferner ihre an verschiedenen Stellen gelegenen Zehntwiesen von insgesamt 161 ¿ Morgen, die aus dem adeligen Hause Hall herrühren. Die Verkäufer quittieren den Erhalt der Kaufsumme, für die der Morgen mit 90 kölnischen Talern zu je 52 Albus bewertet wurde, übertragen die Objekte und geloben Währschaft. Verhandelt ... binnen ... Collen, im Stommeler Hof aufm Büchel genantNeben den Ausstellern, von denen Johann Franz v. Lützerode sich durch seinen bevollmächtigten Bruder Adolf vertreten läßt, unterschreiben und siegeln Hermann v. Hanxler ( Hanseler), fürstlich jülichscher Kämmerer und Stallmeister, Herr zu Setterich, Herstal und Reuschenberg, Amtmann zu Bergheim, Adolf Raitz v. Frentz zu Gustorf und Crato Bertrams, Vogt des Amtes Bergheim.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 227/4
Bemerkung : Abschrift durch den Notar Matthias Weipeler, Papier in Kasten 8Abschrift durch den Notar Matthias Weipeler, Papier in Kasten 10Abschrift (18. Jh.), Papier, unbeglaubigt in Kasten 11



1651 März 15



Beschreibung : Wolfgang Wilhelm, Pfalzgraf [usw.], vergibt dem Adolf Sigismund [Raitz] v. Frentz zu Kendenich auf dessen Bitte hin und in Ansehung der von seinen Eltern und Voreltern den Her-zögen von Jülich geleisteten Dienste zu einem Mannlehen die 17 oder 18 Häuser des Dorfes Ichendorf, die im Herzogentum Jülich liegen, und zwei zu Quadrath gelegene Häuser und Sohlstätten, und zwar mit der Jurisdiktion in Zivil - und leichten Strafsachen. [Einzelheiten dazu werden aufgeführt.] Der verlehnte Bezirk ist durch Grenzsteine ausreichend zu kennzeichnen.Zum Lehen gehört die große und kleine Jagd sowie der Kram-metsvogelfang auf der Bethlehemer Heide und im Tantelhecke genannten Busch bis ans Dorf Oberaußem (- außhem). Dem Landesherrn bleibt es unbenommen, in diesem Bezirk zu jagen, und die v. Ketzgen behalten ihr Recht, die kleine Jagd an den bisher genutzten Stellen weiterhin auszuüben.Im Beisein seiner Lehnsmannen [Johann Bertram v. Scheid gen.] Weschpfennig und [Philipp Heinrich] v. Bentick unterschreibt der Austeller. [Eine Besiegelung wird nicht erwähnt.]
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten
U 294



1653 Oktober 10



Beschreibung : Haus ArcenMarsilius [v. Gelder], Freiherr zu Arcen ( Arssen), Herr zu Türnich, Frechen und Bachem (Bachum), Erbvogt zu Bell, königlich spanischer Rat des Fürstentums Gelderen und Drost des Landes von Kessel, bekundet, daß ihm als dem Besitzer des Hauses Bree im Lande von Kessel Herr Arnold Adolf v. Bocholtz (Boeckholt), Kanonikus des Stifts St. Viktor in Xanten, durch den Bevollmächtigten Anton von Blauenstein am 3. d. Mon. s den Lehnseid hat leisten lassen. Hiermit erteilt er, vorbehaltlich seiner Rechte als Lehnsherr, genanntem Herrn v. Bocholtz die Vollmacht, über das von seinem Haus Bree zu Lehen gehende adelige Gut der Paß im Kirchspiel Wankum nach Gutdünken zu disponieren, sei es durch Testament, Schenkung, Übertragung oder sonstwie.In Anwesenheit der edlen und ehrenfesten Lehnsmannen seines Hauses Arcen Heinrich v. Arth und Matthias Aebels, die beide mit dem Aussteller unterschreiben, hängt dieser sein Siegel an.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten §§§
U 320



1655 November 19



Beschreibung : BonnMaximilian Heinrich, Erzbischof zu Köln, des Hl. Römischen Reiches durch Italien Erzkanzler und Kurfürst, Bischof zu Hildesheim und Lüttich, Administrator zu Berchtesgaden, Herzog usw., bekundet, sein verstorbener Vorgänger, Kurfürst Ferdinand, habe den verstorbenen kaiserlichen General Johann Freiherrn v. Werth und dessen männliche Erben wegen seiner treuen Dienste mit der erzstiftischen Burggrafschaft und Herrlichkeit Odenkirchen belehnt und dabei zugesagt, ihm oder seinen Erben für den Fall, daß die Kognaten oder Erben der vorigen Lehnsträger ihre Ansprüche gerichtlich durchsetzen würden 34.000 Reichstl. zu erstatten, die er teils bar vorge-schossen hatte und die ihm zum anderen Teil als Entschädigung angewiesen werde, seinen Töchtern oder anderen Allodialerben 15.711 Reichtl. zu entrichten.Inzwischen hat sich Winand Hieronymus Freiherr v. Frentz zu Schlenderhan (- haen) als Ehemann der aus erster Ehe des Freiherrn v. Werth stammenden Tochter mit v. Werths Witwe zweiter [fälschlich so, statt dritter] Ehe, Susanne Maria geb. Gräfin v. Kuefstein, als der Vormünderin ihres einzigen Sohnes dahin verglichen, daß die Burggrafschaft Odenkirchen ihm, den Freiherrn v. Frentz, zugeteilt wurde, und daraufhin haben nun beide Seiten gebeten, Freiherrn v. Frentz für sich und seine männlichen Leibeserben katholischer Religion zu belehnen und darüber hinaus die erwähnten sicherstellenden Zusagen, wie sie Freiherrn v. Werth am 18. April 1634 versprochen wurden, auf ihn umzuschreiben.Diesem Ersuchen entsprechend, wird mit Zustimmung des Domkapitels der Freiherrn v. Frentz hiermit die Zusicherung gegeben, daß er im Falle des Lehnsverlustes 34.000 Reichstl. erhält, von denen die Landstände laut Landtagsabschied vom 9. Sept. 1643 18.000 Reichstl. übernommen hatten, bzw. für den Fall, daß sein oder seiner männlichen Leibeserben Mannesstamm aussterben sollte, die besagte Summe von 15.711 Reichstl. Die Güter und Einkünfte des Erzstifts sollen dafür zu Unterpfand stehen.Der Aussteller unterschreibt und läßt sein Siegel anhängen; zum Zeichen ihrer Zustimmung hängen Domdechant und Domkapital ihr Siegel ad causas an. Ferner unterschreibt [der Kanzler] Buschmann.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten
U 336/1
Bemerkung : Ausf. Perg. - Besiegelt, in Kasten xxx



1655 November 19



Beschreibung : BonnMaximilian Heinrich, Erzbischof zu Köln, des Hl. Römischen Reiches durch Italien Erzkanzler und Kurfürst, Bischof zu Hildesheim und Lüttich, Administrator zu Berchtesgaden, Herzog usw., bekundet, sein verstorbener Vorgänger, Kurfürst Ferdinand, habe den verstorbenen kaiserlichen General Johann Freiherrn v. Werth und dessen männliche Erben wegen seiner treuen Dienste mit der erzstiftischen Burggrafschaft und Herrlichkeit Odenkirchen belehnt und dabei zugesagt, ihm oder seinen Erben für den Fall, daß die Kognaten oder Erben der vorigen Lehnsträger ihre Ansprüche gerichtlich durchsetzen würden 34.000 Reichstl. zu erstatten, die er teils bar vorge-schossen hatte und die ihm zum anderen Teil als Entschädigung angewiesen werde, seinen Töchtern oder anderen Allodialerben 15.711 Reichtl. zu entrichten.Inzwischen hat sich Winand Hieronymus Freiherr v. Frentz zu Schlenderhan (- haen) als Ehemann der aus erster Ehe des Freiherrn v. Werth stammenden Tochter mit v. Werths Witwe zweiter [fälschlich so, statt dritter] Ehe, Susanne Maria geb. Gräfin v. Kuefstein, als der Vormünderin ihres einzigen Sohnes dahin verglichen, daß die Burggrafschaft Odenkirchen ihm, den Freiherrn v. Frentz, zugeteilt wurde, und daraufhin haben nun beide Seiten gebeten, Freiherrn v. Frentz für sich und seine männlichen Leibeserben katholischer Religion zu belehnen und darüber hinaus die erwähnten sicherstellenden Zusagen, wie sie Freiherrn v. Werth am 18. April 1634 versprochen wurden, auf ihn umzuschreiben.Diesem Ersuchen entsprechend, wird mit Zustimmung des Domkapitels der Freiherrn v. Frentz hiermit die Zusicherung gegeben, daß er im Falle des Lehnsverlustes 34.000 Reichstl. erhält, von denen die Landstände laut Landtagsabschied vom 9. Sept. 1643 18.000 Reichstl. übernommen hatten, bzw. für den Fall, daß sein oder seiner männlichen Leibeserben Mannesstamm aussterben sollte, die besagte Summe von 15.711 Reichstl. Die Güter und Einkünfte des Erzstifts sollen dafür zu Unterpfand stehen.Der Aussteller unterschreibt und läßt sein Siegel anhängen; zum Zeichen ihrer Zustimmung hängen Domdechant und Domkapital ihr Siegel ad causas an. Ferner unterschreibt [der Kanzler] Buschmann.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten
U 336/2
Bemerkung : Entwurf (aufgesetzt vom Schreiber Hermann Seyler), Perg. unbesiegelt, in Kasten xxx



1656 August 12



Beschreibung : Haus MassenKaspar Christoph v. Neuhof genannt Ley zu Listringhausen hatte mit Maria Margarete v. Elverfeldt ( Er-), Tochter des Robert v. E. zu Dahlhausen und der Anna Cunegold Stael v. Holstein, die Ehe beredet, diese wenige Tage später geschlossen un die Kopulation vollzogen. In der nach altem Brauch errichteten Heiratsverschreibung, die an sich in Kraft bleiben soll, war vergessen worden, Frau Maria Margarete eine Leibzucht zu verschreiben für den Fall, daß er vor ihr ohne eheliche Kinder sterben sollte. Deshalb wird ihr hiermit jetzt der frei adelige Hof Selbach im Amt Neustadt ( Newer-) aufgetragen; sie würde diesen Hof als kinderlose Witwe unberechnet so lange nutzen können, wie sie unverheiratet bleibt, darf ihn jedoch nicht belasten.Kaspar Christoph v. N. gen Ley unterschreibt und drückt sein Petschaft auf; sodann drückt der Richter zu Massen Johannes Kemper, der diesen Vertrag entworfen und ausgefertigt hat, sein Gerichtssiegel auf; ferner unterzeichnen als Zeugen Heinrich Hoffmann, Dr. beider Rechte, Ege Heggems, Berndt Noell, Hendrych van Pentum und Werner Hermelinck.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten
U 339



1658 April 5



Beschreibung : BonnMaximilian Heinrich, Erzbischof zu Köln, des Hl. römischen Reiches durch Italien Erzkanzler und Kurfürst, Bischof zu Hildesheim und Lüttich usw., belehnt Matthias Friedrich v. Behr und seine männlichen Leibeserben mit Backenhaus in der Stadt Linn, mit zwölf Mark brabantisch, die jeweils auf St. Martin aus dem Zoll zu Strümpe zu erheben sind, und mit Brennholz aus den Bockumer (Bocheimer) und Oppumer (Oppemer) Büschen, von dem wöchentlich ein Fuder geholt werden kann, sofern der Vasall selbst in Linn wohnt, sonst nur alle 14 Tage. Die zwölf Mark können jederzeit mit 100 Gld. zu je vier Mark kölnisch abgelöst werden; in diesem Fall hat der Vasall ein eigenes Gut im Erzstift, das 100 Guld. wert ist, zu Lehen aufzutragen.Der Aussteller unterschreibt und läßt sein Sekretsiegel anhängen im Beisein seines Hofmeisters, Kämmerers und Amtmanns zu Nürnberg und zu Kempen Eitel Friedrich Rost v. Werschau (Roist von Werß) zu Groß-Aldendorf und Niederdrees und seines Getreuen Johann Claut, Dr. beider Rechte. Es unterschreibt ferner der Kanzler Buschmann.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten
U 350



