Historisches Archiv der Stadt Köln
3 Nachlässe und Sammlungen
3.2 Nachlässe, Partei-, Vereins-, Familienarchive
3.2.18 Buchstabe R
Raitz von Frentz (Familie)
Best. 1037 Raitz von Frentz (Familie)

Gesamtanzahl der Verzeichnungseinheiten:  997

Verzeichnungseinheiten:  1-100 101-200 201-300 301-400 401-500 501-600 601-700 


1791 September 3



Beschreibung : Schlenderhan Franz Arnold Reichsfreiherr Raitz v. Frentz, Herr zu Schlenderhan, kurpfälzischer Geheimer Rat und Amtmann zu Bergheim, und seine Ehefrau Isabella geborene Reichsfreiin v. Warsberg bekennen, von den Erben des verstorbenen Karl Schmitz durch Johann Walter Schaafhausen in Köln 1200 Reichstl. zu je 80 Albus kölnisch, d.h. nach gängigem Kurs 626 Kronentl. zu je 115 Stüber und 10 Stüber, gegen vierprozentige Verzinsung aufgenommen zu haben. Zu Unterpfand stellen sie folgende in der Herrschaft Quadrath gelegenen Wiesen: 21 Morgen neben den sogenannten Haus-Frenzer Wiesen, fünf Morgen neben den Geretzhovener Wiesen und 6 1/2 Morgen sogenannter Koppelbanden. Das zuständige Gericht zu Quadrath soll die Verschreibung bestätigen und ins gerichtliche Kontraktenbuch eintragen. Die beiden Aussteller unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf. Schultheiß und Schöffen der Herrschaft Quadrath bestätigen am gleichen Tage, daß die zu Unterpfand gestellten Wiesen Eigentum der Schuldner, niemandem verpfändet und von einem Wert sind, der die 1200 Reichstl. zweimal übersteigt, und daß die Verschreibung in ihr Kontraktenbuch eingetragen wird. Es unterschreiben: der Schultheiß Theodor Correns, die Schöffen Constinus Hidefeldt, Christian Konin und Johann Peter Thelen sowie der Gerichtsschreiber Reiner Claeßen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
Bemerkung : Ausf., Papier in Kasten 11



1793 Dezember 27



Beschreibung : Wipperfürth Testament der Maria Adelheid Freifrau v. Nagel geborene v. Mülheim. Sie möchte neben ihrem verstorbenen Ehemann in der Franziskanerkirche zu Wipperfürth beigesetzt werden. Zu Testamentsvollstreckern bestellt sie Freiherrn v. Nagel zu Listringhausen, kurkölnischen Kammerherrn und kurpfälzischen Oberamtmann zu Bornefeld und Hückeswagen, sowie den Advokaten Dr. Fuhr bzw., falls dieser vor ihr sterben sollte, dessen Schwiegersohn, den Advokaten Brocke. Zwischen ihrem verstorbenen Ehemann Wilhelm Freiherrn v. Nagel und ihr selbst war am 7. September 1769 zwar ein Erbvertrag mit ihrem gemeinsamen Sohn Ferdinand Freiherrn v. Nagel, damaligem Profeß zu Scheda, und dem genannten hochadeligen Stift vereinbart worden, doch wurde diese Vereinbarung dann gänzlich augefhoben bzw. dahin abgeändert, daß ihr Sohn, der nun Kapitular zu Scheda ist, nach ihrem Tode 300 Reichstl. zur freien Verfügung erhalten soll, ferner auf Lebenszeit jährlich 60 Reichstl., und daß genannten Stift für Jahrgedächtnisse, die beiderseitigen Familien und ihrem Sohn zu halten sind, 1282 Tl. und 35 Stüber Kapital überwiesen werden sollen. Das Stift hat bei dieser Vereinbarung darauf bestanden, daß sich der Testamentsvollstrecker Dr. Fuhr und dessen genannter Schwiegersohn zur Sicherstellung der drei letzterwähnten Posten als Selbstschuldner verbürgen. Beide haben einen entsprechenden Revers ausgestellt und sollen ihrerseits dadurch sichergestellt werden, daß sie für den Fall, daß ihr, der Ausstellerin, Wohnhaus und Stall erneut eingeäschert werden sollten, sich an dem für die Jahrrente des Sohnes ausgeworfenen Kapital von 1500 Reichstl. schadlos halten können. Zum Wiederaufbau ihres, wie gesagt, abgebrannten Hauses und der Stallung hat sie derartig hohe Kosten aufwenden müssen, daß sie nur noch über 1600 Reichstl. verfügt, von denen je 600 bei Peter Matthias Aldendorf und Christ Stellberg und 400 bei Fritz Dorpelkus rentbar angelegt sind. Zur Aufbringung der nach Scheda bestimmten Gelder hat sie das Haus mit Stall, Garten und Wiesen verkauft, und es werden dafür nach ihrem Tode 750 Reichstl. wegen des Hauses und 250 Reichstl. für die Wiesen einkommen. Ihr Mobiliar ist auf 300 Reichstl. veranschlagt worden und soll nach ihrem Tode von den Testamentsvollstreckern meistbietend verkauft werden. Von den dadurch eingehenden Geldern erhalten die Hausarmen zu Wipperfürth 15 Reichstl., der Pater, der ihr beim Sterben beisteht, drei Konventstl.; für das Grab ist die gewöhnliche Gebühr von 25 Reichstl. vorzusehen; die sechs Patres, die an der Beisetzung teilnehmen, erhalten 6 Konventstl., der Pater Gurdian 2 Konventstl. und der Konvent 10 Reichstl. Weiterhin sollen jeweils genannte Beträge gezahlt werden für das Traueramt, 4 Messen, das Läuten der Glocken und für Kerzen, für 100 Seelenmessen, je ein Jahrgedächtnis jährlich am Sterbetag ihres Mannes und am eigenen, dem Pastor Hamm für ein Traueramt, wie es Pastor Schwartz beim Begräbnis ihres Mannes hielt, für die Schulkinder und die Leichenträger, für das Läuten der Rats-, Kirchen- und Kapellenglocke, für den Pater Präfekt, die Kerzenträger, den Sarg, Grabschmuck, für die vier armen Frauen, die Tag und Nacht die Leichenwache halten, der Magd für ein Trauerkleid, für die Beköstigung der Trauergesellschaft, die die Studenten, die das Wappen tragen, für Totenzettel, für die Sächsische Franziskanerprovinz und die benachbarten Kirchen. Wenn dann noch Mittel übrig bleiben, sollen Dr. Fuhr bzw. im Falle, daß er sie nicht überlebt, dessen Schwiegersohn 200 Reichstl. erhalten zur Abwicklung solcher Prozesse, die gegen ihr Testament angestrengt werden sollten; der verbleibende Überschuß geht an die Hausarmen. Sobald durch Ableben ihres Sohnes die genannte Jahrrente nicht mehr zu zahlen ist und damit das Kapital von 1500 Reichstl. verfügbar wird, gehen an Dr. Fuhr bzw. dessen Schwiegersohn 250 Reichstl. und an die Ehefrau des Advokaten Brocke 200 Reichstl. Die übrigen 1000 Reichstl. erhält der Kirchenvorstand, damit dieser von den Zinsen das Gehalt des Schulmeisters und der Schulmeisterin aufbessert und die armen Kinder unentgeltlich unterrichtet werden. Dafür sollen Schulmeister und Schulmeisterin einmal in der Woche nach oder vor dem Salve Regina für ihren Ehemann, sie selbst und ihren Sohn den Rosenkranz beten, und zwar während der vier Wintermonate in der Schule, sonst in der Kirche. Ihr adeliges, freies, zum wenigsten auf 4000 Reichstl. zu veranschlagendes Gut Büchel ist von den Testamentsvollstreckern öffentlich zu versteigern. Die Hälfte des Ertrages bleibt auf dem Gut stehen, die andere Hälfte ist für folgende Vermächtnisse bestimmt. Der Probst zu Scheda erhält ein Legat von 200 Gulden oder 133 Reichstl. und 20 Stüber und ihr verwaister Vetter Franz Adolf v. Nagel 600 Reichstl., sofern er sich dem Rat des Freiherrn v. Nagel zu Listringhausen fügt und seine Studien fleißig fort-setzt. Die Tochter ihres verstorbenen Bruders Karl v. Mülheim, der in königlich französischen Dienst als Oberleutnant stand, nämlich die in Paris verheiratete Madame Chapet bzw. deren Kinder erben 400 Reichstl. Ferner erhalten Dr. Fuhr oder sein Schwiegersohn für ihre Mühewaltung 300 Reichstl. Vom halben Verkaufserlös des Gutes Büchel soll ihr Sohn, weil er in den ersten zwölf Jahren wegen des erwähnten Brandschadens wenig als Spielpfennig erhielt, die Zinsen auf Lebenszeit genießen; nach seinem Tode gehen dann 800 Reichstl. an Madame Chapet und abermals 1000 Reichstl. als zu verzinsendes Kapital an die Schule sowie 200 Reichstl. an das Hospital zu Wipperfürth. Sollte der Hof Büchel mehr als 4000 Reichstl. einbringen, werden die Quoten anteilig erhöht. Falls Madame Chapet und deren Kinder verstorben sein sollten, dem französischen Patriotismus anhangen oder der katholischen Religion abgeschworen haben, fallen die ihnen zugedachten Summen an die Schule. Wenn das Stift Scheda zu Lebzeiten ihres Sohnes aufgehoben werden sollte, hat dieser das Recht, von den letzten aus dem Hof Büchel herrührenden 2000 Reichstl. jährlich zu seinem Unterhalt 200 Reichstl. einzufordern. Weil sie von der ersten, der sogleich zu erlegenden Hälfte des vom Hof Büchel erzielten Erlöses bisher erst über 1433 Reichstl. und 20 Stüber verfügt hat, behält sie sich das Recht vor, über den Rest gesondert zu disponieren. Schließlich beauftragt sie die Testamentsvollstrecker, die 40 Reichstl. jährlich einzufordern und an ihren Sohn zu überwei-sen, die dieser laut Testament ihres verstorbenen Bruders, des Hofrats v. Mülheim, nach Tod der Hofrätin als Spielpfennig erhalten soll. Die Ausstellerin unterschreibt die beiden Ausfertigungen ihres letzten Willens, drückt ihr Petschaft auf und bittet, mit ihr zu unterschreiben, den Pastor [Johann Josef] Hamm sowie die Zeugen Paul W.J. Weyreuther, J[ohann] Peter Herfft, J[ohann] Heinrich Herfft und Gottfried Gardeweeg.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1409



1794 Februar 16



Beschreibung : Köln Maria Theresia Horn-und Goldschmied, Meisterin des Klosters St. Maximin, bestätigt, daß F[ranz] Reichsfreiherr Raitz v. Frentz und dessen Ehefrau Isabella v. Warsberg das Kapital von 1000 Reichstl. [lt. Obligation vom 16. Aug. 1757 - s. da] bar zurückgezahlt haben, und verzichtet auf fernere Ansprüche. Die Ausstellerin unterschreibt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1410
Bemerkung : In einer Mappe mit Nr. 1129



1795 März 11



Beschreibung : Wipperfürth [Maria Adelheid] Freifrau v. Nagel geborene v. Mülheim verfügt letztwillig über die 566 Reichstl. und 40 Stüber,über die gesondert zu disponieren sie sich in ihrem Testament [vom 27. Dez. 1793 - s. da] vorbehalten hatte. Von genannter Summe soll ihr Sohn Ferdinand Freiherr v. Nagel 400 Reichstl. erhalten unter der Bedingung, daß der Probst zu Scheda ihm erlaubt, den Betrag nach Gutdünken zu verwenden. Sollte ihr Sohn dazu keine Zustimmung erhalten, werden ihm nur die Zinsen auf Lebenszeit ausgesetzt, und nach seinem Tode geht das Kapital dann an ihre Base, die Madame Chapet. Der Vorbehalt ihres Testaments, wonach Letztgenannter und deren Erben von der Hinterlassenschaft auszuschließen seien, wenn sie sich zur neuen französischen Verfassung bekennen sollten, wird widerrufen. Da sie auf Bitten des Advokaten Brocke und seiner Ehefrau die Patenschaft über deren jüngst geborenen Sohn Franz Jakob Josef übernommen hat, vermacht sie diesem 100 Reichstl. Der Pastor Hamm soll 25 Tl. und der Vikar Weyreuther 50 Reichstl. erhalten. Sie unterschreibt die doppelte Ausfertigung des Kodizills und bittet, mit ihr zu unterschreiben, Johann Jakob Niesen, Pastor zu Waxweiler, Johann Peter Herfft, Johann Heinrich Herfft, Johann Gottfried Gardeweg und den Pastor Johann Josef Hamm. in einem Heft mit dem Testament vom 27. Dez. 1793 - s. daLaut Rückaufschrift wurden Testament und Kodizill der am 20. März 1795 verstorbenen Erblasserin am 23. gleichen Monats in Wipperfürth gerichtlich eröffnet. In einer Mappe mit Nr. 1409
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1413



1798 Januar 2



Beschreibung : Köln Johann Ludwig Freiherr v. Dorth zur Horst, Obristleutnant des Fürst Leiningenschen Jägerregiments zu Pferd im Dienste des Kurfürsten von Pfalz-Bayern, drittgeborener Sohn des verstorbenen Klemens Zeno Frh. v. Dorth zur Horst und der Sophia Freiin v. Metternich zu Müllenmark, beredet die Ehe mit Maria Anna, vierter Tochter des Franz Arnold Frh. Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, kurpfälzischen Geheimrats und Amtmanns zu Bergheim, und der Isabella geb. Freiin v. Warsberg. Die Braut bringt ein statt einer Aussteuer 400 Reichstl. zu je 80 kölnischen Albus sowie 2000 Reichstl. Mitgift; beide Beträge sind bis zur Auszahlung mit vier v. H. zu verzinsen. Damit soll sie von allem Erbe ihrer Eltern, Brüder und Schwestern abgefunden sein und auch von allen Bei- und Seitfällen. Der Verzicht gilt nicht, sofern der Mannestamm der Raitz v. Frentz ausstirbt und falls die anderen Schwestern bei ihrer Verehelichung nicht auf ihr Erbrecht verzichten sollten, auch nicht bei testamentarischen Schenkungen. Weiterhin geregelt wird das Leibzuchtsrecht für den Fall, daß einer der Ehepartner mit bzw. ohne Kinder überlebt. Die beiden Ausfertigungen werden unterschrieben und durch Aufdrücken der Petschaften bekräftigt durch die Brautleute, durch O[tto] Graf v. Quadt zu Wickrath auf Seiten des Bräutigams, sodann andererseits durch die beiden Brauteltern, F[ranz] H[ugo] Beissel v. Gymnich, E[mmerich] Frh. Raitz v. Frentz und Ferdinand v. Bourscheidt zu Burgbrohl.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1423



1624 Dezember 24
Düsseldorf Wolfgang Wilhelm, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern, zu Jülich, Kleve und Berg, Graf usw., gibt Mitteilung an alle seine Vögte, Kellner, Zöllner und Gerichtsschreiber, ferner alle Schöffen, Gerichtspersonen, Boten, Bürger und Untertanen seiner Stadt und seines Amtes Bergheim: nachdem sein Kämmerer und jülischer Erbhofmeister Wilhelm v. Harff zu Alsdorf freiwillig als Amtmann zu Bergheim zurückgetreten ist, hat er zum Nachfolger seinen Haushofmeister Arnold Raitz v. Frentz ernannt. Aufgedrückt wird des Ausstellers Sekretsiegel, und es unterschreibt in seinem Auftrag: Johann B[arthold] v. Wonsheim.


Enthält : Ausf. durch Wilhelm Proff, Papier - Das Siegel ist abgefallen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
1633



1348 März 27



Beschreibung : Salmann, Bischof zu Worms, belehnt mit den fünf Höfen zu Grombach (Grum -) nach Auftragung durch die Gebrüder Raban und Wieprecht von Helmstadt den Ritter Heinrich von Ehrenberg. Der Aussteller hängt sein Siegel an. ... an dem Dunrestag nach unßerer Frauwen bode [schap ][1] tag Bem.: Nach dem im Archiv zu Wimpfen befindlichen und mit dem Siegel des Bischofs versehenen Original, beglaubigt am 9. Juni 1744 durch Johann Adam Goertz, kaiserlich autorisierten Notar. -
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1763



1385 Juni 11



Beschreibung : Arnold, Herr von Randerath (Randenroide ) und Erprath (-roide ), und seine Ehefrau Maria von Sayn (Seyne ) bekunden, daß sie sich auf Rat ihrer Freunde mit Hermann von Randerath wegen ihrer gegenseitigen Streitigkeiten und Forderungen ausgesöhnt und auf alle Ansprüche aneinander verzichtet haben. Sie geben nunmehr genanntem Hermann ihren Hof zu Rath (Roide ) im Lande von Dyck ( Dicke ) mit allen zugehörigen Gütern, Einkünften und Rechten, ferner das sogenannte Gut von Erprath, wie es mit Hof, Wingert, Land, Gut, Recht und Zubehör zu Wadenheim im Dorf und im dortigen Gericht unter der Grafschaft Neuenahr gelegen und von ihnen für jährlich fünf Ohm Wein verpachtet ist. Alle diese Güter betreffenden Urkunden übertragen sie gleichzeitig genanntem Hermann. Die Güter fallen an sie zurück, falls Hermann ohne Leibeserben stirbt; hinterläß er eine Witwe, so behält diese alle Güter auf Lebenszeit; hinterbleiben eheliche Kinder so erben diese. Beide Aussteller hängen ihre Siegel an, und auf ihre Bitten siegeln mit ihnen Graf Heinrich von Nassau, ihr Eidam, und Johann, Herr zu Gronsveld (Gronselt ). ... des sundages vur sent Vytz dage
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1771



1458 Januar 7



Beschreibung : Dietrich von Schlenderhan (Slenderhain ), Bruder des Deutschen Ordens, bekennt, daß seine Gebrüder Johann, Heinrich und Rutger ihm 120 schwere oberländische rheinische Gulden vorgestreckt hatten, um ihm die Aufnahme in den Orden zu ermöglichen, daß sie auch alle anderen Kosten bestritten und für ihn die 15 oberländischen Gulden gezahlt haben, die er seinem Neven Peter von Schlenderhan schuldete. Dieser Auslagen wegen verzichtet er nun auf sein Kindteil und auf alles Erbe, daß ihm von seinen geistlichen Brüdern und Schwestern zufallen könnte, und zwar im gleichen Umfang, wie seine Brüder Herr Ebertin und Herr Giso ihr entsprechendes Erbrecht an ihre vorgenannten Brüder Johann und Heinrich überlassen haben. Der Erbverzicht gilt nicht für Nachlässe von Seiten seiner weltlichen Geschwister oder anderer Verwandter. Der Aussteller hängt sein Siegel an und bittet seinen Bruder Ebertin, Komtur zu Gürath (Joederoede ), und seinen Oheim Johann von Reifferscheid um Mitbesiegelung. ... des neisten daiges na druytzien dage
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1786



1450 März 25



Beschreibung : Die Geschwister Cäcilie und Katharina von Schlederhan (Slenderhain ), Priorin bzw. Klosterjungfrau zu Ellen, vereinbaren nach Tod der Eltern mit ihren Brüdern Johann und Rutger eine Teilung. Die Gebrüder verpflichten sich, ihren Schwestern auf deren Lebenszeit ins Kloster nach Ellen acht Kaufmannsgulden zu je drei Mark und vier Schilling zu liefern, dazu jeder ein Schwein oder statt dessen fünf Mark. Diese Leibrente soll jeweils auf Remigius oder Allerheiligen aus Haus und Hof zu Schlenderhan entrichtet werden, die dafür zu Unterpfand stehen. Die beiden Schwestern verzichten vor Konrad Deutsch (Duytze ) und Johann Woiste, Mannen[3] des Abtes von Kornelimünster, auf alles Erbrecht. Da sie kein Siegel haben, bitten sie die Gebrüder Johann und Reinhard von Reifferscheid, ihre Oheime, Peter von Schlenderhan, ihren Neven , und die beiden genannten Mannen, ihre Siegel anzuhängen. ... up unser liever frauwen dach genant zo latyn annunciacio
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1787



1450 März 25



Beschreibung : Mechthild ( Metza ) von Schlederhan ( Slenderhain ), Klosterjungfrau zu Königsdorf (Koenixstorp ), teilt nach Tod der Eltern mit ihren Brüdern Johann und Rutger. Diese geloben, ihrer Schwester eine Leibrente von acht Kaufmannsgulden zu je drei Mark und vier Schilling und dazu ein Schwein oder statt dessen fünf Mark jeweils auf Remegius oder Allerheiligen aus dem Hof zu Ingendorf zu liefern, der dafür zu Unterpfand steht. Die Schwester verzichtet vor Konrad Deutsch (Duytze ) und Johann Woiste, Mannen[4] des Abtes von Kornelimünster, auf alles Erbrecht. Da sie kein Siegel hat, bittet sie die Gebrüder Johann und Reinhard von Reifferscheid, ihre Oheime, Peter von Schlenderhan, ihren Neven , und die beiden genannten Mannen, ihre Siegel anzuhängen. ... up unser liever frauwen dach genant zo latyn annunciacio In einer Mappe zusammen mit Nr. 1787
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1788



1478 Januar 5



Beschreibung : Matthias Walrave, seine Ehefrau Agnes und beider ehelicher Sohn Adam bekennen, Schloß Herrschaft und Güter zu Kendenich mit ihrem Zubehör und Recht eine Zeitlang den ehelichen Kindern Agnes und Mettel der verstorbenen Eheleute Gerlach von Kendenich und Jutta von Ulenbroich vorenthalten zu haben und nun mit Herrn Dietrich [Raitz von] Frentz (Frenßen ), Ritter, Herrn zu Kendenich, und dessen Ehefrau Agnes durch deren Freunde gütlich ausgesöhnt und verglichen worden zu sein. Herr Dietrich [Raitz von] Frentz, seine Frau Agnes und deren Schwester Mettel sollen Haus, Herrschaft und Güter zu Kendenich mit allem Zubehör und mit den Renten und Gütern zu Hürth (Hürtten ) fortan erblich besitzen, und sie, die Aussteller, wie ihre Erben sollen nichts mehr zu tun haben mit den Forderungen der Karthäuser zu Köln und anderer, soweit solche die Herrlichkeit Kendenich betreffen. Sie verzichten auf alle Rechte und Ansprüche an Haus, Herrlichkeit und Gütter und geloben, die Urkunde, mit der die Freunde die Angelegenheit regelten und die durch ihren Gnädigen Herrn, Herrn Herzog Wilhelm zu Jülich und Berg, Grafen zu Ravensberg und Herrn zu Heinsberg, ferner durch das Kapitel zu Köln und die Stadt Köln wie durch sie selbst besiegelt werden soll, bis Pfingsten den Eheleuten Frentz auszuhändigen. Um die Eheleute hinsichtlich der Aushändigung besagter Urkunde sicherzustellen, versprechen sie, die besiegelte Urkunde über die in Kendenich verauslagten Gelder sogleich bei Ritter Johann von Eller (Elner ) und Gotthard [von] Ulenbroich zu hinterlegen. Sollten sie den Vertrag nicht fristgerecht und mit allen Siegeln versehen den Eheleuten Frentz übergeben, so soll diesen die letztgenannte Urkunde am Tag nach Pfingsten zugestellt werden. Wird der Sühnevertrag dagegen ordnungsgemäß ausgehändigt und ihnen die hinterlegte Urkunde durch den von Eller und den von Ulenbroich zurückgegeben, so bleibt den Eheleuten Frentz freigestellt, besagte Urkunde jederzeit mit 500 Kaufmannsgulden einzulösen. Matthias und Adam Walrave hängen ihre Siegel an (1 u. 2), der Vater auch namens seiner Ehefrau Agnes, und auf ihre Bitte hin siegeln mit ihnen Johann von Hugenpoet (3), Ruprecht von Steinen (4), Dietrich von Hanxlede (5), Adolf von Bellinghausen ( Beldekusen ), Kellner zu Angermund (6) und Wilhelm Quad von Rade, Richter des Landes von Angermund (7). ... up den heilgen druytzein avent
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1798



1478 Dezember 15



Beschreibung : Vor Dietrich Cloeter, Peter Baumschäffner ( Boymsceffen ) und den übrigen Schöffen zu Kleinenbroich verkaufen der feste Johann Kessel und seine Ehefrau Beatrix dem Bruder Christian als dem Prokurator des Klosters St. Nikolaus ( dess Gotzhuysß zu senter Claysß ) ein Stück Bruch oder Busch von etwa neun Morgen zu Kleinenbroich, begrenzt von den Brüchen der Brüder von St. Nikaolaus und der Jungfrauen von Gnadenthal sowie des Johann Hasselt, von Land des Jakob Dreisseler und von der Biende . Sie quittieren den Erhalt den [ungenannten] Kaufsumme, leisten zugunsten des Klosters Verzicht und geloben Währschaft. Die Schöffenn hängen ihr Siegel an, und Johann Kessel siegelt für sich und seine Frau. ... up donrestage naest na sente Urbaens dagem des hilgen mertelers Bem.: Daran als Transfix eine Urkunde vom 4. Febr. 1491 - s. da.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1800



1491 Februar 4



Beschreibung : Adam Deutsch von Außem (Duetzsche von Ousheym ) bekundet, sein Oheim, der feste Johann Kessel, habe mit seiner Ehefrau Beatrix vordem den Brüdern zu St. Nikolaus bei Bedburdyck (zo senter Clais by der Dick ) ein Stuck Bruch oder Busch zu Kleinenbroich von etwa neun Morgen verkauft, wie das die Haupturkunde ausweist, an die dieser Transfixbrief anbesiegelt ist. Er bezeugt, daß besagter Erbkauf mit seinem Wissen und Willen erfolgte und verzichtet auf all sein Anrecht zugunsten der Brüder von St. Nikolaus, um ihrer guten Werke teilhaftig zu werden. Er hängt sein Siegel an und bittet Andreas, den Wirt, Johann Watman, Hermann Schmitz (Smytz ) und die übrigen Schöffen zu Kleinenbroich, ihr Schöffensiegel anzuhängen. ... up donrestage neist nae unser liever frauwen dage purificationis
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1805
Bemerkung : Als Transfix an einer Urkunde vom 27. Mai 1479 - s. da.



