Historisches Archiv der Stadt Köln
3 Nachlässe und Sammlungen
3.2 Nachlässe, Partei-, Vereins-, Familienarchive
3.2.18 Buchstabe R
Raitz von Frentz (Familie)
Best. 1037 Raitz von Frentz (Familie)

Gesamtanzahl der Verzeichnungseinheiten:  997

Verzeichnungseinheiten:  1-100 101-200 201-300 301-400 401-500 501-600 601-700 


1758 April 18



Beschreibung : Saarburg Franz Arnold Reichsfreiherr Raitz v. Frentz, kurpfälzischer Kämmerer, ehelicher Sohn des Franz Winand Hieronymus Reichsfreiherrn Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Kellenberg, Kleinenbroich, Stammeln, Krumbach usw., kurpfälzischen Oberamtmanns des jülischen Amtes Bergheim, und der Anna Maria Franziska Charlotte Reichsfreiin v. Bylandt zu Rheydt, beredet die Ehe mit Isabella Charlotte Reichsfreiin v. Warsberg ( Waers -), ehelicher Tochter von Karl Heinrich Ignaz Reichsfreiherrn v. Warsberg, Herrn zu Warsberg, Wartenstein ( Wartel -), Winchringen, Wiltingen, Rehlingen (Red -), Hausbach, Brottorf und Bergweiler, kurtrierischem Geheimrat und Oberamtmann der Ämter Saarburg, Merzig und Saargau, und dessen Ehefrau Anna Lioba Reichsfreiin v. Greiffenclau zu Vollraths. Die Ehe soll durch priesterliche Einsegnung nach katholischem Ritus bestätigt werden. Die Braut erhält von ihrem Vater als Heiratsgut 2000 rheinische Gulden sowie zur Aussteuer 1000 Gld., die entweder bar zu erlegen oder mit 5 % unter Verpfändung aller väterlichen Güter zu verzinsen sind. Diese insgesamt 3000 Gld. hat der künftige Ehemann auf seine Güter nach Auszahlung sicher anzulegen, so daß sie einen Zins von 5 % erbringen und gegebenenfalls jederzeit vom Haus Schlenderhan abgeführt werden können. Vor der priesterlichen Einsegnung hat die Braut zum Besten ihres Bruders und des Mannestammes v. Warsberg auf alle Güter ihrer Eltern und alle Bei- und Nebenfälle schriftlich zu verzichten. Sollte allerdings ihr Bruder ohne eheliche Erben sterben, so tritt der Verzicht außer Kraft; sie ist dann unter Berücksichtigung ihres Heiratsgutes am Erbe mit ihren Fräulein Schwestern allteilig berechtigt. Statt einer Morgengabe soll ihr der Bräutigam 600 Gld. zu ihrer freien Verfügung verehren. Stirbt er vor ihr (unter) Hinterlassung ehelicher Kinder, steht ihr die Nutzung aller Güter zu, solange sie nicht wieder heiratet. Sollten männliche Erben fehlen oder diese ohne eheliche Leibeserben sterben, soll zur Beibehaltung der Dompröbstlich v. Frentzschen Fundation an Franz Winand Frh. Raitz v. Frentz, den einzigen Bruder des Bräutigams, der Rittersitz Kleinenbroich abgetreten werden. Für den Fall, daß die Witwe nicht bei ihren Kindern wohnen will oder kann, verschreibt ihr der Bräutigam mit Zustimmung seiner Eltern zu einem Witwensitz den Rittersitz Haus Kellenberg mit allen Möbeln und mit allen Ländereien, Gärten, Wiesen, Weiden, Holzungen, Mühlen, Einkünften, Büschen und der Jagdgerechtigkeit. Möchte sie besagten Witwensitz nicht beziehen und nutzen, so soll sie all ihr eingebrachtes Gut erhalten, die angelegten 3000 Gld. sowie das Silbergeschirr, die Kleidung und den Schmuck, wobei das an Geschirr und Schmuck, was von ihrem Ehemann herstammt, von ihr lediglich auf Lebenszeit genutzt werden kann, dann aber dem Inhaber von Haus Schlenderhan zurückzugeben ist. In diesem Fall, also bei völligem Verzicht auf eine Nutzung von Haus Kellenberg, wird ihr eines der v. Frentzschen Häuser in Köln eingeräumt, und sie erhält neben einer standesgemäßen Möbelierung einmal 300 Reichstl., eine standesgemäße Kutsche und zwei taugliche Pferde. Da der Rittersitz Kellenberg bei vorstehender Vereinbarung auf jährlich 1000 Reichstl. veranschlagt ist, wird festgelegt, daß sie bei geringerem Ertrag einen Ausgleich aus anderen v. Frentzschen Gütern erhalten soll, andererseits eventuelle Überschüsse an die Familie v. Frentz abzuführen hat. Sie erhält während ihres Witwenstandes außerdem jedes Jahr ein Stückfaß Wein, so gut, wie er in Hattenheim jeweils wächst und das zu ihrer Haushaltung nötige Brennholz. Falls sie auf Haus Kellenberg Wohnung nimmt, sind alle Instandsetzungsarbeiten dort, die laut beizubringender Quittungen 100 Reichstl. überschreiten, nicht von ihr, sondern von der Familie zu bestreiten. Sollte Kellenberg durch Kriegsgeschick oder anderes Unglück ruiniert werden, tritt die vorerwähnte Vereinbarung wegen eines Wohnhauses zu Köln in Kraft. Weitere Regelungen erfolgen für die Fälle, daß die Ehe kinderlos bleibt, daß ein überlebender Ehepartner eine neue Ehe schließt, daß aus dieser Kinder hervorgehen oder auch nicht und daß es zu Meinungsverschiedenheiten kommt über vertraglich nicht festgelegte Punkte oder über die Auslegung vorstehender Vereinbarungen. Vom Vertrag werden zwei Ausfertigungen geschrieben; beide Brautleute und deren Eltern unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf, ferner auch die anwesenden Verwandten und Zeugen, nämlich A.C. v. Warsberg und Franz Karl Frh. von und zu Dalberg einerseits, Franz Winand Frh. v. Frentz und C. Frh. Beissel v. Gymnich andererseits.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 14
U 1137/2
Bemerkung : Ausf., Papier (18 S.) in Kasten 14Weitere Abschr. (um 1810) in Kasten 14Abschr. (um 1810) in Kasten 29, Akte 6weitere Ausf. in Kasten 42, Akte 15



1758 April 18



Beschreibung : Saarburg Franz Arnold Reichsfreiherr Raitz v. Frentz, kurpfälzischer Kämmerer, ehelicher Sohn des Franz Winand Hieronymus Reichsfreiherrn Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Kellenberg, Kleinenbroich, Stammeln, Krumbach usw., kurpfälzischen Oberamtmanns des jülischen Amtes Bergheim, und der Anna Maria Franziska Charlotte Reichsfreiin v. Bylandt zu Rheydt, beredet die Ehe mit Isabella Charlotte Reichsfreiin v. Warsberg ( Waers -), ehelicher Tochter von Karl Heinrich Ignaz Reichsfreiherrn v. Warsberg, Herrn zu Warsberg, Wartenstein ( Wartel -), Winchringen, Wiltingen, Rehlingen (Red -), Hausbach, Brottorf und Bergweiler, kurtrierischem Geheimrat und Oberamtmann der Ämter Saarburg, Merzig und Saargau, und dessen Ehefrau Anna Lioba Reichsfreiin v. Greiffenclau zu Vollraths. Die Ehe soll durch priesterliche Einsegnung nach katholischem Ritus bestätigt werden. Die Braut erhält von ihrem Vater als Heiratsgut 2000 rheinische Gulden sowie zur Aussteuer 1000 Gld., die entweder bar zu erlegen oder mit 5 % unter Verpfändung aller väterlichen Güter zu verzinsen sind. Diese insgesamt 3000 Gld. hat der künftige Ehemann auf seine Güter nach Auszahlung sicher anzulegen, so daß sie einen Zins von 5 % erbringen und gegebenenfalls jederzeit vom Haus Schlenderhan abgeführt werden können. Vor der priesterlichen Einsegnung hat die Braut zum Besten ihres Bruders und des Mannestammes v. Warsberg auf alle Güter ihrer Eltern und alle Bei- und Nebenfälle schriftlich zu verzichten. Sollte allerdings ihr Bruder ohne eheliche Erben sterben, so tritt der Verzicht außer Kraft; sie ist dann unter Berücksichtigung ihres Heiratsgutes am Erbe mit ihren Fräulein Schwestern allteilig berechtigt. Statt einer Morgengabe soll ihr der Bräutigam 600 Gld. zu ihrer freien Verfügung verehren. Stirbt er vor ihr (unter) Hinterlassung ehelicher Kinder, steht ihr die Nutzung aller Güter zu, solange sie nicht wieder heiratet. Sollten männliche Erben fehlen oder diese ohne eheliche Leibeserben sterben, soll zur Beibehaltung der Dompröbstlich v. Frentzschen Fundation an Franz Winand Frh. Raitz v. Frentz, den einzigen Bruder des Bräutigams, der Rittersitz Kleinenbroich abgetreten werden. Für den Fall, daß die Witwe nicht bei ihren Kindern wohnen will oder kann, verschreibt ihr der Bräutigam mit Zustimmung seiner Eltern zu einem Witwensitz den Rittersitz Haus Kellenberg mit allen Möbeln und mit allen Ländereien, Gärten, Wiesen, Weiden, Holzungen, Mühlen, Einkünften, Büschen und der Jagdgerechtigkeit. Möchte sie besagten Witwensitz nicht beziehen und nutzen, so soll sie all ihr eingebrachtes Gut erhalten, die angelegten 3000 Gld. sowie das Silbergeschirr, die Kleidung und den Schmuck, wobei das an Geschirr und Schmuck, was von ihrem Ehemann herstammt, von ihr lediglich auf Lebenszeit genutzt werden kann, dann aber dem Inhaber von Haus Schlenderhan zurückzugeben ist. In diesem Fall, also bei völligem Verzicht auf eine Nutzung von Haus Kellenberg, wird ihr eines der v. Frentzschen Häuser in Köln eingeräumt, und sie erhält neben einer standesgemäßen Möbelierung einmal 300 Reichstl., eine standesgemäße Kutsche und zwei taugliche Pferde. Da der Rittersitz Kellenberg bei vorstehender Vereinbarung auf jährlich 1000 Reichstl. veranschlagt ist, wird festgelegt, daß sie bei geringerem Ertrag einen Ausgleich aus anderen v. Frentzschen Gütern erhalten soll, andererseits eventuelle Überschüsse an die Familie v. Frentz abzuführen hat. Sie erhält während ihres Witwenstandes außerdem jedes Jahr ein Stückfaß Wein, so gut, wie er in Hattenheim jeweils wächst und das zu ihrer Haushaltung nötige Brennholz. Falls sie auf Haus Kellenberg Wohnung nimmt, sind alle Instandsetzungsarbeiten dort, die laut beizubringender Quittungen 100 Reichstl. überschreiten, nicht von ihr, sondern von der Familie zu bestreiten. Sollte Kellenberg durch Kriegsgeschick oder anderes Unglück ruiniert werden, tritt die vorerwähnte Vereinbarung wegen eines Wohnhauses zu Köln in Kraft. Weitere Regelungen erfolgen für die Fälle, daß die Ehe kinderlos bleibt, daß ein überlebender Ehepartner eine neue Ehe schließt, daß aus dieser Kinder hervorgehen oder auch nicht und daß es zu Meinungsverschiedenheiten kommt über vertraglich nicht festgelegte Punkte oder über die Auslegung vorstehender Vereinbarungen. Vom Vertrag werden zwei Ausfertigungen geschrieben; beide Brautleute und deren Eltern unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf, ferner auch die anwesenden Verwandten und Zeugen, nämlich A.C. v. Warsberg und Franz Karl Frh. von und zu Dalberg einerseits, Franz Winand Frh. v. Frentz und C. Frh. Beissel v. Gymnich andererseits.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 3) Kasten 14
U 1137/3
Bemerkung : Ausf., Papier (18 S.) in Kasten 14Abschr. (um 1780), in Kasten 14Abschr. (um 1810) in Kasten 29, Akte 6weitere Ausf. in Kasten 42, Akte 15



1758 Juli 29



Beschreibung : Nottuln Äbtissin, Dechantin, Seniorin und das gesamte Kapitel des hochadeligen und freiweltlichen Stifts Nottuln bezeugen, daß die hochwohlgeborene Maria Anna v. Nagel zu Herl ( Herell ) am 22. September 1734 mit allen in ihrem Stammbaum befindlichen Wappen und deren Schild, Helm und Farben, wie ihnen am 24. Januar 1732 präsentiert und sowohl an väterlicher wie an mütterlicher Seite von uraltem Ritter- wie stiftsmäßigem Adel, durch Herrn Ferdinand Droste zu Erwitte, Kapitular der Domkirche zu Münster, und Herrn Raban v. Kückelsheim zu Rorup aufgeschworen und daraufhin bei ihnen an- und aufgenommen wurde. Die Ausstellerinen lassen das Kapitelssiegel aufdrücken, und in ihrem Namen unterschreibt ihr Amtmann und Sekretär Dominikus Otto Henrici.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 1140



1769 Juli 27



Beschreibung : Kornelimünster Karl Kaspar Freiherr von der Horst zu Boisdorf, des kaiserlichen und unmittelbaren Reichsstifts Kornelimünster auf der Inde erwählter und vom Kaiser bestätigter Administrator, bekundet, Franz Arnold Reichsfreiherr Raitz v. Frentz zu Schlenderhan habe ihm angezeigt, daß die 1768 auf zwölf Jahre erfolgte Verpachtung des Quadrather und Ichendorfer Zehnten erlösche und er eine neue Pachtung erbitte. Diesem Ersuchen wird für weitere zwölf Jahre entsprochen. Die Pacht beträgt 50 Malter Roggen und zwölf Malter Hafer in kölnischem Maß; davon sind der Hafer und zwölf Malter Roggen dem Pastor zu Bergheimerdorf und ein Malter Roggen dem dortigen Offermann auf Remigius zu liefern; die übrigen 37 Malter Roggen sind bis zum 1. Mai des jeweils folgenden Jahres auf Haus Schlenderhan zu bevorraten, und den abholenden Fuhrleuten ist Stallung, Nachtquartier, Abendessen und Frühstück zu gewähren. Für den trockenen Weinkauf sind 100 Reichstl. zu je 80 Albus kölnisch bereits gezahlt worden. Eine ordentliche Spezifikation des Zentbezirks ist einzusenden, und bei Hagelschlag und anderem Unglück wird dem Pächter nach Besichtigung ein Nachlaß wie den Benachbarten gewährt. Der Aussteller unterschreibt und drückt sein Siegel auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 1238



1769 Oktober 16



Beschreibung : Kornelimünster Karl Kaspar von der Horst zu Boisdorf (Bos -), des freien kaiserlichen und unmittelbaren Reichsstifts Kornelimünster auf der Inden erwählter und vom Kaiser bestätigter Administrator, ernennt nach Tod des Franz Winand Hieronymus Reichsfreiherrn Raitz v. Frentz zu Schlenderhan den Franz Arnold Reichsfreiherrn Raitz v. Frentz zum Mannrichter der stiftischen Mannkammer zu Oberaussem. Der Aussteller unterschreibt und drückt das Administrationssie-gel auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 1240



1770 November 27



Beschreibung : Lübeck Maria Agnes, Witwe des Kammerherrn v. Kurtzrock, geb. Freiin v. Weichs zur Wenne, einerseits, Marschall Georg Wilhelm Frh. v. Lützow und Kammerherr Klemens August Frh. v. Kurtzrock andererseits sowie drittens der Kammenjunker Konrad Ignatius Frh. v. Lützow als substituierter Erbe vergleichen sich über den Nachlaß des verstorbenen Freiherrn v. Kurtzrock, Erbherrn auf Banzin und Hast in Mecklenburg. Die genannte Witwe verzichtet auf alle ihr nachfolgend nicht ausdrücklich vorbehaltenen Legate, die ihr verstorbener Ehemann ihr in seinem am 4. Aug. 1770 zu Banzin errichteten Testament zugewendet hatte, so auf den Nießbrauch der Güter Hast und Banzin, auf die Mobilien beider Güter, auf die ihr zum Unterhalt vermachten 1000 Reichstl. jährlich und die jährlich 100 Tl. zum Unterhalt eines Geistlichen und überhaupt auf alle Zuwendungen. Die Herren Erben übernehmen dafür die Verpflichtung, alle übrigen Legate auf Trinitatis 1771 auszuzahlen mit Ausnahme des einen zu verzinsenden Legats. Ferner übertragen sie der Witwe zu Eigentum das bei Lübeck gelegene Gehöft zu Zeretz mit der Mühle, alle Möbel, die sie derzeit in Lübeck nutzt, sowie alles, was ihr testamentarisch an Juwelen, Leinenzeug, Silber und Gold vermacht wurde. als Abfindung erhält sie 22000 Reichstl. in neuen nach dem Leipziger Fuß geprägten Zweidrittelstücken, auszahlbar zu Lübeck, und zwar je zur Hälfte auf Antonius 1772 und auf Antonius 1773 und von Antonius 1711 an mit 5 % zu verzinsen. Die Witwe soll ferner je zwei Füllen ihrer Wahl aus Banzin und aus Hast erhalten, alle Kleidung und Leibwäsche ihres Ehemanns behalten, zwei Pendeluhren aus Banzin und anstatt des Schlüsselgeldes den dort im Saal befindlichen Teppich an sich nehmen, auch alles Korn, das auf Banzin und Hast bis zum 25. des lfd. Mon. ausgedroschen war, und alles, was die Holländer bis zum letzten Martinstag zu entrichten hatten. Drei Gutsuntertanen, nämlich der Koch Johann Dietrich Jahnke und die Knechte Jakob Tiedemann und Franz Drenkhahn, sollen auf Verlangen der Witwe aus der Leibeigenschaft entlassen werden, sobald andere geeignete Leute für sie gefunden sind. Die Schulden des verstorbenen Kammerherrn v. Kurtzrock werden ausnahmslos von den Herren Erben übernommen, die dafür die Güter Banzin und Hast zur Sicherheit und zu Unterpfand stellen. Es unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf: (1) Maria Agnes v. Kurtzrock geb. v. Weichs zur Wenne, (2) Georg Wilhelm Frh. v. Lützow, (3) Clemens August Frh. v. Kurtzrock, (4) Konrad Ignatius Frh. v. Lützow, (5) Joachim Otto Adolf Graf v. Bassewitz als Testamentsvollstrecker und Beistand der Witwe, (6) Ferdinand Frh. v. Elmendorff, ebenso, (7) Klemens Maria Frh. v. Weichs zur Wenne als Beistand seiner Schwester sowie (8) Dr. Friedrich Wilhelm Hartwig als Zeuge.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 14
U 1254/1
Bemerkung : 2) Abschr. (um 1780 /90), beglaubigt durch Unterschrift und Siegel des kaiserlich autorisierten und zu Düsseldorf immatrikulierten öffentlichen Notars Heinrich Boeser. - Das Rundsiegel unter Papierdecke zeigt vier Pfeile,die sich von oben, unten, links und rechts auf ein in der Mitte dargestelltes Auge richten, und die Umschrift: TECTE CIRCUMSPECTE ET RECTE.



