Historisches Archiv der Stadt Köln
3 Nachlässe und Sammlungen
3.2 Nachlässe, Partei-, Vereins-, Familienarchive
3.2.18 Buchstabe R
Raitz von Frentz (Familie)
Best. 1037 Raitz von Frentz (Familie)

Gesamtanzahl der Verzeichnungseinheiten:  997

Verzeichnungseinheiten:  1-100 101-200 201-300 301-400 401-500 501-600 601-700 


1759 März 28



Beschreibung : Lüttich Vor dem beglaubigten Notar und dem am Ende benannten Zeugen bestätigt Adolf Josef Christoph Frh. v. Cortenbach, Großkantor der Kathedralkirche zu Lüttich, in seinem Haus in der Immunität von St. Lambert, das zu seinen Gunsten von seinem verstorbenen Neffen Michael Josef Hubert Frh. v. Cortenbach, Kanonikers an eben dieser Kathedralkirche, am 9, lfd. Mon. errichtete Testament gelesen und es unter dem Vorbehalt der Rechtmäßigkeit und Invertarisierung akzeptiert zu haben. Da er nicht in der Lage und nicht willens ist, das Testament gehörigen Orts einzubringen und, wo nötig, vor Gericht zu erscheinen, ermächtigt er dazu hiermit den Inhaber dieser Vollmacht. Er unterschreibt im Beisein der mitunterzeichnenden Zeugen Gottfried Gresnitz und Simon Revelar. Zur Beglaubigung unterschreibt abschließend der kaiserlich autorisierte und zu Lüttich immatrikulierte Notar D. de Limborgh.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6
U 1149



1760 Juli 24



Beschreibung : Lüttich Johann Theodor, Herzog beider Bayern, Kardinal, Bischof und Fürst zu Lüttich, Freising und Regensburg [voller Titel], bezeugt, daß Adolf Josef Christoph Frhr. v. Cortenbach, Kanonikus der Kathedralkirche zu Lüttich, wegen verschiedener körperlicher Gebrechen, die sein mehr als siebzigjähriges Alter mit sich brachte, fortan die Obligenheiten seines langjährigen Kanonikats, die angemessene Wahrnehmung von Gottesdiensten und andere solcher Pflichten nicht mehr auf sich nehmen kann. Der Aussteller drückt sein Siegel auf, und für den abwesenden Generalvikar unterzeichnet der Kanonikus zu Lüttich L.C. de Stenbier.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6
U 1160



1794 März 10



Beschreibung : Evinghoven ( Iving -) [N.N.], Witwe Füsser, willigt darin ein, daß ihr unbenannter Sohn heiratet und ihren Pachtvertrag übernimmt, zumal sie ihren Unterhalt auf Lebenszeit gesichert weiß. Da die Ausstellerin des Schreibens unerfahren ist, werden ihre Willenserklärungen und ihr Handzeichen zu Hönningen am gleichen Tage durch Unterschrift bestätigt vom derzeitigen Administrator der Pfarre Hönningen J[ohannes] F. *) Leuffen und vom Schöffen Cornelius Jongertz. Anm. *) Bei Janssen - Lohmann, Der Weltklerus ..., 1935/6, Spalte 885, lautet Leuffens zweiter Vorname: Gottfried.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6
U 1411



1772
Verzeichnis des Schlendehanschen Archivs von Johann Michael Melchior Schweren und seinem Sohn Ferdinand Schweren. Großfolio


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: kasten 6
1535
Umfang : 343 gez. und noch einige weitere beschr. ungez. S.



1766 März 14
Schreiben der Wilhelma Sybille von Neuhof gen Ley geb. von Edelkirchen an Theodor Kaspar von Omphal zu Steinenbrück und Lützekus.


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6
1540
Umfang : 1 Stück und drei Briefumschläge



1730 - 1784
Preußische Edikte, meist mit Eingangs- und Publikationsvermerken.


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6
1541
Umfang : 7 Stück



1737 - 1803
Jülichsch-bergische Edikte (das von 1758 mit Adresse Stadt Bergheim)


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6
1542
Umfang : 4 Stück



1577 Februar 11



Beschreibung : Kleinenbroich Heinrich von Randerath, Sohn des verstorbenen edlen Andreas von Randerath und der Katharina Schilling von Stammeln, beredet die Ehe mit Maria, Tochter der verstorbenen Eheleute Martin von Broeckhuysen ( Brochausen ) genannt Oyen ( Oen ) und Elisabeth von Dript ( Drupt ). Er bringt in die Ehe seinen adeligen Sitz zu Kleinenbroich mit allem Zubehör an Ländereien, Büschen, Weiden, Wiesen, Fischereien und den Erbrenten, die sich auf jährlich etwa 80 Maltern Roggen und 150 Maltern Hafer belaufen, ferner die Zehnten, Holzge walten und Patronate (Erbgifften ) der Pfarrkirchen zu Büttgen und der Kapelle zu Kleinenbroich, wie dies Johann von Randerath, Heinrichs ältester Bruder, nach Tod des Vaters ererbt, vom königlich spanischen Statthalter der Grafschaft Holland zu Lehen empfangen und dann ihm erblich abgetreten hat bzw. hiermit abtritt. Die verwitwete Mutter erhält aus genanntem Besitz auf Lebenszeit jährlich 25 Malter Roggen und zehn Stein Flachs. Falls der künftige Ehemann vor seiner Frau sterben sollte ohne Hinterlassung von Leibeserben, gehen die Güter, die Johann seinem Bruder überlassen hat, an ihn zurück, und fall auch er schon verstorben ist, kommen sie an seine Brüder oder deren Erben,und falls auch von diesen niemand mehr lebt, an seine Schwestern und ihre Erben. Maria erhält als Witwe dann eine einmalige Abfindung von 2000 Goldgulden und dazu alles zurück, was sie in die Ehe eingbracht hat. Von allem, was die Eheleute gemeinsam erwarben, erhält der Überlebende die Leibzucht. Stirbt sie kinderlos vor ihrem Ehemann, soll dieser von ihren Brüdern oder deren Erben als Abfindung von all den ihm zugebrachten Gütern 1000 Goldgulden erhalten. Gehen Kinder aus der Ehe hervor, behält der überlebende Ehepartner die Leibzucht, darf aber keine Güter belasten, versetzen, verkaufen oder sonstwie entfremden, es sei denn mit Zustimmung der beiderseits nächsten Verwandten der Kinder. Die Braut soll in die Ehe einbringen einen halben Hof zu Schwamen der Wyler , ein Viertel des Hofes zu Ruhrberg (Rurbergh ), der Klughs Hof genannt wird, ein Viertel des Hofes op de Niep (up gehen Neyp ), eine Jahrrente von 12 ¿ Maltern Roggen zu Broeckhuysen (Brochausen ), von ihrem Bruder Jakob 144 Taler, von ihrem Bruder Johann 750 Taler, von ihrem Bruder Hermann 600 Rader !, den Rader zu 24 Stüber gerechnet, 300 Taler wegen Bempten, die ihre genannten Brüder gemeinsam zahlen sollen, 200 Taler zu Bornheim (Bornum ) und noch 100 Taler von Michael Spee. [Auch wegen dieser Mitgift wird für die Fälle disponiert, daß ein Ehepartner mit ehelichen Kindern überlebt, daß er sich wiederverheiratet bzw. daß Kinder aus der Ehe nicht hervorgehen oder vor den Eltern sterben.] Als Heiratsfreunde waren anwesend und hängen ihre Siegel an einerseits, nämlich mit dem Bräutigam (1): seine Brüder Johann (2) und Reinhard von Randerath (3), Johann von Randerath zu Baesweiler ( Bastwiler ) (4), Wilhelm Spies zu Bubenheim (Bobbenhem ), Herr zu Satzvey (-veien ) (5), sowie die Gebrüder Johann (6) und Adam von Lövenich, andererseits, nämlich für die Braut: ihre drei Brüder Jakob (8), Johann (9) und Hermann (10), letztlich Ägidius ( Geliß ) von Bocholtz (11).
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 6
U 1911



Kasten 7






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1780 - 1802
Das zugunsten der Frentzischen Fundation auf dem Rittersitz Alsbach haftende Kapital.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 8/1
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8, Akte 1
U 1601




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Kasten 8


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 8/2




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1635 - 1801
Verzeichnissse der Zehntpflichtigen des Hauses Schlenderhan in Rommerskirchen, Vanikum und Anstel.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 8/3
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8, Akte 3
1597




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1600 Juni 4



Beschreibung : KölnJunker Adolf v. Stommel zu (Neuwenhoff), der binnen kurzem in ferne Lande zu reisen gedenkt, errichtet angesichts der gefährlichen Wege und Zeiten und damit nach seinem Tode kein Streit um seine Güter in Köln und außerhalb entstehe, sein Testament vor Andreas Bruck und Johann Westenberg, Schöffen des Weltlichen Hohen Gerichts zu Köln, vor dem ausfertigenden Notar und den am Ende benannten Zeugen. Er widerruft alle früheren Vermächtnisse, insbesondere seine Disposition vom 15. April 1595 (Nr. 2004) , bestätigt hingegen ausdrücklich die Übereignung an seine Mutter Johanna Raitz (Rhatz) v. Frentz, nämlich der Erbschaft auf dem Krummen Büchel, die er am Schrein Petri verfügte, und der Güter zu Pulheim (Polhem), Geyen und Auweiler (Oet-), die er im laufenden Jahre am 19. April am Gericht Pulheim und am 4. Mai zu Auweiler tätigte. Nach seinem Tode sollen dem Erzbischof zu Köln und zum Bau des Doms je eine Turnose (Tornisch) oder fünf Albus gezahlt werden. Sein gesamtes Hab und Gut, wie er es von seinem verstorbenen Vater erbte oder sonstwie erhielt, soll an seine Mutter fallen. Stirbt diese allerdings vor ihm, ohne Leibeserben zu hinterlassen, so sollen Winand Raitz v. Frentz zu Schlenderhan (- hall) und Kaspar v. Elverfeldt zur Isenburg, sein Oheim und Neffe, bzw. deren Erben sein Hab und Gut erhalten. Er behält sich vor, dieses Testament zu ändern oder zu widerrufen, und bittet den ausstellenden Notar, eine Ausfertigung im Schrein zu hinterlegen.Im Beisein des Heinrich Brandt und des Wilhelm v. Büren (Buiren) als hinzugebetenen Zeugen hängen die genannten beiden Schöffen ihre Siegel an, und der Testator unterschreibt.Instrument des Georg Barndt aus Zutphen, durch kaiserliche Macht öffentlichen, am Reichskammergericht, am Fürstl. Jülichen Hof und beim Rat der Stadt Köln immatrikulierten Notars. Gegeben in der vor St. Laurenz auf dem Sallmenacken gelegenen Wohnung des Notars, den vierten Monatz Juny.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 8
U 5/2
Bemerkung : weitere Ausf. und Abschr. vorhanden in Kasten 1:U 5/1: Ausf., Perg. - Das erste Siegel (Bruck) zeigt im Schild einen Herzschild, an dessen vier Ecken je zwei sichelförmig gegeneinandergebogene Linien ansetzen, und im Herzschild einen sechsstrahligen Stern; die Helmzier wiederholt den Herzschild; das kleinere Rücksiegel ist gleichartig, jedoch ohne Helmzier. - Das zweite Siegel (Westenbèrg) hat einen geteilten Schild mit oben drei Ringen nebeneinander und unten einem Sparren, der links, unten und rechts von je einem Zweig mit einer Blüte und zwei Blättern begleitet ist; die Helmzier zeigt eine stehende Figur; das Rücksiegel hat in einem Schild eine Hausmarke. Der Notar führt in der Basis seines Signets das Motto: Solus Deus Justus.U 5/3: Abschr. (Gleichzeitig), Pap., beglaubigt durch Unterschrift des o.g. Notars Georg Brandt aus Zutphen.



[1630]



Beschreibung : Vor Gerhard Hoechstein, Vogt des Amtes Bergheim, Paulus Eßer, Johann Volckhoven, Winand Müller, Johann von der Weiden und den übrigen Schöffen zu Pulheim (Pol-) erscheint der edle Ferdinand Spies v. Büllesheim zu Frechen und legt unterschriebene und besiegelte Bewilligungsschreiben vor von Seiten der Anna Maria v. Gertzen genannt Sinzenich, Äbtissin, Elisabeth von der Horst, Priorin, Anna Krummel, Seniorin, und Anna Simony, Prokuratorin, wie der sämtlichen Jungfrauen des Klosters St. Cäcilia in Köln, sodann des Marsilius v. Rolshausen zu Bütgenbach und seiner Ehefrau Margarete geb. Spies, ferner des Arnold Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Amtmanns zu Bergheim und pfalzneuburgischen Geheimen Rats, sowie des Rudolf Raitz v. Frentz, Herrn zu Schönau, für sich und namens seines Bruders Adolf Raitz v. Frentz. Als derart Bevollmächtigter verkauft er an den Andreas Waldorff, Ratsverwandten der Stadt Köln, und dessen Ehefrau Agnes Engels den freiadeligen und allodialen Sitz zu Pulheim, genannt der große Stommler Hof, mit allem Zubehör an Ländereien und Büschen, an Baumgarten, Garten, Jagd und Recht, wie Sitz und Zubehör vom jetzigen Halfen genutzt und anschließend spezifiziert werden [fehlt]. Der Kaufpreis beträgt 10.000 Reichst. zu je 52 Albus kölnisch und das Verzichtgeld 150 Reichst.Als Verkaufsdatum wird das Jahr 1630 genannt bei: Köllen/Kisky/Steimel, Siegel und Wappen, Burgen und Schlösser im Landkreis Köln, 1966, S. 170. Der Verkäufer Ferdinand Spies starb 1635; der mitberechtigte Marsilius v. Rolshausen hatte Margarete Spies 1629 geheiratet.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 145



1633 Januar 6



Beschreibung : Arnold Heinrich v. Wevorden, Herr zu Drove, Sohn des verstorbenen Hans Degenhard v. Wevorden zu Drove und der Maria geb. v. Wevorden, beredet die Ehe mit Gerhardine, Erbtochter des verstorbenen Konrad Wilhelm v. Frankeshoven zu Meckenheim und der Barbara v. Mülstroe. Er bringt in die Ehe Haus und Hof zu Drove mit der Herrlichkeit und mit Weihern, Wiesen, Weiden, Weingarten, Ackerland, Holzgewalt, Mühlen, Bergwerk und Hütte, mit der großen und kleinen Jagdgerechtigkeit in der Herrschaft Drove und in der Umgebung der Stadt Nideggen sowie mit allen erblichen Einkünften an Frucht und Geld, Hühnern und Kapaunen, sodann den Hof Schnorrenberg mit Zubehör, auch das. was ihm von den ansehnlichen Forderungen an die v. Merode zu Schloßberg durch Urteil zweifellos zugewiesen wird. Die Braut bringt ein das adelige Gut zu Meckenheim mit zugehörigen Ländereien, Baumgarten, Wiesen, Weiden, Buschgerechtigkeiten und Gefällen, ferner das Gut zu Elsdorf mit Zubehör sowie die Ansprüche an den v. Mangelmann wegen des Kindteils ihrer Großmutter mütterlicherseits. Weil ihre Mutter Barbara, jetzige Ehefrau des Philipp v. Brachel, an allen Gütern und Erbschaften das Leibzuchtsrecht auf Lebenszeit hat, soll die Braut zuerst erhalten, was ihr durch den Heiratsvertrag und die Disposition ihrer Eltern zu-gewiesen wurde. Wenn es wegen der Abgütung der mütterlichen Leibzucht zu einer Vereinbarung kommen sollte und dann durch Veräußerung von Erbgütern der Gerhardine Bargelder einkämen und diese Verwendung gäben zur Ablösung von Lasten der Droveschen Güter, so sollen solche eingelösten Verschreibungen anstelle der veräußerten Erbschaft als Erbsitz der Gerhardine gelten. Weitere Dispositionen erfolgen für die Fälle der Kinderlosigkeit und der Wiederverheiratung eines überlebenden Ehepartners.Mit den Brautleuten unterschreiben für ihn Arnold Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, pfalzneuburgischer Rat, Kämmerer und Amtmann zu Bergheim, Reinhard v. Holtrop zu Irnich, Adam v. Wevorden genannt Drove, fürstlich jülichscher Ritt- und Brüchtemeister, und Bernhard zum Pütz, Dr. der Rechte, sowie von Seiten der Braut deren Mutter Barbara v. Mülstroe, Philipp v. Brachel, der jetzige Ehemann der Mutter, Johann v. Brachel zu Angelsdorf und Johann Schilling von Gustorf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 161



1633 März 19



Beschreibung : DüsseldorfJohann Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Domprobst zu Lüttich, Domherr zu Münster und Probst zu St. Martin in Lütich, pfalz-neuburgisch jülich-bergischer Geheimer Rat und Kanzler, be-kundet, in seinem Testament habe er sich nachträgliche Verfügungen ausrücklich vorbehalten. Weil er dem Hause Schlenderhan, seinem Elternhaus, besonders zugetan ist und weil sein verstorbener Bruder Winand nach dem Tod ihres Vaters dem Hause getreulich vorgestanden hat und ihn, wie seine Geschwister hat erziehen helfen und weil er genanntem Bruder und dann auch dessen Sohn oft mit seinen Dienern und Pferden an die 40 Jahre hindurch zur Last gefallen ist, indem er sich mehrfach Monate lang bei ihnen aufhielt, möchte er sein Elternhaus besonders bedenken. Das Haus soll stets einen Burggraben, einen Pförtner und einen Küchengarten besitzen; dafür werden jährlich je 20 Reichstl. durch den Rentmeister seiner Stiftung ausgezahlt. Wenn Haus und Hof neu erbaut werden, soll der Rentmeister für Baumaterialien und Arbeitslohn jährlich 60 Reichstl. zur Verfügung stellen, außerdem jährlich 40 Reichstl. auszahlen zur Unterhaltung der zum Hause gehörigen Weiher, Mauern, Gräben, Hecken, Zäune und überhaupt aller Einfriedungen, weiterhin zur Ergänzung des Hausrates, ausgenommen Gold- und Silbergeschirr, zehn Reichstl. je Jahr. Dem Empfang dieser Gelder hat der Inhaber des Hauses dem Rentmeister und bei der jährlichen Abrechnung den Exekutoren, Inspektoren und dem Advokaten zu bescheinigen mit der Bestätigung, daß sie zu oben genannten Zwecken verwendet wurden. Für einen Neubau des Hauses und Hofes zu Schlenderhan gibt der Testator 6000 Reichstl., sofern damit bereits zu seinen Lebzeiten begonnen wird. Anderenfalls kommt die Summe zu den Mitteln, von denen nachfolgend über 8000 Reichstl. disponiert wird. Aus den Einkünften seiner Güter und Renten sollen 8000 Reichstl. zusammengebracht werden, bevor seine jungen Vettern mit ihren Erziehern in den Genuß von Stiftungsmitteln kommen. Von den rentbar anzulegenden Kapitalien sind dann für das Haus Schlenderhan Erbgüter anzukaufen, die noch gesondert benannt werden sollen und die auf Dauer beim Hause zu ver-bleiben haben.Der Aussteller unterschreibt und drückt sein Petschaft auf; mit ihm unterschreiben als Zeugen: Peter Ganß am Reichskammergericht zu Speyer immatrikulierter Notar, Peter Weyerstraß, Adam Schlösser, Heinrich Rhoden, Christoph Reidt (in der Unterschrift: Redt) und Johann von der Hardt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 163



1633 Juni 1



Beschreibung : DüsseldorfJohann Raitz v. Frentz, der Domstifte Lüttich und Münster Domprobst bzw. Kapitular, jülich-bergischer Rat und Kanzler, erklärt, am 7. Jan. des lfd. J.s vor Notar und Zeugen sein Testament errichtet und sich dabei Kodizille vorbehalten zu haben. Eines habe er bereits gemacht. In seinem Testament hatte er angekündigt, wegen seiner Forderung an Erzherzog Leopold v. Österreich, derenthalben er 1500 Reichstl. bar ausgelegt hat, und wegen seiner Behausung zu Lüttich beim Kloster St. Lambert noch Näheres verfügen zu wollen. Hiermit bestimmt er, daß alles aus besagter Forderung an das Haus Schlenderhan kommen soll. Die Behausung zu Lüttich mit allem Hausrat geht an seine beiden Vettern Johann Ebertin, Domherrn zu Speyer und Lüttich und Probst zu Kaiserswerth, und Arnold Raitz v. Frentz zu Schlenderhan unter der Bedingung, daß von den Vettern 2000 Reichstl. in die Fundation eingezahlt werden, und unter der weiteren Bedingung, daß Johann Ebertin alles allein erhält und zahlt, wenn Arnold auch zu Lüttich beim Domstift benefiziert werden sollte. Obwohl im Testament bestimmt worden war, daß von den vier Söhnen des Namens und Stammes Raitz v. Frentz zur Stiftung zugelassen werden sollen zwei aus der Linie, die von des Testators verstorbenem Bruder Winand und dessen Sohn Arnold abstammt, und zwei aus der Linie, die vom verstorbenene Bruder Arnold und dessen beiden Söhnen Rudolf und Adolf herkommt, wird aus besonderen Gründen folgende Änderung ver-fügt: Die Deszendenten des genannten Adolf Raitz v. Frentz zu Martfeld ( Mattfelt) sollen aus der Fundation nur die Hälfte dessen erhalten, was den Nachkommen des Bruders Rudolf zu-steht. Die einbehaltene Hälfte geht an die Kirche in Quadrath zu dem im Testament verfügten Zwecken, und ein dann noch bestehender Überschuß verbleibt im Stiftungskapital. Sollten einmal die Einkünfte der Fundation nicht in erwartetem Umfang einkommen, behalten die Besitzer des Hauses Schlenderhan, solange wie möglich, die vollen Zuwendungen, während die Kürzungen zu einem Drittel von den Deszendenten des genannten Adolf und zu zwei Drittel von den Nachkommen des Rudolf hinzunehmen sind. Hinsichtlich der letzwilligen Bestimmung, nach der es bei der Teilung bleiben soll, durch die des Testators Kindteil an die Kinder seiner beiden Brüder kam, wird ergänzend verfügt, daß derjenige, der die Teilung nicht anerkennt, alle Anrechte daran verliert. Was zur Verbesserung des Hauses Schlenderhan angekauft werden kann, soll durch Kauf oder Tausch erworben werden, nämlich im Kirchspiel Bergheimerdorf und zu Quadrath, von der Tantelhecke bis zur Heide und weiter bis zum Dorf Oberaußem sowie an Büschen von Außem bis zum Laacher Weg und weiter bis zum Siechenhaus zu Ichendorf.Der Testator unterschreibt jede einzelene Seite und drückt am Ende sein Petschaft auf. Ferner unterschreiben und siegeln auf seine Bitte hin der jülische Vizekanzler Heinrich Walraf Gippenbusch und die Räte Dr. Heinrich Brückelmann, Betram v. Wevorden genannt Drove, Dr. Otto Heinrich Uwens, der pfalz-neuburgische Sekretär Wilhelm Velcker sowie der kaiserlich autorisierte Notar Peter Gans.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 165/1
Bemerkung : 2) Abschrift (17. Jh.), Pap.