1526 Januar 20



Beschreibung : Büttgen Vor dem ausfertigenden Notar und nachbenannten Zeugen befragt der feste Junker Andreas [von] Randerath (Randenraide ), Kirchspielsmann zu Büttgen, den ehrbaren Johann Wevels von Kempen, ehemaligen Küster zu Büttgen, wer ihm seinerzeit das Küsteramt übertragen hat. Der Befragte erklärt, vor ungefähr 38 Jahren, als er Offermann zu Kaarst ( Carst ) war, sei er mit etlichen Freunden von Kaarst gekommen und habe im Beisein des verstorbenen Pastors Johann Aensorgh und der Nachbarn zu Büttgen und Kleinenbroich den verstorbenen Junker Johann [von] Randerath gebeten, ihm das Küsteramt der Kirchspielskirche zu Büttgen zu geben. Auf seine, des Pastors wie der Nachbarn Bitten hin habe der Junker ihm das Amt übertragen, das er dann etwa 20 Jahre lang ausgeübt habe. Als er sich nach dieser Zeit auf eine andere Stelle verbessern konnte, habe er bei genanntem Junker Andreas [von] Randerath das ihm von dessen Vater verliehene Amt gekündigt, worauf einer namens Andreas das Küsteramt erhalten habe. Seine Einsetzung durch Junker Johann [von] Randerath sei ohne Widerspruch von Seiten der Nachbarn erfolgt, und dies könne er erwünschtenfalls vor jeden geistlichen und weltlichen Gericht beeiden. Diese Aussage macht der Befragte in der Küche des Pfarrhauses zu Büttgen im Beisein des ehrwürdigen Herren Peter Clynckhem , Vizekurats der Diözese Lüttich, und Matthias Wilhelms, Altarpriesters der Kirchspielskirche zu Büttgen. Rückvermerk (17. Jh.): Ist ein Instrument, durch welches bewiesen wird, daß die Collation deß Cüsterdienst zu Butgen dem Besitzer deß Haußes Randerat zukommt, in deme im jaer 1526 der damahlige Cüster coram notario und zeugen außgesaget, daß ihme der cüsterdienst von dem Joncker van Randerath wäre conferirt worden.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1824



1552 Juni 5



Beschreibung : Goldingen in Livland Der durch Heinrich von Galen, den Meister des Deutschen Ritterordens in Livland, bestallte Hofrichter in Kurland Georg Bircks und seine beiden Beisitzer Heinrich von Brincken und Ewald Francken bezeugen, daß vor ihrem Gericht im Beisein des ehrenfesten Christoph von Neuhof genannt Ley ( van der Ley[7] ), Deutschordens-Komturs zu Goldingen, und der adeligen Herren Otto von Sacken, Heinrich Nettelhorst, Georg Vitting, Otto Goes und anderer mehr die drei Brüder Johann, Hauskomtur zu Goldingen, Christoph, des Deutschen Ordens Drost zu Kandau (Landau ), und Werner von Neuhof gen. Ley[8] erschienen seien. Die beiden erstgenannten Brüder haben an ihren ältesten Bruder Werner[9] ihren Anteil am väterlichen Erbe übertragen sowie alles, was ihnen durch eine Teilung zu gleichen Quoten an Haus Koberstein (Cover- ), an Land und Leuten, an Äckern, Wiesen, Kollationen, Fischereien, Höfen, Mühlen und beweglichenm Gut bereits zugefallen ist, und alles, was ihnen künftig noch zukommen mag. ... Richter und Beisitzer hängen ihr Siegel an und lassen jedem der Brüder eine Ausfertigung zukommen. Gegeben in Liefflant auf eines ordenns hauß Goldingen am heiligen Pfingstagh 1552. - Die Richtigkeit der vom mitunterzeichnenden Gerichtsschreiber zu Meinerzhagen Stephan Franz Wever gefertigten auszugweisen Abschrift nach dem vom Obristen von Neuhof genannt Ley zu Badinghagen vorgelegten Original beglaubigt durch Unterschrift und Aufdrücken seines Siegels der preußische Richter zu Meinerzhagen im Amt Altena Petrus Wever am 27. Febr. 1714 zu Meinerzhagen. -
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1848



1552 Dezember 20



Beschreibung : Vor Johann Drieß, Schultheiß, sowie Anton Kloesters und Adam Beßh , Schöffen zu Kleinenbroich, erscheint Andreas Broixters , derzeitiger Küster zu Büttgen (Buit -), um auf Antrag der Katharina Schilling, Witwe des Junkers Andreas von Randerath (Randenraidt ), Amtmanns zu Liedberg (-burgh ), darüber zu berichten, wer ihm das Küsteramt zu Büttgen vergeben und wie lange er es bedient habe. Der Befragte erklärt, vor 50 oder 51 Jahren sei das Küsteramt durch Verzicht des Johannes Wefels erledigt und vom verstorbenen Junker Johann von Randerath als dem Patron neu zu vergeben gewesen. Damals sei Junker Johann durch Junker Paul Schram, Konrad und Eberhard Meuter (Meuther ), die allesamt verstorben sind, sowie etliche Nachbarn zu Büttgen schriftlich gebeten worden, das Amt an einen aus Hüls zu vergeben. Er selbst habe sich seinerzeit mit Friedrich Meuter nach Baesweiler (Baißwiler ) begeben, aber Junker Johann von Randerath nicht angetroffen; sie beide seien dann nach Randerath gegangen, und man habe dort Johanns Sohn, den Junker Jakob von Randerath, zu sich in ihre Herberge rufen lassen und ihn gebeten, seinem Vater auszurichten, daß sie wegen des Küsteramtes gekommen seien. Als sie in der Herberge saßen und etwas tranken, habe ein guter Geselle zu ihm gesagt: wenn er eine Ente wäre, so würde er sich ängstigen, denn er rieche Pulver und Donnerkraut und glaube, sie hätten Propfen (Wiecken ) bei sich. Daraufhin habe er dem Junker Jakob heimlich gesagt, daß er sich krankheitshalber mit Pulver eingrieben habe, und der Junker habe sich damit zufrieden gegeben. Der .. Junker habe sie dann zu seinem Vater gebracht, und er, der Erklärende, habe diesen gebeten, ihm das Küsteramt zu übertragen. Junker Johann habe geantwortet, er würde ihm das Amt wohl gönnen, halte ihn aber nicht für tauglich, worauf er erwidert habe, er sei sehr wohl fähig dazu und habe einen Sohn, den er lernen lassen werde, und bis dahin werde ihm einer aus Neuss behilflich sein. Nun habe Junker Johann gesagt, wenn der Pastor zutimmen werde, solle er das Amt erhalten; er möge daheim sagen, der Junker wolle in Kürze selbst nach Kleinenbroich kommen, um mit dem Pastor zu sprechen. Als der Junker dann nach Kleinenbroich und anschließend nach Büttgen gekommen sei, habe Junker Paul Schramm mit seinem Anhang ersucht, das Amt an den aus Hüls zu vergeben. Daraufhin sei er mit Andreas, dem Wirt zu Weiler (Wyler ), Jakob Drieß, dem Schultheißen zu Kleinenbroich, dessen Schwager Hans Drieß und anderen Nachbarn an den Junker herangetreten, um die Vergabe des Küsteramtes an ihn zu erbitten, und der habe es damals erhalten und bediene es bis zum heutigen Tag. Diese eidesstattliche Erklärung des Küsters, die er im Beisein von Junker Jakob von Randerath, Daem und Gotthard Haen und des Neusser Bürgers Johann Monhem vor dem ausfertigenden Notar abgab, wird auf Ersuchen der Katharina Schilling durch die genannten Schöffen besiegelt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 11
U 1850/1
Bemerkung : Abschr. (16. Jh.) Pap. in Kasten 15



1555 September 24



Beschreibung : Dietrich von Bourscheidt (Bort -), ältester Sohn des verstorbenen Wilhelm von Bourscheidt und der Sophia von Velbrück, beredet die Ehe mit Ludgard (Luckart ), Tochter der verstorbenen Eheleute Johann von Zweifel und Johanna von den Reven. Er bringt in die Ehe den Sitz oder Burgfried zu Kleinbüllesheim mit Graben, Weihern, Baumgarten, Kämpen, Wiesen, Ackerland, Büschen und Buschgerechtigkeiten, wie er das in der Teilung mit seinem Bruder Bernd erhalten hat, frei von allen Anrechten der Mutter, des Bruders und der Schwester, ferner die Hälfte der Höfe zu Friesheim (Fryssem ) und Soller, das Weingewachs zu Scherfen und zu Alfter sowie die Hälfte der Güter, die seine Eltern besaßen, vorbehaltlich der vertraglich festgelegten Leibzuchtsrechte seiner Mutter und belastet mit der Verpflichtung, seiner Schwester Margarete von Bourscheidt bei einer Heirat gemeinsam mit seinem Bruder Bernd eine Mitgift zu stellen. Ludgard bringt außer einer standesgemäßen Aussteuer an Kleidern und Schmuck als Heiratsgut mit 2500 Goldgulden, die ihr auf den Zoll zu Birkesdorf verschieben sind, 700 Goldgulden, verschrieben auf den Hof Giesendorf (Gysen -) der von Frentz, und 700 Goldgulden in barem Geld. Damit soll sie abgefunden sein. Weitere Dispositionen erfolgen für die Fälle, daß ein Ehepartner vor dem anderen stirbt, daß er sich wiederverheiratet und daß die vereinbarte Ehe kinderlos bleibt. Die Brüder Dietrich und Bernd von Bourscheidt haben vereinbart, daß dann wenn einer von ihnen ohne Hinterlassung ehelicher Nachkommen sterben sollte, die Güter nicht an die Mutter, sondern an den überlebenden Bruder fallen und die Schwester 500 Goldgulden erhält. Es siegeln der Bräutigam (1) und auf seiner Seite sein Bruder Bernd (2), die Brüder Gerhard und Arnold von Velbrück (3. u. 4), Wilhelm von Gertzen, Herr zu Sinzenich (Sinsich ), Amtmann zu Münstereifel und Euskirchen (5), Thomas [Print von Horcheim genannt] von der Brohl (Broil ), Herr zu Rohr ( Roir ) (6), und Heinrich Rolman von Dattenberg (Daden -) (7), ferner für die Braut Kaspar von Zweifel (8), Stephan von Stommel (9), Herr Albrecht von Metternich (10), Kanoniker zu Bonn, Gerhard von Metternich (11) und Adam von Diepenbroich genannt Rauftesch (Rouftesch ) (12). Bem.: Rückvermerk (18 Jh.): Wan die Borscheiden außsterben thäten zu Klein Boilesheim, die Erbgenhamen von Zwiffel, alß Bolland ind Courtenbach, erben die eingebrachten Gütter.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1862



1556 Januar 30



Beschreibung : Büttgen Katharina Schilling, Witwe des ehrenfesten Andreas von Randerath, Amtmann zu Liedberg (Libbrich ), läßt durch den ausfertigenden Notar die Aussagen der folgend genannten Kirchspielsleute zu Büttgen (Buitgen ) protokollieren, nämlich des Schöffen Johann zu Weiler (Wiler ), des Vitus (Feit ) Vels, Hubert Hassels, Rutger Quell, Matthias im Steilick, Josef im Holtz; Hermann an der Wegschien, Jakob auf dem Bongart, Lambert Pesgens, Johann Kiker, Hubert, Johann und Peter auf dem Distelbleck, des Wirts Anton, des Gerhard auf dem Schunck und des Leo (Leff ) Pelser, daß keiner von ihnen Auftrag oder Vollmacht für den zu Köln wegen des Küsteramtes zu Büttgen schwebenden Rechtsstreits gegeben habe, der [angeblich] namens des ganzen Kirchspiels zu Büttgen von Hubert zu Schuiren, Hein Schreils, Engel Ploichmeister und Johann Weggen angestrengt wurde und geführt wird. Geschehen ... zu Buitgen, in gemeltes Thoniß, der wirdts, hauß.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1863



1563 Mai 10



Beschreibung : Christian Haestein ( Häästein ), Vogt des Amtes Bergheim, Heinrich Eiermann, Bertram Wirt, Eberhard Duitschen, Heinrich Inens und die übrigen Schöffen des Gerichtes zu Bergheimerdorf bekunden, daß der ehrenfeste Dietrich von Hall vor ihnen erblich an den achtbaren Heinrich von Krufft genannt Krudener eine Rente von zehn Hausten Heu aus seinem Heuzehnt im Quadrather Schwert für 200 bereits ausgezahlte bescheidene Goldgulden verkauft hat. Das Heu kann der Käufer jeweils auf Laurentius oder sobald das Heu trocken ist mit seinem Wagen abholen. Zu Unterpfand hat Junker Hall seinen gesamten Heuzehnt im Quadrather Schwert gesetzt, der sich über 150 Morgen Wiesen nach Nachbarshall zu erstreckt, des von Hall Eigentum und lediglich belastet ist mit 100 Goldgulden zugunsten des Kölner Bürgermeisters Philipp Gail (Giel ). Junker von Hall und seine Erben haben das Recht, die Jahrrente, sofern ein Vierteljahr zuvor schriftlich gekündigt wird, mit 200 in Köln zu zahlenden Goldgulden wieder einzulösen. Dietrich von Hall hängt sein Siegel an und erbittet Mitbesiegelung durch seinen Bruder Adolf von Hall, der dem Verkauf ausdrücklich zustimmt, und dessen Eheefrau Amalia von der Arff ( Arfft ) unterschreibt. Ferner siegeln der Vogt mit seinem eigenen und die Schöffen mit ihrem Amtssiegel. Bem.: Rückvermerk 1) (16. Jh.): Unkosten, so hierauff zu verfertigung diß brieffs gangen, beleuffzt sich drei goldgulden ein ort und dan ein daler. 2) (17. Jh.): Ist eine von Diederich von Hall im jahr 1563 außgestelte obligation gegen entlehnte 200 goldgulden, worinn er zum unterpfandt seinen hewzehend, im Quardrather Schwerdt liegend und über 150 morgen außmachend, stellet, worab dan abzunehmen ist, daß dießer nunmehro anß Hauß Schlenderhan von denen von Lutzeradt acquirirte heuzehend vorhin an den Diederich von Hall müße gehört haben.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1875



1564 Oktober 2



Beschreibung : Die [ungenannten] Schöffen zu Bergheimerdorf (Berchemer -) bezeugen zu wissen, daß der ehrenfeste Adolf von Hall mit seiner Frau Amelia von der Arff dem achtbaren Christian Haestein, Vogt des Amtes Bergheim, 30 Morgen Busch, die ihm durch Tod seines Bruders Dietrich von Hall zugefallen waren, für bescheidene 240 Goldgulden kurfürstlicher Münzen verkauft hat unter dem Vorbehalt eines erblichen Rückkaufrechts. Hiermit gestattet der genannte Vogt und mit ihm seine Ehefrau Katharina Hambloch den Eheleuten von Hall und deren Erben, die 30 Morgen jederzeit mit 240 Goldgulden genannten Wertes zurückkaufen zu können, sofern sie ein Vierteljahr zuvor kündigen und die besagte Summe zu Bergheim ungekürzt auszahlen. Der Vogt hängt sein Siegel an; und die Schöffen fügen ihr Amtssiegel bei.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 13, Akte 1\par 2) Kasten 11
Bestellsignatur: 2) Kasten 11
U 1877/2
Bemerkung : Abschr. (um 1600), Pap. in Kasten 13, Akte 1



1569 Mai 4



Beschreibung : Den Haag Philipp, König von Kastilien, Aragon, Neapel, beider Sizilien usw., belehnt Johann von Randerath (Randenrart ), wohnhaft zu Kleinenbroich (-broick ) im Stift Köln, für sich und seine Brüder und Schwestern, allesamt Kinder des verstorbenen Junkers Andreas von Randerath und der Katharina Schilling, nach Tod des Schildknappen Georg Schilling, der als Vormund von Mutters Seite für die damals noch unmündigen Kinder ausweislich der Register von Holland belehnt worden war, mit dem Gut zu Kleinenbroich im Amt Liedberg (Lydburch ), dem Personatsrecht an der Kirche zu Büttgen ( Buytgen ), allen anderen Benefizien und Offizien, dem Patronat der Kirche zu Kleinenbroich, dem Zehnt im Kleinenbroicher Feld, der jährlich zweimal etwa je 35 [Malter] Korn erbringt, 100 Morgen Ackerland, davon etwa 70 im Kleinenbroicher Feld liegen und die ubrigen in den gräflichen Landen, ferner mit einer Holzgewalt in der Büttgener Mark, zwölf Morgen Bruch und neun Morgen Wiese hinter dem Haushof, die Kuhweiden eingerechnet, sodann mit den Jahrrenten von 57 Maltern Roggen, 100 Maltern Hafer und fünf Maltern Gerste sowie 143 Hühnern jährlich, von denen das Haus zu Liedberg 50 Hühner abzugeben hat, während die Kornrenten und übrigen Hühner von den gemeinen Nachbarn und Kirchspielsleuten zu liefern sind. Für dieses gräflich holländische Erblehen sind bei jedem Belehnungsfall zehn Karlsgulden zu entrichten und als Heergewäte ein roter Sperber oder zehn Stüber. Der vorgenannten Katharina Schilling bleibt ihr Leibzuchtrecht an den Gütern auf Lebenszeit vorbehalten. In Anwesenheit der Lehnsmannen von Holland Meister Cornelius Oem, Cornelius Wyelandt , Peter Herweyer und Jan Beurkenert wird das Siegel des Lehnshofes von Holland angehängt, und es unterschreibt V. van Suys, Statthalter und Lehnsmann von Holland.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 11
U 1883/1
Bemerkung : Abschrift (des Notars Christoph Baesweiler, 17. Jh.), Papier in Kasten 11Übersetzung ins Französische (1809) in Kasten 22, Akte 26



1569 Mai 4



Beschreibung : Den Haag Philipp, König von Kastilien, Aragon, Neapel, beider Sizilien usw., belehnt Johann von Randerath (Randenrart ), wohnhaft zu Kleinenbroich (-broick ) im Stift Köln, für sich und seine Brüder und Schwestern, allesamt Kinder des verstorbenen Junkers Andreas von Randerath und der Katharina Schilling, nach Tod des Schildknappen Georg Schilling, der als Vormund von Mutters Seite für die damals noch unmündigen Kinder ausweislich der Register von Holland belehnt worden war, mit dem Gut zu Kleinenbroich im Amt Liedberg (Lydburch ), dem Personatsrecht an der Kirche zu Büttgen ( Buytgen ), allen anderen Benefizien und Offizien, dem Patronat der Kirche zu Kleinenbroich, dem Zehnt im Kleinenbroicher Feld, der jährlich zweimal etwa je 35 [Malter] Korn erbringt, 100 Morgen Ackerland, davon etwa 70 im Kleinenbroicher Feld liegen und die ubrigen in den gräflichen Landen, ferner mit einer Holzgewalt in der Büttgener Mark, zwölf Morgen Bruch und neun Morgen Wiese hinter dem Haushof, die Kuhweiden eingerechnet, sodann mit den Jahrrenten von 57 Maltern Roggen, 100 Maltern Hafer und fünf Maltern Gerste sowie 143 Hühnern jährlich, von denen das Haus zu Liedberg 50 Hühner abzugeben hat, während die Kornrenten und übrigen Hühner von den gemeinen Nachbarn und Kirchspielsleuten zu liefern sind. Für dieses gräflich holländische Erblehen sind bei jedem Belehnungsfall zehn Karlsgulden zu entrichten und als Heergewäte ein roter Sperber oder zehn Stüber. Der vorgenannten Katharina Schilling bleibt ihr Leibzuchtrecht an den Gütern auf Lebenszeit vorbehalten. In Anwesenheit der Lehnsmannen von Holland Meister Cornelius Oem, Cornelius Wyelandt , Peter Herweyer und Jan Beurkenert wird das Siegel des Lehnshofes von Holland angehängt, und es unterschreibt V. van Suys, Statthalter und Lehnsmann von Holland.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 11
U 1883/2
Bemerkung : Ausf., Perg. Das Siegel ist verloren in Kasten 11Übersetzung ins Französische (1809) in Kasten 22, Akte 26



1578 Oktober



Beschreibung : Schlenderhan Die Brüder Winand und Ebertin von Frentz, Söhne zu Schlenderhan (Schlendern ), verpachten erblich an Peter zu Quadrath und dessen Ehefrau Else einen Morgen Ackerland im Himmelreich [zu Quadrath], der neben dem Kavissengut liegt und begrenzt wird von der Gasse, Bruns Kamp und den fünf Morgen der von Hall (lanx hallen 5 morgen ). Die jeweils auf Martini fällige Pacht beträgt ein Malter Hafer und zwei ausgewachsene Kapaune. Das Gut darf ohne Erlaubnis des Hauses Schlenderhan weder aufgeteilt noch verkauft werden. Es werden zwei gleichlautende Zettel geschrieben und durch die Buchstaben A B C hindurch auseinandergeschnitten.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1919