1662 April 25



Beschreibung : Haus Schleveringhoven zu BrachtTilmann Ägidius van Zoutelande, ältester Sohn des verstorbenen Johann v. Z. und der noch lebenden Maria v. Velrath, beredet die Ehe mit Barbara, Tochter des verstorbenen Anton d'Asseliers und der Gerhardine v. Frankes-hoven, jetzigen Ehefrau des Johann Heinrich v. Haeften. Er erhält als Heiratsgut von seiner Mutter den dritten Teil all dessen, was sie von ihrem Ehemann her noch zur Leibzucht besitzt, und an beweglichen Gut so viel, weil die Tochter bzw. Schwester Anna Klara v. Zoutelande im Ehevertrag mit dem Obristen [Franz] Bitot, Gouverneur zu Roermond, empfing, dazu als ältester Sohn das, was Johann Konrad [v.] Velrath besaß. Die Braut erhält von ihrer Mutter, deren dritter Ehemann Johann Heinrich v. Haeften zustimmt, die Hälfte dessen, was den Kindern zweiter Ehe an Einkünften und Gütern zukommt und die Mutter laut Ehevertrag nach Tod der Frau van den Berg, Witwe des Herrn d'Asseliers, Mitglieds des souveränen Rates von Brabant, zu erwarten hat. Die andere Hälfte steht der anderen Tochter zweiter Ehe zu, nämlich Isabella d'Asseliers, Schwester der Braut. Von den jährlich 200 Gld., die der Mutter aufgrund des Testaments ihres Ehemannes d'Asseliers zustehen, und den 400 Gld., die von Frau Elisabeth . Haeften , Großmutter des besagten Herrn d'Asseliers, herkommen und mit Tod der Antonette van den Berg, Witwe d'Asseliers, fällig werden, erhält die Braut 150 Gld. jährlich. Sollte von den künftigen Ehepartnern einer mit gemeinsamen Kindern überleben, so steht ihm die freie Verfügung über ein Drittel des von ihm eingebrachtes Gutes zu, das auch in eine weitere Ehe mitgenommeen werden kann, und am übrigen Gut die Leibzucht. Änderungen durch testamentarische Dispositionen bleiben vorbehalten, und im übrigen gilt das Landrecht.Neben den Eheleuten und ihren Müttern unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf als Verwandte und Freunde für den Bräutigam Johann v. Zoutelande und Heinrich van Thoor, Pastor zu [Odilien-]Berg, und für die Braut [Johann] H[einrich] v. Haeften und Petrus Enckenich, Schulmeister zu Bracht. gedaen auff dem huys Hevershoven[so!], gelegen im ambt bruggen tot mulbracht
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: §§§
U 389



1662 Oktober 21



Beschreibung : Heinrich Schnellen (Snellen), kurkölnischer und pfalz-neuburgischer Geheimer Rat sowie jülich- und bergischer Vizekanzler, und seine Ehefrau Ursula Anna Maria Cronenberg stiften zu Ehren der hl. Jungfrau Ursula und ihrer Gesellschaft eine Mittwochsmesse, die zu lesen ist an St. Maximin im südlichen Nebenchor, wo Reliquien der hl. Gesellschaft aufbewahrt werden, und ein auf dem Chor ebenda zu unterhaltendes Ewiges Licht; ferner ist an jedem Samstag nach der None auf dem Chor der Jungfrauen die derzeit gebräuchliche Antiphon, der Versikel und die Collecta von der Gottesmutter wie von der hl. Ursula und ihrer Gesellschaft zu lesen. Sie geben dafür die Erbrente, die der Kölner Rat von 500 Rtl. Kapital jeweils auf Ostern mit 17 ¿ Rtl. zu entrichten hat, und die 1386 auf das Haus in der Breite Straße, Schreinsbezirk Kolumba, angelegten sechs Ggld., für die jetzt zwölf köln. Tl. oder acht Rtl. gezahlt werden, die jedoch lt. amtlicher Bescheinigung weit mehr wert sind. Der Hauptbrief soll gegen Revers an Äbtissin und Konvent übergeben werden, und diese sind auch alsbald wegen der sechs Ggld. anzuschreinen. Beide Renten sind dann jährlich gegen Quittung zu empfangen, die einerseits die Äbtissin und andererseits einer von ihnen bzw.nach ihrem Tode eines ihrer Kinder, dann weiterer Erben und so fort zu unterschreiben haben. Von den Geldern erhält die Äbtissin zur Unterhaltung des Lichtes, zum Bedarf beiden Messen und für ihre Bemühungen zwölf Rtl. und der Priester, der die Messen liest, jeweils am Ursulafest zehn Rtl. Eine von ihnen, den Stiftern, bzw. später von ihren Kindern und Erben benannte Person, die darauf zu achten hat, daß die Messe stets gelesen und das Licht stets unterhalten wird, erhält wöchentlich vier Albus, die Kirchenfabrik der Pfarre St. Laurentius jährlich 26 Albus und derjenige von ihrer Seite, der besagte Quittung unterschreibt, einen halben Rtl. Die Stifter und deren Erben haben das Recht, jedes Jahr am Tage der hl. Ursula einen Priester zu benennen oder den bisher tätigen zu bestätigen. Falls Äbtissin und Kovent ihren Verpflichtungen nicht nachkommen, geht die Stiftung sowohl der Messe wie des Lichtes an die Pfarrkirche St. Laurentius, wo das Haupt der hl. Florentia aus der Gesellschaft der hl Ursula aufbewahrt wird. Dort soll dann das Ewige Licht auf das hohe Chor gehängt und die Messe am Hochaltar gelesen werden.Beide Aussteller unterschreiben, und Heinrich Schnellen siegelt. auff sanct Ursula und ihrer jungfrawlicher Gesellschaft
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten §§§
U 392



1662 Dezember 11



Beschreibung : Haus RodenbergDietrich Johann v. Voß, Erbgesessener zu Rodenberg, Oevinghasuen, Vahlefeld und Schwerte, verfügt angesichts seiner schon länger währenden Krankheit letztwillig: Sein ältester Sohn Johann Dietrich und künftig dessen männliche Nachkommen sollen nach Fideikommißrecht erhalten und besitzen den Rittersitz zu Rodenberg bei Aplerbeck mit den Vorgebäuden,Gräften, Höfen, Kotten und allem sonstigen Zubehör und Recht, das adelige Haus Oevinghausen sowie das Leibzuchtshaus zu Schwerte, wie diese Güter schon von des Ausstellers verstorbenem Vater Johann v. Voß und dann von ihm und seinen beiden verstorbenen Brüdern beieinandergehalten und ungeteilt belassen wurden. Sollte der älteste Sohn ohne Söhne sterben, sich unadelig verheiraten oder wegen körperlicher oder geistiger Gebrechen nach Urteil von sieben der nächsten Blutsverwandten nicht zum Erhalt von Stamm und Namen taugen, tritt sei nächstjüngerer Bruder unter gleichen Bedingungen an seine Stelle. Falls keiner der Söhne männliche Nachkommen, der Besitzer der Güter aber Töchter hat, so erbt die älteste Tochter. Alle anderen Güter des Testators fallen erblich an seine jüngeren Söhne Ludolf Konrad und Goswin Friedrich, die zudem je 6.000 Rtl. von ihrem ältesten Bruder erhalten sollen. Stirbt der älteste Sohn kinderlos und rückt Ludolf Konrad an seine Stelle als Erbe ein, fällt des Letztgenannten Erbquote ganz an den jüngsten Sohn. Wenn von den jüngeren Söhnen einer oder beide unverheiratet oder ohne eheliche Kinder bleiben, braucht ihr ältester Bruder ihnen nur die Hälfte des vorgesehenen Anteils zukommen zu lassen. Stirbt einer der jüngeren Söhne, so erbt der andere dessen Anteil, während der älteste Sohn als Besitzer der Güter lediglich 1.000 Rtl. erhält. Als Vormünder der Kinder sollen Gisbert Bernhard von und zu Bodelschwingh und Jobst Wessel v. Freitag zu Buddenburg diese im evangelischen Glauben erziehen, und sie sollen unter Beistand der kurbrandenburgischen Rates und märkischen Anwalts Johann Friedrich v. Omphal, der aus den jährlichen Einkünften zu entlohnen wäre, die Güter wohl verwalten. Als Testamentsvollstrecker sollen Drost und Richter zu Unna fungieren. Der Testator, der sich Änderungen und Zusätze vorbehält und eine gerichtliche Bestätigung dieses Testaments wünscht, unterschreibt und drückt sein Petschaft auf.Darunter: 1662 Dezember 12. Dr. jur. utr. Eberhard Zahn, Richter zu Unna, bezeugt daß ihm Dietrich Johann v. Voß zum Rodenberg sein verschlossenes Testament vorgelegt und gebeten hat, es durch Interposition des richterlichen Dekrets und gerichtliche Besiegelung zu bekräftigen und dies in die Gerichtsakten einzutragen. Das Gerichtssiegel wird angehängt im Beisein des Gerichtsschreibers Johannes Urban, der mit diesem unterschreibenden beiden öffentlichen Notare Anton Pansemacher und Heinrich Eberhard Rademacher, des Anton Quadbech und des Küsters zu Aplerbeck Dietrich Eggenstein. Publicatum, 5. April 1663
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 54, Akte 4
U 395



1671 Juni 22



Beschreibung : Vor dem Vogt Karl Heinrich Neißen, Johann Wiedenfeld zu Marsdorf ( Mals-), Kaspar Hambloch zu Evinghoven (Evekoven) und den [unbenannten] Schöffen des Gerichts Nettesheim oder Hönningen im Amt Hülchrath erscheint namens der Eheleute Winand Frh. [Raitz] v. Frentz zu Schlenderhan (- hann), Herrn zu Odenkirchen, pfalzneuburgischen Kämmerers und Amtmanns zu Bergheim ( Berchem), und Lambertina geb. Freiin v. Werth deren Bevollmächtigter Johann v. Werth, Kanonikus an Mariengraden in Köln, und verkauft an Johann Arnold Venrath, Chorbischof an St. Severin und Kanonikus an Maria im Kapitol, der Exekutor der drei durch den verstorbenen Henrich Venrath gen. Schwolgen, Kanonikus an St. Andreas in Köln, an St. Andreas gestifteten wöchentlichen Messen ist, eine Jahrrente von 50 Rtl. gegen bar ausbe-zahlt 1000 Rtl.Die besagte Rente soll vom folgenden Jahr an jeweils am Peter - und Pauls - Tag in Köln gezahlt werden. Die Schuldner setzen alle ihre Güter zum General - Unterpfand und insbesondere ihre allodialen 40 Morgen Ackerland, die in einem Stück zu Muchhausen (Möchsaußen) im Kirchspiel Hönningen, Amt Hülchrath, gele-gen sind.Vogt und Schöffen bestätigen, daß die 40 Morgen allodial und unbelastet sind und mehr wert als die 1000 Rtl. Sie geloben, es nicht zuzulassen, daß ohne Bewilligung des Rentkäufers eine weitere Hypothek auf das Unterpfand verschrieben wird.Die Pächter der 40 Morgen, nämlich Heinrich Mülmann, Peter Feitz, Anton Rommerskirchen und Johann Aldenhoff, werden ange-wiesen, aus ihrer jährlichen Pacht die 50 Rtl. Zinsen fristgerecht nach Köln zu entrichten, und die künftigen Pächter haben die gleiche Verpflichtung zu übernehmen.Vogt und Gericht hängen ihre Siegel an, und es unterschreibt für sie der Gerichtsschreiber des Amtes Hülchrath Martin Karsch; sodann unterschreibt der Bevolmächtigte und bekräftigt durch sein Petschaft.Darunter: 1671 Juni 22 - Schlenderhan (Schlenderen)Winand Frh. [Raitz] v. Frentz (- s) und seine Ehefrau Lambertina geb. Freiin v. Werth bevollmächtigen den ehrwürdigen Herrn Johann v. Werth, Kanonikus an Mariengarden zu Köln, ihre allodialen 40 Morgen Ackerland zu Muchhausen ( Möchaußen) im Kirchspiel Hönningen, Amt Hülchrath, am zuständigen Gericht zu Unterpfand verschreiben zu lassen für die jährlich 50 Rtl., die aus der Pacht jährlich am Peter - und Pauls - Tag durch die entsprechend anzuweisenden Pächter zu entrichten sind.Beide Aussteller beurkunden durch Unterschrift und Petschaft.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur:
U 540/3
Bemerkung : Abschr. (mit rückseitiger Quittung durch Johann und Christian Venrath vom 12. Juli 1683), Pap. in Kasten 19, Akte 11Abschr., beglaubigt durch Unterschrift des kaiserlich autorisierten öffentlichen Notars Sebastian Strohen. (Auf der Rückseite gleichfalls quittiert.) in Kasten 32



1672 Juni 11



Beschreibung : WienKaiser Leopold, zu Ungarn, Böhmen, Dalmatien, Kroatien und Slawonien König, Erbherzog zu Österreich, Markgraf zu Mähren, Herzog zu Luxemburg und in Schlesien, usw. bekundet, daß wohlgeborene Winand Hieronymus Freiherr v. Frentz angezeigt habe, er wolle im Königreich Böhmen besitzlich und ansässig werden, gute Dienste leisten und der katholischen Religion zugetan bleiben. Auf seine Bitte hin wird ihm und seinen Leibeserben beiderlei Geschlechts erblich gestattet, im Königreich Böhmen und dessen inkorporierten Landen Güter zu kaufen oder auf andere rechtmäßige Weise an sich zu bringen und wieder zu verkaufen. Er und seine Erben sollen künftig als rechte Landsleute des Königreichs Böhmen gelten und alle entsprechenden Rechte genießen sowohl bei der Landtafel, bei den Landtagen wie auch bei an-deren Zusammenkünften. Alle Obrigkeiten werden angewiesen, genannten Freiherrn v. Frentz und dessen Leibeserben in der bewilligten Landsmannschaft zu schützen.Der Aussteller läßt sein größeres Siegel anhängen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur:
U 547/1
Bemerkung : 2 Abschriften: 17. Jh. Papier, 19. Jh. Papier, beglaubigt auf Stempelpapier durch das Landratsamt Bergheim mit der Anmerkung, der kaiserliche Konsenes sei am 15. 7. 1672 bei der Böhmischen Landtafel sub Lit. 96 eingetragen worden in Kasten 12