1777 August 21, 1777 August 30



Beschreibung : 1777 Aug. 21 - Listringhausen - und Aug. 30 - Hückeswagen Dietrich Friedrich Wilhelm Freiherr v. Neuhof genannt Ley zu Listringhausen bekundet, es sei ihm sehr daran gelegen, daß es zu einer Wiedervereinigung der ehedem zusammengehörigen Häuser Badinghagen und Listringhausen komme. Sein wie des jetzigen Besitzers von Badinghagen großmütterlicher Stammvater, der Präsident Friedrich v. Neuhof genannt Ley, habe bereits in der durch ihn und seine Ehefrau Agnes geborenen v.Schell (Scheel ) am 13. Januar 1646 verfügten Erbdisposition, durch die genannte Häuser in verschiedene Hände kamen, sehr gewünscht, beide Güter möchten über kurz oder lang wieder einen Besitzer haben. In solcher Absicht schließt er mit Franz Adolf Josef Freiherrn v. Nagel zu Badinghagen folgenden Vertrag: Er überträgt ihm erblich seinen im Kirchspiel Meinerzhagen gelegenen allodialen Rittersitz Listringhausen mit allen Rechten, der Jagd und den Fischereien, dem Erbbegräbnis und dem Kirchensitz, den Waldungen, Äckern, Gärten und Wiesen, den Osemund- und Reckhämmern und mit allem anderen Zubehör, ferner das freiadelige Gut Neuhaus, die Höfe Harkenstiel und Deert, das zur Zeit mit keinem Wohngebäude bestandene sogenannte Judengütchen und sämtliche Güter zu Genkel, Niedergenkel und Redlendorf, überhaupt allen Besitz im preußischen Gebiet von Meinerzhagen. Sogleich nach Unterzeichnung des Vertrages werden alle betreffenden Urkunden und Archivalien übergeben. Wo die Güter an das Neustadt-Schwarzenbergische angrenzen, soll das vor etwa acht Jahren durch den verstorbenen Landrichter Brauns zu Lüdenscheid erstellte Grenzbegehungsprotokoll zur Feststellung dienen und dem Freiherrn v. Nagel das übertragen sien, was dort als preußisch bezeichnet ist. Das Landgericht zu Lüdenscheid soll um eine beglaubigte Abschrift des besagten Protokolls ersucht werden, das dann diesem Vertrag als Anlage beizufügen ist. Freiherr v. Nagel soll zur Tilgung der auf besagten Gütern haftenden Schulden 12500 preußische Taler auszahlen bzw. an die Gläubiger des Freiherrn v. Ley abführen, und zwar je zur Hälfte am 11. Nov. 1778 und 22. Febr. 1779. Um Freiherrn v. Nagel sicherzustellen, daß die Güter nicht mit Fideikommiß- oder Erblasten beschwert sind und daß nicht mehr Schulden auf ihnen lasten, als mit den 12500 Tl. getilgt werden können, ersucht Freiherr v. Ley das Gericht zu Lüdenscheid um entsprechende Feststellungen, ferner um Eintragung des Freiherrn v. Nagel als Eigentümer ins Hypothekenbuch. Der zwischen den Vertragspartnern am 8. Okt. 1776 vereinbarte Tausch von Ackerparzellen gilt als annulliert; die Parzellen werden unter die jetzt übertragenen Güter gerechnet, und der vereinbarte Kaufpreis von 54 Karolinen braucht von Freiherrn v. Nagel nicht bezahlt zu werden. Was von den 12500 Tl. nicht zur Befriedigung der Gläubiger benötigt wird, erhält Freiherr v. Ley; sollten die Schulden sich als größer erweisen, so haben sich die Gläubiger für die überschießenden Beträge an die Schwarzenbergischen Güter des Freiherrn v. Ley zu halten. Damit Freiherr v. Ley bei dieser Lage ein hinlängliches Auskommen behält, soll ihm auf Lebenszeit verbleiben der Nießbrauch der Wohnugn auf Haus Listringhausen sowie des Reckhammers, ebenso die wirtschaftliche Nutzung der anderen Güter, die er in gutem Stand und von Neuverschuldung frei zu halten hat. Der Osemundhammer mit allem Recht und Zubehör wird dem Freiherrn v. Nagel sogleich eingeräumt. Freiherr v. Ley soll versuchen, die jetzigen Pächter zum Abzug zu veranlassen; sollte dies ohne seinen Schaden nicht möglich sein, bleibt der Pachtvertrag für die restlichen sechs Jahre in Kraft. Freiherr v. Ley hat für den Osemundhammer aus den in seiner Nutzung bleibenden Schlagbergen die nötigen Kohlen zu liefern und erhält auf Lebenszeit je Karren zu 1000 Pfund 10 Reichstl. Freiherr v. Ley verzichtet auf alle Rechte aus dem Vertrag, der am 23. Aug. 1770 zu Listringhausen wegen der Heesmicke geschlossen wurde, behält aber die Nutzung auf Lebenszeit. Die beiden Vertragspartner unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf. Ferner unterschreiben M[aria] A[gnes] Frau v. Nagel geborene von und zu Weichs zur Wenne und als Zeugen C.J. Fuhr, Wietz sowie J. Adolf Beul.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 14
U 1306/1
Bemerkung : Ausf. Pap. unterschrieben Aug. 21 in Listringhausen von Frh. v.Neuhof-Ley, den Eheleuten v. Nagel und M.H. Wever als Zeugen in Kasten 13, Akte 8



1791 Juni 14



Beschreibung : Brauweiler Anselm Aldenhoven, Abt, sowie Prior und Konvent von Brauweiler, geben durch Erbtausch an Franz Arnold Reichsfreiherrn Raitz v. Frentz, Herrn zu Schlenderhan, Kleinenbroich, Kellenberg, Stammeln usw., kurpfälzischen Geheimrat und Amtmann zu Bergheim, 8 Morgen Wald in der Ville, nämlich 5 Morgen bei dessen Büschen und 3 Morgen in der Dellen, und erhalten dafür 8 Morgen an der Steinrütsch, mit einer Seite an den Stertzbusch angrenzend. Abt und Freiherr unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 1389



1798 November 8



Beschreibung : Haus Listringhausen Franz Karl Freiherr v.Nagel, Oberleutnant in kurpfälzischen Diensten, hatte in dem am 19. Okt. 1785 mit seinem ältesten Bruder, dem Oberamtmann Franz Adolf Josef Freiherrn v. Nagel, getätigten Erbvergleich gelobt, die in der elterlichen Disposition vorgeschriebene Bedingung einer standesgemäßen Heirat einzuhalten und dafür seinem genannten Bruder seine Gauler Güter zur Sicherheit gestellt mit dem Versprechen, die Güter nicht zu belasten, solange er nicht standesgemäß verheiratet sei. Da Oberleutnant v. Nagel verschiedene Schulden abzutragen hat, aber keine Möglichkeiten dazu sieht angesichts der drückenden Kriegslasten und wegen der Tatsache, daß er auf den halben Sold gesetzt wurde, hat er seinen Vetter Franz Karl Freiherrn Raitz v. Frentz gebeten, ihm aus seiner Verlegenheit zu helfen. Dementsprechend wird hiermit zwischen beiden genannten und der Ehefrau des Herrn v. Frentz, Maria Franziska geb. Freiin v. Nagel, folgender Vertrag geschlossen: Herr von Nagel überträgt den Eheleuten v. Frentz erblich und unwiderruflich seine sämtlichen Gauler Güter, wie sie durch erwähnten Vertrag von 1785 ihm zugeteilt worden waren. Dafür soll er auf Lebenszeit jedes Jahr um Martini 100 Reichstaler erhalten, und die Eheleute v. Frentz sollen ferner die jährliche Zahlung der 50 Reichstl. übernehmen, die Oberleutnant v. Nagel seinem Bruder, dem Hauptmann v. Nagel, aus den Gauler Einkünften zu zahlen hat. Nach Tod des Hauptmanns entfällt diese Zahlung und kommt nicht dem Oberleutnant v. Nagel zugute. Die Eheleute v. Frentz übernehmen weiterhin die Zahlung aller Kriegslasten, mit denen die Gauler Güter beschwert sind, soweit diese nach bergischem Recht nicht vom Pächter, sondern vom Eigentümer zu tragen sind, und verpflichten sich, die Schulden des Oberleutnants v. Nagel zu zahlen, die in einer anliegenden Spezifikation aufgeführt sind, soweit sie einschließlich Zinsen und Kosten 3200 Reichstl. nicht überschreiten. Die Schulden, die der älteste Bruder nicht dem Kontrakt von 1785 entsprechend bewilligt hat und die damit nicht an den Gauler Gütern dinglich gesichert sind, sollen durch jährliche Teilzahlungen abgetragen werden, und dieserhalb soll das Land-gericht zu Lindlar ersucht werden, die persönlichen Gläubiger des Herrn v. Nagel vorzuladen und zu befragen, mit welcher Rückzahlung sie sich begnügen wollen. Der älteste Bruder genehmigt die vorstehende Vereinabrungen und die Übertragung der Gauler Güter. Da Oberleutnant v. Nagel in Kürze eine Versetzung nach Bayern zu gewärtigen hat, übernimmt Herr v. Frentz die Abwicklung der Geschäfte und wird dazu entsprechend bevollmächtigt. Das Gericht zu Lindlar soll ersucht werden, den Vertrag gerichtlich zu bestätigen, den Herrn v. Nagel von den Gauler Gütern zu enterben und mit ihnen die Eheleute v. Frentz zu beerben und den Vertrag ins Obligations - oder Hypothekenbuch einzutragen. Die Vertragsschließenden unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf, ferner unterschreiben als Zeugen J.C. Voswinkel, der Hauptmann Hans Moritz v. Nagel und Johann Adolf Baenk. Ausf., Papier. - Abweichend von der Ankündigung haben ihr Pet-schaft aufgedrückt (alle in rotem Lack und oval): Franz Adolf Josef v. Nagel (Spange, in der Helmzier zwischen offenem Flug wiederholt), Franz Karl Bonifatius v. Nagel, Oberlautnant (wie vor) und Maria Franziska Raitz v. Frentz geb. v. Nagel (Alli-anzwappen unter Krone; im linken Schild: Kreuz im rechten: Spange. 1798 November 17 - Lindlar Das Gericht zu Lindlar bestätigt auf einem außerordentlichen Gerichtstag, daß der persönlich erschienene Oberleutnant v. Nagel den vorstehenden Vertrag als rechtens anerkannt habe. Die Ladung der Gläubiger soll von Gerichts wegen erfolgen, und die Eheleute v. Frentz sollen beim nächsten Gerichtstag mit den v. Nagelschen Gütern beerbt werden. Es unterschreiben: v. Bewer, der auch sein Petschaft aufdrückt (in rotem Lack, oval, Figur unkenntlich), J. Peter Dohrgoller, Schöffe, Christian Melchior Burchemer, Schöffe, und P.J. Biesenbach, Gerichtsschreiber. - Aufgedrückt ist das Gerichtssiegel; es ist rund und zeigt einen barocken Schild, darin oben ein wachsender Löwe, unten ein Kranich; von der Umschrift ist lesbar: SIE ... ERICHS . ZV -CVRTEN 1798 November 8 - Listringhausen Die angekündigte und durch Unterschrift des Franz Karl Bonifatius v. Nagel bestätigte Spezifikation seiner Schulden nennt - unter 27 Positionen - als größten Posten: 500 Reichstl., die beim Hospital zu Düsseldorf aufgenommen wurden, 300 Reichstl., zu deren Aufnahme zwecks Tilgung der Kriegskosten der Pächter zu Gaul, Johann Hilden, am Vortage ermächtigt wurde, gut 1134 Reichstl., die Oberamtmann v. Nagel von seinem Bruder zu fordern hat, 489 Reichstl., die verschiedene Gläubiger des Oberleutnants v. Nagel lt. Schreiben des Generals v. Harold vom 20. Dez. 1793 bei dessen Regiment angemeldet hatten, und 150 Reichstl., die als Kosten des verlorenen Prozesses gegen die Witwe v. Gülich und v. Driesch noch zu zahlen sind. Unter den weiteren Gläubigern aus den Orten Meinerzhagen, Müllenbach, Gummersbach, Wipperfürth, Radevormwald, Hückeswagen, Wesel und Düsseldorf werden fünf Kaufleute und zwei Schneider genannt sowie je ein Inspektor, Kirchmeister, Advokat, Buchbin-der, Gastwirt,Schuster und Buchhändler. Beigefügt ist eine undatierte Rechnung des Gerichtsschreibers Biesenbach über eine Gerichts- und Eintragungsgebühr von 12 Reichstl. und 57 Stüber.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 14
U 1425/1
Bemerkung : Abschr. v. 1801 in Kasten 33, Akte 3Abschr. v. 1810 in Kasten 20, Akte 16Abschr. um 1830 in Kasten 58, Akte 16Abschr. um 1830 in Kasten 66, Akte 17



1693 Januar 31
Johann Wilhelm, Pfalzgraf bei Rhein, des Hl. Römischen Reiches Erbschatzmeister und Kurfürst, Herzog zu Bayern, Jülich, Kleve und Berg, Graf usw. gibt bekannt vor allem an seine Untertanen in den Ämtern Bornefeld und Hückeswagen, von seinem Amtmann Georg Adolph v. Nagel um die Genehmigung gebeten worden zu sein, seine Amtmannstelle mit der seines Bruders Konrad v. Nagel zu Porz zu vertauschen. Er kommt dieser Bitte nach und ernennt Konrad von Nagel zum Amtmann der Ämter Bornefeld und Hückeswagen und verpflichtet ihn auf den Hauptrezess d.d 1672 Nov. 5, vom Kaiser genehmigt d.d. 1677 Jan. 5, als eine fundamentalis lex patriae . Zur Sache s. auch Nr. 1485.


Enthält : Ausf. Papier in Querformat, Unterschrift und Siegel (ab).
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14



1798 November 8
Listringhausen Oberlieutenant Franz Carl Freiherr von Nagel hat entgegen den Vereinbarungen mit seinem Bruder Franz Adolf Joseph Freiherrn von Nagel, fixiert im Erbvergleich d.d 1785 Okt. 19, wegen des gegenwärtigen Krieges Schulden machen müssen und deshalb seinen Vetter Freiherrn Franz Carl Raitz von Frenz um Unterstützung gebeten, die dieser gewährte. Aus diesen Gründen ist zwischen Franz Carl von Nagel einerseits und Franz Carl Raitz von Frenz und seiner Gemahlin Maria Franzisca geb. von Nagel der folgende Vertrag geschlossen. 1. überträgt von Nagel sein Eigentum an den Gauler Gütern an die eheleute Raitz von Frenz. 2. Die Eheleute Raitz von Frenz nehmen diese Güter als von Nagelsche Stock- und Stammgüter an und zahlen dafür dem von Nagel eine lebenslägliche Apanage. 3. Die gen. Eheleute übernehmen alls Schulden der Gauler Güter. 4. Die Eheleute übernehmen die in der anliegenden Specification aufgeführten Schulden des von Nagel. 5. Der mitunterzeichnende Oberamtmann Franz Adolf Joseph von Nagel zediert seine Rechte an den Gauler Gütern den gen. Eheleuten mit der Bedingung, daß die Tilgung der Schulden des Oberlieutenents nicht den Bestand der Gauler Güter gefährden darf. 6. Der Oberlieutenant von Nagel, der vermutlich nach Bayern versetzt werden wird, ernennt den Freiherrn von Raitz zu Frenz zu seinem General-Bevollmächtigten, der in seinem Namen handeln darf. 7. Auf spätere Einreden gegen diesen Vertrag wird Verzicht geleistet. Schließlich soll dieser Vertrag dem Bergischen Gericht im Amt Steinbach insinuiert werden, das wiederum die gen. Eheleute Raitz von Frenz mit den Gauler Gütern beerben wird. Geschehen auf dem Haus Listringhausen. Es unterschreiben und siegeln Franz Adolph Joseph Freiherr von Nagel, Franz Carl Bonifatius Frieherr von Nagel, Franz Carl Freiherr Raitz von Frentz, Maria Franzisca Freifrau Raitz von Frentz geb. Freiin von Nagel, ohne Siegel unterschreiben als Zeugen Voswinkel, Frans Mauritz von Nagel Haubtmann, Johann Adolph Beull. Es folgt: 1798 Nov 12 - Lindlar. Bestätigung des vorstehenden Vertrages durch das Gericht. 4 Unterschriften und 2 Siegel. Es folgt: Liste der Schulden, datiert 1798 Nov. 8 und unterzeichnet von Franz Carl Bonifatius Freiherrn von Nagel, dazu ein Nachtrag ohne Datum, aber mit Unterschrift.


Enthält : Ausf. Papier. Beiliegend ein Zettel mit den Gebühren für die gerichtlichen Einschreibung.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14



1476



Beschreibung : 1476 Juli 15 Eheberedung (hylichsvurwerden ) zwischen Johann von Vercken, ältestem Sohn zu Vercken, und Katharina von Schlenderhan ( Slenderhain ). Er bringt in die Ehe all sein Erbgut und Kindteil, wie es ihm zugefallen ist oder nach dem Tod seines Vaters zufallen mag. Ihre Mitgift beträgt 500 oberländische rheinische Gulden in gutem Geld, gerechnet zu je 24 kölnischen Weißpfennige nach Gesetz der Stadt Jülich (Guylgh ). Für den Fall, daß Johann vor Katharina ohne eheliche Kinder stirbt, soll diese zur Leibzucht aus Johanns Gut und Kindteil zu Verken im Dingmal Pier (Peyrne ) eine Jahrrente von 25 Gulden behalten, die nach ihrem Tode an ihre nächsten von Schlenderhanschen Verwandten fällt. Sofern Johann von Vercken das besagte Kindteil zu seinen Lebzeiten nicht ererbt, wird sein Bruder Heinrich von Vercken die Jahrrente aus Johanns Erbe zahlen, bis Katharina oder ihre Erben das Heiratsgeld von 500 Gulden zurückerhalten. Im übrigen bleibt sie auf Lebenszeit in allem Erbe und Gut sitzen, das Johann bei seinem Tode hinterlassen sollte; mit ihrem Tode vererbt es sich dann nach Landesrecht. Sollte er ohne eheliche Kinder überleben, bleibt er in ihrem Gut auf Lebenszeit. Heinrich von Vercken gelobt, daß er sich an alle ihn und seine Erben betreffenden Punkte dieser Eheberedung halten wird. Mit Johann von Vercken siegelt sein Bruder Heinrich und sein Neve Bernhard von Wevorden (Weverden ) genannt Bulver, Herr zu Drove (Droeff ); für Katharina, die kein Siegel hat, hängen ihre Oheime Wilhelm von Reifferscheid (Ryfferschit ) und Johann von Ahr ( Aer ) ihre Siegel an. ... des vonfftzienden dachs des maentz July
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : U 1797/2
Bemerkung : Ausf., Perg. in Kasten 1



1518 Juni 23



Beschreibung : Vor Heinrich von Wennerscheid (Wendeschit ) und Johann Wirt zu Warth (Wyrt zor Warden ), Landschöffen des Landes Blankenberg, erscheinen capitulariter by eyn ander vergadert, we sich dat na yres ordens wyse und gewonheit eygent und geburt , Hilgen Spies (Speis ), Mater, Margarete von Attenbach, Kellnerin, Margarete vom Pütz, Pförtnerin (Scheyffmeystersche ) und die anderen Schwestern des beschlossenen Jungfrauen Klosters St. Antonius und St. Anna in der Stadt Siegburg (Sygborch ) und erklären, durch ihre Pförtnerin Margarete vom Pütz seien ihnen als erblicher besitz zugekommen Haus, Hof und Garten zu Lohmar ( lomer ) unterhalb der Kirche, ferner Ackerland, Wiesen, Büsche und Weiher im Kirchspiel Lohmar und im Altenforst sowie Einkünfte in und bei Blankenberg, wie all dies vom ehrsamen Wilhelm vom Pütz bis zu seinem Tod besessen und genutzt worden war. Wegen der besonderen Gunstbeweise, die ihr Gotteshaus Wilhelms Witwe Anna Duvensladen zu danken hat, überlassen sie dieser jetzt und hiermit die besagte Erbschaft und geloben, künftig keinerlei Ansprüche und Forderungen dieserhalb zu erheben. Da der größte Teil der Erbgüter dingpflichtig in den Fronhof der Herren von Bonn gehören dürfte, haben Mater und Konventsschwestern dort nach Hofesrecht Auflassung und Verzicht erklärt, wie der Hofeschultheiß Gerhard auf der Kuttenkaule (kuten kulen ) und die Hofesgeschworenen Bruno zu Poll (Polle ) und Johann Schuhmacher (Schoen -) in dieser Stelle bezeugen. Mater und Schwestern hängen das Siegel ihres Konvents an und bitten den Abt zu Siegburg Johann von Fürstenberg, ihrem Kommissar und Visitator, um Mitbesiegelung. Für die Landschöffen, die kein eigenes Siegel haben, hängen die [ungenannten] Schöffen der Stadt Blankenberg ihr Amtssiegel an. ... up sent johans baptisten avent mitzomer
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 1818