1580 Februar 12



Beschreibung : Winand Raitz von Frentz (Frenß ) zu Schlenderhan, Sohn der verstorbenen Eheleute Johann Raitz von Frentz zu Schlenderhan und Margarete von Siegenhoven genannt Anstel (Anxstell ), beredet die Ehe mit Maria, Tochter der verstorbenen Adam (Dhaim ) von Ilem zu Medinghoven (Meytighoven ) und der noch lebenden Maria von Wevorden geborenen Tochter zu Drove. In die Ehe, die bei erster Gelegenheit durch öffentlichen Kirchgang und Beilager vollzogen werden soll, bringt die Braut als Mitgift 5000 Taler ein, jeden zu acht Mark und vier Albus kölnischer Währung gerechnet; davon sollen ihre Brüder Adolf und Bertram von Ilem 3000 Taler nach Ablauf von vier Jahren und nach ein Jahr zuvor erfolgter Aufforderung bar ausbezahlen, und nach Tod der Mutter werden entsprechend dem zwischen den Gebrüdern und Schwestern von Ilem aufgerichteten Vertrag weitere 2000 Taler fällig, deren erwünschte Auszahlung gleichfalls ein Jahr zuvor mitzuteilen ist. Sollten die Brüder vorzeitig zahlen wollen, steht ihnen das jederzeit frei, doch ist auch dies ein Jahr vorher mitzuteilen. Bis zur Zahlung werden die Kapitalien mit fünf von hundert verzinst, und dieser Zins ist jährlich zuentrichten. Da die Mitgift bei kinderlos bleibender Ehe zurückfallen würde, verpflichtet sich Winand Raitz von Frentz, bei Auszahlung sein Haus Schlenderhan zur Sicherheit zu stellen und, weil dies ein Lehen ist, eine besiegelte Einverständniserklärung des Lehnsheren beizubringen. Außer der Mitgift erhält Maria von ihren beiden Brüdern weitere 500 Taler für Kleidung und Schmuck, und zwar am Hochzeitstag. Nach Entrichtung aller genannten Beträge gilt Maria als abgefunden; falls und sooft nötig oder erwünscht, soll sie mit ihrem Ehemann dann den Verzicht auf alle Güter ihrer Eltern und Geschwister erklären. Stirbt von ihnren noch lebenden Geschwistern Adolf, Bertram und Sophia jemand ohne Leibeserben, soll Maria beim ersten und zweiten derartigen Todesfall je 2000 Taler innerhalb eines Jahres, gegebenenen falls nach dem Erlöschen von Leibzuchtsrechten, erhalten; sollten ihre sämtlichen Geschwister ohne eheliche Erben sterben, steht ihr das gesamte väter- und mütterliche Erbe zu. Der Bräutigam bringt in die Ehe ein Haus und Sitz Schlenderhan samt Zubehör und was ihm ansonsten durch Tod seiner Eltern zugefallen ist, auch das Haus Hall und was er hinzugekauft hat. Sollte Winand vor seiner Frau sterben, so steht es dieser frei, bei ihren Kindern zu bleiben. Möchte oder kann sie dies nicht, soll sie jährlich 25 Goldgulden für eine Wohnung erhalten, das bewegliche Gut mit ihren Kindern hälftig teilen, ausgenommen ihre Kleidung und Schmuck, die ihr gänzlich allein zukommen, und zu ihrem Unterhalt sind ihr jeweils zu Martini 200 Taler, 20 Malter Hafer und zehn Malter Gerste, alles in kölnischem Maß, kostenfrei nach Köln oder Bonn zu liefern. Zudem behält sie auf Lebenszeit die Leibzucht an allem Gut, das während der Ehe gewonnen und das von ihrer Seite in die Ehe eingebracht wurde. Es folgen weitere - der üblichen - Eventualklauseln. Um Maria insichtlich ihrer Mitgift und der 500 Taler für ihre Aussteuer sicherzustellen, verschreiben ihre Brüder Adolf und Bertram ihr hiermit zu einem Unterpfand ihren Hof zu Ödekoven mit den Wingertsgütern und Rahmbüschen im gericht Duisdorlf sowie ihren Hof zu Ahrweiler mit Länderei, Wingert, Busch und allem weiteren Zubehör. Die beiden Brauttelute unterschreiben, und auf ihre Bitten hin sollen mit ihnen unterschreiben und hernach siegeln einerseits die Brüder, Oheime und Schwäger des Bräutigam, nämlich Arnold und Ebertin Raitz von Frentz, Wilhelm von Stommel, Arnold Raitz von Frentz, Vitztum und Kanonikus der Kollegiatkriche Unserer Lieben Frau in der Stadt Aachen, Winand Raitz von Frentz zu Fliesteden (V -), Adam von Galen zu Muchhausen der Ältere, Dietrich von Holthausen zu Altkrieckenbeck, Johann von Vercken ( F -) zu Verken (F -), Heinrich von Vercken (F -) zu Puffendorf und Hieronymus Wolff genannt Metternicht zur Gracht, sodann andererseits die Brüder, Oheime und Vettern der Braut: Adolf und Bertram von Ilem, Gebrüder, Reinhard Beissel von Gymnich zu Schmidtheim ( Schiddum ), Wilhelm von Goltstein, Herr zu Müggenhausen (Mucken -), Heinrich von Metternich zu Ramelshoven (Rameltz -), Heinrich, Herr zu Emlpt, Degenhard Haes (Haesen ) zu Konradsheim (Conners -) und Wilhelm von und zu Vlatten. Anm.: 1922 B)/C) existieren insgesamt in 3-facher Ausfertigung
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 11
U 1922/2
Bemerkung : Entwurf (mit zahlreichen Streichungen und Änderungen), Papier in Kasten 8Ausf., Perg. in Kasten 23Abschrift (von 1607), Perg. in Kasten 8



1587 März 13



Beschreibung : Die verstorbenen Eheleute Stephan von Stommel zum Neuenhof und Johanna von Zweifel hinterließen neben anderen Erbgütern ein Haus zu Köln auf dem Krummen Büchel (Buigell ), das dann durch ihren Sohn Wilhelm von Stommel gemeinsam mit seiner Ehefrau Johanna Raitz von Frentz und nachfolgend durch Letztgenante als Witwe eine Zeitlang bewohnt und in dieser Zeit an Fenstern, Türen und anderen baulich verbessert wurde. Nun haben die Witwe Edel von Langen des Arnold von Stommel, der ebenfalls ein Sohn der Eheleute Stephan von Stommel und Johanna von Zweifel war, und deren Tochter Edel von Stommel um Teilung des besagten Hauses ersucht. Da dessen Beschaffenheit eine Teilung kaum zuläßt, ist die Witwe des Wilhelm von Stommel bereit, die andere Hälfte anzukaufen, und durch Vermittlung nachbenannter Herren und Freunde wird dieserhalb folgender Vertrag geschlossen: Genannte Johanna Raitz von Frentz übernimmt die auf dem Hause stehende Rente von 15 Goldgulden jährlich bzw. die Hauptsumme von 300 Goldgulden auf sich allein und gelobt, der Witwe und Tochter des Arnold von Stommel für deren Hälfte auf Johannis am Schrein zu Köln 1000 Taler zu je 52 Albus zu zahlen. Sogleich nach der Zahlung sollen Mutter und Tochter auf ihren Anteil Verzicht leisten, und Johanna soll sich anschreinen lassen. Die mehrgenannte Tochter Edel von Stommel wird zudem für ihren Verzicht von ihrer Tante einen Ring im Wert von 30 Talern erhalten. Alle gegenseitigen Forderungen, so die wegen des Hauszins und der Baukosten, sollen damit verglichen sein. Es unterschreiben: Edel von Langen, Witwe von Stommel, ihre Tochter Edel von Stommel, Johanna Raitz von Frentz, Witwe von Stommel, sowie die Vermittler Johann von Judden, Dietrich von Haren, Johann Haisten, Winand von Frentz, Arnd von Frentz, Gerhard von Galen und Gerhard Angelmacher.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 11
U 1940



1633 Januar 7



Beschreibung : DüsseldorfJohann Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Domherr zu Lüttich und Münster sowie Propst an St. Martin zu Lüttich, pfalzneuburgisch jülich-und bergischer Geheimer Rat und Kanzler, errichtet sein Testament. Er widerruft alle bisherigen Dispositionen, soweit sie den folgenden letztwilligen Verfügungen widersprechen. Obwohl ihm von den Gütern seiner Eltern sein Kindteil zusteht, hat er es doch den Kindern und Erben seiner beiden verstorbenen Brüder überlassen. Diese haben mit seinem Willen geteilt und sollen von seiner Hinterlassenschaft nicht mehr beanspruchen als bei der Teilung vereinbart wurde. An sonstigen, teils ererbten, teils erworbenen Gütern besitzt er zur Zeit: Ein Haus mit Garten und Hinterhaus in Köln auf dem Krummen Büchel, jetzt Stommeler Hof genannt, wie es ihm im Schreinsbuch Löhrgasse der Pfarre St. Peter am 15. Mai 1625 als Eigentum eingetragen wurde, die Hälfte des Hauses und Hofes zu Kleinenbroich, die er angekauft und seinem Vetter Arnold Raitz v. Frentz überlassen hat, der nach seinem Tode dafür in die weiter unten beschriebene Fundation jährlich 100 Reichstl. zahlen soll, wobei diese Verpflichtung mit 2000 Reichstl. abgelöst werden kann, die dann anderweitig für die Fundation anzulegen sind, eine Rentverschreibung über 3000 Goldgld. Hauptsumme bzw. 150 Ggld. Jahrrente, die aus dem Hof Quadrath seines Vetters Adolf Sigismund Raitz v. Frentz zu Kendenich am 17. März 1621 dem Franz Frantzen verschrieben wurde und die er im Februar 1628 lt. Originalurkunde mit Transfix an sich brachte, eine Verschreibung auf die Kellnerei zu Bergheim in Höhe von 6000 Reichstl. bzw. 300 Reichstl. Jahrrente lt. Urkunde vom 29. März 1629, eine Rentverschreibung von 5000 Reichstl. bzw. 250 Reichstl. Jahrrente, die ihm am 11. Febr. 1620 von der Stadt Düren verschrieben wurde, eine Rentverschreibung von 5000 Reichstl. bzw. 250 Reichstl. Jahrrente, die ihm am 12. Febr. 1632 von der Frau zu Gürzenich und ihren minderjährigen Kindern auf etliche Gürzenicher und andere Güter verschrieben wurde, und seine Behausung zu Lüttich beim Kloster St. Lambert. Er möchte beigesetzt werden in der Pfarrkirche zu Quadrath im Amt Königsdorf. Dort soll für ihn und seine Familie künftig ein Jahrgedächtnis mit einer Singmesse durch den Pastor und mit vier stillen Messen durch benachbarte Pastöre oder andere Priester begangen werden; dafür erhalten die Priester je einen Reichhstl., die Offerleute, die mit den Priestern nach Quadrath kommen, je ¿ Reischstl. und die Choralen und Scholaren, die mitkommen, je 1/8 Reichstl. Außerdem verfügt er, daß seine Testamentsvollstrecker sowie die Inhaber des Hauses Schlenderhan und der Abt zu Brauweiler nach seinem Tode einen Priester beauftragen, an jedem Sonn- und Feiertag sowie in der Woche, sooft der Pastor keine Messe zu zelebrieren hat, zu Quadrath oder, falls es den Inhabern des Hauses Schlenderhan notwendig erscheint, auf eben diesem Hause eine Messe zu halten. Dem Priester sollen dafür vom Rentmeister der noch zu erwähnenden Fundation jedes Vierteljahr 13 Reichstl. ausgezahlt werden. Der jeweilige Pastor zu Quadrath soll, wenn er sein Amt getreu verrichtet und insbesondere die Kinderlehre fleißig hält, jährlich 10 Reichstl. erhalten, der Offermann ebenfalls, sofern der die Ornamente, die Kirche, die Stühle und Gräber der Edelleute pflegt, die Choralen jeweils sieben Reichstl. für Ornamente, Wein und Beleuchtung, die bei den gestifteten Messen und beim Jahrgedächtnis von Nöten sind, sollen von besagtem Rentmeister jährlich 10 Reichstl. gegeben werden, und damit die Kirche zu Quadrath etwas erweitert werden kann, sind etliche 100 und bis zu 1000 Reichst. bereitzustellen, sofern er selbst bei seinen Lebzeiten nicht noch Näheres verfügen kann. Dem Domstift zu Lüttich vermacht er für ein Jahrgedächtnis 1200 Reichstl. bzw. 60 Reichstl. Jahrrente, der Kollegiatkirche St. Martin in Lüttich 300 Reichstl. bzw. 15 Reichstl. Jahrrente, der Kirche Unserer Lieben Frau zu Aachen 320 Reichstl. bzw. 10 Reichstl. jährlich, dem Dom zu Speyer 900 Reichstl. bzw. 45 Reichstl. Jahrrente, dem Dom zu Münster 400 Reichstl. bzw. 20 Reichstl. Jahrrente. Die genannten Renten sind aus den Einkünften seiner Güter durch die später benannten Exekutoren und Inspektoren jeweils einen Monat vor dem Jahrgedächtnis zu zahlen. Damit vor allem und zuerst die Kirche zu Lüttich ihr Rente erhält, bittet er seine Vettern Gerhard Schenk, Hermann v. Berghe genannt Trips und Hans Ebertin Raitz v. Frentz, mit den Exekutoren dafür Sorge zu tragen, und er vermacht den drei Genannten je einen Rosenobel. Der Erzbischof von Köln erhält zum Dombau statt der üblichen Turnose einen Goldgld. und der Bischof sowie das Domkapitel zu Lüttich je einen Goldgld. Seine Schwester Anna Raitz v. Frentz, Äbtissin zu Burtscheid, erhält einen Portugalöser, jede Tochter seiner verstorbenen Brüder und Schwestern zehn Goldgld., jeder Sohn seiner Geschwister wie auch sein Vater Adolf Sigismund Raitz v. Frentz, Herr zu Kendenich, kurkölnischer Erbkämmerer, kaiserlicher und kurkölnischer Marschall, Rat und Kämmerer, jeweils eines seiner Pferde oder 70 Reichstl. dafür. Den Dienstboten, die sich bei seinem Ableben in seinem Dienst befinden, soll noch der Lohn für ein weiteres Halbjahr gezahlt werden. Zum, Wohle, insbesondere zur Erziehung, errichtet er für alle Nachkommen seiner Eltern Johann Raitz v. Frentz zu Schlenderhan und Margarete v. Siegenhoven genannt Astel ( Anxsell), die seines Namens und Stammes sind, eine Fundation, der all das von seinem Hab und Gut zufließen soll, was nach Herausgabe seiner Legate verbleibt. Vier Söhne des Namens Raitz v. Frentz sollen jeweils in den Genuß der Fundationsmittel kommen, nämlich die zwei ältesten, die von seinem verstorbenen Bruder Winand, jülischem Rat und Amtmann zu Bergheim, und von dessen Sohn Arnold Raitz v. Frentz, jülischem Kämmerer, Haushofmeister, Kriegskommissar und Amtmann zu Bergheim sowie Inhaber des elterlichen Hauses Schlenderhan, abstammen, sowie die zwei ältesten Söhne, die von seinem verstorbenen Bruder Arnold, kurkölnischem Rat, Marschall und Amtmann zu Bonn, und von dessen beiden Söhnen Rudolf, Herrn zu Schönau, bzw. Adolf, pfalzneuburgischem Kämmerer, Rat, Kriegskommissar und Drosten zu Hörde, abstammen. Sollten eines Tages auf Haus Schlenderhan keine Söhne mehr vorhanden sein und dadurch andere Besitzer an das Haus kommen, wohl aber noch Manneserben leben, die von seinem Bruder Winand abstammen, so sollen zwei solcher Söhne mehr zur Fundation berechtigt sein. Stirbt der Mannesstammm einer der von seinen Brüdern herrührenden Linien aus, so werden vier Söhne aus der anderen Linie berechtigt. Kommen beide besagten Linien zum Erlöschen, so werden Söhne der von seinem Vetter Adolf Sigismund Raitz v. Frentz, Herrn zu Kendenich, abstammenden Linie zugelassen, und zwar vorrangig die eines Inhabers des Hauses Frenz. Die vier Berechtigten haben sich zur römisch-katholischen Kofession zu bekennen und müssen für den Fall, daß sie später abtrünnig würden, alles, was sie aus der Stiftung erhalten haben, in sie zurückgeben. Wird ein Sohn zur Fundation zugelassen, habe sich auch dessen Eltern zur Einhaltung genannter Bedingung zu verpflichten. Eltern, die ihre Söhne zur Fundation befähigen wollen, haben bei den Exekutoren, Inspektoren und Advokaten diese anzumelden, sobald sie acht Jahre alt sind, und sie dann durch einen qualifizierten Pädagogen vier Jahre lang unterrichten zu lassen. Vom 12. Lebensjahr an erhalten die Berechtigten aus der Fundation jährlich 100 Reichstl., vom 16. bis 20. Lebensjahr 200 und vom 20. bis 22. Lebensjahr 300, wobei die Exekutoren und Inspektoren, insbesondere aber die Pädagogen darauf zu achten haben, daß diese Gelder zum Lebensunterhalt und zum Fortgang der Studien, jedoch zu nichts anderem Verwendung finden. Sobald ein Berechtigter das zweite Lebensjahr vollendet hat oder zu einem früheren Zeitpunkt ein Noviziat oder Probejahr beginnt, sofern einer vorher stirbt oder seine Konfession wechselt und auch, wenn aus den anderen Gründen eine Stelle frei wird, rückt ein Sohn aus der jeweiligen Linie nach, wobei in solchen Fällen das zwölfte Lebensjahr überschritten sein darf. Er erhält dann das an Zuwendung, was seinem Lebensalter entspricht. Sollten sich aus der einen Linie nicht zwei, aus der anderen aber mehr als zwei qualifizieren können, so erfolgt die Verteilung der vier Plätze entsprechend, und sofern aus der dann nur einen Sohn stellenden Linie ein zweiter nachrücken kann, hat der dritte Sohn aus der anderen Linie seinen Platz schon vor dem 22. Lebensjahr freizumachen, es sei denn, der Rentmeister habe Mittel auch für einen fünften Platz ansammeln können. Die vier zur Fundation Zugelassenen sollen bis zum 16. oder 18. Lebensjahr in Köln oder in der Nähe studieren, anschließend aber bis zum 22. Lebensjahr eine katholische Universität in Frankreich oder Italien besuchen. Falls die Mittel einmal für die jährlichen Zuwendungen nicht ausreichen sollten, werden die Deputate, dem Lebensalter ent-sprechend, anteilig gekürzt. Durch die Exekutoren und Inspektoren ist ein verständiger, frommer und gelehrter Mann zum Präzeptor und Direktor zu bestellen, der im In- wie Ausland Aufsicht führt, in Frömmigkeit, guten Sitten und Lehrstoffen fleißig instruiert und auch überwacht, daß die Fundationsmittel sinnvoll eingesetzt werden. Seinen Weisungen haben die Berechtigten Folge zu leisten; sollte sich einer nicht daran halten, ist der Präzeptor verpflichtet, die Exekutoren, Inspektoren und Advokaten zu verständigen, und tritt dann keine Besserung ein, soll es zum Ausschluß und zum Eintritt eines anderen Berechtigten kommen. Der Präzeptor erhält jährlich 200 Reichstl. aus der Stiftung. Sobald ein von der Stiftung Bedachter das 22. Lebensjahr vollendet hat, soll er sich am Abrechnungstag des gleichen Jahres einstellen, von den Exekutoren, Inspektoren und Advokaten ernstlich zum katholischen Glauben, allen adeligen Tugenden und zu ehrbarem Wandel ermahnt werden. Alle, die Stiftungsmittel erhielten, mögen sich später dieser Förderung eingedenkt bleiben, und insbesondere mögen diejenigen, die geistlich werden, zur Vermehrung und Stärkung der Fundation beitragen. Aus der Stiftung sollen ferner ein oder zwei Töchter des Namens v. Frentz, die Kinder des Besitzers von Haus Schlenderhan sind und geistlich werden, vom Zeitpunkt der Profeß an auf Lebenszeit jährlich 12 ¿ Reichstl. erhalten, und sofern es mehr als zwei sind, sollen jährlich 25 Reichstl. gleichmäßig unter sie aufgeteilt werden. Eine weltlich bleibende Tochter v. Frentz aus dem Hause Schlenderhan soll ferner von ihren Eltern benannt werden und dannn vom 13. Lebensjahr an bis zur Heirat bzw. bis zu ihrem 30. Lebensjahr jährlich 25 Reichstl. aus der Stiftung erhalten. Weil die Söhne seiner verstorbenen Brüder ihre Kinder durchweg bereits versorgt haben, aber auch aus anderen Gründen soll die Fundation erst mit dem Jahre 1657 ihre Tätigkeit aufnehmen. Die aus seinem, des Testators, Nachlaß einkommenden Renten sind bis dahin zur Ausführung seiner letztwilligen Verfügungen zu verwenden. Damit das Fundationsvermögen bestimmungsgemäß eingenommen, verwaltet und ausgegeben wird, soll ein Rentmeister bestellt werden. Diesem ist das Haus auf dem Krummen Büchel zu Köln, der Stommler Hof genannt, unter folgenden Bedingungen zur Verfügung zu stellen. Der jeweilige v. Frentzsche Inhaber des Hauses Schlenderhan soll von den Exekutoren, Inspektoren und Advokaten besagtes Haus für jährlich 80 Reichstl anpachten und es für die gleiche Summe dem Rentmeister einräumen. Dabei ist sicherzustellen, daß das Haus in gutem baulichen Zustand erhalten und weder veräußert noch belastet wird. Sollte der Mannesstamm des Hauses Schlenderhan erlöschen, tritt der von Winand Raitz v. Frentz, dem Bruder des Testators, abstammende Mannesstamm, und sollte auch dieser erlöschen, der Mannesstamm der v. Frentz zu Frentz in die gleichen Rechte und Pflichten ein. Diese Bestimmung soll im Schrein von St. Peter zu Köln durch Eintragung sichergestellt werden. Der Testator beabsichtigt, den ersten Einnehmer und Rentmeister in einem Kozizill selbst zu ernennen. Geschieht dies nicht, haben die Exekutoren und Inspektoren die Pflicht, nach seinem Tode ein Inventar der Hinterlassenschaft zu fertigen und es zusammen mit allen Briefen und Urkunden in eine besondere Truhe zu legen, von deren vier Schlüsseln beide Exekutoren und Inspektoren je einen erhalten. Die Truhe ist im Archiv von St. Pantaleon und St. Martin in Köln zu verwahren. Der alsdann zu bestellende Rentmeister hat Kaution zu stellen und den Eid zu leisten, daß er allem, was hinsichtlich der Fundation verfügt ist oder durch Kodizill noch verfügt wird, nachkommen wird, selbst dann, wenn Exekutoren oder Inspektoren anderes befehlen sollten. Einmal jährlich ist zu gelegener Zeit vor Exekutoren, Inspektoren und Advokaten und, sobald v. Frentzsche Kinder in den Genuß von Stiftungsmitteln kommen, auch vor dem jeweils Ältesten des Hauses Schlenderhan Rechnung zu legen, wobei das Rechnungsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember läuft. Dabei sind die Abrechnungen dreifach in lesbaren Schrift auszufertigen; eine Ausfertigung ist in die Archivtruhe zu legen, die zweite geht an den Inhaber des Hauses Schlenderhan und die dritte verbleibt dem Rentmeister selbst. Zuerst ist das zu zahlen, was in diesem Testament für Kirchen und Geistliche und was in Nachträgen ansonsten verfügt ist. Sollten dann mehr als 500 Reichstl. übrig sein, ist die Summe in genannter oder einer anderen Truhe zu verwahren und bei guter Gelegenheit rentbar anzulegen. Der Abt zu Brauweiler wird gebeten, der jährlichen Abrechnung beizuwohnen und darauf zu achten, daß dem Testament, von dem er eine Abschrift erhält, Genüge geschieht. Ihm sollen dafür ebenso wie den Exekutoren und Inspektoren jedesmal fünf Reichstl. vom Rentmeister entrichtet werden. Dieser soll auch sein eigenes Gehalt von 40 Reichstl. einbehalten und in Rechnung bringen. Trotz der Erwartung, daß es nicht zu Streit und Gegensätzlichkeit kommt und dieserhalb ein Advokat erforderlich wird, soll doch zur besseren Handhabung der Fundation einer bestellt werden, jetzt nämlich der Lizentiat der Rechte und jülichsche Rat Gottfried Schnellen, der für beratende und beaufsichtigende Tätigkeit jährlich zwölf Reichst. erhält und im Falle von Streitigkeiten seinen Bemühungen entsprechend zu entlohnen ist. Nach seinem Tode wird von den Exektoren und Inspektoren ein geeigneter neuer Advokat bestellt. Wenn es unter den Familienangehörigen wegen der Fundation zu Meinungsverschiedenheiten kommt, etwa darüber, ob eher dieser oder jener berechtigt sei, ist dies dem Advokaten zu unterbreiten. Unter Hinzuziehung des jeweiligen Offizialen zu Köln, des Abtes von Brauweiler wie des ältesten v. Frentz bzw., sofern letzterer Partei ist, eines anderen Edelmanns ist dann ohne prozessuale Aueinandersetzungen zu entscheiden, und jedes Appellieren und Reklamieren gegen solchen Entscheid soll zum Verlust der Berechtigung führen. Zu Exekutoren werden vorab bestimmt Arnold Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Amtmann zu Bergheim, und dessen Sohn Johann Ebertin, Domherr zu Lüttich und Probst zu Kaiserswerth, nach ihrem Tode dann der jeweilige v. Frentzsche Inhaber des Hauses Schlenderhan, ferner auch, nämlich nach Ablauf des Jahres 1656, Rudolf Raitz v. Frentz zu Gustorf. Diese Exekutoren haben mit dem Abt zu Brauweiler und dem Advokaten alles zur Ausführung zu bringen, was wegen der Jahrgedächtnisse, der Kirche und der Kirchendiener zu Quadrath sowie ansonsten bestimmt ist oder noch bestimmt wird, und zwar noch ehe die Stiftung ihre Tätigkeit aufnimmt. Die Exekutoren stellt künftig jeweils der älteste Mannesstamm der Familie, komme er von des Testators Brüdern Winand oder Arnold her oder auch von Haus Frenz. Stirbt der Mannesstamm all dieser Linien aus, erhalten noch die geistlichen wie weltlichen Töchter der Familie Raitz v. Frentz, was ihnen seitens der Stiftung zugesagt ist. Der Rentmeister hat in besagtem Fall sodann dem Pastor zu Quadrath jährlich 100 Reichstl. und dem dortigen Kaplan 50 Reichstl. anzuweisen, und die Exekutoren haben zu Quadrath vier Memorienfeiern im Jahr zu stiften mit je einer Sing- und je vier Lesemessen, wobei den Zelebrannten, Choralen und Armen die Zuwendungen zu machen sind, die weiter oben aufgeführt wurden. Weiterhin hat der Rentmeister dann allen Kölner Klöstern der Minoriten, Dominikanern, Augustiner, Karmeliter, Franziskaner-Observanten und Barfüßer je 25 Reichstl. jährlich zu verschreiben, dem Kloster St. Pantaleon, St. Martin und den Karthäusern je 100 Reichstl., ebenso dem Kloster zu Knechtsteden, den Frauenklöstern zu Eppinghoven und Königsdorf, ferner den Klöstern zu Brauweiler und zu Burtscheid je 150 Reichstl. und dem Kloster zu Frauweiler bei Bottenbroich sowie den Augustinern zu Bedburg je 25 Reichstl., wofür alle diese Klöster einmal im Jahr ein Jahrgedächtnis zu begehen haben für den Testator, seine Eltern und alle Verstorbenen seiner Familie. Damit genannte Klöster von dieser Bestimmung Kenntnis erlangen und behalten, sind die Exekutoren verpflichtet, innerhalb eines Jahres nach dem Tode des Erblassers eine authentische Kopie mitzuteilen und jedes Jahr durch den Rentmeister einen Reichstl. auszahlen zu lassen, lediglich an Brauweiler deren drei. Zu Exekutoren sollen dann, wenn der Mannesstamm der v. Frentz gänzlich ausgestorben ist, durch den Abt zu Brauweiler und durch den Offizialen des Geistlichen Hofgerichts zu Köln zwei katholische Adelige aus der nächsten Verwandtschaft benannt werden, die für ihre Bemühungen vom Rentmeister jährlich zwölf Reichstl. erhalten. Sie haben gemeinsam mit dem Advokaten die Testamensvollstreckung zu übernehmen, den Rentmeister zu überwachen, seine Abrechnung zu prüfen, den Überschuß anzulegen und die davon einkommenden Erträage zu gottgefälligen Bestimmung zu verwenden. Um die Ausführung des Testaments zu erleichtern und die Exekutoren vor Forderungen von Erben zu sichern, werden alle nicht zuvor genannten Blutsverwandten enterbt. sollte einer der in diesen letztwilligen Verfügung Bedachten protestieren, geht er unweigerlich aller Rechte verlustig, und auch seine Erben bleiben für 40 Jahre vom Genuß der Stiftung ausge-schlossen. Sollte eine geistliche oder weltliche Obrigkeit über Bestimmungen dieses Testaments anderes verordnen, als vorstehende Dispositionen besagen, geht der entsprechende Teil der Mittel erblich an die Inhaber des Hauses Schlenderhan bzw. beim Erlöschen der dort aufsitzenden Linie v. Frentz an die nächsten Mannesstämme der Familie in gleicher Weise, wie zuvor verfügt. Der Testator behält sich vor, seinen letzten Willen völlig oder teilweise abzuändern oder durch Kodizille zu ergänzen.Er unterschreibt jede einzelne Seite seines Testaments und drückt im Beisein der nachbenannten Zeugen und eines Notars sein Siegel auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
U 162