1632 März 13



Beschreibung : Wolfgang Wilhelm, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern, zu Jülich, Kleve und Berg, Graf [usw.], belehnt auf Bitten seines jülich-bergischen Kanzlers Johann Raitz v. Frentz, Kanonikers der Domkirchen zu Lüttich und Münster, diesen und seinen Vetter Arnold Raitz v. Frentz, seinen Kämmerer, Amtmann zu Bergheim und Kriegskommissar, auch für des Letzteren männliche Leibeserben, im Beisein seiner Lehnsmannen Wilhelm v. Leerodt ( Leerhott) zu Honsdorf und Wilhelm Spies zu Schweinheim, die Rat, Kämmerer und Amtleute, nämlich zu Geilenkirchen und Randerath sind, mit dem sogenannten Herzogenhau in der Ville, der ein Busch von etwa 40 Morgen ist und an die Schlenderhaner und Frenzer Büsche angrenzt, mit den Rottzehnten von etlichen Ackerstücken zwischen Schlenderhan und Oberaußem bis an den Weg, der aus der Tantelhecke durch den Ziegenbusch nach Bergheim führt, die bisher eine Jahrespacht von acht Malter Hafer einbrachten, sodann mit den Zehnten von etlichen hiermit schatzfrei werdenden Ländereien, die zwischen der Heide bei des Kanzlers erwähntem Acker, dem Ziegenbusch und dem genannten Weg liegen, sowie von zwei bis drei Morgen Busch and der Ville, die der Kanzler zur Begradigung des genannten Ackers roden lassen will. Sollt die Deszendenz des mitbelehnten Arnold Raitz v. Frentz im Mannesstamm erlöschen, werden an den oben spezifizierten Mannlehen berechtigt die ehelichen männlichen Erben seines früheren Amtmanns zu Hörde Adolf Raitz v. Frentz zu Martfeld ( Matten-) und, falls auch hier der Mannesstamm erlischt, die ehelichen männlichen Nachkommen des Adolf Sigismuund Raitz v. Frentz zu Frenz bzw. nach deren Abgang die männlichen Deszendenten des Rudolf Raitz v. Frentz zu Zieverich. Nachdem der Kanzler auch namens seines Vetters Arnold Raitz v. Frentz den Lehnseid geleistet hat, unterschreibt der Aussteller und hängt sein Siegel an; ferner unterschreibt: Wilhelm Proff.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur:
U 153/4
Bemerkung : Abschr. (gleilchzeitig, mit einem vorangestellten Anschreiben, gegeben zu Düsseldorf am o.g. Ausstellungstag, unterzeichet von Adrian Graf zu Vlodrop (Flodroff) und Adam Schlößer in Kasten 33.Abschr., beglaubigt (um 1670/80) von Heinrich Schnar[en, Notar], durch Unterschrift in Kasten 33.Abschr., beglaubigt (um 1700) nach dem Original von dem beim Reichskammergericht immatrikulierten Notar Adam ab Hagen durch Unterschrift in Kasten 33.



1678 Februar 21



Beschreibung : MainzLothar Friedrich Freiherr v. Warsberg, Herr zu Wicheringen, Warsberg und Wartenstein, kurmainzischer Rat und Amtmann zu Nieder - Olm und [Gau-] Algesheim, Sohn des verstorbenen Johann Philipp v. Warsberg, Herrn zu Wincheringen, Warsberg und War-tenstein, kurtrierischen Rates und Amtmanns zu Saarburg (Sar-) und der Ehe mit Fräulein Anna Katharina Margarete, Tochter des verstorbenen Johann Reinhard Freiherrn v. Hoheneck, kurmainzi-schen Rats und Vitztums zu Aschaffenburg, und der Martha Helena geb. Tochter zu Eltz.Die beiden Ausfertigungen des Heiratsvertrages werden von den Brautleuten unterschrieben und von den beiderseitigen Freunden unterzeichnet und durch Anhängen der Siegel bekräftigt, nämlich auf seiner Seite von Damien Ernst v. Warsberg, der Erz -, Dom - und einfachen Stifte zu Trier, Speyer und St. Viktor zu Mainz Domsänger bzw. Kapitular, Ritter Wolf Heinrich Frh. v. Metter-nich, Herrn zu Bourscheid, Bruch und Dattenberg [? - Todten-burg], kaiserlichem Geheimen Rat, Richter der Edlen im Herzogtum Luxemburg und der Grafschaft Chiny ( Chyni), ferner kurmainzischem und kurtrierischem Geheimen Rat, Großhofmeister, Obermarschall und Oberamtmann zu Wittlich, und von Heinrich Hartard v. Rollingen, der Erz - und Domstifte Trier und Speyer Chorbischof bzw. Kapitular, Probst zu Oderheim, kurtrierischem Rat, Generalvikar und Statthalter zu Speyer, sodann auf Seiten der Braut von Anselm Franz v. Hoheneck, von ihrer verwitweten Mutter, von Philipp Adolf, Johann Philipp, Johann Adam, Kaspar Friedrich, Lothar Friedrich, Landolf Heinrich und Marsil Wilderich, Gebrüdern v. Hoheneck, der Erz -, Dom und Ritterstifte, auch des deutschen Ordens zu Mainz, Worms, Hildesheim, St. Ferrutius in Bleidenstadt und St. Burkhard in Würzburg Kapitularen, mainzischem Geheimen Rat, Generalvikar, Hauskomtur zu Ellingen bzw. Kanonikus , von Philipp Franz Adolf v. Hoheneck, kurmainzischem Oberamtmann zu Gernsheim und Burggrafen auf Starkenburg, sowie von Johann von und zu Hattstein, kurmainzi-schem Hofmarschall.Darunter: 1750 März 18 - SaarburgSchultheiß und Schöffen des kurtrierischen Gerichts zu Saarburg bestätigen, daß Joseph Colbie, der vorstehenden Auszug unter-schrieben und durch Singet beglaubigt hat, bei der kurtrieri-schen Kanzlei als Notar immatrikuliert ist.Sie drücken ihr größeres Gerichtssiegel auf; es unterschreibt der Gerichtsschreiber, Mitschöffe und Sekretär H.S. Hocquay, daß keine Umschrift erkennbar ist und über dem Gebäude ein Schild mit Kreuz.)Darunter: 1767 Februar 15 - SaarburgDer Notar J. Colbie bestätigt auf Ersuchen der Reichsfreiherrn Beissel v. Gymnich und v. Warsberg, daß der vorstehende Auszug aus dem Heiratsvertrag vom 12. [fälschlich so!] Febr. 1678 von ihm wörtlich aus dem Original abgeschrieben wurde, das ihm v. Warsbergschen Archiv zu Saarburg liegt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten §§§
U 586/1
Bemerkung : Auszug, Pap., beglaubigt zu Trier, am 3. Jan. 1787, nach dem Original, an dem in Holzkapseln 14 Siegel in grünem Wachs anhingen, durch M. Gehlen, kaiserlich autorisierten und bei der kurtrierischen Kanzlei immatrikulierten Notar. (Unterschrift) in Kasten 42, Akte 15Auszug, Pap., beglaubigt zu Trier, am 3. Jan. 1787, nach dem Original, an dem in Holzkapseln 14 Siegel in grünem Wachs anhingen, durch M. Gehlen, kaiserlich autorisierten und bei der kurtrierischen Kanzlei immatrikulierten Notar. (Unterschrift) in Kasten 42, Akte 15Abschriftl. Auszug (von 1750), Pap., beglaubigt durch Unterschrift und Signet des päpstlich autorisierten und bei der kurtrierischen Kanzlei immatrikulierten Notars Joseph Colbie in Kasten xxx



1678 Februar 21



Beschreibung : MainzLothar Friedrich Freiherr v. Warsberg, Herr zu Wicheringen, Warsberg und Wartenstein, kurmainzischer Rat und Amtmann zu Nieder - Olm und [Gau-] Algesheim, Sohn des verstorbenen Johann Philipp v. Warsberg, Herrn zu Wincheringen, Warsberg und War-tenstein, kurtrierischen Rates und Amtmanns zu Saarburg (Sar-) und der Ehe mit Fräulein Anna Katharina Margarete, Tochter des verstorbenen Johann Reinhard Freiherrn v. Hoheneck, kurmainzi-schen Rats und Vitztums zu Aschaffenburg, und der Martha Helena geb. Tochter zu Eltz.Die beiden Ausfertigungen des Heiratsvertrages werden von den Brautleuten unterschrieben und von den beiderseitigen Freunden unterzeichnet und durch Anhängen der Siegel bekräftigt, nämlich auf seiner Seite von Damien Ernst v. Warsberg, der Erz -, Dom - und einfachen Stifte zu Trier, Speyer und St. Viktor zu Mainz Domsänger bzw. Kapitular, Ritter Wolf Heinrich Frh. v. Metter-nich, Herrn zu Bourscheid, Bruch und Dattenberg [? - Todten-burg], kaiserlichem Geheimen Rat, Richter der Edlen im Herzogtum Luxemburg und der Grafschaft Chiny ( Chyni), ferner kurmainzischem und kurtrierischem Geheimen Rat, Großhofmeister, Obermarschall und Oberamtmann zu Wittlich, und von Heinrich Hartard v. Rollingen, der Erz - und Domstifte Trier und Speyer Chorbischof bzw. Kapitular, Probst zu Oderheim, kurtrierischem Rat, Generalvikar und Statthalter zu Speyer, sodann auf Seiten der Braut von Anselm Franz v. Hoheneck, von ihrer verwitweten Mutter, von Philipp Adolf, Johann Philipp, Johann Adam, Kaspar Friedrich, Lothar Friedrich, Landolf Heinrich und Marsil Wilderich, Gebrüdern v. Hoheneck, der Erz -, Dom und Ritterstifte, auch des deutschen Ordens zu Mainz, Worms, Hildesheim, St. Ferrutius in Bleidenstadt und St. Burkhard in Würzburg Kapitularen, mainzischem Geheimen Rat, Generalvikar, Hauskomtur zu Ellingen bzw. Kanonikus , von Philipp Franz Adolf v. Hoheneck, kurmainzischem Oberamtmann zu Gernsheim und Burggrafen auf Starkenburg, sowie von Johann von und zu Hattstein, kurmainzi-schem Hofmarschall.Darunter: 1750 März 18 - SaarburgSchultheiß und Schöffen des kurtrierischen Gerichts zu Saarburg bestätigen, daß Joseph Colbie, der vorstehenden Auszug unter-schrieben und durch Singet beglaubigt hat, bei der kurtrieri-schen Kanzlei als Notar immatrikuliert ist.Sie drücken ihr größeres Gerichtssiegel auf; es unterschreibt der Gerichtsschreiber, Mitschöffe und Sekretär H.S. Hocquay, daß keine Umschrift erkennbar ist und über dem Gebäude ein Schild mit Kreuz.)Darunter: 1767 Februar 15 - SaarburgDer Notar J. Colbie bestätigt auf Ersuchen der Reichsfreiherrn Beissel v. Gymnich und v. Warsberg, daß der vorstehende Auszug aus dem Heiratsvertrag vom 12. [fälschlich so!] Febr. 1678 von ihm wörtlich aus dem Original abgeschrieben wurde, das ihm v. Warsbergschen Archiv zu Saarburg liegt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten §§§
U 586/2
Bemerkung : Auszug, Pap., beglaubigt zu Trier, am 3. Jan. 1787, nach dem Original, an dem in Holzkapseln 14 Siegel in grünem Wachs anhingen, durch M. Gehlen, kaiserlich autorisierten und bei der kurtrierischen Kanzlei immatrikulierten Notar. (Unterschrift) in Kasten 42, Akte 15Auszug, Pap., beglaubigt zu Trier, am 3. Jan. 1787, nach dem Original, an dem in Holzkapseln 14 Siegel in grünem Wachs anhingen, durch M. Gehlen, kaiserlich autorisierten und bei der kurtrierischen Kanzlei immatrikulierten Notar. (Unterschrift) in Kasten 42, Akte 15Abschriftl. Auszug (von 1750), Pap., beglaubigt durch Unterschrift und Signet des päpstlich autorisierten und bei der kurtrierischen Kanzlei immatrikulierten Notars Joseph Colbie in Kasten xxx



1684 März 2



Beschreibung : Vor Dr. jur. utr. Wilhelm Heinrich Bertrams, pfalzneuburgischem Vogt von Stadt und Amt Bergheim, und den Schöffen des Gerichts in der Lohe, namentlich Matthias Bürvenich, Peter Klew, Heinrich Trunken, Heinrich Schnabel und Heinrich Cremer, verkaufen Heinrich Ferdinand Frh. v. Hoven, Herr zu Berlieren, Oberhausen Goedenraedt (Goderath), Stammeln und Forst, und dessen Ehefrau Katharina Walburga geb. v. Schiderich erblich an den wohledlen Theodor v. Leers zu Loersfeld eine Jahrrente von 50 Rtl. für 1000 Rtl., deren Erhalt sie quittieren. Zu Unterpfand stellen sie alle ihre Güter, insbesondere das freiadelige allodiale Haus zu Stammeln, das niemandem verschrieben ist, samt zugehörigen 300 Morgen Land, 20 Morgen Busch, zwölf Morgen Wiese, Grundpacht und Zins. Der Rückkauf der Rente ist nach halbjähriger Kündigung jederzeit zulässig.Vogt und Schöffen drücken ihr persönliches bzw. ihr Amtssiegel auf und lassen durch den Gerichtsschreiber Hilger Neudecker unterschreiben; ferner unterschreiben die Eheleute v. Hove und drücken beide ihre Petschaften auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur:
U 626/3
Bemerkung : Abschr. (1815), Pap. in Kasten 29, Akte 1Abschr. (18. Jh.), Pap. in Kasten 13