1533 März 21



Beschreibung : Adam Evertz zu Sinsteden (Syn -), Adam Duyxman und die anderen Schöffen des Gerichts zu Rommerskirchen bezeugen, daß Bartholomäus (Mewes ), Johann Haemechers Sohn, und dessen Ehefrau Anna vor ihnen bekannt haben, ihnen sei durch Junker Stephan von Stommel dessen Haus zu Rommerskrichen verpachtet worden, das begrenzt wird vom Gut des St. Pankratiusaltares, welches an genannten Junker jährlich 13 Schilling Grundzins zu entrichten hat, andererseits von Gut der Boetgens und das ferner an die Straße und gegenüber an den Graben angrenzt. Das Gut hatte Junker Stephans Vater den Boetgens vor den Schöffen gerichtlich abgewonnen, und es war ihm dann von seinem Oheim, Herrn Johann (Hanssen ), und seinen Schwestern und seinem Bruder vor den gleichen Schöffen übertragen worden. Die Pacht von jährlich 26 Weißpfennig kölnischer Währung ist jeweils auf Remigius an Junker Stephan oder seine Erben zu zahlen; alle Belastungen des Hauses haben die Pächter zu tragen. Das Gut ist in gutem Stand zu halten und darf weder aufgeteilt, verkauft, vererbt, verpfändet noch ohne ausdrückliche Zustimmung an andere Hände gebracht werden. Die Pächter bitten die Schöffen, ihr Amtssiegel anzuhängen. ... uff sent Benedictus dach in der vasten
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 1829



1538



Beschreibung : Waldordnung des Heerdter ( Herder ) Busches, erneuert durch Christine von Velbrück (Veldbruggen ), Äbtissin von St. Quirin in Neuss, als Waldgräfin und die Beerbten [keine Namen]. Es hängen ihre Siegel an die genannte Äbtissin für die Abtei, sodann für die Beerbten Peter im Aenen, Pater des Hunenkonvents, Leonhard Kuytzgen,Pastor zu Heerdt, Arnold Buecklen, Ratsmann zu Neuss, und Konrad Vraitz, Bürger ebenda. ... die cathedra Petri
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 1837



1549 Februar 22



Beschreibung : Holzordnung des Büttger Waldes und aller zugehörigen Gemarken, beschlossen von den sämtlichen [ungenannten] Beerbten mit Billigung des derzeitigen Holzgrafen Georg Graf von Limburg und Styrum, Amtmann zu Liedberg. ... auf Tag Cathedra Petri
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 1843



1554 Februar 15



Beschreibung : Matthäus im Brauhaus (Thewis im Bruwhus ), Gerhard Kynckes , Johann Buet , Reinhard Stuhl ( Stuelen ) und Servatius ( Vaes ) von Berrendorf, Schöffen des Gerichts in der Lohe, bekunden, daß sich vor ihnen der ehrenfeste Johann Schilling zu Stammeln (Stammen ) mit den Gebrüdern Adolf von und zu Hall und Dietrich von Hall verglichen habe wegen einer Rechtsforderung auf ein Wiesenstück von sieben Morgen bei Eschermühlen ( Esscher Mollen ). Johann Schilling hat den Brüdern einen Erbpachtbrief vom 11. Mai 1515 verlesen lassen, der vom verstorbenen Harper von Hall, dem Vater genannter Brüder, beisegelt und zwischen genanntem Harper und seiner Ehefrau Kunigunde von Hetzingen einerseits und Johann Schilling und seiner Ehefrau andererseits vereinbart worden war. Die Gebrüder von Hall haben diese Urkunde anerkannt und nichts dagegen einzuwenden gelobt; sie haben sich sodann bereit gefunden, dem Joahnn Schilling die Jahrrente von sechs oberländischen Gulden, die sie Johann von Efferen zu Zievernich (Zieverken ) schulden, zur Zahlung zu übergeben und dafür auf die sechs oberländ. Gulden Erbpacht wie auch auf das Wiesengrundstück selbst zu verzichten. Die Gebrüder von Hall hängen ihre Siegel an, und auf Bitten der Parteien wie der Schöffen in der Lohe, die kein Siegel haben, hängen die Schöffen zu Bergheim, nämlich Engel Wielant, Christian Scheispe, Heinrich Welgen, Peter Impel und Johann Funck, ihr Amtssiegel an.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 1851



1554 März 20



Beschreibung : Philipp Gail (Gheil ), Bürger zu Köln, bezeugt, daß der ehrenfeste Adolf von und zu Hall und dessen Ehefrau Amelia von der Arff (Arfft ) ihm unter Verschreibung eines Unterpfandes eine Jahrrente von acht Maltern Roggen kölnischen Maßes verkauft haben, die ihm jeweils auf Remigius, spätestens aber auf Martini in seine Behausung zu Köln lastenfrei zu liefern ist. Die Rente kann frühestens nach Ablauf von sechs Jahren, sofern ein halbes Jahr zuvor gekündigt wird, mit 200 Goldgulden abgelöst werden. Der Aussteller gelobt, daß die Originalverschreibung von ihm oder seinen Erben bei Zahlung der 200 Goldgulden und unter Vorausstezung, daß keine Lieferung rückständig und keine eventuelle Kosten unbeglichen sind, an gennante Eheleute oder deren Erben zurückgegeben wird. Er hängt sein Siegel an.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 1853



1559 Januar 9



Beschreibung : Zeppenfeld Friedrich von Wilnsdorf genannt Kolbe beredet die Ehe mit Maria von Dernbach ( Derm -), Schwester des Albrecht Dernbach und Tochter der verwitweten Margarete von Berninghausen (Bernig -), im Beisein der beiderseitigen Vettern, Schwäger und Freunde, nämlich des Johann von Padberg (-burg ), seiner Söhne Philipp und Friedrich, der Gebrüder Philipp und Wilhelm von Langenbach bzw. auf Seiten der Braut des Philipp von Dernbach und der Gebrüder Johann, Leo und Jost von Meisenburg (-buck ) sowie des Johann von Seelbach genannt Quadfasel, der als Obmann beider Seiten fungiert. Die Braut erhält von Mutter und Bruder eine Aussteuer an Schmuck, Kleidung und Hausrat, wie nach adeligem Brauch landesüblich ist, und nach Kirchgang und Vollzug der Ehe 700 Gulden zu je 26 Albus als Mitgift, für die bis zur Auszahlung eine Jahrrente von 35 Gulden entrichtet und auf sicheren Unterpfand verschrieben werden soll. Mit dieser Mitgift soll der Bräutigam als Gegengeld den gleichen Beitrag, also insgesamt 1400 Gulden, auf seinen Hof zu Hambach bei Siegen anlegen und auf eine Verzinsung von fünf von Hundert verschreiben. Ferener hat er sie mit einer stattlichen Morgengabe zu versehen und mit einer guten freien Wohnung auf seinem genannten Hof. Nach der Hochzeit soll Maria dann auf alle väterlichen und mütterlichen Güter schriftlich verzichten; Bei- und Seitfälle bleiben ihr jedoch vorbehalten. Die Beredung wird ungültig, wenn einer der Brautleute vor Vollzug der Ehe stirbt. Es folgen die üblichen Eventualvereinbarungen für einen überlebenden Ehepartner bei gesegneter wie kinderloser Ehe und für den Fall einer Wiederverheiratung. Zwei gleichlautende Ausfertigungen werden geschrieben, an die ihre Siegel anhängen sollen der Bräutigam, der Bruder der Braut und alle genannten Heiratsfreunde. Bem.: Rückvermerk: De anno 1559, Duplicat, Heyrathsverschreibungh Friderichen vonn Wilstorf [!] genant Kolben mitt Mergen vonn Derrenbach, Heiderichs vonn Derrenbach undt Margarethen vonn Bernikhausen ehlich erzeugter tochter wiedan Albrechts vonn Derrenbach leibliger Swester.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 1868



1565 Januar 13



Beschreibung : Büttgen Buschordnung des Büttger Waldes, beschlossen von den sämtlichen [ungenannten] Beerbten mit Bewilligung des Kölner Erzbischofs Friedrich als Landesherrn und des Hermann Georg Grafen von Limburg und Styrum als Waldgrafen. Der Erzbischof läßt die drei Ausfertigungen mit seinem Sekretsiegel versehen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 1878



1576 April 1



Beschreibung : Haus Klee im Amt Brüggen Wilhelm von Stommel (Stummel ) zu Neuenhof, jüngster Sohn der verstorbenen Eheleute Stephan von Stommel und Johanna von Zweifel, beredet die Ehe mit Johanna, der ältesten Tochter der verstorbenen Eheleute Johann Raitz von Frentz zu Schlenderhan und Margarete von Siegenhoven gennannt Anstel. Er bringt in die Ehe alles bewegliche wie unbewegliche Gut, das ihm seine Eltern zugedacht hatten und ihm durch deren Tod erblich zugefallen ist. Sie soll ihrem Ehemann zubringen neben einer adeligen Aussteuer im Wert von 300 Goldgulden 4000 Taler Mitgift, den Taler zu 52 Albus gerechnet. Ihr volljähriger Bruder Winand Raitz von Frentz verpflichtet sich zur Zahlung und stellt als Sicherheit seine sechs Kindteile am Sitz zu Schlenderhan, nämlich den von ihm selbst ererbten Anteil, die vier, die ihm seine geistlichen Schwestern aufgetragen haben, und als sechsten den, auf den Johanna eben jetzt verzichten soll. Von der Mitgift ist eine Hälfte während der ersten drei Jahre zu zahlen und bis dahin mit 5 % zu verzinsen. Johanna hat zugunsten ihres Bruders Winand auf alle Güter und Forderungen ihrer Eltern und ihrer Brüder, den letzten von ihnen ausgenommen, zu verzichten, ebenso auf alle Anrechte, die ihr durch den Erbverzicht ihrer geistlichen Schwestern zukamen. Sollte allerdings ihr Bruder Winand ohne Hinterlassung ehelicher Kinder sterben und ein anderer Bruder ihn beerben, dieser aber nicht standesgemäß verheiratet sein, so behindert der jetzige Verzicht ihr Erbrecht nicht, das auch im Hinblick auf Neben- und Seitfälle bestehen bleibt. Für den Fall, daß die mütterlichen Güter, um die zu Speyer zwischen den Erben zu Schlenderhan und Adam von Galen zu Muchhausen und dessen Erbgenahmen ein Rechtsstreit schwebt, den Erben zu Schlenderhan zuerkannt werden, erhält Johanna weitere 1500 Taler; dafür bleibt sie verpflichtet, anteilig die Einbußen und Kosten mitzutragen, falls solche den Schlenderhanschen Erben zuerkannt würden , und zwar entsprechend dem Vergleich, den sie und ihr Ehemann mit Winand dieserhalb vereinbart haben. Des weiteren wird im Einzelnen über die Erb- und Leibzuchtsrechte disponiert, die einem überlebenden Ehepartner zustehen sollen, wenn er ein weiteres Mal heiratet oder nicht und wenn ein Kind oder mehrere aus der jetzigen Ehe hervorgehen oder keins. Die vorstehenden Vereinbarungen sollen besiegelt werden einerseits durch Wilhelm von Stommel, dessen Bruder, Schwager und Neffen Hermann von Stommel, Hermann Quad zu Buschfeld, Daniel von Goer zu Weyer und Johann von Plettenberg, Amtmann zu Bergheim, andererseits auf Bitten der Johanna Raitz von Frentz, die in Ermangelung eines eigenen Siegels lediglich unterschreibt, durch ihren Bruder Winand sowie durch beider Oheime Arnold Raitz von Frentz, Kanonikus und Vitztum zu Aachen, Winand Raitz von Frentz zu Fliesteden ( Fleißden ), die Gebrüder Dietrich und Johann von Holthausen, Heinrich Vercken (F -) zu Puffendorf und Hieronymus Wolff genannt Metternich, Amtmann zu Bliessem ( Bleißem ). Abschließend, nach der Datierung, wird gleichzeitig und von der gleichen hand zugefügt, dieser Ehevertragsentwurf (Heiligsvernottlungh) solle von Freunden beider Seiten unterschireben werden und so gültig sein, als handle es sich um eine besiegelte Ausfertigung.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 1907



1580 Oktober 18



Beschreibung : Roermond Hermann von Cortenbach (Kortten -), ehelicher Sohn des verstorbenen Gerhard von Cortenbach und seiner verstorbenen Ehefrau [Gertrud von Schönebeck genannt] Tibout, beredet die Ehe mit Margarete, Tochter des Ludger von Vlodrop (Flodropp ), Erbvogtes in Roermond (Ruremund ), und der Wilhelmine de Ruyter. Er bringt in die Ehe, was ihm von seinen Eltern zugefallen ist und in einer künftigen Teilung mit seinen Geschwistern zukommen wird. Sie erhält neben einer standesgemäßen Aussteuer von ihrem Vater als Mitgift zur Nutzung den Mainsgrind, den Hohen (Hogen ) Grind und den Duicker. Diese Mitgift soll sie nach Tod ihrer Elterrn in die Erbmasse zurückgeben und diese dann mit ihrem Bruder Johann von Vlodrop teilen, dem als Stammhalter vorbehalten wird die Vogtei in Roermond mit der Latbank, Jurisdiktion, Fischerei und Windmühle sowie das Drittel der Herrlichkeit von Leeuwen mit der Gerechtigkeit im Elmpter Wald und den anderen Einkünften. Der Mutter verbleibt auf Lebenszeit die ihr verschriebene Leibzucht, die nach ihrem Tode ihren beiden Kindern zu gleichen Teilen zufällt. Stirbt von den künftigen Eheleuten einer vor dem Vogt und seiner Ehefrau, so soll dem überlebenden Ehepartner eine Jahrrente von 300 brabantischen Gulden zu je 20 Stüber verschrieben oder diese auf Wunsch mit 6000 Gulden abgelöst werden; alles eingebrachte Heiratsgut ist dann den Erben der Seite zurückzugeben, von der es kam. Sollte die jetzige Braut unter Hinterlassung ehelicher Kinder sterben, nachdem sie ihre Eltern überlebt und mit ihrem Bruder geteilt hat, behält Hermann von Cortenbach alle Mitgift seiner Frau zur Leibzucht. Falls er eine neue Ehe eingeht, kann er seiner zweiten Frau 3000 brabantische Gulden zubringen und Kleidung, Schmuck, Waffen, Pferde, Harnisch und die Mobilien seiner adeligen Häuser behalten. Stirbt Hermann vor seiner Frau und sollte diese mit ihren Kindern kein Einvernehmen finden, so steht ihr leibzüchtigerweise die Hälfte aller eingebrachten Güter zu und den Kindern die andere Hälfte. Bei einer Wiederverheiratung hat sie alles eingebrachte Gut an die Kinder erster Ehe abzutreten sowie die Hälfte der während der Ehe erworbenen Guter und der Mobilien. Aus den eingebrachten Gütern kann sie aber 3000 brabantische Gulden entnehmen und alle ihre Kleidung und Schmuckstücke behalten; ferner steht ihr aus den eingebrachten Gütern ihres Mannes eine Leibrente von 300 Gulden zu, und sie braucht die Güter erst zu räumen, wenn ihr die Rente sicher verschrieben ist. Siegeln sollen der Bräutigam, sein Bruder Gerhard von Cortenbach, sein Schwager Johann von Kanne, Herr zu Moppertingen ( Maupertyn ) und seine Neven Franz von Vercken, Johann von Hülsberg genannt Schaluyn (Schaloin ) und Nikolaus von Breyl (Breiell ) einerseits sowie andererseits Ludger von Vlodrop und seine Neven und Schwäger Wilhelm Quadt zu Wickrath, Arnold Blanckart, Amtmann zu Vilich, Wilhelm von Reuschenberg, Johann von Velbrück ( Veltbruggen ) und Dietrich Quadt, Herr zu Wickrath, des genannten Wilhelms Bruder.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 14
U 1925/1
Bemerkung : Ausf., Perg. in Kasten 23



1571 Juni 14



Beschreibung : Goddart Weierstraß, Vogt des Amtes Bergheim, Peter Tuigh, Heinrich Hoen, Wilhelm Beuth und die ubrigen Schöffen des Gerichts in der Lohe bekunden, die edle Anna Schilling, Witwe von Randerath, und von ihren Kindern der volljährige Sohn Johann und die volljährige Tochter Cäcilia von Randerath seien vor ihnen persönlich erschienen, und es sei von Genannten erklärt worden, daß sie der edlen Katharina Schilling und deren ehelichen Erben die Hälfte eines Hauses und Hofes mit einem Garten in Wüllenrath (-raidt ) und dazu 30 Morgen Ackerland in Berrendorfer Feld verkauft haben, wie ihnen all dies von ihrem verstorbenen Bruder bzw. Oheim Georg Schilling als Erbschaft zugefallen war. Die Verkäufer haben den Erhalt der [ungenannten] Kaufsumme quittiert, auf die Güter verzichtet und Währschaft gelobt. Der Vogt hängt sein eigenes und die Schöffen hängen ihr Amtssiegel an. Der Gerichtsschreiber Adam Rulandt unterschreibt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14
U 1889



1717
Zulassung des Joseph Adolf Christoph Freiherrn von Cortenbach aus dem Hause Wissem zum Domkapitel Lüttich: Auszüge aus den Protokollen des Kapitels und Abstammungsnachweis.


Enthält : Abschr., lat. und franz.
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 14/1
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14, Akte 1
1720



1600
Verzeichnis dessen, was Haus Schlenderhan nach der Teilung mit den von Galen zu Muchhausen besitzt.


Enthält : Abschrift.
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 14/3
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 14, Akte 3
1719






Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 14/7




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Kasten 14


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 14/12




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1724 - 1748
Jahrgedächtnisse der Familie von Nagel bei den Franziskanern zu Wipperfürth.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 15/1
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15, Akte 1
1727



1759 - 1760
Forderung des Klosters St. Maximin in Köln an Freiherrn von Cortenbach, Domherrn in Lüttich, und weitere Erben wegen Obligationen zu Lasten des Hauses Glimbach:


Enthält : Vorurkunden d.d. 1629 Aug 13, 1629 Dez 21, 1665 Sept 1, 1704 Feb 22 und 1710 Juni 2 (s. dort), Protokollder Kommission in Düsseldorf, Akten.
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 15/2
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15, Akte 2
1726




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1766 - 1792
Quittierte Rechnungen für Haus und Wirtschaft in Schlenderhan. Ausf.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 15/5
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15, Akte 5
1562



1732 - 1786
Auseinandersetzungen um Einkünfte des von Nagel aus der Amtmannstelle zu Bornefeld und Hückeswagen mit Franz Wolfgang Quadt zu Alsbach und mit Amtsverwalter Karl Philipp von Schatte.


Enthält : Ausf.
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 15/7
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15, Akte 7
1725




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1766
Erbbegräbnis und Kirchenstuhl der Familie von Nagel in der Kirche zu Meinerzhagen.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 15/9
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15, Akte 9
1724




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Kasten 15


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 15/10




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1725 - 1726
Hinterlassenschaft des Obristen Friedrich Kaspar von Neuhof gen. Ley in Ostfriesland.