1636 Oktober 20



Beschreibung : AurichTido Freiherr v. Inn- und Kniphausen zu Lütetsburg ( Lütze-) und Berum ( Borgumb), der dienstlich die gefährliche Reise zum Reichstag (Convent) nach Regensburg auf sich zu nehmen hat, errichtet vorsichtshalber ein Testament. Er möchte in der Kirche zu Norden bei seinen Voreltern beigesetzt werden und stellt ins Belieben seiner Erben, ob diese ihm ein Epitaph errichten. Wegen des Hauses Lütetsburg und seines Zubehörs, das ihm sein verstorbener Großvater Unico Manninga vermachte, läßt er es bei dessen Verfügung bewenden. Seine Güter, zu denen auch die gezählt sind, die sein Vater Wilhelm in der Herrlichkeit Lütetsburg, in Berumbur ( Birgerbühr) und Ostermarsch kaufte und für die er dessen Schulden an die Heuerleute in der Marsch bezahlte, soll sein Bruder Karl Friedrich mit anschließend genannten Einschränckungen erhalten. Das vorhandene Korn und die bewegliche Habe hat der Bruder zur Abtragung seiner, des Testators, Schulden zu ver-kaufen. Was andere darüber hinaus und was der Bruder selbst noch zu fordern hat, ist aus den Einkünften der Immobilien zu bestreiten. Nachdem der Bruder dann zwei Jahre lang besagte Einkünfte selbst genossen hat, soll er sie entsprechend der großväterlichen Disposition zum Bau und Unterhalt eines Gasthauses verwenden, für das der Aussteller die Höhe gen Tidefelt angekauft hat. Der Bruder hat an den rechtmäßigen Besitzer des Hauses Lütetsburg auszuhändigen die goldene Kette, die der Testator als Letztgeborener von seiner vertorbenen Großmutter Eva Gräfin v. Renneberg erhielt, seine Bibliothek, den gesamten Hausrat sowie 30 Kühe, sechs Pferde und die entsprechende Zahl von Wagen und Ackergerätschaften. Die dem Hause Lütetsburg von genanntem Großvater zugehörig gemachten Güter sollen dessen Fideikommiß-Verfügung entsprechend bei diesem Hause verbleiben und stets auf den ältesten Sohn vererbt werden. Sollte ein solcher einstens auf Lütetsburg fehlen, geht der Besitz an die älteste Tochter, doch kommt dann nach ihr das Erbrecht nur an männliche Nachkommen des Geschlechts der Inn- und Kniphausen, gleich welchen Grades. Seinem Bruder Unico Manninga vermacht der Testator eine Jahrrente von 100 Gld. auf Lebenszeit; außerdem erhält er die beste Kleidung, die übrige geht an Bedürftige. Der Vetter Enno Adam v. Inn- und Kniphausen erbt zwei gute Pferde.Der Aussteller unterzeichnet sein eigenhändig geschriebenes Testament.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
U 183



1672 Juni 11



Beschreibung : WienKaiser Leopold, zu Ungarn, Böhmen, Dalmatien, Kroatien und Slawonien König, Erbherzog zu Österreich, Markgraf zu Mähren, Herzog zu Luxemburg und in Schlesien, usw. bekundet, daß wohlgeborene Winand Hieronymus Freiherr v. Frentz angezeigt habe, er wolle im Königreich Böhmen besitzlich und ansässig werden, gute Dienste leisten und der katholischen Religion zugetan bleiben. Auf seine Bitte hin wird ihm und seinen Leibeserben beiderlei Geschlechts erblich gestattet, im Königreich Böhmen und dessen inkorporierten Landen Güter zu kaufen oder auf andere rechtmäßige Weise an sich zu bringen und wieder zu verkaufen. Er und seine Erben sollen künftig als rechte Landsleute des Königreichs Böhmen gelten und alle entsprechenden Rechte genießen sowohl bei der Landtafel, bei den Landtagen wie auch bei an-deren Zusammenkünften. Alle Obrigkeiten werden angewiesen, genannten Freiherrn v. Frentz und dessen Leibeserben in der bewilligten Landsmannschaft zu schützen.Der Aussteller läßt sein größeres Siegel anhängen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 12
U 547/2
Bemerkung : Ausf., Perg. in Kasten xxx



1676 September 16



Beschreibung : Lambertina Freifrau v. Frentz zu Schlenderhan, Frau zu Odenkirchen, bekundet, sie habe heute den am Ende benannten Notar zu sich gerufen und sei mit diesem, mit dem 66jährigen Konstantin Weidenfeldt, Schöffen zu Ichendorf, und mit den Zeugen Heinrich Zehnpfennig, Johann Dicker zu Ichendorf und Peter Schumacher von Oberaussem ins Feld gegangen, um die Grenzen des Schlenderhanschen Zehnten abzugeben. Der Schöffe Weidenfeldt, der erklärt, den Zehnten seit 15 Jah-ren in Pacht zu haben, nachdem ihn seine Eltern und Voreltern an die 100 Jahre in Pacht hatten, gibt die Limiten des Zehntbezirks und die Grenzen zahlreicher zehntfreier Parzellen genauestens an. An Ortnamen werden u.a. genannt: Ichendorf, Quadrath, Haus Hasselsrath, Haus Thorr, Mühlenbroich, Kirchenbroich und Ellerbroich, Heiligenhäuschen, Boitgem, Noldenkaul, Rhennen, Kenten, Schallenkamp, Bernardikamp und Pastorenkamp.Heinrich Schnaren, durch kaiserliche Autorität öffentlicher und bei der Düsseldorfer Kanzlei immatrikulierter Notar, verzeichnet die Angaben und unterschreibt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 3) Kasten 12
U 576/3
Bemerkung : Ausf., Pap. in Kasten 34, Akte 7Abschrift in Kasten 34, Akte 7



1700 September 5



Beschreibung : Bensberg, am Obergericht Johann Jakob Rheinfelden, pfalzneuburgischer Oberschultheiß des Amtes und Hauptgerichts Porz, und die sämtlichen Schöffen des Obergerichts Bensberg bezeugen, Herr Georg Adolf Frh. v. Nagel, Herr zu Herl, des Kurfürsten Obrist und Amtmann zu Porz und Mülheim, sei persönlich vor ihnen erschienen und habe erklärt, daß seiner Schwester, der verwitweten Freifrau v. Frankenberg, als Rest ihres Kindteils noch 1000 Reichstl. zu je 80 Albus zustehen und daß er, um Schaden, Kosten und Ungelegenheiten zu vermeiden, den Verkauf genannter Summe und unter Verpfändung der elterlichen Erbgüter, soviel dazu erforderlich, für notwendig erachtet habe. Deshalb sei von ihm mit Zustimmung seines Bruders Johann Gerhard Frh. v. Nagel, Kanonikers zu Kaiserswerth, sowie des Petrus Radenhewer, Doktors der Rechte und kurkölnischen Appellationskommissars, als den beiden gerichtlich bestellten und vereidigten Vormündern seiner minderjährigen Kinder von seiner verstorbenen Ehefrau geborenen Freifrau v. Gymnich dem hochwürdigen Herrn Johannes Theodor Pontinus, Dr. der Hl. Schrift und Komtur des Malteserordenshauses Johann und Kordula in Köln, und allen dortigen Kapitularen eine Erbrente von jährlich 40 Reichstl. zu je 80 Albus kölnisch verkauft worden, die vom folgenden Jahre 1701 an jeweils am Ausstellungstag dieser Urkunde oder doch während der folgenden 14 Tage in Köln zu entrichten ist, ohne irgendeinen Hinderungsgrund geltend machen zu können. Der Kaufpreis betrug 1000 Reichstl.; der Erhalt dieser Summe ist vom Rentverkäufer im Beisein beider Vormünder bestätigt und die Verwendung zu vorerwähntem Zweck durch Vorlage der durch die verwitwete Freifrau v. Frankenberg unterschriebene Originalquittung nachgewiesen worden. Um die Rentkäufer wegen der Kaufsumme, der Rente und eventueller Kosten sicherzustellen, wird ihnen zu Unterpfand verschrieben ein Zehnt zu Ostheim im Kirchspiel Merheim, der jährlich zwölf Malter Roggen, zwölf Malter Hafer und zwei Malter Gerste als Pacht einbringt, sodann 13 Morgen freiadeligen Landes, das hinter dem Bifang im Ostheimer Feld gelegen ist und begrenzt wird von Ländereien des Fronhalfen zu Merheim und des Prälaten zu Deutz. Die Unterpfänder sind allodial, niemandem verschrieben und unbelastet. Die Ablöse der Rente ist jederzeit nach ein Vierteljahr zuvor erfolgter Aufkündigung durch Zahlung von 1000 Reichstl. möglich. Der austellende Oberschultheiß unterschreibt und drückt sein Siegel auf; ferner unterzeichnet der Gerichtsschreiber C.W. Peltzer. Rv.: Nach der Inhaltsangabe folgt ein Vermerk über Vorlage der Rentverschreibung beim Obergericht Bensberg am 26. Juni 1710. Es folgen: 1735 Mai 4 - Köln. Der Komtur [an Johann und Kordula zu Köln] J[ohann] P[eter] Roymann bestätigt durch Unterschrift die Rückzahlung des Kapitals und den Erhalt aller Renten. Konrad Kaspar v. Nagel bescheinigt durch Unterschrift, daß er das Kapital von den Geldern bezahlt hat, die er vom kurpfälzischen Geheimrat S. v. Heister erhielt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
U 757



1730 Mai 31



Beschreibung : Geldern Maximilian Hendrick van Cornarens, Oberster Wachtmeister im Dienst des Kurfürsten von Köln als Bischofs von Münster und Herr des Hauses Asselt alias Niersdonk, bekundet, daß vor Johann Michiels als bevollmächtigtem Statthalter des Hofes von Gelderland der Bote eben dieses Hofes Peter Ignaz Roosen das Lehngut bei der Stouven in den Bandthuyn der Stadt Geldern mit allem Zubehör aufgetragen und den Statthalter ersucht hat, Herrn Albert Holtmann zu belehnen, der das Gut am 31. Okt. des Vorjahres bei der öffentlichen Versteigerung in der Kanzlei zu Geldern erworben hat. Im Beisein des Rates Francis Claessens und des Gerardt Prion als Lehnsmannen hat der Statthalter das vom Hause Asselt lehnrührige Gut besagtem Albert Holtmann ausgetan, und dieser hat den Treueeid geleistet. Statthalter Michiels unterschreibt und hängt in Ermangelung eines Siegels des Hauses Asselt sein eigenes Siegel an.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
U 905



[nach 1764]
Schriftsatz mit Darlegung der Vorgeschichte (Factum ) in der Sache der Freiherrn von Frentz zu Schlenderhan gegen jülich-bergischen Lehnfiskus bzw. Hofkammer wegen Forderungen des Kanzlers Johann Raitz von Frentz von 1629.


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
1634
Umfang : 38 ungez. S.



1673 - 1685
Jahresrechnungen für Haus Kellenberg für die Jahre 1673 bis 1685


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
1635
Umfang : 4 Hefte



1714
Jahresrechnung für Haus Kellenberg für das Jahr 1714


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
1636
Umfang : 1 Heft



1738
Jahresrechnung für Haus Kellenberg für das Jahr 1738


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
1637
Umfang : 1 Heft



1740
Jahresrechnung für Haus Kellenberg für das Jahr 1740


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
1638
Umfang : 1 Heft



1748 - 1749
Jahresrechnungen für Haus Kellenberg für die Jahre 1748 und 1749


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
1639
Umfang : 2 Hefte



1751 - 1752
Jahresrechnungen für Haus Kellenberg für die Jahre 1751 und 1752


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
1640
Umfang : 2 Hefte



1755 - 1757
Jahresrechnungen für Haus Kellenberg für die Jahre 1755, 1756 (2 Hefte), 1757


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
1641
Umfang : 4 Hefte



1714 - 1723
Rechnungen des Raitz von Frenzschen Anwalts in Köln Dr. Wittjahn über Einnahmen und Ausgaben im Dienste der Familie für 1)1705 Sept. bis 1714 Feb. 23, 2)1714 März 12 bis 1719 März 12 d.d. 1719 Mai 17, 3)1719 Mai bis 1721 Mai, 4)1721 Mai 10 bis 1723 Aug. 10.


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignaturen: Kasten 12
1642
Umfang : 4 Hefte



1745 Okt 5
Rechnung des Raitz von Frenzschen Anwalts in Köln Dr. Wittjahn über Einnahmen und Ausgaben im Dienste der Familie für den Zeitraum 1723 Aug. 28 bis 1753 Juni 28.


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
1643
Umfang : 7 Hefte



1754 - 1762
Rechnungen des Raitz von Frenzschen Anwalts in Köln Dr. Wittjahn über Einnahmen und Ausgaben (1) für das von ihm bewohnte Haus Stommeler Hof in Köln in den Jahren 1726 bis 1754, (2) für Bewirtung und Beherbung Raitz von Frenzscher Familienmitglieder in den Jahren 1723 bis 1748.


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
1644
Umfang : 2 Fasz.



1737
Abechnung des Raitz von Frenzschen Anwalts in Köln Dr. Wittjahn über die nach und nach von Kurköln empfangenen 25.000 Rtl. in den Jahren 1735 bis 1737.


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
1645



1724 - 1738
Verschiedene Sonderrechnungen des Raitz von Frenzschen Anwalts in Köln Dr. Wittjahn


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
1646



1762 - 1763
Protokoll des Gewaltgerichts Köln über den Prozeß Witwe Wittjahn gegen Freiherrn Raitz von Frenz wegen Forderungen ihres verst. Mannes Dr. Wittjahn.


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
1647
Umfang : 2 Faszikel



1735 - 1736
Belege Nr. 12 - 89 (mit Lücken) zu einer der Rechnungen des Raitz von Frenzschen Anwalts in Köln Dr. Wittjahn


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
1648



1763 - 1767
Prozeß (in verschiedenen Instanzen) der Witwe Wittjahn gegen Raitz von Frentz wegen Forderungen ihres verst. Mannes. datierte Schriftstücke.


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
1649



[1763 - 1767]
Prozeß (in verschiedenen Instanzen) der Witwe Wittjahn gegen Raitz von Frentz wegen Forderungen ihres verst. Mannes: undatierte Schriftsätze der Parteien.


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
1650



[1763 - 1767]
Prozeß (in verschiedenen Instanzen) der Witwe Wittjahn gegen Raitz von Frentz wegen Forderungen ihres verst. Mannes: Anlagen, Beweisstücke, Berechnungen.


Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 12
1651



1564 - 1692
Urkunden betr. das Haus Hall, in Abschrift d.d. 1564 Okt 2, 1564 Okt 2 (2x), 1572 Sept 19, 1574 März 31, 1575 Jan 31, 1576 März 10 + 1577 Sept 8, 1577 Sept 30 + 1639 Mai 11 + 1641 Aug 1, 1578 Jan 21 (2x), 1579 April 18, 1580 Juli 4, als Ausf.1640 Feb 3, und Quittung d.d. 1692 April 29 des Andreas Heumer für Freiherrn Raitz von Frenz über beglichene Schulden.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 13/1
Altsignatur : Bestellsignatur: kasten 13, Akte 1
1670




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1692
Abrechnung über Ausgaben in den Niederlanden, erstellt für Berram Wilhelm von Cortenbach.


Enthält : Fragment ohne Beginn und Schluß.
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 13/4
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 13, Akte 4
1682
Umfang : 1 Lage mit Einlage



Kasten 13


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 13/8




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Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 13/9




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Kasten 13


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 13/12




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1610 März 9



Beschreibung : Den Haag (In den Hage)Ritterschaft, Edle und Städte von Holland und Westfriesland belehnen erblich Elisabeth [v.] Wambach, die laut bezüglicher Akte des Bürgermeisters und Rates der Reichsstadt Köln vom letzten 13. Dez. nach Tod des Junkers Heinrich v. Randerath zu Kleinenbroich, ihres Oheims von Mutters Seite, dessen Erbin ist, ,mit dem Gut Kleinenbroich im Amt Liedberg und allem Zubehör, namentlich dem Personat der Kirche zu Büttgen. Ausweislich der alten Urkunden und des Lehnregisters sind für dies Lehen der Grafschaft Holland bei jedem Belehnungsfall zehn Gulden und als Heergewäte ein roter Sperber zu entrichten. Für genannte Elisabeth leistet den Lehnseid der von ihrem Ehemann Arnold Raitz v. Frentz durch unterschriebene und besiegelte Urkunde vom 20. Jan. d. Js. bevollmächtigte Advokat Peter Born, und zwar zu Händen des Statthalters der Lehen Ritter Johann v. Oldenbarnefelt, Herrn zu Tempel, Rodenrijs usw. Als Zeugen anwesend sind die Lehnsmannen von Holland: Ritter Reinhold v. Brederode, Herr zu Venhuizen (Veenhuysen), Spanbroek (- brouck), Spierdijk usw., Präsident des Hohen Rates von Holland, Seeland und Friesland, der Rat Ritter Cornelius van der Mijlen, Amtmann von Bleskensgraf (- kinsgrave), Ritter Reiner v. Oldenbarnveldt, Herr zu Gronsveld, Brandwijk und Gybeland ( Ghybelant), sowie der Lehnsschreiber Egbert Cool.Das in Lehnssachen gebräuchliche große Siegel wird angehängt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 13
U 38



1684 März 2



Beschreibung : Vor Dr. jur. utr. Wilhelm Heinrich Bertrams, pfalzneuburgischem Vogt von Stadt und Amt Bergheim, und den Schöffen des Gerichts in der Lohe, namentlich Matthias Bürvenich, Peter Klew, Heinrich Trunken, Heinrich Schnabel und Heinrich Cremer, verkaufen Heinrich Ferdinand Frh. v. Hoven, Herr zu Berlieren, Oberhausen Goedenraedt (Goderath), Stammeln und Forst, und dessen Ehefrau Katharina Walburga geb. v. Schiderich erblich an den wohledlen Theodor v. Leers zu Loersfeld eine Jahrrente von 50 Rtl. für 1000 Rtl., deren Erhalt sie quittieren. Zu Unterpfand stellen sie alle ihre Güter, insbesondere das freiadelige allodiale Haus zu Stammeln, das niemandem verschrieben ist, samt zugehörigen 300 Morgen Land, 20 Morgen Busch, zwölf Morgen Wiese, Grundpacht und Zins. Der Rückkauf der Rente ist nach halbjähriger Kündigung jederzeit zulässig.Vogt und Schöffen drücken ihr persönliches bzw. ihr Amtssiegel auf und lassen durch den Gerichtsschreiber Hilger Neudecker unterschreiben; ferner unterschreiben die Eheleute v. Hove und drücken beide ihre Petschaften auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 13
U 626/1
Bemerkung : Abschr. (1815), Pap. in Kasten 29, Akte 1Ausf. Perg. in Kasten xxx



1687 Juni 23



Beschreibung : DürenDie Eheleute Philipp Heinrich Frh. v. Vercken zu Hemmersbach und Sindorf und Etta Sibylla geb. Freiin von und zu Westerholt bekunden, von Dietrich v. Leers zu Loersfeld 1000 Rtl. zu je 80 Albus kölnisch, darunter 100 Albertus - Rtl., aufgenommen zu haben und innerhalb eines Jahres bei 5 %iger Verzinsung zurück-zahlen zu wollen. Sollte dies wider Erwarten nicht geschehen, geloben sie, dem Gläubiger jeweils am 23. Juni eine nach vierteljähriger Kündigung jederzeit ablösbare Rente von 50 Rtl. zu liefern und stellen ihr gesamtes Vermögen zu Unterpfand. Beide Eheleute unterschreiben und drücken ihr Petschaft auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 13
U 653