1633 Juni 1



Beschreibung : DüsseldorfJohann Raitz v. Frentz, der Domstifte Lüttich und Münster Domprobst bzw. Kapitular, jülich-bergischer Rat und Kanzler, erklärt, am 7. Jan. des lfd. J.s vor Notar und Zeugen sein Testament errichtet und sich dabei Kodizille vorbehalten zu haben. Eines habe er bereits gemacht. In seinem Testament hatte er angekündigt, wegen seiner Forderung an Erzherzog Leopold v. Österreich, derenthalben er 1500 Reichstl. bar ausgelegt hat, und wegen seiner Behausung zu Lüttich beim Kloster St. Lambert noch Näheres verfügen zu wollen. Hiermit bestimmt er, daß alles aus besagter Forderung an das Haus Schlenderhan kommen soll. Die Behausung zu Lüttich mit allem Hausrat geht an seine beiden Vettern Johann Ebertin, Domherrn zu Speyer und Lüttich und Probst zu Kaiserswerth, und Arnold Raitz v. Frentz zu Schlenderhan unter der Bedingung, daß von den Vettern 2000 Reichstl. in die Fundation eingezahlt werden, und unter der weiteren Bedingung, daß Johann Ebertin alles allein erhält und zahlt, wenn Arnold auch zu Lüttich beim Domstift benefiziert werden sollte. Obwohl im Testament bestimmt worden war, daß von den vier Söhnen des Namens und Stammes Raitz v. Frentz zur Stiftung zugelassen werden sollen zwei aus der Linie, die von des Testators verstorbenem Bruder Winand und dessen Sohn Arnold abstammt, und zwei aus der Linie, die vom verstorbenene Bruder Arnold und dessen beiden Söhnen Rudolf und Adolf herkommt, wird aus besonderen Gründen folgende Änderung ver-fügt: Die Deszendenten des genannten Adolf Raitz v. Frentz zu Martfeld ( Mattfelt) sollen aus der Fundation nur die Hälfte dessen erhalten, was den Nachkommen des Bruders Rudolf zu-steht. Die einbehaltene Hälfte geht an die Kirche in Quadrath zu dem im Testament verfügten Zwecken, und ein dann noch bestehender Überschuß verbleibt im Stiftungskapital. Sollten einmal die Einkünfte der Fundation nicht in erwartetem Umfang einkommen, behalten die Besitzer des Hauses Schlenderhan, solange wie möglich, die vollen Zuwendungen, während die Kürzungen zu einem Drittel von den Deszendenten des genannten Adolf und zu zwei Drittel von den Nachkommen des Rudolf hinzunehmen sind. Hinsichtlich der letzwilligen Bestimmung, nach der es bei der Teilung bleiben soll, durch die des Testators Kindteil an die Kinder seiner beiden Brüder kam, wird ergänzend verfügt, daß derjenige, der die Teilung nicht anerkennt, alle Anrechte daran verliert. Was zur Verbesserung des Hauses Schlenderhan angekauft werden kann, soll durch Kauf oder Tausch erworben werden, nämlich im Kirchspiel Bergheimerdorf und zu Quadrath, von der Tantelhecke bis zur Heide und weiter bis zum Dorf Oberaußem sowie an Büschen von Außem bis zum Laacher Weg und weiter bis zum Siechenhaus zu Ichendorf.Der Testator unterschreibt jede einzelene Seite und drückt am Ende sein Petschaft auf. Ferner unterschreiben und siegeln auf seine Bitte hin der jülische Vizekanzler Heinrich Walraf Gippenbusch und die Räte Dr. Heinrich Brückelmann, Betram v. Wevorden genannt Drove, Dr. Otto Heinrich Uwens, der pfalz-neuburgische Sekretär Wilhelm Velcker sowie der kaiserlich autorisierte Notar Peter Gans.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 165/2
Bemerkung : Ausf., Pap. 4 Bl. in Kasten 8



1640 Juli 31



Beschreibung : 1640 Juli 31 - SchlenderhanJohann Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Domprobst zu Lüttich und Probst zu St. Martin in Lüttich, pfalzneuburgisch jülich - und bergischer Geheimer Rat und gewesener Kanzler, be-zeugt,am gestrigen Tage vor Notar und Zeugen ein Testament errichtet und sich dabei ausdrücklich Nachträge vorbehalten zu haben, insbesondere wegen seiner Forderung an den verstorbenen Erzherzog Leopold v. Österreich, dem er 1500 Reichstl. bar vorgestreckt hatte, und wegen seiner Behausung zu Lüttich beim Kloster St. Lambert.Hiermit verfügt er, daß seine genannte Forderung dem Hause Schlenderhan zukommen soll. Das besagte Haus nebst allem Hausrat, soweit über diesen bis dahin nicht verfügt ist, soll sein Vetter Arnold Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Domherr zu Speyer und Lüttich, erhalten, der dafür innerhalb von sechs oder sieben Jahren nach dem Tode des Erblassers 2000 Reichstl. in die Fundation einzuzahlen hat.Falls sie Einkünfte der Fundation unglücklicherweise einmal nicht ausreichen würden, sollen die Besitzer und Deszendenten des Hauses Schlenderhan ungekürzt bleiben und Minderungen nur von den Nachkommen seines verstorbenen Bruders Arnold hinge-nommen werde.Wer von den Erben dem Testament widerspricht, wird von allen Rechten auf Güter des Erblassers wie der Fundation ausge-schlossen.Der Aussteller unterschreibt und drückt sein Petschaft auf; mit ihm unterschreiben als Zeugen Johann Adams und Johann Hambloch, Schöffen zu Bergheimerdorf, Nellis Mehl, Goßen Winckens und Johann Schumecher. Ferner unterschreibt und drückt sein Petschaft auf der kaiserlich approbierte Notar Johann Christoph Rösch.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 8
U 206/1
Bemerkung : Abschrift, Pap., beglaubigt in Kasten 8 und Abschrift (um 1812), Pap. in Kasten 29, Akte 6



1640 Juli 31



Beschreibung : 1640 Juli 31 - SchlenderhanJohann Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Domprobst zu Lüttich und Probst zu St. Martin in Lüttich, pfalzneuburgisch jülich - und bergischer Geheimer Rat und gewesener Kanzler, be-zeugt,am gestrigen Tage vor Notar und Zeugen ein Testament errichtet und sich dabei ausdrücklich Nachträge vorbehalten zu haben, insbesondere wegen seiner Forderung an den verstorbenen Erzherzog Leopold v. Österreich, dem er 1500 Reichstl. bar vorgestreckt hatte, und wegen seiner Behausung zu Lüttich beim Kloster St. Lambert.Hiermit verfügt er, daß seine genannte Forderung dem Hause Schlenderhan zukommen soll. Das besagte Haus nebst allem Hausrat, soweit über diesen bis dahin nicht verfügt ist, soll sein Vetter Arnold Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Domherr zu Speyer und Lüttich, erhalten, der dafür innerhalb von sechs oder sieben Jahren nach dem Tode des Erblassers 2000 Reichstl. in die Fundation einzuzahlen hat.Falls sie Einkünfte der Fundation unglücklicherweise einmal nicht ausreichen würden, sollen die Besitzer und Deszendenten des Hauses Schlenderhan ungekürzt bleiben und Minderungen nur von den Nachkommen seines verstorbenen Bruders Arnold hinge-nommen werde.Wer von den Erben dem Testament widerspricht, wird von allen Rechten auf Güter des Erblassers wie der Fundation ausge-schlossen.Der Aussteller unterschreibt und drückt sein Petschaft auf; mit ihm unterschreiben als Zeugen Johann Adams und Johann Hambloch, Schöffen zu Bergheimerdorf, Nellis Mehl, Goßen Winckens und Johann Schumecher. Ferner unterschreibt und drückt sein Petschaft auf der kaiserlich approbierte Notar Johann Christoph Rösch.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 8
U 206/2
Bemerkung : Abschrift (um 1812), Pap. in Kasten 29, Akte 6 und Ausf., Pap. in Kasten 8



1640 Juli 31



Beschreibung : SchlenderhanJohann Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Dompropst zu Lüttich und Propst an St. Martin ebenda, pfalzneuburgisch jülich-bergischer Geheimer Rat und vormaliger Kanzler, bezeugt, sich in seinem eigenhändigen Testament Nachträge vorbehalten zu haben. [Es folgen die gleichen Verfügungen zugunsten seines Elternhauses Schlenderhan und für einen Neubau dort wie im Testamentskodizill vom 19. März 1633. Der Aussteller unterschreibt und drückt sein Petschaft auf; mit ihm unterschreiben als Zeugen Johann Adams, Johann Hambloch, Nellis Mehl, Goßen Winckens und Johann Schomecher. Ferner unterschreibt und drückt sein Petschaft auf der kaiserlich approbierte Notar Johann Christoph Rösch.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 8
U 207/1
Bemerkung : Abschr., Pap., beglaubigt 1. am Ausstellungstag durch vorgenannten Notar 2. Köln, den 10. Sept. 1641, durch Bürgermeister und Rat der Stadt mit dem stätischen Sekretsiegel (abgefallen) in Kasten 8Entwurf (Pap.), in den zuerst als Datum der 19. Mai 1633 - nachträglich ! - eingetragen und der dann auf dem 31. Juli 1640 umdatiert wurde in Kasten 37weitere Ausf. in Kasten 29, Akte 6



1640 Juli 31



Beschreibung : SchlenderhanJohann Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Dompropst zu Lüttich und Propst an St. Martin ebenda, pfalzneuburgisch jülich-bergischer Geheimer Rat und vormaliger Kanzler, bezeugt, sich in seinem eigenhändigen Testament Nachträge vorbehalten zu haben. [Es folgen die gleichen Verfügungen zugunsten seines Elternhauses Schlenderhan und für einen Neubau dort wie im Testamentskodizill vom 19. März 1633. Der Aussteller unterschreibt und drückt sein Petschaft auf; mit ihm unterschreiben als Zeugen Johann Adams, Johann Hambloch, Nellis Mehl, Goßen Winckens und Johann Schomecher. Ferner unterschreibt und drückt sein Petschaft auf der kaiserlich approbierte Notar Johann Christoph Rösch.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 8
U 207/2
Bemerkung : Ausf., Pap. in Kasten 8Entwurf (Pap.), in den zuerst als Datum der 19. Mai 1633 - nachträglich ! - eingetragen und der dann auf dem 31. Juli 1640 umdatiert wurde in Kasten 37weitere Ausf. in Kasten 29, Akte 6



1642 Februar 8



Beschreibung : KölnMargarete geb. v. Rolshausen, Witwe v. Lützerode (- rath) zu Clarenbeck und Forst, für sich und ihren minderjährigen Sohn Johann Reinhard v. Lützerode, Adolf v. Lützerode, kurfürstlicher Kämmerer und Rat, und seine Brüder Christoph und Johann Franz v. Lützerode, beide Deutschordens-Ritter, verkaufen an Elisabeth geb. v. Wambach, Witwe Raitz v. Frentz, ihre nachfolgend spezifizierten und in ihrer Lage genau beschriebenen Wiesen und Ländereien bei Quadrath, nämlich eine Kamp auf dem Raderfeld, der u.a. begrenzt wird von Land des Junkers Frentz zu Fliesteden und der Erben des Schultheißen zu Kenten und der vom Landmesser Gelissen auf neun Morgen und 28 Ruten gemessen wurde, sodann eine Wiese neben der verfallenen Mühle mir drei kleinen Kämpen, laut genanntem Landmesser sechseinhalb Morgen und 36 Ruten groß, ferner ihre an verschiedenen Stellen gelegenen Zehntwiesen von insgesamt 161 ¿ Morgen, die aus dem adeligen Hause Hall herrühren. Die Verkäufer quittieren den Erhalt der Kaufsumme, für die der Morgen mit 90 kölnischen Talern zu je 52 Albus bewertet wurde, übertragen die Objekte und geloben Währschaft. Verhandelt ... binnen ... Collen, im Stommeler Hof aufm Büchel genantNeben den Ausstellern, von denen Johann Franz v. Lützerode sich durch seinen bevollmächtigten Bruder Adolf vertreten läßt, unterschreiben und siegeln Hermann v. Hanxler ( Hanseler), fürstlich jülichscher Kämmerer und Stallmeister, Herr zu Setterich, Herstal und Reuschenberg, Amtmann zu Bergheim, Adolf Raitz v. Frentz zu Gustorf und Crato Bertrams, Vogt des Amtes Bergheim.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 8
U227/1
Bemerkung : Abschrift durch den Notar Matthias Weipeler, Papier in Kasten 10Abschrift (18. Jh.), Papier, unbeglaubigt in Kasten 11Ausf. Perg. in Kasten xxx



1643 Oktober 14



Beschreibung : KoblenzVor dem ausfertigenden Notar und den am Ende benannten Zeugen erscheint in der Kanonikerwohnung des Nikolaus Machus, Sängers an St. Kastor zu Koblenz, Heinrich Freiherr v. Metternich, kaiserlicher Obrist und kurbayerischer Rat und Kämmerer, mit seiner Ehefrau Barbara Elisabeth Metsch von Brunn, sodann für seine Exellenz Johann Feiherrn v. Werth, Erbburggrafen des Erzstiftes Köln, Herrn zu Odenkirchen und Rodenstein, kaiserlichen bzw. kurbayerischen Kämmerer, Kriegsrat, General der Kavallerie und Obristen zu Pferd wie zu Fuß, als dessen bevollmächtigter Herr Peter Hompesch. Die Erschienenen erklären, daß Freiherr v. Metternich seine Herrschaft Grombach dem Freiherrn v. Werth entsprechend einem zwischen ihnen vereinbarten Kaufvertrag überlassen und nun lediglich noch Auflassung und Verzicht zu erklären habe. Obrist v.Metternich und seine Ehefrau, deren Wittum auf besagte Herrschaft verschrieben war, lassen hiermit die Herrrschaft auf, verzichten erblich und setzen den Käufer in Besitz. Sie beauftragen den edlen und hochgelehrten Herrn Dr. jur. Salomon Pleickner, Geheimen Rat beim kurbayerischen Regiment zu Heidelberg, am Orte die Anerbung zu vollziehen, insbesondere die Diener und Untertanen der Herrschaft von ihrem Eid zu entpflichten.Die Richtigkeit bezeugt im Beisein der Zeugen Peter Nickenich und Gerhard Scholle der kaiserlich wie päpstlich autorisierte Notar und Stadtschreiber zu Koblenz Heimundus Schwan, der unterschreibt, sein Petschaft aufdrückt und sein Signet zufügt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 241



1644 Juni 2



Beschreibung : BurtscheidAdam Wilhelm Schellart v. Obbendorf, Herr zu Gürzenich und Erbvogt zu Lontzen, ehelicher Sohn des verstorbenen Adam Wilhelm Schellart v. Obbendorf, Freiherren zu Dorrenwerth (Durwerd) und Herrn zu Gürzenich, und der Anna Sophia v. Boedberg, beredet die Ehe mit Maria Elisabeth, Tochter des verstorbenen Arnold Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, fürstlich jülichschen Kämmerers, Hofmeisters, Landkommissars und Amtmanns zu Bergheim, und der Elisabeth v. Wambach zur Wammen aus dem Hause Kleinenbroich. Die Ehe soll nach katholischem Ritus eingesegnet werden. Die Mitgift der Braut wird im Hinblick auf die Tatsache, daß die Mutter noch das Leibzuchtsrecht an den vom Vater hinterlassenen Gütern hat, auf 11.000 Reichstl. festgesetzt. Davon sind 1.000 Reichstl. binnen eines Jahres bar auszuzahlen; 7.000 Reichstl. sind, solange die Mutter lebt, mit jährlich 200 Reichstl. zu verzinsen bzw. mit 250 Reichstl., sobald sich die jetzt sehr beschwerlichen Zeiten bessern, und die übrigen 3.000 Reichstl. sollen den künftigen Eheleuten aus einer Forderung zukommen, die noch zugunsten der Mutter beim Herzog zu Jülich aussteht. Außerdem erhält die Braut zu ihrer Aussteuer 500 Reichstl., wobei das in Abzug kommt, was sie an Schmuck und Kleidung erhalten wird. Vom Erbe ihrer Eltern und Brüder soll sie damit abgefunden sein. Sofern ihr Kindteil größer sein sollte als ihre Mitgift, geht der Überschuß an ihre Brüder Arnold Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Domherrn zu Speyer und Lüttich, und Winand Raitz v. Frentz zu Schlenderhan. Falls allerdings ihr jüngster Bruder Winand ohne eheliche Leibeserben stirbt, stehen ihr aus den elterlichen Hinterlassenschaften weitere 1.000 Reichstl. zu, und falls beide Brüder kinderlos sterben, gilt ihr Erbverzicht als nicht erfolgt. Frei verfügen kann sie zudem über alles, was ihr aus der Disposition des Dompropstes von Lüttich jetzt zusteht oder künftig zukommen mag. Der Bräutigam will in die Ehe einbringen Haus, Herrschaft und Güter zu Gürzenich, wie ihm dies durch Disposition seines Vaters zufiel; diese Güter hat der älteste Bruder, Feiherr zu Dorrenwerth, laut Disposition aus den holländischen Gütern von allen Lasten zu befreien. Ferner bringt er ein, was ihm sein Oheim Friedrich Schellart v. Obbendorf, Herr zu Müggenhausen, testamentarisch an Gütern vermacht hat, nämlich Erbvogtei, Haus und zugehörige Höfe zu Lontzen, ferner das adelige Lehen mit seiner Gerechtigkeit zu Vycamprée sowie alle sonstigen Güter und Ansprüch. Falls der künftige Ehemann vor seiner Frau stirbt und gemeinsame Kinder hinterbleiben, behält sie das Leibzuchtsrecht an allen Gütern. Sollte sie allerdings nicht mit ihren Kindern wohnen und leben wollen, verbleibt ihr während ihres Witwenstandes Herrschaft und Haus Gürzenich mit allen zugehörigen Gütern, dazu die bewegliche Habe sowie Schmuck und Kleidung. Sollte sie sich wiederverheiraten, steht ihr ein Drittel des von ihr eingebrachten Heiratsgutes zu und ein Dritttel von der Hälfte der während der Ehe erworbenen und der beweglichen Güter, wobei jedoch Pferde, Waffen, Munition und was sonst zu Wehr und Mannschaft gehört, sowie alle jetzt vorhandenen Tapisserien bei den jeweiligen Häusern verbleiben müssen. Weitere Dispositionen gelten den Fällen, daß er als Witwer mit Kindern hinterbleibt, daß er eine weiterer Ehe eingeht oder daß die jetzt vereinbarte Ehe kinderlos bleibt.Neben den Brautleuten unterschreiben die beiderseitigen Ver-wandten und Freunde, nämlich einerseits Wilhelm Schellart v. Obbendorf, Johann v. Goltstein, Scholaster zu Aachen, Wilhelm v. Goltstein zu Breil und Heinrich Theobald v. Eynatten, Dechant zu Aachen, bzw. andererseits die Mutter der Braut sowie Arnold Raitz v. Fentz zu Schlenderhan.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 8
U 247/1
Bemerkung : Abschrift (um 1812), Pap. in Kasten 29, Akte 6