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 15/11
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15, Akte 11
1723



1661 - 1721
Papiere aus dem Nachlaß der Isabella von Velbrück, Pröpstin zu Rellinghausen:


Enthält : Abschr. der Urk. d.d. 1661 Juli 30, 1669 Aug 26 und 1685 Apr 4 (s. dort), Jahresrechnung für Haus Garath de anno 1707/08 und Schreiben des Bern. Coomans d.d. 1721 Jan 22 aus Rellinghausen.
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 15/12
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15, Akte 12
1722




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1600 - 1701
Urkunden betr. die von Schiederich zu Stammeln: s. Urk. d.d. um 1600, 1619 Dez 30, 1659 Okt 17, 1664 März 1, 1667 Nov 18, 1675 Feb 12, 1675 April 20, 1701 März 22.


Enthält : Abschriften
Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 15/13
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15, Akte 13
1721




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Kasten 15


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 15/22




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1601 Februar 26



Beschreibung : Crato Karfft, Vogt des Amtes Bergheim ( Bercheim), verständigt die nachgelassenen Söhne, Töchter, Schwiegersöhne und Erben der verstorbenen Eheleute Daem v. Hall zu Quadrath und Margarete geb. v. Stammheim, daß durch Winand [Raitz v. ] Frentz zu Schlender-Hall bei Gericht vorgetragen worden sei, er habe 40 Morgen Land und 30 Morgen Busch genannten Eheleuten abgekauft und die Kaufsumme ausweislich Quittung des Daem v. Hall bezahlt. Da dennoch behauptet werde, es bestehe noch eine Schuld wegen des Kaufes, wolle er nun vor Gericht Rechnung legen. Dementsprechend erfolgt hiermit eine Ladung vor das Gericht Bergheimersdorf auf Montag, den 12. März, 8 Uhr. Sollten sie, die Adressaten, weder selbst erscheinen noch einen bevoll-mächtigten Anwalt schicken, wird die Rechnung trotzdem ge-prüft werden.Der Aussteller drückt sein Siegel in den Umbug, und es unterzeichnet der Gerichtsschreiber Adam Rulandt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
10)



1601



Beschreibung : Den HaagRitterschaft, Edle und Städte von Holland und Westfriesland belehnen den edlen und ehrenfesten Heinrich v. Randerath, Herrn zu Kleinenbroich, nach Tod seines Bruders Johann mit dem Gut Kleinenbroich im Amt Liedberg (Lydburch) und Stift Köln, mit dem Personatsrecht an der Kirche zu Büttgen ( Buytgen), allen anderen Benefizien und Offizien sowie dem Zubehör, wie diesen die Lehnregister von Holland und der Lehnsbrief vom 4. Mai 1569 benennen. Für das gräflich holländische Erblehen sind im Belehnungsfall zehn Karlsgulden zu entrichten und als Heergewäte ein roter Sperber oder zehn Stüber. Den Lehnseid geleistet hat für den Belehnten der Advokat Mr. Dirk Zimmer, der am 9. Oktober d.J. vor Notar und Zeugen bevollmächtigt worden war durch den edlen und ehrenfesten Wilhelm Quad von Wickrath zum Velde, Herrn zu Zoppebbroich, den seinerseits der besagte Heinrich v. Randerath durch unterschriebene und besiegelte Urkunde vom 12. Mai d.J. mit seiner Vertretung beauftragt hatte. Die Belehnung ist in die Register von Holland eingetragen worden im Beisein der Lehnsmannen von Holland Junker Johann van der Does, Herrn zu Noordwijk, Mr. Cornelius van der Hoech, Junker Steven van der Does und Joseph van Meerhoudt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 15
U 13/2
Bemerkung : weitere Ausf. in Kasten 11: Ausf. (niederld.), Perg. - Das Siegel fehlt.



1606 Oktober 5



Beschreibung : Vor dem ausfertigendem Notar und den nachbenannten Zeugen einigen sich Dietrich Ullich als Bevollmächtigter des Personatsherrn der Pfarrkirche zu Büttgen Adolf Wolff v. Metternich, Domherrn zu Speyer, und Nikolaus, Halfe auf dem Velshof zu Büttgen, wegen des Unterhalts zweier Ochsen und zweier Eber (Behren), nachdem der Bevollmächtigte einen Ochsen und einen Eber gekauft und dem Halfen übergeben hat. Der Halfe soll die Tiere bei sich einstellen und versorgen und der Nachbarschaft zu Büttgen zur Verfügung halten. Dafür wird ihm der Zehntkamp beim Dorf Büttgen neben Heinrich Huppertz' Erbe zur ordnungsgemäßen Nutzung überlassen und dazu noch angrenzende 7 Morgen Ackerland. Ferner erhält er das notwendige Bodenstroh zur Hälfte, den gesamten Hafer und das Futterstroh. Es werden zwei gleichlautende Ausfertigungen auf einen Zettel geschrieben und durch die Buchstaben A B C D hindurch auseinandergeschnitten.In Anwesenheit der Zeugen Gotthard Hambloch und Wilhelm von Grefrath ( Greiffrodt) unterschreibt der öffentliche Notar Johann Adam aus Scherfhausen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 23



1612 Februar 28



Beschreibung : Anna von der Lipp genannt Huhn ( Hoen), Witwe v. Raesfeld zu Lüttinghof ( Luthenhave), bevollmächtigt ihren Schwiegersohn Johann v. Eckbertz (Exberch) genannt Baldewin, ihre Ländereien zu Jackerath (Gochraedt) und Huppelrath (Hupperich- so!) zu verkaufen, die Kaufsumme zu empfangen und zu quittieren, bzw. für den Fall, daß sich kein Kaufwilliger findet, besagte Ländereien öffentlich ( by der Kertzsen) zu versteigern. Der Kaufvertrag soll auf nachfolgende Leerseiten geschrieben werden, an deren Ende sie bereits blanko ihre Unterschrift und ihr Petschaft gesetzt hat.Die Ausstellerin unterschreibt und drückt ihr Petschaft auf; ferner unterschreibt der öffentliche Notar Heinrich Lammersman.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 42



1612 April 12



Beschreibung : DürenDer edle und ehrenfeste Johann v. Eckbertz ( Exbergh) genannt Baldewin verkauft für sich, seine Ehefrau Beatrix und deren Kinder aus ihrer ersten Ehe mit dem ehrenfesten Peter de Junge selig, ferner auch namens seiner Schwiegermutter Anna von der Lipp genannt Huhn (Hoin), Witwe v. Raesfeld zu Lüttinghof (Luitkenhove), kraft der von dieser unterschriebenen und besiegelten Vollmacht, an Peter von Berg, Rentmeister des Amtes Nörvenich, und dessen Ehefrau Anna Schorn, Bürgern der Stadt Düren, 36 Morgen Ackerland beim Hof zu Huppelrath im Amt Jülich und einen halben Bauplatz im Dorf Jackerath ( Gaeckradt) für 1485 Tl. zu je 52 Albus, die in Rtl. zu je drei Gld. und vier Albus gezahlt werden sollen. Das Landstück ist mit etwa 600 Tl. Kapital und den seit etlichen Jahren aufgelaufenen Zinsen davon belastet; von der Kaufsumme sollen etwa 1000 Tl. stehen bleiben, bis besagte Schuld liquidiert ist, und der Rest soll zur Auszahlung kom-men, sobald Sicherheit gestellt ist. Insbesondere für den Fall, daß die Länderei höher belastet sein sollte, stellt der Verkäufer seinen gesamten Besitz zu Unterpfand.Es unterschreiben der Aussteller, seine Ehefrau, Rütger Spicker zu Geinegge ( Genege) als Vormund über die Kinder seiner Schwiegermutter, sodann Reiner de Junge, Petronella de Junge, Anna von der Lipp gen. Huhn, Witwe v. Raesfeld, und der Käufer Peter Berg.Darunter quittiert der Aussteller am gleichen Tage, von Peter Berg 80 gemeine Tl. erhalten zu haben.Darunter: 1612 Mai 12. Der Verkäufer bestätigt durch Unterschrift, daß Rentmeister Berg die gesamte Kaufsumme bezahlt hat.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 43
Bemerkung : In einer Mappe zusammen mit Nr. 42Dem Petschaftsabdruck Vorgeheftet ist die erwähnte Vollmacht der Witwe v. Raesfeld von 1612 Febr. 28 (s. da.).



1617 März 27



Beschreibung : Johann Friesenhagen verkauft für quittierte 40Tl. zu je 52 Albus an Arnold Raitz v. Frentz und dessen Ehefrau Elisabeth v. Wambach 8 ¿ Morgen Ackerland in drei Parzellen, nämlich drei Morgen an der Uhrgassen im gleichen Feld.Der Verkäufer und die Käufer unterschreiben.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 61



1617 April 17



Beschreibung : RoermondHermann v. Cortenbach und seine Ehefrau Margarete v. Flodrop bekunden, Meister Gerhard von Bracht 300 Gld. an geliehenem Geld zu schulden, und sie verschrieben ihm für diese Summe nun eine jederzeit ablösbare Erbrente [nicht genannte Höhe], die ihr Pächter Hermann ihm von einer Wiese jenseits der Maas (Over der maessen) jährlich zu Roermond entrichten soll.Die Eheleute unterschreiben, Hermann v. Cortenbach pet-schiert.Darunter:Der Pächter Hermann gelobt, die Jahresrente abzuführen, so-lange der die Wiese in Pacht hat.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 29
U 61



1618 März 4



Beschreibung : Winand Raitz v. Frentz zu Schlenderhan und Adolf Raitz von und zu Frentz, Herr zu Kendenich, ferner die Kirchmeister, Nachbarn und Kirchspielsleute zu Quadrath übertragen als Kollatoren die Vikarie St. Anna, St. Antonius und St. Katharina zu Quadrath an Herrn Matthias aus Bergheim. Falls eines der Kirchspielskinder geistlich zu werden beabsichtigt, hat Herr Mathias diesem im Falle seiner Resignation die Vikarie zu überlassen; im übrigen darf er sie nur an die Kollatoren resignieren.Von den Kirchspielsleuten unterzeichnen die des Schreibens Kundigen, nämlich Jürgen Schall zu Ichendorf, Johann Adams, der Kirchmeister Hermann Zepfennick, Johann Schutz, Peter Weydenfeldt und Bernhard Weffer.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 67



1619 Juli 17



Beschreibung : ForstReinhard v. Lützerode (- raedth) bekennt, von den Erben Zehntpfennig zu Quadrath, die ihm jährlich von 162 ¿ Morgen Wiesen an Geld und Gänsen 39 Gld. und 8 Albus, also etwa 6 Albus weniger 2 Heller je Morgen, zu entrichten pflegen, gebeten worden zu sein, ihnen für etwa 10 von diesen Morgen, die an Dietrich von der Lippes Haus Asperschlag gehören, der sich dafür den halben Gewinn, und zwar etwa 1¿ Malter Gerste jährlich entrichten läßt, die Abgabepflicht zu erlassen.Er entspricht diesem Ersuchen und unterschreibt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 71



1631 Juni 26



Beschreibung : DüsseldorfDie Gebrüder Winand Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, jülichscher Rat und Amtmann zu Bergheim, und Arnold Raitz v. Frentz zu Giesendorf (Geisendorf), kurkölnischer Rat, Marschall und Amtmann zu Bonn, hatten nach Tod ihrer Eltern Johann R. v. F. zu Schlenderhan und Margarete v. Siegenhoven genannt Astel zu Muchhausen (Mag-) vor vielen Jahren eine provisorische Teilung der ererbten adeligen Häuser, Güter und Rechte vereinbart und den Besitz bis zu ihrem Tode innegehabt. Winand hinterließ von seiner Ehefrau Maria v. Ilem zu Medekoven ( Meiting-) als einziger Sohn Arnold R.v.F. zu Schlenderhan, jülichschen Kämmerer, Hofmeister, Kriegskommissar und Amtmann zu Bergheim, Arnold R.v.F. zu Diesendorf von, die Söhne Johann R.v.F., Deutschordens-Ritter und Komtur zu Gruitrode ( Greutradt), Rudolf R.v.F. zu Gustorf und Adolf R.v.F. zu Martfeld (Mardtfeldt), pfalzneuburgischen Rat, Kämmerer und Drosten zu Hörde. Diese Erben haben nunmehr statt der erblich erhalten bzw. behalten den freien adeligen Sitz Schlenderhan im Fürstentum Jülich, Amt Bergheim, mit allem Zubehör und Recht sowie ein Viertel der Ländereien und Zehnten des freien adeligen Sitzes zu Muchhausen, teils im Erzstift Köln, teils im Fürstentum Jülich, in den Ämtern Hülchrath und Grevenbroich gelegen, wovon die v. Galen neben dem adeligen Sitz und Haus die Hälfte innehaben, sodann den halben freien adeligen Hof zu Oberkassel im Erzstift Köln und Amt Linn mit allem Zubehör und Recht sowie die Hälfte der zu Aldekerk (Alter Kirchen) fälligen Renten, Zins- und Gewinnsgüter, wie diese von der Großmutter stammen und zur anderen Hälfte Besitz der v. Galen sind. Die Gebrüder Johann, Rudolf und Adolf R. v. F. sollen erblich besitzen den adeligen Sitz Giesendorf im Erzstift Köln, Amt Brühl mit allem Zubehör und Recht, ein Viertel der Ländereien und Zehnten des freien adeligen Sitzes zu Muchhausen, die andere Hälfte des Hofes zu Oberkassel und die Hälfte der in Neuß gelegenen Hausstatt, von der die v. Galen die andere Hälfte haben. Vereinbart wird ferner, daß beide Parteien erblich behalten sollen, was ihnen durch Tod des Adolf v. Stommel zufiel, und das die Forderung wegfällt, die eine Partei gegen die andere erhob wegen der durch den verstorbenen Hermann v. Stommel beim Hause Hemmersbach aufgenommenen Gelder. Die Parteien haben sich gegenseitig durch Handschlag verpflichtet, auf alle Güter und Rechte der anderen Seite wie auf alle denkbaren Einreden zu verzichten. Der Vertrag soll vierfach ausgefertigt und von allen vier Berechtigten unterschrieben und besiegelt werden, ferner auch von ihrem Oheim Johann R. v. F., Domherrn zu Münster und Lütich, Probst zu St. Martin in Lüttich und zu Kaiserswerth, jülich-bergischem Rat und Kanzler.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 15
U 149/2
Bemerkung : Ausf., Perg. in Kasten 1



1631 Dezember 31



Beschreibung : FliestedenDie unterzeichnenden Eheleute bekennen , ihrem Vetter Arnold Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Amtmann zu Bergheim, von den 27 Morgen, 1 Viertel und 17 Ruten Busch längs der Brauweiler Büsche, die ihnen in einer Teilung mit ihm am 29. Sept. 1629 zugekommen waren, 12 Morgen, 1 Viertel und 17 Ruten verkauft zu haben. Sie bestätigen, von der Kaufsumme in Höhe von 192 Rtl. heute 50 Rtl. bar erhalten zu haben. Den Rest soll der Vetter begleichen mit einer auf den gleichen Busch lautenden Pfandverschreibung über 200 Rtl., die von ihnen beim jülichschen Brüchtenmeister Adam Dröeff aufgenommen worden waren, wobei der Betrag sich um etliche Zinsen erhöht hat, sich aber andererseits um eine Rückzahlung vom 29. Sept. 1629 über 100 Rtl. verminderte.Es unterschreiben Wilhelm Raetz von Frentzund Hinrich[!] Ratz von Frentz zuFlistengeborne Schall von Bell.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 151



1640 Oktober 24



Beschreibung : DüsseldorfPfalzgraf Wolfgang Wilhelm, Herzog [usw.], belehnt Adolf Sigismund Raitz v. Frentz zu Kendenich auf seine Bitte hin erblich, jedoch auf Widerruf, mit der hohen Jagd in dem unbenannten Jurisdiktionsbezirk, mit dem er vordem belehnt wurde, wie auch mit dem Recht auf Krametsvögelfang im Bethlehemer Busch wie in dem die Tantelhecke genannten Busch bis ans Dorf Oberaußem.Der Aussteller unterschreibt und bekräftigt mit dem Lehnssiegel.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 212



1641 Dezember 30



Beschreibung : Vor unbenanntem Gericht verkauft Johann Adolf Wirsingh, Vogt zu Odenkirchen, für sich und als Bevollmächtigter seiner Ehefrau Gertrud geb. Klauten, des Johann Klauten und der Eheleute Johann Holthaußen und Cäcilia Klauten an Elisabeth, Witwe v. Frentz zu Schlenderhan, geb. v. Wambach, die Hälfte der Klauten-Büsche von etwa 14 7/8 Morgen. Der Kaufpreis beträgt 25 köln. Tl. je Morgen, das Verzichtsgeld einen Doppeldukaten und der Gottesheller drei kölnische Schillinge.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 220



1642 Januar 20



Beschreibung : KölnJohann Franz v. Lützerode zu Forst, Deutschordensritter, gibt seinem Bruder Adolf v. Lützerode zu Forst und zu Klarenbeck, kurkölnischen Kämmerer und Rat, der etliche Wiesen, Zehnten und Einkünfte bei Quadrath verkauft hat, die erforderliche Zustimmung und bevollmächtigt ihn zum erblichen Verzicht und zu allem ansonsten Erforderlichen.Er unterschreibt und drückt sein Petschaft auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 223



1642 März 7



Beschreibung : Adolf v. Lützerode bestätigt, von Elisabeth, Witwe Raitz v. Frentz zu Schlenderhan geb. v. Wambach, aufgrund des vereinbarten Erbkaufs 2070 Tl. kölnisch erhalten zu haben. Sollte die Vermessung eine höhere Morgenzahl ergeben, steht ihm Gutmachung zu. Er unterschreibt.In einer Mappe zusammen mit Nr. 223
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 228



1645 Mai 22



Beschreibung : Die Witwe und die Erben des verstorbenen Peter Hoch verkaufen an Winand Raitz v. Frentz zu Schlenderhan die ihnen in der Teilung mit ihrem Schwager Jakob Brewer zugefallene Hälfte der 52 Morgen Busch in der Ville hinter dem Hause Schlenderhan für 12 Rtl. je Morgen und ein Verzichtgeld von fünf ungarischen Dukaten. Von der Kaufsumme sollen 50 Rtl. umgehend gezahlt werden, die Hälfte des Restes nach Anerbung und die letzte Hälfte zu Allerheiligen.Es unterschreiben: Winand Raitz v. Frentz, Anton Hogxen für sich und seine Mutter Sophia Krosch sowie als Zeugen Adolf Steintgen und der öffentliche Notar Johann Rulpert.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 251



1650 August 25, 1650 August 28



Beschreibung : Gribbenvorst bzw. KleveAdam Schmitz, Jakob Kocks, J[ohann] Verbrecht, Katharina Schmitz, die Witwe Piers, und Johann Thomas bekunden, ihr Oheim Anton habe für sich und ihren verstorbenen Oheim Johann Schmitz vom Kölner Kaufmann Rondorf eine größere Geldsumme aufgenommen und dafür nicht nur seinen zu St. Margareten-Herten gelegenen Besitz, sondern auch Ländereien ihres verstorbenen Vaters bzw. Schwiegervaters Leonhard Schmitz gerichtlich verpfändet. Wegen der andauernden Kriegswirren ist nun die Schuld derart angewachsen, daß sich Herr Cornelius von Maastricht als Erbe des genannten Rondorf in die Unterpfände hat gerichtlich einweisen lassen. Hiermit bevollmächtigen die Aussteller Christian Schmitz und Peter Frantz, ihren Bruder und Schwager, von den zu Kirchtroisdorf liegenden und ihrem Oheim Anton Schmitz gehörig gewesenen Ländereien so viel an Herrn Cornelius von Maastricht zu verkaufen, wie dem Anteil ihres Vaters bzw. Schwiegervaters Leonhard Schmitz entspricht. Diese Vollmacht gilt auch hinsichtlich des Busches in der Ville.Die Aussteller unterschreiben und mit ihnen Christian Schmitz Darunter:1654 Februar 23 - Düren. Der öffentliche Notar Günter Arnoldsweiler bestätigt, daß Johann Thomaß und Christian Schmitz die genaue Übereinstimmung obiger Abschrift mit dem originalen Text, der derzeit nicht habhaft ist, bezeugt haben und desgleichen auch die beiden Dürener Bürger Leonhard Maubach und Michael Hoffmann. Er unterschreibt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 285