1704 Dezember 28



Beschreibung : Badinghagen Friedrich Kaspar Frh. v. Neuhof gen. Ley zu Badinghagen bezeugt, heute von seiner Schwester Katharina Elisabeth, verwitweten v. Schütz, 120 Rtl. entliehen zu haben. Die Summe ist jederzeit mit einer Frist von einem Vierteljahr kündbar bei einer Verzinsung mit 5% bzw. nach Ablauf eines Jahres mit 6%. Der Aussteller unterscheibt und drückt sein Petschaft auf. Angeheftet ist: 1728 Dezember 16 -Daaden. Katharina Elisabeth v. Neuhof gen. Ley, verwitwete v. Schütz, bekennt, das Kapital von 120 Rtl., dessen Zinsen ihr bisher laut Quittungen gänzlich bezahlt wurden, namens des Matthias Werner Frh. v. Nagel durch den preußischen Richter zu Valbert und Meinerzhagen zurückerhalten zu haben. Sie unterschreibt und drückt ihr Petschaft auf. Ausf., Pap. - Vom Abdruck ist nur ein Rest von schwarzem Lack erhalten.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 13
U 801



1747 November 6



Beschreibung : Schlenderhan Johannes Rabanus Richelen bezeugt, daß [Franz Winand Hieronymus] Frh. Raitz v. Frentz, Herr zu Schlenderhan, Kleinebroich und Kellenberg, Amtmann zu Bergheim, die durch Tod des Anton Scheffer vakant gewordene Vikarie St. Aldegundis zu Büttgen aufgrund des ihm wegen seines Hauses Randerath in Kleinenbroich zustehenden Patronatsrechtes ihm mit allen Einkünften verliehen hat. Der Aussteller unterschreibt und drückt sein Petschaft auf. Anm.: Auf dem gleichen Doppelblatt Abschrift der Urk., durch die Franz Winand Hieronymus Raitz v. Frentz dem Priester Johannes Rabanus Richelen aus Radevormwald die genannte Vikarie überträgt unter gleichem Datum.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 13
U 1049



1765 Januar 12



Beschreibung : Der Syndikus Lemmen der Bergischen Ritterschaft bestätigt, daß Franz Adolf Josef v. Nagel zu Herl und Gaul seine adeligen Wappen und zum Nachweis folgende Unterlagen vorgelegt hat: 1) seinen Taufschein, ausgestellt zu Merheim am 2. März 1751, 2) eine Vergleichsurkunde, datiert zu Köln am 28. März 1718, aus der sich ergibt, daß Maria Elisabeth v. Quad zu Alsbach eine Schwester des Franz Wolfgang v. Quad zu Alsbach war und Ferdinand Frh. v. Cortenbach und Maria Elisabeth v. Quad Eheleute waren, 3) das Original-Testament des Deutschordensritters Franz Egon Gerhard v. Cortenbach, gegeben zu Troisdorf, den 18. Mai 1735, aus dem erhellt, daß Adriana Maria Agnes Antonetta v. Cortenbach eine Tochter des Ferdinand v. Cortenbach war, 4) einen Vertrag zwischen den Erben v. Cortenbach, datiert zu Wissem am 29. Jan. 1743, wodurch die im Taufschein angegebene Verehelichung und die Verwandschaft mit vorerwähntem Franz Egon Gerhard v. Cortenbach bestätigt werden. Aus den Unterlagen ergeben sich die notwendigen Nachweise, daß bereits Franz Wolfgang v. Quad zu Alsbach und Franz Egon Gerhard v. Cortenbach zur Bergischen Ritterschaft aufgeschworen wurden. Die Ritterschaft beschloß daher, die Aufschwörung zu bestätigen. Der Aussteller unterschreibt Anm.: Beiliegend eine Bescheinigung, ausgestellt zu Düsseldorf am gleichen Tage vom Bergischen Ritterschaftssyndikus F[ranz] Th[eodor] Hertmanni, wonach Franz Adolf Josef v. Nagel bei Präsentationen seiner Wappen, den Aufschwörungsstatuten entsprechend, 100 Rtl. in die Ritterschaftskasse eingezahlt hat. - Unterschrift.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 13
U 1186



1770 Februar 10



Beschreibung : Quadrath C[ornelius] J[ohannes] Heinen, Pastor zu Quadrath, bestätigt, daß der seiner Pfarre angehörige Franz Winand Hieronymus Frh. Raitz v. Frentz, Herr zu Schlenderhan, Kleinenbroich, Kellenberg, Stammeln und Hattenheim, Amtmann zu Bergheim, am 19. März vergangenen Jahres starb und aus dessen Ehe mit Maria Charlotte Freiin v. Bylandt zu Rheydt zwei Söhne hervorgegangen sind, nämlich Franz Arnold und Franz Winand. Als Erstgeborener besitzt Franz Arnold Frh. Raitz v. Frentz, pfalzneuburgischer Kämmerer und Amtmann zu Bergheim, das Haus Schlenderhan und die anderen großväterlichen Güter, während sein Bruder, der Kapitularkanoniker zu Aachen ist, auf Lebenszeit eine Apanage aus dem Rittersitz Kellenberg bezieht. Der Aussteller unterschreibt und drückt sein Siegel auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 13
U 1247



1796 August 6



Beschreibung : Köln Johann Philipp v. Horn-Goldschmidt, Generalvikar des Kölner Erzbischofs Max Franz von Österreich gestattet für fünf Jahre, daß in der Hauskapelle des Adelssitzes Listringhausen in der Pfarre Marienheide für den Freiherrn v. Nagel, dessen Familie, Dienerschaft und Gäste wie auch für die weit von der Pfarrkirche wohnhaften Katholiken der Nachbarschaft an Sonn- und Feiertagen eine Messe an einem Tragaltar gelesen wird, jedoch ohne in die Rechte der Pfarre einzugreifen. Der Auststeller läßt durch seinen Administrator unterschreiben und sein Siegel aufdrücken. Darunter: 1802 April 27 - Arnsberg. Der Generalvikar J[ohann] H[ermann] J[osef] Caspars verlängert die Genehmigung für sieben Jahre. - Unterschrift. Darunter: 1809 April 7 - Deutz. Der letztgenannte Generalvikar verlängert für weitere sieben Jahre. - Unterschrift.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 13
U 1418



1381 Juni 7



Beschreibung : Hans von Berlichingen zu Grombach (Grum -) im Bistum Worms und seine Ehefrau Adelheid von Massenbach stiften mit Rat ihrer Freunde erblich und verbindlich für alle ihnen nachfolgenden Heren und Vögte des Dorfes Grombach eine Priesterpfründe an dem von ihnen fundierten Altar Unserer Lieben Frau und der hl. Katharina in der Pfarrkirche zu Grombach. Der Priester soll stets ein freundschaftliches Verhältnis zum Pfarrer pflegen, ihn bei Hochfesten ( Hochzeiten ) unterstützen und die Messen an genanntem Altar lesen, die seiten der Stifter, ihrer Nachkommen zu Grombach und des Pfarrers gewünscht werden. Des Sonntags soll er die Messe haten, wie es das Kirchenjahr vorschreibt, des Montags soll er sprechen von den Seelen, des Mittwochs von der hl. Katharina, des Freitags vom hl. Kreuz oder von dem Heiligen, dessen Tag man begeht, und des Samtags von Unserer Lieben Frau, es sei denn, daß ein anderes Fest auf einen der betreffenden Tage fällt. Was an Geldern und Opfern dem Altar zukommt, soll er gänzlich dem Pfarrer überlassen. Der Aussteller behält auf Lebenszeit das Recht die Pfründe selbst zu vergeben. Wenn ihn seine Ehefrau überlebt, soll diese im Bedarfsfall den Dechanten und das Kapitel des Stiftes zu Wimpfen im Tal um einen Priester bitten, und nach Tod beider Eheleute hat dann genanntes Stift das Vergaberecht. Sollte es allerdings die Pfründe bei eintretender Vakanz nicht innerhalb eines Monats vergeben, geht das Vergaberecht an den Pfarrer zu Grombach. Zum Stiftungsgut gehören sollen jährlich zwei Malter Korn und ein Malter Hafer aus dem Hof der Stifter zu Grombach, auf dem derzeit der Schultheiß Hermann sitzt, zwei Malter Korn und ein Malter Hafer aus dem Hof, den derzeit Dietrich Bloß besitzt, drei Malter Korn und ein Malter Hafer aus dem Hof, auf dem Kleinheintz aufsitzt, drei Malter Korn und ein Malter Hafer aus dem Hof, den Heinrich Kettner bewohnt, fünf Malter Korn und sechs Malter Hafer aus dem Gut, auf dem Rudolf Fröhlich sitzt, und ein halbes Fuder Wein aus der Stifter eigenem Weingarten in der Mark zu Grombach. Ferner soll der Priester allezeit ein Rind haben; sollte ein Verlust eintreten, aus welchem Grunde auch immer, so ist ihm ein neues aus Frühmeßmitteln zu schicken. Dazu erhält er noch einen Morgen Wiese, nämlich drei entsprechenden Parzellen in der Mark zu Grombach, zwei vor dem Brühl und eine oben am Brühl, und weiterhin sechs Morgen Ackerland, und zwar zwei Morgen beim Seitenbrunnen am Waibstatter Weg, zwei hinter der Kirche bei Konrad Hofmanns Acker und zwei am Mühlengrund. Alle genannten Güter und Renten sind eigenem freien Besitz der Stifter entnommen und sollen stets freier Besitz der Pfründe bleiben. Es hängen ihre Siegel an: Hans von Berlichingen für sich und seine Ehefrau, Hartwig von Rohrbach, Sohn seiner verstorbenen Schwester, und Bertold sowie Albert von Massenbach zum Neuenhaus (Nuwenhus ), Brüder seiner Ehefrau. ... am freitag in der heiligen Pfingstwochen . Abschr., (16. Jh., mit Verlust der letzten Zeilen, u. a. der des Datums), Pap. 2. Abschr. (17. Jh., mit der Überschrift: Copia der Frühmeßfundation) 3. Abschr. (im Auszug, nämlich ohne Nennung des Stiftungsgutes), beglaubigt nach dem im Archiv des Ritterstifts Wimpfen aufbewahrten Original, von dessen ursprünglich fünf Wachssiegeln noch erhalten waren, das der Bestätigung durch den Bischof von Worms [s. 1381 Okt. 3] und ein von Massenbachsches, zu Wimpfen im Tal am 9. Juni 1744 vom kaiserlich autorisierten öffentlichen Notar Johann Adam Goeck (Goertz ?), der sein Notariatssignet aufdrückt. -
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 13
U 1768



1381 Oktober 3



Beschreibung : Der Wormser Bischof Erhard erklärt: Der Knappe ( armiger ) Johannes von Berlichingen und seine Ehefrau Adelheid von Massenbach haben mit Zustimmung von Dechant und Kapitel der Peterskirche zu Wimpfen im Tal, denen das Patronat in Grombach ( Grum -) zusteht, eine Priesterpfründe am Altar der Jungfrau Maria und der hl. Katharina in der dortigen Pfarrkirche gestiftet und eine Reihe von Gütern und Einkünften dazu verschrieben, wie das die Urkunde ausweist, der diese als Transfix angehängt wird. Hiermit ratifiziert er diese Stiftung, bestätigt, daß die Benefizianten des Altars Residenzpflicht haben, sofern sie nicht körperliche Gebrechen daran hindern, und läßt sein Siegel anhängen. Bem.: Zur Stiftungsurkunde der Eheleute s. 1381 Juni 7.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 13
U 1769



1500 September 3



Beschreibung : Heidelberg Das namens des Philipp Pfalzgrafen bei Rhein, Herzogs in Bayern, des hl. Römischen Reiches Erbtruchsessen und Kurfürsten, tagende Hofgericht hat Ritter Stephan von Venningen (Veningh ) einerseits und Erhard von Helmstadt, Amtmann zu Lauterburg, andererseits dem letzten Abschied entsprechen, wieder vorladen lassen. Nachdem der Landschreiber Georg Breng den Abschied verlesen hat, unterbreitet Stephan von Venningen dem Richter und den Räten folgende neuen Klagen: 1) Erhard habe ihm und seiner Ehefrau erblich Schloß und Dorf Grombach mit allem Zubehör und Recht verkauft, dabei aus einem Hof, genannt des Blossen Hof, eine Jahrrente, die laut des ihm von Erhard übergebenen Zinsbuches 22 Malter Korn, 22 Malter Dinkel (Dinckels ) und 21 Malter Hafer betragen sollte. Eine so hohe Rente könne der Hof aber nicht erbringen, sondern nur etwa sechs Malter Korn, sechs Malter Dinkel und sechs Malter Hafer jährlich. Ferner haben er, Stephan, dem Hofesmann eine Wiese von 55 Gulden Wert beim Hof belassen müssen, wodurch diesem ein entsprechender Rentanteil zukomme, ihm aber ein Betrag von zwei Gulden und drei Ort abgehe. Er begehre von Erhard Erstattung laut der ihm in der Verschreibung zugesagten Währschaft. 2) Erhard habe ihm beim Verkauf verschwiegen, daß er an Unsere Liebe Frau zu Gemünden eine Jahrrente von zehn Gulden, ablösbar mit 300 Gulden, verschrieben und dafür den vorgenannten Hof des Blossen zu Unterpfand gestellt hatte. Er fordere, daß Erhard den Hof von der Belastung befreie und ihm die Kosten erstatte. 3) Ihm und seiner Frau seien zwei Höfe für 250 Gulden mitverkauft worden, nämlich die sogenannten Erenberger Höfe, die laut Pfandbrief von den Erenbergern mit 250 Gulden eingelöst werden können. Innerhalb dieser Höfe liege ein Haus, das nach Angabe des Zinsbuches jährlich drei Schilling, ein Huhn zu Fastnacht und ein Huhn auf Martini liefere. Für diese Abgabe habe er zusätzlich bezahlt, so daß er Verlust erleide, wenn die Erenberger die Höfe für besagte 250 Gulden einlösen sollten. Er fordere Erstattung der Überzahlung. 4) Erhard habe ihm von einem weiteren Hof, den Zintzenhöffer und Beyer derzeit bebauen, eine Jahrrente von 23 Malter Korn, 23 Malter Weizen und 22 Malter Hafer verkauft und die Zahlung erhalten. Aus der Verschreibung ergebe sich nun, daß Hagel und Mißwuchs zur Reduzierung bzw. zum Wegfall der Rentabgabe führen. Er verlange, daß ihm die Rente sicher gemacht wird. 5) Die Renten aus den anderen Höfen seien ihm durch das Zinsbuch bekannt, ohne daß ihm eine Verschreibung angehändigt worden sei. Er könne mithin keinen Hofesmann zu Abgabe zwingen, zumal nicht, wenn ein solcher den Hof unbebaut lasse oder ihn aufgebe. Er erwarte, daß er wegen dieser Höfe rechtlich einwandfreie Verschreibungen erhalte. Der Anwalt des Erhard von Hemstadt entgegnet, Stephan von Venningen habe die Klagen, die er ausweislich des letzten Abschieds früher vorbrachte, nun abgeändert und vermehrt. Darauf hab er nicht vorbereitet sein können und müsse, da er zu Verhandlungen entsprechend dem Abschied geladen sei, vom Prozeßgegner Erstattung seiner Kosten fordern. Dagegen protestiert Stephan von Venningen. Nach längerem Hin und Her entscheiden der Hofrichter und die Räte, daß der Anwalt Erhards eine Abschrift der jetzigen Klagen erhalten soll und also eine Vertagung erforderlich ist. Dem stimmen beide Parteien zu.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 13
U 1811/1
Bemerkung : Abschr. (17. Jh.), Pap. in Kasten 13



1500 September 3



Beschreibung : Heidelberg Das namens des Philipp Pfalzgrafen bei Rhein, Herzogs in Bayern, des hl. Römischen Reiches Erbtruchsessen und Kurfürsten, tagende Hofgericht hat Ritter Stephan von Venningen (Veningh ) einerseits und Erhard von Helmstadt, Amtmann zu Lauterburg, andererseits dem letzten Abschied entsprechen, wieder vorladen lassen. Nachdem der Landschreiber Georg Breng den Abschied verlesen hat, unterbreitet Stephan von Venningen dem Richter und den Räten folgende neuen Klagen: 1) Erhard habe ihm und seiner Ehefrau erblich Schloß und Dorf Grombach mit allem Zubehör und Recht verkauft, dabei aus einem Hof, genannt des Blossen Hof, eine Jahrrente, die laut des ihm von Erhard übergebenen Zinsbuches 22 Malter Korn, 22 Malter Dinkel (Dinckels ) und 21 Malter Hafer betragen sollte. Eine so hohe Rente könne der Hof aber nicht erbringen, sondern nur etwa sechs Malter Korn, sechs Malter Dinkel und sechs Malter Hafer jährlich. Ferner haben er, Stephan, dem Hofesmann eine Wiese von 55 Gulden Wert beim Hof belassen müssen, wodurch diesem ein entsprechender Rentanteil zukomme, ihm aber ein Betrag von zwei Gulden und drei Ort abgehe. Er begehre von Erhard Erstattung laut der ihm in der Verschreibung zugesagten Währschaft. 2) Erhard habe ihm beim Verkauf verschwiegen, daß er an Unsere Liebe Frau zu Gemünden eine Jahrrente von zehn Gulden, ablösbar mit 300 Gulden, verschrieben und dafür den vorgenannten Hof des Blossen zu Unterpfand gestellt hatte. Er fordere, daß Erhard den Hof von der Belastung befreie und ihm die Kosten erstatte. 3) Ihm und seiner Frau seien zwei Höfe für 250 Gulden mitverkauft worden, nämlich die sogenannten Erenberger Höfe, die laut Pfandbrief von den Erenbergern mit 250 Gulden eingelöst werden können. Innerhalb dieser Höfe liege ein Haus, das nach Angabe des Zinsbuches jährlich drei Schilling, ein Huhn zu Fastnacht und ein Huhn auf Martini liefere. Für diese Abgabe habe er zusätzlich bezahlt, so daß er Verlust erleide, wenn die Erenberger die Höfe für besagte 250 Gulden einlösen sollten. Er fordere Erstattung der Überzahlung. 4) Erhard habe ihm von einem weiteren Hof, den Zintzenhöffer und Beyer derzeit bebauen, eine Jahrrente von 23 Malter Korn, 23 Malter Weizen und 22 Malter Hafer verkauft und die Zahlung erhalten. Aus der Verschreibung ergebe sich nun, daß Hagel und Mißwuchs zur Reduzierung bzw. zum Wegfall der Rentabgabe führen. Er verlange, daß ihm die Rente sicher gemacht wird. 5) Die Renten aus den anderen Höfen seien ihm durch das Zinsbuch bekannt, ohne daß ihm eine Verschreibung angehändigt worden sei. Er könne mithin keinen Hofesmann zu Abgabe zwingen, zumal nicht, wenn ein solcher den Hof unbebaut lasse oder ihn aufgebe. Er erwarte, daß er wegen dieser Höfe rechtlich einwandfreie Verschreibungen erhalte. Der Anwalt des Erhard von Hemstadt entgegnet, Stephan von Venningen habe die Klagen, die er ausweislich des letzten Abschieds früher vorbrachte, nun abgeändert und vermehrt. Darauf hab er nicht vorbereitet sein können und müsse, da er zu Verhandlungen entsprechend dem Abschied geladen sei, vom Prozeßgegner Erstattung seiner Kosten fordern. Dagegen protestiert Stephan von Venningen. Nach längerem Hin und Her entscheiden der Hofrichter und die Räte, daß der Anwalt Erhards eine Abschrift der jetzigen Klagen erhalten soll und also eine Vertagung erforderlich ist. Dem stimmen beide Parteien zu.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 13
U 1811/2
Bemerkung : Abschr. (16. Jh.), Pap. in Kasten 13



1555 August 20



Beschreibung : Johann von Wisch (Wysch ), Vogt zu Liedberg ( Lydburgh ), Bartholomäus Keysers, Anton Kloeters, Jakob Sleythriem und die übrigen Schöffen des Dingstuhls zu Kleinenbroich (Cley -) im Amt Liedberg bezeugen, von Katharina Schilling (Schyllinck ), Witwe des Andreas von Randerath (-raidt ), und beider ehelichem Sohn Hermann um ein Zeugnis darüber ersucht worden zu sein, ob deren Gut zu Kleinenbroich frei sei oder zu Schatz und Dienst verpflichtet. An Eidesstatt erklären sie hiermit, daß besagtes Gut seit Menschengedenken als ein freier Edelmannssitz gilt und nach ihrer Kenntnis und der ihrer Mitnachbarn bis zum heutigen Tage von Schatz, Dienst und allen anderen Belastungen frei ist. Der Vogt und die Schöffen hängen ihr persönliches bzw. ihr Amtssiegel an. ... am dynstage nae unser liever frauwen hymmelfartz dagh
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 13
U 1859
Bemerkung : Bem.: Auf den gleichen Blättern die Urkunde von 1555 Aug. 30.



1555 August 30



Beschreibung : Der Offizial der Erzdiözese Köln bezeugt, daß vor dem apostolisch wie kaiserlich autorisierten Notar Jakob von Dülken (Dulcken ), Kölner Kleriker und Schreiber der Vormundschaftsabteilung der Erzdiözese Köln, der dem Adelsstand angehörige Georg Schilling, der gemeinsam mit Hermann von Randerath (-raedt ) ehelichem Sohn des verstorbenen Andreas Randerath und der noch lebenden Katharina Schilling, erscheinen ist, erklärt hat, genannter Andreas habe neun noch minderjährige Kinder hinterlassen, nämlich außer dem anwesenden Hermann die Kinder Johann, Heinrich, Reinhard, Maria, Katharina, Anna, Mechthild und Sophie. Auf diese Minderjährigen seien nach Erbrecht die Lehn- und Allodialgüter, die Einkünfte und Rechte, Mobilien wie Immoblien ihres Vaters übergegangen, und sie seien zur Wahrung ihrer Rechte der Vormundschaft bedürftig. Georg Schilling sei nun zum Vormund bestellt worden und habe unter Eid erklärt, alle Pflichten eines Vormunds getreulich und sorgfältig wahrzunehmen. Im Beisein der Zeugen Johann Wefelinck und Johann von Dülken, Kölner Bürgern, unterschreibt der ausfertigende Notar, und der Aussteller läßt das Sekretsiegel aufdrücken und das große Offizialatssiegel anhängen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 13
U 1860
Bemerkung : Bem.: Auf den gleichen Blättern die Urkunde von 1555 Aug. 20.