1647 Januar 12



Beschreibung : Den HaagRitterschaft, Edle und Städte von Holland und Westfriesland belehnen Junker Winand Raitz v. Frentz zu Schlenderhan (- heim) erblich mit dem Gut Kleinenbroich im Amt Liedberg (Lydtburch) und Stift Köln, dem Personat der Kirche zu Büttgen ( Buyt- ) und allen anderen zugehörigen Benefizien und Offizien, wie es ihm durch den Tod seiner Mutter Elisabeth v. Wambach zugefallen ist. Für das Erblehen sind im Belehnungsfall zehn Karlsgulden zu entrichten und als Heergewäte ein roter Sperber oder zehn Stüber. Den Lehnseid hat für den Belehnten geleistet Heinrich Vorburch, dem er am 29. Mai 1545 dazu eine schriftliche Vollmacht erteilte, deren Übersetzung aus dem Hochdeutschen ins Niederländische mit der Belehnung selbst ins Lehnregister von Holland eingetragen wurde durch Herrn Jakob Cats, Ritter, Ratssyndikus ( Raedt Pensionaris) und Großsiegelbewahrer. Anwesend waren die Lehnsmannen von Holland Emund Brand, Lehnsschreiber ( greffier), Matthias Havius und der öffentliche Notar David Vinck.Das große Siegel wird, wie gewöhnlich, angehängt, und es unterschreibt der genannte Ratssyndikus.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 267



1650 Mai 24



Beschreibung : Burtscheid Adam Wilhelm Frh. Schellart v. Obbendorf, Herr zu Gürzenich und Lontzen, als Ehevogt seiner Frau Maria Elisabeth geb. Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, vergleicht sich mit seinem Schwager Winand Frh. v. Frentz zu Schlenderhan und dessen Ehefrau Lambertina Irmgard, Herrn und Frau zu Odenkirchen. Die Eheleute v. Frentz sollen ihrem Schwager binnen zwei Monaten in bar alle Zinsen zahlen, die von den in der Eheberedung zugesagten 8000 Reichstl. rückständig blieben und die sich nach Abzug der zu verschiedenen Malen gezahlten ins-gesamt 500 Rtl. auf 680 Rtl. belaufen. Ebenso sollen in der gleichen Frist gezahlt werden 1000 Rtl. vom Kapital und die 200 Rtl., die von den im Heiratsvertrag versprochenen 500 Rtl. für die Aussteuer rückständig sind. Die noch aus-stehenden 7000 Rtl. sind in den folgenden sechs Jahren mit 350 Rtl. jährlich zu verzinsen. Das Kapital ist spätestens nach besagten sechs Jahren in bar zu zahlen; Haus Schlenderhan und alle anderen Güter stehen dafür zu Unterpfand. Sollte die Freifrau v. Bönninghausen ( Bun-) innerhalb der sechs Jahre sterben, gehen die 5000 Rtl., die der Herr zu Odenkirchen auf Gürzenich stehen hat, von den 7000 Rtl. ab, und es sind nur noch die restlichen 2000 Rtl. zu verzinsen. Die Eheleute Schellart sind ansonsten verpflichtet, sechs Monate nach Tod ihrer Mutter bzw. Schwiegermutter Sophia Freifrau v. Bönninghausen den Eheleuten zu Odenkirchen die auf die Gürzenicher Güter verschriebenen 5000 Rtl. gegen Herausgabe der Originalverschreibung auf Gürzenich und Palant bar zu erlegen. Im übrigen bleibt es bei den Vereinbarungen der Heiratsverschreibung.Beide Ehepaare unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf, ferner als Zeuge Arnold Frh. v. Frentz, Domherr zu Lüttich.Es folgt auf Seite 3:1650 August 4 - OdenkirchenDie Eheleute Schellart bestätigen, von den Eheleuten v. Frentz 2880 Rtl. erhalten zu haben. Sie unter-schreiben und drücken ihre Petschaften auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 8
U 282/2
Bemerkung : Ausf., Papier in Kasten 4



1652 Januar 2



Beschreibung : Engelbert v. Scheidt genannt Weschpfennig, pfalzneuburgischer Landhauptmann im Oberquartier des Fürstentums Berg, vergleicht sich mit seinem Schwager Johann v. Lünick (Liennigk) zu Niederpleis, pfalzneuburgischem Amtmann zu Monheim und bergischem Rittmeister, für sich und seine Kinder erster Ehe wegen der durch seine Ehepakten begründeten Forderungen. Johann v. Lüninck erklärt sich bereit, 300 Reichstl. zu zahlen und die Wiese am Teich ( Dieck) seinem Schwager auf Lebenszeit zu überlassen. Von den 300 Reichstl. soll jede der vier Töchter Weschpfennigs 75 Reichstl. erhalten. Weil aber die Eheleute Walraf Reinhard v. Gevertzhaen und Katharina Felizitas gesamte Ernte bei Attenbach durch Hagelschlag verloren, sind ihnen vorab 100 Reichstl. auszuzahlen mit der Auflage, demnächst den drei Schwägerinnen bzw. Schwestern 25 Reichstl. zurückzugeben. Der Vertrag tritt außer Kraft, wenn v. Lüninck nicht binnen Jahresfrist alle Zahlungen geleistet hat.Die beiden Ausfertigungen werden unterschrieben und durch Aufdrücken der Petschaften bekräftigt von beiden Vertragsschließenden, den Eheleuten v. Geverthaen sowie den Schwestern Anna Katharina, ... hier ist angemerkt, es sei vor der Unterschrift der Arnolda Gisela ein Freiraum für die bei Vetragsabschluß abwesende Anna Margarethe v. Scheid genannt Weschpfennig, Ehefrau v. Neuhof genannt Ley zu Badinghagen, gelassen worden, und Arnolda Gisela v. Scheid genannt Weschpfennig.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 8
U 300/2
Bemerkung : Ausf., Pap. in Kasten 32Abschr. (1. Hälfte des 18. Jhs.), Pap. in Kasten 32



1652 September



Beschreibung : Haus BenninghovenElisabeth v. Schell, geborene Tochter zu Benninghoven erklärt ihren letzten Willen und hebt ein früheres Testament auf. 1) Ihrem Bruder Adolf v. Schell sollen die Zinsen 300 beim Amt Hörde angelegten Reichstl. auf Lebenszeit zustehen. 2) Ihr Schwager Stampa erbt aus ihrer Hinterlassenschaft einen Goldring mit Diamanten, einen Goldring mit einem Rubin und drei Goldgl. 3) Ihres Bruders Ehefrau Anna v. ... bekommt ihren Leidener Taft - (armosinen) Rock samt Unterrock, zwei Silberbecher ohne Deckel und ein Leibchen. 4) Die Ehefrau Katharina v. Bueren ihres Neffen Schell erhält den gewürfelten Rock samt Unterrock, den Nachtrock, den Reisemantel, zwei seidene Leibchen und ihre Kopfbedeckungen (biertschafft uffs heuptt), wenn sie möchte - ansonsten kann es unter die Freunde aufgeteilt werden - , dazu alles Leinen zu Benninghoven und alle Leibwäsche. 5) Die Ehefrau ihres Neffen Engelbert von der Leyen erbt den guten Seidenrock samt Unterrock; das Leinen zu Wesel soll sie mit ihrer Tochter Agnes Elisabeth teilen. Ferner erhält sie einen silbernen Becher ( Kopf) mit einem Silberlöffel, ein Armband von Hirschhorn ( Elendt) mit Goldfassung und ein Armband von Korallen (so ein köstlicher stein ist). 6) Die Frau von Eibach (Ebach), Tochter ihrer Schwester, bekommt ein in Gold gefaßtes Blutsteinarmband und ein vergoldetes Stövchen (stöpgen) ohne Deckel. 7) Christoph Friedrich v. Schell zu Benninghoven, ihres Bruders Sohn, erbt ihr Guthaben am Rupingshof entsprechend dem Anerkenntnis de dato Philipp ... 1618, einen holländischen Koffer, einen Schublandenschrank ( cabinet), eine Alabasterflasche mit silbernem Verschluß, und im übrigen ist er an ihrem Nachlaß anteilig berechtigt. 8) Dem Neffen Kaspar Christoph von der Leyen fallen zu 250 Reichstl., ein großer Silberbecher, ein Bett mit Deckbett, Kissen und Unterkissen, wie dies von ihrer verstorbenen Schwester genutzt wurde, die grünen Seidengardinen, zwei Stühle, fünf paar Bettlaken, zwei Paar Kissenbezüge, zwei Tücher zum Abtrocknen (Waßertwelpen) und das sehr große ein wenig grobe Tischtuch. Einen Stamm auf dem Claußenberge soll er sich mit ihrem Neffen Engelbert von der Leyen teilen. 9) Ihr Neffe Engelbert von der Leyen kann die 100 Reichstl. behalten, die seine Mutter, ihre verstorbene Schwester, vom Kloster empfing ohne sie an den Zinsen zu beteiligen, und auch die 100 Reichstl., die ihre verstorbene Schwester empfing, als sie zum letzen Mal ins Klevische reiste. Er erhält ferner einen vergoldeten dreikantigen Becher, ein vergoldetes Stövchen mit Deckel, zwei der besten Tischtücher, zwei Dutzend Servietten und vier Tücher zum Abtrocknen. 10) Ihr Neffe Ernst Ludwig v. Stampa, den sie bei der Taufe hielt, soll, wenn er sich adelig verheiratet, 200 Reichstl. erhalten, die bedruckten Gardinen, die zwei größten Silberbecher, fünf Paar Bettlaken, vier Paar Kissenbezüge, zwei gemusterte Tischtücher, zwei Dutzend Servietten, zwei Tücher zum Abtrocknen und die zwei Stück Tuch sowie die anderen Sachen, die sich zu Bentheim befinden. Sollte Ernst Ludwig eine Mißheirat eingehen oder ohne Leibeserben sterben, geht das aufgeführte Erbe an die Tochter Agnes Katharina ihres Neffen v. Schell zu Beninghoven. 11) Des Herrn zu Eibach ältester Sohn, dem sie bei der Taufe Patin war, erhält 100 Reichstl. und eine Medaille. Mehr kann sie ihm nicht zuwenden, weil sie von ihrer verstobenen Schwester keine Zinsen erhielt. 12) Die schon genannte Tochter Agnes Katharina ihres Neffen Christoph Friedrich v.Schell zu Benninghoven erhält aus dem Sterbefall zu Unna 100 Reichstl., obwohl man ihr, der Erblasserin, die davon versprochenen Zinsen nicht zahlte. Ferner erhält sie einen silbernen Kamm, einen vergoldeten Silberbecher mit Deckel und einen kleinen Silberbecher, wie solches sich zu Dortmund finden wird, fünf Silberlöffel, zwei silberne Salzfäßchen und den silbernen Wasserkrug ( Lampet), wie sich diese Gegenstände in Wesel befinden, sechs Paar Bettücher ein Stück Stolper Kleintuch für Kissenbezüge von mehr als 50 Ellen Länge, wovon Agnes Elisabeth von der Leyen eine Hälfte abbekommen soll, weiterhin ein drei Ellen breites Biltwerck aus Damast und von der Kemmer zu Benninghoven das Bett mit Zubehör, die Gardinen, den Tisch und die Stühle, auch alles, was dort im Schubladenschrank und im Nachtkoffer zu finden sein wird. Außerdem erbt sie den Unterrock aus Kamelhaar ( camelotten) mit den seidenen und goldenen Kanten, ferner das goldgefaßte Kristallgefäß aus dem schwarzen Schubladenschrank, alles Zinnzeug, den holländischen Koffer mit Schubfach ( ußtrechsell), den Behälter mit den Diamanten, ein Stück Drell von 50 Ellen und, weil zur silbernen Waschschüssel die Kanne fehlt, zur Anschaffung 100 holländische Gulden. 13) Die Tochter Agnes Elisabeth ihres Neffen Engelbert von der Leyen, die sie bei der Taufe hielt, soll die 300 Reichstl. haben, die von ihr, der Ausstellerin, durch Obligationen beim Amt Hörde angelegt wurden, und weitere 100 von den 800 Reichstl., die beim Amt Hörde ausstehen. Sodann sollen ihr zufallen eine vergoldete Tasse mit einem vergoldeten Löffel, zwei Silberbecher mit Deckel, ein halbes Dutzend langstieliger Silberlöffel, das Silber auf dem Nachttisch, nämlich zwei Puderdosen, zwei Leuchter, ferner ein neuer Bettbezug, zwei Seidenkissen mit blauen Streifen, eine Decke, ein Tischtuch mit goldenen Streifen, ein Bettumhang aus schwarzem Samt mit Goldgrund, sechs Paar Laken, ein halbes Stück Kleintuch für Kissenbezüge, ein sehr schönes und besonders langes Tischtuch mit Fransen. Was in der Truhe mit zwei Wappen gefunden wird, soll sie sich mit Agnes Katharina v. Schell hälftig teilen. Agnes Elisabeth erhält außerdem den Hausrat, der sich in der Eichenkiste befindet, den neuen Was-serkrug, den schwarzen Schubladenschrank, auch das weiße Damastjäckchen ( camesoil). Des weitern erbt sie das Haus der Erblasserin und die Kühe und Ziegen, außerdem die von ihr selbst genähten Gardinen und den Inhalt des Schubladen-schranks außer dem Korallenarmband und dem in Gold gefaßten Becher, die der Agnes Katharina v. Schell vermacht sind, mit der sie sich die Perlen und ein Stück Damast teilen soll. 14) Was sich in den beiden schwarzen Koffern befindet sollen sich die Nichten Agnes Katharina v. Schell und Agnes Elisabeth von der Leyen teilen, wobei Letzterer die goldne Kette zukommt. 15) Die ungemusterten Tischtücher, die Flaschen, Gerätschaften und Kleider wie auch die Medizinbücher sollen sich die Brüder Kaspar Christoph und Engelbert von der Leyen teilen. 16) Das Söhnchen ihres Schwagers, des Anwalts Omphal, das sie bei der Taufe hielt, bekommt drei Rosenobel. 17) Ihres verstorbenen Bruders Tochter, die Neyertasche, soll 30 Reichstl. haben, den langen Mantel ( Tappert), die Alltagskleider (durch den tags Kleider), den weißen Rock und zwei Leibchen, sodann von groben Leinen drei Teile an Tisch- und Trockentüchern, weil sie es sehr nötig hat. 18) An die Kirche und an die Armen zu Wellinghofen sind aus ihrer Hinterlassenschaft je 13 Reichstl. zu geben. 19) Der Magd Katharina, die ihr während ihrer Krankheit aufgewartet hat, ist ein gutes Trauerkleid zu geben, und sie erhält ein Paar Bettücher. 20) Das Mädchen Elisabeth, das sie bei der Taufe hielt und das ihr oft zur Hand ging, wird mit zehn Reichstl. bedacht. 21) Weil ihre Nichte v. Schell das Töchterchen des Buttinghausen zu Hörde bei der Taufe hielt und es nach ihrer verstorbenene Schwester Beatrix nennen ließ, soll diese Beatrix zum Andenken zwei Rosenobel für einen goldenen Ring erhalten. 22) Was sich über das hinaus finden wird, was von ihr im einzelnen aufgeführt und vermacht ist, soll gleichmäßig aufgeteilt werden. Nachträgliche Zusätze und Änderungen behält sich die Testatorin vor. Das Begräbnis soll ohne Pomp ausgerichtet werden, und die Kosten sind aus ihrer Barschft zu bestreiten. Zu Testamentsvollstreckern werden bestellt Herr Georg v. Neuhof genannt Ley zu Ermelinghofen und Gabel Buttinghausen zu Hörd.Die Ausstellerin unterschreibt, und auf ihre Bitte hin unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf als Zeugen: Friedrich Wilhelm von der Goy (im Schild eine gestürzte Spitze; neben der Helmzier, einem Flug, die Initialen: F W V D G), Gabel Buttinghausen (im Schild je 2 vom Schildfuß aus nach links und rechts aufsteigende Leisten, darüber ein Balken, über diesem ein Stern; als Helmzier ein Stern zwischen Flügeln, daneben die Initialen G und B), Johann Berghoff junior (im Schild oben 1:2 Kugeln, darunter ein Zweig; über dem Schild - ohne Zier - die Initialen I und B), Adam Wilhelm Kip (Hausmarke in Art eines Hakenkreuzes, an dessen Querbalken die Abwinkelungen fehlen; seitlich die Buchstaben S bzw. T, unter letzerem ein Stern), Wilhelm van der Heide (Hausmarke, beschädigt), Albert them Berge (stark beschädigt, nur der Großbuchstabe A noch zu erkennen) und Ebert Freitmann (hier der gleiche Abdruck wie bei Buttinghaus, beschädigt).
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 309



1654 Januar 17



Beschreibung : SchenderhanWinand Hieronymus Raitz v. Frentz, Herr zu Odenkirchen, und seine Ehefrau Lambertine geb. v. Werth ( Wirdth) verpachten ihren in Kleinenboich gelegenen Haushof auf zwölf Jahre an Gottfried Nolteß und dessen Frau Katharina Laußen gegen jährlich 60 Malter Roggen, 50 Malter Hafer, sechs Pfund Zucker, ein Lamm, einen Hammel, 16 Taler, ein Pfund Pfeffer, ein Pfund Ingwer und 16 Stein Flachs. Für die ersten sechs Pachtjahre, nach denen ein Rücktritt möglich ist, werden den Pächtern wegen der notwendigen Besserungen 25 Malter Hafer nachgelassen. Das Haus ist, sobald es baulich wieder hergerichtet ist, in gutem Stand zu halten, und wenn die Verpächter demnächst Scheune und Schafstall neu errichten lassen, haben die Pächter aus ihren Mitteln die Bauarbeiter mit Speise und Trank zu versorgen. Die Pacht ist auf die Burg zu Schlenderhan zu liefern. Bei Mißwuchs, Hagelschlag und anderem Unglück wird den Pächtern ein Nachlaß in solcher Höhe gewährt, wie ihn die benachbarten Herrschaft gewähren. Verursachen die Pächter, deren Kinder oder Dienstboten einen Brandschaden, so haften die Pächter mit ihrem gesamten Hab und Gut.Die Aussteller unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf; für die Pächter, die des Schreibens unkundig sind, unterschreibt der ausfertigende [ungenannte] Notar.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 323



1657 Oktober 3



Beschreibung : NeußElisabeth Margarete von Bernsau, Äbtissin des hochadeligen freiweltlichen Stifts St. Quirin in Neuß, belehnt Johann Georg Kermeyer / Kremeyer als Bevollmächtigten des Winand Freiherrn v. Frentz, Herrn zu Odenkirchen, mit dem Schenkenamt der Abtei, nachdem genannter Freiherr bereits von der verstorbenen Vorgängerin Adelheid Irmgard v. Eyll belehnt worden war und nun um Neubelehnung gebeten hatte.Die Ausstellerin hängt das große Abteisiegel an im Beisein ihrer Lehnsmannen Dr. med. Ludwig Henesey und Johann Jordans, stiftischem Schultheiß.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 347



1662 September 4



Beschreibung : SchlenderhanWinand Hieronymus Freiherr Raitz v. Frentz, Herr zu Schlenderhall, Odenkirchen, Grombach, Kleinenbroich und Kellenberg, Erbburggraf des Erzstifts Köln sowie pfalzneuburgischer Kämmerer und Amtmann zu Bergheim, läßt seinen lebensgefährlich erkrankten Buschförster Winand Schütz, der 24 Jahre lang die Büsche des freien Sitzes Schlenderhall gehütet hat, notariell über die Grenzen der zu Schlenderhan gehörigen Erbbüsche befragen. Der Förster macht genaue Angaben über 13 verschiedene Buschparzellen, gibt. z.T. die Lage der Grenzsteine an und z.T. die Größe; an Büschen werden, durchweg als Anlieger, genannt: Zopshover Busch, Gasters Büsche, Hertzigs Hau, Busch von Johann und Cordula, Brauweiler Busch, Klautenbusch, Busch der Klarissen, Asperschlager Busch, Kroschenbusch, Knixbusch und Oberaußemer Busch; an Flurnamen kommen u.a. vor: Hasenwinkel, Scheiffarts Land, Hasselbroich, im Schall, am Vogelskorb, Tantelhecke und Thorrer Wachthaus. Bei der Aussage waren als Zeugen anwesend: Peter Schomacher, Werner Unverdorben, Statius Kemmerling und Heinrich Zehnpfennig.Instrument des Johann Wilhelm Münster, durch kaiserliche Autorisation öffentlichen und bei der kurkölnischen wie pfalzneuburgischen Hofkanzlei, auch bei der Reichsstadt Köln approbierten Notars.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 390