1653 Juni 24



Beschreibung : QuadrathGabriel Engels, Schultheiß, Servatius [?] Zimmermann, Johann Lotren, Heinrich Daverichaußen, Konstantin Wiedenfeldt, Peter Schütz und die sämtlichen Schöffen des Gerichts und der Herrlichkeit Frens, bekunden, daß folgende Einwohner des Dorfes Quadrath vor ihnen erschienen sind: der Schöffe Gerhard [?] Koch, Johann Jungverdorben, Gerhard Bott, Adam Bildweber, Mattias Steinhewer, Johann Fißer, Anton Esels-treiber, Wilhelm Feil, Peter Kauß, Jakob Schwartz, Heinrich Karden, Seger Außem, Martin Bingart, Kaspar Arents, Hermann Kordt und Johann Offermann. Diese haben angezeigt, von ihrem Mitnachbarn Johann Claeßen und dessen Ehefrau Katharina Groß leihweise 50 Rtl. zu je 52 Albus kölnisch zum Besten des Dorfes Quadrath aufgenommen und zu Unterpfand gesetzt zu haben 2 1/8 [Morgen] Wiese zwischen dem Bach und dem Mühlenbruch, das die Eheleute anstelle von Zinsen und pfandweise nutzen dürfen, wobei 1/8 vom Gasthaus bzw. von der Kapelle zu Schlenderhan herkommt und von den Einwohnern in Besitz genommen wurde wegen nichterstatteter Kosten durch Requirierung seitens kaiserlicher, schwedischer und hessischer Truppen.Die Aussteller lassen unterschreiben durch den Gerichtsschreiber Bernhard Tenhoeff.Es folgt: 1653 Juni 24 - Quadrath. Konstantin Wiedenfeldt bezeugt, daß die 2 1/8 [Morgen] Wiese von seinem Großvater Peter Wiedenfeldt herkommen und in der brüderlichen Teilung seinem Oheim Heinrich Wiedenfeldt zuge-teilt worden waren, der von den Provisoren des Gasthauses zu Schlenderhan darauf Geld aufnahm. Das Gasthaus war in der Folge imittiert worden; er als nächster Erbe hat dann durch Schultheiß und Schöffen die Einweisung erlangt.Es unterzeichnet der Gerichtsschreiber Bernhard Tenhoeff.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 315



1659 April 16



Beschreibung : Bedburg (Bedtbuhr)Christian Schnorrenberg, Kellner und Gerichtsschreiber der Herrlichkeit Bedburg, Witwer der Barbara Margarete Geilenkirchen, seine volljährigen Kinder und die nachbenannten Vormünder seiner minderjährigen Kinder, nämlich die Eheleute Adolf Gyßen und Elisabeth Geilenkirchen, Johann Kutter und Anna Maria Geilenkirchen, Konstantin Therlohrte und Wilhelm Geilenkirchen sowie Johann Hecker und Katharina Geilenkirchen, allesamt Erben des verstorbenen Wilhelm Geilenkirchen, verkaufen an Winand Hieronymus Frh. v. Frentz zu Schlenderhan, Herrn zu Odenkirchen, und seine Ehefrau Lambertine Irmgard geb. Freiin v. Werth 7 Viertel Ackerland am Betgenhauser Acker und 24 ¿ Morgen freiadeligen Landes zu Huppelrath, das aus Bormanns Sattelgut ausgesondert ist und mehrere, detailliert beschriebene Parzellen umfaßt. Die Verkäufer quittieren den Erhalt des Kaufpreises, der sich, wie folgt zusammengesetzt: für die sieben Viertel 24 Rtl. und ein Rtl. Verzichtgeld, vom freiadeligen Land für 16 ¿ Morgen 45 Tl. kölnisch je Morgen und für den Rest je 40 Tl., dazu je Morgen ein Rtl. Verzichtgeld, drei Reichsort als Gottesheller und Armengeld, Weinkauf und Herrengerechtigkeit wie ortsüblich.Es unterschreiben: Anna Katharina Schnorrenberg, Ursula Schnorrenberg, Adolf Gyßen und Ehefrau Elisabeth Geilenkirchen, Johann Hecker für sich und als Bevollmächtigter der Eheleute Therlohrte, Katharina Geilenkirchen, Johann Kutter für sich und seine Frau, ferner der öffentliche und immatrikulierte Notar Johann Wilhelm Gyßen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 355



1663 März 6



Beschreibung : SchlenderhanChristian Schmitz, der am 25. und 28. Aug. 1650 durch Adam Schmitz, Jakob Kocks, Johann Verberg, Katharina Schmitz, Witwe Piers, und Johann Thomaß bevollnächtigt wurde, was der Notar Günter Arnoldsweiler bestätigte, verkauft die Hälfte der Zopßhofer oder Troisdorfer Büsche im Oberaußemer Busch, 15 [so!] Morgen in 5 Parzellen umfassend, an Winand Hieronymus Frh. v. Frentz zu Schlenderhan, Herrn zu Odenkirchen und Grombach, Erbburggrafen des Erzstifts Köln, pfalzneuburgischen Kämmerer und Amtmann zu Bergheim, sowie dessen Ehefrau Lambertine geb. Freiin v. Werth, die bereits die andere Hälfte der Büsche erworben hatten. Der Kaufpreis beträgt je Morgen 23 köln. Tl. zu je 52 Albus, mithin 230 Tl. [so!], das Verzichtgeld 9 Rtl. und der Gottesheller 3 Reichstl. Der Aussteller bestätigt, die Kaufsumme erhalten zu haben und erteilt dem Prokurator Münster den Auftrag, die Eigentumsübertragung beim Gericht Bergheimerdorf realisieren zu lassen.Mit dem Aussteller unterschreibt der Zeuge und Miterbe Johann Thomaß sowie Werner Unverdorben, der derzeitige Gerichtsbote zu Oberaußem.Darunter: 1664 März 18 - Berheimerhof. Der Gerichtsschreiber zu Bergheimerdorf Johann Zewenbrüggen bestätigt, daß der Kaufvertrag heute vom Prokurator Münster vorgelegt und ins Erbbuch übernommen wurde.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 399



1664 November 11



Beschreibung : Vor Konstantin Weidenfeld und Matthias Steinhauer, Schöffen des Gerichts Quadrath und Ichendorf in der Herrlichkeit Frens, verkaufen Wilhelm Pfeil zu Quadrath und dessen Ehefrau Katharina Krämer an die Katharinen-Kapelle zu Quadrath bzw. an deren Kollator Winand Hieronymus Frh. v. Frentz zu Schlenderhan, Herrn zu Odenkirchen und Grombach, eine jeweils auf Martinstag zu zahlende Jahrrente von 2 ¿ Tl. zu je 52 Albus kölnisch für 50 gleiche Tl., deren Erhalt sie quittieren. Zur Sicherheit stellen die Eheleute Pfeil einen lastenfreien Kamp von sieben Viertel Größe, dessen Lage genauer beschrieben wird.Die Schöffen und Wilhelm Pfeil unterschreiben.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 408



1669 Oktober 20



Beschreibung : Haus WissemNachdem Frau Maria, Witwe v. Hatzfeldt zu Wildenburg und Weisweiler geb. v. Velbrück, vor wenigen Tagen mit Zustimmung der beiderseitigen Verwandten ihre Tochter Charlotte Katharina Margarete an Herrn Bertram Wilhelm v. Cortenbach, Herrn zu Wissem und Schönebeck, hat vermählen lassen, ein Vertrag aber nicht nach Gebühr fertiggestellt werden konnte, hat sie nun unter Vermittlung nachbenannter Freunde und Verwandter eine Vereinbarung getroffen, um künftigen Streitigkeiten vorzubeugen mit und unter ihren Kindern, nämlich Adolf Alexander Frh. v. Hatzfeldt zu Wildenburg und Weisweiler, Herrn zu Schönstein, Charlotte Katharina Margarete, Maria Margarete Sibylle und Anna Maria Franziska, alle v. Hatzfeldt. Sie behält als Witwe weiterhin die Nutzung von Haus und Herrlichkeit Wildenburg. Ihr genannter Sohn erhält neben der Herrschaft Weisweiler und dem adeligen Hof Guttekoven (Gude-) so-wie den zugehörigen Einkünften und Rechten, um die schwebenden Prozesse zu Ende zu bringen und seinen Schwestern bei einer standesgemäßen Heirat eine Mitgift zukommen lassen zu können, von seiner Mutter aus den wildenburgischen Gütern jährlich 500 Rtl., bis er die ihr noch aus dem Hause Garath zustehenden Heiratsgelder erhalten hat, alsdann nur noch 400 Rtl. jährlich. Adolf Alexander hat zudem eingewilligt, außer der nun verheirateten Schwester auch den beiden anderen für den Fall ihrer Heirat gege deren Erbverzicht eine Mitgift von 6000 Rtl. binnen Jahresfrist zu zahlen oder mit 5% zu verzinsen. Wer von den beiden Schwestern unverheiratet bleibt, erhält vom Bruder jährlich 100 Rtl.; sollte die jüngste Schwester beim Tod der Mutter alleine noch ledig und mit keiner Pfründe versehen sein, hat der Bruder ihr zusätzlich weitere 100 Rtl. jährlich zu zahlen. Alle drei Schwestern haben sich zum Erbverzicht bereit und mit vorstehenden Regelungen einverstanden erklärt, es sei denn, ihr Bruder komme seinen Verpflichtungen nicht nach. Stirbt eine der Schwestern kinderlos, fällt das Heiratsgeld an den Bruder bzw. dessen Erben zurück, wobei die anderen überlebenden Geschwister mit je 500 Rtl. am Rückfall zu beteiligen sind.Es unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf: die Mutter, ihre vier genannten Kinder und die Schiedsfreunde C[onrad] G[umprecht] v. Velbrück und Wilhelm Degenhard v. Hompesch.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 1) Kasten 15
U 526/1
Bemerkung : Abschr, im Auszug (von 1711), Pap. in Kasten 61, Akte 12



1669 Dezember 24



Beschreibung : Mattias v. Nagel, Herr zu Gaul und Herl, und seine Ehefrau Maria Judith geb. v. Katterbach, zu deren Haus [Herl] keine Fischerei gehört, haben mit Johann Friedrich v. Lützerode, Herrn zu Rath, pfalzneuburgischem Hauptmann, der mehrere Fischereien besitzt, wegen Überlassung einer Fischerei korrespondiert und vereinbaren nun, daß Letzgenannter ihnen seine halbe zum Hause Mielenforst gehörige Fischerei bis an die Landstraße beim Dorf Brück für 200 Rtl. zu je 78 Albus kölnisch sowie einen Klepper von 20 Rtl. als Verzichtspfennig verkauft. Die Verkäufer quittiert den Erhalt und leistet Währschaft. Er behält sich den Rückkauf vor für den Fall, daß ihm die auf Maarhausen (die Mahr) zu Heumar stehendenn Pfandgelder vom Landesherrn erstattet werden.Mit dem Verkäufer und den Käufern unterschreibt und drückt sein Petschaft auf der Zeuge Edmund v. Rottkirchen, Herr zu IsenburgDarunter: 1691 April 8. Der Notar Melchior Schmitz bestätigt die Richtigkeit der Abschrift auf Ersuchen der Eheleute Johann Marx und Maria Hieß, die mit Johanns Bruder Adolf Marx und dessen Ehefrau Katharina Schmitz für die von Freiherrn v. Nagel angekaufte Fischerei die Hälfte des Kaufpreises gezahlt haben.Rückseitig: 1677 Mai 7. Matthias v. Nagel und seine Ehefrau Maria Judith v. Katterbach bestätigen, den Kaufbrief ihrem Halfen Adolf Marx zu Merheim und dessen Ehefrau Katharina Schmitz überlassen und die gleiche Summe erhalten zu haben, die er selbst beim Ankauf verauslagte. Die Aussteller unterschreiben udn drücken ihre Petschaften auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 528



1671 Juni 22



Beschreibung : KölnJohann Arnold Venrath genannt Schwolgen, Kanoniker an St. Andreas, bekundet, heute von den Eheleuten Winand Frh. v. Frentz zu Schlenderhan, Herrn zu Odenkirchen, pfalzneuburgischem Kämmerer und Amtmann zu Bergheim, und Lambertine geb. Freiin v. Werth eine Jahrrente für drei wöchentlich zu haltende Messen gegen 1000 Albertiner-Rtl. gekauft zu haben, wie Näheres die am Gericht Nettesheim im Amt Hülchrath auf Pergament ausgefertigte Erbrentverschreibung ausweist. Er erklärt sich damit einverstanden, daß die vereinbarten 5 % jährlich auf 4 % gesenkt werden, sofern die Zahlung termingerecht eingeht.Mit dem Aussteller unterschreibt und drückt sein Petschaft auf der Mitexekutor Heinrich Eißing.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 541



1675 August 10



Beschreibung : KölnDer verstorbene Johann Freiherr v. Werth, kaiserlicher Kriegsrat, General über die Kavallerie und Obrist zu Pferd, Herr zu Benatek und Odenkirchen, hatte in seinem zwar verfaßten, jedoch nicht zur Vollendung gekommenen Testament auch seine v. Werthschen Verwandten bedacht. Die aber hatten wegen der Nichtigkeiten der letztwilligen Disposition wenig zu erhoffen und waren deshalb veranlaßt worden, den verstorbenen Dr. Johann Michael Hertmani zu bevollmächtigen, in ihrem Namen mit den Erben des Generals einen gütlichen Vergleich zu vereinbaren. Ein solcher wurde im Oktober 1655 in der Reichsstadt Nürnberg vereinbart, und im Mai 1655 wurde neuerlich [so!] über Abfin-dungen verhandelt, wobei die Verwandten auf die besagte Disposition ausdrückllich verzichteten. Nun sind zwar des Generals Miterbe Herr Winand Hieronymus Freiherr v. Frentz zu Schlenderhan, pfalzneuburgischer Rat und Amtmann zu Bergheim, Herr zu Odenkirchen und Burggraf des Erz-stifts Köln, und dessen Ehefrau Lambertina geborene Freiin v. Werth der Zuversicht gewesen, die Verwandten möchten mit dem zufrieden sein, was man ihnen freiwillig zugestanden hat, doch haben die drei angeheirateten Herren Dr. Johannes Jeckermann, Herkules v. Essingen und der verstorbene Johannes Grolen trotzt der Nichtigkeit des Testaments und trotz besagten Vergleichs von den Eheleuten v. Frentz aufs neue Legate aus dem Testament gefordert, und zwar noch zu Lebzeiten des Halbbruders der Frau Lambertina, nämlich des Franz Ferdinand Feiherrn v. Werth. So kam es zu Prozessen erst am kurkölnischen Offizialatsgericht, dann beim kaiserlichen Reichshofrat, wobei die drei Genannten erfahren mußten, daß ihnen aus dem begonnenen Rechtsstreit wegen der Nichtigkeit des Testaments wenig Nutzen erwachsen konnte. Sie haben daraufhin die Eheleute v. Frentz mehrfach um eine gütliche Einigung gebeten, und diese haben sich nunmehr bereit gefunden, so daß der Prozeß hiermit als erledigt gilt. Die Eheleute v. Frentz werden an Dr. Jeckermann und seine Ehefrau Elisabeth Kaiser noch einmal 200 Reichstl. zahlen, und zwar vor Ende des Jahres. Ebenso soll Frau Sibylla Kaiser, Witwe Grolen, als Vormünderin ihrer minderjährigen einzigen Tochter noch einmal 200 Reichstl. vor Ende des Jahres erhalten. Weil Johann v. Werth und dessen Schwester Esther v. Werth, Ehefrau des Herkules v. Essingen, die Renten aus Odenkirchen für die ihnen seierzeit zugestandenen 2000 Reichstl. im Jahre 1657 erhielten und damit voll befriedigt sind, haben Dr. Jeckermann und die Witwe Grolen an Eidesstatt und in aller Form gelobt, dieserhalb keinerlei Ansprüche mehr zu erheben.Die Eheleute v. Frentz unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf; sodann unterzeichnen Dr. Jeckermann und seine Ehefrau, die Witwe Grolen für sich und als Vormünderin ihrer Tochter, ferner als Zeugen Herr Johann v. Werth, Kanonikus an Maria ad Gradus, der auch siegelt, sowie Theodor Heuter und Franz Scheffers; letztlich unterschreibt und siegelt der Notar Peter Lepper.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 3) Kasten 15
U 561/3
Bemerkung : Zwei Abschriften (etwa gleichzeitig), Papier in Kasten 7, Akte 10Ausf., Pap. in Kasten 37



1677 September 10



Beschreibung : AlsbachRütger Winand Frh. v. Quadt zu Alsbach und Fischenich und seine Ehefrau Christine geb. v. Wolffen übertragen ihres Alters wegen ihre beiden Adelssitze Alsbach und Fischenich an ihren Sohn Friedrich Rütger unter folgenden Bedingungen. Ihr Sohn hat ihnen bzw. dem Überlebenden von ihnen auf Lebenszeit jährlich 300 Rtl. in drei Jahresraten zu zahlen und ihnen im Säumnisfall das gut Fischenich, den ältesten, von ihren verstorbenen Eltern ererbten Sitz, wieder einzuräumen; er hat außerdem bei Tod eines Elternteils dem verwitweten 500 Rtl. zu entrichten. Seinen beiden Schwestern hat er, solange ein Elternteil lebt, jährlich 50 Rtl. zu geben, kann diese Verpflichtung aber durch Zahlung von je 1000 Rtl. ablösen. Nach Tod der Eltern steht dann jeder der beiden Töchter bzw. Schwestern das versprochene Heiratsgeld von 2500 Rtl. zu, nämlich der Maria Cäcilia v. Quadt, Ehefrau des [Johann Wilhelm] v. Judden zu Rheindorf, und der Johanna Margarethe v. Quadt, Ehefrau des [Johann Wilhelm] v. Wylre zur Worm. Falls Friedrich Rütger vor seinen Eltern stirbt und eine Witwe oder Kinder hinterläßt, sollen Letztere an den Vertrag gebunden sein. Für die Mitgift der beiden genannten Töchter steht nicht nur Fischenich, sondern auch Alsbach zu Unterpfand.Die Aussteller und ihr Sohn unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf, ferner unterschreibt der kaiserlich autorisierte und zu Speyer immatrikulierte Notar und Gerichtsschreiber des Amtes Steinbach Mauritius von Übersetzig.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 583



1678 November 21



Beschreibung : ZissendorfVor Gottfried Broichhausen, Abt zu Heisterbach, als dem Visitator des Klosters Zissendorf und vor der dortigen Äbtissin Freifrau Arnolda Christina v. Steinen erklärt die im 17. Lebensjahr stehende Maria Dorothea v. Nagel, eheliche Tochter des Matthias Frh. v. Nagel zu Herl und der Maria Judith geb. v. Katterbach, vor Jahresfrist ins adelige Kloster Zissendorf eingetreten zu sein und nun, nach Beendigung des Probejahres, Profeß leisten zu wollen. Damit jeder Streit zwischen ihr und ihren Brüdern und Schwestern vermieden wird, verzichtet sie unter Zustimmung ihrer geistlichen Obrigkeit auf alle Erbgüter zugunsten der männlichen Erben v. Nagel, soweit diese verheiratet sind oder mit Zustimmung der Eltern heiraten werden. Ihre Eltern geloben, ihr auf Lebenszeit einen Spielpfennig jeweils auf Martini zu entrichtenm nämlich 24 Rtl. und vier Stein Flachs, und stellen zu Unterpfand ihren Verckeshof zu Mülheim.Es unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf der Abt, die Äbtissin und Matthias v. Nagel; ferner unterzeichnen Maria Dorothea v. Nagel und ihre Mutter.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 592