1685 März 10



Beschreibung : HerlMaria Judith v. Katterbach, Witwe v. Nagel, überträgt den adeligen Rittersitz zur Gaul mit allen Rechten an ihren zweiten Sohn Konrad v. Nagel.Die Ausstellerin unterschreibt und drückt ihr Petschaft auf. Mit ihr unterschreiben Gerhard Kentzeler, der ausfertigende Gerichtsschreiber des Stadt Wipperfürth, und Jakob v. Siegen, Schöffe des Botenamts Merheim.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten, Akte §§§
U 633



1686 Oktober 1



Beschreibung : Matthias Leopold Freiherr v. Neuhof genannt Ley, ehelicher Sohn des verstorbenen Kaspar Christoph v. N. gt. Ley, Herrn zu Listringhausen und Selbach, und der Maria Margarete v. Elverfeldt zu Herbede und Dahlhausen, trifft letztwillige Verfügungen, nachdem er sich entschlossen hat, zum Kriege gegen den Erbfeind in das Graf Magnische Dragonerregiment Seiner Kaiserlichen Majestät einzutreten. Die Verwaltung des ihm bisher angefallenen Kindteils überläßt er seiner Mutter. Für seinen Todesfall bestimmt er zum Erben dieses Kindteils den Sohn Friedrich Sigismund seines Bruders Robert Engelbert. Falls ihm weiteres Erbe zufällt, soll dieses an seine Schwester Elisabeth Sophia kommen, bzw. falls diese vor ihm stirbt, ebenfalls an genannten Friedrich Sigismund oder, falls auch dieser vor ihm stirbt, an die mänlichen Erben seines ältesten Bruders. Der Aussteller, der sein Testament eigenhändig bei seienr Abreise aufsetzt, unterschreibt und drückt sein Petschaft auf (1). Auf seine Bitte unterschreiben und siegeln mit ihm Dr. jur. utr. Liborius Gerdes, Hofgerichtsadvokat (2), Wolf Gottfried Nusdorfers (3), A. v. Göding (4) und Johann Paul Vintschger von Altenburg zu Venperg.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Neue Nr. 1323
U 648/1
Bemerkung : Abschrift, Pap., beglaubigt zu Leer in Ostfriesland am 19. Okt. 1705 durch den kaiserlich autorisierten Notar Johannes Tor Horst in Kasten xxxAbschr. (18. Jh.), Pap., beglaubigt durch den Notar Johann Peter Weber in Kasten 66, Akte 21Abschr. (18.Jh.), Pap. in Kasten 67, Akte 20



1686 Oktober 1



Beschreibung : Matthias Leopold Freiherr v. Neuhof genannt Ley, ehelicher Sohn des verstorbenen Kaspar Christoph v. N. gt. Ley, Herrn zu Listringhausen und Selbach, und der Maria Margarete v. Elverfeldt zu Herbede und Dahlhausen, trifft letztwillige Verfügungen, nachdem er sich entschlossen hat, zum Kriege gegen den Erbfeind in das Graf Magnische Dragonerregiment Seiner Kaiserlichen Majestät einzutreten. Die Verwaltung des ihm bisher angefallenen Kindteils überläßt er seiner Mutter. Für seinen Todesfall bestimmt er zum Erben dieses Kindteils den Sohn Friedrich Sigismund seines Bruders Robert Engelbert. Falls ihm weiteres Erbe zufällt, soll dieses an seine Schwester Elisabeth Sophia kommen, bzw. falls diese vor ihm stirbt, ebenfalls an genannten Friedrich Sigismund oder, falls auch dieser vor ihm stirbt, an die mänlichen Erben seines ältesten Bruders. Der Aussteller, der sein Testament eigenhändig bei seienr Abreise aufsetzt, unterschreibt und drückt sein Petschaft auf (1). Auf seine Bitte unterschreiben und siegeln mit ihm Dr. jur. utr. Liborius Gerdes, Hofgerichtsadvokat (2), Wolf Gottfried Nusdorfers (3), A. v. Göding (4) und Johann Paul Vintschger von Altenburg zu Venperg.Unter dem gleichen Datum und am gleichen Ort bezeugt Friedrich Kaspar Freiherr v. Neuhof genannt Ley, kaiserlicher Obrist und Kommandant der ostfriesischen Sauvegarde, daß der Testator in eben diesem Feldzug unter dem Graf Magnischen Dragonerregiment durch einen von einem Türken empfangenen schweren Hieb verwundet und dann infolge Wundfiebers gestorben sei.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Neue Nr. 1323
U 648/2
Bemerkung : Ausf., Pap. in Kasten xxxAbschr. (18. Jh.), Pap., beglaubigt durch den Notar Johann Peter Weber in Kasten 66, Akte 21Abschr. (18.Jh.), Pap. in Kasten 67, Akte 20



1687 August 4



Beschreibung : WienJohann Arnold von [Neuhof gen.] Ley bezeugt, daß Ambrosius Franck, Gastwirt in der Neuen Welt, ihm für seine Reise nach Ungarn 30 Gld. vorgestreckt hat. Einschließlich der Verzehr kosten schuldet er ihm somit 37 Gld. und 47 Kreuzer und gelobt, daß er selbst oder sein Vatter, der Oberstleutnant [Friedrich Kaspar von Neuhof gen. ] Ley ( Leyen) diese Summe binnem kurzem zahlen wird.Der Aussteller unterschreibt und petschiert.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: §§§
U 655



1688 März 25



Beschreibung : Haus SchlenderhanWinand Hieronymus v. Frentz, Herr zu Odenkirchen, Grombach (Grum-), Kellenberg, Kleinenbroich und Schlenderhan, Amtmann zu Bergheim, hatte als Kollator wegen des adeligen Hauses Schlenderhan Herrn Wilhelm Hunart drei Benefizien übertragen, nämlich eine Seelenmesse, eine Frühmesse und die Katharinen Kapelle im Gasthausgarten zu Quadrath, und etliche Jahre hatte der Genannte seine Aufgaben persönlich wahrgenommen.Als Hunart dann Pastor zu Grombach geworden war, gestattete ihm der Kollator, die Seelenmesse, je nach seinem Aufenthalt, weiterhin selbst zu halten, und wegen der Frühmesse hat Herr Hunart 20 Rtl. jährlich für sich reserviert.Hinsichtlich der Katharinen - Kapelle kam es zu Meinungsver-schiedenheiten, die nun, wie folgt, verglichen werden: Herr Hunart bleibt Besitzer der Kapelle auf Lebenszeit und erhält von Herrn Konrad Eick, Pastor zu Quadrath, der die Kapelle für ihn bedient, jährlich fünf Rtl., und zwar von 1678 als dem er-sten Jahre an. Nach Pastor Hunarts Tod fallen die drei Benefi-zien wieder an das Haus Schlenderhan. Sollte Herr Hunart die Pfarrstelle zu Grombach quittieren, wird Pastor Eick ihm die Bedienung der Katharinen - Kapelle wieder gänzlich überlassen.Von diesem Vertrag werden drei Ausfertigungen geschrieben und von den Parteien unterschrieben, nämlich von Lambertina Frei-frau v. Frentz namens ihres Ehemannes und von den beiden ge-nannten Pastoren.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten
U 661/1
Bemerkung : Abschr. (gleichzeitig), Pap. (ebenfalls verblaßt), beglaubigt vom apostolisch wie kaiserlich autorisierten öffentlichen Notar Heinrich Schlimbach in Kasten xxx



1688 März 25



Beschreibung : Haus SchlenderhanWinand Hieronymus v. Frentz, Herr zu Odenkirchen, Grombach (Grum-), Kellenberg, Kleinenbroich und Schlenderhan, Amtmann zu Bergheim, hatte als Kollator wegen des adeligen Hauses Schlenderhan Herrn Wilhelm Hunart drei Benefizien übertragen, nämlich eine Seelenmesse, eine Frühmesse und die Katharinen Kapelle im Gasthausgarten zu Quadrath, und etliche Jahre hatte der Genannte seine Aufgaben persönlich wahrgenommen.Als Hunart dann Pastor zu Grombach geworden war, gestattete ihm der Kollator, die Seelenmesse, je nach seinem Aufenthalt, weiterhin selbst zu halten, und wegen der Frühmesse hat Herr Hunart 20 Rtl. jährlich für sich reserviert.Hinsichtlich der Katharinen - Kapelle kam es zu Meinungsver-schiedenheiten, die nun, wie folgt, verglichen werden: Herr Hunart bleibt Besitzer der Kapelle auf Lebenszeit und erhält von Herrn Konrad Eick, Pastor zu Quadrath, der die Kapelle für ihn bedient, jährlich fünf Rtl., und zwar von 1678 als dem er-sten Jahre an. Nach Pastor Hunarts Tod fallen die drei Benefi-zien wieder an das Haus Schlenderhan. Sollte Herr Hunart die Pfarrstelle zu Grombach quittieren, wird Pastor Eick ihm die Bedienung der Katharinen - Kapelle wieder gänzlich überlassen.Von diesem Vertrag werden drei Ausfertigungen geschrieben und von den Parteien unterschrieben, nämlich von Lambertina Frei-frau v. Frentz namens ihres Ehemannes und von den beiden ge-nannten Pastoren.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten
U 661/2
Bemerkung : Ausf., Pap (sehr verblaßt) in Kasten xxx



1690 Januar 16



Beschreibung : W[alraf] Scheiffart v. Merode, W[ilhelm] B[ertram] v. Lüninck, J[osef] von der Vorst, Herr zu Lombeck und Lüftelberg, und Damian Frh. Schall v. Bell zu Wahn beglaubigen durch ihre Un-terschrift die Richtigkeit der Aufschwörung zu 16 Ahnen der Eva Alexandrina v. Cortenbach, Tochter zu Wissem (- n) und Schönebeck ( Schon-).Aufgemalt sind die mit den folgend genannten Namen versehenen farbigen Wappen, diese nur bei der ältesten Generation mit Helmzierden: Bertram Wilhelm v. Cortenbach zu Wissem und Schönebeck, Katharina Charlotte Margarete v. Hatzfeldt, Johann Gerhard v. Cortenbach zu Wissem und Schönebeck, Anna Klara v. Zweifel ( Zwieffell), Heinrich Wilhelm v. Hatzfeldt zu Wildenburg, Maria v. Velbrück, Gerhard v. Cortenbach zu Schönebeck, Sibylla v.Berg gen. Dürfenthal, Adolf v. Zweifel zu Wissem und Sülz (- tz), Maria Anna v. Tomberg (Thum-) gen. Worms ( Wurmbs), Johann Wilhelm v. Hatzfeldt zu Wildenburg, Adolpha v. Cortenbach, Gerhard v. Velbrück zu Garath ( Garrath), Sophia v. Eyll, Hermann v. Cortenbach zu Schönebeck, Katharina v. Vlodrop Tochter zu Vlodrop ( Flodorff), Gerhard v. Berg gen. Dürfenthal zu Vliesteden (Vliessem), Maria Raitz ( Raetz) v. Frentz zu Gustorf, Wilhelm v. Zweifel zu Wissem und Sülz, Helena v.Bellinghausen zu Leidenhausen, Georg v. Tomberg gen. Worms zu Bodenheim, Maria Blanckart zu Guygoven (Gühoven), Wilhelm v. Hatzfeldt zu Wildenburg, Johanna v. Brempt auß het Gent, Edmund v. Cortenbach zu Helmond, Philippa v. Reuschenberg, Tochter zu Rochet ( Roschedt), Bernhard v. Velbrück zu Garath, Katharina Wolff - Metternich zur Gracht, Dietrich v. Eyll zu Heideck (Heyden), Maria v. Bernsau zu Hardenberg.Die Wappen - v. Vlodrop und v. Hatzfeldt geviertelt, v. Brempt gespalten - zeigen keine Abweichungen von den auch sonst überlieferten.Anm.: 1) Der Eintrag, der angibt, die Beglaubigung sei unter genanntem Datum erfolgt, stammt von anderer, vermutlich jüngerer Hand.2) Nachgetragen sind über der ältesten Genaration als Eltern a) des Hermann v. Cortenbach. Gerhard v. Cortenbach und Gertrud v. Schönebeck, b) des Wilhelm v. Zweifel: Kaspar v. Zweifel und Elisabeth v. Lützerath (- rod), jeweils ohne Wappen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten §§§
U 668



1698 Juni 19



Beschreibung : Berhardine Sophie [v. Ostfriesland und Rietberg, Äbtissin zu Essen,] genehmigt, was Anna Isabella v. Velbrück, Pröbstin zu Rellinghausen, wegen ihres Pfründen - und Mobiliarnachlasses letzwillig verfügt hat. Sie unterschreibt und läßt ihr Siegel aufdrücken.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten §§§
U 727