1669 Januar 24



Beschreibung : BonnMaximilian Heinrich, Erzbischof und Kurfürst zu Köln, Herzog in Bayern usw. bekundet: obwohl er Ursache habe, diejenigen, die ihre Güter unter die adeligen Sitze gerechnet haben wollen, aber die Beweise bis zum dazu festgesetzten Termin nicht eingebracht haben, mit ihrem Ersuchen auf Dauer abzuweisen, wird hiermit allen Prätendenten der 11. März des lfd. J.s als letzter Termin gesetzt, ihre Qualifikationsnachweise für adelige Sitze formgerecht und in doppelter Ausfertigung vorzulegen samt gerichtlicher Spezifikation der im Jahre 1599 zugehörig gewesenen und auch jetzt noch zugehörigen Pertinenzen an Äckern, Wiesen, Weiden, Baum- und Weingärten sowie Mühlen und mit der Angabe, was davon in andere Ämter oder Botmäßigkeiten übergreift. Liegen entsprechende Nachweise an besagtem Termin nicht vor, werden die betreffenden Güter in gemeinen Anschlag gebracht.Der Aussteller unterschreibt und läßt siegeln; mitunterschrieben: Buschmann [kurkölnischer Kanzler].Darunter: 1669 Januar 24- Bonn: Maximilian Heinrich, Kurfürst zu Köln, Herzog in Bayern usw. bekundet, bei der jetzigen Konsultation mit den Deputierten der erzstiftischen Landstände habe er festgestellt, daß die Pertinenzen mehrerer adeliger Sitze trotz der ergangenen Anordnung bisher noch nicht vermessen und verzeichnet sind und sich dadurch die Prüfung verzögert. Allen betreffenden Besitzern wird hiermit befohlen, die Vermessung, dem Edikt entsprechend, im Beisein der örtlichen Beamten und Gerichtspersonen alsbald auf ihre Kosten durchführen zu lassen und die ordnungsgemäße Spezifikation am 11. März d.J.s vorzulegen. Anderenfalls werden die in Frage kommenden Güter in gemeinen und völligen Anschlag genommen.Der Aussteller unterschreibt und läßt sein Sekretsiegel aufdrücken; mitunterschreiben: Buschmann [kurkölnischer Kanzler].
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 515



1672 Juni 11



Beschreibung : WienKaiser Leopold, König in Ungarn und Bömen, usw., teilt dem Wenzel, in Schlesien Herzog zu Sagan, regierenden Fürsten des Hauses Lobkowitz, gefürsteten Grafen zu Sternberg, Herrn zu Chlumetz und Raudnitz an der Elbe, Ritter vom Goldenenen Vlies, seinem Geheimen Rat, Obersten Hofmeister und Obersten Hauptmann, sowie den Direktoren, Kanzler und Räten seines Oberamtes in Ober- und Niederschlesien mit, er habe dem Winand Hieronymus Freiherrn v. Frentz ( Frens) und all seinen ehelichen Nachkommen beiderlei Geschlechts das Inkolat für das Königreich Böhmen und die inkorporierten Länder erteilt und den Genannten beauftragt, seiner Erbhuldigungspflicht vor dem königlichen Statthalter in Prag nachzukommen. Er befiehlt hiermit, Freiherrn v. Frentz und seinen Nachkommen die ihnen als Landsleuten des Herzogtums Schlesien zustehenden Rechte zukommen zu lassen.Mit dem Aussteller unterschreiben Johann Hartwig v. Nostiz, Kanzler, und Adolf Wratislaw Graf v. Sternberg.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 546



1673 Februar 23



Beschreibung : Auf Ersuchen der Freifrau Lambertine Irmgard v. Frentz zu Schlenderhan geb. Freiin de Werth bezeugt Herr Johann Dietrich v. Kotzhausen, Schultheiß zu Kinzweiler im Lande Jülich: Er habe beim verstorbenen Schwiegervater genannter Freifrau, dem damaligen Besitzer des Rittersitzes Schlenderhan Arnold Freiherrn v. Frentz, einige Jahre als Sekretär gedient und gewohnt, und zwar von etwa 1632 an bis zu dessen Tod anno 1636. Während dieser Zeit sei er viele Male in den Büschen bei Schlenderhan mit anderen Bediensteten, insbesondere mit einem oberdeutschen Jäger namens Hans Neydich, auf die grobe und kleine Jagd gegangen. Man habe dabei großes und kleines Wild gefangen und geschossen und auch mit Hunden gejagd. Einmal habe der Jäger Neydich nahe der Tantelhecke einen Hirsch angeschossen, bei der Verfolgung habe er, der Aussagende, das Tier mit einem zweiten Schuß am Hals getroffen, und der Jäger habe den dann angreifenden Hirsch mit einem dritten Schuß erlegt und ihn später mit einer Karre abgeholt. An eben diesem Ort, so sei ihm vom Jäger oft erzählt worden, habe dieser mehrere Wildschweine erlegt, und zwar bereits viele Jahre früher; Neydich sei damals bereits ungefähr 50 Jahre alt gewesen. Auch habe man damals auf der Bethlehemer Heide ohne Widerspruch von irgendeiner Seite Krammetsvögel gefangen; der mehrgenannte Jäger habe bisweilen eine große Anzahl Krammetsvögel mit aufs Haus Schlenderhan gebracht.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 549



1678 Februar 22



Beschreibung : Peter Wever, kurfürstlich brandenburgischer Richter zu Meinerzhagen, bekundet, Kaspar Christoph v. Neuhof gen. Ley, Herr zu Listringhausen und Erbfolger des verstorbenen brandenburgisch-klevischen und märkischen Amtskammerrats Friedrich v, Neuhof gen. Ley, habe ihm mitgeteilt, daß das halbe, Donners Hammer genannte Hammerwerk bei Niederbadinghausen durch Kirchmeister und Ratsleute zu Meinerzhagen dem genannten Friedrich v. Neuhof gen. Ley am 26. Oktober 1644 eingeräumt und von ihm selbst durch einen erneuten Kauf am 25. März 1672 erworben wurde. Laut Angabe des besagten Kaufbriefs war der Hammer 1593 von den Kirchmeistern dem verstorbenen Pantel Lütger in Erbpacht gegeben worden; infolge des Krieges waren dann aber Gebäude, Teich und Wassergraben ruiniert worden, und es war nur noch ein wüster Platz geblieben. Mit Zustimmung der einzigen Tochter des verstorbenen Friedrich Donner namens Gertrud und mit Bewilligung ihrer Vormünder wie ihres Stiefvaters Johann Mencken war der Hammer dem genannten Amtskammerpräsidenten erblich überlassen worden und nun ihm als dessen ältestem Sohn zugefallen. Eben diesen Hammer habe er jetzt den Eheleuten Peter Neuhaus und Ursula erblich verkauft und die ungenannte Kaufsumme erhalten. Die Käufer haben die Verpflichtung übernommen, jedes Jahr auf St. Martin den jeweiligen Kirchmeistern den Erbpachtzins zur Hälfte zu entrichten, nämlich fünf Blaumüser. Der Verkäufer hat Währschaft gelobt und Verzicht geleistet. Verkäufer und Käufer sollen unterschreiben, und auf beider wie der Kirchmeister Bitten hängt der Aussteller sein Siegel an.Rv. 1: 1686 November 9 - Badinghagen. Peter Neuhaus überläßt den genannten Hammer dem Freiherrn v. Neuhof gen. Ley, kaiserlichem Obristwachtmeister unter dem Seninischen Regiment und Kommandanten in Ostfriesland, und bestätigt, Kaufsumme und Verzichtspfennig erhalten zu haben.Der Aussteller unterschreibt für sich und seine ungenannte Ehefrau, und als Zeuge unterschreibt Barthold Wever.Rv. 2: Diesen halben Hammer haab ich eingelöst für 200, sage zweyhundert Reichstaler - Frid. Casp. Freyher von Ley, Obrist
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 587



1689 Dezember 16



Beschreibung : KornelimünsterBertram Goswin v. Gevertzhaen, Abt und Landesherr der kaiserlich reichsfreien Abtei und des Landes Kornelimünster, Erbprobst usw., belehnt mit den beiden unter seine Mannkammer zu Oberaußem gehörigen Ritterlehngütern Haus Schlenderhan und Verkensgut zu Quadrath nach Tod Winand Hieronymus Freiherrn Raitz v.Frentz, Herrn zu Schlenderhan und Odenkirchen, dessen ältesten Sohn Dietrich Adolf Freiherrn Raitz v. Frentz bzw. den von diesem bevollmächtigten Sekretär Franz Brewer, der den Lehnseid leistet. Die Lehngüter dürfen ohne Zustimmung weder verkauft, versetzt, belastet, aufgeteilt noch in andere Hand gebracht werden. Der Aussteller unterschreibt und drückt das Siegel der Abtei auf.Anm.: Der Abschrift liegt im Original bei die Zitation zum Empfang der Lehen, ausgefertigt und unterschrieben zu Korneli-münster am 31. Okt. 1689 durch den Lehnssekretär A.F. Vogel. Aufgedrückt ist in rotem Lack ein kleines Petschaft. (Zu erkennen sind im Schild dreimal drei Figuren, die wohl die Rauten bzw. Lilien des Wappens von Abt v. Gevertzhaen dar-stellen - s. Anm. zur Urk. von 1687 Nov. 16.)
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 8\par2) Kasten 18, Akte 16
Bemerkung : Abschrift nach dem Original, beglaubigt vom öffentlichen Notar Kaspar Berghoff durch Unterschrift und Signet in Kasten 18, Akte 16



1714 Februar 22



Beschreibung : Münster Elisabeth Freifrau v. Neuhof gen. Ley aus dem Hause Listringhausen, Witwe des Obristen Freiherrn v. Kückelsheim, vergleicht sich mit Friedrich Sigismund Freiherrn v. Neuhof gen. Ley, Herrn zu Listringhausen, wegen ihrer Rechtsansprüche und anderen Forderungen an das Haus und die Güter zu Listringhausen. Zu ihrer Abfindung tritt er an sie ab die zwischen ihm und der Witwe des Generalleutnants v. Elverfeldt durch Vergleich vom 19. Februar 1714 vereinbarte Summe von 2700 Reichstl., und sie verzichtet daraufhin auf alle weiteren Forderungen. Beide Vergleichspartner unterschreiben und drücken ihre Pet-schafte auf. Die Richtigkeit bestätigt durch Unterschrift und Signet Paul Christoph Joanning, aus päpstlicher und kaiserlicher Macht öffentlicher und immatrikulierter Notar. Ausf., Papier. - Der Abdruck seines Petschafts auf rotem Lack zeigt unter einer fünfperligen Krone einen ovalen Schild, darin eine dreigliedrige Kette; bei ihr stehen in schwarzem Lack unter fünfperliger Krone in ovalen Schilden die Wappen Kückelsheim und Neuhof-Ley nebeneinander; im aufgestempelten runden Signet des Notars befindet sich ein Adler, der eine Taube greift, und die Umschrift lautet: NEC TEMERE NEC TIMIDE P.C.I.N. Beigefügt ist eine für die Frau zu Listringhausen und die Erben des vesrtorbenen ältesten Bruders der Witwe v. Kückelsheim bestimmte Zusammenstellung der Forderungen. Danach beansprucht die Witwe v. Kückelsheim: 1) vom Nachlaß ihres verstorbenen Vaters ein Siebtel, dazu eine Entschädigung für die Zeit, in der ihr ältester Bruder die Güter allein besaß und nutzte, da sie weder aus den Erträgen der Güter aufgezogen wurde, vielmehr als Minderjährige ihr Vaterhaus verließ, noch seither irgendetwas daraus erhielt, 2) ihren Anteil am Nachlaß ihres verstorbenen Bruders Johannes Arnold, 3) dem Testament ihres verstorbenen Bruders Konrad Friedrich entsprechend die 300 Reichstl., die dieser seinem ältesten Bruder aus seinem ersparten Sold in die Listringhauser Güter vorgeschossen hatte, ferner die Rückerstattung der Kosten für des Bruders Begräbnis, die ihrer Erinnerung nach 800 holländische Gulden betrugen und genau in der Rechnung nachgesehen werden können, die sie der Frau zu Listringhausen zusammen mit dem Testament zugesandt hatte, sodann auch zumindest die Hälfte der Gelder, die sie aufwenden mußte, um Schulden des Bruders, der Capitan war, zu begleichen, 4) ihr Kindteil aus den Gütern der Mutter, die ihr testamentarisch vorab 700 Reichstl. vermachte, 5) ihres verstorbenen Bruders Matthias Leonhards entsprecheden Anteil, den dieser ihr durch Testament übertrug, 6) einen Anteil an Kapital und Zins von den 150 Reichstl., die ihr ältester Bruder und dessen Frau von ihrer Mutter entliehen. Auf die Forderungen dieser Zusammenstellung verzichtete die Witwe v. Kückelsheim am Tage des Vergleichs, wie sie durch Unterschrift bezeugt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 8
U 876/1
Bemerkung : Abschr. (18. Jh.), Pap. in Kasten 8 und Kasten 67, Akte 20Abschr. (18.Jh.), Pap., beglaubigt durch den Notar Johann Peter Weber in Kasten 66, Akte 21weitere Ausf. in Kasten 67, Akte 20



1714 Februar 22



Beschreibung : Münster Elisabeth Freifrau v. Neuhof gen. Ley aus dem Hause Listringhausen, Witwe des Obristen Freiherrn v. Kückelsheim, vergleicht sich mit Friedrich Sigismund Freiherrn v. Neuhof gen. Ley, Herrn zu Listringhausen, wegen ihrer Rechtsansprüche und anderen Forderungen an das Haus und die Güter zu Listringhausen. Zu ihrer Abfindung tritt er an sie ab die zwischen ihm und der Witwe des Generalleutnants v. Elverfeldt durch Vergleich vom 19. Februar 1714 vereinbarte Summe von 2700 Reichstl., und sie verzichtet daraufhin auf alle weiteren Forderungen. Beide Vergleichspartner unterschreiben und drücken ihre Pet-schafte auf. Die Richtigkeit bestätigt durch Unterschrift und Signet Paul Christoph Joanning, aus päpstlicher und kaiserlicher Macht öffentlicher und immatrikulierter Notar. Ausf., Papier. - Der Abdruck seines Petschafts auf rotem Lack zeigt unter einer fünfperligen Krone einen ovalen Schild, darin eine dreigliedrige Kette; bei ihr stehen in schwarzem Lack unter fünfperliger Krone in ovalen Schilden die Wappen Kückelsheim und Neuhof-Ley nebeneinander; im aufgestempelten runden Signet des Notars befindet sich ein Adler, der eine Taube greift, und die Umschrift lautet: NEC TEMERE NEC TIMIDE P.C.I.N. Beigefügt ist eine für die Frau zu Listringhausen und die Erben des vesrtorbenen ältesten Bruders der Witwe v. Kückelsheim bestimmte Zusammenstellung der Forderungen. Danach beansprucht die Witwe v. Kückelsheim: 1) vom Nachlaß ihres verstorbenen Vaters ein Siebtel, dazu eine Entschädigung für die Zeit, in der ihr ältester Bruder die Güter allein besaß und nutzte, da sie weder aus den Erträgen der Güter aufgezogen wurde, vielmehr als Minderjährige ihr Vaterhaus verließ, noch seither irgendetwas daraus erhielt, 2) ihren Anteil am Nachlaß ihres verstorbenen Bruders Johannes Arnold, 3) dem Testament ihres verstorbenen Bruders Konrad Friedrich entsprechend die 300 Reichstl., die dieser seinem ältesten Bruder aus seinem ersparten Sold in die Listringhauser Güter vorgeschossen hatte, ferner die Rückerstattung der Kosten für des Bruders Begräbnis, die ihrer Erinnerung nach 800 holländische Gulden betrugen und genau in der Rechnung nachgesehen werden können, die sie der Frau zu Listringhausen zusammen mit dem Testament zugesandt hatte, sodann auch zumindest die Hälfte der Gelder, die sie aufwenden mußte, um Schulden des Bruders, der Capitan war, zu begleichen, 4) ihr Kindteil aus den Gütern der Mutter, die ihr testamentarisch vorab 700 Reichstl. vermachte, 5) ihres verstorbenen Bruders Matthias Leonhards entsprecheden Anteil, den dieser ihr durch Testament übertrug, 6) einen Anteil an Kapital und Zins von den 150 Reichstl., die ihr ältester Bruder und dessen Frau von ihrer Mutter entliehen. Auf die Forderungen dieser Zusammenstellung verzichtete die Witwe v. Kückelsheim am Tage des Vergleichs, wie sie durch Unterschrift bezeugt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 8
U 876/2
Bemerkung : Ausf., Papier in Kasten 8Abschr. (18.Jh.), Pap., beglaubigt durch den Notar Johann Peter Weber in Kasten 66, Akte 21Abschr. (18. Jh.), Pap. in Kasten 67, Akte 20weitere Ausf. in Kasten 67, Akte 20



1756 März 31



Beschreibung : Arnold Freiherr v. Bylandt, Herr zu Rheidt und Schwarzenberg, Domherr zu Worms, bekundet, als Stammherr seiner Familie habe er am 25. Januar des Vorjahres der Obristin v. Roelen die Linzenicher Ländereien bei Rheinberg verkauft und die Kaufsumme erhalten. Seine Mutter und seine Brüder wie Schwestern seien mit diesem Verkauf nicht einverstanden gewesen, da sie wünschen, daß die verkauften Objekte bei der Familie bleiben. Im Februar des Vorjahres habe er daraufhin mit seinen Angehörigen eine Vereinbarung getroffen, von der ein abschriftlicher Auszug beigelegt wird, und die Witwe v. Roelen um Rückgabe gegen Erstattung des Kaufpreises und Übernahme aller Kosten gebeten, obwohl er als Verkäufer ein solches Ansinnen für eine Zumutung gehalten habe. Durch den von ihm lt. Beilage bevollmächtigten Pastor zu Rheinberg Gregor Greven sind mit der Witwe v. Roelen folgende Bedingungen ausgehandelt worden: Sie behält bis zur Rückzahlung des gesamten Kapitals alle Rechte an den Ländereien, wie sie diese sowohl beim Offizialat wie am Gericht zu Rheinberg erwarb. Wegen des Printzschen Kapitals von 1000 Reichstl., das auf den Linzenicher Ländereien haftet und für das jährlich ein Zins von 30 Reichstl. zu zahlen ist, werden ihr die Pachteinnahmen des Haagischen Hofes angewiesen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 1110



1766 Januar 11, 1766 Januar 12



Beschreibung : 1766 Januar 11 Listringhausen bzw. Januar 12 - Clarenberg Zwischen Freiherrn [Dietrich Friedrich Wilhelm] v. Neuhof ge-nannt Ley zu Listringhausen und seiner Frau [Wilhelmine Sibylle Christine] geb. v. Edelkirchen aus dem Hause Heyde waren Mißhelligkeiten entstanden, die zu einem Scheidungsprozeß bei der Landesregierung führten. Der Hoffiskal G.J. Maehler und der Richter Wever haben nunmehr folgenden Vergleich vermittelt: Die streitenden Parteien, die bereits mehr als Jahr und Tag getrennt und ohne eheliche Gemeinschaft lebten, verzichten auf eine Fortsetzung des Prozesses, auf die Feststellung wer der schuldige Teil sei, und geben einander die Freiheit, sich an-derweitig wieder zu verheiraten. Er gelobt, ihr alle ihre Illata , seien es Mobilien, Pretiosen oder Rechtstitel, herauszugeben und durch seine Knechte binnen 14 Tagen von Listringhausen nach Haus Heyde bringen zu lassen. Das Auseinandernehmen der Schränke und das Ein- und Auspacken ist Sache seiner geschiedenen Frau, und für Transportschäden haftet er nicht. Alles, was auf Haus Listringhausen an Mobilien, Silberzeug und Effekten vorhanden war und während der Ehe erworben wurde, ist zu inventarisieren und zurückzulassen. Die Geschenke, die einer dem anderen bei der Hochzeit und später machte, bleiben beim Beschenkten; lediglich je zwei Ringe werden ausgetauscht, wobei er zwei Brilliantringe zurückgibt und dafür den von ihm stammenden Treuering und einen weiteren erhält. Er zediert ihr folgende Forderung an das Haus Heyde bzw. an ihren Bruder, den Rittmeister v. Edelkirchen: 1) ein Kapital von 226 Reichstl. mit Zinsen, 2) ein Kapital von 360 Reichstl. mit Zinsen, 3) die Zinsen der 2000 Reichstl. , die auf Pellmanns Hof stehen und die genannter Rittmeister zu zahlen für schuldig befunden wurde, 4) 20 Louisdor mit Zinsen vom 6. Dez. 1758 an, die er der Bruder gleichfalls zu zahlen verurteilt wurde. Ferner überträgt er seiner bisherigen Ehefrau das vom Freiherrn v. Vogt angekaufte Gut Edelkirchen, wie es laut Kaufvertrag vom Rothenbrucher Gut abgeteilt ist, mit allem Zubehör, der halben Mühle, dem Lehngericht, der Gerechtigkeit an der Edelkirchener Kapelle und allen Ansprüchen, die er den Pächtern gegenüber hat. Vorbehalten bleibt ihm, in den zugehörigen Bergen, Holz für 200 Fuder Kohle hauen zu lassen, und zwar da, wo der Rezeptor Knoche anweisen wird. Da das Gut Edelkirchen ein Werdener Lehen ist, verspricht er, die gleiche Hilfe zu leisten, die der Freiherr v. Vogt ihm im Kaufbrief über die sämtlichen Vahlefeldischen Güter zugesagt hatte. Wegen der Zahlung, die er für sie an den Kaufmann Saarman zu leisten hat, überträgt er ihr das Recht, diese von Fräulein v. Kiekol zurückzufordern, und gibt ihr die zehn Reichstl., die sie zu den Prozeßkosten beigesteuert hatte. Die beiden bisherigen Eheleute unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf, sodann unterschreiben die beiden Vermittler.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 1198