1607 März 23



Beschreibung : Hombert im Kirchspiel LüdenscheidJohann Wissnick, Gogreve zu Lüdenscheid wegen des Herzogs Johann Wilhelm zu Kleve, Jülich und Berg, Grafen zu der Mark, zu Ravensberg und Mörs, Herrn zu Ravenstein, bekundet, vor ihm seien in besonderem Gericht, das zur Vermeidung von Unkosten auf Wunsch der Parteien zu Homert (auff die Homart) inJohann Gecks Behausung im Kirchspiel Lüdenscheid unter Zuziehung der beiden Landschöffen Hermann Schmoll (Smoll) und Dietrich zu Brenscheid (Bredenscheidt), auch im Beisein des Johann Boem aus dem Vest Lüdenscheid zusammengetreten sei, erschienen die Witwe Else Klinkenberg des edlen und ehrenfesten Friedrich v. Karthausen zu Badinghagen, sodann Thomas Klinkenberg, ihr Vater, und Peter Wever (Weffer), Richter zu Meinerzhagen, Letztere als Vormünder und Verwandte der Kinder des verstorbenen v. Karthausen aus dessen letzter Ehe mit besagter Else, nämlich Heinrich, Friedrich, Jürgen, Margarete, Elisabeth und Katharina v. Karthausen. Die genannten haben vor Gericht ausgesagt, am 5. Januar 1581 sei zwischen Friedrich v. Karthausen und seiner jetzigen Witwe eine Heiratsverschreibung vereinbart worden, die vorsah, was nach seinem Tode seiner Witwe und seinen Kindern aus seiner Nachlassenschaft zustehen solle. Wegen großer Schulden habe Karthausen seinem Sohn Jakob v. Karthausen Haus und Gut zu Badinghagen samt anderen Immobilien eingeräumt und sich selbst zu Leibzuchtsrechten auf das Gut Bösinghausen ( Beusink-) gesetzt. Laut besonderem Vertrag hatte genannter Jakob dafür eine spezifizierte Schuldensumme zu übernehmen, während alle anderen väterlichen Schulden von Friedrich v. Karthausen selbst, seiner Ehefrau Else und von den Kindern dieser Ehe ohne Zutun Jakobs und seiner Erben bezahlt werden sollten. Als nun durch Tod des Friedrich v. Karthausen das leibzüchtige Gut Bösinghausen dem Jakob zufiel, bekannte die Witwe Else zugleich mit den Vormündern ihrer Kinder, daß sie von mehrgenanntem Jakob all das erhalten habe, was ihr und ihren Kindern laut Heiratsverschreibung und laut erwähntem Vertrag zustand. Damit Jakob wie auch seine Ehefrau Katharina v. Schorlemer und beider Erben vor weiteren Forderungen der Witwe und ihrer Kinder, seiner Halbbrüder und -schwestern, gesichert sind, verzichten die Witwe und die genannten Vormünder in aller Form auf jeden Anspruch und geloben Währschaft unter Verpfändung des gesamten Besitzes der Witwe und ihrer Kinder.Der austellende Gogreve, der sich die Originale der Heiratsverschreibung, des erwähnten Gütervertrages und der von Vater wie Sohn unterschriebenen Schuldenzusammenstellung hat vorlegen lassen, bestätigt die Richtigkeit aller vorstehenden Angaben, approbiert den jetzigen Erbverzicht und hängt sein Siegel an. Anwesend waren außer den bereits Genannten die Brüder Hermann und Johann Rovenstrunck, Vikar bzw. Richter zu Kierspe, als Verwandte der Kinder, sodann der Schultheiß Jakob Hase, Johann Meler und Christian Wever, der alle, soweit die des Schreibens kundig sind, mit der Witwe, ihrem Vater und dem Richter Peter Wever unterschreiben.Rv.: Nach einer Inhaltsangabe der Urkunde wird vermerkt, Else vom Klingenberg sei die dritte Ehefrau des Friedrich v. Karthausen, Vaters des Jakob v. Karthausen, gewesen; Elses Sohn Friedrich v. Karthausen sei Hauptmann und später Obristleutnant geworden und habe seinem von Anna v. Fürstenberg geborenen Halbbruder [Jakob] 1400 Reichst. geliehen; dieser Betrag sei dann erst von den beiden Schwestern des Friedrich, nämlich Elisabeth und Katherina, Äbtissin bzw. Klosterjungfrau zu Drolshagen, sodann von meinemGroßvater gerichtlich eingeklagt worden, und nach einem Vergleich habe das Kloster 900 Reichstl. erhalten.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 26



1616 August 12



Beschreibung : Haus zur NeuerburgIn der am 16. September 1615 mit Johann von der Hoevelich zur Alten Laufenburg (Altenlowen-) und zu Lohmar, kurkölnischem Marschall, Rat, Kämmerer, Amtmann zu Hülchrath und Obristen, vereinbarten Eheberedung hatte sich Elisabeth v. Kolff zu Vettelhoven, Witwe v. Velbrück zur Neuerburg u.a. dahin erklärt, daß an ihren elterlichen Gütern ihre einzige Tochter aus erster Ehe Maria Katharina v. Velbrück mit den aus der jetzigen Ehe zu erhoffenden Kindern gleichberechtigt sein und ihrem Ehemann gegebenenfalls die Leibzucht zustehen solle. Da genannter Tochter noch keine Vormünder bestellt waren, die hätten zustimmen und unterschreiben können, könnte es nach ihrem Tode zu Uneinigkeiten unter den Kindern beider Ehen kommen, insbesondere weil die Mutter der Frau Eliabeth, nämlich Maria Raitz v. Frentz genannt v. Dürfenthal, noch lebt und die Güter zur Leibzucht nutzt und weil eine Erbteilung zwischen Frau Elisabeth und ihrer Schwester Maria v. Kolff genannt v. Gertzen genannt Sinzenich (Sintzigh) bisher nicht möglich geworden und dadurch ungewiß ist, wohin die Güter im Kölner Erzstift, wo Haus und Güter zu Vettelhoven, Morenhoven und andere mehr gelegen sind, bzw. wohin die im Fürstentum Jülich, so unter anderem das Haus Blens fallen werden. Weil Frau Elisabeth jetzt gesegneten Leibes ist und nunmehr auch durch den Kölner Erzbischof der genannten Tochter die edlen und festen Arnold Raitz v. Frentz zu Schlenderhan und Wilhelm von und zu Winkelhausen zu Vormündern bestellt sind, hat Frau Elisabeth diese gebeten, die erwähnte Disposition wegen ihrer elterlichen Güter zu genehmigen. Die Vormünder sowie der Advokat Dr. Friedrich Vischer haben sich angesichts der Ungewißheit, wohin die kölnischen und die jülischen Güter fallen möchten, und in der Erwartung, daß wahrscheinlich die kölnischen Güter an Frau Elisabeth und deren Erben kommen dürften und sich die Vortochter dann bis zu einem Testament ihrer Mutter mit einem Drittel als gesetzlichem Kindteil zufrieden geben müßte, mit der Mutter und deren Ehemann, dem Marschall, dahin verglichen, daß die Vortochter die Hälfte der mütterlichen Erbgüter erhalten soll, welche es auch immer sein mögen, und daß diese in ihr Eigentum übergehen, sobald sie mit Rat der Mutter und der Freunde heiratet.Die Eheleute von der Hoevelich und die beiden Vormünder unterschreiben; ferner unterschreibt der ausfertigende Gerichtsschreiber des Amtes Hülchrath Johann Wassermann, durch kaiserliche Autorisation öffentlicher Notar.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 55



1621 April 30



Beschreibung : Vor Johann von Balchum und Martin von Gyll, Schöffen des Landgerichts zu Nettesheim und Rommerskirchen, verkaufen die zu Anstel wohnhaften Eheleute Heinrich Mohren und Cäcilia Beekers für 60 ihnen bereits ausgezahlte Reichst. den Provisoren der Jakobi-Bruderschaft an St. Kunibert in Köln Wilhelm von Hoemich, Heinrich von Polheim, Hubert Geyhen und Wilhelm Operfeld eine Jahrrente von drei Reichstl., die jeweils am 1. Mai, erstmals im folgenden Jahr, nach Köln zu liefern ist. Die Rentverkäufer stellen als Sicherheit zu Unterpfand zwei Morgen zehntpflichtigen, sonst aber unbelasteten Ackerlandes im Ansteler Feld am Olshover Weg. Die Rente kann nach Kündigung ein Vierteljahr zuvor jederzeit mit 60 Reichstl. abgelöst werden.Die Schöffen hängen ihr Amtssiegel an.Rv.: Hier heißt es - nach einer Inhaltsangabe -, die versetzten zwei Morgen habe Elisabeth v. Frentz geb. v. Wambach 1642 für 120 Reichstl. gekauft.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 83
Bemerkung : Transfigiert ist eine Urk. von 1635 Mai 1 (s. da)



1621 Juli 17



Beschreibung : Georg von der Capellen bekundet, durch die Äbtissin von St. Quirin Neuss auf seine Bitte hin das Schenkenamt der Abtei durch nachfolgend inserierten Lehnsbrief vom gleichen Tage erhalten zu haben: Cäcilia v. Hochkirchen, Äbtissin des freiadeligen Stifts zu St. Quirin in Neuss, belehnt im Beisein der Neusser Ratsverwandten und Lehnsmannen Martin Henrichs und Adolf Neißen den edlen Georg von der Capellen mir dem Schenkenamt, wie er es bereits von ihrer Vorgängerin, der verstorbenen Elisabeth Dobbe, zu Lehen empfangen hatte. Der Aussteller gelobt, seinen Pflichten als Lehnsmann nachzukommen. Er kündigt seine Unterschrift an und bittet einen Notar um Unterschrift.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 84



1625 Juni 20



Beschreibung : Adolf v. Katterbach Rittmeister, ehelicher Sohn der verstorbenen Eheleute Friedrich v. Katterbach aus dem Hause zur Gaul ( Goull) und Elisabeth v. Bellinghausen aus dem Hause Staelssülz ( Stalßsültzen), beredet die Ehe mit Margarete, Tochter des verstorbenen jülichschen Schützenmeisters Adam v. Nechtersheim genannt Krümmel und der noch lebenden Judith v. Scheidt genannt Weschpfennig. Die Braut wird von ihrer Mutter eine Mitgift von 3000 köln. Tl. erhalten sowie weitere 600 köln. Tl. für Schmuck und Kleidung und als Abfindung von bisherigen und künftigen Sterbefällen. Der Bräutigam gelobt, in die Ehe einzubringen sein Haus zur Gaul im Bergischen Land mit zwei Halfmannshöfen vor der Brücke und einem Gut daselbst, das der Unterste Hof heißt, ferner ein Wingertsgut zu Rheindorf, ein Viertel des Hofes Eschmar und ein Wingertsgut zu Rheidt, den Hof Krahwinkel im Fürstentum Jülich und Volderath, soviel er davon jetzt in Besitz hat, sowie alles, was ihm durch Tod seiner Eltern anerstorben und in der Teilung mit seinen Geschwistern zugekommen ist. Gehen Kinder aus der künftigen Ehe hervor und stirbt ein Ehepartner zu deren Lebenszeit, so steht dem Überlebenden die Leibzucht an allen Gütern zu, jedoch nur bis zu einer eventuellen Wiederverheiratung; aus dem Gesamtbesitz könnte der Witwer 6000 köln. Tl. und die Witwe 4000 köln. Tl. entnehmen und nach eigenem Ermessen nutzen. Diese Beträge würden sich für den Witwer auf 4000, für die Witwe dagegen auf 6000 köln. Tl. belaufen, falls keine Leibeserben hinterbleiben.Es unterschreiben der Bräutigam, die Braut Margarete v. Nechtersheim genannt Krümmel zu Weyer, sodann für ihn sein Bruder Wilhelm v. Katterbach und seine Vettern und Verwandten Kaspar v. Zweifel, Amtmann zu Siegburg, Reinhard von den Reven, Rittmeister, und Volmar Stael v. Holstein, andererseits die Brautmutter, Wilhelm Gerhard v. Spies, Herr zu Satzvey und Firmenich, zugleich für seine Ehefrau Christina [verwitwte] v. Hambroich, eine Schwester der Braut, Melchior v. Nechtersheim gen. Krümmel, Kanonikus zu Münstereifel, und Johann Bertram v. Scheidt gen. Weschpfennig, jülich- und bergischer Rat, Amtmann zu Angermund und bergischer Marschall. Von diesen hängen außerdem ihre Siegel an, der Bräutigam, sein Bruder, v. Zweifel und v.d. Reven bzw. Spies, Scheidt - Weschpfennig und der Kanonikus Krümmel.Ausf. Perg. - Von den Siegeln sind lediglich noch erhalten: ein größerer Teil des verdrückten Siegels v. d. Reven, im Schild ein Maueranker erkennbar, ein Rest des Siegels Spies, Löwe als Helmzier, und zwei Bruchstücke des Siegels Scheidt-Weschpfennig, im Schild Balken, darüber drei Kugeln und als Helmzier ein Flug.Rv. - Hier vermerkt Margarete v. Katterbach geb. v. Nechtersheim gen. Krümmel, die Vereinbarung der Eheberedung, wonach ihr Mann eine angegebene Summe in eine andere Ehe würde einbringen können, wenn sie vor ihm sterben sollte, sei dahin geändert worden, daß er lediglich 1000 Reichstl. erhalten könne, falls sie keine Kinder hinterläßt. Diese Änderung erfolgte aus besonderen Gründen, wie aus einem Dokument zu ersehen sei, das ihr Mann und sie am 30. Dez. 1633 durch den in Köln vor St. Peter wohnhaften kaiserlichen Notar Andreas Schoß im Beisein etlicher Zeugen verfertigen ließen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 97



1632 Juli 30



Beschreibung : Johann Koch, Dinger und Rentmeister des Amtes Löwenberg ( Lewenbergh), Hermann Pickart, Peter Kehren und Rorich Müller, Schöffen des Landgerichts Sieglar, bekunden, vor ihrem Gericht sei erschienen der kaiseliche Notar und Bürger zu Köln Johann Christoph Rösch und habe erklärt namens der Gebrüder Adolf Wilhelm und Hans Georg v. Katterbach und mit Zustimmung der Eheleute Gerhard v. Loe zum Stade (Lohe vom Statt) und Gertrud v. Katterbach wie auch der Jungfrau Sibylle v. Katterbach, daß die Genannten an Frau Judith v. Nechtersheim genannt Krümmel geborene Scheidt von Weschpfennig (Schaidt v. Weschpfenning) für 2000 kölnische Taler den Pohlhof (Polhoff) zu Eschmar im Kirchspiel Sieglar verkauft haben, wie dieser Hof im Besitz ihrer Eltern war und davor im Besitz der v. Zweifel zu Wissen als ein freiadeliges, rittermäßiges und allodiales Gut, frei von allen Belastungen durch Lehnspflicht, Kurmud, Erbschatz, Dienst und dergleichen. Mitverkauft wurde ein nunmehr zum Pohlhof gehöriger Busch, genannt die Gösecke, mit einem Wein- und Baumgarten, wie diese Grundstücke von den verstorbenen Eltern, nämlich durch den bergischen Hauptmann Friedrich v. Katterbach und dessen Ehefrau Elisabeth v. Bellinghausen (Bellinck.), erworben worden waren. Durch Vorlage einer schriftlichen Vollmacht hat der genannte Notar nachgewiesen, zu der Erklärung ermächtigt zu sein, daß die Verkäufer die Kaufsumme in voller Höhe erhalten haben, die besagten Objekte auflassen und erblich auf sie verzichten sowie zur Währschaftsleistung jederzeit bereit sind. Dementsprechend haben die Aussteller Auflassung und Verzicht entgegengenommen und die urkundliche Bestätigung gegen Empfang der Gebühr bewilligt. Die Güterübertragung ist gleichzeitig angenommen worden vom Bevollmächtigten der Käuferin, dem ehrenhaften Jonas Otto von Gottingen. Dieser hat sodann die folgende durch die Witwe Krümmel und den Notar Andreas Schoß unterschriebene Vollmacht vorgelegt d.d. 1632 Juli 22 - Köln: Judith vom Scheidt genannt Weschpfennig, Witwe v. Nechtersheim genannt Krümmel zu Weyer, erklärt, den durch sie von den Gebrüdern Johann Wilhelm und Hans Georg v. Latterbach angekauften Pohlhof zu Eschmar mit allem Zubehör erblich ihrer Tochter Margarete v. Katterbach zu Gaul (zur Gaull) zediert zu haben. Indem sie diese Übertragung bestätigt, gibt sie ihrem Diener Jonas Otto von Gottingen Vollmacht, die Beurkundung der Übereignung durch das Gericht Sieglar zu veran-lassen. Gegeben in ihrer Wohnung am St. Kunibertskloster zu Köln im Beisein der Kölner Bürger Johann Böyßgen und Gerhard Schutz. Instrument des öffentliche und beim Reichskammmer-gericht zu Speyer approbierten Notars Andreas Schos.Zum Zeugnis, daß die vorgenannten Gerichtshandlungen vor offenem Gericht vollzogen wurden, hängen Dinger bzw. Rentmeister sein eigenes und die Schöffen ihr Amtssiegel an. Ausgefertigt durch den Gerichtsschreiber Johannes Goch den dreißigsten Tagh Monats July
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 14
U 158/2
Bemerkung : Ausf., Perg. in Kasten 1



1635 Mai 1



Beschreibung : Johann Balchum und Arnold Hambloch, Schöffen des Gerichts Nettesheim und Rommerskirchen, bezeugen durch diesen Transfixbrief, daß Hein Mohren und seine Ehefrau Adelheid (Oelet) zur Einlösung der angefügten Pfandverschreibung über 60 Reichstl. Kapital von Johann Kairs und Heinrich Schomecher, den Vormündern des minderjährigen Kindes Bartholomäus der verstobenen Eheleute Bartholomäus Noeltges und Sophia, 100 Reichstl. aufgenommen und bar erhalten haben, die mit jährlich fünf Reichstl. vom 1. Mai des folgenden Jahres an zu verzinsen sind.Zur Sicherheit stellen die Geldnehmer die Original-Pfandverschreibung über zwei Morgen Ackerland.Die Schöffen befestigen diesen Transfixbrief an die Originalverschreibung und hängen ihr Amtssiegel an.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 177



1636 September 16



Beschreibung : DüsseldorfWolfgang Wilhelm, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern, zu Jülich, Kleve und Berg, Graf usw., ernennt den festen Adolf v. Katterbach zum Amtmann zu Porz, nachdem er seinen bisherigen Amtmann dort, den bergischen Jägermeister Wilhelm v. Zweifel, zum Amtmann der Ämter Löwenberg und Lülsdorf bestallt hat. Der hiermit bestallte ist verpflichtet, das Amt getreu zu bedienen, die Untertanen im römisch-katholischen Glauben zu halten, die Fahrwege, Grenzen und Landwehren unverändert zu lassen, ohne landesherrliche Bewilligung keinen Kauf von Erbgütern und keine Neuanlage von Wind- und Wassermühlen, Verfestigungen und Gerichtsstätten zu gestatten, auch keine Neuerung bei der Fischerei, der Jagd, den Wasserrechten,, Rottzehnten und Bergwerken. Er hat Rechtshilfen zu leisten und Geleit zu geben und den Kellner zu Bensberg sowie die anderen Diener, die Schatz, Renten oder sonstige Einnahmen im Amt einziehen, zu unterstützen. Das Amtsgehalt beträgt jährlich 65 rheinische Gulden zu je drei Mark und fünf Schilling kölnisch, 60 Malter Hafer, zwölf Taler für Heu, den zehnten Teil aller Brüchten und 13 Gulden und drei Albus für eine Hofkleidung. Leonhard Linnich, der derzeitliche Kellner zu Bensberg, erhält Anweisung, genanntes Amtsgehalt jedes Jahr am 31. Juli, erstmals im folgenden Jahr, zu entrichten und abzurechnen.Der Aussteller läßt sein Sekretseigel aufdrücken, und auf seinen Befehl hin unterschreibt Dietrich von der Horst.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 182



1639 Dezember 4



Beschreibung : Haus RanderathElisabeth v. Wambach, Witwe Raitz v. Frentz zu Schlenderhan (Schlendern) und Kleinebroich, erscheint vor dem ausfertignden Notar und erklärt, ihrem Haus Randerath zu Kleinenbroich stehe in dessen Bezirk neben anderen Rechten auch die Jagd mit Garn und Federleinen auf Rehe, Hasen, Kaninchen und Feldhühner zu, und diese sei seit unvordenklichen Zeit ausgeübt worden. Nun habe sie erfahren, daß Herr Hans Jobst v. Dorth zur Horst zum Nachteil ihres Hauses Jagdrecht in Anspruch nehme, die einem Inhaber des Hauses Horst nicht zu-stehen. Die Witwe protestiert dagegen und bittet den Notar, diesen Protest dem genannten Herrn v. Dorth bekannt zu machen. Ferner ersucht sie den Notar, zur Sicherstellung der Wahrheit Anton Junckers, Nikolaus zu Niederweiler und Hermann Stops über die Jagdrechte des Hauses Randerath zu befragen, insbesondere nach den Orten, wo mit Garn und Federleinen gejagt wird, und die eidesstattlichen Aussagen zu protokollieren. Anton Junckers, 73 Jahre alt, erklärt, er habe 35 Jahre auf Haus Randerath gedient, erst dem verstorbenen Heinrich v. Randerath, dann dem gleichfalls verstorbenen pfalzneuburgischen Hofmeister, Kriegskommissar und Amtmann zu Bergheim Arnold Raitz v. Fentz und zuletzt als Rentmeister und Halfmann der mehrgenannten Witwe. Unter Heinrich v. Randerath wie unter Amtmann v. Frentz sei die Jagd und das Fangen von Feldhühnern in der Rhehing, im Pescher Feld, in den Pescher Brüchen und Büschen und überhaupt in den Gemarkungen der Gerichte Kleinenbroich und Büttgen ausgeübt worden. Er habe dabei oft bei Tag wie bei Nacht geholfen, und es sei auf dem Hause noch etliches Hasen- bzw. Kaninchengarn vorhanden, und das Haus habe wie schon vor dem Kölnischen Kriege so noch jetzt eigene Kaninchenfallen im Pesch. Nikolaus zu Niederweiler, 58 Jahre alt, gibt an, er habe als Jäger bei Heinrich v. Randerath acht Jahre und bei Amtmann Raitz v. Frentz drei Jahre gedient. Durch seine Herrschaft sei stets gejagdt worden, insbesondere an Duisters Hof im Bruch und Feld, in der Rheding, auf dem Alten und dem Neuen Werder, auf Reichers Birkenbusch, in der Hoeniger Heide, hinter Dabber Hof und im Schmalen; den Windlauf habe man bis nach Neuß und den Feldhühnerfang bei Büttgen verrichtet. Hermann Stops, ungefähr 65 Jahre alt und seit 40 Jahren Küster zu Kleinenbroich, sagt aus, er habe persönlich an Jagden des Hauses Randerath auf Rehe, Hasen, Kaninchen und Feldhühner teilgenommen in den Peschen und Brüchen auf Glehn zu, auf der Engbrück ( Engbruggen), im Pescher Frieden, in der Rheding, auf beiden Werdern und dem Grind zwischen ihnen sowie in Latmanns Kämpen. Vorstehende Aussagen wurden gemacht im Beisein des Arnold Junckers, Schöffen zu Kleinenbroich, und des Nikolaus Blumenthal als hinzugebetenen Zeugen.Instrument des Johannes Cloth, durch kaiserliche Autorisation öffentlichen Notars.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 14
U 198/1
Bemerkung : Abschr. (um 1704), Pap. in Kasten 16, Akte 6Abschr. (18. Jh.), beglaubigt durch den Notar Johann Wilhelm Münster in Kasten 24, Akte 14



1651 Mai 9



Beschreibung : Haus BodenheimVor Johann Adam v. Siegen[hoven] genannt Anstel, Herrn zu Keldenich, und Johann Georg Fabritius, Kanonikus der Stiftskirche St. Cassius und Florentius in Bonn, bekunden die Ehepaare Reinhard v. Hillen zu Helden und Sülz und Maria Helena geb. v. Zweifel einerseits, Johann Gerhard v. Cortenbach zu Schönebeck (Schöneck) und Wissem und Anna Klara geb. v. Zweifel andererseits, bei der gestern zwischen ihnen und der Anna Klara v. Tomberg genannt Worms ( Thumbergh genandt Wormbß), Witwe v. Hersel und Frau zu Bodenheim, vereinbarten Erbteilung sei ihnen gemeinsam der Hof zu Lommersum (Lommertzheimb) mit allem Zubehör sowie eine Forderung an genannte Witwe über 959 Reichstl. und 55 Albus zugefallen. Da die Eheleute v. Hillen auch die andere Hälfte des Hofes zu Lommersum übernehmen möchten, wird vereinbart, daß die Eheleute v. Cortenbach ihnen ihre Hälfte überlassen und dafür nicht nur die erwähnte Forderung erhalten, sondern auch eine auf den Herrn v. Cortenbach sprechende Obligation über 9000 Reichstl. mit den ausstehenden Zinsen quittiert zurückbekommen. Dazu soll die Ehefrau v. Cortenbach statt eines Verzichtpfennigs einmal 12 Reichstl. erhalten. Zwei gleichlautende Ausfertigungen sollen von beiden Ehepaaren und von den beiden Zeugen als nächsten Verwandten unterschrieben und durch Aufdrücken der Petschaften bekräftigt werden.Beigefügt ist ein undatierter Zettel, der Schrift nach: Mitte des 18. Jh.s, wonach vom jungen Freiherrn v. Boland, Kämmerer seiner Majestät und Hofrat zu Luxemburg, zum Nachweis der v. Zweifelschen Genealogie Originale überlassen wurden, aus denen sich erweise, daß 1. Kaspar v. Zweifel und Elisabeth v. Lützerode drei Söhne hatten, von denen der älteste namens Johann die Anna von der Alben geheiratet habe, nach Preußen gegangen sei und auf die elterlichen Güter zugunsten seiner Brüder Wilhelm und Bertram verzichtet habe, 2. die Tochter Luckart der Eheleute Johann v. Zweifel und Johanna v. Reven sich 1555 mit Dietrich v. Bourscheidt verehelichte.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 297



