Historisches Archiv der Stadt Köln
3 Nachlässe und Sammlungen
3.2 Nachlässe, Partei-, Vereins-, Familienarchive
3.2.12 Buchstabe L
Leibl, Wilhelm
Best. 1176 Leibl, Wilhelm

26. November 1882
Oberzell: Felice erkundigt sich nach Leibls Befinden, Fleiß und den Modellen. Über den Fortgang der Arbeiten möge er schreiben und sich wegen des Bildes keine Skrupeln machen. Das andere Bild "ist ja ein Meisterwerk ersten Ranges". "Sei nur zufrieden und male so fort, so wirst Du in der Vor- und Nachwelt Deinen Namen berühmt erhalten, wie er schon ist". Sie übt fleißig auf dem Klavier. Unterschrift mit dem Vornamen.


Enthält : 2 1/2 Halbseiten, eigenhändig.
Bestellsignatur : Best. 1176 (Leibl, Wilhelm), A 166
Altsignatur : 166



17. Mai 1883
Zell: Lulu bittet, daß Leibl sich über das Bekanntwerden der Verkaufssumme seines Bildes nicht weiter beunruhigt. Diese hätte größer ausfallen können, ist aber doch eine gute Grundlage, um in Ruhe das neue Bild zu vollenden. In Paris hatte er vielleicht einen höheren Preis erzielt, "doch sind Deine selten herrlichen Erfolge dort die beste, geeignetste Vorbereitung für die Aufnahme Deines, in, wenn möglich, noch gesteigerter Vollendung ausgeführten, neuen Bildes. Möge Dir doch ein in jeder Beziehung ausgezeichneter, wohlverdienter Lohn für Dein ernstes, unermüdliches Streben zur Zeit beschieden sein und uns endlich einmal ein augenscheinliches, unmittelbares Überzeugen Deiner jetzigen Malkunst, die, wenn wir auch im Grunde keinen Begriff davon haben und nichts davon verstehen können, dennoch überwältigend war zu Herzen gehen muß". Ihre Mutter ist nach Limburg zu Jeans demnächstiger Braut gereist. Dieser hat eine gute Photographie geschickt. Unterschrift mit dem Vornamen.


Enthält : 2 1/2 Halbseiten, eigenhändig.
Bestellsignatur : Best. 1176 (Leibl, Wilhelm), A 167
Altsignatur : 167



08. Januar 1900
[Berlin]: Felice ist von Seeger eröffnet worden, daß er von dem Gewinn eines Bildverkaufs mit Leibls Einwilligung für sie eine Summe bestimmt hat. Sie wollte dieses Geschenk wegen Leibls vieler Ausgaben, die er immer hat, nicht annehmen. Aber auf Leibls Brief an Seeger hin hat sie dann nachgegeben. Sie weiß, daß Leibls es getan hat, um ihren künstlerischen Aufstieg zu ermöglichen, der in Berlin bei der starken Konkurrenz schwer genug ist. Für Leibls Wiederherstellung wünscht sie das Beste. Demnächst wird sie mit Joachim wieder zur Prinzessin gehen. Seeger ist auch noch nicht wieder gesund. Unterschrift mit dem Vornamen.


Enthält : 8 Halbseiten, eigenhändig.
Bestellsignatur : Best. 1176 (Leibl, Wilhelm), A 168
Altsignatur : 168



06. Februar 1900
Berlin: Lulu ist von Leibls letzten Nachrichten über seinen Gesundheitszustand etwas beruhigt; wenn er weiter vorsichtig ist, wird er wohl bald "über den Schmitz Backes hinaus" sein. Leibl hätte viel eher einen Arzt hinzuziehen müssen. Alle Sorgen gemeinschaftlich mit Seeger um ihn nützen aus der Ferne nicht viel. Gottlob hat Leibl die ungemütlichen Ofenverhältnisse in seiner Aiblinger Wohnung geändert und sich eine bequeme Bedienung verschafft. Nach seinen Briefen an Seeger ist er nicht reisefähig; nach Kräftigung dürfte ein Aufenthalt an der Riviera mit Felice gut tun. Sie selbst tröstet eine Dame, die soeben Witwe geworden ist. Leibl soll vor Wiederherstellung der Gesundheit keinen Pinsel anrühren: "Das Faullenzen (!) ist die beste Arznei". In "stolzer Freude" kann sie immer zu dem schönen Bild von der Mutter aufsehen. Seeger hat sich von seiner schlimmen Krankheit verhältnismäßig rasch erholt. Sperl geht es hoffentlich gut. Unterschrift mit dem Vornamen.


Enthält : 4 Halbseiten, eigenhändig.
Bestellsignatur : Best. 1176 (Leibl, Wilhelm), A 169
Altsignatur : 169



1900
[Berlin]: Felice ist froh, daß Leibl wiederhergestellt ist und bittet, ihn - besonders hinsichtlich der Zigarren - vorsichtig zu sein. Von Seeger weiß sie, daß auch Sperl krank war. Unterschrift mit dem Vornamen.


Enthält : 4 Halbseiten, eigenhändig.
Bestellsignatur : Best. 1176 (Leibl, Wilhelm), A 170
Altsignatur : 170



17. März 1900
Berlin: Felice übersendet Schinken und hofft Leibl vollständig erholt. Sie selbst ist durch eine Handgelenkentzündung am Klavierspielen gehindert. Unterschrift mit dem Vornamen.


Enthält : Postkarte, eigenhändig.
Bestellsignatur : Best. 1176 (Leibl, Wilhelm), A 171
Altsignatur : 171



13. Oktober 1900
[Berlin]: Felice ist um Leibls Gesundheitszustand besorgt; Seeger sind darüber keine guten Nachrichten zugegangen. Leibl soll schreiben, ob er in Kutterling oder Aibling sich aufhält und ob er Wurst- oder Lachsschinken möchte. Leibls altes Bild bei Schulte hat alle entzückt: "ich finde es auch wundervoll, aber habe Deine kräftigen Sachen noch lieber - es ist ein bischen weich im Ausdruck-, doch wird wohl Hirt so träumerisch ausgesehen haben". Tschudi hat "plötzlich" eine reiche, junge und hübsche Spanierin geheiratet. Sperl wird das Wetter gut tun. Unterschrift mit dem Vornamen.


Enthält : 4 Halbseiten, eigenhändig.
Bestellsignatur : Best. 1176 (Leibl, Wilhelm), A 172
Altsignatur : 172


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