1695 April 14



Beschreibung : KölnDer Kölner Generalvikar Johann Werner de Veyder dispensiert die Verlobten Adolf Dietrich v. Frentz und Adelheid v. Schellart aus den Pfarreien Gürzenich bzw. Quadrath von der Verpflichtung des Aufgebots vor ihrer Verehelichung.Der Aussteller unterschreibt und drückt sein persönliches Siegel sowie das der erzbischöflichen Kurie auf. Ferner unterschreiben die ehrwürdigen Herren Wilhelm Jacque, Frater Winand Quoitbach, Vizekurat zu Quadrath, und der Protonotar in spiritualibusHeinrich Janssen.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 697



1699 Dezember 16



Beschreibung : Haus Randerath Andreas Sommerhof genannt Plumers von der Nierstraß und Adolf Plumers als Bevollmächtigter der Ehefrau Agnes Seidenpfennig des geannten Andreas verkaufen an Franz Winand Frh. Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Kanonikus zu Aachen, anderthalb Morgen Bruch in zwei Parzellen und ein Viertel Wiese. Die Begrenzung der Grundstücke wird detailliert beschrieben. Der Verkauf erfolgt gegen 60 Rtl. zu je 20 Blaffert, 5 Rtl. Verzichtgeld, den üblichen Weinkauf und 33 Fettmännchen als Gottesheller. Es unterzeichnen der Käufer, der Verkäufer, der Bevollmächtigte, der nur ein Kreuz als Merkzeichen setzen kann, sodann als Zeugen Jakob Kloeters, Gerhard Baumer, Merten Haßelers und der Kaplan zu Randerath Franz Hutzen. Es folgt die Bestätigung des Gerichts zu Keinenbroich vom folgenden Tage, wonach Andreas Sommerhof und der Bevollmächtigte Adolf Plumers erblich auf die verkauften Grundstücke zu Händen des Kaplans Franz Hutzen als dem Bevollmächtigten es Käufers verzichtet und den Erhalt der vereinbarten Kaufsume quittiert haben. Es unterzeichnen der Gerichtschreiber Johann Detherich und die Schöffen Jakob Koeters und Peter Heyers. Eine Aufstellung der Verkaufsgelder und Unkosten liegt bei.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 746



1700 März 19



Beschreibung : Rittersitz Randerath Franz Winand Frh. Raitz v. Frentz zu Schlenderhan, Domherr zu Aachen, kauft von den Eheleuten Hermann Heutsch und Katharina eine Morgen Stockbruch mit dem aufstehenden Gehölz, gelegen im Dingstuhl Kleinenbroich in den Rhedingen, und noch ein Stück Bruch ebenda von etwa 3 ¿ Viertel. Die Begrenzungen werden angegeben. Der Kaufpreis beträgt 110 Rtl. zu je 20 Blaffert in branden-burgischen Tl., 5 Rtl. als Verzichtgeld und 8 Stüber als Gottesheller. Außerdem erhält der Verkäufer 9 Sümber Roggen und 9 Viertel Stroh. Es unterschreiben: der Käufer, für den schreibunkundigen Verkäufer Hermann Hutz [so!], der Kaplan zu Kleinenbroich Franz Hutz und als Zeugen Martin Haßeler und Rutger Jurgenmans, der nur ein Merkzeichen setzt. Darunter: 1700 April 16 - Kleinenbroich. Vor den Schöffen Jakob Kloeters, Peter Heyers und Martin Haßeler verzichten die Eheleute Hermann Hutz und Katharina förmlich zugunsten des Kleinenbroicher Kaplans Franz Hutz als dem Bevollmächtigten des Franz Winand Frh. Raitz v. Frentz, Domherrn zu Aachen, auf das im Kaufbrief genannte Erbe und quittierten den Erhalt der Kaufsumme und des Verzichtsgeldes. Die drei genannten Schöffen unterschreiben, wobei Jakob Kloeters bestätigt, daß der Käufer 5 ¿ Rtl. abgeführt hat für Unkosten und an Erbungs-, Armen- und Weingeld.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 753



1711 März 24



Beschreibung : Hadamar Johann Jakob Genseler gelobt, den bei ihm bestellten Leichenstein von sieben Fuß Länge und vier Fuß Breite mit zwei Wappen und Inschrift entsprechend der ihm übergebenen Skizze bis spätestens Pfingsten fehlerlos so anzufertigen, daß danach eine Eisenplatte gegossen werden kann. Vom vereinbarten Lohn von zwölf Rtl. hat er einen heute bar erhalten. - Unterschrift. Darunter: 1711 Oktober 14 - Hadamar. Johann Jakob Genseler bestätigt, daß er, nachdem der Grabstein abgeholt wurde, die restlichen elf Rtl. erhalten hat.
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Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 854



1733 April 4



Beschreibung : Lüttich Johann Baptist Gilles, Bischof von Amyzon, Dekan und Kanonikus der Kollegiatskirche St. Martin in Lüttich, bestätigt als Generalvikar des Lütticher Bischofs Georg Ludwig die Tonsur des Michael Josef Hubert v. Cortenbach aus Oloy, Sohn des Friedrich Melchior Otto Frh. v. Cortenbach.
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Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 930



1737 April 11



Beschreibung : Schlenderhan Franz Winand Hieronymus Frh. v. Frentz zu Schlenderhan, Kleinenbroich, Kellenberg und Stammeln, Amtmann zu Bergheim, und seine Ehefrau Charlotte geb. Freiin v. Bylandt zu Rheydt verpachten an die Eheleute Peter Baumeister und Katharina Kallen den von etlichen Ländereien beim Dorf Büttgen zu entrichtenden sogenannten Schramen-Zehnten auf 12 Jahre. Die Jahrespacht von 7 Malter Korn und 7 Malter Hafer sowie zwei Stein Flachs ist jeweils auf Martini in Schlenderhan oder Köln zu entrichten. Die Aussteller quittieren den Erhalt von zehn Rtl. als trockenen Weinkauf, unterscheiben und drücken ihre Petschaften auf; ferner unterzeichnet der Pächter. Darunter: 1749 Januar 18 - Schlenderhan. Die Eheleute v. Frentz und die Eheleute Baumeister bestätigen durch Unterschriften, daß obiger Vertrag für ein weiteres Jahr in Kraft bleiben soll. Es folgt ein Vermerk, daß die Pachtung am 13. Juli 1750 beendet und das Pachtobjekt dem Haus - Halfen überlassen wurde.
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Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 969



1740 Februar 12



Beschreibung : Köln Zwischen [Franz Winand Hieronymus] Freiherrn v. Frentz zu Schlenderhan, Kellenberg, Kleinenbroich und Stammeln und seinem Rentmeister zu Kleinenbroich Johann Wilhelm Körffgen war es wegen der Pachtrechnungen von 1722 an und des Erbpachtempfangs der Jahre 1722 bis 1738 zu einem Rechtsstreit gekommen, der nach Appelation an das hohe kurkölnische Gericht gekommen ist. Um den Streit beizulegen, hat der Bevollmächtigte des Freiherrn v. Frentz, nämlich der Amtsverwalter zu Mettmann Lizentiat J. W. Jeger mit dem Rentmeister einen Vergleich vereinbart. Danach soll Letztgenannter den Rittersitz Kleinenbroich mit Ablauf der Hälfte seiner Pachtzeit am 2. d. Mon. oder doch binnen acht Tagen danach räumen, nachdem ihm längst gekündigt ist. Er hat die noch schuldigen etwa elf Malter Roggen nach Schlenderhan zu liefern laut Pachtbrief; von den aus dem Vorjahr nich ausstehenden Zehnten, nämlich 90 Rtl., kann er die Hälfte des trockenen Weinkaufs in Höhe von 50 Rtl. abziehen, weil er nur die Hälfte der Pachtzeit verbleibt. Die Eheleute v. Frentz werden auf alle von ihnen eingeklagten Ansprüche, insbesondere auf die geforderten 74 Mlt. Korn verzichten. Dafür soll der Rentmeister die aufstehende Wintersaat, die auf 479 Rtl. taxiert ist, den Eheleuten überlassen. Die für das laufende Jahr von ihm wegen des verpachteten Zehnten noch zu zahlenden 70 Rtl. werden ihm belassen, jedoch unter Abzug der oben erwähnten 50 Rtl. und von 12 Rtl. wegen des lt. Pachtvertrag schuldigen Schanzens, so daß ihm acht Rtl. zustehen. Dieser Vergleich tritt in Kraft, wenn ihn die Eheleute auf Schlenderhan ratifizieren. Der Bevollmächtigte und der Rentmeister unterschreiben. Darunter: 1740 Februar 13 - Schlenderhan. Franz Winand Hieronymus Frh. v. Frentz und seine Ehefrau Charlotte geb. Freiin v. Bylandt genehmigen vorstehende Vereinbarung unter der Bedingung, daß Körffgen ihnen alle den Rittersitz Kleinenbroich betreffenden Briefschaften aushändigt und alle zum Rittersitz und insbesondere zu den Stallungen gehörigen Mobilien und Effekten zurückläßt. Sie unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf.
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Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 995



[1741]



Beschreibung : [1741, vor März 24] - Kleinenbroich Wegen der weiten Entfernung zur Pfarrkirche in Büttgen wurde schon vor 23 Jahren beschlossen, eine an Sonn- und Feiertagen zu haltende Frühmesse in der Kapelle zu Kleinenbroich zu stiften. Erst jetzt ist genügend Geld zusammengebettelt, nämlich 1500 Rtl., so daß der Generalvikar um Genehmigung ersucht werden kann und soll. Die Gemeinde zu Kleinenbroich als Kollatorin wünscht, daß der zu beauftragende Priester alle Sonn- und Feiertage eine Messe liest, im Sommer um 6 Uhr und im Winter um 7 Uhr, außerdem des Freitags um 9 Uhr. Die Scheffen und die Gemeindemitglieder versprechen, die Kinder und Dienstboten weiterhin, sooft es Wetter und Zeit gestatten, zur gewöhnlichen christlichen Lehre nach Büttgen zu schicken, und dem Frühmeß-Priester ein Haus zu erbauen und einzurichten auf einem Grundstück mit Garten und Baumgarten von einem halben Morgen Größe. Es unterschreiben die Schöffen Heinrich Hamecher, Gottfried Krummen, Arnd Schipperges, Johann Junckers, Adam Beinfels, Anton Klöters und Gerling Klötters, ferner Ägidius Ruckes, Adolf Costen, Ägidius Güthges, Anton Junckers u.a.m. Undatierte Abschr., beglaubigt von Notar E. Heythausen, der anmerkt, das Original habe weitere 85 nur schwer lesbare Unterschriften von Kleinenbroicher Einwohnern. Darunter: 1741 März 24 - Köln. Der Kölner Generalvikar Johannes Andreas v. Francken-Siersdorpff genehmigt die Frühmeßstiftung, unterschreibt und drückt sein Siegel auf. Ferner unterschreibt in Abwesenheit des Protonotars der Notar E. Heythuysen [so!].
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Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 1007



1748 August 20



Beschreibung : Alsbach Franz Wolfgang v. Quad und M.H. Jordans als Bevollmächtigter der Eheleute v. Nagel bestätigen, an Johann Immendorf und Johann Adolf Contzen zwei Drittel des Pollerhofes zu Eschmar für 1450 Rtl. je Drittel, also für 2900 Rtl., und dazu sechs Louisdor Verzichtsgeld verkauft zu haben. Die Ankäufer geloben, die Zahlung innerhalb von acht Tagen auf Haus Alsbach zu tätigen. Die beiden Aussteller und die beiden Käufer unterschreiben.
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Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 1054



1748 August 26



Beschreibung : Alsbach Die Eheleute Konrad Frh. v. Nagel zu Herl und Maria Adriana geb. Freiin v. Cortenbach verkaufen den ihnen gehörigen dritten Teil des freien Pollerhofes (Pohler -) zu Eschmar an die beiden Ehepaare Johann Adolf Contzen und Anna geb. Immendorf sowie Johann Immendorf und Katharina geb. Contzen für 1450 Rtl. zu je 80 Albus und drei Louisdor als Verzichtsgeld. Die Verkäufer quittieren den Erhalt beider Beträge, unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf.
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Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 1056



1753 Juli 6



Beschreibung : Büttgen Nachdem es im Vorjahr zu Mißhelligkeiten zwischen der Äbtissin des freiadeligen Stifts St. Quirin in Neuss und Freiherrn v. Frentz zu Schlenderhan als Zehntherrn des Personats zu Büttgen dadurch gekommen war, daß der Halfe des stiftischen Geulenhofs eine den Zehntbezirk bezeichnende Grenzmarkierung beim Bilmeshof, der jetzt dem Müller Jakob Huseken gehört, versetzt hatte, haben sich beide Parteien nun auf eine Tagfahrt nach Büttgen geeinigt und zur Beilegung der Streitigkeiten Bevollmächtigte entsandt, nämlich die Äbtissin den Stiftskanoniker Franz Heinrich Eisenkramer und den Lehngerichtsschreiber J. Heinen bzw. Freiherr v. Frentz seinen Haussekretär Ludwig Anton Hipper und seinen Hauskaplan Leonhard Frings. Nach eingehender Erkundigung vereinbaren diese Bevollmächtigten, daß künftig das Zehntzeichen an dem Stein stehen soll, der sich am äußersten Eck der Ländereien des Huseken befindet, und die Grenze von dort aus in gerader Richtung auf den Glehner Kirchturm zu verlaufen soll. Die Schäden und Kosten werden gegenseitig aufgehoben. Dieser Vergleichsentwurf soll der Äbtissin und Freiherrn v. Frentz vorgelegt und im Genehmigungsfall in Reinschrift gebracht und binnen vier Wochen ratifiziert werden. Die vier Bevollmächtigten unterschreiben. Ausf., Pap. und zweite Ausf., unterschrieben vom Neusser Kanoniker Eisenkramer und dem Frentzschen Sekretär Hipper, darunter die Ratifikation d.d. Januar 28 - Düsseldorf: Die Äbtissin Maria Therese Gräfin v. Leerodt und Arnold Frh. v. Frentz ratifizieren den von ihren Bevollmächtigten vereinbarten Vergleich durch Unterschrift und Aufdrücken ihrer Petschaften.
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Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 1090



1756 September 17



Beschreibung : Köln Der Kölner Weihbischof und Generalvikar Franz Kaspar v. Francken-Sierstorpff bescheinigt die erste klerikale Tonsur des Franz Moritz Anton Wolfgang v. Nagel aus Badinghagen in der Pfarre Marienheide. Das Siegel des Ausstellers wird aufgedrückt; in seinem Namen unterschreibt der Sekrtär Johann Hermann Josef Werren.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 1120



1758 Oktober 25



Beschreibung : Schlenderhan Ferdinand Frh. v. Hundheim, kurpfälzischer Obrist und Küchenmeister, und seine unbenannte Tochter einigen sich mit Franz Winand Hieronymus Frh. v. Frentz zu Schlenderhan, dessen Ehefrau Anna Charlotte geb. v. Bylandt und deren ältestem Sohn Franz Arnold Frh. v. Frentz. Freiherrn v. Hundheim war der Rittersitz Kellenberg entsprechend seiner Heiratsverschreibung vom 19. März 1730 wegen der ihm zugesagten Mitgift von 10000 Rtl. zur Hälfte bis zur Zahlung der Summe zur Nutzung eingeräumt worden. Um Franz Arnold Frh. v. Frentz nun hinsichtlich seines Heiratsgutes besserzustellen, überläßt ihm Frh. v. Hundheim besagte Hälfte von Kellenberg und erhält dafür hypothekarisch den Rittersitz Stammeln sowie den Huppelrather (Hobbel- ) Hof und kann die ihm wegen der erwähnten 10000 Rtl. zustehenden Zinsen von 400 Rtl. jährlich von den Halfen der Güter einfordern. Freiherr v. Hundheim, die Eheleute v. Frentz und ihr genannter Sohn unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 1141



1762 August 21



Beschreibung : Büttgen F[ranz] W[inand] H[ieronymus] Frh. v. Frentz zu Schlenderhan als Inhaber des freiadeligen Rittersitzes Randerath zu Kleinenbroich und dadurch Patron und Kollator der Pfarrkirche zu Büttgen einigt sich gütlich zur Vermeidung von Weiterungen und von Prozeßkosten in der bereits beim kurkölnischen Offizialat anhängigen Sache mit Schöffen, Vorstehern und Benachbarten zu Büttgen wegen des von ihm beanspruchten, von der anderen Seite aber bestrittenen Rechts auf ein sechswöchiges Geläut bei Tod eines Angehörigen der Familie v. Frentz. Künftig soll, sooft ein Herr des Rittersitzes Randerath oder dessen Ehefrau stirbt, ebenso bei Tod eines Inhabers der Pfarre (personatist ) zu Büttgen, der üblicherweise aus der Familie v. Frentz stammt, sechs Wochen lang jeweils morgens, mittags und abends eine Stunde mit allen Glocken durch Gemeindemitglieder geläutet werden. Dafür erhalten diese sechs Malter Roggen. Stirbt eines der Kinder aus der freiherrlichen Familie, soll das Läuten sich auf drei Tage beschränken bei gleichem Lohn. Die beiden Ausfertigungen des Vertrages werden unterschrieben von einerseits dem Freiherrn v. Frentz, der auch sein Siegel aufdrückt, sowie andererseits von Johannes Rhabanus Richelen, Pastor zu Büttgen, den beiden Schöffen Heinrich Hintzen und Peter Eicker, den drei Vorstehern Jakob Schotters, Johannes Hebben und Mevis Hebben sowie den Nachbarn Johann Creutzer, Johann Weyers, Wilhelm Schotters, Gerhard Hußges, Heinrich Meyger, Andreas Brockers und Matthias Holtzappel. Der des Schreibens unerfahrene Johann Fösges unterzeichnet mit seinem Merkzeichen (Kreuz), und der zu Bonn immatrikulierte öffentliche Notar J.H. Viehoff beglaubigt durch seine Unterschrift.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 15
U 1174/2
Bemerkung : Ausf., Papier in Kasten 4