1657 Mai 25



Beschreibung : KölnNachdem im Oktober 1655 zwischen der Generalin v. Werth geborenen Gräfin v. Kuefstein einerseits und Freiherrn v. Frentz zu Odenkirchen andererseits sowie weiteren v. Werthschen Verwandten an dritter Seite ein Vergleich vereinbart worden war, in dem gegen einen Verzicht auf die ohnedies nichtige Werthsche Disposition Zahlungen zugesagt wurden, und zwar einem jeden von sechs Kinder 1.000 Reichstl, aber bisher keinerlei Zahlung erfolgte, wird nun zur Verhütung von Weiterungen vereinbart: Da die beiden Kinder des Rittmeisters Gerhard v. Werth, nämlich Johann und Esther ( Hester) v. Werth, in diesem Jahr die laufenden Renten von Odenkirchen für ihre insgesamt 2.000 Reichstl. nutzen, sollen ihnen besagte Einkünfte zukommmen, doch haben sie Freiherrn v. Frentz 300 Reichstl. herauszugeben, wobei die Quadischen Ländereien und Einnahmen außer Betracht bleiben. Von den Kindern des Rentmeisters von Kellenberg Johann Viersen (Virschen) soll Hans Jakob Viersen aus seines Vaters Pacht zu Kellenberg in den folgenden drei Jahren je 300 Reichstl. und im vierten Jahr noch 100 Reichstl. empfangen. Den beiden Kindern des Anton Kaiser, nämlich Sibylla und Elisabeth, will Freiherr v. Frentz unter Verpfändung aller seiner Güter nach und nach 400 oder 500 Reichstl. oder mehr auszahlen bis zur Höhe der insgesamt 2.000 Reichstl. Geschieht die völlige Auszalung nicht innerhalb eines Jahres, so steht den Schwestern ein Zins von 100 Reichstl. zu abzüglich der Zinsen für das inzwischen gezahlte Kapital. Sobald die Gräfin ihren Anteil überweist, soll ein jeder seine vereinbarten 100 Reichstl. erhalten.Es unterschreiben: Winand Raitz v. Frentz, Lambertina v. Frentz geborene Freiin v. Werth, Johann v. Werth, Herkules v. Essingen, Engelbert Viersen, Sibylla Kaiser und Elisabeth Kaiser.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 344/1
Bemerkung : Abschrift (um 1675), Papier in Kasten 14Abschrift (offenbar von 1683), Papier in Kasten 14



1657 Mai 25



Beschreibung : KölnNachdem im Oktober 1655 zwischen der Generalin v. Werth geborenen Gräfin v. Kuefstein einerseits und Freiherrn v. Frentz zu Odenkirchen andererseits sowie weiteren v. Werthschen Verwandten an dritter Seite ein Vergleich vereinbart worden war, in dem gegen einen Verzicht auf die ohnedies nichtige Werthsche Disposition Zahlungen zugesagt wurden, und zwar einem jeden von sechs Kinder 1.000 Reichstl, aber bisher keinerlei Zahlung erfolgte, wird nun zur Verhütung von Weiterungen vereinbart: Da die beiden Kinder des Rittmeisters Gerhard v. Werth, nämlich Johann und Esther ( Hester) v. Werth, in diesem Jahr die laufenden Renten von Odenkirchen für ihre insgesamt 2.000 Reichstl. nutzen, sollen ihnen besagte Einkünfte zukommmen, doch haben sie Freiherrn v. Frentz 300 Reichstl. herauszugeben, wobei die Quadischen Ländereien und Einnahmen außer Betracht bleiben. Von den Kindern des Rentmeisters von Kellenberg Johann Viersen (Virschen) soll Hans Jakob Viersen aus seines Vaters Pacht zu Kellenberg in den folgenden drei Jahren je 300 Reichstl. und im vierten Jahr noch 100 Reichstl. empfangen. Den beiden Kindern des Anton Kaiser, nämlich Sibylla und Elisabeth, will Freiherr v. Frentz unter Verpfändung aller seiner Güter nach und nach 400 oder 500 Reichstl. oder mehr auszahlen bis zur Höhe der insgesamt 2.000 Reichstl. Geschieht die völlige Auszalung nicht innerhalb eines Jahres, so steht den Schwestern ein Zins von 100 Reichstl. zu abzüglich der Zinsen für das inzwischen gezahlte Kapital. Sobald die Gräfin ihren Anteil überweist, soll ein jeder seine vereinbarten 100 Reichstl. erhalten.Es unterschreiben: Winand Raitz v. Frentz, Lambertina v. Frentz geborene Freiin v. Werth, Johann v. Werth, Herkules v. Essingen, Engelbert Viersen, Sibylla Kaiser und Elisabeth Kaiser.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 344/2
Bemerkung : Ausf., Papier in Kasten 14Abschrift (offenbar von 1683), Papier in Kasten 14



1657 Mai 25



Beschreibung : KölnNachdem im Oktober 1655 zwischen der Generalin v. Werth geborenen Gräfin v. Kuefstein einerseits und Freiherrn v. Frentz zu Odenkirchen andererseits sowie weiteren v. Werthschen Verwandten an dritter Seite ein Vergleich vereinbart worden war, in dem gegen einen Verzicht auf die ohnedies nichtige Werthsche Disposition Zahlungen zugesagt wurden, und zwar einem jeden von sechs Kinder 1.000 Reichstl, aber bisher keinerlei Zahlung erfolgte, wird nun zur Verhütung von Weiterungen vereinbart: Da die beiden Kinder des Rittmeisters Gerhard v. Werth, nämlich Johann und Esther ( Hester) v. Werth, in diesem Jahr die laufenden Renten von Odenkirchen für ihre insgesamt 2.000 Reichstl. nutzen, sollen ihnen besagte Einkünfte zukommmen, doch haben sie Freiherrn v. Frentz 300 Reichstl. herauszugeben, wobei die Quadischen Ländereien und Einnahmen außer Betracht bleiben. Von den Kindern des Rentmeisters von Kellenberg Johann Viersen (Virschen) soll Hans Jakob Viersen aus seines Vaters Pacht zu Kellenberg in den folgenden drei Jahren je 300 Reichstl. und im vierten Jahr noch 100 Reichstl. empfangen. Den beiden Kindern des Anton Kaiser, nämlich Sibylla und Elisabeth, will Freiherr v. Frentz unter Verpfändung aller seiner Güter nach und nach 400 oder 500 Reichstl. oder mehr auszahlen bis zur Höhe der insgesamt 2.000 Reichstl. Geschieht die völlige Auszalung nicht innerhalb eines Jahres, so steht den Schwestern ein Zins von 100 Reichstl. zu abzüglich der Zinsen für das inzwischen gezahlte Kapital. Sobald die Gräfin ihren Anteil überweist, soll ein jeder seine vereinbarten 100 Reichstl. erhalten.Es unterschreiben: Winand Raitz v. Frentz, Lambertina v. Frentz geborene Freiin v. Werth, Johann v. Werth, Herkules v. Essingen, Engelbert Viersen, Sibylla Kaiser und Elisabeth Kaiser.Es folgt die undatierte Anmerkung der Geschwister Kaiser, ihnen sei trotz häufiger Anmahnung in 26 Jahren von den 100 Reichstl. nichts gezahlt worden; ihr verstorbener Vater habe ihnen lediglich mehrfach und noch auf seinem Sterbebett gesagt, daß die verstorbene Freifrau v. Frentz ihm einmal drei Malter Korn geschenkt habe.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
Bestellsignatur: Kasten 14
U 344/3
Bemerkung : Abschrift (um 1675), Papier in Kasten 14Ausf., Papier in Kasten 14



1657 November 21



Beschreibung : Haus SchlenderhanZwischen Winand Hieronymus Freiherrn v. Frentz zu Schlenderhan, Herrn zu Odenkirchen, und seiner Ehefrau Lambertina geb. Freiin v.Werth einerseits und Herrn Heinrich Nakaten, Vikar an St. Matthias zu [Mönchen-] Gladbach, andererseits wird vereinbart daß der Herr zu Odenkirchen das Baumsfeld in der Herrlichkeit Odenkirchen, 60 Morgen Ackerland umfassend, dem Vikar auf dessen Lebenszeit von Zehntabgaben befreit und dafür zur Nutzung erhält die 5 ¿ Morgen Ackerland auf dem Heiligen Pfad ( Petgen) zwischen Huppelrath und Mündt, die von Grundstücken des Junkers Winkelhausen, des Pater v. Bergheim und der Erben Bormanns begrenzt werden und zehntpflichtig sind, sowie 7 ¿ Viertel beim Hof Huppelrath, die Konrad Buchs gehörten und zehntfrei sind. Nach Tod des Vikars soll der Tausch rückgängig gemacht werden, doch steht es dem Herrn zu Odenkirchen wie seinen Erben dann frei, die genannten Ländereien anzukaufen, und zwar mit 46 Tl. je Morgen.Die zwei Ausfertigungen des Vertrages werden unterschrieben und durch Aufdrücken der Petschaften bekräftigt von den Eheleuten v. Frentz, dem genannten Vikar und von Wilhelm Nakatzen S.J.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 349



1661 September 1



Beschreibung : Winand Freiherr v. Frentz und seine Ehefrau Lambertina geb. Freiin v. Werth bekunden, daß Herr Johann Kaspar Schlaun, Kanonikus der Kirche ad Gradus in Mainz, ihnen zu Händen ihres Beauftragten, des Herrn Johann v. Werth, Kanonikus an Maria ad gradus in Köln, 400 Reichstl. ausgezahlt hat, die sie entsprechend der mit Herrn Dr. Goldschmied am 30. April 1657 gerichtlich vereinbarten Rentverschreibungen mit jähr-lich 20 Reichstl. verzinsen sollen. Weil Johann Goswin v. Nickel zu Koslar ( Coßeler) zur Zeit nicht anwesend ist, der Kanonikus Schlaun die Summe aber schon gezahlt hat, geloben die ausstellenden Eheleute, den Betrag binnen sechs Wochen vor dem zuständigen Gericht auf das Haus Kellenberg zu verschreiben, das bisher belastet ist mit 1.600 Reichstl. zugunsten des Dr. Goldschmied und mit 1.000 Reichstl. zugunsten des Herrn Adam Schlaun. Die Aussteller unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf; ferner unterschreibt der genannte Johann v. Werth.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 14
U 384/1
Bemerkung : Abschrift, Papier, beglaubigt 1683 durch Dr. Heinrich Breuer in Kasten 7, Akte 10



[1662]



Beschreibung : Haus SetterichEine mit drei anhängenden Siegeln versehene Pergamenturkunde von 1552 Dezember 29 (St. Thomastag, daß Hl. Apostelßtag) weist aus, daß der Velshof ( Felthoff) zu Büttgen ein Lehen der Grafschaft Mörs ist und eine jährliche Pacht von zehn Malter Korn und elf Malter Hafer zu entrichten hat. Diese Erbpacht steht dem Freiherrn v. Reuschenberg zu Setterich zu, der adelige Hof zu Büttgen dem Freiherrn v. Frentz zu Schlenderhan. Nun hat der Freiherr v. Reuschenberg die Erbpacht dem Lizentiaten Johann Heinrich Pütz in Köln zediert, wobei jeder Malter Korn mit 50 Reichstl. und jeder Malter Hafer mit 25 Reichstl. bewertet wurde. Danach haben der Frh. v. Reuschenberg und der Frh. v. Frentz sich dahin verglichen, dem genannten Lizentiaten Pütz die Kaufsumme zurückzugeben, und dieser war zur Annahme bereit. Vereinbart wird nunmehr, daß der Frh. v. Frentz die Gelder für die zehn Malter Korn zahlen soll sowie für alle Rückstände an Korn und Hafer aus den zurückliegenden Jahren, der Frh. v. Reuschenberg lediglich das Geld für die elf Malter Hafer. Ferner hin soll dann die Erbpacht beim Hofe bleiben, und sooft das Lehen fällig ist, sollen es der Frh. v. Frentz zu Schlenderhan und seine Nachkommen auf ihre Kosten bei der Mörser Kammer empfangen. Vom vorstehenden Vertrag werden zwei Ausfertigungen geschrieben und durch Siegel bekräftigt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 398
Bemerkung : Die Datierung ist aus der Nachricht gefolgert, nach der Lizentiat Pütz am 16. Aug. 1662 auf die Reuschenberger Erbpacht zu Neuß und Büttgenverzichtete - NWHSA, Mörs Lehen, Spez. 33, Bl. 34.



1665 April 10



Beschreibung : MeierzhagenJunker Engelbert v. Neuhof genannt Ley, Erbherr zu Badinghagen und Lieberhausen, vereinbart mit Johann Mehler, Peter Nippel, Friedrich zu Hambecke und Peter Kirchmeistern zu Meinerzhagen, den erblichen Tausch einiger Grundstücke, die zum Kirchengut in Niederbadinghausen bzw. zum Gut in der Hesterbeck gehören. Dem Gut Niederbadinghagen zugeschlagen wird ein Landstück von ein Malterscheid und 14 Ruten auf der Hohen Föhr, das an den Niederbadinghagener Garten angrenzt. Dafür tritt die Kirche mit Zustimmung des Kirchenschulten ab, ein bisher zum Heidtgut gehöriges Landstück unterhalb der Eisenkuhle, das künftig dem Hesserbecker Gut zugerechnet werden soll. Die Wiese an der Agger ( Acker), von der die Kirche bisher jährlich einen Goldgld. erhielt, soll nun abgabenfrei vom Hause Badinghagen genutzt werden; dagegen tritt der Junker ein Wiesenstück in der Niederbadinhagener Wiese an der Agger von etwa 5 ¿ Viertelscheid an das Kirchengut zu Niederbadinghagen ab. Dem Kirchengut wird weiterhin zugelegt ein Acker am Weg zum Kroppelsberg und ein Berg bei Harkenstiel; dafür erhält der Junker einen Acker hinter dem Kaltenborn oberhalb der Landstraße, einen Acker im Dellchen ( Delcken) hinter dem Weg zu den Harkenstieler Wiesen und einen dritten Acker zwischen dem Hesterbecker und dem Harkenstieler Acker. Von diesem Erbwechselvertrag werden zwei Ausfertigungen durch den Meinerzhagener Pastor Johann Schubbäus geschrieben und von beiden Seiten unterschrieben.Rv.: Erbwechsel wegen einiger ländereien und wiesenstukß zwischen dem Hof zur Heesmike und dem nenachbarten kirchenguthe zu niederen Bankhagenen [so!], woraus auch ersichtlich, das der weg ober dem Kaltenborne nach dem Heyrhoff zu für diesem ein landstraße geweßen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 414



1665 September 8



Beschreibung : Wilhelm Heinrich Bertrams, Dr. der Rechte und pfalzneuburgischer Vogt des Amtes Bergheim, Johann Hanbloch, Thomas Haeß, Peter Langen und Nelliß Kirsch, Schöffen des Gerichts zu Bergheimerdorf, beurkunden einen Erbtausch, der vor ihnen vereinbart wurde zwischen herrn Winand Hieronymus Freiherrn v. Fentz zu Schlenderhan, Herrn zu Odenkirchen, Grombach, Kleinenbroich, Kellenberg znd Erbach, kurkölnischem Erbburggrafen, pfalzneuburgischem Kämmerer und Amtmann zu Bergheim, und seiner Ehefrau Lambertina geborenen v. Werth einerseits und Herrn Winand Zephenius, Lizentiaten der Hl. Schrift, Pastor und Vizepropst zu Bergheimerdorf und Cameratius Seniorder Christianität Bergheim sowie den beiden Kirchmeistern Heinrich Cortgen und Matthias Woltreß andererseits. Dabei gaben die beiden Letztgenannten an die besagten Eheleute das der Kirche zu Bergheimerdorf gehörige, jedoch von anderern Büschen der Kirche getrennt inmitten des Schlenderhaner Ackers gelegene und nur drei Morgen und 18 Ruten große Ziegenbüschchen, und sie erhielten erblcih dafür zwei Büsche von insgesamt 5 Morgen, die in den Oberaußemer Büschen, wie folgt, gelgen sind: ein Busch von 3¿ Morgen wird begrenzt zum Dorf hin von Neuenahrer Busch, dann vom Offerland, Wichems Busch und Ketzges Busch, und der benachbarte Busch wird zum Dorf von Isenkroidt ( Ißekroth), dann vom 11 Morgen großen Feld der Klarissen, vom Busch der Oberaußemer Kirche und von den Kamper 7 Morgen. Weil die von den Eheleuten in Tausch gegebenen 5 Morgen quantitativ und qualitativ das Ziegenbüschchen übertreffen, soll der jeweilig Pastor zu Berheimerdorf künftig jedes Jahr am Tag nach St. Michael für das Geschlecht der v. Frentz zu Schlenderhan eine Messe lesen und dafür von den Kirchmeistern eine Zahlung erhalten.An den vorstehenden Erbtauschbrief, von dem zwei Ausfertigungen geschrieben werden, hängen der Vogt sein eigenes und die Schöffen ihr Amtssiegel an. außerdem unterzeichnet der Gerichtsschreiber Johann Zwenbruggen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 417



1683 März 17



Beschreibung : Johann Dietrich Eßken, Syndikus der jülischen Landstände, bestätigt die Richtigkeit des folgenden Auszugs aus den [Landtags -] Protokollen: Nachdem am 1. August 1664 auf dem Landtag zu Dormagen dem Winand Freiherrn Raitz v. Frentz zu Schlenderhan im Hinblick auf die Verdienste seines Schwiegervaters, des verstorbenen kaiserlichen Generalfeldmarschalls Freiherrn v. Werth, zugestanden worden war. daß seine Kinder, sofern sie sich an qualifizierte Adelige verheiraten würden, den anderen aus der Ritterschaft gleichgestellt sein und alle adeligen Freiheiten und Privilegien genießen sollten, hat besagter Herr v. Frentz nun darum gebeten, seinen Sohn Dietrich Adolf, dem er seinen Rittersitz Kellenberg übertragen hat, in das jülische Ritterschaftskollegium aufzunehmen. Obwohl die Bedingung einer zuvor erfolgten adeligen Heirat noch nicht erfüllt ist, wird aufgrund des Versprechens, daß eine solche Heirat noch erfolgen werde, dem Ersuchen entsprochen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 617



1683 August 25



Beschreibung : Abtei WerdenFerdinand, Abt der reichsfreien Stifte Werden und Helmstedt, behändigt nach Tod der Gebrüder Kaspar Christoph und Engelbert v. Neuhof genannt Ley zu Badinghagen des Letzteren ältesten und jüngsten Sohn Friedrich Kaspar bzw. Johann Christian zu je einer Hand mit Haus und Gut zu Badinghagen im Kirchspiel Meinerzhagen. Die Behandigten haben jedes Jahr den Zins von drei Schilling Werdener Währung entsprechend den Stiftsregistern und Lagerbüchern an die Kellnerei in Erden zu entrichten. Sie dürfen das Gut weder verspleißen, verwüsten, versetzen, verkaufen noch sonstwie in andere Hände kommen lassen, es sei denn mit ausdrücklicher Zustimmung. Stirbt einer der Behandigten, sollen die Erben binnen gebührender Zeit um Neubehandigung mit dem Gute einkommen, das stets zu zwei Händen vergeben sein soll.Der Aussteller unterschreibt und hängt sein Sekretsiegel an.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 621



1686 April 28



Beschreibung : SchlenderhanDietrich Adolf Raitz v. Frentz verpachtet, auch namens seines Bruders und seiner Schwester, auf zwölf Jahre an Anton Krebs und dessen Ehefrau Sibylle aus der im Kirchspiel Hönnigen und im Amt Hülchrath gelgenen Muchhausener Ländereien 41 Morgen. Die jeweils auf Martini fällige und nach Schlenderhan oder Köln zu liefernde Pacht beträgt für die ersten vier Jahre von 27 Morgen jährlich je 6 Faß Roggen und von den übrigen 14 Morgen, die erst Anton Rommerskirchen, dann Peter Hecker in Pacht hatten und die merklich abgewirtschaftet sind, je Morgen 4 Faß Roggen, insgesamt also 27 Malter und 2 Faß; nach Ablauf der 4 Jahre erhöht sich die Pacht auf durchgängig 6 Faß je Morgen, also auf 30 Malter und 6 Faß. Die gepachteten Grundstücke sind in gutem Stand zu halten; von den Grundabgaben zahlt der Pächter die Hälfte. Im Falle von Mißwuchs, Hagelschlag und Kriegsschäden wird nach vorheriger Besichtigung der gleiche Nachlaß gewährt wie den Benachbarten.Der Verpächter unterschreibt und drückt sein Petschaft auf.Darunter: 1687 Oktober 15. - Der Rentmeister zu Schlenderhan Brewer quittiert durch Unterschrift, daß von den 30 Reichstl. des trockenen Weinkaufs der Landmesser einen erhielt und die übrigen nach und nach an ihn ausgezahlt wurden.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 645



1693 Februar 7



Beschreibung : DüsseldorfJohann Wilhelm, Pfalzgraf bei Rhein, des Hl. Römischen Reiches Erbschatzmeister und Kurfürst, Herzog zu Bayern, Jülich, Kleve und Berg, Graf usw. bekundet, von seinem Amtmann zu Porz Konrad v. Nagel um die Genehmigung gebeten worden zu sein, daß dieser seine Stellung mit seinem Bruder Georg Adolf v. Nagel gegen dessen Amtmannsstelle zu Bornefeld und Hückeswagen vertauschen könne. Nach erteilter Genehmigung wird der Letztgenannte gemäß dem ihm am 31. Jan. d. Js. erteilten Kollationspatent hiermit zum Amtmann zu Porz ernannt. Seine Pflichten und Rechte werden im einzelnen aufgeführt, und seine Besoldung wird, wie folgt, festgesetzt: Der Kellner zu Bensberg soll ihm jährlich, jeweils am 31. Januar, aus dem Schatz 65 rhein. Gld. geben, 3 Mark und 5 Schilling je Gld., ferner 60 Malter Hafer, 12 Tl. für Heu, den zehnten Teil der gewöhnlichen Brüchten und für eine Hofkleidung 13 Gld. und 3 Albus. Der derzeitige Kellner zu Benberg Johann Jakob Rheinfelden erhält entsprechende Anweisung.Der Aussteller unterschreibt und läßt sein Sekretsiegel aufdrücken.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 682