1766 Oktober 30



Beschreibung : Schlenderhan Franz Arnold Raitz v. Frentz trifft eine Vereinbarung mit seinem jüngeren Bruder Franz Winand, damit es nach dem Tode ihres Vaters Franz Winand Hieronymus wegen der Güterverteilung nicht zu Meinungsverschiedenheiten kommt. Der Stammhalter wird seinem jüngeren Bruder, der Kanonikus des Stifts Unserer Lieben Frau zu Aachen und Personatist in Büttgen ist, Haus und Rittersitz Kellenberg samt Zubehör und mit allen Mobilien auf Lebenszeit einräumen, jährlich ein Stückfaß Rheingauer Wein aus dem Hattenheimer Keller liefern lassen und die für das zweijährige Studium in Reims und andere Schulden aufgenommenen 900 Reichstl. übernehmen. Da der Halfe des Vels-Hofes zu Büttgen für die auf den Personatszehnt zu Büttgen angewiesenen 500 Reichstl. die Jahrespacht bereits entrichtet hat, erhält Franz Winand schon bei Ausfertigung dieses Vertrages 150 Reichstl.; die weiteren 350 werden ihm innerhalb eines dreiviertel Jahres nach und nach ausgezahlt. Dafür verzichtet der jüngere Bruder auf alle Erbteile von Seiten seiner Eltern, zumal das elterliche Stammhaus durch Prozesse und darauf verschriebene Heiratsgelder belastet ist und seinem ältesten Bruder für seine schon zahlreichen Kinder große Kosten erwachsen werden. Beide Brüder unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf; ferner unterschreiben und siegeln als Zeugen N. Xaver Kamps, Kapitular der Liebfrauenkirche zu Aachen, Johann Wilhelm Schweren, jülich-bergischer Advokat und Sekretär des Hauses Schlenderhan, und der Gerichtsschreiber Leopold Maaß. Sodann bestätigt der jüngere Bruder durch Unterschrift, am gleichen Tage 90 Kronentl. erhalten zu haben.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 8
U 1210/2
Bemerkung : Ausf., Papier in Kasten 11



1769 April 6



Beschreibung : Mannheim Karl Theodor, Pfalzgraf bei Rhein, des Hl. Römischen Reiches Erbschatzmeister und Kurfürst, Herzog in Bayern, zu Jülich, Kleve und Berg usw., gibt Mitteilung an seine jülich- und bergischen Statthalter, Präsidenten, Vizepräsidenten, Vizekanzler, Direktoren, Geheimen Hof- und Kammerräte, ferner an seine sämtlichen Hof- und Landesbedienstete, insbesondere an die Beamten, Schöffen, Vorsteher und Eingesessenen seines Amtes Bergheim, daß er seinen Kämmerer Franz Arnold Freiherrn Raitz v.Frentz zum Amtmann des Amtes Bergheim bestellt hat. Der Aussteller unterschreibt und läßt das Siegel seiner Geheimen Kanzlei aufdrücken; ferner unterschreibt seitens der Kanzlei J. Reibeld.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 1235



1770 Februar 12



Beschreibung : Bergheim Ferdinand Josef Ignaz v. Gartzen, kurpfälzischer Hofrat und Vogt des Amtes Bergheim, sowie die Schöffen des dortigen Stadtgerichts Reiner Diechoven, Johann Domsel und Johann Fabri bezeugen, daß Franz Arnold Reichsfreiherr Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, kurpfälzischer Kämmerer und Oberamtmann zu Bergheim, ihnen das Original einer Vereinbarung vorgelegt hat, die er mit seinem einzig noch lebendem Bruder Franz Winand Reichsfreiherrn Raitz v.Frentz, Kanonikus am Liebfrauenstift zu Aachen, getroffen hatte. [Es folgt eine Abschrift der Urkunde vom 30. Okt. 1766 - s. da] Vogt und Schöffen bezeugen, daß ihnen die Unterschriften bekannt sind und daß der verstorbene Franz Winand Hieronymus Frh. Raitz v. Frentz nur die beiden genannten ehelichen Söhne hinterlassen hat, von denen der ältere Haus Schlenderhan und die übrigen elterlichen Güter, insbesondere Kleinenbroich und Büttgen, besitzt und der geistliche jüngere Bruder Franz Winand das Haus Kellenberg leibzüchtigerweise innehat. Die Aussteller drücken ihr Amts - und ihr Schöffensiegel auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 1248



1771 Oktober 7



Beschreibung : Arnsberg M[aria] A[gnes] verwitwete v. Kurtzrock, geborene Freiin von und zu Weichs, schenkt ihrem Bruder Klemens Freiherrn v. Weichs, kurfürstlichem Drosten, adeligem Rat und westfälischem Deputierten sowie Herrn zur Wenne, der ihr nach dem Tode ihres Ehemanns viele Dienste erwiesen hat, das von ihr kürzlich erworbene Haus Reiste mit allem Zubehör und das durch sie von den Vorbesitzern Vogelius angekaufte Haus in der Stadt Arnsberg, wie sie ihm diese Schenkung bereits am 3. dieses Monats zugesagt hatte anläßlich ihrer Verlobung mit Franz Adolf Josef v. Nagel, kurpfälzischem Amtmann der bergischen Ämter Hückeswagen und Bornefeld wie auch der Hauptstadt Lennep. Sie übergibt mit Zustimmung ihres Bräutigams ihrem Bruder die Kaufbriefe und bevollmächtigt ihn, Haus und Güter zu Reiste und das Haus zu Arnsberg in Besitz zu nehmen unter dem einzigen Vorbehalt, daß ihr künftiger Ehemann wegen des Hauses Reiste aufgeschworen und auf seine Lebenszeit zum hiesigen Landtag gehen soll. Sie bestätigt außerdem die Zusage ihrer erwähnten Ehepakten, wonach ihr Bruder 6000 Reichstl. erhalten soll, wenn ihre künftige Ehe kinderlos bleibt. Der Beschenkte nimmt mit Dank an und gesteht seinem Schwager das ausbedungene Recht zu. Es unterschreiben und siegeln die Schenkerin, ihr Bräutigam und ihr Bruder, außerdem unterschreibt F.G. Hoynck J.U.D., kurkölnischer Richter, als Zeuge.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 1262



1781 Juni 13



Beschreibung : Köln Anton Josef Ulrich Freiherr v. Mylius, Kaiserlicher wirklicher Kämmerer, Ritter des Maria-Theresien-Ordens und Obristwachtmeister des Infantrieregiments Michael Wallis, zweitgebornener Sohn des verstorbenen Johann Heinrich Arnold v. Mylius und der Albertina Sydonia geb. Freiin v. Lamberts zu Cortenabch, beredet die Ehe mit Karoline Lioba, ältesten Tochter des Franz Arnold Raitz v. Frentz, Herrn zu Schlenderhan, kurpfälzischen Geheimrats und Oberamtmanns zu Bergheim, und der Isabella geb. v. Warsberg. Die kirchliche Trauung soll baldigst erfolgen. Der Bräutigam erhält von seiner Mutter 4000 Reichstl., die bis zur Auszahlung mit vier v.H. zu verzinsen sind. Die Braut bringt von ihren Eltern 3000 Gulden ein, die gleichfalls bis zur Auszahlung mit vier v. H. verzinst werden. Die beiden künftigen Eheleute verzichten auf alle Erbrechte der Braut von Seiten ihres Vaters, ihrer Mutter, ihrer Brüder und Schwestern, auch auf alle Seitfälle, zugunsten des Mannesstam-mes Raitz v. Frentz. Sollte allerdings der Mannesstamm aussterben, wird die Braut nicht nur als älteste Tochter das adelige Vorrecht genießen, sondern auch gleich ihren Schwestern erbberechtigt sein. Der Erbverzicht gilt zudem nicht für testamentarische Zuwendungen. Weitere Eventualklauseln regeln den Fall der Kinderlosigkeit, der Wiederverheiratung eines mit Kindern überlebenden Ehepart-ners und den, daß Kinder in den geistlichen Stand eintreten. Neben den Brautleuten unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf die Mutter des Bräutigams, die Eltern der Braut, Johann Michael v. Lanzky, Hauptmann unter Josef Colloredo, auf Seiten des Bräutigams und Ludwig Frh. v. Leers zu Leerbach als Zeuge der Braut.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 1326



1790 September 16



Beschreibung : Schlenderhan Franz Arnold Reichsfreiherr Raitz v. Frentz, Herr zu Schlenderhan, Hall, Kellenberg, Kleinenbroich, Stammeln und Hattenheim, kurpfalz-bayerischer Kämmerer, Geheimer Rat und Oberamtmann von Stadt und Amt Bergheim, und seine Ehefrau Isabella Charlotte geborene v. Warsberg versetzen für 2500 Reichstl. auf 16 Jahre an Heinrich Baumeister und dessen Ehefrau Anna Sibylla Klosch ihren in der kurkölnischen Unterherrschaft Wevelinghoven gelegenen Zehnt im Hoeninger und Ramrather Feld aus wenigstens 125 Morgen. Die Einlöse kann nach Ablauf der 16 Jahre gegen Erlegung der Versatzsumme erfolgen, sofern ein Jahr zuvor gekündigt wurde; ansonsten gilt der Versatz auf weitere 16 Jahre und so fort. Die Versatznehmer übernehmen die gewöhnlichen Lasten, so die, den Eber ( Schweinsbär ) und Ochsen zu halten, wie auch die Kirchbaupflicht; er hat seine eigene Länderei im Muchhauser Zehnt binnen eines halben Jahres mit den Grenzen namentlich anzugeben. Die vorliegende der beiden Ausfertigungen unterschreiben die Versatzgeber und drücken ihre Petschaften auf; ferner unterschreiben als Zeugen Petrus Kautz und H. Königstein.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 1382



1781 - 1784
Jahresrechnung 1781 der Frantzschen Fundation, mit 11 Belegen.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 8/8
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8, Akte 8
1598



1391 Februar 25



Beschreibung : Heinrich, Graf von Nassau (Nassauwe ) und Herr zu Beilstein, und seine Ehefrau Katharina von Randerath ( Randenroide ) einerseits, Wihelm von Horn (Huerne ), Herr zu Düffel und Herlaer (Herloer ), und seine Ehefrau Maria von Randerath andererseits, derzeit gemeinsam Herren und Frauen zu Randerath, verschreiben ihrem Schwager und Freunde Hermann von Randerath um seiner Dienste und Unkosten willen zu einem Erbmannslehen eine Jahrrente von 200 rhein. Gulden, für die er aus dem Monichhof[1] zu Leiffarth (Leyffert ) jährlich 48 Malter Roggen, acht Malter Wintergerste, acht Malter Hafer, ein halb Malter Weizen und elf Weißpfennige erhalten soll, ferner den Zehnt up der nuwer lo[2] , dazu 100 Gulden aus dem Schatz (schetzuncg ) ihrer Waidmühle (wiede moilen ) und ihrer Grut zu Linnich (Lingen ). Die Rente soll jederzeit mit 2000 Gulden ablösbar sein, aber wieder als Jahrrente an anderes Gut der Herrlichkeit Randerath angelegt werden, so daß Hermann von Randerath und seine Erben Erblehnsmannen der Herrschaft Randerath bleiben. Die ausstellenden Ehepaare hängen ihre Siegel an und erbitten Mitbesiegelung durch ihre Mannen Johann von Randerath und Lambert von Driesch (Driesche); ferner siegeln Bürgermeister, Schöffen und Rentmeister [zu Randerath] mit ihrem Schöffenamtssiegel. ... des anderen dages na sent mathias daige des heilgen apostelen
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 1772



1395 Oktober 5



Beschreibung : Wilhelm von Jülich ( G -), Herzog zu Geldern und Jülich, Graf von Zutphen, bekundet, das Land und die Herrlichkeit Randerath ( Randenraide ) mit allem Zubehör gekauft zu haben, jedoch mit Ausnahme der Rente, die sein Rat und Ritter Hermann von Randerath daraus bezieht entsprechend seiner Briefe, die besiegelt sind durch Heinrich Grafen von Nassau (Nassouwe ), dessen Ehefrau Katharina und durch den Herrn von Düffel und dessen Ehefrau. Er gelobt genanntem Herrn Hermann, daß er und seine Erben die Rente aus dem Monichhof zu Leiffarth (-fert ) und den Zehnt aus der Nuwer Loe in ungestörter Nutzung behalten können, bis er, der Aussteller, zur Ablöse 1000 gute rheinische Gulden zahlt. Der Aussteller hängt sein Siegel an in Gegenwart seiner Räte Hermann von Mekeren, Udos Sohn, Elbert von Eyll, Knappen. ... des dynxtdages post Remigii Bem.: Der Name Nuwe Loe, der heute wohl: Neue Lohe lauten würde ist längst untergegangen. Die Tranchotkarte, Blatt Linnich, kennt sudöstich von Randerath noch die Alte Lohe, ferner Hasen Lohe, Lohfeld und Löheschlag.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8.
U 1775



1398 August 18



Beschreibung : Wilhelm von Jülich (G -), Herzog zu Geldern und Jülich, Graf von Zutphen, bekundet, daß ihm sein Rat und Ritter Hermann von Randerath (Randenrode ) ehedem 1000 schwere rheinische Gulden geliehen und er ihm dafur sichere Renten verschrieben hatte. Ferner hatte Ritter Hermann, ehe er, der Aussteller, an das Land von Randerath kam, von dem damaligen Herren der Herrlichkeit Randerath jährlich 200 rhein. Gulden zu erhalten. Darunter war eine mit 1000 rhein. Gulden ablösbare Rente von 100 Gulden aus Linnich (Lynghe ), und von dieser ist er Herrn Hermann 300 Gulden schuldig geblieben. Wegen der erstgenannten 1000 Gulden, wegen der Rente von 100 Gulden aus Linnich und wegen des Rückstandes von 300 Gulden hat er sich dann mit Herrn Hermann dahin verglichen, daß dieser auf alle genannten Ansprüche verzichtete und die Verschreibung zurückgegeben hat, dafür von ihm den Hof zu Kleinenbroich mit Zubehör und mit dem Patronat (Kirchegichte ) zu Büttgen (Boetgen ) als erbliches Eigentum unter dem Gelöbnis noch zu beurkundender Währschaft bestätigt erhielt. Da Herr Hermann eine Zeitlang den Hof zu Kleinenbroich nicht nutzen konnte, weil ihn des Ausstellers Nichte Maria von Sayn (Seyne ), Frau zu Erprath (-rode ), zu seinem großen Schaden daran hinderte, und da er auch große Kosten und Schäden wegen des Patronats zu Büttgen erlitt und erleidet, und das jeweils, weil ihm die Währschaft des Ausstellers noch fehlte, ohne daß er jeoch dieserhalb Forderungen an ihn, den Aussteller, erhob, wird ihm hiermit nicht nur besagte Währschaft hinsichtlich des Hofes zu Kleinenbroich und des Patronats zu Büttgen gelobt, sondern er wird wegen der erlittenen Schäden auch billigerweise, wie folgt bedacht: Für den Verzicht auf die 100 Gulden aus Linnich erhält er den Hof auf der Loo im Lande von Randerath und den zugehörigen Zehnt auf der Alten Loo, das Gemahl von Prummern ( Prümeren ), das derzeit für zehn Malter Roggen verpachtet ist; ferner wird ihm die Rente erlasssen, die er bisher jährlich aus seinem Hof und Gut zu Koslar (Koisslar ) zu entrichten hatte, sowie die Jahrrente von einem Malter Weizen, die er aus seinem Hof zu Siersdorf (Seerstorp ) zu zahlen hatte. Alle genannten Objekte sollen Ritter Hermann von Randerath und seinen Erben zustehen bis zu einer Ablöse mit 1000 schweren rhein. Gulden. Die mehrgenannte Urkunde über die 100 rhein. Gulden aus Linnich soll ihm wieder ausgehändigt werden, und die andere Jahrrente von 100 rhein. Gulden, die ihm ausweislich seiner Briefe aus dem Lande von Randerath zusteht, wird ihm hiermit bestätigt. Der Aussteller hängt sein Siegel an in Beisein der Ritter Johann von Bylandt und Robert von Apeltern, seiner Räte. ... des sundaigs na unser lever vauwen dage assumptio in latine genant
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8.
U 1776



1512 November 17



Beschreibung : Eduard Ketzgen (-gin ) und seine Ehefrau Irmgard bekunden: Prior und Konvent der Frauenbrüder vom Berge Karmel zu Köln hatten in früheren Jahren vom fetsen Daem Deutsch (Duytz) von Oberaußem (Overaußheim ) und dessen Ehefrau Johanna eine Erbrente von 16 Maltern Korn gekauft aus der Kornrente von 24 Maltern, die genannte Eheleute Deutsch aus Haus und Hof zu Kleinenbroich (Cleynen -) jährlich bezogen entsprechend einer mit vier Siegeln versehenen Urkunde, die von den Eheleuten Deutsch zur Sicherheit an Prior und Konvent mit übergeben worden war. Diese Urkunde nannte als Aussteller Sybert von Kessel, dessen Ehefrau Margarete von Hompesch und beider ältesten Sohn Johann und war datiert auf 1556 [fälschlich so !] November ( des neyesten dynxtags na sent Mertyns dagh des hilligen Bischoffs ). Durch eine Urunde mit dem Konventssiegel war den Eheleuten Deutsch gestattet worden, die 16 Malter Erbrente mit 320 Gulden wieder einzulösen. Heute nun haben Prior und Konvent den Ausstellern besagte Erbrente durch besondere schriftliche Vereinbarung gegen deren in der Herrlichkeit Frechen (V -) gelegenen Hof namens Wingerth (Winrode ) mit allem Zubehör übertragen, doch haben sie, die Aussteller, den Hauptbrief beim Konvent in Gewahrsam gelassen. Falls die mehrgenannten Eheleute Deutsch oder deren Erben die Erbrente ablösen, sind Prior und Konvent verpflichtet, dies binnen 14 Tagen mitzuteilen und die 320 Gulden den Ausstellern oder ihren Erben unverzüglich nach Köln oder Neuss (Nuyss ) zu zahlen. Eduard Ketzgen hängt sein Siegel an für sich und seine Ehefrau. ... up gudestach nyest na sent Martyns dagh des hilligen bischoffs
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 1816



1534 September 18



Beschreibung : Vor Andreas Wynckes, Jakob Sletzegin, Adam Boechs und den sämtlichen Schöffen zu Kleinenbroich verkaufen Johann Schomecher, Beylen Gerretz Sohn von Schelsen ( Sechttelessen ), und seine Ehefrau Gertrud an Junker Andreas von Randerath (Randeraidt ) ihr Drittel der Erbrente von fünf Maltern Roggen, fünf Maltern Hafer und zwei Hühnern aus Helwigs (Hellwychs ) Hof am Driesch, wie es genanntem Johann von seiner verstorbenen Moene Metzgen Kistenmecher ( Kystemechersse ), Bürgerin zu Neuss ( Nuysse ), anerstorben war. Die Verkäufer quittieren den Erhalt der [ungenannten] Kaufsumme und übertragen dem Junker in aller Form die jeweils auf Remigius nach Neuss oder Kleinenbroich durch Tilmann Helwigs und seine Ehefrau zu liefernde Rente. Für den Fall der Mißzahlung soll Helwigs Gut zu Unterpfand stehen. Die Schöffen hängen ihr Amtssiegel an. ... up frydach in der quatertemper nae dess hylligen ruyssdage [6] Bem.: Rückvermerk (16. Jh.): hier vermerkt Andreas von Randerath, er habe mit Hermann Beuckß von Schelsen (Schechtelhuisen ) einen Tausch vereinbart und beziehe fortan aus Helwigs Gut nur noch einen Sumer, ein Viertel und den dritten Teil eines Viertels Roggen, dafür aus Tappertz Gut die zwei Malter Roggen, von denen genannter Hermann bisher zwei Teile hatte und er, Andreas, einen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 8
U 1830/1
Bemerkung : Übersetzung ins französische (1809) in Kasten 22, Akte 26



1534 September 18



Beschreibung : Vor Hermann Zyssken und Hans Dreys, Schöffen der gräflichen Dingbank zu Glehn ( Gelyen ), und den gemeinen Schöffen ebenda verkaufen Johann Schomecher, Beylen Gerretz Sohn, und dessen Ehefrau Gertrud an Junker Andreas von Randerath (- raidt ) ihr Drittel einer Erbrente von zwei Maltern Roggen, das sind fünf Faß, und von einer halben Sumber Roggen, die ihnen aus Johann Tappertz Gut am Driesch zustehen und die Johann von seiner Moene Metzgen Kistenmecher ( Kystemechersse ), Bürgerin zu Neuss ( Nuysse ), anerstorben sind. Die Verkäufer quittieren den Erhalt der [ungenannten] Kaufsumme und übertragen die jeweils auf Remigius fällige Rente in aller Form. Für den Mißzahlungsfall steht Tappertz Gut zu Unterpfand. Da die ausstellenden Schöffen kein Amtssiegel haben, erbitten sie Besiegelung durch Johann von Hambach, Vogt zu Hülchrath ( Hulkeraid ), und Peter Kemkes, Vogt zu Dyck. ... up frydach [so!] in der quatertemper nae dess hylligen Cruyssdach
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 8
U 1831/1
Bemerkung : Übersetzung ins französische (1809) in Kasten 22, Akte 26