1767 Mai 10



Beschreibung : Haus Schlenderhan Franz Winand Hieronymus Reichsfrh. Raitz v. Frentz, Herr zu Schlenderhan, Kleinebroich, Kellenberg, Stammeln und Hattenheim, Amtmann zu Bergheim, und dessen verstorbene Ehefrau Anna Maria Charlotte Wilhelmine Franziska geb. v. Bylandt zu Rheydt, Dame des kaiserlichen Sternkreuzordens, hatten mit dem seinerzeitigen Pastor zu Quadrath, dem Lizentiaten der Theologie Cornelius Johannes Heinen den Generaloberen der Dominikaner um Zustimmung zur Einrichtung einer Rosenkranzbruderschaft ersucht, und Dr. theol. Pater Ludwig Fliegen hatte als Beauftragter dann am 11. Okt. 1739 die feierliche Errichtung der Bruderschaft vollzogen. Da die Pfarre von der in allen Orten der Umgebung stark grassierenden Viehseuche völlig verschont blieb, erfordert die Dankespflicht eine Festigung der Bruderschaft, und Pastor Heinen hat bereits eine Summe von 823 Rtl. zusammengebracht. Nachdem Franz Winand Hieronymus Raitz v. Frentz das Protektorat für sich und seine Erben übernommen hat, wird Folgendes vereinbart: Der jeweilige Pastor zu Quadrath erhält als Präses der Rosenkranzbruderschaft jährlich zwölf Rtl. und hat dafür achtmal im Jahr, insbesondere nach jedem Marienfest, eine Seelenmesse für die Verstorbenen und die Wohltäter der Bruderschaft zu lesen und die Rosenkranzandacht vor allem zur Adevents- und Fastenzeit zu fördern. Für die Geistlichen, die an den ersten Sonntagen der Monate und an den Marienfesten dem Pastor assistieren, werden zwölf Rtl. jährlich bereitgestellt und dazu sechs Rtl., damit der Pastor diese Geistlichen beköstigen kann. Der Küster, der bei den Messen und Andachten vorbetet, erhält jährlich sechs Rtl. Alle Vorkommnisse sind dem Protektor zu melden und werden von diesem mit Rat des Pastors entschieden. Als Rentzahlungstermin wird der Andreastag festgesetzt, und an diesem Tage ist jedes Jahr dem Protektor Rechnung zu legen. Der Sekretär des Hauses Schlenderhan soll die zweifach einzureichenden Rechnungen prüfen, für die Obligationen Urkunden verfertigen und die Säumigen mahnen. Die Briefschaften und Rechnungen werden in einer besonderen Kiste mit zwei Schlössern verwahrt; je einen Schlüssel erhalten der Protektor und der Pastor. Es unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf: Franz Winand Hieronymus Raitz v. Frentz, Franz Arnold Raitz v. Frentz und der frühere Pastor Cornelius Johannes Heinen, ferner unter-zeichnen C. J. Heinen [!], derzeitiger Pastor zu Quadrath, Schweren, Sekretär [auf Haus Schlenderhan] und der Dominikanerbruder Primiverus Müggenberg als Zeuge.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 1219



1771 November 20



Beschreibung : Lübeck F[ranz] A[dolf] J[osef] Frh. v. Nagel, Oberamtmann [zu Hückeswagen und Bornefeld] und Erbherr zu Badinghagen, verkauft an Alexander Frh. v. Kurtzrock, Domherrn zu Lübeck und herzoglichen Kammerjunker, das seiner Ehefrau M[aria] A[gnes] verwitweten v. Kurtzrock zu Banzin (Bantzien ) geb. v. Weichs gehörige, bei Lübeck gelegene Gut Zeretz mit allem Zubehör für 4500 Rtl. in alten Louisdor oder 900 Pistolen. Da der Käufer zu Ostern des lfd. Js. bereits 2000 Rtl. an die Genannte gezahlt hat und dazu 100 Rtl. Zins, sind noch 2400 Rtl. zu entrichten, die zu Beginn des folgenden Jahres abgetragen werden sollen. Der Käufer übernimmt es, die landesherrliche Zustimmung beim Herzog zu Holstein und Bischof zu Lübeck auf seine Kosten einzuholen. Die beiden gleichlautenden Ausfertigungen werden unterschrieben und besiegelt vom Käufer, dem Verkäufer und dessen Ehefrau.Darunter ohne Datum: Freiherr v. Nagel quittiert den Erhalt der Kaufgelder.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 1264/1
Bemerkung : Eine durch den kaiserlich autorisierten und in Düsseldorf immatrikulierten Notar Heinrich Boeser mit Unterschrift und Rundsiegel (unter Papierdecke, im Feld ein Auge, auf das von oben, unten, rechts und links je ein Pfeil zeigt; in den Winkeln die Buchstaben: P.C.N.P.; die Umschrift lautet: TECTE CIRCUMSPECTE ET RECTE) beglaubigte Abschrift in Kasten 15



1771 November 20



Beschreibung : Lübeck F[ranz] A[dolf] J[osef] Frh. v. Nagel, Oberamtmann [zu Hückeswagen und Bornefeld] und Erbherr zu Badinghagen, verkauft an Alexander Frh. v. Kurtzrock, Domherrn zu Lübeck und herzoglichen Kammerjunker, das seiner Ehefrau M[aria] A[gnes] verwitweten v. Kurtzrock zu Banzin (Bantzien ) geb. v. Weichs gehörige, bei Lübeck gelegene Gut Zeretz mit allem Zubehör für 4500 Rtl. in alten Louisdor oder 900 Pistolen. Da der Käufer zu Ostern des lfd. Js. bereits 2000 Rtl. an die Genannte gezahlt hat und dazu 100 Rtl. Zins, sind noch 2400 Rtl. zu entrichten, die zu Beginn des folgenden Jahres abgetragen werden sollen. Der Käufer übernimmt es, die landesherrliche Zustimmung beim Herzog zu Holstein und Bischof zu Lübeck auf seine Kosten einzuholen. Die beiden gleichlautenden Ausfertigungen werden unterschrieben und besiegelt vom Käufer, dem Verkäufer und dessen Ehefrau.Darunter ohne Datum: Freiherr v. Nagel quittiert den Erhalt der Kaufgelder.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 1264/2
Bemerkung : Ausf., Pap. in Kasten 15



1781 Mai 21



Beschreibung : Köln Der kaiserlich-königliche Obristwachtmeister Anton Frh. v. Mylius und seine Ehefrau Karoline geb. Raitz v. Frentz geloben, bei ihrer bevorstehenden Verehelichung mit der im Heiratsvertrag festgesetzten Mitgift von 3000 Gld. und der Aussteuer zufrieden zu sein, und verzichten auf alle Erbrechte, sofern die Schwestern der Braut bei Heirat einen gleichen Verzicht leisten. Die Aussteller unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 1325



1798 Februar 11, 1798 Februar 18



Beschreibung : 1798 Februar 11 Mülheim a.d. Ruhr bzw. Febr. 18 - Köln Franz Arnold Frh. Raitz v. Frentz zu Schlenderhan (Schlenderen ) und Franz Karl Frh. v. Hompesch zu Bolheim, die als Erben ihres verstorbenen Oheims Karl Kaspar Freiherrn von Bylandt, Herrn zu Rheiydt, Schwarzenberg usw., die ihnen zugefallenen Güter, Renten und Rechte von Schloß Rheydt aus durch einen Rentmeister haben verwalten lassen, schließen mit diesem, nämlich mit Johann Schippers, Vogt zu Rheydt, einen neuen Vertrag: Rentmeister Schippers wird alle einkommenden Pachtzahlungen und Erbrenten der Güter des Schlosses Rheydt, von Schwarzenberg sowie des Linzenicher und Dripter Gutes entgegennehmen, darüber Buch führen und jährlich abrechnen. Er erhält dafür eine Wohnung im Schloß nebst Stalllung und Scheune, bis die im Grunde den Vögten zustehende Wohnung oberhalb der Pforte instandgesetzt ist. Außerdem wird ihm auf 12 Jahre in Pacht gegeben gegen jährlich 91 ¿ Rtl. der Hopfengarten, der angrenzende Kamp von etwa 2 ¿ Morgen, der sog. Vogtsgarten, etwa 25 Morgen Ländereien und 3 Morgen Wiese. Als Gehalt erhält er 6 % der Einnahmen, die bar einkommen, und von den eingelieferten Früchten 4 %, bis der Speicher instandgesetzt ist, dann nur noch 3 %. Sollten in Schloß Rheydt Truppen einquartiert werden, so wird ihm ein angemessener Pachtnachlaß gewährt und zu seiner Haushaltung die schmale Pacht von der Mühle und vom Liesenhof, 300 Rübkuchen und 300 Eier. Das Personal der Herrschaft, Boten und Jäger hat er gegen Quittung zu entlohnen. Für den Wachtdienst auf dem Schloß erhält er 20 Rtl. jährlich, ferner für Feuer und Licht und die Beköstigung eines Wächters volle Erstattung bei Abrechnung.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 1424



1552 Dezember 20



Beschreibung : Hermann, Graf zu Neuenahr und zu Moers (Meurs ), Herr zu Bedburg (Bebber ) sowie Erbhofmeister des Erzstifts Köln, und seine Lehnsmannen der Grafschaft Moers Dr. jur. Degenhard Haes (Haese ), Drost zu Linn, und Bertram von der Lipp genannt Hoen, Drost zu Moers und Krakau, bezeugen, daß die Lehnsmannen Jakob von Reuschenberg ( Rui -) und Heinrich von Randearth (- raet ) vor ihnen erklärt haben, in ihren Streitigkeiten wegen des Velshofes im Kirchspiel Büttgen (Buitgen ) durch beiderseitige Freunde, wie folgt, verglichen worden zu sein. Heinrich von Randerath soll den Velshof mit Haus, Hof, Gebäuden, Garten und [genau nach Lage und Größe beschriebenen] Ländereien [insg. über 112 Morgen in elf Parzellen] sowie einer Holzgewalt im Büttger Wald, wie all dies dem Jakob von Reuschenberg nach Tod seiner Ehefrau Agnes von Eynatten ( Eyneten ) und seines Oheims Stephan Vell zu einer Hand anerstorben ist, erblich haben und behalten gegen eine jährlich auf Remigius an die von Reuschenberg nach Neuss zu liefernde Erbpacht von zehn Maltern Roggen und elf Maltern Hafer. Am folgenden Martinstag soll Heinrich von Randerath außerdem 525 Taler zahlen. Jakob von Reuschenberg und seine Erben hingegen sollen den Velshof und sein Zubehör von dem Grafen zu Moers zu Lehen empfangen und für alle Schäden haften. Auf Bitte der Parteien bestätigt der Aussteller als Lehnsherr die vorstehenden Vereinbarungen, und er wie seine beiden genannten Lehnsmannen hängen ihr Siegel an. ... auf St. Thomas avent des heiligen Apostels
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 15
U 1849/2
Bemerkung : Abschr. (von 1791, unbeglaubigt), Pap. in Kasten 7, Aktte 9



1552 Dezember 20



Beschreibung : Vor Johann Drieß, Schultheiß, sowie Anton Kloesters und Adam Beßh , Schöffen zu Kleinenbroich, erscheint Andreas Broixters , derzeitiger Küster zu Büttgen (Buit -), um auf Antrag der Katharina Schilling, Witwe des Junkers Andreas von Randerath (Randenraidt ), Amtmanns zu Liedberg (-burgh ), darüber zu berichten, wer ihm das Küsteramt zu Büttgen vergeben und wie lange er es bedient habe. Der Befragte erklärt, vor 50 oder 51 Jahren sei das Küsteramt durch Verzicht des Johannes Wefels erledigt und vom verstorbenen Junker Johann von Randerath als dem Patron neu zu vergeben gewesen. Damals sei Junker Johann durch Junker Paul Schram, Konrad und Eberhard Meuter (Meuther ), die allesamt verstorben sind, sowie etliche Nachbarn zu Büttgen schriftlich gebeten worden, das Amt an einen aus Hüls zu vergeben. Er selbst habe sich seinerzeit mit Friedrich Meuter nach Baesweiler (Baißwiler ) begeben, aber Junker Johann von Randerath nicht angetroffen; sie beide seien dann nach Randerath gegangen, und man habe dort Johanns Sohn, den Junker Jakob von Randerath, zu sich in ihre Herberge rufen lassen und ihn gebeten, seinem Vater auszurichten, daß sie wegen des Küsteramtes gekommen seien. Als sie in der Herberge saßen und etwas tranken, habe ein guter Geselle zu ihm gesagt: wenn er eine Ente wäre, so würde er sich ängstigen, denn er rieche Pulver und Donnerkraut und glaube, sie hätten Propfen (Wiecken ) bei sich. Daraufhin habe er dem Junker Jakob heimlich gesagt, daß er sich krankheitshalber mit Pulver eingrieben habe, und der Junker habe sich damit zufrieden gegeben. Der .. Junker habe sie dann zu seinem Vater gebracht, und er, der Erklärende, habe diesen gebeten, ihm das Küsteramt zu übertragen. Junker Johann habe geantwortet, er würde ihm das Amt wohl gönnen, halte ihn aber nicht für tauglich, worauf er erwidert habe, er sei sehr wohl fähig dazu und habe einen Sohn, den er lernen lassen werde, und bis dahin werde ihm einer aus Neuss behilflich sein. Nun habe Junker Johann gesagt, wenn der Pastor zutimmen werde, solle er das Amt erhalten; er möge daheim sagen, der Junker wolle in Kürze selbst nach Kleinenbroich kommen, um mit dem Pastor zu sprechen. Als der Junker dann nach Kleinenbroich und anschließend nach Büttgen gekommen sei, habe Junker Paul Schramm mit seinem Anhang ersucht, das Amt an den aus Hüls zu vergeben. Daraufhin sei er mit Andreas, dem Wirt zu Weiler (Wyler ), Jakob Drieß, dem Schultheißen zu Kleinenbroich, dessen Schwager Hans Drieß und anderen Nachbarn an den Junker herangetreten, um die Vergabe des Küsteramtes an ihn zu erbitten, und der habe es damals erhalten und bediene es bis zum heutigen Tag. Diese eidesstattliche Erklärung des Küsters, die er im Beisein von Junker Jakob von Randerath, Daem und Gotthard Haen und des Neusser Bürgers Johann Monhem vor dem ausfertigenden Notar abgab, wird auf Ersuchen der Katharina Schilling durch die genannten Schöffen besiegelt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 15
U 1850/2
Bemerkung : Ausf., Perg. in Kasten 11



1555 Januar 17



Beschreibung : Katharina Schilling, Witwe des Andreas von Randerath, nimmt gegenüber dem Landesherren[10] Stellung zu unwahren Behauptungen, die eine Eingabe des Matthias von Büttgen ( Buitgen ) enthält: Der Vater Andreas des genannten Matthias hatte sie als Patronin der Vikarie zu Büttgen anno [15]44 wie andere Hausleute auch mehrfach gebeten, ihn seines Alters wegen vom Küsteramt zu entbinden, das ihm von ihrem Schwiegervater, dem verstorbenen Johann von Randerath, übertragen worden war, und er hatte ihr den Kirchenschlüssel freiwillig zurückgegeben. Auf seine Bitte hin hat sie ihm auf Lebenszeit zu seiner Versorgung eine Rente ausgesetzt; vom entsprechenden Vertrag und seiner späteren Erkundigung dieserhalb fügt sie Kopien bei[11]. Das ihr resignierte Küsteramt hat sie dann dem jetzigen Küster einem natürlichen Sohn ihres verstorbenen Ehemannes, übertragen im Beisein des Pastors zu Büttgen, des Kirchmeisters Johann Busch und anderer Personen, die der betreffende Kerbzettel nahmhaft macht. Dieser hat das Küsteramt ohne Widerspruch des Andreas und seiner Kinder ordnungsgemäß bedient, bis genannter Matthias in Erscheinuung trat. Wegen der dann folgenden Vorfälle und Verhandlungen verweist sie auf den erwähnten Kerbzettel und die ergangene Erkundigung und wegen der Kirchenschlüssel auf ihr Schreiben von [15]54 Dez. 28 (uff der kynder dagh ) sowie auf das hier beigefügte Schreiben des Jungen, dem der Küster den Kirchenschlüssel aushändigte, damit er die Kirche öffne. Wenn mehrgenannter Matthias und seine Schwester behaupten, sie seien zur Nachfolge ihres Vaters befugt, den Schlüssel zu bewahren und zu vergeben, was dem ergangenen Edikt widerspricht, so ist darauf zu verweisen, daß etliche Nachbarn von Büttgen dieserhalb zu Köln eine Klage eingereicht haben, über die noch nicht entschieden ist. Nach der Reichsordnung ist der Besitzer in seinem Besitz zu schützen, solange nicht anders befunden ist. Es ist mithin nicht erforderlich, der Angelegenheit wegen nun von dort aus einen Verhandlungstermin anzusetzen. Es möge niemandem gestattet werden, den jetzigen Küster in der Ausübung seines Amtes zu beeinträchtigen; vielmehr möge man den Matthias und seinen Anhang anweisen, den Schlüssel dem jetzigen Küster unverzüglich auszuhändigen. Dier Ausstellerin unterschreibt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 1856



1555 Januar 19



Beschreibung : Johann Drieß, Schultheiß, Bartholomäus Keisers, Anton Cloesters und Daem Busch und die übrigen Schöffen zu Kleinenbroich bekunden, daß Johann Bosch, Peter zu Weiler ( Wyler ); Anton Randerath zu Büttgen, sodann Gerling zu Weiler und Johann zu Weiler, Schöffen der gräflichen Dingbank, auf Ersuchen der Katharina Schilling, Witwe des Andreas von Randerath, Amtmanns zu Liedberg (Lydburgh ), wegen der Küsterei zu Büttgen befragt worden sind, insbesondere nach ihren eigenen Beobachtungen hinsichtlich der Angabe, dem früheren Küster zu Büttgen Andreas Broickster sei der Kirchenschlüssel durch List oder Gewalt abgenommen worden. Die Befragten bezeugten, sie seien anwesend gewesen, als der genannte Andreas das Küsteramt und die Kirchenschlüssel freiwillig der Katharina Schilling als der Patronin übergeben habe unter dem Vorbehalt, daß ihm auf Lebenszeit eine Jahrrente gezahlt werde. Peter zu Weiler bekundete zudem, daß der besagte Küster ihnen mehrfach seine Absicht, das Küsteramt abzutreten, mitgeteilt habe. Ferner erklärten vor den ausstellenden Schöffen die beiden Kinder Johann und Bela des Vitus (Fyten ) Velß, die Enkelin Helene (Lientgen ) des Andreas Brockster sei mit ihnen in die Kirche gegangen, habe sie dann vor ihnen wieder verlassen und sie mit dem jetzigen Küster zusammen eingeschlossen. Daraufhin habe der eingeschlossene Küster den Schlüssel unter der Kirchentür hindurch dem Johann, Sohn des Lewen Pelß, zugeschoben, damit dieser sie herauslasse. Nun sei des Matthias Schwester Katharina angelaufen gekommen, habe besagtem Johann den Schlüssel abgenommen, sei damit auf den Schrammenhof zu ihrem Bruder Matthias geeilt, und dieser habe ihnen dann die Kirchentüre aufgeschlossen. Den Schlüssel habe Matthias aber behalten und gesagt, er müsse eine Zeitlang Küster sein. Daß vorstehende Aussagen wahrheitsgemäß niedergeschrieben sind, bezeugen die Schöffen durch Aufdrücken ihres Amtssiegels.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 1857