1732 Dezember 29



Beschreibung : Haus Rheydt Franz Winand Hieronymus Frh. Raitz v. Frentz, Herr zu Schlenderhan, Grombach (Crum -), Kleinenbroich, Kellenberg und Stam-meln, Amtmann zu Bergheim, Sohn der verstorbenen Eheleute Dietrich Adolf Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Odenkirchen, Grombach, Kleinenbroich, Kellenberg und Stammeln und Maria Adelheid Gräfin v. Schellard zu Geisteren, beredet die Ehe mit Anna Franziska Charlotte, Tochter des verstorbenen Arnold Christopher Frh. v. Bylandt, Herrn zu Rheydt ( Rheid ), kurpfälzischer Geheimrats, und der Anna Maria Theresia Freiin v. Ingelheim. Die Trauung soll bei nächster Gelegenheit nach römisch - katholischem Ritus erfolgen. Die Brautmutter verspricht ihrer Tochter 1000 Rtl. für die Aussteuer und 4000 Rtl. als Heiratsgut, das mit 4% verzinst werden soll, sofern es nicht binnen Jahresfrist ausgezahlt ist. Mit der Entrichtung ist die Braut von der elterlichen Erbschaft wie von allen Recht auf brüderliche, schwesterliche und überhaupt v. Bylandtsche Güter abgefunden, es sei denn, der von ihren Brüdern ausgehende Mannesstamm erlösche. Der Bräutigam bringt in die Ehe die Rittersitze Schlenderhan und Kleinenbroich. Sein Oheim Arnold Wolfgang Raitz v. Frentz verzichtet auf sein Eigentumsrecht an beiden Rittersitzen, behält sich aber seine Nutzungsnteile daran vor. [Es folgen genaue Dispositionen für die Fälle, daß bei Tod eines Ehegatten männliche Erben hinterbleiben, keine männlichen Erben oder Söhne nebst Töchtern, daß ein überlebender Eltern-teil sich wiederverheiratet, daß die Ehe kinderlos bleibt, daß sich die Witwe auf ihr Wittum, nämlch das Haus Kleinenbroich, zurückzieht u.a.m.] Es unterschreiben und petschieren: der Bräutigam, sein Oheim Arnold Wolfgang Frh. Raitz v. Frentz und als Zeugen dieser Seite Quirin Dresen, Ludwig Anton Hipper und Jakob Tilmann Haas, andererseits die Braut, ihre Mutter, Franz Frh. v. Bylandt, Arnold Frh. v. Bylandt und J[ohann] H[einrich] Frh. [Berghe] v. Trips. Darunter: 1733 Januar 29 - Wetzlar Franz Adolf Dietrich Frh. v. Ingelheim bestätigt durch Unterschrift und Petschierung sein Einverständnis mit vorstehender Eheberedung.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur:
U 926/4
Bemerkung : Abschr. (um 1810), Pap. in Kasten 29, Akte 6Abschr. (im Auszug u. ohne den Nachtrag v. 1733), in Kasten 33Auszug (Ende 18 Jh.) in Kasten 29, Akte 5



1733 September 5



Beschreibung : Kleve Friedrich Wilhelm, König von Preußen, Markgraf zu Brandenbrug, des Hl. Römischen Reiches Erbkämmerer und Kurfürst [usw. - voller Titel!] bekundet, durch Friedrich Lieberhausen (Libber -) nach der ihm am 11. Mai lfd. Js. zu Berlin erteilten Zustimmung käuflich an sich gebracht hat, um Belehnung mit genanntem Hof gebeten worden zu sein. Diesem Ersuchen wird hiermit stattgegeben. Die Belehnung mit Haus und Hof zu Lieberhausen in der Veste Gummersbach (Gom -) nebst allem Zubehör empfängt des Käufers Bevollmächtigter, der Hofgerichtsadvokat und Schöffe Jakob Wilhelm Wever, der den Lehnseid ablegt im Beisein des kleve - märkischen Geheimen Regierungs -, Kriegs - und Kammerrates Johann Peter v. Raesfeld und des kleve - märkischen Vizekanzlers und Regierungsdirektors Dietrich Heinrich Becker. Das königliche Siegel wird angehängt; im Auftrag unterschreiben genannter v. Raesfeld und H[einrich] Diest.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten §§§
U 935



1736 Mai 29



Beschreibung : Haus Wissem (- n) A[dolf] J[osef] C[hristoph] v. Cortenbach, Kanoniker zu Lüttich, bekennt, von seinem Bruder Maximilian Heinrich v. Cortenbach wegen eines Banco-Scheins 180 Tl. (écus ) erhalten zu haben und mit Auszahlung dieser Summe gänzlich zufriedengestellt zu sein. Der Aussteller unterschreibt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten §§§
U 957



1737 April 2



Beschreibung : Meinerzhagen Johann Wilhelm Schulte in der Volme, der nach Tod seiner Frau Klara Gertrud Busch sich mit Anna Katharina Lusebrinck verlobt hat und alsbald zu heiraten beabsichtigt, hat für seine sechs unmündigen Kinder Anna Gertrud, Johann Jürgen, Klara Gertrud, Katharina Gertrud, Elisabeth Margarete und Johann Wilhelm zu deren Vormündern bestellt Johann Peter Schulte und Johann Jürgen Busch, die bei Gericht vereidigt wurden. Mit ihnen wird vereinbart, daß genannten Kindern alles gehören soll, was ihr Vater von Seiten seiner verstorbenen Frau noch nicht ererbt hat, nämlich den Kindern von ihrem Großvater Jür-gen Busch kraft dessen gerichtlichem Testament zukommen wird, dazu die bewegliche Habe, die dem Vater von seiner verstorbenen Frau zugebracht wurde und dieser am Ende dieses Vertrages, der zugleich als sein Ehevertrag gilt, aufführen wird. Sollten aus der jetzt vereinbarten Ehe Kinder hervorgehen, so steht diesen ebenfalls zu, was ihre Mutter einbringen wird, und hinsichtlich der väterlichen Güter werden sie den Kindern erster Ehe gleichgestellt. Falls sie überlebt, erhält sie aus seinen Barmitteln 20 Rtl. und die eingebrachten Mobilien, die er nach der Hochzeit spezi-fizieren wird. Überlebt er, stehen ihm aus ihren Mitteln 10 Rtl. zu und die von ihr eingebrachten Mobilien, über die sie aber auch anders disponieren kann. Es unterschreiben beide Brautleute und beide Vormünder. Auf Er-suchen unterzeichnet sodann Dr. jur. utr. Johann Kaspar Wever, königl. preußischer Richter zu Valbert und Meinerzhagen, der zudem das Gerichtssiegel aufdrückt. Es folgt die Spezifikation der von ihm eingebrachten Mobilien: ein Stuhl, drei Paar Laken, zwei Paar Tischdecken, drei Handtü-cher, ein Bett - und ein Kissenbezug aus Leinen, eine Decke und zwei Stühle.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten §§§
U 968



1748 Januar 19



Beschreibung : Münster Der Obrist J[osef] M[arsil] v. Nagel bekundet, durch Tod des Freiherrn v. Schütz seien ihm namens seiner Ehefrau wie den übrigen Erben v. Nagel zu Herl zwei zu Zissendorf gelegene Höfe durch Erbrecht zugefallen. Da es mit der Witwe v. Schütz zu Zwistigkeiten kommen dürfte, er selbst aber zu weit entfernt wohnt, um die Angelegenheiten selbst wahrzunehmen, bevollmächtigt er dazu wie auch für den Rechtsstreit wegen der Marckerhofes seinen Schwager [Konrad Kaspar] Frh. v. Nagel. Er unterschreibt und drückt sein Petschaft auf. Anm.: Lt. Rückvermerk handelt es sich um Höfe zu Buisdorf und Rott.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : §§§ nicht in Kasten 61, Akte 27
U 1051



1773 Februar 6



Beschreibung : Düsseldorf J[ohann] W[ilhelm] v. Lemmen, Syndikus der bergischen Ritterschaft, bestätigt auf dem derzeitigen jülich-bergischen Landtag, daß es sich bei dem - vorstehend aufgemalten - Wappen des Leopold v. Neuhof zum Neuenhof um ein zur Bergischen Ritterschafft qualifiziertes Wappen handelt. Stephan Adolf Wilhelm Eberhard von dem Bottlenberg (Bot -) gen. Kessel zu Hackhausen wurde bei versammelter Ritterschaft auf dem jülich-bergischen Landtag am 10. Nov. 1769 mit eben diesem Wappen nach Qualifikations- und Filiationsprobe aufgeschworen. Der Aussteller unterschreibt und drückt das ritterschaftliche Siegel auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten
U 1277



1782 November 30



Beschreibung : Listringhausen Franz Adolf Josef Frh. v. Nagel verkauft für 13.500 Reichstl. an Adolf Frh. v. Quadt zu Wickrath den Rittersitz Alsbach mit Zubehör, wie er ihn von den Erbgenannten v. Caspars d.d. Listringhausen, den 18. Mai, bzw. Köln, den 2. Juli des lfd. Js. erworben hatte. Er übergibt eine von den Erben v. Caspars quittierte Kaufurkunde an den Ankäufer, der seinerseits alle gerichtlichen wie außergerichtlichen Kosten einschließlich der in der Retraktssache gegen die Erben v. Caspars entstandenen übernehmen soll wie auch die an der Alsbacher Mühle aufgewandten Baukosten. Der Ankäufer hat von der Kaufsumme 9306 Rtl. gezahlt, was ihm hiermit quittiert wird; der Rest von 4194 Rtl. wird ihm nachgelassen gegen Übernahme folgender auf Alsbach stehender Belastungen, 1.) des Kapitals von 2444 Rtl. zugunsten der v. Frentzschen (Fränsischen ) Fundation, 2.) die auf 1750 Rtl. kapitalisierten Jahrrenten, die als Spielpfennig an den geistlichen Frh. v. Quadt zu Siegburg und an die geistlichen Freifrl. v. Quadt zu Burtscheid und zu Heinsberg zu zahlen sind. Binnen drei Monaten ist dem Verkäufer eine gerichtliche Freistellung von vorgenannten Verpflichtungen auszuhändigen, die er beim Ankauf übernommen hatte; anderenfalls bleibt er im Besitz der Alsbacher Güter, hat dann aber dem Ankäufer die 9306 Rtl. mit vierprozentiger Verzinsung zurückzuzahlen. Käufer und Verkäufer unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf; ferner unterschreiben als Zeugen Josef Lülsdorf und J.A. Beull.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten, Akte §§§



Testamentarische Stiftung der Christina Angermundt, Witwe des Christian Broelman, zu Köln und weitere Stiftungen der Verwandtschaft und Nachkommenschaft, 16. und 17. Jh.


Enthält : Abschriften, Übersichten, Rekapitulationen
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten §§§, Akte 1
1440



1696 - 1782
Aktenstücke aus der Verwaltungstätigkeit der von Nagel als Amtmänner von Hückeswagen und Bornefeld. Überwiegend Konzepte und Abschriften.


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten, Akte 2
1549



1471



Beschreibung : Winrich (Wyn -) von Schlenderhan (Slenderen ) verpachtet 14 Morgen und zwei Viertel Land im Wiedenfelder Feld sowie zwei Morgen und zwei Viertel Wiesen zu Kenten, die der Kapelle zu Quadrath gehören bzw. dem Katharinenaltar, gegen jährlich 12 Malter Korn.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1795
Bemerkung : Verlorene Urkunde, rekonstruiert nach der Inhaltsangabe im Archivrepertorium von 1772, S. 82.