1538 September 20



Beschreibung : Martin Poelinck aus Münster in Westfalen, Pastor der Kirche zu [Ober-]Elvenich bei Zülpich (Tzollich ) und Vizekurat bzw. Regent der Kirche zu Rheindorf (Rin -) im Amt Monheim (Munem ), bekundet, daß der feste Friedrich von Steprath (-roid ) vor ihm erschienen sei und bekannt habe, er lebe seit längerer Zeit mit seiner Magd zusammen, und diese habe ihm etliche Kinder geboren. Nun sei sie so krank, daß ihr Ableben befürchtet werden müsse. Damit die gemeinsamen Kinder nach seinem Tode nicht durch seine Verwandten oder andere Parteien aus seinen Gütern vertrieben werden können, vielmehr als eheliche Kinder das Seine erben, begehre er von ihm als seinem Pastor, ihn mit seiner Magd zu trauen. Diese Bitte habe er nicht abschlagen könne, zumal Friedrich von Steprath ihm einen Losbrief des Herrn Rotger, derzeitgen Pastors zu Leichlingen, übergeben habe. Er habe also in der Kirche die Trauung zwischen genanntem Edelmann und seiner Magd Gertrud ( Gerten ) in aller Form vollzogen im Beisein ihrer Kinder Kornelius, Johann, Katharina (Tringen ), Peter und Gotthard sowie vor den Zeugen Stoplichs, Heinrich Fuitman und Konrad (Cointz ) Kremer. Der Aussteller hängt zur Bekundung der Wahrheit sein eigenes Siegel an.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 1835



1550 Mai 3



Beschreibung : Adolf von Hall und seine Ehefrau Amelia von der Arff verpachten erblich an Herbert Schnitzler ( Snytz -) zu Quadrath und dessen Ehefrau Maria Haus und Hof im Dorf Quadrath, begrenzt von der öffentlichen Straße, dem Erbe Kerdtgens und dem Erbe der Katharina Kucks. Die jeweils auf Martini fällige Pacht beträgt zwei Kurrentgulden zu je vier Mark und zwei Kapaune und ist auf das Haus Hall zu liefern. Adolf von Hall hängt sein Siegel an, auch namens Ehefrau, die unterschreibt, und beide Eheleute bitten die Schöffen zu Quadrath, vor denen dieser Vertrag geschlossen wurde, um Besiegelung, nämlich Wilhelm auf dem Haus (Huys ), Peter Heuschreiber (Heuwschryver ), Quirin ( Kryn ) von Ichendorf und Christian Verken. Da jedoch die Schöffen kein Siegel haben, hängt auf ihr Ersuchen hin der feste Adam Hundt, Amtmann zu Königsdorf (Koenynxstorp ) sein Siegel an. ... am dage inventionis sanctae crucis
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 1845



1555 September 20



Beschreibung : Kaiser Karl V., König von Germanien, Kastilien, Leon, Granda usw., bekundet, daß vor Ritterschaft, Rat und Statthaltern seiner Lehen in Holland, Seeland und Friesland und den Lehnsmannen von Holland Cornelis Barthouß, Willem van Crop, Simon Pyl und Job, Jans Sohn, persönlich erschienen ist der Schildknappe Georg Schilling (Scyllinck ), Bruder der Katharina von Schilling, Witwe des Junkers Andreas von Randerath. Dieser hat eine am 30. August des Jahres ausgestellte und durch den Kölner Offizial besiegelte Urkunde vorgelegt, die in das Lehnsregister von Holland eingetragen wurde. Danach hat genannte Witwe mit Zustimmung ihres ältesten Sohnes Hermann von Randerath den besagten Junker Georg bevollmächtigt, das Gut zu Kleinenbroich ( Cleynenbrouck ) im Amt Liedberg ( Lydbborch ) und im Stift Köln ( Cuelen ) für ihre leiblichen Kinder und vorbehaltlich ihres Leibzuchtsrechts zu Lehen zu empfangen, wie es ihr verstorbener Ehemann besaß. Dementsprechend vergeben sie dem Genannten das besagte Gut mit seinem Zubehör, dessen infolge des Krieges verdunkelter Umfang binnen zwei Jahren festgestellt und den Statthaltern von Holland mitgeteilt werden soll, und zwar zu einem Erblehen, für das im Belehnungsfall zu entrichten sind zehn Karlsgulden und als Heergewäte ein roter Sperber oder statt dessen zehn Stüber. Das Siegel des Lehnshofs von Holland wird angehängt, und es unterschreibt V. von Suys, Statthalter und Lehnsmann von Holland.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 8
U 1861/1
Bemerkung : Abschr. (um 1600), Pap. in Kasten 32



1557 März 14



Beschreibung : Wilhelm, Herzog zu Kleve, Jülich und Berg, Graf zu der Mark und zu Ravensberg, Herr zu Ravenstein, belehnt mit Zeugnis (in oirkundt ) seiner Lehnsmannen Dr. Konrad Heresbach (Hertz -) und Jürgen von Boenen, Jürgens Sohn, mit Haus und Hof zu Lieberhausen ( Libberhausen ) in der Veste von Gummersbach den Werner von der Leyen für sich und seine Brüder, wie zuletzt sein ohne eheliche Erben verstorbener Bruder Adolf von der Leyen belehnt war. Der Aussteller hängt sein Siegel an; es unterschreibt [der Kanzler] Heinrich Olisleger.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 1866



1572 Juli 20



Beschreibung : Die Gebrüder Hermann und Wilhelm von Stommel vereinbaren eine vorläufige Teilung, weil Wilhelm sich in Kriegsdienste begeben will, eine endgültige Teilung aber in Eile nicht zu bewerkstelligen ist. Vorab soll Wilhelm erhalten das Gut zu Pulheim (Pol -) und alle anderen Güter, die er jetzt bereits in Nutzung hat, ausgenommen Dersdorf, Hrmann dagegen die Güter zu Nettesheim und Anstel mit allem Zubehör. Sollten die letztgenannten Güter jährlich mehr als 97 Malter Korn und elf Goldgulden abwerfen, erhält Wilhellm den Überschuß. Eine eigentliche künftig noch zu vereinbarende Erteilung soll damit nicht präjudiziert sein. Hermann soll vorläufig nichts zu tun haben mit den 50 Maltern Korn, die den Jungfrauen zu Königsdorf jedes Jahr zur Leibzucht zu geben sind, ebenso nicht mit dem Unterhalt und der Beköstigung von Grete und Adam (Daemgen ). Beide Brüder unterschreiben und drücken ihr Siegel auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 1890



[1575] August 16



Beschreibung : Kleinenbroich Johann und Heinrich von Randerath für sich, ihren Bruder Reinhard und für Eberhard, den Sohn des verstorbenen Junkers von Randerath und seiner hinterbliebenen Ehefrau Katharina von Tuil (Tull ) vergleichen sich mit ihrer verwitweten Mutter, die sich mit dem edlen Reinhard von Mirbach zu verehelichen beabsichtigt. Die Mutter soll auf Lebenszeit zur Ehesteuer und zur Haushaltung an Mirbach bringen die jährlichen Einkünfte des Gutes Berrendorf, nämlich von 60 Morgen Land ungefähr 51 Malter insgesamt an Roggen, Weizen und Gerste. Stirbt Mirbach vor seiner Frau, ihrer Mutter, soll diese die genannten Einkünfte als Wittum nutzen, dazu alle Einkünfte des Velshof im Kirchspiel Büttgen, und zu ihrer Wohnung erhält sie das Haus am Neumarkt zu Köln, ferner aus den übrigen Randerather Gütern jährlich 25 Malter Roggen und zehn Stein Flachs. Die Einkünfte und Gefälle des Velshofs sind von Reinhard von Mirbach und seine künftigen Ehefrau, solange deren Ehe währt, aufzuzeichnen, und aus dem Ertrag sollen die geistlichen Schwestern der vertragschließenden Bürder jährlich ihren Spielpfennig erhalten. Auch die beiden naturlichen Kinder des verstorbenen Georg Schilling zu Stammeln sind aus den Einkünften des Velshofs mit Rat der Freunde auszusteuern und zu verheiraten, und der verbleibende Überschuß wird von den Brüdern von Randerath und ihrem Neffen [Eberhard] gütlich geteilt. Sollte die Mutter den Sterbtag Mirbachs erleben und dann mit ihrer Leibzucht nicht zufrieden sein, so erhält sie nach Gutachten der beiderseitigen Freunde eine Besserung. Die Mutter verbleiben, um sie hinsichtlich der letztgenannten Zusage sicherzustellen, alle Anrechte auf das Erbe ihrer Geschwister wie aus Seitfällen zur freien Verfügung. Zur Sicherheit für die ihr zugesagte Jahrrente von 25 Maltern Roggen und zehn Stein Flachs dient der Zehnt auf dem Hoefeldt , von dem der Pächter Jakob auf den Platz järlich zehn Paar Malter Korn, ein Pfund Pfeffer, einPfund Ingwer (genwefers ), 7 ¿ Malter Roggen, vier Stein Flachs und sechs Hühner gibt, außerdem Hermann Tappertz noch zwei Malter Roggen. Nach der Mutter unterschreiben ihre Söhne Johann und Heinrich, sodann als Zeugen der ehrenfeste Johann von Lövernich und Johann von Randerather, Pastorr zu Büttgen, letztendlich der ausfertigende Notar Johann Pütz.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 1902



1580 Februar 12



Beschreibung : Winand Raitz von Frentz (Frenß ) zu Schlenderhan, Sohn der verstorbenen Eheleute Johann Raitz von Frentz zu Schlenderhan und Margarete von Siegenhoven genannt Anstel (Anxstell ), beredet die Ehe mit Maria, Tochter der verstorbenen Adam (Dhaim ) von Ilem zu Medinghoven (Meytighoven ) und der noch lebenden Maria von Wevorden geborenen Tochter zu Drove. In die Ehe, die bei erster Gelegenheit durch öffentlichen Kirchgang und Beilager vollzogen werden soll, bringt die Braut als Mitgift 5000 Taler ein, jeden zu acht Mark und vier Albus kölnischer Währung gerechnet; davon sollen ihre Brüder Adolf und Bertram von Ilem 3000 Taler nach Ablauf von vier Jahren und nach ein Jahr zuvor erfolgter Aufforderung bar ausbezahlen, und nach Tod der Mutter werden entsprechend dem zwischen den Gebrüdern und Schwestern von Ilem aufgerichteten Vertrag weitere 2000 Taler fällig, deren erwünschte Auszahlung gleichfalls ein Jahr zuvor mitzuteilen ist. Sollten die Brüder vorzeitig zahlen wollen, steht ihnen das jederzeit frei, doch ist auch dies ein Jahr vorher mitzuteilen. Bis zur Zahlung werden die Kapitalien mit fünf von hundert verzinst, und dieser Zins ist jährlich zuentrichten. Da die Mitgift bei kinderlos bleibender Ehe zurückfallen würde, verpflichtet sich Winand Raitz von Frentz, bei Auszahlung sein Haus Schlenderhan zur Sicherheit zu stellen und, weil dies ein Lehen ist, eine besiegelte Einverständniserklärung des Lehnsheren beizubringen. Außer der Mitgift erhält Maria von ihren beiden Brüdern weitere 500 Taler für Kleidung und Schmuck, und zwar am Hochzeitstag. Nach Entrichtung aller genannten Beträge gilt Maria als abgefunden; falls und sooft nötig oder erwünscht, soll sie mit ihrem Ehemann dann den Verzicht auf alle Güter ihrer Eltern und Geschwister erklären. Stirbt von ihnren noch lebenden Geschwistern Adolf, Bertram und Sophia jemand ohne Leibeserben, soll Maria beim ersten und zweiten derartigen Todesfall je 2000 Taler innerhalb eines Jahres, gegebenenen falls nach dem Erlöschen von Leibzuchtsrechten, erhalten; sollten ihre sämtlichen Geschwister ohne eheliche Erben sterben, steht ihr das gesamte väter- und mütterliche Erbe zu. Der Bräutigam bringt in die Ehe ein Haus und Sitz Schlenderhan samt Zubehör und was ihm ansonsten durch Tod seiner Eltern zugefallen ist, auch das Haus Hall und was er hinzugekauft hat. Sollte Winand vor seiner Frau sterben, so steht es dieser frei, bei ihren Kindern zu bleiben. Möchte oder kann sie dies nicht, soll sie jährlich 25 Goldgulden für eine Wohnung erhalten, das bewegliche Gut mit ihren Kindern hälftig teilen, ausgenommen ihre Kleidung und Schmuck, die ihr gänzlich allein zukommen, und zu ihrem Unterhalt sind ihr jeweils zu Martini 200 Taler, 20 Malter Hafer und zehn Malter Gerste, alles in kölnischem Maß, kostenfrei nach Köln oder Bonn zu liefern. Zudem behält sie auf Lebenszeit die Leibzucht an allem Gut, das während der Ehe gewonnen und das von ihrer Seite in die Ehe eingebracht wurde. Es folgen weitere - der üblichen - Eventualklauseln. Um Maria insichtlich ihrer Mitgift und der 500 Taler für ihre Aussteuer sicherzustellen, verschreiben ihre Brüder Adolf und Bertram ihr hiermit zu einem Unterpfand ihren Hof zu Ödekoven mit den Wingertsgütern und Rahmbüschen im gericht Duisdorlf sowie ihren Hof zu Ahrweiler mit Länderei, Wingert, Busch und allem weiteren Zubehör. Die beiden Brauttelute unterschreiben, und auf ihre Bitten hin sollen mit ihnen unterschreiben und hernach siegeln einerseits die Brüder, Oheime und Schwäger des Bräutigam, nämlich Arnold und Ebertin Raitz von Frentz, Wilhelm von Stommel, Arnold Raitz von Frentz, Vitztum und Kanonikus der Kollegiatkriche Unserer Lieben Frau in der Stadt Aachen, Winand Raitz von Frentz zu Fliesteden (V -), Adam von Galen zu Muchhausen der Ältere, Dietrich von Holthausen zu Altkrieckenbeck, Johann von Vercken ( F -) zu Verken (F -), Heinrich von Vercken (F -) zu Puffendorf und Hieronymus Wolff genannt Metternicht zur Gracht, sodann andererseits die Brüder, Oheime und Vettern der Braut: Adolf und Bertram von Ilem, Gebrüder, Reinhard Beissel von Gymnich zu Schmidtheim ( Schiddum ), Wilhelm von Goltstein, Herr zu Müggenhausen (Mucken -), Heinrich von Metternich zu Ramelshoven (Rameltz -), Heinrich, Herr zu Emlpt, Degenhard Haes (Haesen ) zu Konradsheim (Conners -) und Wilhelm von und zu Vlatten. Anm.: 1922 B)/C) existieren insgesamt in 3-facher Ausfertigung Rückvermerk: Heiratsverschreibung Wynanden von Frens cum Maien von Ilem selich. - Nr. 45 (u. jüngere Vermerke). Bem.: Rückvermerk (18. Jh.): Original abermahliger Heyratsverschreibung zwischen Winanden Frh. Von Frentz und Mariam von Ilem, so auch sub N.ris 40, 41, 42 et 43 in pergamen erfindtlich. - N. 50. Die ursprüngliche Schreibung: Schlendern ist bei der Überarbeitung des Konzepts in: Schlenderhall verändert worden; diese Schreibung findet sich auch in der Unterschrift des Bräutigams.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 4) Kasten 8
U 1922/4
Bemerkung : Entwurf (mit zahlreichen Streichungen und Änderungen), Papier in Kasten 8Ausf., Perg. in Kasten 11Ausf., Perg. in Kasten 23



1580 Februar 12



Beschreibung : Winand Raitz von Frentz (Frenß ) zu Schlenderhan, Sohn der verstorbenen Eheleute Johann Raitz von Frentz zu Schlenderhan und Margarete von Siegenhoven genannt Anstel (Anxstell ), beredet die Ehe mit Maria, Tochter der verstorbenen Adam (Dhaim ) von Ilem zu Medinghoven (Meytighoven ) und der noch lebenden Maria von Wevorden geborenen Tochter zu Drove. In die Ehe, die bei erster Gelegenheit durch öffentlichen Kirchgang und Beilager vollzogen werden soll, bringt die Braut als Mitgift 5000 Taler ein, jeden zu acht Mark und vier Albus kölnischer Währung gerechnet; davon sollen ihre Brüder Adolf und Bertram von Ilem 3000 Taler nach Ablauf von vier Jahren und nach ein Jahr zuvor erfolgter Aufforderung bar ausbezahlen, und nach Tod der Mutter werden entsprechend dem zwischen den Gebrüdern und Schwestern von Ilem aufgerichteten Vertrag weitere 2000 Taler fällig, deren erwünschte Auszahlung gleichfalls ein Jahr zuvor mitzuteilen ist. Sollten die Brüder vorzeitig zahlen wollen, steht ihnen das jederzeit frei, doch ist auch dies ein Jahr vorher mitzuteilen. Bis zur Zahlung werden die Kapitalien mit fünf von hundert verzinst, und dieser Zins ist jährlich zuentrichten. Da die Mitgift bei kinderlos bleibender Ehe zurückfallen würde, verpflichtet sich Winand Raitz von Frentz, bei Auszahlung sein Haus Schlenderhan zur Sicherheit zu stellen und, weil dies ein Lehen ist, eine besiegelte Einverständniserklärung des Lehnsheren beizubringen. Außer der Mitgift erhält Maria von ihren beiden Brüdern weitere 500 Taler für Kleidung und Schmuck, und zwar am Hochzeitstag. Nach Entrichtung aller genannten Beträge gilt Maria als abgefunden; falls und sooft nötig oder erwünscht, soll sie mit ihrem Ehemann dann den Verzicht auf alle Güter ihrer Eltern und Geschwister erklären. Stirbt von ihnren noch lebenden Geschwistern Adolf, Bertram und Sophia jemand ohne Leibeserben, soll Maria beim ersten und zweiten derartigen Todesfall je 2000 Taler innerhalb eines Jahres, gegebenenen falls nach dem Erlöschen von Leibzuchtsrechten, erhalten; sollten ihre sämtlichen Geschwister ohne eheliche Erben sterben, steht ihr das gesamte väter- und mütterliche Erbe zu. Der Bräutigam bringt in die Ehe ein Haus und Sitz Schlenderhan samt Zubehör und was ihm ansonsten durch Tod seiner Eltern zugefallen ist, auch das Haus Hall und was er hinzugekauft hat. Sollte Winand vor seiner Frau sterben, so steht es dieser frei, bei ihren Kindern zu bleiben. Möchte oder kann sie dies nicht, soll sie jährlich 25 Goldgulden für eine Wohnung erhalten, das bewegliche Gut mit ihren Kindern hälftig teilen, ausgenommen ihre Kleidung und Schmuck, die ihr gänzlich allein zukommen, und zu ihrem Unterhalt sind ihr jeweils zu Martini 200 Taler, 20 Malter Hafer und zehn Malter Gerste, alles in kölnischem Maß, kostenfrei nach Köln oder Bonn zu liefern. Zudem behält sie auf Lebenszeit die Leibzucht an allem Gut, das während der Ehe gewonnen und das von ihrer Seite in die Ehe eingebracht wurde. Es folgen weitere - der üblichen - Eventualklauseln. Um Maria insichtlich ihrer Mitgift und der 500 Taler für ihre Aussteuer sicherzustellen, verschreiben ihre Brüder Adolf und Bertram ihr hiermit zu einem Unterpfand ihren Hof zu Ödekoven mit den Wingertsgütern und Rahmbüschen im gericht Duisdorlf sowie ihren Hof zu Ahrweiler mit Länderei, Wingert, Busch und allem weiteren Zubehör. Die beiden Brauttelute unterschreiben, und auf ihre Bitten hin sollen mit ihnen unterschreiben und hernach siegeln einerseits die Brüder, Oheime und Schwäger des Bräutigam, nämlich Arnold und Ebertin Raitz von Frentz, Wilhelm von Stommel, Arnold Raitz von Frentz, Vitztum und Kanonikus der Kollegiatkriche Unserer Lieben Frau in der Stadt Aachen, Winand Raitz von Frentz zu Fliesteden (V -), Adam von Galen zu Muchhausen der Ältere, Dietrich von Holthausen zu Altkrieckenbeck, Johann von Vercken ( F -) zu Verken (F -), Heinrich von Vercken (F -) zu Puffendorf und Hieronymus Wolff genannt Metternicht zur Gracht, sodann andererseits die Brüder, Oheime und Vettern der Braut: Adolf und Bertram von Ilem, Gebrüder, Reinhard Beissel von Gymnich zu Schmidtheim ( Schiddum ), Wilhelm von Goltstein, Herr zu Müggenhausen (Mucken -), Heinrich von Metternich zu Ramelshoven (Rameltz -), Heinrich, Herr zu Emlpt, Degenhard Haes (Haesen ) zu Konradsheim (Conners -) und Wilhelm von und zu Vlatten. Anm.: 1922 B)/C) existieren insgesamt in 3-facher Ausfertigung
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 8
U 1922/1
Bemerkung : Ausf., Perg. in Kasten 11Ausf., Perg. in Kasten 23Abschrift (von 1607), Perg. in Kasten 8



1582 Oktober 1



Beschreibung : Die Eheleute Adam von Hall und Margarete von Stammheim verkaufen an den achtbaren Matthias Krosch und dessen Ehefrau Barbara eine Jahrrente von vier Kapaunen und zwei Maltern Roggen, die sie laut Urkunde von den Eheleuten Herbert Schnitzler zu Quadrath ( Quatrat ) und Maria erblich beziehen und die ihnen von ihren Eltern zugefallen ist. Sie quittieren den Erhalt der [ungenannten] Kaufsumme, lassen die verkaufte Rente auf vor Peter Rembach, Vogt des Amtes Bergheim, Gerhard Moren, Jakob Klöckner, Emund Esser und den übrigen Schöffen des Gerichtes Bergheimerdorf und geloben Währschaft unter Verpfändung all ihrer Güter. Der Aussteller hängt sein Siegel an, auch namens seiner Ehefrau, und beide bitten den Vogt und die Schöffen um Mitbesiegelung.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 1928