1565 Juni 21



Beschreibung : Die Gebrüder Johann und Winrich Raitz von Frentz einerseits, Hermann von Lülsdorf (-torff ) und Daniel Spies wegen ihrer Ehefrauen sowie Elisabeth von Meller, Witwe des Heinrich Spies von Bubenheim ( Bobbelen ) andererseits vereinbaren eine Erbteilung der Schlenderhanschen Güter im Stift Köln, im Bergischen Land und im Herzogenrather Land. Der Besitz wird in fünf Gruppen zu je zwei Losen aufgeteilt. De erste Gruppe umfaßt einerseits den Hof zu Herzogenrath, genannt Kuckumer (Kockemer ) Hof, Pacht und Renten zu Waubach (Woebaich ) und das Land auf den Schnitten. Den Kohlenberg (Kolbergh ) mit seinem Stollen zu nutzen, bleibt allen Parteien vorbehalten; er ist innerhalb und außerhalb des Busches abzustecken, und mögliche Beeinträchtigungen des Hofes sind zu erstatten. Ins andere Los gesetzt wird der Hof zu Anstel (Anxstel ) mit allem Zubehör. Zur zweiten Gruppe gehört der Hof Niederkassel und der Hof zu Ingendorf bzw. andererseits der Hof namens Roland mit den benachbarten Höfchen Tiefenbeeg (Teven -) und Oberkasssel. In die dritte Gruppe gesetzt werden der Feldener Hof zu Heumar (- mair ) mit allen Renten, Buschgerechtigkeiten und Ländereien im Amt Porz und ins zweite Los der Hof in Uerdingen ( Or -) mit den Ländereien zu Friemersheim (Fremerschen ) und Kaldenhausen (- huyssen ), ferner das Haus zum Goldenen Kessel zu Köln an der St. Johannis-Straße. Die Partei, der das zweite Los zufallen wird, hat an die andere einen Wertausgleich von 100 Gulden zu zahlen. Die vierte Gruppe beinhaltet einerseits das Haus zu Kaiserswerth mit zugehörigen 28 Morgen Acker und Wiese, andererseits das Haus zu Düsseldorf beim Kreuzbrüderkloster mit dem Pförtnerhaus und dem angrenzenden, jetzt nur als Stall genutzten Haus, außerdem 1 ¿ Morgen Acker beim Baumgarten des alten Kanzlers, das Kämpchen an der Landwehr von etwa 3 Morgen, das Stockhaus mit etwa 2 ¿ Morgen Acker, etw 1 ¿ Morgen Wiese und ¿ Morgen Busch hinter dem Flingerner Busch, ein Zehntel der Fährgerechtigkeit zu Düsseldorf, die jährliche Angabe von drei Gänsen durch Johann auf dem Suysbroich und von einer Gans durch Wilhelm Suyskotten , zwei Morgen Busch zwischen dem Golzheimer Bruch und Land des Hermann Haestein , des Johann Spiegel und des Gerhard von Azegen , das Mühlenhöfchen in der Stadt zwischen der Mühlengasse und Besitz des Christoph von Landsberg, sodann vor dem Ratinger Tor am Stadtwall einen Morgen, wo Walter Schmitz (Smytz ) den anderen Morgen hat, und noch drei Morgen auf Clotten -Baumgarten zwischen Besitz des Christoph von Landsberg und Heinrich von Pempelforth. Die fünfte Gruppe bildet das Höfchen Elverich mit der Buschgerechtigkeit, dazu eine Holzgewalt im Bilker Busch und zwei Gewalten im Derendorfer Busch bzw. im zweiten Los der Hof Derendorf mit 4 ¿ Holzgewalten im Flingerner Busch. Die jeweils ersten Lose sind der Witwe Spies, Hermann von Lülsdorf und Daniel Spies zugefallen, die jeweils anderen den Gebrüdern Raitz von Frentz. Es ist weiterhin vereinbart worden, daß die Inhaber des Hauses zu Kaiserswerth die erwähnten 28 Morgen gerichtlich einfordern und im Erfolgsfalle der anderen Partei davon sieben Morgen abtreten sollen. Dieser Teilungsvertrag soll in gehörige Form gebracht, zweifach ausgefertigt und dann unterschrieben und besiegelt werden. Es unterschreiben Johann Raitz von Frentz, Winrich Raitz von Frentz, Hermann von Lülsdorf, Daniel Spies zu Schweinheim (Sweinem ) und Wilhelm Spies zu Bubenheim (Bobelhem ).
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 15
U 1879



1569 Oktober 17



Beschreibung : Haus Kleinenbroich Durch den Tod der Eheleute Johann Schilling und Katharina von Lövenich waren ihren Töchtern Anna und Katharina Schilling, beide verwitwete von Randerath (Randenradt ), und deren Nichte in Böhmen, nämlich der Tochter ihres verstorbenen Bruders Heinrich Schlling, folgende Güter erblich zugefallen: Das Haus Stammeln (Stammen ), die Behausung namens Pfaffenhaus (Paffen -) am Neumarkt zu Köln, der Stolzenberger Hof zu Laach (Laich ), die Erbschaft und Gerechtigkeit zu Lamersdorf, genannt Dadenberger Hof, - dies unter Vorbehalt des Anteils ihres Neffen Johann und Adam von Lövenich -, 60 Morgen Ackerland zu Berrendorf, Haus und Hofstatt zu Wüllenrath (Wullenroidt ) sowie zwölf Morgen beim Krahwinkler Hof oberhalb Grevenbroich. Die beiden Schwestern haben den Tod der Eltern durch ihre Söhne ihrer Nichte in Böhmen mitteilen lassen und sie gebeten, sich mit ihnen wegen der Hinterlassenschaft zu vergleichen. Die Nichte und deren Bevollmächtigte haben aber, guter Freundschaft wegen, keinen Vertrag schließen wollen, sondern den Geschwistern, den beiden Witwen von Randerath, alle Erbschaft zur Nutzung überlassen. Da nun beide Schwestern unter Mithilfe nachbenannter Schiedsfreunde durch einen besonderen besiegelten Vertrag geteilt haben, bekennen Anna Schilling, Witwe von Randerath, und ihre Erben Johann und Cäcilie von Randerath durch diesen Revers, daß auch das Erbteil besagter Nicht zur Teilung kam, und zwar unter dieser Bedingung: Solllte die Nichte doch ihres Vaters wegen einen Erbanteil fordern oder durch Bevollmächtigte fordern lassen, so wird Anna ihre Schwester Katharina in gleichem Umfang bedenken, und sollte die Nichte ihr Patrimonium fordern, wird Anna die jetzt zur Teilung gekommenen Güter in die Erbmasse zurückgeben. Auf Bitten der Anna Schilling hängen die anwesenden Freunde und Verwandten ihre Siegel an, nämlich Johann von Hanxler, Meinhard von Lövenich genannt Nierhoven (Neherhofen ) sowie die Gebrüder Johann und Adam von Lövenich.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: 2) Kasten 15
U 1885/2
Bemerkung : Ausf., Perg. in Kasten 37Ausf., Perg. in Kasten xxx



Kasten 16






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Kasten 17


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 17/6




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Kasten 17


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 17/11




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1655 Mai 25



Beschreibung : KölnIm Oktober 1655 [!] war zwischen der Gräfin v. Kuefstein ( Kupf-),der Witwe des Generals v. Werth, Freiherrn v. Frentz, Herrn zu Odenkirchen, und den Werthschen Freunden ein Vergleich geschlossen worden, wodurch Letzteren eine Abfin-dung zugesprochen wurde, nämlich jedem der sechs Kinder 1000 Rtl.Da aber bisher keine Zahlung erfolgte, ist nun zwischen Freiherrn v. Frentz und besagten Freunden vereinbart worden, daß den beiden Kindern des Rittmeisters Gerhard v. Werth, nämlich Johann v. Werth und Esther ( Hesteren) v. Werth [die mit Herkules v. Essingen verheiratet ist - so am Rande], für deren 2000 Rtl. die Nutzung und Einkünfte zu Odenkirchen mit Ausnahme der Quadschen Ländereien und Rechte unberechnet überlassen werden. Sie sollen jedoch an Freiherrn v. Frentz 300 Rtl. bar auszahlen.Es unterschreiben: Winand Frh. v. Frentz, Lambertina Freiin v. Frentz geb. Freiin v. Werth, Johann v. Werth, Herkules v. Essingen, Engelbert Viersen, Sibylla Kaysers und Elisabeth Kaysers.Anm.: Eines der beiden eindeutig lesbaren Daten muß falsch sein.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 17
U 329



1674 Juni 24



Beschreibung : KölnLambertina Irmgard Freifrau v. Frentz zu Schlenderhan (- derahn) geb. Freiin v. Werth erklärt, die Kollation bzw. Provision des durch Tod des Gerhard Vonhoven vakant gewordenen Personats in der Pfarrkirche zu Büttgen ( Büt-) stehe dem Inhaber des adeligen Sitzes Randerath in Kleinenbroich zu, derzeit somit ihrem Ehemann Winand Hieronymus Frh. Raitz v. Frentz (Raitz Freiherrn v. Frentz) zu Schlenderhan. Da dieser abwesend ist, habe sie sich entschlossen, besagtes Personat ihrem Schwager Adolf Raitz v. Frentz, Domherrn zu Speyer ( Späir) und Lüttich, zu übertragen vor dem dies ausfertigenden Notar, dem sie dazu die folgende Urkunde vorlegt:1674 Juni 21 - KölnDa das Personat in der Pfarrkirche zu Büttgen durch Tod des Gerhard Vinhoven erledigt ist, die Kolation bzw. Provision aber dem Inhaber des Rittersitzes Randerath in Kleinenbroich damit ihrem Ehemann Winand Hieronymus Frh. Raitz v. Frentz und bei dessen Abwesenheit ihr selbst zusteht, hat sie sich entschlos-sen, besagtes Personat ihrem Schwager Arnold Frh. Raitz v. Frentz, Domherrn zu Speyer und Lüttich, vor Notar und Zeugen zu übertragen, und gibt zugleich Vollmacht, ihren Schwager in den Besitz der Rechte und Einkünfte einzusetzen.Sie unterschreibt und drückt ihr Petschaft auf.Cölln, ... in meiner behaußungDer ausfertigende - durch Seine Päpstliche Heiligkeit approbierte öffentliche - Notar Theodor Bergmeister bezeugt, dem Ersuchen der Freifrau entsprochen und vorliegendes Dokument verfertigt zu haben im Beisein der Zeugen Adam Heyes, Vikar in Büttgen, und Konrad Eick. Er unterschreibt und drückt sein Notariatssiegel auf.Cölln, in behaußung wohlgemalter Freyfrauwen von Frentz auf St. Gereon Straßen unten im großen Saall gartenwarths zu.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 17
U 555



1682 September 9



Beschreibung : BenatekWinand Hieronymus Frh. v. Frentz ( Frenß) zu Schlenderhan und Theodor Adolf Frh. v. Frentz, je für sich und zugleich als durch Statthalter und Landtafel des Königreichs Böhmen bestell-te Vormünder der beiden minderjährigen Söhne Johann Arnold und Johann Wolfgang v. Frentz der verstorbenen Lambertina Irmgard geb. v. Werth, ferner die Gebrüder Franz Winand und Johann Ferdinand Frh. v. Frentz, die - wie auch die genannten Minder-jährigen - Herren zu Benatek sind, vereinbaren mit Susanne Maria Gräfin Cabegg (Cabain) geborenen Gräfin v. Kuefstein, Frau zu Benatek, einen Kaufvertrag.Der genannte Vormund Theodor Adolf Frh. v. Frentz hat die beiden alt - Benateker Sechstel, die von Lambertina Irmgard Freiin v. Frentz geb. v. Werth durch Testament den besagten Frentzschen Herren zu Benatek vermacht worden waren, zum Verkauf angeboten, und die kaiserlichen Räte und verordneten Unteramtleute haben, auf einen bei der königlichen Landtafel eingezogenen Bericht hin, einen solchen Verkauf für ratsam befunden, und daraufhin sind durch den Statthalter im König-reich Böhmen am 17. Aug. d. Js. zu Kommissaren bestellt werden: Johann Wenzel Nowohradsky, Reichsgraf von Kolovrat (- wrath), Herr auf Koschatek, Mayrhöfen, Münichsfeld, Pfrauenberg ( F-) und Ingrowitz, Rudolf Adam Frh. v. Lyssau auf Neu - Stranow (Neuen Stranhof) und Franz Nikolaus Bzensky (Pfensky) von Proruba auf Nymerschitz, die Rat, Kämmerer, Landgerichtsbei-sitzer, Obersteuereinnehmer bzw. Hauptleute der Prager Altstadt und des Kreises Bunzlau sind.Inzwischen haben die Kommissare den Benateker Erbanteil besich-tigt, die vorhandenen Schriften und Teilzettel studiert und die zwei Sechstel angeboten. Das höchste Gebot kam von der vorgenannten Gräfin Cabegg (Kabain).Zum Verkauf kommt somit an diese der mehrgenannte Erbanteil, Alt - Benatek genannt, mit dem Meierhof, Alt - Lissau, einem Teil von Schloß und Stadt Neu - Benatek, mit der zugehörigen Schäferei, den Dorfschaften, Wirts - und Schankhäusern, einem Teil von Mühle und Brauhaus, Wein -, Hopfen - und anderen Gär-ten, Feldern, Wiesen und Wäldern sowie allen Untertanen, von denen sich Winand Hieronymus Frh. v. Frentz lediglich zwei als eigene Untertanen vorbehält, nämlich Hans Victorin und Wenzel Schallarsky. Mitverkauft wird, wie all das eine am heutigen Tage verfertigte und ausgehändigte besondere Spezifikation ausweist [nicht beiliegend!], Vieh, Wirtschaftsmobilien und alles zugehörige Recht.Der Kaufpreis beträgt 45.000 Gld. zu je 60 Kreuzer nebst 500 Gld. Schlüsselgeld und ist bei Unterzeichnung des Kaufvertrages von der Gräfin bar gezahlt worden, und zwar im Wert von mehr als 20.000 Gld. durch kaiserliches Geld und alles übrige durch fürstlicher - und städtischerseits geprägte Münzen, die durch Wechselführer und Kaufleute der Stadt Prag als gängig anerkannt wurden.Wegen der nicht in den Kaufvertrag einbegriffenen Vorräte an Getreide, Wein, Hopfen udn Gebranntem usw. wird vereinbart, daß der Gräfin der Wein überlasseen wird zum Preis von 4 1/2 Kreuzern für den Eimer Weißwein, fünf Kreuzern für den Eimer Rot-wein und die anderen Vorräte zur Verpflegung des Gesindes zum ortsüblichen Preis. Kostenlos zurückgelassen wird zum Unterhalt des Brauhauses das für dreieinhalb Gebräue nötige Malz bzw. bei Ermangelung ausreichend Gerste, Weizen und Hopfen.Bedienstete und Gesinde sind bis zur Besitzübernahme voll durch die v. Frentz zu entlohnen.Im Hinblick auf den vor Jahren zwischen Winand Hieronymus v. Frentz als Bevollmächtigtem seiner damals noch lebenden Ehefrau und der Gräfin v. Cabegg als Vormünderin ihres Sohnes v. Werth wegen Güterabtretung ausgehandelten, dann aber kassierten Ver-trages wünschen die v. Frentz, vor Ansprüchen insbesondere der v. Klarsteinschen Erben - Anm. Die derzeitige Gräfin v. Cabegg war zuvor, in ihrer zweiten Ehe, mit dem 1665 gestorbenen Franz Christoph Frh. v. Klarstein verheiratet gewesen. - gesichert zu sein; die Gräfin bezeugt deshalb, daß weder sie noch ihre frei-herrlich v. Klarsteinschen Kinder oder Erben Ansprüche geltend machen können, und sie gelobt dieserhalb Schadloshaltung.[Es folgen Vereinbarungen über noch bestehende Zahllungsver-pflichtungen und die Herausgabe der Grundbücher,Register und Losbriefe.Der Vertrag soll vom königlichen Statthalter ratifiziert und auf Kosten der Gräfin bei der Landtafel eingeschrieben werden.Es werden zwei gleichlautende Ausfertigungen geschrieben; es unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf: [1] Johann Wenzel Garf v. Kolovrat, [2] Rudolf Adam Frh. v. Lyssau, [3] Franz Nikolaus Bzensky von Proruba, [4] Winand Hieronymus Frh. v. Frentz, [5] Dietrich Adolf Frh. v. Frentz, [6] Franz Winand v. Frentz, Regularkanoniker zu Aachen, [7] Johann Ferdinand Frh. v. Frentz, Domherr zu Lüttich, und [8] Susanne Maria geb. Gräfin v. Kuefstein.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 17
U 615



1695 März 21



Beschreibung : PorzKunigunde Josina Freifrl. v. Nagel, Kanonisse des freiadeligen Stifts Flaesheim, überträgt vor dem Schreiber des Amts und Gerichts Porz als Schenkung unter Lebenden ihrem Bruder Georg Adolf Frh. v. Nagel, Herrn zu Herl, und dessen Ehefrau Johanna Katharina geb. v. [der] Recke die 4.000 Rtl., die ihr als Heiratsgeld vertraglich zugedacht wurden.Das Kapital soll, falls ihre genannte Schwägerin Kinder hinter-läßt, auf diese übergehen; bleibt die Ehe kinderlos, behält die Schwägerin auf Lebenszeit die Nutzung des Ertrages, während das Kapital dann an das Kind aus ihres genannten Bruders erster Ehe gehen soll, das Haus Herl als adeliges Vorteil erhalten wird.Es unterschreiben und drücken ihre Petschaften auf: die Aus-stellerin, als Zeugen W[olfgang] H[einrich] v. [Bawir zu] Frankenberg, Domherr zu Worms, Gerhard Kenkeler und J[ohann] J[akob] Rheinfelden ( Rein-); ferner unterschreibt der ausfertigende Gerichtsschreiber Peltzer.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 17
U 696



1714 Juni 4



Beschreibung : Innsbruck In der Pfarre St. Jakob zu Innsbruck tauft der Kooperator Anton Koch auf die Namen Innozenz Anton Karl Benedikt einen Sohn des Johann Bernhard Grafen v. Königl., Freiherrn zu Ehrenburg und Warth, kaiserlichen Kämmerers und österreichischen Kammerpräsi-denten, und seiner Ehefrau Johanna Felizitas Gräfin v. Welsperg (- berg ) und Primör. Gevatter ist Kardinal Benedikt Herba Odescaleo, Erzbischof zu Mailand. Auszug aus dem Taufbuch genannter Pfarre, beglaubigt zu Innsbruck am 8. Febr. 1860 vom Stadtpfarrer Bartholomäus Kometer, dessen Unterschrift beim bischöflichen Ordinariat zu Brixen am 15. Febr. 1860 beglaubigt wird durch Unterschrift des Sekretärs J. Stippeler und Siegelstempel des Ordinariats.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 17
U 880



1750 Januar 10



Beschreibung : Gottmadingen Getauft wird durch Josef Heinrich Schleiniger: Johann Baptist Karl Josef Antonius von Padua, ehelicher Sohn des Johann Baptist Ignatius Franziskus von Paula Xaver Baron v. Deuring, Herrn zu Heilsperg, Gottmadingen und Endringen ( Ebrin -), und der Maria Karolina Elisabeth Josepha Antonia Freiin v. Hornstein. Paten sind: Johannes Oswald und Elisabeth aus Neuwiller, Bettlerin aus dem Oberrheinischen Wald (ex Herecinia sylva ).
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 17
U 1061



1759 Februar 5



Beschreibung : Büttgen Johannes Rabanus Richelen, Pastor zu Büttgen, bezeugt, am vorausgegangenen Sonntag von der Kanzel verkündet zu haben, daß Freiherr v. Frentz zu Schlenderhan das durch Tod des Konstantin Lesmann vakant gewordene Küsteramt zu Büttgen dem Andreas Lesmann, ältestem Sohn des Vorganannten, verliehen habe, und er bescheinigt, daß er besagten Andreas nun nach dem Gottesdienst in sein Amt eingeführt und ihm traditionsgemäß den Kirchenschlüssel feierlich übergeben habe, und zwar im Beisein der dazu besonders geladenen Zeugen, nämlich des Kaplans in Kleinenbroich und Vikars BMV in Büttgen Franz Arnold Schlösser und des Vikars in Büttgen Johann Jakob Ingmans, sowie einer große Menge Volkes. Der Aussteller und die beiden Zeugen unterschreiben.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 17
U 1146



1773 März 1



Beschreibung : Listringhausen [Dietrich Friedrich Wilhelm] v. Neuhof gen. Ley bevollmächtigt [Peter Josef] v. Omphal, die gerichtlich ausgestellte Obligation über 175 französische und lüneburgische Pistolen vom 23. Nov. an [Franz Adolf Josef] Frh. v. Nagel, der ihm besagte Summe ausgezahlt hat, auszuhändigen, ferner auch die gleichfalls gerichtlich ausgestellte Obligation vom 20. Febr. d. Js. über 65 Pistolen, sobald er dieses Geld bar erhalten und darüber quittiert hat. Der Aussteller unterschreibt. Darunter: 1773 März 2 - Hückeswagen P[eter] J[osef] v. Omphal quittiert, von [Franz Adolf Josef] v. Nagel 65 Pistolen in bar erhalten zu haben. - Unterschrift.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 17
U 1279


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