1476 Juni 16



Beschreibung : Vor dem ausfertigenden Notar und den nachbenannten Pastoren erscheinen Katharina von Schlenderhan (Slenderhaen ), Meisterin zu Ellen, namens ihrer Nichte Katharina, Tochter ihres verstorbenen Bruders Dietrich von Schlenderhan, einerseits und Johann von Vercken (Ferck ) der Junge andererseits und erklären, unter Vermittlung später genannter Heiratsfreunde beider Seiten eine Eheberedung vereinbart zu haben. Die erwähnte Frau zu Ellen gelobt sicherzustellen, daß ihre Nichte und deren künftiger Ehemann alles zugesagte Heiratsgeld und -gut erhalten, und zwar das, was die Meisterin selbst und ihren Brüdern Herrn Heinrich und Rutger von Schlenderhan erblich zufiel von ihrer Schwester Eva, die Ehefrau des verstorbenen Wilhelm von [Kinzweiler zu] Müddersheim (Moderschen ) war, nämlich 800 Kaufmannsgulden zu je 20 Weißpfennig kölnischer Währung und 400 oberländische Gulden zu je vier Mark kölnisch. Der ererbte Anteil der Frau Meisterin daran beträgt 427 Kaufmannsgulden, und sie verspricht ihrer Nichte und deren Bräutigam, daß vom Erbanteil ihrer beiden genannten Brüder je 200 Gulden ausgezahlt werden. Wenn die Meisterin ihren Bruder Rutger überlebt, soll Johann von Vercken von allen beweglichen Gütern, die der Meisterin von ihrem Bruder dann zufallen, die Hälfte erhalten, ferner insgesamt und ungeteilt alles, was ansonsten von Rutgers Gütern und Einkünften erblich an seine Schwester kommen wird. Johann von Vercken soll sein Kindteil einbringen und die ihm durch seine Braut zugebrachte Mitgift daran anlegen; sollten die künftigen Eheleute [kinderlos] sterben, fällt die Mitgift an die nächsten Schlenderhanschen Erben zurück, und dies soll Heinrich von Vercken, der Bruder des Bräutigams, schriftlich bewilligen und sicherstellen. Johann von Vercken verspricht der Meisterin eidesstattlich und bei Strafe von 200 kurfürstlichen Gulden, daß die Trauung bis zum Tage der Krautweihe Unserer Lieben Frau erfolgt sein wird. Alsdann wird die Meisterin den Eheleuten zehn oberländische rheinische Gulden, drei Silberschalen und zwölf Silberlöffel geben, ihre Nichte einkleiden und ihr vom eigenen Hausrat nach Vermögen abgeben. Die beiden Vertragsparteien geloben, vorstehende Abmachungen zu halten, denen auch die Jungfrauen zu Ellen und der dortige Prior Hermann von Hiesfeld (Hysfelt ) zugestiummt haben, und zwar vor dem ausfertigenden Notar, der zur Zeit Landdechant und geistlicher Richter des Dekanats und des Kapitels zu Jülich ist, sowie vor dessen geistlichen Beisitzern, den Pastoren Heinrich zu Aldenhoven, Hermann zu Loverich, Nikolaus von Tetz, Tilmann von Langerwehe ( van der We ) und Johann von Frelenberg ( Vrelen -). Auf Bitten beider Parteien hängen Dechant und Pastoren das Kapitelssiegel an; außerdem siegeln als Heiratsfreunde beider Seiten der Priester Martin Stapp, Kaplan zu Bonsdorf ( Boynstorp ), und Gotthard Greyn ( Gryn ) von Aldenhoven. Instrument des Leonhard Meybusch von Randerath (Randenroede ), Klerikers der Kölner Diözese, durch kaiserliche Autorisation öffentlicher und vom Kölner Offizial approbierter Notar. Aldenhoven, im Haus des Schultheißen Cornelius von Weltz.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 1 (?) oder 14 (?) §§§
U 1796



1488



Beschreibung : Everhard Thyn von Schlenderhan (Schlenderen ) präsentiert für den von Rutger von Schlenderhan gestifteten Altar [zu Quadrath], der der hl. Anna und dem hl. Hubertus geweiht ist, den Theodor Meyen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1804
Bemerkung : Bem.: Verlorene Urkunde, rekonstruiert nach der Inhaltsangabe im Archivrepertorium von 1772, S. 88.



1516



Beschreibung : Everhard Thyn von Schlenderhan (- hain ) präsentiert für den St. Annen-Altar zu Quadrath nach Tod des bisherigen [ungenannten] Benifizianten den Peter Nyckhuysen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1817
Bemerkung : Verlorene Urkunde, rekonstruiert nach der Inhaltsangabe im Archivrepertorium von 1772, S. 6 u. 90.



1524 August 13



Beschreibung : Johann Schilling von Stammeln (Schyllynck van Stammen ) und seine Ehefrau Katharina verpachten erblich an die Eheleute Framich Bersche und Cäcilia fünf Viertel Ackerland im Berrendorfer Feld, die zwischen Junker Engels Hof und Buyschs Land liegen und an die Drycht angrenzen. Die Pächter sind ausweislich der vom Gericht in der Lohe (Loo ) besiegelten Urkunde, die sie den Verpächtern gegeben haben, verpflichtet, jedes Jahr auf St. Jakob drei Gänse zu liefern und auf St. Remigius 1 ¿ Goldgulden zuzahlen. Sie geloben außerdem, auf ihre Kosten ein Haus auf dem Grundstück zu errichten und in gutem baulichem Zustand zu halten. Auf Bitten der anpachtenden Eheleute soll Johann Schilling sein Siegel anhängen. ... up saterssdach unser lever frauwen avent assumptio
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 33 (?) oder 35 (?)
U 1823



1533 Januar 12



Beschreibung : Urban Braessel von Viersen (Virssen ), Personatist (persoin ) zu Büttgen ( Buet -) und Scholaster zu St. Andreas in Köln, antwortet dem festen Andreas von Randerath (Raendenroid ) zu Kleinenbroich (Cley -), er habe aus seinem Schreiben wegen des aus dem Jahre 1531 rückständigen neun Paar Korn ersehen, daß er ihm einige Hämmel und Lämmer verehren wolle in der Erwartung, die Forderung damit zu erledigen und eine Quittung zu erhalten. Obwohl bekanntlich Zahlungsversäumnisse zu Lasten des Schuldners und nicht des Gläubigers gehen, will er sich dieses Mal mit den Hämmeln und Lämmern statt des rückständigen Korns zufrieden geben und schickt die erbetene Quittung. Die Hämmel und Lämmer erwartet er auf Donnerstag oder Freitag nach Lichtmeß, jedenfalls vor St. Apollonia [= Febr. 9] und zudem auch alsbald die Lieferung des noch vom vergangenen Jahre her rückständigen Korns. Er unterschreibt. ... sondaich nae dretzeyn daich
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51 (?) oder 55 (?) §§§
U 1828



1534



Beschreibung : Erbteilung der Gebrüder Dietrich und Adolf von Hall. Letztgenannter soll das Haus Hall haben mit 150 Morgen Ackerland, die Wiesen im Roderfeld und die Geldrenten von den Wiesen und Büschen zu Quadrath. Dietrich erhält alle Einkünfte zu Ichendorf, Quadrath, Kenten und Berrendorf, den Heuzehnt im Roderfeld, sieben Morgen Land bei der Roder Mahr, die Koppelweide unterhalb von Rode, ferner die jährlichen Einkünfte von einem Malter Weizen und 1 Schilling zu Fliesteden, 1 Faß Rübsamen zu Lechenich, 14 Mark zu Ahe sowie den Zinshafer, den Johann Kück, Wilhelm von Aichen und Peter Schroeder von ihren Häusern und Hofrechten zu entrichten haben.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1833
Bemerkung : Verlorene Urkunde, rekonstruiert nach der Inhaltsangabe im Archivrepertorium von 1772, S. 69f.



1537 April 10



Beschreibung : Georg, Herzog von Braunschweig und Lüneburg, Dompropst und Archidiakon des Domstifts zu Köln, bekundet, vordem von Heinrich Beissel von Gymnich (Gymme -) persönlich gebeten worden zu sein, diesem zwei seiner Lehnsmannen beizugeben, nämlich Winrich von Schlenderhan (Slenderhan ) und Joergen Baichgen , damit Heinrich nach Recht und Gewohnheit der Lehnskammer mit seinem Verwandten Stephan von Stommel wegen seines von der Dompropstei lehnsrührigen Guten zu Friesheim ( Frißhem ) einen Erbkauf vereinbaren und Alverade (Alffart ) Wolff von Metternich, Heinrichs Ehefrau, ihre Zustimmung erkären könne. Die gesamten Lehnsmannen haben nun kürzlich vor ihm sowie den Lehnsmannen Dr. Peter Bellinghausen (Bellinckhuysen ), Kanzler der Stadt Köln, und Thoenis Jüdde berichtet, daß genannte Alverade vor ihnen ihrem Ehemann Heinrich Beissel Vollmacht zum Verkauf des Lehnsgutes zu Friesheim erteilt habe. Sodann ist von den Eheleuten vor ihm und den besagten Lehnsmannen öffentlich erklärt worden, daß sie das mehrgenannte Lehnsgut mit dem Haus, dem obersten und untersten Hof, der Mühle am Dorf und allem sonstigen Zubehör und Recht, wie all das dem Hinrich von seinen Eltern und Voreltern anerstorben und von früheren Dompröpsten nach Lehnsrecht vergeben worden war, an die Eheleute Stephan von Stommel zum Neuenhof (Nuewenhoeve ) und Johanna von Zweifel durch eine auch von Freunden beider Seiten besiegelte urkunde erblich verkauft und die [ungenannte] Kaufsumme in Goldgulden erhalten und quittiert haben. Die Schwestern Heinrichs, nämlich Anna und Magdalena Beissel von Gymnich, Profeßjungfrauen des Klosters Königsdorf ( Koenynxtroff ), haben ihren Schwager Johann Brempt genannt Lieck (Leick ) zu Donrade (Doinroidt ) bevollmächtigt, in ihrem Namen auf alle Rechte an genanntem Lehngut zu verzichten, und dementsprechend hat dieser der Übertragung an die Käufer zugestimmt. Der Aussteller läßt sein Siegel anhängen; mit ihm siegeln seine Lehnsmannen Dr. Peter Bellinghausen (Bellinckhuysen ), Kanzler der Stadt Köln, und Thoenis Jüdde. Ferner siegeln der Verkäufer Heinrich Beissel für sich und seine Ehefrau sowie Johann Brempt für sich und seine Schägerinnen Anna und Magdalena Beissel. Zum Zeichen ihrer Zustimmung hängen Mettel Questenberg, Frau Margarete Waldmannshausen, Priorin, Wilhelma von Fischenich (Vissche -), Kellnerin, sowie der gemeine Konvent zu Königsdorf, das Konventssiegel an. Bem.: Rückvermerk: Diessen brieff hatt der herr zu Weißweiler a[nn]o 1605 mir Johannen Raitz von Frentz, zugesandt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1834



[1544] März 3



Beschreibung : Urban Braessel von Viersen (Virssen ), Scholaster zu St. Andreas in Köln und Personatist (persoen ) zu Büttgen (Buetgen ), schreibt an Junker Andreas von Randerath (Raendenraidt ) Amtmann zu Liedberg (-berch ): Dem zwischen ihnen vor etlichen Monaten wegen des Zehnt zu Büttgen vereinbarten Vertrag entsprechend, habe er, der Junker, für die Jahre [1542] und [15]43 99 Malter Roggen und 99 Malter Hafer, innerhalb der letztgenannten Menge 16 Malter Weizen, dazu als Rest des Jahres [15]41 sechs Malter Roggen nach Neuss ( Nuyß ) liefern sollen. Obwohl der Vertrag dem Junker sehr entgegenkomme und die Abgabe binnen drei Monaten nach St. Martin abzuführen sei, habe er , der Schreiber, nun auf Anfrage von Tilmann Mudder, der den Zehnt für ihn in Neuss empfängt, erfahren, daß diesem erst 60 Malter Hafer und 40 Malter Roggen geliefert wurden. Diese Säumigkeit sei befremdlich, und die Lieferung der noch ausstehenden 39 Malter Hafer und 65 Malter Roggen müsse alsbald erfolgen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 51 (?) oder 55 (?)
U 1839



1550 Mai 3



Beschreibung : Adolf von Hall und seine Ehefrau Amelia von der Arff vergeben zu einer ewigen Erbpacht an Herbert Schnitzler ( Snytz -) zu Quadrath ( Quaidtraidt ) und dessen Ehefrau Maria zwei Morgen Ackerland im Kirchspiel Quadrath, die neben dem das Himmelreich ( Hemelrich ) genannten Kamp der Jungfrau Verken liegen und zur anderen Seite an der Aussteller Seellweyde . Die Pächter, die auf dem Land ein Wohnhaus errichten wollen mit Garten und anderem Zubehör, haben dafür jährlich auf Martini zwei Malter Roggen und vier Kapaune in die Wohnung der von Hall auf das Haus zu Hall zu liefern. Die Übertragung des Landes erfolgt vor dem Gericht zu Bergheimerdorf (Berchemerdorp ), in das es dingpflichtig ist, nämlich vor den Schöffen Heinrich Eiermann ( Ey -), Bertram von Oberaußem, Philipp, dem Wirt, und Johann Breuer (Breuwer ) zu Glessen. Adolf von Hall hängt sein Siegel an, seine Ehefrau unterschreibt und die genannten Schöffen hängen ihr gewöhnliches Gerichtssiegel an. ... am daege des hilligen crux erfyndung
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8 (?§§§)
U 1846



1554 Februar 15



Beschreibung : Vor Matthäus (Thewis ) im Brauhaus (Bruwhus ), Gerhard Kynckes , Johann Bueth , Reinhard Stuhl ( Stuelen ) und Servatius ( Vaes ) von Berrendorf, Schöffen des Gerichts in der Lohe, übertragen die Gebrüder Dietrich und Adolf von Hall an Johann Schilling zu Stammeln (Stammen ) das Wiederlöserecht an den sechs oberländ. Gulden, die ihre Voreltern von Hall dem ehrenfesten Johann von Efferen zu Zieverich (Zieverken ) auf Ablöse urkundlich verschrieben hatten. Johann Schilling hat mithin künftig die sechs Gulden jährlich an Johann von Efferen zu zahlen, bis er die Rente durch Zahlung der Hauptsumme löst. Die Gebrüder von Hall hängen ihre Siegel an; sie und Johann Schilling bitten die genannten Schöffen um Mitbesiegelung. Da sie jedoch kein eigenes Schöffensiegel haben, erbitten sie die Schöffen zu Bergheim, nämlich Engel Zwielants, Christian Scheiffe, Heinrich Welgen, Peter Impel und Johann Funck.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14 (?) §§§
U 1852