1693 März 25



Beschreibung : RoermondChristoph Baron v. Cortenbach, Erbvogt der Stadt Roermond und Rittmeister einer kurpfälzischen Gardekompanie, beredet die Ehe mit Fräulein Agnes v. Zoutelandt, Tochter des Gillis v. Zoutelande, Herrn zu Doelly, Rentmeisters im Dienste seiner Katholischen Majestät und Gouverneurs der Stadt Roermond, im Beisein und mit Zustimmung ihres Großvaters Heinrich v. Haeften und ihres Bruders, des kaiserlichen Obristen Konrad Albert v. Zoutelande. Für den beiderseits eingebrachten Besitz soll keine Gütergemeinschaft bestehen, und die jeweiligen Schulden trägt jeder Partner allein. Die Braut erhält von ihrem Vater zur Heirat eine Jahrrente von 500 Patagon, jeweils zahlbar am Tage nach dem Hochzeitstermin. Nach Tod des Vaters soll die Braut die väterlichen Güter mit ihrem Bruder teilen und dabei das adelige Haus Schleveringhoven (Schlevers-) zu Mühlbracht erhalten, das von ihrem Großvater herkommt, während ihr Bruder das freiadelige Haus und die Lehngüter zu Parlos erhält mit dem vom Vater vor zwei Jahren angekauften Höfchen und Holz. Nach der Hochzeit erhält die Braut von ihrem Vater weitere 700 Patagon und innerhalb der folgenden sechs Monate nochmals 300 Patagon, insgesamt also 1000, wobei die Zinsen von der Hälfte der Summe in den ersterwähnten 500 Patagon einbegriffen sein sollen. Falls es durch Ruinierung oder Verlust von Brabant und der Stadt Brüssel zu Gütereinbußen kommt, soll der Vater seiner Tochter die Hälfte ihrer mütterlichen Güter und Guthaben überlassen, soviel davon seinen Kindern anerstorben ist, ohne sich Leibzuchtsrechte vorzubehalten. Alle besagten Gelder und Güter verbleiben der Tochter zur persönlichen Disposition, und weder der Bräutigam noch seine Gläubiger sollen irgendein Recht haben. Falls Güter des Bräutigams in einer öffentlichen Versteigrung zu einem angemessenene Preis angeboten werden, steht es ihr frei, solche mit ihrem Geld für sich zu erwerben. Sollte die jetzige Braut ihren künftigen Ehemann überleben, sich später wiederverheiraten und aus beiden Ehen Kinder haben, sollen diese erbrechtlich als Kinder einer Ehe gelten. Die künftigen Eheleute können mit ihren Bediensteten für ein Jahr im Hause ihres Vaters wohnen bzw. dann weiterhin, wenn es ihm beliebt.Die Tochter gilt, vorbehaltlich testamentarischer Verfügungen des Vaters, als abgefunden.Es unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf: die Braut, ihr Vater, Konrad und Bernt v. Zoutelande, der Bräutigam, Heinrich C. v. Haften und B. v. Vrechen; ferner unterschreibt der Advokat J. Meyrath.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 685



1699 Juli 21



Beschreibung : Rellinghausen Anna Isabella Freiin v. Velbrück, Pröbstin des freiweltlichen hochadeligen Stifts Rellinghausen, Frau zu Garath und zur Großen Hegge ( hohen heggen ) in Thorn, trifft letzwillige Verfügung, nachdem sie ein recht hohes Alter erreicht hat, um Mißhelligkeiten zwischen ihre Verwandten und Freunden vorzubeugen. Sie möchte in der Stiftskirche zu Rellinghausen ohne jedes Gepränge des Abends beigesetzt werden. Am folgenden Morgen sollen die drei Pastoren und Kanoniker die Exequien halten und ihr Grab mit dem bereits fertiggestellten Leichenstein belegen lassen. Von ihrem Bargeld sollen sogleich 100 Reichstl. von ihren Testamentsvollsteckern bereitgestellt werden für die Begräbniskosten, für Seelenmessen und um ein Inventar ihrer Nachlassenschaft aufzunehmen. In den ersten sechs Wochen nach ihrem Tode ist von den besagten Pastoren und Kanonikern täglich eine Seelenmesse zu lesen. Am Begräbnistag ist aus 6 Scheffel Roggen Brot zu backen und dies an die bei den Exequien anwesenden Armen zu verteilen. Was nach Auflösung ihres Haushalts und Entlassung ihres Gesindes an Korn bleibt, haben die Testamentsvollstecker zur Bezahlung ihrer Schulden zu veräußern; was an Essen und Trinken übrigbleibt, ist den Kapizinerpatres in Essen anzuliefern. Vom Überschuß ihrer Nachjahre sind zwei silberne Altarleuchter anzufertigen, und vom Zins der 50 bei Beckhaus zu Überruhr ausstehenden Reichstl., die ihr durch die verstorbene Jungfrau Agnes von Wande übertragen wurden, sind weiße Wachskerzen für diese Leuchter durch die jeweilige Küsterin zu beschaffen. Jeder der Knechte, die zur Zeit ihres Ablebens bei ihr in Diensten stehen, erhält eine gute Trauerkleidung und einen vollen Jahreslohn. Ihr wertvollstes Erbe, nämlich die Hälfte des Hauses Garath und seines Zubehörs, verbleibt ihrer Schwester Maria Freiin v. Velbrück, verwitweten Freifrau v. Hatzfeldt zu Wildenberg, der sie es bereits vor zwei oder mehr Jahren übertragen hat. Ihre Hälfte der Großen Hegge zu Thorn ( der großen heggen im Ländtgen von Thror ) und alles, was sich aus ihrem Besitz an Silberwerk. Mobilien und Leinwand zu Rellinghausen und zu Köln finden wird, sowie der eventuelle Überschuß des Huißischen Kapitals sollen die drei Söhne der Tochter ihrer Schwester erben, nämlich Melchior Friedrich Otto, Franz Wilhelm und Ferdinand v. Cortenbach zu Wissem. Diese Zuwendung geschieht aus besonderer Zuneigung, weil sie die drei Brüder die meiste Zeit bei sich gehabt und erzogen hat und sie sich ihr gegenüber stets gut betragen haben. Franz Wilhelm v. Cortenbach, über den sie Taufpatin ist, soll im voraus von ihren Silbersachen eine Waschschüssel ( Lampet ) mit Kanne und ein vergoldetes Silberbesteck haben; alles übrige wird in gleiche Drittel geteilt. Spätere Dispositionen, die sie diesem Testament beilegen sollte, haben die gleiche Gültigkeit, als seien sie bereits jetzt niedergeschrieben. Falls jemand von den letzwillig Bedachten widerspricht, geht er aller Anrechte verlustig. Dem Erzbischof zu Köln und der Kirchenfabrik des dortigen Domes vermacht sie die übliche Turnose, und die Hochfürstliche Äbtissin zu Essen, die ihr die beigefügte Genehmigung zu testieren erteilt hat [liegt nicht bei!], erhält Gold und Silber. Niedergeschrieben hat das Testament auf Wunsch der Ausstellerin in deren Residenzbehausung im Stift Rellinghausen der durch kaiserliche Autorisation öffentliche und bei der Essener Kanzlei immatrikulierte Noatar Petrus Paulus Witzhelden. Es unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf in rotem Lack und oval oder sechseckig die Aussstellerin: unter fünfperliger Krone ein ovaler Schild mit Querbalken; der Kanoniker und erste Pastor Caspar Crahn: im Siegelfeld ein Kranich, der auf einem Fuß steht und im erhobenen anderen eine Kugel hält; der Kanoniker und Pastor Adolf Brecht: im Schild ein Andreaskreuz, dessen linker Winkel durch einen Balken geteilt ist; statt der Zier über dem Helm die Buchstaben B W P C, Antonius Abels: Herz, aus dem drei Blätter und zwei Früchte wachsen; Wilhelm Hofstadt: mit dem Petschaft des ersten Pastors; Ludger Temmesfeldt: auf einem Berg Hausmarke, seitlich begleitet von den Buchstaben L bzw. T; Friedrich/Hannebeck: Tatzenkreuz, überhöht von einem Stern; Jan Bernd Eyhoff: mit dem Petschaft des Pastors Brecht, und der genannte Notar: im Schild ein Balken, darüber drei Blütenkolben, auf dem Helm wiederholt. Auf dem gleichen Blatt folgt: 1710 Februar 26 - Essen. Berhardine Sophia [v. Ostfriesland und Rietberg, Äbtissin zu Essen] bestätigt und autorisiert das ihr heute vorgelegte Testament der verstorbenen Pröbstin zu Rellinghausen Anna Isabella v. Velbrück (Veldt -), der sie bereits am 17. Juni 1698 die Zustimmung zu einer letzwilligen Verfügung erteilt hatte. Sie unterschreibt und läßt ihr Sekretsiegel aufdrücken. Das ovale Siegel unter Papierdecke ist sehr schwach ausgeprägt; auszumachen ist, daß der gekrönte Schild von etlichen Attributen begleitet wird, u.a. von gekreuzten Schwertern, Pfeilen und Blüten; im Schild ist erkennbar das zweimal gespaltene und im hinteren Drittel zusätzlich quadrierte Familienwappen der Grafen von Ostfriesland und Rietberg.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) kasten 14
U 735/1
Bemerkung : Abschr. (um 1720), Pap. in Kasten 71, Akte 10



1709 September 28



Beschreibung : Haus Gaul Konrad Freiherr v. Nagel, Herr zur Gaul, kurpfälzischer Kämmerer und Amtmann zu Bornefeld und Hückeswagen, und seine Ehefrau Anna Maria Stael v. Holstein bekunden, daß ihnen der Pater spiritualis der Observanten zu Wipperfürth Wilhelm Wedding gestattet habe, in der Kloster kirche seitlich des Hochaltars auf eigene Kosten für sich eine Grabstätte herrichten zu lassen. Sie verschreiben dafür den Patres aus ihrer am untersten Hof im Grund stehenden Mahlmühle eine Jahrrente von 20 Reichstl. zu je 80 Albus kölnisch, und zwar in der Weise, daß am Sterbetag des ersten von ihnen jedes Jahr ein Hochamt und 4 stille Messen zu halten sind, wofür 10 Reichstl. gezahlt werden, und nach Tod des Letztlebenden von ihnen ebenso ein Hochamt und 4 stille Messen als Jahrgedächtnis gegen die anderen 10 Reichstl. Zu Unterpfand gesetzt wird die genannte Mahlmühle; die jetzige wie künftige Obrigkeit im Amt Steinbach hat dafür Sorge zu tragen, daß auch künftige Besitzer die Mühle nicht ohne Sicherstellung der jährlichen Zahlung verpachten oder verkaufen. Neben den beiden Ausstellern unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf der genannte Pater und der Gerichtsschreiber der Hauptstadt Wipperfürth Gerhard Kentzeler. Sodann unterschreiben von Seiten des Klosters die Patres Magister Ludwig Engeler, Heinrich Tempel, Erasmus Appelfelt, Kustons Angelus Schmitz, Gerhard Fillerfanck und Lukas Brunhagen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 838



1737 Dezember 23, 1737 Dezember 27



Beschreibung : 1737 Dez. 23 - Düsseldorf - bzw. Dez. 27 - Herl Konrad Kaspar Frh. v. Nagel zu Herl und Badinghagen, kurpfälzischer Amtmann zu Hückeswagen und Bornefeld, und seine Ehefrau Maria Adriana geb. Freiin v. Cortenbach verkaufen mit Zustimmung der nächsten Verwandten bzw. Vormünder genannter Ehefrau v. Nagel, nämlich des Freiherrn v. Cortenbach, Deutschordens-Komturs zu Siersdorf, und des Maximilian v. Cortenbach zu Wissem an Jakob Tilmann Gottfried v. Kochs, kurpfälzischen Hofkammerrat, jülich-und bergischen Steuerreferendar und Kriegskassenverwalter, und dessen Ehefrau Maria Josepha geb. v. Steinmans den insgesamt allodialen und zum jülich-bergischen Landtag beschriebenen Rittersitz Rheindorf im Amt Monheim, wie dieser 1720 von Ferdinand Frh. v. Cortenbach, kurpfälzischem Rittmeister und Kämmerer, und dessen Ehefrau Maria Anna Elisabeth geb. v. Quad zu Alsbach, den Eltern der Frau v. Nagel, angekauft und ihr als einziger Tochter durch Tod der Eltern erblich zugefallen war. Der Rittersitz mit Haus, Hof, Garten, Weihern, Baumgarten, Ländereien, Wiesen, Büschen, Weiden, Zinsen, Renten, Holzwuchs, Fischerei und Jagdrecht geht mit Aushändigung dieses Kaufbriefs an die Ankäufer über, denen zugleich das Recht zukommt, vom Martinstag des lfd. J.s an die Pacht einzuziehen, und die alle auf Haus Rheindorf bezüglichen Urkunden und Nachrichten von den Verkäufern erhalten sollen. Diese verpflichten sich, bei eventuellen Ansprüchen anderer die Ankäufer völlig schadlos zu halten und sie in ihren Rechten inner- und außergerichtlich auf eigene Gefahr und Kosten zu schützen. Die beiden Höfe Katzberg (- bach ) und Laach gehören nicht zu den Verkaufsobjekten, verbleiben vielmehr im Eigentum der Eheleute v. Nagel. Diese bestätigen, den Verzichtspfennig von 2000 Reichstl., jeden zu 80 kölnischen Albus gerechnet, erhalten zu haben. Hinsichtlich der vereinbarten Kaufsumme von 14500 Reichstl. soll, wie folgt, verfahren werden: Die Ankäufer übernehmen ab Martini des lfd. J.s die auf Haus Rheindorf verschriebenen beiden Kapitalien, nämlich die 3400 Reichstl. zugunsten der Kartäuser in Köln und die 3399 Reichstl. zugunsten der Anna Josina Katharina v. Wolfskehl geb. v. Jüdden. Die Verkäufer haben Originalquittungen und General-Freisprechungsscheine darüber beizubringen, daß die Zinsen von besagten Kapitalien bis zum Martinstag des lfd. J.s bezahlt sind und daß die Erben des verstorbenen Johann Friedrich Frh. v. Jüdden, nämlich seine beiden Schwestern Anna Wilhelmina v. Kaldenbach und die genannte Anna Josina Katharina v. Wolfskehl keine weiteren Ansprüche an das Haus Rheindorf und dessen Zubehör stellen werden. Der Rest der Kaufsumme in Höhe von 7800 Reichstl. ist innerhalb von drei Wochen nach der gerichtlichen Anerbung und Aushändigung besagter Quitttungen und Scheine in Düsseldorf zu zahlen. Der Vertrag wird zweifach augefertigt; die verkaufenden und die ankaufenden Eheleute sowie die anwesenden Zeugen drücken ihre Petschaften auf. Rv.: Präsentiert Monheim, den 28.12.1737
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 977



1744 März 8



Beschreibung : Lüttich Johann Theodor, Bischof von Freising, Regensburg und Lüttich, Herzog beider Bayern, Pfalzgraf usw., ernennt Adolf Freiherrn v. Cortenbach ( Cortem -) zu Wissem und Schönebeck, Kanonikus und Vorsänger der Kathedralkirche zu Lüttich sowie Probst zu Thuin, zum Rat an seiner Rentkammer. Der Aussteller unterschreibt und läßt sein Siegel aufdrücken; ferner unterschreibt: Breidbach.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 1028



1751 Oktober 29



Beschreibung : Lüttich Kardinal Johann Theodor, Herzog von Bayern, Bischof von Lüttich, Freising und Regensburg, Graf usw., ernennt Adolf Freiherrn v. Cortenbach ( Cortem -) zu Wissem und Schönebeck, Kanonikus und Vorsänger an der Kathedralkirche zu Lüttich sowie Probst zu Thuin, zum Präsidenten seiner Lütticher Rentkammer. Der Aussteller unterschreibt und läßt sein Siegel aufdrücken.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 1076



1757 März 26



Beschreibung : Mensfelden Georg Philipp Zollmann und seine Ehefrau Anna Margarete, Georg Wilhelm Lieber senior und seine Ehefrau Elisabeth Margarete sowie der Schneider Anton Lantz und dessen Ehefrau Maria Katharina, alle zu Mensfelden wohnhaft, bekennen, von der freiherrlichen Familie Frentz zu Schlenderhan deren zwei Hofesgüter zu Mensfelden auf 12 Jahre gepachtet zu haben. Zur Sicherung der jährlichen Pachtgelder verschreiben die Aussteller Unterpfänder, nämlich die Erstgenannten einige näher beschriebene Grundstücke auf dem Bucherfeld und auf dem Pfaffenbacher Feld, die beiden anderen Ehepaare ihren auf 600 Gld. taxierten Hausbesitz beim Rathaus. Die drei Pächter unterschreiben, jeweils auch namens ihrer Ehefrauen, und auf ihre Bitte hin unterschreiben seitens des Gerichts zu Mensfelden die kurtrierischen Schultheißen J.A. Zollmann und J. Crolck sowie die beiden Gerichts-Rechenmeister C. Rilelaken (?) und Johann Schwank. Das Gerichtssiegel wird aufgedrückt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 1122



1757 August 1



Beschreibung : Schlenderhan Franz Winand Hieronymus Freiherr v. Frentz, Herr zu Schlenderhan, Kleinenbroich, Kellenberg, Grombach (Crum -) und Stammeln, verpachtet seinen Zehnten, den er zu Rommerskirchen von etwa 210 Morgen, teils als Gabel-, teils als Sackzehnt zu erheben hat, ferner ein Landstück von 3 ¿ Morgen auf zwölf Jahre, mit dem folgenden Jahr beginnend, an den Witwer Zachäus Fremerstorf. Die jeweils auf Martini fällige und nach Schlenderhan zu liefernde Pacht beträgt 8 Malter Gerste, und nach Köln an die Domherren hat der Pächter namens des Ausstellers jährlich gegen Quittung 10 Malter Roggen zu liefern. Der Pächter erhält eine Liste der zehntpflichtigen Ländereien; etwaige Änderungen bei den Namen der Besitzer hat er einzutragen und die Liste nach Ablauf der Pacht zurückzugeben. Der Verpächter quittiert, für den trockenen Weinkauf bei Vertragsabschluß zehn Reichstl. erhalten zu haben. Der Aussteller unterschreibt und drückt sein Petschaft auf; für den Pächter unterschreibt sein Sohn Adam Fremerstorf Auf dem gleichen Blatt: 1759 September 4 - Schlenderhan. Franz Winand Hieronymus v Frentz bestätigt, der Pächter Zachäus Fremersdorf habe ihn schriftlich ersucht, wegen seines hohen Alters seinen Sohn Adam in den Pachtertrag eintreten zu lassen. Zumal auch die anderen Brüder, nämlich A[nton] Fremersdorf, Vikar zu Rommerskirchen, und Peter Fremerstorf, das Bittgesuch unterstützen, habe er diesem entsprochen. Ausf., Papier. - Der Abdruck in rotem Lack stammt vom gleichen Petschaft wie der oben beschriebene. - Das Bittgesuch der Brüder d.d. Rommerskirchen 1759 Sept. 2 liegt bei.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 1126



1758 April 18



Beschreibung : Saarburg Franz Arnold Reichsfreiherr Raitz v. Frentz, kurpfälzischer Kämmerer, ehelicher Sohn des Franz Winand Hieronymus Reichsfreiherrn Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Kellenberg, Kleinenbroich, Stammeln, Krumbach usw., kurpfälzischen Oberamtmanns des jülischen Amtes Bergheim, und der Anna Maria Franziska Charlotte Reichsfreiin v. Bylandt zu Rheydt, beredet die Ehe mit Isabella Charlotte Reichsfreiin v. Warsberg ( Waers -), ehelicher Tochter von Karl Heinrich Ignaz Reichsfreiherrn v. Warsberg, Herrn zu Warsberg, Wartenstein ( Wartel -), Winchringen, Wiltingen, Rehlingen (Red -), Hausbach, Brottorf und Bergweiler, kurtrierischem Geheimrat und Oberamtmann der Ämter Saarburg, Merzig und Saargau, und dessen Ehefrau Anna Lioba Reichsfreiin v. Greiffenclau zu Vollraths. Die Ehe soll durch priesterliche Einsegnung nach katholischem Ritus bestätigt werden. Die Braut erhält von ihrem Vater als Heiratsgut 2000 rheinische Gulden sowie zur Aussteuer 1000 Gld., die entweder bar zu erlegen oder mit 5 % unter Verpfändung aller väterlichen Güter zu verzinsen sind. Diese insgesamt 3000 Gld. hat der künftige Ehemann auf seine Güter nach Auszahlung sicher anzulegen, so daß sie einen Zins von 5 % erbringen und gegebenenfalls jederzeit vom Haus Schlenderhan abgeführt werden können. Vor der priesterlichen Einsegnung hat die Braut zum Besten ihres Bruders und des Mannestammes v. Warsberg auf alle Güter ihrer Eltern und alle Bei- und Nebenfälle schriftlich zu verzichten. Sollte allerdings ihr Bruder ohne eheliche Erben sterben, so tritt der Verzicht außer Kraft; sie ist dann unter Berücksichtigung ihres Heiratsgutes am Erbe mit ihren Fräulein Schwestern allteilig berechtigt. Statt einer Morgengabe soll ihr der Bräutigam 600 Gld. zu ihrer freien Verfügung verehren. Stirbt er vor ihr (unter) Hinterlassung ehelicher Kinder, steht ihr die Nutzung aller Güter zu, solange sie nicht wieder heiratet. Sollten männliche Erben fehlen oder diese ohne eheliche Leibeserben sterben, soll zur Beibehaltung der Dompröbstlich v. Frentzschen Fundation an Franz Winand Frh. Raitz v. Frentz, den einzigen Bruder des Bräutigams, der Rittersitz Kleinenbroich abgetreten werden. Für den Fall, daß die Witwe nicht bei ihren Kindern wohnen will oder kann, verschreibt ihr der Bräutigam mit Zustimmung seiner Eltern zu einem Witwensitz den Rittersitz Haus Kellenberg mit allen Möbeln und mit allen Ländereien, Gärten, Wiesen, Weiden, Holzungen, Mühlen, Einkünften, Büschen und der Jagdgerechtigkeit. Möchte sie besagten Witwensitz nicht beziehen und nutzen, so soll sie all ihr eingebrachtes Gut erhalten, die angelegten 3000 Gld. sowie das Silbergeschirr, die Kleidung und den Schmuck, wobei das an Geschirr und Schmuck, was von ihrem Ehemann herstammt, von ihr lediglich auf Lebenszeit genutzt werden kann, dann aber dem Inhaber von Haus Schlenderhan zurückzugeben ist. In diesem Fall, also bei völligem Verzicht auf eine Nutzung von Haus Kellenberg, wird ihr eines der v. Frentzschen Häuser in Köln eingeräumt, und sie erhält neben einer standesgemäßen Möbelierung einmal 300 Reichstl., eine standesgemäße Kutsche und zwei taugliche Pferde. Da der Rittersitz Kellenberg bei vorstehender Vereinbarung auf jährlich 1000 Reichstl. veranschlagt ist, wird festgelegt, daß sie bei geringerem Ertrag einen Ausgleich aus anderen v. Frentzschen Gütern erhalten soll, andererseits eventuelle Überschüsse an die Familie v. Frentz abzuführen hat. Sie erhält während ihres Witwenstandes außerdem jedes Jahr ein Stückfaß Wein, so gut, wie er in Hattenheim jeweils wächst und das zu ihrer Haushaltung nötige Brennholz. Falls sie auf Haus Kellenberg Wohnung nimmt, sind alle Instandsetzungsarbeiten dort, die laut beizubringender Quittungen 100 Reichstl. überschreiten, nicht von ihr, sondern von der Familie zu bestreiten. Sollte Kellenberg durch Kriegsgeschick oder anderes Unglück ruiniert werden, tritt die vorerwähnte Vereinbarung wegen eines Wohnhauses zu Köln in Kraft. Weitere Regelungen erfolgen für die Fälle, daß die Ehe kinderlos bleibt, daß ein überlebender Ehepartner eine neue Ehe schließt, daß aus dieser Kinder hervorgehen oder auch nicht und daß es zu Meinungsverschiedenheiten kommt über vertraglich nicht festgelegte Punkte oder über die Auslegung vorstehender Vereinbarungen. Vom Vertrag werden zwei Ausfertigungen geschrieben; beide Brautleute und deren Eltern unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf, ferner auch die anwesenden Verwandten und Zeugen, nämlich A.C. v. Warsberg und Franz Karl Frh. von und zu Dalberg einerseits, Franz Winand Frh. v. Frentz und C. Frh. Beissel v. Gymnich andererseits.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 14
U 1137/1
Bemerkung : Abschr. (um 1780), beglaubigt durch Unterschrift und beigedrücktes Signet unter Papierdecke vom kaiserlichen, zu Düsseldorf immatrikulierten öffentlichen Notar Heinrich Boeser in Kasten 14Weitere Abschr. (um 1810) in Kasten 14Abschr. (um 1810) in Kasten 29, Akte 6weitere Ausf. in Kasten 42, Akte 15


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