[1583] Januar 14



Beschreibung : Wissem (n ) Die Eheleute Johann von Zweifel und Anna von der Alben bekennen, am 15. Juni des Vorjahres seien sie durch Vermittlung dazu bestellter fürstlich jülichscher Räte in Köln mit ihren Brüdern bzw. Schwägern Wilhelm und Bertram von Zweifel, auch mit den Vormündern des genannten Bertram, vertraglich dahin übereingekommen, daß man ihnen 6000 Goldgulden für ihren völligen Verzicht auf alle beweglichen und unbeweglichen Güter ihrer verstorbenen Eltern bzw. Schwiegereltern Kaspar von Zweifel und Elisbeth von Lützerode auszahlen solle und dazu noch 1000 schlechte Taler zu je 52 Albus für verauslagte Unterhaltskosten (Zerungen ), wobei zuvor geschlossene Verträge in Kraft bleiben sollen, soweit sie besagtem nicht zuwiderlaufen. Sie bestätigen hiermit, die beiden Summen bar erhalten zu haben, und erklären ihren Erbverzicht im Beisein der edlen und ehrenfesten Wilhelm von Stommel (Stum -), Bruno von den Reven, Jakob Meybaum, Vinzenz von den Reven und Heinrich Worms.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 1931



1550 Mai 3



Beschreibung : 2. Ausf. von U 70 = TNr. 1846 vom selben Tag, 2 Siegel erhalten. Prüfen
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 8
U 1945



Kasten 9


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 9/7




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Kasten 9


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 9/12




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Kasten 9


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 9/21




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Kasten 9


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 9/22




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Kasten 9


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 9/23




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1675 Oktober 29



Beschreibung : Johann Robert Stael v. Holstein, C[hristine] M[aria] Stael v. Holstein, Witwe v. Wylich zu Kombach, und Johann Adolf Stael v. Holstein, auch namens seines Bruders Franz Rudolf Stael v. Holstein und der von Letztgenanntem mitbevollmächtigte Dr. Peter König, diese als Erben des verstorbenen Adolf Wilhelm Frh. Raitz v. Frentz zu Martfeld ( Matte-), ferner Georg Friedrich Frh. v. Romberg, Herr zu Massen und Hausen als Vormund der minderjährigen Feihherrn und Fräulein Stael v. Holstein erklären, der Stael verstorbener Oheim Frh. Raitz v. Frentz habe den Minoritenpatres zu Lennep zum Bau einer Kirche 500 Rtl. ver-macht, für deren Auszahlung ihnen während der herrschenden Kriegszeiten bare Mittel fehlen.Um die Zinsen nicht weiter anwachsen zu lassen, bevollmächtigen sie hiermit den Lizentiaten der rechte Johann Tunneman, sich mit dem in Lennep vorstehenden Pater oder einem von diesem bevollmächtigten Pater nach Ingendorf bei Stommeln im Amt Berg-heim zu begeben und diesem dort so viel gutes Ackerland zuzu-weisen, wie der 500 Rtl. der Zinsen und Kosten wegen erforderlich ist.Die Aussteller unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf.Anm.: Die obige Vollmacht wurde am 12. Mai 1676 dem Gericht zu Stommeln vorgelegt und auf Beschluß der Schöffen ins Protokoll eingetragen. Die Sache selbst blieb in der Schwebe, weil die Freifrau v. Frentz zu Schlenderhan gegen die Ansprüche der v. Frentz - Martfeldschen Erben auf den Hof Ingendorf Protest angemeldet hatte.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 9
U 564



1777 Juli 12



Beschreibung : Köln Dechant und Kapital des Kölner Domstifts sowie die Grafen, Ritter und Städte als Landstände des Kurfürstentums bezeugen, daß lt. Landtagsbeschluß vom 29. April d. Js. einige tausend Rtl. gegen Obligation mit 3 ¿ %iger Verzinsgung aufgenommen werden sollen zur Wiederherstellung der abgebrannten kurfürstlichen Residenz. Daraufhin habe der Domherr und Generalvikar [Dr. Johann Philipp] v. Horn-Goldschmidt am 12. Juli d.Js. von der v. Frentz-Schlenderhanschen Fundation auf jederzeitige Löse nach halbjähriger Kündigung 1000 Rtl. entliehen, und diese Summe habe der Generaleinnehmer bar empfangen. Den Gläubigern wird hiermit pünktliche Zinszahlung zugesagt und Vollmacht erteilt, sich bei Mißzahlung ohne weiteres an die Landeskasse zu halten. Es unterschreiben: J.H. Bollich als Syndikus des Domstifts, J. Pelzer als gräflicher Syndikus, C. Gruben als Syndikus der Ritterschaft und J.F.G. Dierath als Syndikus der Städte.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 9
U 1305



1769 - 1804
Briefe an Franz Adolf von Nagel zu Listringhausen


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 10/2
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10, Akte 2
1632
Umfang : 15 Ausf.



1781 - 1782
Schreiben der Luise von Warsberg geb. Nesselrode an N.N., vermutlich Isabella Charlotte Raitz von Frentz geb. Warsberg, franz.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 10/3
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10, Akte 3
1631
Umfang : 3 Ausf.



1662 - 1691
Schreiben und Quittungen von Verwandten und ehemaligen Bedienten des Jan von Werth über Zahlungen der Lambertina Freifrau Raitz von Frentz geb. von Werth.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 10/4
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10, Akte 4
1630




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1778
Streit um das Erbe des 1778 verstorbenen Dietrich Freidrich Wilhelm von Neuhof gen. Ley. Bem. Niederau: wie in Kasten A2 Akte 6 zusammenlegen


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 10/5
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10, Akte 5
1629



1757
Berichte über die Erfolge der preußischen Truppen vor Prag.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 10/8
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10, Akte 8
1628
Umfang : 4 Bl. Abschriften.



1673, 1676
Haus Kleinenbroich: Einnahmen an Pacht und Abgaben, für 1673 auch Ausgaben.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 10/10
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10, Akte 10
1627
Umfang : 2 Kladden



1700
Verzeichnis der Immobilien im Besitz des Konrad von Nagel zu Gaul mit Angabe des Ertrags und des Werts. Eigenhändige besiegelte Aufzeichnung,


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 10/16
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10, Akte 16
1626
Umfang : 2 Bl.



1662 - 1702
Bemühungen der Raitz von Frentz, die 1637 anläßlich der Eroberung des Ehrenbreitsteins dem Jan von Werth von Trier zugesagten 8000 Rtl. nachträglich zu erhalten.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 10/17
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10, Akte 17
1625




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1615 Februar



Beschreibung : 1615 Februar 28 u. September 15Vor Gerwin Birckmann und Heinrich Aldenhoven, Doktoren beider Rechte und Schöffen des Hohen Weltlichen Gerichts zu Köln, bekundet Kaspar v. Elverfeldt, daß er am 11. November ( Martini) 1608 von den Eheleuten Johann v. Wylich zu Bernsau und Sebastiana v. Brembt 1000 Rtl. aufgenommen habe. Dann sei es wegen eines Hofes in der Weingartsgasse im Amt Blankenberg, den er dem v. Wylich in Abschlag der Schuldsumme verkauft habe, wie auch wegen der Verzinsung zu Auseinandersetzungen gekommen, bis er sich heute für sich und seine Ehefrau durch Vermittlung des Wilhelm v. Waldenburg gen. Schenkern, des Adam v. Gymnich (Gimmenich) und des Bertram v. Nesselrode zu Ehreshoven dahin habe vergleichen können, daß er dem v. Wylich die 1000 Rtl. binnen eines Jahres, spätestens binnen zweier Jahre in einer Summe bar zurückzahlen wolle oder solle. Bis dahin werde er dem v. Wylich zu Unterpfand stellen das Erbviertel, das ihm von der Witwe Stommel aus deren Hinterlassenschft zufiel. Wegen der bisherigen Zinsen und zweier verkaufter Pferde sind dem v. Wylich weitere 300 Rtl. zu entrichten. Den Zins der 1000 Rtl. hat der Verwalter der Stommelschen Güter Lizentiat Gottfried Godenau aus den laufenden Einkünften besagter Güter mit jährlich 50 Rtl. zu zahlen. Alle bisherigen Kaufbriefe und Vergleiche gelten als aufgehoben und werden ihm, v. Elverfeldt, zurückgegeben; die Original-Obligation über 1000 Rtl. bleibt bis zur Rückzahlung in der Hand v. Wylichs.Am 15. Sept. 1615 ratifiziert Elverfeldts Ehefrau Elisabeth geb. v. Hall vorstehende Vereinbarung.Die ausfertigenden Schöffen drücken ihre Siegel auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10
U 54



1617 September 8



Beschreibung : Michael v. Schaesberg zu Streithagen und Arnold Raitz v. Frentz zu Kleinenbroich, durch Verwandtschaft und Anordnung der Beamten zu Bergheim Vormünder der beiden unmündigen Kinder Anna Maria und Bertram der verstorbenen Eheleute Reinhard v. Wambach zu Havert ( Havers) und Agnes v. Schaesberg, verkaufen dem Johann v. Bering, vormaligem Schultheiß der Stadt Venlo, und seiner Ehefrau Johanna v. Osterwick erblich aufgrund eines kurbrandenburgischen wie pfalzneuburgischen Befehls den Hof genannter Kinder zu Hahnrath ( Hon-), wie er von der Lehnkammer Brüggen zu Lehen geht. Die Eltern v. Wambach waren derart verschuldet, daß sie Erbgut verkaufen mußten, und auf ihre Bitte hin hatte der Landesherr im Juni 1614 dem Amtmann zu Brüggen Karsilius v. Palant den Bescheid erteilt, man möge über die Qualifikation des am Kauf des Hofes Interessierten Mitteilung machen. Der beabsichtigte Verkauf kam nicht mehr zur Ausführung, weil die Eheleute v. Wambach starben. Nun haben die Aussteller als Vormünder die Sachlage unter Mitwirkung von Freunden erneut gründlich geprüft, den Verkauf als unvermeidlich befunden und sich entschlossen, die erforderlichen Genehmigungen bei der geldrischen Kanzlei und wo sonst nötig einzuholen, den Ankäufern aber die Abwicklung bei genannter Mannkammer zu überlassen. Der Kaufpreis ist auf 11.300 Gld. Venloer Währung vereinbart worden und soll je zur Hälfte am 2. Febr. ( Purificatio) 1618 und 1619 gezahlt werden.Die beiden Aussteller unterschreiben.Darunter: Quittung vom 30. Dez. 1619 - s. da!
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Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 10
U 64/1
Bemerkung : weitere Abschrift in Kasten 29



1622 Oktober 15



Beschreibung : BergheimDie sämtlichen Stommelschen Erben, nämlich Winand Raitz v. Frentz zu Schlenderhan (Schlenderen), Rudolf Raitz v. Frentz, Herr zu Schönau, Kaspar v. Elverfeldt zu Neuenhof und Wilhelm Spies zu Frechen, vereinbaren eine Erbteilung durch Auslosung. Kaspar v. Elverfeldt und Wilhelm Spies erhalten in ihrem Los die beiden Höfe zu Pulheim (Pol-), nämlich den freiadeligen Sitz und den kleinen Hof. Die Erträge an Roggen, Weizen, Hafer, Hühnern und Schweinen sowie die Abgabeverpflichtungen werden im einzelnen auf-geführt. Die Büsche ebenda im Umfang von 127 ¿ Morgen werden auf 30 Rtl. je Morgen taxiert, und für die Hälfte dieser Büsche sollen den anderen Miterben somit 1912 ¿ Rtl. zukommen. Wegen der auf den Büschen lastenden Schulden, nämlich zugunsten des Kanzlers, der ehrwürdigen Frau zu Burtscheid, Schwester, Tochter bzw. Nichte, soll jeder Erbe seine Quote binnen eines Jahres auszahlen. Die beiden Herren Raitz v. Frentz erhalten durch Los das freie Gut zu Anstel (Anxstell). Auch hier werden Einkünfte und Belastungen im einzelnen aufgeführt.Der ausfertigende kaiserlich autorisierte und bei der Jülicher Kanzlei approbierte öffentliche Notar Petrus Krösch unterschreibt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10
U 87



1625 April 15



Beschreibung : EfferenWinand Raitz v. Frentz zu Schlenderhan ( zur Schlenderen) kauft für 50 Rtl. von Dr. jur. utr. Heinrich Krantz die sogenannte Haller Weide, sechs Morgen groß und zu Quadrath gelegen, wie sie erst von Reinhard Kaltbier und nun von dessen Sohn Gotthard Kaltbier angepachtet wurde.Käufer und Verkäufer unterschreiben.
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Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10
U 95



1632 Juli 13



Beschreibung : KölnAdolf, Wilhelm und Hans Georg v. Katterbach, Gebrüder, bekunden, an Judith geb. v. Scheid gen. Weschpfennig, Witwe Krummel, den Pohlhof zu Eschmar mit allem Zubehör, darunter dem Busch Gyßke, einem Wein- und einem Baumgarten, nicht jedoch die Rahmhecken zu Sieglar von etwa 19 Morgen, wie all das von ihren verstorbenen Eltern gekauft worden war, für 4500 Tl. zu je 52 Albus kölnisch verkaufen zu wollen, wobei die Witwe 2000 Tl. wegen einer auf den Hof lautenden Verschreibung einbehalten kann. Hiermit bevollmächtigen sie den kaiserlich autorisierten Notar Johann Christoph Rosch zur gerichtlichen Auflassung und Anerbung, der Witwe in ihrem Namen Währschaft zu leisten und ihr alle betreffenden Archivalien zu übermitteln. Als Zeugen sind anwesend: Hermann Seyler und Christian vom Kranigh. Colln, im Hauß Nideggen gnandt under Gulden WagenEs unterschreiben Adolf v. Katterbach zu Gaul, Wilhelm v. Katterbach zum Altenhof, für Hans Georg v. Katterbach zum Steinhaus, der derzeit nicht schreiben kann, Dr. Johann Causemann, Gerhard v. Loe ( vom Lohe), dessen Ehefrau Gertrud geb.v. Katterbach und Sibylle v. Katterbach, letzlich der beim Reichskammergericht zu Speyer immatrikulierte Notar Andreas Schos.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10
U 156



1632 Juli 16



Beschreibung : KölnAdolf, Wilhelm und Hans Georg v. Latterbach zu Gaul, Altenhof bzw. Steinhaus, Gebrüder, bekunden, der Judith v. Scheid gen. Weschpfennig, Witwe Krummel, den Pohlhof zu Eschmar im Kirchspiel Sieglar für 4500 Tl. zu je 52 Albus kölnisch überlassen zu haben. Die Witwe kann vom Kaufpreis 2000 Tl. abziehen wegen einer auf den Hof verschriebenen Obligation in eben dieser Höhe. Den Rest sollte sie vereinbarungsgemäß nach Auflassung, Anerbung, Gewährleistung und Herausgabe der Briefe und Siegel zahlen, hat aber zum besten der Gebrüder v. Katterbach heute bereits die gesamte Restsumme bar bezahlt. Davon sollen ihr Schwager Gerhard v. Loe zu Stade ( Stadt) und seine Ehefrau Gertrud v. Katterbach, ihre Schwester, 1480 Tl. und ihre Schwester Sibylle 1000 Tl. erhalten entsprechend dem Vertrag, den die Geschwister am 8. Juli lfd. Js. verein-barten. Die drei Aussteller quittieren, versprechen, die Anerbung bei Gericht zu veranlassen, geloben Währschaft, Herausgabe der Archivalien und bevollmächtigen dieserhalb Johann Chistoph Rosch.Es unterschreiben: Adolf v. Katterbach zu Gaul, Wilhelm v. Katterbach zum Altenhof, für Hans Georg v. Katterbach, der derzeit nicht schreiben kann, Dr. jur. utr. Heinrich Lipman und letztlich der beim Reichskammergericht zu Speyer immatrikulierte öffentliche Notar Andreas Schos.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10
U 157



1634 März 20



Beschreibung : Leek (auf der Lecken)Johann v. Galen und seine Ehefrau Regina v. Horrich verkaufen den Eheleuten Arnold Raitz v. Frentz zu Schlenderhan und Elisabeth v. Wambach einen Morgen mit 14jährigem Holz bewachsenen Schlagbusch hinter dem Haus Schlenderhan, begrenzt von Land des Moritz v. Isselstein zu Linnep, das nun auch dem Ankäufer gehört, und weiteren Besitz des Käufers. Der Kaufpreis beträgt 39 Tl. kölnisch, den üblichen Weinkauf und einen halben Reichsort als Gottesheller. Die Verkäufer bestätigen den Erhalt der Kaufsumme, geloben Währschaft und bevollmächtigen Seger Arnoldi zur Auflassung vor dem Gericht Bergheimerdorf.Beide Ehepaare unterschreiben, und die Ehemänner drücken ihre Petschaften auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10
U 171



1634 März 20



Beschreibung : Leek (auf der Lecken)Moritz v. Isselstein zu Linnep und seine Ehefrau Kaspara v. Düngelen verkaufen den Eheleuten Arnold Raitz v. Frentz zu Schlenderhan und Elisabeth v. Wambach einen Morgen mit 14jährigem Holz gewachsenen Schlagbusch hinter dem Hause Schlenderhan, angrenzend an den Busch des Johann v. Galen, der nun auch den Käufern gehört, und an weiteren Besitz der Ankäufer. Der Kaufpreis umfaßt 39 Tl. kölnisch, den üblichen Weinkauf und einen halben Reichsort als Gottesheller. Die Verkäufer bestätigen den Erhalt der Kaufsumme, geloben Währschaft und bevollmächtigen Seger Arnoldi zur Auflassung vor dem Gericht Bergheimerdorf.Beide Ehepaare unterschreiben, und die Ehemänner drücken ihre Petschaft auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10
U 172



1636 Juli 21



Beschreibung : Wilhelm Raitz v. Frentz, Mitherr zu Fliesteden, und seine Ehefrau Henrika Schall v. Bell (von Schall) verkaufen den Eheleuten Arnold Raitz v. Frentz zu Schlenderhan und Kleinenbroich und Elisabeth v. Wambach, ihrem Vetter bzw. ihrer Nichte, erblich 15 Morgen Busch an den Hohen Buchen in den Geldern Büschen für 300 Rtl., deren Erhalt sie quittieren. Da die Aussteller verhindert sind, persönllich vor Gericht zu erscheinen, bevollmächtigen sie Hans Werner Rulandt zu gerichtlichen Verzicht. Ein Rückkauf mit 300 Rtl. und Zinsen von 5% jährlich ist nach acht Jahren zugelassen, dann nicht mehr.Es unterschreiben: Wilhelm Raitz v. Frentz, der auch sein Petschaft aufdrückt, und da Frau Henrika inzwischen gestorben ist, sein Schwiegersohn J[ohann] J[akob] v. Kinzweiler, der ebenfalls sein Petschaft aufdrückt, sowie dessen Frau Anna Elisabeth geb. Raitz v. Frentz.Beiliegend auf einem Bl. zwei Vermerke des Käufers: 1) daß er 1636 seinem Oheim zu Fliesteden vier Morgen Wiese bei der Rasselsmühle zur Nutzung gegen 140 Rtl. überlassen habe, 2) daß er am 16. Juli 1636 seinem Oheim zwölf Morgen als Rest des Busches an den Hohen Buchen für 300 Rtl. abgekauft habe, wobei dem Drosten Kinzweiler die Wiedererlöse nach acht Jahren gestattet worden sei.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10
U 181



1642 Februar 8



Beschreibung : KölnMargarete geb. v. Rolshausen, Witwe v. Lützerode (- rath) zu Clarenbeck und Forst, für sich und ihren minderjährigen Sohn Johann Reinhard v. Lützerode, Adolf v. Lützerode, kurfürstlicher Kämmerer und Rat, und seine Brüder Christoph und Johann Franz v. Lützerode, beide Deutschordens-Ritter, verkaufen an Elisabeth geb. v. Wambach, Witwe Raitz v. Frentz, ihre nachfolgend spezifizierten und in ihrer Lage genau beschriebenen Wiesen und Ländereien bei Quadrath, nämlich eine Kamp auf dem Raderfeld, der u.a. begrenzt wird von Land des Junkers Frentz zu Fliesteden und der Erben des Schultheißen zu Kenten und der vom Landmesser Gelissen auf neun Morgen und 28 Ruten gemessen wurde, sodann eine Wiese neben der verfallenen Mühle mir drei kleinen Kämpen, laut genanntem Landmesser sechseinhalb Morgen und 36 Ruten groß, ferner ihre an verschiedenen Stellen gelegenen Zehntwiesen von insgesamt 161 ¿ Morgen, die aus dem adeligen Hause Hall herrühren. Die Verkäufer quittieren den Erhalt der Kaufsumme, für die der Morgen mit 90 kölnischen Talern zu je 52 Albus bewertet wurde, übertragen die Objekte und geloben Währschaft. Verhandelt ... binnen ... Collen, im Stommeler Hof aufm Büchel genantNeben den Ausstellern, von denen Johann Franz v. Lützerode sich durch seinen bevollmächtigten Bruder Adolf vertreten läßt, unterschreiben und siegeln Hermann v. Hanxler ( Hanseler), fürstlich jülichscher Kämmerer und Stallmeister, Herr zu Setterich, Herstal und Reuschenberg, Amtmann zu Bergheim, Adolf Raitz v. Frentz zu Gustorf und Crato Bertrams, Vogt des Amtes Bergheim.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 10
U227/2
Bemerkung : Abschrift durch den Notar Matthias Weipeler, Papier in Kasten 8 Abschrift (18. Jh.), Papier, unbeglaubigt, in Kasten 11Ausf. Perg. in Kasten xxx