1554 Mai 27



Beschreibung : Wilhelm, Herzog zu Kleve, Jülich und Berg, Graf zu der Mark und zu Ravensberg, Herr zu Ravenstein, bekundet, Adolf von der Leyen zu Koverstein hab um Belehnung mit Haus und Hof zu Lieberhausen (Libberhuisen ) nachgesucht und dabei erklärt, sein vor etlichen Jahren verstorbener Vater Engelbert von der Leyen sei von seinen, des Ausstellers, Ahnherren, Herzögen zu Kleve und Grafen zu der Mark bereits belehnt gewesen. Nach entsprechender Beurkundung durch seine Lehnsmannen Dietrich von der Recke, Marschall und Amtmann zu Unna, und Viktor Knippinck belehnt er den Adolf von der Leyen hierdurch mit Haus und Hof zu Lieberhausen in der Veste von Gummersbach. Der Aussteller hängt sein Siegel an; es unterschreibt [der Kanzler] Heinrich Olisleger.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten (?) §§§
U 1854



1560 Oktober 1



Beschreibung : Jakob Drieß, Schultheiß, Adam Bosch, Jakob Schlechtrehem, Jakob auf dem Platz und die übrigen Schöffen zu Kleinenbroich verkaufen zum Nutzen ihrer Gemeinde und mit Zustimmung des wohlgeborenen Herrn Hermann Georg, Grafen von Limburg, Herrn zu Styrum und Wisch, Amtmann zu Liedberg (Lydtborg ), an Katharina Schilling, Witwe des ehrenfesten Andreas von Randerath, den kleinen Bruch ( Brogßgen ) mit dem Korffsweiher hinter dem Hause Randerath. Sie quittieren den Erhalt der [ungenannten] Kaufsumme und übertragen die Objekte an die Käuferein zu dauerndem Besitz und Gebrauch. Die Gemeindemitglieder behalten aber das Recht, in besagtem Weiher ihre Tücher und Kleidung zu waschen, und der Bruch darf nicht höher angeböscht werden; vielmehr soll das Wasser, wie bisher, seinen Abfluß über den gemeinen Bruch finden können. Andererseits sind die Käuferin und deren Erben berechtigt, ein Gitter ( Zeuntgen ) zu setzen, um die Fische zurückzuhalten. Die Aussteller bitten den genannten Amtmann, sein Siegel anzuhängen, und fügen ihr eigenes Schöffenamtssiegel bei. ... uf tagh Remigii, deß heiligen bischofs
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten (?)
U 1869



1569 Oktober 17



Beschreibung : Haus Kleinenbroich Durch den Tod der Eheleute Johann Schilling und Katharina von Lövenich waren ihren Töchtern Anna und Katharina Schilling, beide verwitwete von Randerath (Randenradt ), und deren Nichte in Böhmen, nämlich der Tochter ihres verstorbenen Bruders Heinrich Schlling, folgende Güter erblich zugefallen: Das Haus Stammeln (Stammen ), die Behausung namens Pfaffenhaus (Paffen -) am Neumarkt zu Köln, der Stolzenberger Hof zu Laach (Laich ), die Erbschaft und Gerechtigkeit zu Lamersdorf, genannt Dadenberger Hof, - dies unter Vorbehalt des Anteils ihres Neffen Johann und Adam von Lövenich -, 60 Morgen Ackerland zu Berrendorf, Haus und Hofstatt zu Wüllenrath (Wullenroidt ) sowie zwölf Morgen beim Krahwinkler Hof oberhalb Grevenbroich. Die beiden Schwestern haben den Tod der Eltern durch ihre Söhne ihrer Nichte in Böhmen mitteilen lassen und sie gebeten, sich mit ihnen wegen der Hinterlassenschaft zu vergleichen. Die Nichte und deren Bevollmächtigte haben aber, guter Freundschaft wegen, keinen Vertrag schließen wollen, sondern den Geschwistern, den beiden Witwen von Randerath, alle Erbschaft zur Nutzung überlassen. Da nun beide Schwestern unter Mithilfe nachbenannter Schiedsfreunde durch einen besonderen besiegelten Vertrag geteilt haben, bekennen Anna Schilling, Witwe von Randerath, und ihre Erben Johann und Cäcilie von Randerath durch diesen Revers, daß auch das Erbteil besagter Nicht zur Teilung kam, und zwar unter dieser Bedingung: Solllte die Nichte doch ihres Vaters wegen einen Erbanteil fordern oder durch Bevollmächtigte fordern lassen, so wird Anna ihre Schwester Katharina in gleichem Umfang bedenken, und sollte die Nichte ihr Patrimonium fordern, wird Anna die jetzt zur Teilung gekommenen Güter in die Erbmasse zurückgeben. Auf Bitten der Anna Schilling hängen die anwesenden Freunde und Verwandten ihre Siegel an, nämlich Johann von Hanxler, Meinhard von Lövenich genannt Nierhoven (Neherhofen ) sowie die Gebrüder Johann und Adam von Lövenich.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1885/3
Bemerkung : Ausf., Perg. in Kasten 37Abschr. (17. Jh.), Pap. in Kasten 15



[1570] September 25



Beschreibung : Burtscheid Die Eheleute Johann von Frentz und Margarete von Siegenhoven (Ziege -) genannt Anstel bekunden, ihre beiden Töchter Maria und Beatrix seien in die kaiserliche Abtei zu Burtscheid (-schiet ) durch die dortige Äbtissin, die edle Frau Maria von Birgel, und den Konvent mit je einer Pfründe aufgenommen worden. Da beide Töchter die Regeln des Ordens und den geistlichen Stand angenommen und sich damit der elterlichen Erbschaft begeben haben, wird ihnen hiermit für ihre Kleidung und anderen notwendigen Unterhalt auf Lebenszeit eine jeweils auf St. Matrin im Winter fällige Rente aus den elterlichen Gütern [Nider- oder] Oberkassel [?] (Caßel ) und Uerdingen (Ortdingen ), notfalls auch aus anderen Gütern, verschrieben, nämlich je 18 Joachimstaler, zwei Stein Flachs und zwei Kapaune. Diese Rente erhöht sich nach Tod der Eltern um drei Taler. Stirbt eine der Töchter, so erhält die überlebende zehn Taler mehr. Sollte das Kloster zu Burtscheid zerstört werden oder aus anderen Gründen zu bestehen aufhören, sind die Eltern, Geschwister oder Erben verpflichtet, sie wieder aufzunehmen, bis ihnen zu einem anderen geistlichen Unterkommen verholfen ist. Daß die genannten Geschwister mit Zustimmung und im Beisein von Äbtissin und Konvent mit dem Koventssiegel und der Aussteller für sich, seine Ehefrau und seine Kinder durch Aufdrücken seines Siegels. Beide Schwestern unterschreiben, mit ihnen dann, auch auf Bitten des Bruders, Schwestermanns, Oheims und Nven, die festen Arnold Raitz (Radts ) von Frentz, Kanonikus und Vitztum zu Aachen, Adolf Raitz von Frentz, Herr zu Kendenich, Arnold von Stommel (Stum -), Dietrich von Holthausen (Hult -) und Heinrich von Vercken.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten (?) §§§
U 1887



1576 März 3



Beschreibung : Johann Weierstraß, Vogt des Amtes Bergheim ( Bercheim ), Gerhard Moren, Halfe zu Klein-Münchhof (kleinen Monchoven ), Gotthard Poll zu Asperschlag. Heinrich auf dem Sand und die übrigen Schöffen des Gerichts Bergheimerdorf bezeugen, daß Adolf von Hall, Daem von Hall zu Quadrath und Ehefrau Margarete von Stammheim (Stam -), Harper von Hall zu Quadrath und dessen Ehefrau Agnes von Fürdt (Furt ) an Bruno Jegers und dessen Ehefrau Agnes erblich, jedoch auf Wiedererlöse eine Rente von fünf Maltern und einem Sümber Roggen kölnischen Maßes, lieferbar jährlich auf St. Remigius, für 174 ¿ Taler und zehn Albus verkauft und genannte Summe erhalten haben. Zu Unterpfand gesetzt haben die Verkäufer neun Morgen Ackerland, genannt das gerodde landt und begrenzt von Land des Junkers Frentz und Land des Klaren-Klosters zu Köln. Es hängen an der Vogt sein persönliches und die Schöffen ihr Amtssiegel.Bem.: Die Inhaltsangabe der Rückschrift nennt irrig als Kaufpreis 475 ¿ Taler.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten (?) §§§
U 1905



1577 August 28



Beschreibung : Siegen Volmar von Scheidt genannt Weschpfennig beredet die Ehe mit Agnes, Tochter des verstorbenen Albrecht von Dernbach (Term -), Amtmanns zu Dillenburg (Tiellenpurgk ). Er bringt ein all sein Hab und Gut, wie er es ererbt hat und noch erben mag, sie ebenso alles, was ihr erblich zugekommen ist und noch anfallen mag. Zu einem Wittum verspricht er ihr einen adeligen Sitz, etwa Haus Scheidt oder welchen Sitz er sonst haben wird. [Es folgen die üblichen Eventualklauseln für einen überlebenden Ehepartner und die Fälle der Kinderlosigkeit wie der Wiederverheiratung.] Neben dem Bräutigam sollen unterschreiben und siegeln die beiderseitigen Heiratsfreunde, nämich für ihn Gotthard von Scheidt genannt Wespfennig, Wilhelm von der Lippe genannt Hoen (Hoin ), Christoffel von Seelbach genannt Lohe, Claus Seelbach zu Bülgenauel (-auwe ) und Asmus von Ottenstein, sodann für die Braut Johann Meisenbug, Landvogt an der Werra, Johann von Berninghausen (Bernk -), Leo Meisenbug, Jost Meisenbug, Konrad Meisenbug, Friedrich von Wilnsdorf genannt Kolbe und Konrad genannt Quadfasel.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten (?) §§§
U 1914



1584 Januar 9



Beschreibung : Vor Peter Rembach, Vogt des Amtes Bergheim, Gerhard Moren, Halfmann zu Klein Münchhof (Kleinen Mönchoven ), Jakob Klöckener, Emund Esser und den übrigen Schöffen des Gerichts Bergheimerdorf bekunden Matthias Krosch und seine Ehefrau Barbara, laut Inhalt des Hauptbriefes [o. Nr. 1928], dem dies Transfix angeheftet ist, sei ihnen vom ehrenfesten Adam von Hall und dessen Ehefrau Margarete von Stammheim eine von den zu Quadrath (Quatraedt ) wohnhaften Eheleuten Herbert Schnitzler und Maria zu liefernde Jahrente von zwei Maltern Roggen und vier Kapaunen erblich verkauft worden. Von dieser Rente haben sie nun die jährliche Lieferung von zwei Maltern Roggen zur Ablöse gegeben, so daß ihnen lediglich noch die vier Kapaunen jährlich zustehen. Wegen ihres Abstands von der Roggenrente geloben sie Währschaft. Auf Bitten beider Parteien hängen der Vogt und die Schöffen ihre Siegel an.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten ? §§§
U 1932
Bemerkung : Zusammen in einer Mappe mit Nr. 1928