1701 Juni 9



Beschreibung : Bensberg, am Obergericht Johann Jakob Reinfelden, pfalzneuburgischer Oberschultheiß des Amtes und Hauptgerichts Porz, Servatius Gronewald, Peter Breidbach, Johann Kissel, Gerhard Geirath, Andreas Wistorff und Klemens Steingaß, Schöffen des Obergerichts Bensberg, bekunden, daß Georg Adolf Frh. v. Nagel zu Herl ihnen über die Meinugnsverschiedenheiten Mitteilung gemacht hat, die entstanden waren wegen der am 2. Juli 1689 bei ihrem Obergericht beurkundeten Verschreibung von 2000 Rtl. zwischen besagten Frh. v. Nagel und seinem Bruder Konrad Frh. v. Nagel zu Gaul. Da Frh. v. Nagel zu Herl um eine Erläuterung des Vertrages von Gerichts wegen ersucht hat, wird bestätigt, daß die 2000 Rtl. nicht von der damals verwitweten Maria Judith v. Nagel zu Herl aufgenommen wurden, die lediglich ihre Zustimmung erklärte, weil die Güter ihr noch zur Leibzucht zustanden. Vielmehr ist die Summe aufgenommen worden durch Konrad v. Nagel zu Gaul, der 1300 Rtl. zum Erwerb der Amtmannstelle zu Porz empfing und die Stelle daraufhin auch erhielt, und 700 Rtl. sind seinem Bruder zu Herl angewiesen worden. Der Oberschultheiß und die Schöffen drücken ihr persönliches bzw. ihr Amtsiegel auf, und es unterschreibt der Gerichtsschreiber C. W. Peltzer.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10
U 761



1704 Dezember 28



Beschreibung : Badinghagen Der Sekretär Johann Kaspar Mehler hatte namens seines Herrn, des Obristen [Friedrich Kaspar] Frh. v. Neuhof gen. Ley zu Badinghagen, vor Gericht geklagt, dieser, der seiner Dienste im kaiserlichen Heere wegen nur selten seine Familienangelegenheiten am Orte persönlich wahrnehmen könne, habe festgestellt, daß der derzeitige Kirchenschulte Johannes zu Butmicke sich zu der Zeit, als er, der Obrist, zu Ungarn im Felde stand, angemaßt hatte, am Ende des Badinghagen gegenüberliegenden schatzbaren Kirchengutes Butmicke eine Lohmühle anzulegen und wirklich in Gang zu bringen, und zwar an dem Gewässer, das auf die Badinghager Wiesen fließt und dann den Hausteich und andere Teiche zu Badinghagen speist. Der Obrist könne nicht dulden, daß Mühlen, Hämmer oder andere Werke zum Nachteil des Hauses Badinghagen, seiner Güter, Schmiede oder Fischerei angelegt werden, zumal er solches auch dem Abt zu Werden als Lehnsherrn gegenüber würde verantworten müssen. Da der Oberst binnen weniger Tage wieder zu seinem Kommando nach Ostfriesland verreisen müsse und keinem Präjudiz durch Stillschwiegen vorbauen dürfe, protestiere er, auch namens des Lehnsherren, und fordere die unverzügliche Beseitigung der Lohmühle und der Teiche. Dieser Rezeß war dem Johann zu Butmicke zur Rückäußerung zugestellt worden. Vorstehendes wird als Auszug aus dem Gerichtsprotokoll beglaubigt am 12. Febr. 1704 vom Gerichtsschreiber Stephan Franz Wever. Auf den Bescheid hin hat Johann zu Butmicke durch Freunde und Nachbarn, insbesondere durch Johann Spor den Alten auf Redlendorf, dem Obristen mehrfach darstellen lassen, daß er bei der Errichtung der Mühle nie auf den Gedanken gekommen sei, dies könne den Gütern des Obristen abträglich sein. Da er nun eines Besseren belehrt sei, werde er die Mühle beseitigen, bitte aber darum, ihm zur Minderung seines Schadens eine Frist von drei bis vier Jahren einzuräumen. Dafür werde er sich gerne erkenntlich zeigen. Der Obrist stimmt zu unter der Bedingung, daß ihm die bisher abgefallene und künftig abfallende sogenannte Schuster-Lohe unentgeltlich überlassen und der Bedarf seines Hauses und Gesindes an Lohe unentgeltlich hergestellt wird. Es unterschreiben: Friedrich Kaspar Frh. v. Neuhof gen. Ley, Johann Kaspar Mehler für sich und auf Ersuchen des Johann zu Butmicke, sodann als Zeugen Vyl [?], Bernhard Nippel und Johann Hohe. Darunter 1705 Mai 12: Peter Wever, Richter zu Meinerzhagen, bestätigt, daß der vorstehende Vergleich auf Ersuchen des Obristen ins Gerichtsprotokoll eingetragen worden ist. Er und der Gerichtsschreiber Stephan Franz Wever unterzeichnen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10
U 800



1763 August 11



Beschreibung : Schlenderhan Franz Winand Hieronymus Raitz v. Frentz, Herr zu Schlenderhan, Kleinenbroich, Kellenberg und Stammeln, Amtmann zu Bergheim, und seine Ehefrau Charlotte geb. Freiin v. Bylandt verpachten ihre Halbscheid des Hauses Stammeln nebst Zubehör und 18 Holz-gewalten im Heppendorfer Busch an Kornelius Rey und dessen Ehefrau Helena Müllers, und zwar vom 22. Febr. 1764 an auf zwölf Jahre. Mit der Unterschrift zahlen die Pächter 150 Rtl. als trockenen Weinkauf. Die Jahrespacht beträgt 300 Rtl. zu je 80 Albus und kann nur im Falle von Kriegsschäden, Mißwuchs und Hagelschlag nach Besichtigung reduziert werden. Was an Kapaunen, Gänsen, Hühnern, Pfenniggeld und Grundpacht einkommt, verbleibt den Verpächtern; dagegen haben die Pächter die vom Rittersitz Stammeln an Kirchen zu entrichtenden Abgaben ohne Kürzung der Pachtsumme zu zahlen. Die Pächter haben den Vorhof auf ihre Kosten instandzuhalten und bei Reparaturen am Haus die Fuhren kostenlos zu übernehmen. Es folgen weitere Angaben über die Pflichten der Pächter, die ihr gesamtes Gut zu Unterpfand stellen. Je eine Ausfertigung geht an die Verpächter und an die Pächter.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10
U 1176



1775 Februar 22



Beschreibung : Franz Arnold Frh. Raitz v. Frentz, Herr zu Schlenderhan, Kellenberg, Kleinenbroich, Gombach und Stammeln, pfalzneuburgischer Geheimer Rat und Oberamtmann von Stadt und Amt Bergheim, verpachtet sein großes und kleines v. Werthsches ( Dewietisches ) Hofgut im sowohl kurtrierieschen wie nassau-saarbrückischen Dorf Mensfelden zu je einem Viertel an die beiden Söhne des bisherigen Pächters Johann Balthasar Schwenck, nämlich Johann und Peter Schwenck, an Johann Heinrich Crecelius und an Philipp Dielmann [in der Unterschrift: Johann Philipp Wilhelm Thilmann ], den Schwiegersohn des Schultheißen Wagener, allesamt in Mensfelden wohnhaft. Die Pachzeit beginnt auf Cathedra Petri des lfd. Js. und gilt für neun Jahre. Die Pacht, für die Sicherheit zu stellen ist, beträgt 300 Gld. und ist je zur Hälfte auf Martini und auf Cathedra Petri fällig; dazu sind 20 Mlt. Korn jährlich an den Specht v. Bubenheimschen Kellner Seebold zu Kirberg in natura zu liefern, oder auf Verlangen ist eine entsprechende Summe, errechnet nach dem Mainzer Marktpreis, mit dem Pachtgeld zu entrichten. Bei Pachtantritt und bei einer eventuellen Verlängerung sind ferner 100 rhein. Gld. als trockenem Weinkauf zu zahlen. Es folgen weitere Bestimmungen über die Pflichten und Rechte der Pächter. Die beiden Ausfertigungen werden vom Verpächter unterschrieben und mit seinem Petschaft besiegelt, sodann unterschreiben die vier Pächter.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10
U 1296



1776 Oktober 17



Beschreibung : Oberaußem Franz Arnolf Reichsfrh. Raitz v. Frentz zu Schlenderhan (Schlenderen ) schließt einen Vergleich mit der Gemeinde Oberaußem (- ausheim ). Die vor einigen Jahren geplante Aufteilung der sogenannten Bethlehemer Heide stieß auf Schwierigkeiten, weil einerseits die Reichsabtei Kornelimünster die Grundherrlichkeit beansprucht, andererseits das Haus Schlenderhan alles Holz und den Wacholderschlag, mithin die zum Lehen gehörige volle Nutzung von Weg zwischen dem Hochgericht und der Tantelhecke bis ans kurkölnische Gebiet. Die Gemeinde Oberaußem, die nur zur Viehtrift und Abweidung der Heide berechtigt ist, hat dennoch begonnen, die Heide in Lose zu setzen und aufzuteilen, wogegen Freiherr Raitz v. Frentz Widerspruch einlegte, weil seinem Hause der Weidegang erschwert und der Wacholderschlag und das Holz insgesamt entzogen würde. Beide Teile einigen sich nun dahin, daß die Nachbarn zu Oberaußem auf Dauer auf ihr Weiderecht in dem Gebiet verzichten, das gestern im Beisein des Dorfvorstandes durch Einschlagen von Pfählen gekennzeichnet wurde. Es folgt eine genauere Ortsbe-schreibung. Dafür verzichtet der Freiherr auf alle Rechte in und an der übrigen Heide. Wie die Jülischen jetzt wegen der dem Reichsfrh. Beißel v. Gym-nich (Gymnich v. Beißel ) zu Lehen aufgetragenen 16 Häuser zu Ichendorf, die an der Bethlehemer Heide auch einen Distrikt zur Viehtrift haben, mit den Nachbarn zu Quadrath einen Tausch vereinbarten, so erklärt sich die Gemeinde Oberaußem, der dortigen Vereinbarung entsprechend, bereit, dann eine Entschädigung zu gewähren, wenn eine solche wegen Einbußen in der Viehtrift gefordert würde. Die Gemeinde überläßt Frh. Raitz v. Frentz den mit Sträuchern bewachsenen kleinen Winkel am Weg zur Tantelhecke neben dem Schlenderhaner Acker und erhält dafür 10 Rtl., die von den Vorstehern entgegengenommen werden. Außerdem werden den Nachbarn drei Ohm Bier spendiert. Es unterschreiben: Freiherr Raitz v. Frentz, Johannes Ules und Peter Wolff, Vorsteher, Gerhard Schmitz [!], Wilhelm Zander, Gerhard Schmitz [!], Hilbert Esser, Peter Pütz, Heinrich Pütz, Wilhelm Reintz, Peter Jungverdorben, Stephan Schmitz, Philipp Schmitz, Ferdinand Kemmerling, Hilger Koch, Ägidius Assemacher, Wilhelm Schwellen, Gottfried Mülleholtz, J. Wilhelm Fuchs, Jakob Schumacher + [Die mit +) Bezeichneten setzen anstelle der Unterschrift ein Kreuz als Merkzeichen.], Peter Brandenburger +), Issak Adolph +), Klemens Torp +), Jakob Bastolach, Gerhard Odendahl +), Stephan Kempen +), Peter Nol, Katharina Esser +), Michael Hau +), Johann Roberts +), Cäcilie Yffel +), Witwe Kaysers +), Gabriel Raunecken +), Peter Connes, Johann Moessen, Witwe Hängers +), Katharina Krauß +), Witwe Schickenbusch +), Elisabeth Reis +), Kapar Klein +), Adam Hängers +), Werner Futteler +), Johann Gois +), Eberhard Bock +), Witwe Häuserler +), Ägidius Wiedenfeld +), Adam Peters +), Reiner Budenbroch +), Tilmann Rübsteck, Martin Rübsteck und Wilhelm Dünwalt. Heinrich Adams, Schöffe des Gerichts Bergheimerdorf, bestätigt, daß Vorstehende unterschrieben bzw. unterzeichnet haben. Der Vorsteher Johannes Ules bescheinigt, daß die übrigen Eingesessenen, die durch Läuten zusammengerufen wurden, erklärt haben, dem Hause Schlenderhan sei im April 1775 die jetzige Vereinbarung bereits schriftlich angeboten worden, so daß ihre neuerliche Unterschrift nicht erforderlich sei. Darunter: 1778 April 21 - Kornelimünster. Karl Kaspar Frh. von der Horst, Administrator des Reichsstifts Kornelimünster, genehmigt vorstehende Vereinbarung unter dem Vorbehalt, daß dann, wenn Reichsfr. Raitz v. Frentz seinen Anteil roden und als Ackerland nutzen würde, seiner Lehnkammer der dritte Fuß zu vergüten wäre. Der Aussteller unterschreibt und drückt sein Siegel auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) kasten 10
U 1301/1
Bemerkung : Abschr. (um 1785), Pap. in Kasten 16, Akte 5



o.D.
Actenmäßige Geschichts- und Rechtserzählung in Sachen Freiherrn von Frentz zu Schlenderhan contra Freiherrliche Erbgenahmen zu Venningen in puncto legitimae, perceptorum et meliorationum.


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10
1624
Umfang : Druck, 12 gez. S.. 9 Ex.



1482 September 4



Beschreibung : Johann von Seelbach (Sel -), Engelberts Sohn, und seine Ehefrau Agnes verkaufen alles von ihrem Schwager und Oheim, dem verstorbenen Wilhelm von Koverstein (C- ) anerstorbene Erbe im Kirchspiel Lieberhausen ( Libberhuisen ) und in der Feste von Gummersbach, seien es Haus, Hof, Holz, Feld, Wiese, Hecke, Wasser oder was auch immer, an die Eheleute Adolf von Neuhof gen. Ley (Nienhove genant van der Leyen ) und Cilie [so !] für eine [unbenannte] Summe, deren Erhalt die Aussteller quitieren. Johann von Seelbach hängt sein Siegel an, und auf seine Bitte siegeln mit ihm Johann von Seelbach gen. Dornbach (Dören -) und sein Sohn Bernd von Seelbach. ... up gudesdagh nach synte Egidius tag des hylligen Abbats
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10
U 1803



1574 März 5



Beschreibung : Anna, Witwe des Albin Schlebusch, und ihre Söhne Gotthard und Jakob Schlebusch bekennen, im letzten Januar an Margarete von Siegenhoven (Se -) genannt Anstel, Witwe des Joahnn Raitz von Frentz zu Schlenderhan ( Schlenderen ) etliche Wiesen und Erbrenten, die sie von Christian Helfenstein und dessen Ehefrau Katharina Fercken angekauft hatten, erblich gegen eine [unbenannte] Summe veräußert zu haben. Sie quittieren hiermit, als Abschlag 120 Taler zu je 52 Albus erhalten zu haben, und übergeben den noch in ihrem Besitz befindlichen Kaufbrief über fünf zu Quadrath an der Mühle gelegenen Morgen Wiese. Es unterschreiben: die Witwe Anna, ihr Sohn Gotthard, der auch sein Petschaft aufdrückt, Jürgen [!] Schlebusch und Christine Schlebusch. Bem.: Es folgen Vermerke über vier weitere Zahlungen (kleinere Beträge) des Jahres 1574 und zwei undatierte.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 10
U 1895



1601



Beschreibung : Den HaagRitterschaft, Edle und Städte von Holland und Westfriesland belehnen den edlen und ehrenfesten Heinrich v. Randerath, Herrn zu Kleinenbroich, nach Tod seines Bruders Johann mit dem Gut Kleinenbroich im Amt Liedberg (Lydburch) und Stift Köln, mit dem Personatsrecht an der Kirche zu Büttgen ( Buytgen), allen anderen Benefizien und Offizien sowie dem Zubehör, wie diesen die Lehnregister von Holland und der Lehnsbrief vom 4. Mai 1569 benennen. Für das gräflich holländische Erblehen sind im Belehnungsfall zehn Karlsgulden zu entrichten und als Heergewäte ein roter Sperber oder zehn Stüber. Den Lehnseid geleistet hat für den Belehnten der Advokat Mr. Dirk Zimmer, der am 9. Oktober d.J. vor Notar und Zeugen bevollmächtigt worden war durch den edlen und ehrenfesten Wilhelm Quad von Wickrath zum Velde, Herrn zu Zoppebbroich, den seinerseits der besagte Heinrich v. Randerath durch unterschriebene und besiegelte Urkunde vom 12. Mai d.J. mit seiner Vertretung beauftragt hatte. Die Belehnung ist in die Register von Holland eingetragen worden im Beisein der Lehnsmannen von Holland Junker Johann van der Does, Herrn zu Noordwijk, Mr. Cornelius van der Hoech, Junker Steven van der Does und Joseph van Meerhoudt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 11
U 13/1
Bemerkung : weitere Ausf. in Kasten 15: Abschr. (17. Jh.), beglaubigt durch Unterschrift des öffentlichen Notars Franz Lützenrodt.



1602 Januar 26



Beschreibung : Köln, auf dem Krummen BüchelVor Kaspar Andreae von Sittard und Georg Volkwin, Schöffen des Hohen Weltlichen Gerichts zu Köln, dem ausfertigenden Notar Bernhard Wintzler und den am Ende benannten Zeugen errichtet die zwar körperlich etwas schwache, geistig aber völlig gesunde Johanna Raitz v. Frentz, Witwe des edlen und ehrenfesten Wilhelm v. Stommel, in ihrer Wohnung auf dem Krum-men Büchel in Köln ihr Testament. Da ihr Sohn Adolf v. Stommel vor kurzem gestorben ist und sie keine Leibeserben mehr hat, widerruft sie alle früheren Dispositionen und ihr Eheberedung, soweit das folgende Testament festgelegt. Zu ihren Erben bestimmt sie [1] den edlen Winand Raitz v. Frentz und dessen Kinder von seiner Ehefrau Maria v. Ilem ( Ilum), ferner [2] die Kinder Johann, Rudolf, Adolf und Katharina aus der Ehe des verstorbenen kurkölnischen Marschalls, Rats und Amtmanns zu Bonn Arnold v. Frentz mit Petronella v. Baren (Bahren), weiterhin [3 u. 4] die Herren Ebertin und Johann Raitz v. Frentz, Domherren der Stifte Lüttich bzw. Speyer, auch [5] Wilhelm Raitz v. Frentz, sofern dieser mit Rat der nächsten Verwandten heiratet oder sich in den geistlichen Stand begibt oder auch sonst ledig bleibt, sodann [6] Margarete Raitz v. Frentz, Ehefrau des edlen Wilhelm Spies v. Büllesheim zu Frechen, und deren eheliche Kinder, letztlich noch [7] den edlen Kaspar v. Elverfeldt und dessen Kinder aus der Ehe mit Elisabeth v. Hall. Dabei soll nicht nach der Zahl der Erben, sondern gleichmäßig in die sieben aufgeführten Stämme geteilt werden und der ausgeschlossen sein, der nicht adelig heiratet. Stirbt von den Kindern, Enkeln oder fernerer Deszendenten ein Erbberechtigter kinderlos, fällt dessen Erbteil zurück an den nächsten der sieben Erbstämme. Die beiden geistlichen Brüder Ebertin und Johann Raitz v. Frentz erhalten ausnahmsweise das Recht, über 1000 Reichst. ihrer Quote nach belieben zu verfügen. Die hinterlassenen Immobilien sollen während der nächsten 25 Jahre nach ihrem Tode weder verteilt, verkauft, belastet noch vertauscht werden. Wenn dann ein Erbberechtigter solches wünscht, sind statt Fremder die eingesetzten Erben oder deren Nachkommen zu berücksichtigen, damit der Name v. Stommel in Erinnerung bleibt. Die Erbmasse ist durch einen Einnehmer gegen jährliche Rechnung zu verwalten und der Ertrag zu teilen. Alle Briefe, Siegel. Register und Rollen sind in eine Kiste zu legen, die bei genanntem Herrn Ebertin deponiert und vom ältesten Bruder Winand und von Herrn Johann Raitz v. Frentz verschlossen werden soll. Die Hausarmen erhalten 800 Reichst., und zwar je zur Hälfte aus Mitteln ihres verstorbenen Ehemanns und eigenen Mitteln. Wer dem Testament widerspricht, wird vom Erbrecht ausgeschlossen. Die Ausstellerin behält sich vor, über ihr Sterbehaus und andere unbewegliche wie bewegliche Güter auch fernerhin noch zu disponieren.Die genannten Schöffen hängen im Beisein der Zeugen Reinhard von dem Hove und Ludolf von Breidtbach ihre Siegel an.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 11
U 14/2
Bemerkung : Ausf. Perg. in Kasten 1


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