1587 November 3



Beschreibung : Köln Vor Petrus a Fossa und Johannes Pastorius, Doktoren beider Rechte und Schöffen des Hohen Gerichts zu Köln, sowie dem ausfertigenden Notar erklärt Christine Angermundt, Witwe des Kölner Ratsverwandten und Bürgers Christian Broelman, ihren letzten Willen. Sie bezieht sich auf das im Schöffenschrein hinterlegte Testament vom 31. Aug. 1564, daß sie mit ihren verstorbenen Ehemann gemeinsam errichtete und durch das sie sich beide - von einigen besonderen Verfügungen abgesehen - gegenseitig zu Alleinerben einsetzten. Die in diesem Testament gestifteten Memorien bei den Machabäern zu Köln hat sie als Witwe durch zwei Fundationen aufgebessert, von deren besiegelten Originalen eines im Konvent zu Bethlehem auf dem Eigelstein, das andere bei ihr selbst verwahrt werden. Die betreffenden Verfügungen bleiben in Kraft. Aufgehoben sein soll dagegen ihr Testament vom 20. Okt. 1586, das sie vor zwei Schöffen errichtete und in den Schrein legen ließ, weil ihr darin als Alleinerbe eingesetzter Bruder Dr. jur. urtr. Konrad Betzdorf inzwischen verstorben ist. Nunmehr verfügt sie: Sie möchte beigesetzt werden im Grab ihres verstorbenen Ehemanns in der Machabäekirche zu Köln. Dem Erzbischof und zum Bau des Domes stiftet sie je einen Turnos. Ihre drei Nichten Katharina Broelman, Ehefrau des Arnold Freißem (Freißhem ), Christine Broelman, Ehefrau des Hartmann Hall, und Anna Broelman, Töchter des verstorbnenenen Johann Broelman, ältetsten Bruders ihres verstorbenen Ehemanns, sollen sich die Gelder teilen, die von den Kindern und Erben des verstorbenen Mannes, wegen des Hauses zum Freudenberg auf dem Eigelstein, in dem sie jetzt wohnt, zu erstatten sind. Weiterhin bedenkt sie die Kinder des genannten Peter Broelman von seiner Ehefrau Elsgen Söntgens, nämlich Stephan Broelman, Christian Broelman, Sibylle Broelman, Ehefrau des Dr. jur. utr. Martin Schnell, Johann Broelman, Dr. jur. utr. und Dechant an St. Aposteln in Köln, Katharina Broelman, Ehefrau des Lizentiaten der Rechte Bernhard zum Pütz ( Puitz ), Jungfrau Christina Broelman, Reinhard Broelman und Jungfrau Gertrud Broelman. Diesen vermacht sie ihr Haus namens Stolzeneck am Malzbüchel. Ihre Großnichte Jungfrau Katharina von Krebs, Tochter des Dr. jur. utr. und Reichskammergerichts-Beisitzers Hieronymus von Krebs und des verstorbenen Katharina Betzdorf, die eine eheliche Tochter des obengenannten Dr. Konrad Betzdorf war, vermacht sie die 20 Taler Jahrrente, die sie aus einer bei Junker Hoengen im Amt Millen abgelösten Rente auf ein Haus auf der Felbach in Köln, wo jetzt zwei Häuser stehen, mit 400 Talern zu je 52 Albus angelegt hat. Stirbt Jungfrau Katharina kinderlos vor ihrem Vater, behält dieser die Nutzung auf Lebenszeit; das Eigentum geht an ihre nachbenannten Haupterben, auch für den Fall, daß Katharina kinderlos nach ihrem Vater stirbt. Haupterben sind Heinrich Betzdorf, Konrad Betzdorf und Anna Betzdorf, Ehefrau des Johann Kemp, Kinder des mehrgenannten Dr. Konrad Betzdorf und seiner Ehefrau Susanne. Diese drei Geschwister sollen alles Erbe innerhalb und außerhalb Köln erhalten, über das nicht vorstehend besonders verfügt wurde, seien es bewegliche oder unbewegliche Güter, Rente oder Zinsen. Zu Testamentsvollstreckern bestimmt sie Heinrich Lignacion [so!], Senior der Kollegiatskirche St. Kunibert in Köln, Lic. jur. Stephan Broelman, Christian Broelman und Peter von Hinsberg, ihre Vettern bzw. ihren Schwager bzw. Blutsverwandten. Sie behält sich Änderungen vor und verfügt, daß der alles Recht verliert, der das Tetsmaent anficht. Sie verpflichtet die Schöffen, das vom Notar ausgefertigte Testament in den Schöffenschrein zu legen, und zwar im Beisein der hinzugebetenen Zeugen Johann Huperti und Gerhard Neumann. Die beiden Schöffen hängen ihr Siegel an; Kaspar Kannegießer, päpstlich wie kaiserlich autorisierter und am Reichskammergericht immatrikulierter Notar, unterschreibt und fügt sein Signet bei. Geschehen zu Köln in der (!) Testatrix Haus Freudenberg auf dem Eigelstein, auf Donnerstagh, den 3. Monatstagh Novembris 1587.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: (?) §§§
U 1943
Bemerkung : 1) 1587 fiel der 3. Nov. (neuen Stils) auf einen Dienstag. 2) Eine Ausf. des Testaments im Hist. Archiv Köln, Test. A 148



1835-1910



Beschreibung : Akten der Raitz v. Frentz zu Schlenderhahn, betr. Die Genossenschaft des rheinischen ritterbürtigen Adels. 16 Stücke, darin: Auszug aus Protokoll vom 31.3.1835; Satzung u. Matrikel 1837, letztere auch für 1910; Entwurf einer Geschäftsordnung 1842 u. Korrespondenz, meist Schreiben des Ritterschaftshauptmanns, 1843-55.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 1947) „Sammlung IV“\par Beiträge zur Kenntnis der landständischen Verfassung des Großherzogtums Be
U 1945



o.D.



Beschreibung : „Rectifizirter Etat No. 25 Aufzeichnungen des Franz Adolf v. Nagel über den Status seiner Güter und Einkünfte sowie Forderungen und denen seiner Ehefrau Franziska v. Weise für die Jahre 1818/19, mit etlichen älteren Beilagen (durchweg auch sonst im Bestand überliefert); anschließend ein Manual über Einnahmen und Ausgaben 1820/21; am Schluß Aufzeichnungen über Geburt, Eheschließung und Tod von Verwandten. -
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1946



1793-1810



Beschreibung : Vier Hefte mit Aufzechnungen des Franz Adolf v. Nagel: a) Auszüge aus Akten des Niedrrheinisch-Westfälischen Kreises, 1793-94 (Heft von 26 Seiten); b) Bergische Landtagshandlungen, 1804/1805/1806; c) Repertorium von Gesetzen und Ministerialbeschlüssen, die auf die politische Veränderungen des Großherzogtums Berg Bezug nehmen, 1797-1810; d) Handlungen der Bergischen Landstände (Gravamina), 1804-1806.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1949



1837



Beschreibung : An Adolf Raitz v. Frentz gerichtete Briefe und Rechnungen des Jahres 1837.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1950
Umfang : 54 Stücke



1719, Juni 16



Beschreibung : Anweisung des Dietrich Adolph, Freiherr Raitz von Frentz an den „Vicarium perpetuum der Kirche St. Aldegundis in Bütgen, den Constantin Leesmann als Küster einzuweisen, da die Küsterstelle offenbar „durch tödtlichen Abgang des Jacob Leesmann freigeworden war.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1951



1813, April 22



Beschreibung : Genehmigung einer Angelegenheit (Vermietung?) zwischen Franz Adolph Joseph von Nagel und Johannes Granghé
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1952



1817 Juli 9



Beschreibung : Landgeschäft zwischen Peter Werner …geber zum Neuenhofe in Bonn und F. Carl Frh. Raitz von Frentz zu Schlenderhan
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1953



1822 Juli 9



Beschreibung : Bonn vom Notar Peter Joseph Hermens in Wewelingshoven aufgenommene Landgeschäfte, möglicherweise (Zwangs-?)Versteigerungen
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1954



1550



Beschreibung : Kopie sämtlicher Schriften des Dingstuhls zu Kleinenbruch/-broich (?1550)
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1955



1812 September 9



Beschreibung : Köln Güterverzeichnis von Franz Adolph Joseph von Nagel und Maria Francisca von Nagel, geb. von Weise, je ein Exemplar
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1956



1727 Dezember 4



Beschreibung : Erbvergleich zwischen Elisabeth von Neuhoff gen. Ley zu Badinghagen (?); Sie unterschreibt ausdrücklich ohne Zustimmung ihrer Brüder und Schwestern
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1957



1500 September 3



Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1958



1830 Mai 3, 1825 Juli 1



Beschreibung : Köln
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1959



1381 Oktober 3, 1744 Juli 9



Beschreibung : Gründungsurkunde (?) der Pfründe Grumbach durch Hans von Berlichingen, außerdem eine undatierte Kopie (17. Jh.?) und eine notariell beglaubigte Kopie von 1744 (gesiegelt)
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1960



1836 September 12



Beschreibung : Koblenz Erbvertrag Raitz v. Frentz
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1961



1836 September 12



Beschreibung : Schriftstück des Notars Johann Joseph Deuster, Koblenz
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1961



1805 -1838



Beschreibung : 50 Korrespondenzen und 70 Rechnungen der Maria Eleonore Klementine Hubertine v. Bourscheidt a.d. H. Rath (geb. 7.3.1784) als Stiftsdame zu Nottuln (Aufnahme 1811; Einnahmeverzeichnisse dieser Zeit), dann als Mitbewohnerin eines ehem. Stiftshauses nach Tod der Maria Viktoria v. Twickel (gest. 29.9. 1832) bis zur Veräußerung 1837.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1962
Umfang : 133 Stücke



1841-1847



Beschreibung : 26 Privatbriefe an Max Frh. Raitz von Frentz und seine Ehefrau (Hochz. 1841) Judith v. Bourscheidt a.d. H. Rath
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1963



1789-1835



Beschreibung : Familienverträge (insb. Erbverträge) der Raitz v. Frentz (neun Stücke) u. sechs Beilagen;
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1964



1800-1871



Beschreibung : Briefe an Mitglieder der Familie Raitz v. Frentz (einzelne an deren Verwalter, wenige an die v. Nagel)
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1965



1892



Beschreibung : Taschenkalender von 1892, von Dr. jur. Ferdinand Raitz von Frentz (vermutlich, Identifikation durch Visitenkarte im Rückeinband) offenbar als Tagebuch genutzt. An gleicher Stelle wie die Visitenkarte befindet sich ein Konzertprogramm vom 8. März 1892 aus Monaco und ein Notizzettel, beide mit handschriftlichen Notizen auf der Rückseite.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1966
Bemerkung : Aufgefunden in Kiste 32 bei Bestandsneuordnung Mai 2008.



1720 Juni 23



Beschreibung : Quittung der Catharina Charlotte Margarete von Cortenbach, auf der Rückseite von Nr. 810/813 In einer Mappe zusammen mit Nr. 810
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1967



1856 April 15



Beschreibung : Abschrift eines Pachtvertrages, beglaubigt durch Johann Gereon Maus, Notar in Euskirchen
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1968
Bemerkung : Aufgefunden in Kasten 62 bei Bestandsneuordnung Mai 2008.



o.D.



Beschreibung : Briefumschlag, von der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e.V./Köln addressiert an Reichsfreifrau Maria Henriette Raitz von Frentz, gefüllt mit Inflationsgeld
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1969
Bemerkung : Aufgefunden in Kasten 62 bei Bestandsneuordnung Mai 2008. Im Kasten verblieben



1765 April 15



Beschreibung : Werden Anselm, Abt zu Werden und Helmstedt, belehnt (??) Conrad Caspar von Nagel mit Badinghagen (??). Der Aussteller unterschreibt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1970



1771 November 22



Beschreibung : Sadt Geldern Wilhelm Joseph Barth (?), Schultheiß der Stadt Straelen bevollmächtigt einen Freiherrn von Frentz… Ausserdem unterschreiben J. R. Hartens und G. H. van Deuweren (?)
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1971



1601 Juni 27



Beschreibung : Werden Aussteller Conrad, Abt von Werden unterschreibt und hängt das Siegel des Stifts an.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1972



1602 Dezember 12



Beschreibung : Aussteller Johann von Lürinck (?) zu Niederpleiß und Wilhelm von Bellinghausen
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1973



1534 Januar 25



Beschreibung : Betreffend das Haus zu Hall, Aussteller Aleffen und Dietrich von Hall Es siegeln Dietrich von Hall, Werner Hoeße (?), Aleff von Hall und Johann von Lutzerath (Latzerath??)
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1974



1563 Juli 18



Beschreibung : Testament der Catharina von Lövenich, Witwe des Jos Schillinck zu Stommell
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1975



1561 August 10



Beschreibung : Erbvergleich zwischen den Brüdern von Neuhof (Casper, Balthasar und Christopher)
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1976



1571 Juli 15



Beschreibung : Johann von Zweifel verzichtet auf alle seine Güter (Erbsache)
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1977



1727 Oktober 6



Beschreibung : Pachtvertrag (?) einer geborenen Cortenbach Es unterschreiben unter anderem Everhard Düsseldorf, Johannes Rhein und Thomas/Jonas (?) Brewer
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1978



1446 Juli 5, 1480 April 8, 1483 Februar 3



Beschreibung : Heiratsverträge der Familie van den Horruck/Horrick, 1446 zwischen Heinrich von Ruyschenberg und Hei(l)wich van den Horruck, 1480 zwischen Herman von Randenrade und Elisabeth van den Horruck, 1483 zwischen Dietrich van Halle und Maria van den Horrick. Anm.: beiliegend eine maschinenschriftliche Zusammenfassung des Dokuments (3 Bll. DIN A5)
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1979



1842 Juli 11



Beschreibung : Laut Rückvermerk eine „Cession über 3000 Taler gegen Steinhausen durch Herrn Carl Anselm von Heinsberg zu Gunsten seiner Ehegattin Sophia von Mylins zu Linn. Beglaubigt durch Ph. Stockhausen, kgl.-preußischer Notar zu Crefeld
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1980



1717 September 21



Beschreibung : Pachtvertrag für Velrad in der Herrschaft Dyck/Byck (?), ausgestellt durch Gerhard, Freiherr von Leik (?) für Johannes Wilfen Beiliegend eine Aufstellung der Abgaben von Vellrad
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1981



1729 Mai 19



Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1982



1722 Oktober 19



Beschreibung : Testament der Sophia Meynholt (?), unterschrieben durch Rudolph Gottfried Roellen, Vogt, Wilhelm Ling und Werner Wredefeld, Schöffen
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1983



1516 März 11



Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1984



1719 September 22



Beschreibung : Erbkaufbrief über 8 Morgen und 15 ¿ Ruten freien Landes zu Broch, für 648 Rt., der Rt. Zu 80 kölnische Albus. Es verkaufen Johan Sels und Margaret Schmitz sowie Heinrich Bernard und Maria Tives an Franz Winand Raitz von Frentz zu Schlenderhan, Herrn von Kleinenbroich. Es unterschreiben die Verkäufer (alle 4) sowie H. Baumeister, der Sekretär Heinrich Joseph Fontane und Johannes Nanger. Eingetragen am 11.10.1719
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1985



1598 November 13



Beschreibung : Heiratsvereinbarung vom 30.6.1598 für die nunmehr verheirateten Johann Wilhelm Spieß von Bullesheim zu Frechen und Margarethe Raitz von Frentz, bezugt durch ihre Brüder Winandt Ratz von Frentz zu Schlenderhan und Arnold Raitz von Frentz zu Schonauen. Es unterschreiben Winandt Raitz von Frentz, Arnold Raitz von Frentz sowie P. von Frentz geb. Baern zu Schonauen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1986


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